Wikibooks dewikibooks https://de.wikibooks.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.46.0-wmf.23 first-letter Medium Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikibooks Wikibooks Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Regal Regal Diskussion TimedText TimedText talk Modul Modul Diskussion Veranstaltung Veranstaltung Diskussion Traktorenlexikon: Deutz-Fahr 0 7379 1083025 1083020 2026-04-10T12:01:03Z JaWa1998 115962 /* INTRAC / IN-trac */ 1083025 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (Alte Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (Neue Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Styling) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- ! colspan="2" | '''Serie 5''' |- | colspan="2" | 2019-20.. |- | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D Keyline''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} 55,4/75 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|50100.4 D}} 71,1/97 kW/PS max.: 75/102 kW/PS | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 8d1pi8ct7j23ma5z1qvv34e6sdz2owd 1083070 1083025 2026-04-10T13:33:50Z JaWa1998 115962 /* DX */ 1083070 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Styling) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- ! colspan="2" | '''Serie 5''' |- | colspan="2" | 2019-20.. |- | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D Keyline''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} 55,4/75 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|50100.4 D}} 71,1/97 kW/PS max.: 75/102 kW/PS | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 4pnjkweagb90g7861nxe2shqm4i86fp 1083071 1083070 2026-04-10T13:36:18Z JaWa1998 115962 /* Agrotron (Serie 4 / New Styling) */ 1083071 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- ! colspan="2" | '''Serie 5''' |- | colspan="2" | 2019-20.. |- | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D Keyline''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} 55,4/75 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|50100.4 D}} 71,1/97 kW/PS max.: 75/102 kW/PS | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 3lewb6vb4tvkngw3kplcap435lacett 1083072 1083071 2026-04-10T13:39:30Z JaWa1998 115962 /* Agrotron M */ 1083072 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- ! colspan="2" | '''Serie 5''' |- | colspan="2" | 2019-20.. |- | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D Keyline''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} 55,4/75 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|50100.4 D}} 71,1/97 kW/PS max.: 75/102 kW/PS | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} qcx2mvqvusi55jppxjfesencq5n38f4 1083073 1083072 2026-04-10T13:40:20Z JaWa1998 115962 /* Agrotron L */ 1083073 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- ! colspan="2" | '''Serie 5''' |- | colspan="2" | 2019-20.. |- | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D Keyline''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} 55,4/75 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|50100.4 D}} 71,1/97 kW/PS max.: 75/102 kW/PS | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 7gahzd8jzbsi2z77oc3u2yogier64zp 1083074 1083073 2026-04-10T13:41:44Z JaWa1998 115962 /* Agrotron X */ 1083074 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- ! colspan="2" | '''Serie 5''' |- | colspan="2" | 2019-20.. |- | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D Keyline''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} 55,4/75 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} 61,6/84 kW/PS max.: 65/88 kW/PS * {{:Traktorenlexikon: Create|50100.4 D}} 71,1/97 kW/PS max.: 75/102 kW/PS | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 31w9gmxmhg9rkt51q0vcbbszqd7fkuw 1083075 1083074 2026-04-10T14:11:19Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 */ 1083075 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} == Serie 5 (2013-2021)== [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. == Serie 5 (aktuell)== ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} p0048k4kyesnqedpxcqxh78var7sn4n 1083076 1083075 2026-04-10T14:13:24Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (aktuell) */ 1083076 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} == Serie 5 (2013-2021)== [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. == Serie 5 (aktuell)== Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} === Prototypen/Kleinserien === {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} ==== Deutz D5505 Tandem ==== [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. ==== Deutz-Fahr Agro XXL ==== [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} rijeev9kc219qqtjpy26ov5n209q45m 1083077 1083076 2026-04-10T14:15:26Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (aktuell) */ 1083077 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} == Serie 5 (2013-2021)== [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. == Serie 5 (aktuell)== Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} == Serie 6 == === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} == Serie 7 == [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} == Serie 8 == [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} pu3jjlivb6zx8yw9jnz7lgg4w1nn03c 1083078 1083077 2026-04-10T14:18:20Z JaWa1998 115962 /* Typen */ 1083078 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} == Serie 5 (2013-2021)== [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. == Serie 5 (aktuell)== Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} == Serie 6 == === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} == Serie 7 == [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} == Serie 8 == [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} pycmbx6favkf65536a3kkb5kftl00q4 1083079 1083078 2026-04-10T14:18:43Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (2013-2021) */ 1083079 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. == Serie 5 (aktuell)== Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} == Serie 6 == === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} == Serie 7 == [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} == Serie 8 == [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} lhjjw5swese1c7oxtn7lpuc1336hcrx 1083080 1083079 2026-04-10T14:19:17Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (aktuell) */ 1083080 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} == Serie 6 == === Serie 6C === [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} === Serie 6.4 === [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} === Serie 6 === [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} == Serie 7 == [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} == Serie 8 == [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 0r3pmh1u6lqnqg4ly8fz764ubhrfajw 1083081 1083080 2026-04-10T14:20:05Z JaWa1998 115962 /* Serie 6 */ 1083081 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} == Serie 7 == [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} == Serie 8 == [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 04v03qhz5tkfdi6bfp08iq36ktejdyp 1083082 1083081 2026-04-10T14:20:29Z JaWa1998 115962 /* Serie 7 */ 1083082 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} == Serie 8 == [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} === Serie 8 (2025)=== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} l4fta4bmduiu5hjpmnu63sh5tv4t3y1 1083083 1083082 2026-04-10T14:20:54Z JaWa1998 115962 /* Serie 8 */ 1083083 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} == Serie 9 == [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} g66lxpg2ko3r13svjj4xokg93otdfjb 1083084 1083083 2026-04-10T14:21:08Z JaWa1998 115962 /* Serie 9 */ 1083084 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} == Serie 11 == [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} o9o4tt5t557zn6sgyjfjnr9f3mcagp0 1083085 1083084 2026-04-10T14:21:23Z JaWa1998 115962 /* Serie 11 */ 1083085 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} tdynh4g9k9pvhpem6y49t1j29jb8s3h 1083086 1083085 2026-04-10T14:22:36Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (aktuell) */ 1083086 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (2013-2021) === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell (2026) 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 7al3zt7alihnkt0z8wedze6w0naobaf 1083087 1083086 2026-04-10T14:23:45Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (2013-2021) */ 1083087 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 Spezialtraktoren, Kompakt === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (aktuell) === Die Serie 5 umfasst aktuell (2026) 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} alryxtokhhhiy5926c24w5c0pssqwdt 1083088 1083087 2026-04-10T14:24:38Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 (aktuell) */ 1083088 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 Spezialtraktoren, Kompakt === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5D''' Ecoline || '''Serie 5G''' || '''Serie 5G TB''' || '''Serie 5''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5085 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D Ecoline}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D Ecoline}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 G Plus}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 G}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 G TB}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 G TB}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} |} Diese Modelle, 5 DS - 5 DV - 5 DF und 5 DF Ecoline, sollten hier noch ergänzt werden. === Serie 5 (Standardtraktoren) === Die Serie 5 für Standardtraktoren umfasst aktuell (2026) 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 9lnknuludmrgbqr2090v02dg9zmwoq5 1083089 1083088 2026-04-10T14:28:10Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 Spezialtraktoren, Kompakt */ 1083089 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 Spezialtraktoren, Kompakt === [[File:Deutz-Fahr 5100 G Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5100 G]] [[File:Deutz-Fahr 5105 DS Traktor.jpg|thumb|Deutz-Fahr 5105 DS]] Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5DF/DS/DV Ecoline''' || '''Serie 5DF Keyline''' || '''Serie 5DF (Platform)''' || '''Serie 5G DF/DS/DV''' || '''Serie 5G DF/DS/DV PRO''' || '''Serie 5DF/DS/DV TTV''' || '''Serie 5TB''' |- | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | |} Modelle werden zeitnah ergänzt! === Serie 5 (Standardtraktoren) === Die Serie 5 für Standardtraktoren umfasst aktuell (2026) 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 71dzcr9j0c6sxk2otnsf6m0bb8wqbbf 1083090 1083089 2026-04-10T14:28:44Z JaWa1998 115962 /* Serie 5 Spezialtraktoren, Kompakt */ 1083090 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} [[File:DF Logo Neu.jpg|thumb|Logo Deutz-Fahr]] [[File:Logo SDF.jpg|thumb|Logo SDF]] '''Deutz-Fahr''' ist eine seit 1981 bestehende deutsche Landmaschinen- und Traktorenmarke, die aus dem Agrartechnikbereich der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) mit den Marken [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]] hervorging. Seit 1995 gehört Deutz-Fahr zur [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (seit Dezember 2015 SDF-Group). ==Geschichte== Historischer Ursprung von KHD bzw. Deutz ist die 1864 gegründete ''Motorenfabrik N.A. Otto & Cie.'', die acht Jahre später in ''Gasmotoren-Fabrik Deutz AG'' umbenannt wurde. Firmensitz war die damalige Stadt Deutz, heute [[w:Deutz (Köln)|Köln-Deutz]]. 1927 wurde in Köln die Serienfertigung dieselbetriebener Traktoren aufgenommen. Aus der Gasmotoren-Fabrik Deutz war 1938 nach mehreren Übernahmen und Zusammenschlüssen die ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG'' geworden, die in den 1960er Jahren auch Aktien des deutschen Landmaschinen- und Traktorenherstellers Fahr erwarb und diesen erst mehrheitlich, dann 1975 komplett übernahm. In den Folgejahren vermarktete KHD verschiedene Maschinen noch getrennt unter den beiden Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] und [[Traktorenlexikon: Fahr|Fahr]]. 1981 begann die Produktion unter der neugebildeten Marke Deutz-Fahr. 1995 veräußerte KHD die Landtechniksparte an die italienische SLH-Gruppe (SAME-Lamborghini-Hürlimann) und konzentrierte sich wieder stärker auf die Motorenproduktion. Seitdem gehört Deutz-Fahr zur neugebildeten [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME-Deutz-Fahr]]-Gruppe (SDF). Die Deutz-Fahr-Traktorenwerke wurden anschließend 1996 von Köln nach [[w:Lauingen (Donau)|Lauingen]] im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau verlegt, wo bis heute produziert wird. 1997 wurde der Name von KHD in ''Deutz AG'' geändert. Ab 2003 erwarb SDF wiederum Aktienpakete der Deutz AG und war zwischenzeitlich mit 45 Prozent größter Einzelaktionär. Inzwischen ist Volvo der größte Einzelaktionär. Die meisten Deutz-Fahr-Traktoren sind mit Deutz-Motoren ausgestattet. Davon abweichend sind die Serien 5, 6C und 6.4, die mit den SDF-eigenen FARMOTION 4-Zylinder-Motoren angetrieben werden. Die auf der Agritechnica 2025 vorgestellte neue Serie 8 nutzt erstmals Motoren des Herstellers FPT (N67) mit bis zu 340PS Nennleistung. Neben Traktoren wurden und werden unter dem Namen Deutz-Fahr weitere Landmaschinen vermarktet, zum Beispiel Mähdrescher (Produktion 2025 eingestellt), Mähwerke, Heuwender, Schwader, Ladewagen, Ballenpressen und Teleskoplader. Seit 2017 wird am früheren Fahr-Standort in Lauingen an der Donau das aktuell modernste Traktorenwerk Europas von SDF betrieben. Dort werden Traktoren der SDF-Gruppe mit mehr als 100 kW gefertigt. Das bedeutet z.Z. kommen die Deutz-Fahr Serien 6, 7, 8 und 9 für die SDF-Gruppe aus Lauingen. == Typen == Unter dem Markennamen Deutz-Fahr wurden und werden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === INTRAC / IN-trac === {{Wikipedia|Deutz INTRAC}} [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|INTRAC 2003 A (1. Generation)]] [[Datei:DeutzFahr Intrac 6.60.JPG|thumb|IN-trac 6.60 (2. Generation)]] Die [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|INTRAC]]-Baureihe von [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Mit der Einführung der großen Baureihe Ende der 1980er-Jahre, insbesondere dem IN-trac 6.30 und 6.60, erreichte das Konzept seinen technologischen Höhepunkt. Diese Maschinen leisteten bis zu 150 PS, verfügten über die moderne Hochraum-Komfortkabine und waren für schwerste Systemarbeiten ausgelegt. Trotz der überlegenen Übersicht und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten blieb der Intrac aufgrund der höheren Anschaffungskosten und der komplexeren Wartung durch die verbaute Kabine ein Nischenprodukt. Historisch gesehen ist der Intrac jedoch von großer Bedeutung, da er die Vision eines universellen Systemfahrzeugs verkörperte und als letzter großer Systemschlepper aus Köln gilt, bevor das Konzept zugunsten der Standardtraktoren aufgegeben wurde. Heute haben gut erhaltene Intrac-Modelle absoluten Sammlerstatus und gelten als Ikonen der deutschen Landtechnik-Geschichte. {| class="wikitable" | '''1. Generation''' (1981–1989) || '''2. Generation''' (1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] 37kW (51PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] 44kW (60PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} 103kW (140PS) * ''siehe auch [[Traktorenlexikon: Deutz#INTRAC-Reihe|Deutz INTRAC]]'' | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.05}} 72kW (98PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.30 turbo}} 93kW (126PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|IN-trac 6.60 turbo}} 110kW (150PS) |} === D-07 === [[File:Deutz D7807 HH-Volksdorf (2023).jpg|thumb|Deutz-Fahr D7807]] 1980 kam die letzte Entwicklungsstufe der Deutz-Baureihe [[Traktorenlexikon: Deutz#D-06|D-06]] unter der Bezeichnung D-07 auf den Markt. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die verstärkten Dreipunktgestänge, die geänderte Motorhaube mit abnehmbarem Grill nach Art der DX-Traktoren sowie die für DX-Gewichte geeigneten Frontballastträger. Dazu kam wahlweise eine Halbkabine mit hinten angeschlagenden Türen. Das D-07-Program bestand zunächst aus folgenden Familien:<br /> 1. Kleine Baureihe D 4007 bis D 6207 (entsprechend D 4006 bis D 6206), ab D 4507 auch mit Allradantrieb.<br /> 2. Mittlere Baureihe D 6807, D 7207 und D 7807, natürlich auch mit Allrad. Die beiden ersteren entsprachen den Vorgängern D 6806 und D 7206.<br /> 3. Neu war der D 7807 mit F4L913-Motor und 75 PS. Die D-07er Modelle sind durch vierstellige Nummern gekennzeichnet, die jeweils auf „07“ enden. Traktoren dieser Serie wurden bis 1990 von Deutz-Fahr – bis 1981 noch unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz|Deutz]] – gefertigt. Modelle mit dem Zusatz „C“ sind Ausführungen mit Kabine, Modelle mit dem Zusatz „A“ sind Allradausführungen. Der Zusatz „P“ kennzeichnet Schmalspurversionen (hier noch nicht aufgeführt). ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle D-07-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | '''D-07''' (1980–1990) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2807}} 21kW (29 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3607}} 25kW (34 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4007}} 26kW (35 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4507}} 30kW (40 PS) <!-- 4507–7807 alle als C mit Spezialkabine; + P-Schmalspurausführungen, aber welche? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4807}} 33kW (45 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5207}} 38kW (51 PS) <!-- H mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6007}} 42kW (57 PS) <!-- mind bis 1983 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6207}} 44kW (60 PS) <!-- A mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6507}} 46kW (62 PS) <!-- mind bis 1984 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6807}} 49kW (67 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6907}} 51kW (70 PS) <!-- CA mind bis 1985 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7007}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7207}} 51kW (70 PS) <!-- mind bis 1982 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7807}} 55kW (75 PS) <!-- C mind bis 1985 --> |} === DX === {{Wikipedia|Deutz-Fahr DX}} [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90 (1. Generation)]] [[File:Deutz-Fahr Traktor 137 PS.jpg|thumb|Deutz-Fahr DX 6.50 (2. Generation)]] Die DX-Serie von Deutz-Fahr, eingeführt im Jahr 1978 (noch unter dem Namen Deutz), markierte den entscheidenden technologischen Sprung in die Ära der modernen Komfortschlepper und löste die 6-Zylinder-Traktoren der erfolgreichen Serie 06 ab. Man unterscheidet dabei zwischen der ersten Generation (1978–1983) und der darauffolgenden, strukturell neu geordneten DX-Generation ab 1984. Die frühen DX-Modelle, wie der DX 85 bis DX 160, zeichneten sich durch ihre kantige Bauweise und die Einführung großräumiger Kabinen aus. Die Modellbezeichnung entsprach dabei grob der maximalen Leistung. Technisch setzten sie konsequent auf die bewährten luftgekühlten Motoren der Baureihe 912/913. Eine Besonderheit stellten die Modelle DX85 und DX90 dar, da sie mit einem luftgekühlten 5-Zylinder-Motor (F5L912) ausgestattet waren. Während die erste Generation teilweise noch mit seitlichen Kardanwellen für den Allradantrieb ausgestattet war, brachte die überarbeitete Serie ab 1984 – unterteilt in die Klassen DX 3, 4, 6, 7 und 8 – den zentralen Allradabtrieb und damit eine deutlich verbesserte Wendigkeit. Die neue Serie wurde mit einer vorangestellten Zahl, die die Leistungsklasse angab und meist der Zylinderzahl entsprach, bezeichnet. Nach der ersten Ziffer folgte nach einem Punkt eine zweistellige Ziffer, die die Position innerhalb der Leistungsklasse angab. An ihr konnte die Motorleistung nicht direkt abgelesen werden. In dieser zweiten Phase hielt zudem die Elektronik in Form der Agrotronic Einzug, was die Präzision der Hubwerksregelung und die Überwachung der Maschinenfunktionen revolutionierte. Vom kompakten DX 3 als wendigem Hofschlepper bis zum DX 8.30 für schwerste Ackerarbeiten deckte die Serie das gesamte landwirtschaftliche Spektrum ab. Aufgrund ihrer mechanischen Robustheit und der wartungsfreundlichen Kühltechnik gilt die DX-Reihe heute als das Fundament für den Erfolg von Deutz-Fahr in den 80er-Jahren und ist auf dem Gebrauchtmarkt für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt. Daneben gab es auch noch den Deutz-Fahr DX3.500, der von [[Traktorenlexikon: Agritalia|Agritalia]] gefertigt wurde und baugleich als Renault gebaut wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle DX-Modelle unter „Deutz-Fahr“ geführt.'' {| class="wikitable" | colspan="2" | <center>'''Erste DX-Reihe''' ab 1978 (Deutz) bzw. 1981 (Deutz-Fahr)</center> |- | '''Standardtraktoren''' || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 85}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 86}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 92}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 110}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 120}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 140}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 145}} 97kW (132PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 160}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 230}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 250}} 162kW (220PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 430}} (Prototyp) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 36 V}} 21kW (29PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 50 V}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 55 V}} 40kW (54PS) |} [[File:DX 8.30.jpg|thumb|DX 8.30]] {| class="wikitable" | colspan="4" | <center>'''Zweite DX-Reihe''' (1983–1995)</center> |- | '''DX 3''' || '''DX 4''' || '''DX 6''' || '''DX 7/8''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.10}} 34kW (46 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.30}} 40kW (54 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.50}} 44kW (60 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.60}} 48kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.65}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.70}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.75 A}} 57kW (78 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.80 AS}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 3.90}} 55KW(75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.10}} 51kW (70 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.30}} 55kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.50}} 60kW (82 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 4.70}} 66kW (90 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.05}} 72kW (98 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.10}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.30}} 85kW (115 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 6.50}} 101kW (137 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 7.10}} 118kW (160 PS) ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|DX 8.30}} 162kW (220 PS) |} === AgroPrima === [[File:2024-01-31 15-58-15 manif-Belfort.jpg|thumb|AgroPrima 4.51]] Die AgroPrima-Reihe von Deutz-Fahr besetzte als wirtschaftliche Mittelklasse das strategische Kernsegment für Familienbetriebe und Gemischtbetriebe. Mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 115 PS fungierte sie als robustes Bindeglied zwischen der einfacheren AgroXtra-Serie und den technologisch gehobenen AgroStar-Modellen. Das Image der Serie ist bis heute durch ihre außergewöhnliche Zuverlässigkeit geprägt, was sie zu einem gefragten Allrounder auf dem Gebrauchtmarkt macht. Diese Marktposition verdankt sie der Kombination aus bewährter, mechanischer Technik – insbesondere den langlebigen luftgekühlten Motoren – und einem für damalige Verhältnisse hohen Komfort durch die StarCab-Kabine. Damit gilt die AgroPrima als das letzte klassische „Arbeitstier“ von Deutz-Fahr vor dem Einzug umfassender Elektronikkomponenten in die Landtechnik. {| class="wikitable" | 1989-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.31}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.51}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 4.56}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.06}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroPrima 6.16}} 81kW (110PS) |} === AgroXtra === {{Wikipedia|Deutz-Fahr AgroXtra}} [[File:Deutz-Fahr AgroXtra 4.17 in Mauren TG.jpg|thumb|AgroXtra 4.17]] Die AgroXtra-Reihe von Deutz-Fahr war als spezialisierter Allrounder im Leistungsbereich von 60 bis 100 PS positioniert und ergänzte die klassische AgroPrima-Serie. Ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal war das innovative Freisicht-Konzept mit einer stark abgeschrägten Motorhaube, das in Verbindung mit der StarCab-Kabine eine für die damalige Zeit überragende Übersicht auf Frontanbaugeräte ermöglichte. Technisch setzte die Baureihe auf die bewährte Kombination aus robusten, luftgekühlten Motoren (Reihe 912 und 913) und unkomplizierter Mechanik, was ihr bis heute ein Image höchster Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit verleiht. In der Marktpositionierung richtete sie sich vor allem an Betriebe mit intensivem Frontlader- und Pflegeeinsatz. Aufgrund dieser funktionalen Spezialisierung bei gleichzeitig hoher Wertstabilität gilt die AgroXtra-Serie heute als gesuchter Klassiker des modernen, mechanischen Schlepperbaus. Die Bezeichnung der Traktoren der AgroXtra-Serie setzen sich aus einer Zahl vor dem Punkt zusammen, die die Zylinderzhal des Motors angibt. Die erste Ziffer nach dem Punkt beschreibt grob die Leistungsstufe innerhalb der Serie, die zweite Ziffer ist immer eine 7. {| class="wikitable" | 1990-1995 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 3.57}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.07}} 50kW (68PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.17}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.47}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 4.57}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.07}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroXtra 6.17}} 83kW (113PS) |} === AgroStar === [[File:Deutz-fahr agrostar 6.61.jpg|thumb|AgroStar 6.61 (Normalhaube)]] [[File:Deutz-Fahr AgroStar 6.38.jpg|thumb|AgroStar 6.38 (Freisichthaube)]] Die AgroStar-Baureihe markierte in den 1990er Jahren als technologisches Flaggschiff das obere Leistungssegment von 80 bis 190 PS und definierte den Standard für Großbetriebe und Lohnunternehmen. Ein zentrales Merkmal war die EuroCab, die mit einem Lärmpegel von nur 72 dB(A) zu den leisesten Kabinen ihrer Zeit gehörte und durch das Agrotronic-System eine präzise elektronische Überwachung sowie Hubwerksregelung ermöglichte. Während der Großteil der Serie auf die bewährte luftgekühlte Motorentechnik der Serie 913 von DEUTZ vertraute, bildeten die Spitzenmodelle 6.71 und 6.81 eine Zäsur, da sie mit wassergekühlten MWM-Motoren und einem Full-Powershift-Getriebe von Same ausgestattet waren. Diese beiden Topmodelle waren das Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Konzerngruppe, kämpften jedoch mit technischen Herausforderungen, insbesondere einer für die hohe Motorleistung teilweise unterdimensionierten Vorderachse und Abstimmungsschwierigkeiten im Triebwerk, die bei einer Überarbeitung behoben wurde (Vorderachse ersetzt druch SIGE-Achse). Historisch ist die Serie zudem von besonderer Bedeutung, da sie die letzte große Traktoren-Baureihe darstellt, die im Stammwerk in Köln vom Band lief, bevor die Produktion im Zuge der Einführung der Agrotron-Serie und struktureller Veränderungen nach Lauingen verlagert wurde. Durch diese Kombination aus maximalem Komfort der leisen Kabine und der Rolle als letzter „echter Kölner“ nimmt der AgroStar heute eine Sonderstellung in der Markenhistorie ein. {| class="wikitable" | 1990-1997 |- | '''Normalhaube''' (ab 1990) || '''Freisichthaube''' (ab 1993) |- | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.61}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.71}} 70kW (95PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.11}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.21}} 83kW (113PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.31}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.61}} 105kW (143PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.71}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.81}} 136kW (185PS) | valign="top" | Vierzylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.68}} 67kW (91PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 4.78}} 74kW (100PS) ---- Sechszylinder: * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.08}} 79kW (107PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.28}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 6.38}} 92kW (125PS) |- | valign="top" colspan="2" | '''Sonderform'''<!--„leicht schräge Haube“--> (1993–1995) * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroStar 8.31}} 169kW (230PS) |} [[File:Agrostar 8.31.jpg|thumb|AgroStar 8.31]] Eine Ausnahme im AgroStar-Programm bildete der AgroStar 8.31 mit 230 PS als absolute Leistungsspitze des Deutz-Fahr-Programms und war als schwerer Ackerschlepper für den Weltmarkt konzipiert. Er basierte auf einer Kooperation mit dem US-Hersteller Allis-Gleaner Corporation (AGCO) und entsprach baugleich dem White 6215. Technisch unterschied er sich radikal von den kleineren Modellen: Er verfügte über einen luftgekühlten Deutz BF6L 513 FR Motor und ein Full-Powershift-Getriebe von Funk. Trotz seiner enormen Zugkraft blieb er mit nur geringen Stückzahlen ein Exot im Portfolio, der den Versuch markierte, im Segment der Knicklenker und Großtraktoren gegen US-Konkurrenz zu bestehen. === Agrosun === [[File:Agrosun 140 (6055469803).jpg|thumb|Agrosun 140]] Die Agrosun-Serie von Deutz-Fahr ist eine eher seltene Baureihe, die ab Ende der 1990er Jahre primär für Exportmärkte (unter anderem Osteuropa und Südamerika) produziert wurde.Sie kombinieren die robuste [[Traktorenlexikon: SAME|SAME]]-''Laser''-Reihe (aus dem Konzernverbund) mit den bewährten, luftgekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 913 (BF6L). {| class="wikitable" | 1995-2004 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 100}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 120}} 88kW (120 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrosun 140}} 103kW (140 PS) |} ---- <!-- Beginn Agrotron-Abschnitt --> === Agrotron === {{Wikipedia|Deutz-Fahr Agrotron}} Die Agrotron-Baureihe markiert im Jahr 1995 die radikalste technische und optische Zäsur in der Geschichte von Deutz-Fahr. Mit dem Ende der klassischen DX-Abstammung führte diese Serie die flächendeckende Wasserkühlung sowie das markante Design mit einer extrem flach abfallenden Motorhaube und einer rundum verglasten Panorama-Kabine ein, was eine bis dahin unerreichte Rundumsicht ermöglichte. Wurde die Reihe noch in Köln entwickelt, wanderte die Fertigung 1996 mit der Übernahme von Deutz-Fahr durch die SLH- bzw. SDF-Gruppe nach Lauingen, wo bis dato nur Mähdrescher und die größten Traktorenmodelle von KHD gefertigt wurden. Modelle unter dem Namen Agrotron werden bis heute (2026) produziert. Aus diesem Anlass bot Deutz-Fahr 2025 eine spezielle "30 Jahre Agrotron" -Edition an. ==== Agrotron (MK1–MK3) ==== [[File:DEUTZ-FAHR Agrotron 6.15 MK1.jpg|thumb|Agrotron 6.15 MK1]] Die erste Generation, der Agrotron MK1 (1995–1997), setzte konsequent auf moderne wassergekühlte Motoren und elektronisch gesteuerte Lastschaltgetriebe (ZF). Trotz des revolutionären Konzepts litt diese frühe Phase unter erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere in der Elektronik und der Verarbeitung, was den Ruf der Marke zeitweise belastete. Mit der Überarbeitung zum Agrotron MK2 (1997–2000) wurden viele dieser Kinderkrankheiten durch verbesserte Komponenten und eine stabilere Software behoben, was die Zuverlässigkeit deutlich steigerte. Die finale Stufe dieser Ära bildete der Agrotron MK3 (2000–2003), der durch die Einführung der B-Serie der wassergekühlten Motoren und eine weiter optimierte Kabinenausstattung als technisch ausgereift galt. In dieser Phase wurde auch die Bedienung durch das neue PowerCom-S-Bedienkonzept ergonomisch verfeinert. Die Agrotron-Modelle MK1 bis MK3 legten damit den Grundstein für die heutige Traktorengeneration von Deutz-Fahr, indem sie den Fokus endgültig von rein mechanischer Robustheit hin zu einer Kombination aus High-Tech-Elektronik, hoher Hydraulikleistung und maximalem Fahrkomfort verschoben. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Modelle der ersten Baureihe (MK1) tragen einen Punkt in der Modellbezeichnung; die Nummer davor entspricht der Zylinderzahl. * Modelle der zweiten Baureihe (MK2) tragen einfache zwei- oder dreistellige Nummern, die sich an der Motorleistung in PS orientieren. * Modelle der dritten Baureihe (MK3) setzen das Nummerierungsschema der zweiten Reihe fort, tragen jedoch den Zusatz „MK3“ im Namen. Das steht für engl. mark 3 (sinngemäß „3. erreichte Qualitätsstufe“). {| class="wikitable" | '''Agrotron MK1-Reihe'''<br />(1995–1997) || '''Agrotron MK2-Reihe'''<br />(1997–2000) || '''Agrotron MK3-Reihe'''<br />(2000–2003) |- | valign="top" | <!-- MK1-Reihe, 1995–1997 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.70}} 51kW (70PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.80}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.85}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.90}} 65kW (88PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 4.95}} 69kW (94PS) <!-- tt? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron495tt.pdf --> ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.00}} 69kW (94PS) <!-- TT3 (1995) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.01}} 73kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.05}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.15}} 85kW (115PS) <!--1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron615.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.20}} 88kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.30}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6.45}} 107kW (145PS) | valign="top" | <!-- MK2-Reihe, 1997–2000 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80}} 59KW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85}} 63kW (85PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100}} 70kW (95PS) <!-- 1996: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron100.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115}} 85kW (115PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120}} 88kW (120PS) <!-- 2000: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135}} 99kW (135PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 156}} 114kW (155PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 160}} 118kW (160PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175}} 129kW (175PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200}} 147kW (200PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230}} 162kW (220PS) <!--1999: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron230.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260}} 191kW (260PS) | valign="top" | <!-- MK3-Reihe, 2000–2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 MK3}} 60kW (82PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 85 MK3}} 66kW (90PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 MK3}} 69kW (94PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_90_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 MK3}} 74kW (101PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 MK3}} 77kW (105PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 106 MK3}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 MK3}} 80kW (109PS) <!-- bis 2005 gebaut? http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutz-fahr_agrotron110_mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 115 MK3}} 87kW (118PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 MK3}} 88kW (120PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/deutzfahr-agrotron120mk3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 135 MK3}} 100kw (136PS) <!-- http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_135_MK3.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 MK3}} 110kW (150PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 MK3}} 121kW (165PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 175 MK3}} 129kW (175PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 MK3}} 147kW (200PS) <!-- bis 2004? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 205 MK3}} 144kw (196PS) <!-- 2003/04 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 230 MK3}} 171kW (233PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 260 MK3}} 191kW (260PS) |} ==== Agrotron (Serie 4 / New Generation) ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 130.jpg|thumb|Agrotron 130]] Die Agrotron-Serie 4 (oft als New Generation oder MK4 bezeichnet), produziert zwischen 2003 und 2007, stellte die finale Reifestufe des ursprünglichen Agrotron-Konzepts dar. Sie löste die MK3-Reihe ab und gilt unter Praktikern heute als eine der stabilsten und ausgereiftesten Baureihen, da sie die moderne Technik der Vorgänger mit einer deutlich höheren Fertigungsqualität und Standfestigkeit kombinierte. Technisch basierte die „New Generation“ auf den wassergekühlten Deutz-Motoren der Baureihe 2012, die nun flächendeckend die Euro-II-Abgasnorm erfüllten und für ihre Spritzigkeit sowie ihre effiziente Kraftentfaltung bekannt waren. Ein wesentliches Merkmal war die Einführung des vierstufigen Lastschaltgetriebes von ZF (7200er Serie), das in Verbindung mit der bewährten elektronischen Hubwerksregelung und einer leistungsstarken Axialkolbenpumpe für die Hydraulik eine hohe Arbeitsleistung garantierte. Optisch blieb das markante Freisicht-Design erhalten, wurde jedoch im Detail verfeinert. Die Kabine profitierte von einer nochmals verbesserten Schalldämmung und einer intuitiveren Anordnung der Bedienelemente, wie dem ergonomischen Multifunktionsgriff PowerCom-S. Mit dem MK4 schaffte Deutz-Fahr endgültig den Turnaround nach den schwierigen MK1-Jahren: Die Maschinen dieser Ära gelten als äußerst wertstabil und markieren den Übergang zu den späteren Baureihen (wie dem Agrotron K, M und TTV), indem sie bewiesen, dass das Agrotron-Konzept im harten Alltagseinsatz vollends zuverlässig sein kann. Die Typenbezeichnungen der Agrotrons aus den Jahren 1995 bis etwa 2008 sind dank diverser Varianten und mehrfacher Modellüberholungen vielfältig. * Bei der MK4-serie wurden überholte/weiterentwickelte „Nachfolgemodelle“ auf den Markt gebracht, die entweder vorher noch nicht benutzte Nummern tragen (teilweise mit Zusatz) oder aber Nummern der MK2- oder MK3-Reihe weiterverwenden (ohne Zusatz). ''Wir versuchen, hier etwas Ordnung ins Modell-Wirrwar zu bringen. Korrekturhinweise bitte auf der [[Diskussion:Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Diskussionsseite]] anbringen. Danke!'' {| class="wikitable" | '''Agrotron''' (MK4, „New“)<br />(2003–2008, z.T. bis 2010) |- | valign="top" | <!-- Nachfolge-Reihen "New" (2003–2005–2008) --> <!-- Liste "Agrotron New": 130, 140, 155, 165, 210, 235, 265 ODER 80, 90, 100, 105, 110, 130, 140, 150.7, 155, 165, 165.7 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 80 (New)}} 60kW (82PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 90 (New)}} 65kW (88PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 100 (New)}} 73kW (99PS) <!-- 2004-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 105 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 108}} 80kW (109PS) <!-- 2003-2005, 106MK3-Nachfolger [http://www.dlv.de/grafiken/traktorenDB/pdf/2003/LZ311028.pdf] (2003) --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 110 (New)}} 74kW (100PS) <!-- 2003-2005, noch als MK3 bezeichnet? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 118}} 90kW (122PS) <!-- 2003-2005, TT3-1 (2004), 110MK3-Nachfolger [http://www.fat.admin.ch/traktor/trak1867d.pdf] --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 120 (New)}} 80kW (109PS) <!--TT 2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 128}} 93kW (126PS) <!-- 2003-2005, 115MK3-Nachfolger --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130}} 94kW (128PS) <!-- zwei unterschiedlich starke Modelle 2003-2005-2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 130 (NEW)}} 90kW (122PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 140}} 105kW (143PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150 (New)}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2008, TT3 (2007); 2006: http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 150.7}} 107kW (145PS) <!-- 2005-2007/08 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-Fahr_Agrotron_150_7.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 155}} 113kW (153PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165 (New)}} 120kW (163PS) <!-- 2003-2004/05 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 165.7}} 121kW (165PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 180.7}} 125kW (170PS) <!-- 2005-2007/08, nur Profiline? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 200 (New)}} 151kW (205PS) <!-- 2003-2005-2008, zwei Modelle? Übergang zum L 720? --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 210}} 146kW (198PS) <!--2003-2005 http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren/Deutz-FahrAgrotron210_2004.pdf --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 215}} 147kW (200PS) <!-- 2004–2005-2007-2010US --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 235}} 170kW (231PS) <!-- 2003-2005 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 265}} 184kW (250PS) <!-- 2003-2005-2008-2010US: zwei leicht unterschiedliche Modelle --> |} ==== Agrotron TTV ==== [[File:TTV 630.JPG|thumb|Agrotron TTV 630]] Die Agrotron TTV-Baureihe, eingeführt ab dem Jahr 2001 (mit dem TTV 1160), markierte den Einstieg von Deutz-Fahr in die Ära der stufenlosen Antriebstechnik. Während die Standard-Agrotrons auf Lastschaltgetriebe setzten, verfügten die TTV-Modelle über das leistungsverzweigte S-Matic-Getriebe von ZF, das eine stufenlose Beschleunigung von 0 bis 50 km/h ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Technisch kombinierten diese Schlepper die bewährte Freisicht-Philosophie und die wassergekühlten Deutz-Motoren mit einem völlig neuen Bedienkonzept. Ein zentrales Element war der PowerCom-S-Multifunktionsgriff, über den der Fahrer die gesamte Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und die Hydraulikfunktionen mit einer Hand steuern konnte. In den Folgejahren wurde die Serie stetig erweitert, wobei die Generationen analog zur Entwicklung der M- und L-Serie (ca. 2007 bis 2013) durch modernere Deutz-Common-Rail-Motoren (DCR) und eine leistungsfähigere Elektronik mit iMonitor-Schnittstelle ergänzt wurden. Der Agrotron TTV positionierte sich als technologisches Aushängeschild der Marke für anspruchsvolle Ackerbau- und Transportbetriebe, die maximale Effizienz bei reduziertem Kraftstoffverbrauch suchten. Er bewies, dass das ursprüngliche Agrotron-Konzept auch in der Oberklasse der stufenlosen Getriebetechnik voll konkurrenzfähig war und legte den Grundstein für die heutige 6er, 7er und 8er TTV-Großtraktorenfamilie. {| class="wikitable" | '''erste TTV-Reihe''' (2001-2007) || '''zweite TTV-Reihe''' (2008-2012) || '''TTV 400''' (2011-2013) |- | valign="top" | <!-- erste Reihe ab 2001 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1130}} 92kW (125PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1145}} 103kW (140PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 1160}} 110kW (150PS) | valign="top" | <!-- zweite Reihe ab 2008 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 610}} 115kW (157PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 620}} 120kW (163PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 630}} 149kW (203PS) | valign="top" | <!-- TTV 400 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 410}} 73kW (99PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 420}} 81kW (110PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron TTV 430}} 91kW (124PS) |} ==== Agrotron K ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron K100.jpg|thumb|Agrotron K100]] Die Agrotron K-Baureihe, produziert zwischen 2005 und 2013, wurde als kompakter und wendiger Allrounder unterhalb der größeren M-Serie positioniert. Sie löste die kleineren Agrotron-Modelle (wie den 80 bis 105) ab und war speziell für gemischte Betriebe, Grünlandwirtschaft und den Frontladereinsatz konzipiert. Die Serie umfasste Modelle wie den K 90, 100, 110 und später die stärkeren K 410, 420 und 430. Technisch setzten die K-Modelle auf die wassergekühlten Deutz-Vierzylindermotoren der Baureihe 2012 (später 2013), die sich durch ein kompaktes Maß und eine hohe Drehmomentreserve auszeichneten. Ein wesentliches Merkmal war das bewährte ZF-Getriebe mit dreifacher Lastschaltung, das eine feine Abstufung für die tägliche Arbeit bot. Trotz ihrer kompakteren Abmessungen verfügten die Schlepper über die vollwertige Agrotron-Kabine, die eine exzellente Rundumsicht bot und in der „Profiline“-Ausstattung sogar über eine elektronische Steuergerätebedienung am Multifunktionsgriff verfügte. {| class="wikitable" | '''1. K-Reihe''' (2005–2009) || '''2. K-Reihe''' (2008–2013) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 90}} 62kW (84 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 100}} 70kW (95 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 110}} 76kW (104 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 120}} 85kW (115 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 410}} 65kW (89 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 420}} 74kW (100 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 430}} 82kW (112 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron K 610}} 82kW (112 PS) |} ==== Agrotron M ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron M620 mit Anhänger.jpg|thumb|Agrotron M620]] Die Agrotron M-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war das Herzstück des Deutz-Fahr-Programms im mittleren und gehobenen Leistungssegment von ca. 110 bis 190 PS. Sie löste die erfolgreichen Modelle der Agrotron 100er-Serie sowie die „New Generation“ (MK4) ab und basierte auf einem technisch ausgereiften Konzept, das Zuverlässigkeit mit moderner Common-Rail-Technologie verband. Technisch setzten die M-Modelle (wie der M 600, 620 oder 650) flächendeckend auf die Deutz-Sechszylindermotoren (TCD 2012 L06) mit dem DCR-System (Deutz Common Rail). Diese Motoren zeichneten sich durch eine effiziente Verbrennung und eine hohe Drehmomentreserve aus. Kraftübertragungstechnisch kam das bewährte ZF-Triebwerk (7200er Serie) mit vierfacher Lastschaltung zum Einsatz, das für seine Langlebigkeit und den hohen Wirkungsgrad bekannt war. Ein besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung: Während die Basismodelle mechanische Steuergeräte besaßen, bot die Profiline-Ausstattung eine voll-elektronische Bedienung über den PowerCom-S-Multifunktionsgriff. Die Agrotron M haben Schwestermodelle im [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SDF-Konzern]] mit der Motorhaube in silber die [[Traktorenlexikon: Lamborghini#R6|Lamborghini R6]], mit orange-roten Motorhauben die [[Traktorenlexikon: SAME#Iron|SAME Iron]] und die [[Traktorenlexikon: Hürlimann#XL|Hürlimann XL]]. {| class="wikitable" | colspan="2" | '''2008-2013''' |- | || NaturalPower (Rapsölbetrieb) |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600}} 89kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610}} 97kW (132 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620}} 114kW (155 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640}} 126kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650}} 133kW (181 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 600 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 610 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 620 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 640 NaturalPower}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 650 NaturalPower}} |- | colspan="2" | '''2010-2013''' |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 410}} 99kW (134 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 420}} 113kW (154 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 615}} 107kW (146 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron M 625}} 120kW (163 PS) |} ==== Agrotron L ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron L 720 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010 (front view).JPG|thumb|Agrotron L 720]] Die Agrotron L-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, war als großvolumige Ergänzung zur M-Serie konzipiert und deckte das obere Segment der Sechszylinder-Traktoren bis etwa 210 PS ab. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen, die primär auf ZF-Komponenten setzten, markierte die L-Serie eine engere technische Verflechtung innerhalb des SDF-Konzerns (Same Deutz-Fahr). Technisch basierte die Baureihe zwar auf den bewährten Deutz-Motoren (TCD 2012 L06) mit Common-Rail-Einspritzung, griff jedoch bei der Kraftübertragung auf eine Same-Basis zurück. Das verbaute Triebwerk stammte aus der Entwicklung von Same und kam baugleich auch in Modellen wie dem Same Iron Continuity oder dem Lamborghini R7 zum Einsatz. Dieses Getriebe verfügte über eine 9-stufige Lastschaltung (insgesamt 27 Vorwärts- und 27 Rückwärtsgänge), was dem Fahrer eine extrem feine Abstufung im Hauptarbeitsbereich ermöglichte, jedoch in der Bedienung eine Umstellung zu den ZF-basierten Modellen darstellte. Die Agrotron L-Modelle, wie der L 710, 720 und 730, waren für schwere Zugarbeiten optimiert und verfügten über eine massivere Hinterachse sowie eine enorme Hubkraft. Trotz der hohen Leistungsfähigkeit blieb die Serie ein Nischenmodell, da die Kooperation mit der Same-Getriebetechnik in der 200-PS-Klasse bei klassischen Deutz-Kunden auf ein geteiltes Echo stieß. Dennoch gilt die L-Serie heute als robuste Maschine für Betriebe, die eine schwere Lastschaltmaschine mit dem Komfort der Panorama-Kabine suchten, bevor sie durch die Serie 7 abgelöst wurde. {| class="wikitable" | 2008-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 710}} 138kW (187 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 720}} 145kW (197 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron L 730}} 162kW (220 PS) |} ==== Agrotron X ==== [[File:Belagro-2019 (foreign manufacturers) 016.jpg|thumb|Agrotron X720]] Die Agrotron X-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2013, bildete die absolute Leistungsspitze von Deutz-Fahr im Bereich der schweren Ackerschlepper. Im Gegensatz zur L-Serie, die auf SDF-Komponenten basierte, griff man bei den Flaggschiffen wieder auf eine bewährte Kombination aus deutschen Kernkomponenten zurück, um maximale Zuverlässigkeit bei Leistungen bis zu 275 PS zu garantieren. Das Herzstück der Kraftübertragung bildete das ZF-Powershift-Getriebe (Typ T 7300) mit 40 Vorwärts- und 40 Rückwärtsgängen. Die technische Besonderheit, die den Agrotron X von vielen Wettbewerbern abhob, war der Einsatz einer Voith-Strömungskupplung (Turbokupplung). Diese ermöglichte ein extrem verschleißfreies und sanftes Anfahren selbst unter schwerster Last und schützte den Motor sowie das Getriebe vor Drehmomentspitzen – ein Merkmal, das besonders bei schweren Zugarbeiten und Transporten mit hohen Lasten geschätzt wurde. Unter der Haube arbeiteten die großvolumigen 7,1-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2013 L06 4V), die dank Common-Rail-Technik und elektronischer Motorregelung (DPC) enorme Kraftreserven mobilisierten. Die Kombination aus dem ZF-Triebwerk, der Voith-Kupplung und der bewährten Panorama-Kabine machte den Agrotron X zu einem hocheffizienten Traktor. Er war die letzte große Lastschalt-Bastion der Marke in dieser Leistungsklasse, bevor die Entwicklung mit der Serie 9 vollständig auf stufenlose Antriebe umgestellt wurde. {| class="wikitable" | 2007-2013 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 710}} 161kW (219 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 720}} 193kW (262 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron X 730}} 224kW (305 PS) |} ==== Agrotron Serie 5 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 5120C.jpg|thumb|Deutz-Fahr Agrotron 5120C]] Die Serie 5, eingeführt im Jahr 2013, gliederte das Segment zwischen 70 und 130 PS in vier spezialisierte Unterbaureihen, um unterschiedliche Anforderungsprofile abzudecken. Während die Standard-Serie 5 als High-Tech-Flaggschiff mit Deutz-Motoren (TCD 3.6) und optionalem stufenlosem TTV-Getriebe den oberen Bereich markierte, bot die Serie 5C einen kompakten, gehobenen Allrounder mit Fokus auf Frontladerarbeiten. Im preisbewussten Mittelfeld positionierte sich die Serie 5G, die modular aufgebaut war und verstärkt auf die konzerneigenen SDF-FARMotion-Motoren setzte, gefolgt von der Serie 5D als schmalerem Nachfolger des Agroplus für Hof- und Kommunaleinsätze. Allen Modellen gemeinsam war das moderne Design sowie technische Features wie das SenseClutch-System, womit Deutz-Fahr die Flexibilität in der Kompaktklasse massiv steigerte. Ab 2013. {| class="wikitable" | '''Serie 5''' || '''Serie 5C''' || '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5130}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5110 C}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5120 C}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|5115.4 G}} |} Ab 2014. {| class="wikitable" | '''Serie 5D''' || '''Serie 5G''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 D}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100.4 D}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5080 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5100 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5090.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5105.4 G}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 5115.4 G}} |} Stand 2017: Der Name Agrotron ist bei der '''Serie 5''' im Netz nicht mehr zu finden, deshalb siehe [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 5|Serie 5]] als Nachfolger oder Fortführung der hier beschriebenen Modelle. ==== Agrotron Serie 6 ==== [[File:Serie 6 TTV.jpg|thumb|Agrotron 6180 TTV]] Die Serie 6, eingeführt im Jahr 2013, löste die Agrotron M-Baureihe ab und bildete das technologische Rückgrat von Deutz-Fahr im Leistungsbereich von ca. 120 bis 210 PS. Diese Generation markierte den Übergang zur Abgasstufe 3b (Tier 4i), was den Einsatz von SCR-Technologie (AdBlue) bei den bewährten Deutz-TCD-Motoren (4,1 und 6,1 Liter) erforderlich machte. Ein zentrales Merkmal dieser Serie war die konsequente Trennung der Getriebekonzepte bei weitgehend identischer Optik: Die Powershift-Modelle setzten weiterhin auf die robusten ZF-Lastschaltgetriebe (7200er-Serie), während die TTV-Modelle mit dem stufenlosen S-Matic-Getriebe ausgestattet waren. Neu eingeführt wurde zudem die CShift-Variante, die ein elektrohydraulisches Schalten der sechs Gänge per Joystick ermöglichte, ohne die Kupplung oder den Schalthebel zu betätigen. Optisch wurde das Design durch die Zusammenarbeit mit Giugiaro Design modernisiert, wobei die markante Panorama-Kabine in der MaxiVision-Ausführung ihren Standard definierte – inklusive einer verbesserten Geräuschdämmung und des iMonitor 2.0. Durch die enorme Modellvielfalt, die vom kompakten Vierzylinder bis zum schweren Sechszylinder reichte, festigte die Serie 6 die Marktposition von Deutz-Fahr als Anbieter hochmoderner, effizienter Allround- und Ackerschlepper. {| class="wikitable" | 2013-2016/2017 |- | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120.4}} (114 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130.4}} (124 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140.4}} (130 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160.4}} (156 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (144 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6150}} (150 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6160}} (158 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6180}} (167 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6190}} (184 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6210}} (210 PS) |} Die Serie 6 wurde 2016/2017 überarbeitet und bekam neue Typennummern, siehe auch die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spark|Lamborghini]].Die Lamborghini-Modelle haben einen 3,8 l FARMotion-Motor und die Deutz-Fahr-Modelle den Deutz 3,6 l Motor! Die '''"kleine" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | valign="top" | {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6120}} (120 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6130}} (125 PS) Boost: (135 PS) {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6140}} (130 PS) Boost: (143 PS) |} Die '''"große" Serie 6''' der 2. Generation: {| class="wikitable" | 4 Zylinder || 6 Zylinder |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6145.4}} (137 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155.4}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165.4}} (157 PS) EU 2015/96: 163 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175.4}} (163 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6155}} (149 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6165}} (157 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6175}} (169 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6185}} (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6205}} (196 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 6215}} (201 PS) EU 2015/96: 214 PS |} ==== Agrotron Serie 7 ==== [[File:Deutz-Fahr Agrotron 7250 TTV.jpg|thumb|Agrotron 7250 TTV]] Die Serie 7, eingeführt im Jahr 2013, positionierte sich als leistungsstarke, ausschließlich stufenlose Baureihe zwischen der Serie 6 und den Großtraktoren. Die Premierengeneration (7210 bis 7250 TTV) nutzte 6,1-Liter-Deutz-Motoren und das bewährte ZF-S-Matic-Getriebe, ergänzt durch technische Besonderheiten wie externe Scheibenbremsen an der Vorderachse. Mit den Überarbeitungen ab 2016 (Stage IV) und 2021 (Stage V) hielten die MaxiVision-II-Kabine, eine leistungsstärkere Hydraulik sowie das neue SDF-Hinterwagenkonzept Einzug. Dank des markanten Giugiaro-Designs und der konsequenten Ausrichtung auf Effizienz etablierte sich die Serie als Standardmaschine für Lohnunternehmer und anspruchsvolle Ackerbaubetriebe im Bereich bis 250 PS. '''Leistungsangaben''' sind hier wahrscheinlich die max. mit Boost oder ähnlichem! {| class="wikitable" ! '''Serie 7''' |- | 2013-2016 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7210}} (224 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (245 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (263 PS) |- | 2016-2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7230}} (226 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotron 7250}} (246 PS) |} ---- <!-- Ende Agrotron-Abschnitt --> === Agrokid === [[File:Deutz-Fahr AgroKid.jpg|thumb|Deutz-Fahr AgroKid]] Der Agrokid, produziert von 1996 bis 2020, war der kompakteste Schlepper im Portfolio von Deutz-Fahr und als wendiger Kleintraktor für den Garten- und Landschaftsbau, Kommunaleinsätze sowie als Hofschlepper konzipiert. Er deckte einen Leistungsbereich von etwa 30 bis 50 PS ab. Technisch basierte der Agrokid auf einer engen Zusammenarbeit innerhalb des SDF-Konzerns und nutzte japanische Mitsubishi-Vierzylindermotoren. Diese galten als extrem zuverlässig, laufruhig und sparsam. Das Getriebe verfügte in der Regel über 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge mit synchronisierter Wendeschaltung, was zusammen mit dem hohen Lenkeinschlag für eine überragende Manövrierfähigkeit auf engstem Raum sorgte. Ein wesentliches Merkmal war die für diese Größenklasse sehr geräumige und komfortable Kabine (oder optional eine offene Plattform), die eine gute Rundumsicht bot. Trotz seiner geringen Abmessungen verfügte der Agrokid über eine vollwertige Heckhydraulik und Zapfwellenausstattung, ergänzt durch optionale Frontkraftheber und Zwischenachszapfwellen für Mäharbeiten. Nach über zwei Jahrzehnten am Markt wurde der Agrokid schließlich durch die neue Serie 3 abgelöst, bleibt aber aufgr {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1996 bis 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 25}} 20kW (27PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 30}} 24kW (33PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 35}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 40}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 45}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 50}} 35kW (47PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 210}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 220}} 30kW (41PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrokid 230}} 35kw (47PS) |} === Agroplus === [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 67.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 67|Agroplus 67]]]] [[Datei:Deutz-Fahr Agroplus 70.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agroplus 70|Agroplus 70]]]] [[File:Deutz-Fahr Agroplus 410.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 410]] Der Agroplus, eingeführt im Jahr 1996, wurde als kompakte und vielseitige Ergänzung zum Agrotron konzipiert, um das Segment der Standard-Kompaktschlepper zwischen 60 und 95 PS abzudecken. Er war die Antwort auf die Nachfrage nach einer wendigen Maschine für Grünlandbetriebe, Sonderkulturen und den Frontladereinsatz. Technisch markierte der Agroplus eine Besonderheit im Deutz-Fahr-Programm: Da er eine Gemeinschaftsentwicklung innerhalb des SDF-Konzerns war, kam hier eine Mischung aus deutscher und italienischer Technik zum Einsatz. Während die ersten Modelle (wie der Agroplus 70, 80 und 100) noch mit wassergekühlten Deutz-Motoren der Serie 1012 ausgestattet waren, verfügte das Getriebe über eine Same-Basis. Dieses bot meist 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge sowie eine dreistufige Lastschaltung (Powershift), was für diese Klasse damals ein hohes Maß an Komfort darstellte. Charakteristisch für den Agroplus war die flache Bauweise und die gute Übersichtlichkeit, kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse modernen Kabine, die jedoch kompakter ausfiel als die des Agrotrons. Über die Jahre wurde die Serie mehrfach überarbeitet, wobei später auch die luftgekühlten Motoren der Serie 913 (in den Modellen 60 bis 80) oder die SDF-1000er-Motoren Einzug hielten. Der Agroplus etablierte sich als robuster Allrounder und bildete die Grundlage für die spätere Serie 5D, indem er die Brücke zwischen dem kleinen Agrokid und den großen Agrotrons schlug. {| class="wikitable" | '''Standardtraktoren''' (ab 1996) || '''Schmalspurtraktoren''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 67}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 77}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 87}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95 new}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 95}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 420}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 100}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus S 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus F 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 320}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus V 420}} |} Die Agroplusreihen weisen wahrscheinlich noch Lücken auf. ==== Agroplus F Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agroplus 15 F tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010]] Die Agroplus F Keyline-Serie ist als kosteneffiziente, mechanische Lösung für den Obst- und Weinbau sowie kommunale Einsätze konzipiert. Angetrieben von kompakten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, setzt die Baureihe auf einfache Robustheit ohne komplexe Elektronik. Das voll synchronisierte Wendegetriebe und das serienmäßige Vierrad-Bremssystem gewährleisten sicheres Arbeiten in Hanglagen, während die schmale Bauweise und der hohe Lenkeinschlag maximale Wendigkeit in engen Kulturen ermöglichen. Als primär offener Plattformschlepper bietet er eine niedrige Bauhöhe und reduziert die Technik auf das wesentliche Fundament für Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Modelle: Die Schwestermodelle von [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire|Lamborghini]] sind die RF Trend-Serie und bei [[Traktorenlexikon: SAME#Frutteto|SAME]] die Frutteto-Serie. {| class="wikitable" ! bis ~ 2018 || ab ~ 2018 |- ! SDF-Motor || FARMotion Motor |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 55F Keyline}} 41 kW (55 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 65F Keyline}} 46 kW (62 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 75F Keyline}} 53 kW (72 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 70F Keyline}} 48 kW (65 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80F Keyline}} 55 kW (75 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroplus 80.4F Keyline}} 55 kW (75 PS) |} === Agrocompact === [[File:Deutz-Fahr Agrocompact 70F3 Traktor.jpg|thumb|Agrocompact 70F]] Die Agrocompact-Baureihe, produziert zwischen 1996 und ca. 2004, war die spezialisierte Antwort von Deutz-Fahr auf die Anforderungen im Wein- und Obstbau. Sie basierte technisch weitgehend auf der Agroplus-Plattform, wurde jedoch durch extrem schmale Spurweiten und kompakte Abmessungen für den Einsatz in engen Plantagen optimiert. Als Antrieb dienten die luftgekühlten Deutz-Motoren der Serie 913 (3- und 4-Zylinder), die für ihre Robustheit und einfache Wartung bekannt waren, sowie teils wassergekühlte Motoren in den stärkeren Modellen (z. B. Agrocompact 90). Die Kraftübertragung erfolgte über ein Same-basiertes Getriebe, das mit einer dreistufigen Lastschaltung ausgestattet werden konnte und dem Fahrer hohe Flexibilität bei wechselnden Bodenverhältnissen bot. Besonderes Merkmal war die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Breiten (F für Obstbau und V für den schmalen Weinbau) sowie die Integration eines leistungsstarken Hydrauliksystems für Spezialgeräte. Mit seiner Kombination aus bewährter Motorentechnik und kompaktester Bauweise setzte der Agrocompact den Standard für Spezialschlepper der Marke, bevor er durch die spezialisierten Agroplus-Varianten und die spätere Serie 5 DF/DS/DV abgelöst wurde. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1992 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.30}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|AgroCompact 3.90}} |} {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 1998/99 bis 2007 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 60}} <!-- F 2003 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 70 F}}<!-- 1999 --> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 75 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 90 F}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrocompact 100 F}}<!-- 2007 --> |} === Agrolux === [[File:Deutz fhar agrolux.jpg|thumb|Agrolux Export-Modell]] Die Agrolux-Baureihe wurde als unkomplizierte, robuste Einstiegsserie für kleinere Betriebe, Nebenerwerbslandwirte und den Einsatz als Zweitschlepper konzipiert. Sie deckte primär den Leistungsbereich von 55 bis ca. 100 PS ab und legte den Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit und rein mechanische Bedienung. Technisch basiert der Agrolux auf einer bewährten Same-Basis innerhalb des SDF-Konzerns. Als Antrieb dienten überwiegend die konzerneigenen SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die entweder luft- oder wassergekühlt ausgeführt waren und für ihre Wartungsfreundlichkeit bekannt sind. Das Getriebe ist einfach aufgebaut: Ein voll synchronisiertes Wendegetriebe mit meist 12 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgängen verzichtet auf Lastschaltstufen und Elektronik, was die Störanfälligkeit minimiert. Der Agrolux wurde häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) oder mit einer einfachen Kabine ausgeliefert, um die Bauhöhe für niedrige Stalleinfahrten gering zu halten. Trotz der nüchternen Ausstattung bietet er mit einer soliden Hubkraft und einer unabhängigen Zapfwelle alle nötigen Funktionen für klassische Hof- und Feldarbeiten. Inzwischen wurde die Serie weitgehend durch die Keyline-Modelle der Serie 5D und 5G abgelöst, gilt aber weiterhin als Inbegriff des funktionalen, rein mechanischen Nutztraktors. Die Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Argon|Argon]] war technisch bei mehreren Modellen baugleich. Die Agrolux aus Indien waren mit dem Same-Reihe [[Traktorenlexikon: SAME#Tiger|Tiger ab 2009]] baugleich. {| class="wikitable" | ab 1999/2000? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} |- | 2000-2005 |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 90}} |- | 2006-2008 |- | der Agrolux bekamen statt der luftgekühlten Deutz-Motoren nun wassergekühlte Same-Antriebe |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 57}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 67}} |- | 2008-20?? |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Same-Motoren und einfachen 8v + 2r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 65}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 75}} |- | Auf Exportmärkten war Deutz-Fahr mit diesen Modellen auf dem Markt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 95}} |- | 2009-201? |- | vorerst letzte Generation der Agrolux ? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 320}} |- | 2018 neue Modelle für den indischen Markt |- | diese Agrolux wurden mit wassergekühlten Motoren und einfachen 8v + 2r oder 12v + 3r Getrieben in Indien gefertigt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux 70}} * ----- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrolux Profiline 80}} |} Zur Agritechnica 2017 wurden als Nachfolgemodelle für den europäische Markt die [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Serie 4E|Serie 4E]] vorgestellt. === Agromax === Die Agromax-Baureihe ist eine spezialisierte Traktorenserie von Deutz-Fahr, die primär für globale Märkte mit Fokus auf mechanische Einfachheit und extreme Robustheit entwickelt wurde. Sie ist eng mit der technologischen Plattform der SDF-Konzernmutter verwandt und deckt den mittleren Leistungsbereich von etwa 45 bis 100 PS ab. Angetrieben werden die Maschinen von den bewährten SDF-1000er-Motoren (wahlweise als 3- oder 4-Zylinder), die für ihre Langlebigkeit und hohe Drehmomentreserve bei geringem Kraftstoffverbrauch bekannt sind. Die Kraftübertragung erfolgt über ein rein mechanisches Synchrongetriebe, das meist mit 8x8 oder 12x12 Gängen ausgestattet ist. Durch den bewussten Verzicht auf komplexe Elektronik und Lastschaltstufen ist der Agromax besonders wartungsfreundlich und für Regionen mit einfacher Infrastruktur optimiert. Das Design ist funktional und auf maximale Übersichtlichkeit ausgelegt, wobei die Serie häufig als Plattformschlepper mit Überrollbügel (ROPS) zum Einsatz kommt. Mit einer soliden Hydraulikleistung und einer robusten Hinterachskonstruktion ist der Agromax als klassischer Arbeitsschlepper für die Bodenbearbeitung und Transportaufgaben in der Landwirtschaft positioniert, wo Zuverlässigkeit unter harten Bedingungen oberste Priorität hat. {| class="wikitable" | ab 2018 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 40}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 45}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 55}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agromax 60}} |} === Agrofarm === [[Datei:Deutz-Fahr Agrofarm 420 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrofarm 420|Agrofarm 420]]]] Die Agrofarm-Baureihe, produziert zwischen 2007 und 2014, wurde als kompakter Allrounder im Leistungsbereich von ca. 85 bis 115 PS eingeführt. Sie füllte die Lücke zwischen den kleinen Agroplus-Modellen und der größeren Agrotron-Serie und war besonders als Frontlader- und Grünlandschlepper erfolgreich. Technisch basierte die Serie auf einer starken Synergie innerhalb des SDF-Konzerns: Während als Antrieb die bewährten 4-Liter-Deutz-Motoren (TCD 2012 L04) zum Einsatz kamen, stammte das Getriebe und die Hinterachskonstruktion von Same. Die Getriebevarianten reichten von einer einfachen mechanischen Synchronisierung bis hin zur Profiline-Ausstattung mit zweistufiger Lastschaltung und elektrohydraulischem PowerShuttle (SenseClutch). Ein besonderes Merkmal war die kompakte Bauweise kombiniert mit einer geräumigen Freisichtkabine, die speziell für Frontladerarbeiten optimiert war. Neben der Standardversion bot Deutz-Fahr mit dem Agrofarm TTV zudem einen der ersten Traktoren dieser Leistungsklasse mit einem stufenlosen Getriebe an. Die Serie wurde später durch die Serie 5 abgelöst, gilt aber aufgrund der Kombination aus spritzigem Deutz-Motor und robuster Same-Mechanik bis heute als sehr wertstabiler und beliebter Universalschlepper. Die einfachen Agrofarm sind baugleich mit Hürlimann XB MAX, Lamborghini R3.evo und Same Explorer3. Wird in Italien produziert. Die Profiline und TTV-Modelle entsprechen dem Same Silver³. {| class="wikitable" | colspan="2" | ab 2006? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm 430}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TB 420}} ---- * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm Profiline 430}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 420}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm TTV 430}} |} Nach einer Info <ref>https://issuu.com/deutz-fahr/docs/308.8174.2.4-1_fr</ref> von SDF waren folgende Modelle 2015 im Angebot: {| class="wikitable" | ab 2015? |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 85}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrofarm C 95}} |} === Agroclimber === Die Agroclimber-Baureihe stellt die spezialisierte Raupenschlepper-Linie von Deutz-Fahr dar, die für extreme Hanglagen, weiche Böden und den Einsatz in Sonderkulturen (Obst- und Weinbau) konzipiert wurde. Da Raupenfahrwerke eine deutlich größere Aufstandsfläche als Räder bieten, zeichnet sich diese Serie durch maximale Traktion bei gleichzeitig geringem Bodendruck aus. Technisch basiert der Agroclimber auf der bewährten Same-Raupentechnik innerhalb des Konzerns. Als Antrieb dienen die robusten SDF-1000er-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die für ihre Zuverlässigkeit unter Dauerlast bekannt sind. Das Getriebe ist als rein mechanisches, voll synchronisiertes Schaltgetriebe ausgelegt, um die enormen Zugkräfte verlustarm auf die Kettenlaufwerke zu übertragen. Die Steuerung erfolgt klassisch über Lenkhebel und eine Bandbremseinrichtung, was ein Wenden auf der Stelle ermöglicht. Die Serie umfasst verschiedene Varianten, wie den schmalen Agroclimber V für den Weinbau oder den breiteren Agroclimber F für den Obstbau. Mit ihrer niedrigen Bauweise, dem tiefen Schwerpunkt und der enormen Steigfähigkeit ist sie die spezialisierte Lösung für Geländeformen, an denen Standard-Radtraktoren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. {| class="wikitable" | '''Raupenschlepper''' (ab 2007/08) <!--zur SIMA 2007 http://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Artikel-DEUTZ-FAHR-stellt-Agroclimber-Raupentraktor-vor-367.php --> |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 70}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 80}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 90}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 105}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber V 310}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber 410}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agroclimber F 410}} |} === Agrotrac === [[Datei:Deutz-Fahr Agrotrac 110 Tractor at IndAgra Farm Romexpo 2010.JPG|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr Agrotrac 110|Agrotrac 110]]]] Die Agrotrac-Baureihe ist eine auf maximale Robustheit und mechanische Einfachheit ausgelegte Serie, die von Deutz-Fahr primär für Exportmärkte außerhalb Europas (z. B. Afrika, Türkei oder Südostasien) entwickelt wurde. Sie deckt einen Leistungsbereich von etwa 100 bis 170 PS ab. Technisch basieren die Schlepper auf bewährten SDF-Komponenten und nutzen überwiegend flüssigkeitsgekühlte 6-Zylinder-Motoren (Typ Lamborghini/SDF 1000.6), die für ihre hohe Zugkraft und Langlebigkeit unter harten Bedingungen bekannt sind. Das Getriebe ist konsequent rein mechanisch aufgebaut (meist 15/15 oder 24/12 Gänge mit Kriechgruppe), was den Agrotrac besonders wartungsfreundlich macht, da er weitgehend ohne komplexe Elektronik auskommt. Er wird sowohl als offener Plattformschlepper als auch mit einer funktionalen Kabine angeboten. Damit ist er die ideale Maschine für Regionen, in denen einfache Instandsetzung und Zuverlässigkeit wichtiger sind als modernste High-Tech-Assistenzsysteme. {| class="wikitable" | 2004-2010 || 2010-2017 || 2014-2017 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 100}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 110}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 125}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 130}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 150}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 170}} | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 610}}<!--Frankreich 2010--> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 620}}<!--Frankreich 2010--> <!-- Agrotrac 265, Südafrika 2010, 184 kW – unklar http://www.agfacts.co.za/traprdtz.htm --> | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Agrotrac 115.6 Turbo}}<!--Frankreich 2014--> |} === Serie 2E === Die Serie 2E wurde ab ca. 2017/2018 als preiswertes Einstiegsmodell im Kompaktsegment (ca. 25 bis 40 PS) eingeführt und ab 2021/2022 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Basierend auf einer Kooperation mit Sonalika, verzichtet der Schlepper auf komplexe Elektronik und setzt stattdessen auf einfache Dreizylindermotoren sowie rein mechanische Getriebe. Primär als offener Plattformschlepper konzipiert, bietet die Serie 2E maximale Wartungsfreundlichkeit und ist für einfache Hofarbeiten, den privaten Gartenbau oder Einsätze in Gewächshäusern optimiert, bei denen ein funktionales Fundament ohne technisches Zusatzgewicht im Vordergrund steht. Sie ist in Deutschland nicht verfügbar. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 2E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|2025E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2030E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|2040E}} |} === Serie 3E === Die Serie 3E wurde ab ca. 2017/2018 als leistungsstärkere Ergänzung zur Serie 2E eingeführt und ab 2021 auf die Abgasstufe Stage V aktualisiert. Sie deckt den Bereich von ca. 30 bis 40 PS ab und basiert ebenfalls auf der bewährten, rein mechanischen Kooperation mit Sonalika. Ausgestattet mit einem Dreizylinder-Saugmotor und einem synchronisierten 8x2- oder 12x12-Wendegetriebe, bietet sie mehr Hubkraft und Einsatzflexibilität als das kleinere Schwestermodell. Als robuster Plattformschlepper ist die Serie 3E gezielt für Hobby-Landwirte und Gartenbaubetriebe konzipiert, die eine unkomplizierte, wartungsarme Maschine für schwerere Anbaugeräte suchen. {| class="wikitable" |- | ab 2017 |- | Serie 3E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|3035E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3040E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|3042E}} |} === Serie 4E === [[File:Deutz Fahr 4090e.jpg|thumb|Deutz-Fahr 4090E]] Die Serie 4E, eingeführt im Jahr 2014 als Nachfolger der Agrolux-Reihe und ab 2021 in der Stage V-Version verfügbar, bildet die robuste Mittelklasse der Kompaktschlepper im Bereich von 65 bis 100 PS. Technisch setzt die Serie auf die konzerneigenen SDF FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder), die speziell für hohe Drehmomentreserven bei kompakter Bauweise entwickelt wurden. Das Getriebe ist konsequent mechanisch ausgelegt, wobei Käufer zwischen verschiedenen Konfigurationen von 12x12 bis zu 30x15 Gängen mit Kriechganggruppe wählen können. Ein zentrales Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Serie 4E ist sowohl als Plattformschlepper als auch mit einer modernen Kabine erhältlich und verfügt über ein echtes Vierrad-Bremssystem im Ölbad. Damit ist sie die ideale Lösung für Gemischtbetriebe und Kommunen, die einen wendigen Allrounder für Frontladerarbeiten, Grünlandpflege und leichte Ackerarbeiten suchen, ohne auf computergesteuerte Komplexität angewiesen zu sein. {| class="wikitable" |- | ab 2014 |- | Serie 4E |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4050E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4065E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4075E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4085E}} * {{:Traktorenlexikon: Create|4080.4E}} |} Für D sind andere Daten <ref> http://www.deutz-fahr.com/de-de/produkte/traktoren/6236-serie-4e </ref> angekündigt: Motorleistungen<ref> https://www.landtechnikmagazin.de/Traktoren-Bild-Die-neue-Deutz-Fahr-Serie-4E-mit-den-vier-Modellen-4070E-4080E-4090E-4100E-loest-Baureihe-Agrolux-ab-34884-7559.php </ref> des 3 Zylinder-FARMotion Motors mit 2,9 l: {| class="wikitable" |- | ab 2018 |- | Serie 4E in Deutschland |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|4070E}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4080E}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4090E}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|4100E}} 67 kW / 92 PS |} === Serie 5 (Spezialtraktoren) === Die Serie 5 bildet seit ca. 2013/2014 eine modulare Plattform für den Leistungsbereich von 65 bis 125 PS, angetrieben von effizienten SDF FARMotion-Motoren und geht aus [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#Agrotron Serie 5|Agrotron]]-Modellen mit etwa 100 PS hervor. Während die Serie 5D als wendiger Kompaktschlepper für Hofarbeiten fungiert, bietet die 5D Ecoline eine preisoptimierte, rein mechanische Basisvariante. Die Serie 5G erweitert das Portfolio um höhere Hubkräfte und Lastschaltgetriebe, wobei die 5G TB-Modelle durch ihre extreme Tiefbauweise auf Plattformbasis ideal für niedrige Durchfahrten und Hanglagen sind. Die Standard-Serie 5 markiert das Premium-Segment mit höchstem Kabinenkomfort und fortschrittlicher Hydraulik, wodurch die gesamte Baureihe das Spektrum vom einfachen Nutztraktor bis zum hochmodernen Allrounder abdeckt.Der Namenszusatz Agrotron ist Stand Ende 2017 bei den 5er Reihen nicht mehr im Netzauftritt zu finden. {| class="wikitable" | '''Serie 5DF/DS/DV Ecoline''' || '''Serie 5DF Keyline''' || '''Serie 5DF (Platform)''' || '''Serie 5G DF/DS/DV''' || '''Serie 5G DF/DS/DV PRO''' || '''Serie 5DF/DS/DV TTV''' || '''Serie 5TB''' |- | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | | valign="top" | |} Modelle werden zeitnah ergänzt! === Serie 5 (Standardtraktoren) === Die Serie 5 für Standardtraktoren umfasst aktuell (2026) 5 Ausbaustufen in aufsteigender Reihenfolge: 5D Keyline, 5D, 5D TTV, 5 Keyline, 5. ==== Serie 5D Keyline ==== [[File:Deutz-Fahr 5125 Keyline Agritechnica 2025 (DSC08559).jpg|thumb|Deutz-Fahr 5125D Keyline]] Die Serie 5D Keyline, eingeführt um 2019 und seit 2021 als Stage V-Version verfügbar, ist die konsequente Weiterentwicklung des Agrolux-Konzepts für das moderne Segment der 65 bis 100 PS. Ausgestattet mit effizienten SDF FARMotion-Dreizylindermotoren, konzentriert sich diese Baureihe auf das Wesentliche: mechanische Zuverlässigkeit ohne elektronischen Ballast. Mit einem synchronisierten Wendegetriebe (wahlweise 15+15 oder 30+15 Gänge), einer mechanischen Hubwerksregelung und dem serienmäßigen Vierrad-Bremssystem bietet sie solide Technik für Nebenerwerbslandwirte und kleine Hofstellen. Sie fungiert als wirtschaftlicher Allrounder, der die Brücke zwischen der einfachen Serie 4E und der technologisch gehobenen Serie 5D schlägt, wobei der Fokus klar auf geringen Betriebskosten und intuitiver Bedienung liegt. Die Schwestermodelle aus dem SDF-Konzern sind der [[Traktorenlexikon: Lamborghini#Spire Trend|Lamborghini Spire Trend]] und der [[Traktorenlexikon: SAME#Dorado Natural|SAME Dorado Natural]]. {| class="wikitable" |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5070 D Keyline}} 48 kW / 65 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5080 D Keyline}} 55 kW / 75 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5090 D Keyline}} 62 kW / 84 PS * {{:Traktorenlexikon: Create|5100 D Keyline}} 67 kW / 92 PS |} ==== Serie 5D ==== Die Serie 5D von Deutz-Fahr stellt die aktuelle Baureihe im Segment der Kompakt- und Allroundtraktoren dar, die speziell für Viehhaltungsbetriebe, Hofarbeiten und die Bewirtschaftung von Sonderkulturen konzipiert wurde. Technisch zeichnet sich die Serie durch eine hohe Wendigkeit und eine kompakte Bauweise aus, wobei moderne FARMotion-Motoren (3- oder 4-Zylinder) zum Einsatz kommen, die aktuelle Abgasnormen erfüllen. Das Leistungsspektrum der Serie 5D deckt den Bereich von 65 PS bis 106 PS ab, was in etwa 48 kW bis 78 kW entspricht. Ein zentrales technisches Merkmal ist die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Getriebevarianten, die vom einfachen mechanischen Wendegetriebe bis hin zum PowerShuttle mit Lastschaltung und der „Stop&Go“-Funktion reichen, welche das Anhalten und Anfahren allein über das Bremspedal ermöglicht. Ergänzt wird die technische Ausstattung durch eine leistungsstarke Hydraulikanlage mit bis zu 54 Litern Förderleistung pro Minute und eine komfortable Vier-Pfosten-Kabine, die eine optimierte Rundumsicht für Frontladerarbeiten bietet. {| class="wikitable" | ab 2014 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075 D}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D}} 78kW (106PS) |} ==== Serie 5D TTV ==== Mit der Einführung der Serie 5D TTV im Jahr 2021 übertrug Deutz-Fahr die Technologie stufenloser Antriebe erstmals in das Segment der kompakten Allround-Traktoren. Diese Baureihe kombiniert die Abmessungen eines Kompakt-Schleppers mit der High-End-Technik der größeren Serien, wobei das Herzstück das eigenentwickelte TTV-Getriebe ist, das ein stufenloses Beschleunigen von 0 bis 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl ermöglicht. Angetrieben werden die Maschinen von FARMotion-Motoren mit drei oder vier Zylindern, die ein Leistungsspektrum von 88 PS (65 kW) im Modell 5090 D TTV bis zu 126 PS (92,6 kW) im Topmodell 5115 D TTV abdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hydraulikleistung und der Bedienung: Die Serie verfügt serienmäßig über eine Load-Sensing-Pumpe mit bis zu 100 l/min Förderleistung und die ergonomische MaxCom-Armlehne, über die sämtliche Funktionen per Joystick gesteuert werden. Dank der gefederten Vorderachse, einer modernen Vier-Pfosten-Kabine mit flachem Boden und der Integration von Precision-Farming-Systemen (wie iMonitor und GPS) ist der 5D TTV als professionelle Arbeitsmaschine für Kommunalbetriebe, Hofwirtschaften und den Einsatz in Sonderkulturen positioniert. Die Produktion erfolgt im Werk in Triviglio, Italien, wobei die Modelle seit ihrem Erscheinen kontinuierlich an die aktuellsten Abgasnormen der Stufe V angepasst wurden. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095 D TTV}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 D TTV}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115 D TTV}} 85kW (116PS) |} ==== Serie 5 Keyline ==== Die Serie 5 Keyline wurde als robuster und wirtschaftlicher Allrounder konzipiert, der die Lücke zwischen den kompakten Hofschleppern und der gehobenen Mittelklasse schließt. Im Gegensatz zur kleineren D-Variante basiert sie auf einem größeren Chassis und nutzt den hubraumstarken FARMotion 45 Vierzylinder-Motor mit 3,8 Litern Hubraum, der ein Leistungsspektrum von 75 PS (55,2 kW) bis 106 PS (78 kW) abdeckt. Die Serie setzt auf ein rein mechanisches Bedienkonzept mit 5-Gang-Getrieben, bietet jedoch mit einer Heckhubkraft von bis zu 4.525 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen deutlich mehr Reserven für die Feldarbeit. Damit ist die Serie 5 Keyline eine zweckmäßige Lösung für Betriebe, die hohe Stabilität und Zugkraft bei gleichzeitig einfacher, wartungsfreundlicher Technik suchen. {| class="wikitable" | ab 2024 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5075}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105 PLUS}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} ==== Serie 5 ==== Die Serie 5 von Deutz-Fahr bildet das technologische Herzstück der Mittelklasse und ist als vielseitiger Premium-Allrounder für Ackerbau, Grünland und Transport konzipiert. Im Gegensatz zu den einfacheren Keyline-Modellen zeichnet sich diese Baureihe durch ein hohes Maß an Komfort und technischer Ausstattung aus, wie etwa das PowerShuttle-Wendegetriebe mit einstellbarem Ansprechverhalten (SenseClutch) und die optionale Zweistufen-Lastschaltung (Hi-Lo) oder Dreistufen-Lastschaltung (HML). Die leistungsstarken FARMotion-Motoren decken dabei einen Bereich von 95 PS bis 126 PS ab und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Stufe V. Besonderes Merkmal der Serie 5 ist die hochwertige TopVision-Kabine, die durch das innovative „Hydro Silent-Block“-Lagersystem Schwingungen um bis zu 40 % reduziert und eine erstklassige Rundumsicht bietet. Die hydraulische Ausstattung ist mit einer Förderleistung von bis zu 90 l/min (im „On-Demand“-System) und einer Heckhubkraft von bis zu 5.410 kg deutlich leistungsstärker ausgelegt als bei den Einstiegsmodellen. Mit Features wie der „Stop&Go“-Funktion für kupplungsfreies Anhalten und modernen Precision-Farming-Optionen ist die Serie 5 darauf ausgelegt, maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort für professionelle landwirtschaftliche Betriebe zu liefern. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|5095}} 70kW (95PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5100}} 75kW (102PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5105}} 78kW (106PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5115}} 85kW (116PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|5125}} 93kW (126PS) |} === Serie 6 === ==== Serie 6C ==== [[File:Deutz-Fahr 6115 C Agritechnica 2025 (DSC03580).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6115 C]] Die im Februar 2022 vorgestellte und im italienischen Werk Treviglio produzierte Serie 6C bildet das fundamentale Bindeglied zwischen kompakten Hofschleppern und leistungsstarken Ackerschleppern. Als Antrieb fungiert der flüssigkeitsgekühlte Deutz TCD 3.6 Vierzylindermotor, der ein breites Leistungsspektrum von 114 bis 143 PS (inklusive Boost) abdeckt. Die Serie zeichnet sich durch eine am Markt einzigartige Getriebevielfalt auf einer Plattform aus: Kunden können zwischen dem klassischen PowerShift-Getriebe (3 Lastschaltstufen), dem automatisierten RVShift-Getriebe und dem stufenlosen TTV-Antrieb wählen. Technische Besonderheiten sind die TopVision-Kabine mit optionalem Freisichtdach für optimierte Frontladerarbeiten sowie das „SDF Smart Farming Solutions“-Paket für den Einstieg in die präzise Landwirtschaft. Mit einem Radstand von 2.480 mm und einer hohen Wendigkeit ist die Serie 6C primär für Gemischt- und Grünlandbetriebe sowie als wendiger Pflegeschlepper in Ackerbaubetrieben optimiert. {| class="wikitable" | ab 2022 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6115C}} 89 kW (121 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6125C}} 95 kW (129 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6135C}} 101 kW (137 PS) |} ==== Serie 6.4 ==== [[File:Deutz-Fahr 6140.4 RVshift Agritechnica 2025 (DSC08632).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6140.4 RVshift]] Die seit 2023 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen gefertigte Serie 6.4 erweitert das Portfolio um einen leistungsstarken Vierzyinder-Schlepper im Premiumsegment. Technisches Herzstück ist der FARMotion 45 Motor mit 4,5 Litern Hubraum, elektronisch gesteuerter Common-Rail-Einspritzung und VTG-Turbolader, der auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebsdrehzahlen optimiert ist. Die Baureihe verzichtet auf ein klassisches Lastschaltgetriebe und wird ausschließlich mit dem voll-lastschaltbaren RVShift-Getriebe oder dem stufenlosen TTV-Getriebe angeboten. Zu den technischen Besonderheiten gehört die Verwendung der MaxiVision-Kabine, die eine physische Entkopplung vom Motorraum aufweist und somit den Komfortstandard der größeren Sechszylindermodelle in die 130- bis 150-PS-Klasse überträgt. Mit einer Hydraulikleistung von bis zu 120 l/min (Load-Sensing) und einer zulässigen Gesamtmasse von 10,5 Tonnen ist die Serie 6.4 für den kombinierten Einsatz in Ackerbau und Transport sowie für anspruchsvolle Frontladerarbeiten konzipiert. {| class="wikitable" | ab 2023 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6130}} 100 kW (136 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6140}} 108 kW (147 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6150}} 115 kW (156 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 118 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) |} ==== Serie 6 ==== [[File:Deutz-Fahr 6180 TTV 30 Jahre Agrotron Agritechnica 2025 (DSC08553).jpg|thumb|Deutz-Fahr 6180 TTV "30 Jahre Agrotron"]] Die seit 2021 im bayerischen Lauingen gefertigte Deutz-Fahr Serie 6 bildet als „Made in Germany“-Plattform das technologische Rückgrat für den professionellen Ackerbau und schwere Transportlogistik. Angetrieben von flüssigkeitsgekühlten Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotoren mit Turbo-Intercooler und Common-Rail-Technologie, bietet die Baureihe eine hohe Leistungsdichte bei optimierter Kraftstoffeffizienz gemäß Abgasstufe V. Die technische Flexibilität wird durch drei Getriebekonzepte sichergestellt: das mechanisch-hydraulische Powershift-Getriebe mit sechs Lastschaltstufen, das vollautomatisierte RCshift-Getriebe sowie das stufenlose TTV-Getriebe für einen unterbrechungsfreien Kraftfluss. Zu den technischen Besonderheiten zählen die MaxiVision-Kabine in verschiedenen Ausbaustufen, eine leistungsstarke Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 160 l/min Förderleistung sowie die vollständige Integration von SDF Smart Farming Solutions zur präzisen Steuerung von ISOBUS-Komponenten und satellitengestützter Spurführung. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|6160}} 119 kW (161 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6170}} 126 kW (171 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6180}} 133 kW (181 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6190}} 141 kW (192 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6210}} 159 kW (216 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|6230}} 169 kW (230 PS) |} === Serie 7 === [[File:Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04914).jpg|thumb|Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior]] Die seit 2021 im bayerischen „Deutz-Fahr Land“ in Lauingen produzierte Serie 7 repräsentiert die Hochleistungs-Klasse für großflächige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmen. Herzstück dieser Baureihe ist der Deutz TCD 6.1 L6 Sechszylindermotor, der durch ein elektronisch gesteuertes Twin-Turbo-System und Common-Rail-Einspritzung eine Maximalleistung von bis zu 247 PS (Modell 7250 TTV) bei optimierten Wartungsintervallen von 1.000 Stunden bereitstellt. Im Gegensatz zu den kleineren Serien wird die Serie 7 ausschließlich mit dem stufenlosen TTV-Getriebe ausgestattet, das eine präzise Geschwindigkeitssteuerung von 0 bis 60 km/h (bei reduzierter Motordrehzahl) ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Zu den technischen Besonderheiten gehören die MaxiVisionPro-Kabine mit der ergonomischen MaxCom-Armlehne, eine verstärkte Hinterachse mit integrierten Scheibenbremsen im Ölbad sowie eine High-End-Hydraulikanlage mit einer Load-Sensing-Pumpe von bis zu 210 l/min. Dank der serienmäßigen Integration des iMonitor3 und umfangreicher SDF Smart Farming Solutions ist das Fahrzeug für hochpräzise Anwendungen wie Section Control und Variable Rate Control im Precision Farming optimiert. {| class="wikitable" | ab 2021 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|7250 TTV}} 182 kW (247 PS) |} === Serie 8 === [[Datei:Deutz-Fahr 8280 TTV Warrior agra 2024 (DSC02756).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8280 TTV]] Die im Jahr 2020 eingeführte und im bayerischen Lauingen gefertigte Serie 8 TTV (primär repräsentiert durch das Modell 8280 TTV) bildet die technologische Brücke zwischen den Baureihen 7 und 9. Technisches Kernstück ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 6.1 L6 Sechszylindermotor mit zweistufiger Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung (2.000 bar), der eine Maximalleistung von 287 PS generiert. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose TTV-Getriebe (SDF T7780), welches die Motorleistung über vier mechanische Fahrbereiche verzweigt und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h bei reduzierter Drehzahl ermöglicht. Zu den spezifischen Merkmalen zählen die MaxiVisionPro-Kabine, eine Load-Sensing-Hydraulik mit bis zu 210 l/min sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Die Baureihe ist vollständig für SDF Smart Farming Solutions (iMonitor3, ISOBUS) integriert. {| class="wikitable" | ab 2020 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8280 TTV}} 197 kW (268 PS) |} ==== Serie 8 (2025) ==== [[File:Deutz-Fahr 8310 TTV Agritechnica 2025 (DSC00446).jpg|thumb|Deutz-Fahr 8310 TTV]] Die im November 2025 auf der Agritechnica präsentierte neue Generation der Serie 8 umfasst die Modelle 8310 TTV und 8340 TTV mit einer Maximalleistung von bis zu 340 PS. Wesentliche technische Neuerung ist der Wechsel auf den FPT N67 Sechszylindermotor mit 6,7 Litern Hubraum, der vollständig HVO-kompatibel ist. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes stufenloses TTV-Getriebe, das speziell für die erhöhten Drehmomentanforderungen der 340-PS-Klasse ausgelegt wurde. Ein zentrales Merkmal ist die neu entwickelte SigmaVision-Kabine im 4-Säulen-Design, die über die innovative iControl-Armlehne bedient wird. Zu den technischen Highlights gehören eine Hydraulikförderleistung von 220 l/min, ein Heckhubwerk mit 12.000 kg Hubkraft sowie das TAGS-System (Tractor Assisted Guidance System), welches mittels 3D-Hinderniserkennung und KI-basierter Sensorik teilautonome Fahrfunktionen ermöglicht. Die Markteinführung und Auslieferung der in Lauingen produzierten Maschinen ist für Mai 2026 vorgesehen. {| class="wikitable" | ab 2026 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|8310 TTV}} 228 kW (310 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|8340 TTV}} 250 kW (340 PS) |} === Serie 9 === [[File:Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior Agritechnica 2023 (DSC04972).jpg|thumb|Deutz-Fahr 9340 TTV Warrior]] Die seit 2015 im bayerischen Lauingen gefertigte und zuletzt 2021 technisch aktualisierte Serie 9 TTV stellt das Flaggschiff der Standardtraktoren von Deutz-Fahr dar. Technisches Kernstück dieser Baureihe ist der flüssigkeitsgekühlte Deutz TTCD 7.8 L6 Sechszylindermotor mit 7,8 Litern Hubraum, zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung, der eine Maximalleistung von bis zu 336 PS (Modell 9340 TTV) generiert. Die Kraftübertragung wird exklusiv über das stufenlose TTV-Getriebe der Baureihe ZF TMT 32 realisiert, welches durch vier mechanische Fahrbereiche einen hohen Wirkungsgrad über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum von 0,2 bis 60 km/h sicherstellt. Zu den markanten Merkmalen gehören die von der Motorhaube entkoppelte MaxiVisionPro-Kabine für minimale Vibrationswerte und einen Geräuschpegel von nur 69 dB(A), eine gefederte Vorderachse mit trockenen Scheibenbremsen sowie eine Load-Sensing-Hydraulikanlage mit einer Förderleistung von bis zu 210 l/min. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Heckhubkraft von 12.000 kg ist die Serie 9 für schwerste Bodenbearbeitung und anspruchsvolle Systemtechnik im Rahmen der SDF Smart Farming Solutions optimiert. Angekündigt wurde zudem als viertes (und kleinstes) Modell der '''9270 TTV'''. Die Serienproduktion wurde allerdings nicht aufgenommen.<ref>http://zugtier.info/deutz-fahr-serie-9/</ref> {| class="wikitable" | ab 2015 |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|9290 TTV}} 217 kW (295 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9310 TTV}} 229 kW (312 PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|9340 TTV}} 247 kW (336 PS) |} === Serie 11 === [[File:Agritechnica 2013 by-RaBoe 09.jpg|thumb|Deutz Fahr 11440 TTV]] Die Serie 11 war als Vorstoß von Deutz-Fahr in das Segment der Großtraktoren über 400 PS geplant, wurde jedoch nie in Serie produziert. Trotz der offiziellen Vorstellung von Prototypen (insbesondere des Modells 11440 TTV) wurde das Projekt vor dem geplanten Verkaufsstart aus strategischen Gründen innerhalb der SDF-Gruppe eingestellt. {| class="wikitable" | 2013 vorgestellt |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|11350 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11400 TTV}} * {{:Traktorenlexikon: Create|11440 TTV}} |} == Prototypen/Kleinserien == {| class="wikitable" | valign="top" | * D5505 Tandemschlepper<ref>http://www.oldtimerplus.de/blog/deutz-d5505-tandem-schlepper/</ref> * {{:Traktorenlexikon: Create|Agro XXL}} 440kW (600 PS) - 2009 |} === Deutz D5505 Tandem === [[File:Deutz D 5505 Tandem Nachbau 2017 by RaBoe.jpg|thumb|Deutz D 5505 Tandem Nachbau]] Der Deutz D 5505 Tandemschlepper (oft auch als „Deutz-Gigant“ bezeichnet) war ein spektakulärer Prototyp bzw. Eigenbau aus dem Jahr 1965, der die Antwort auf den steigenden Leistungsbedarf in der Landwirtschaft vor der Ära der echten Großschlepper darstellte. Technisch bestand das Gespann aus zwei gekoppelten D 5505, bei denen der vordere Schlepper seiner Hinterachse beraubt und fest mit der Vorderachse des hinteren Schleppers verbunden wurde. Angetrieben wurde die Einheit von zwei luftgekühlten Vierzylinder-Motoren (Typ F4L 812), was eine Gesamtleistung von 104 PS ergab. Da es noch keine ausgereiften Knicklenker-Systeme von der Stange gab, wurden die beiden Motoren und Getriebe über ein komplexes Gestänge synchronisiert und vom hinteren Fahrersitz aus gesteuert. Trotz der enormen Zugkraft und der beeindruckenden Optik blieb der Tandemschlepper ein Einzelstück, da die Konstruktion für die Serienreife zu aufwendig war und Deutz kurz darauf mit der Entwicklung leistungsstarker Einzelschlepper wie dem D 9005 begann. === Deutz-Fahr Agro XXL === [[Datei:Deutz Agro XXL.JPG|thumb|Deutz-Fahr Agro XXL]] Der Deutz-Fahr AgroXXL 1630 wurde auf der Agritechnica 2009 als Prototyp eines 600 PS starken Großschleppers vorgestellt, der in Kooperation mit der DTU (Deutsche Traktoren Union) entstand. Das Herzstück des Giganten war ein 16-Liter-V8-Motor von Deutz, dessen Kraft über acht Räder auf zwei Tandemachsen auf den Boden übertragen wurde. Technisch war das Fahrzeug als Knicklenker mit einem hydraulischen Knickwinkel von ca. 40° konstruiert, was trotz der enormen Abmessungen einen inneren Wenderadius von nur 5,50 Metern ermöglichte. Ziel war es, die Zugkraft eines schweren Knicklenkers mit der Bodenschonung und Straßentauglichkeit eines Acht-Rad-Konzepts zu vereinen; das Projekt ging jedoch aufgrund hoher Komplexität nie in Serienfertigung. == Literatur & Weblinks == {{Commons|Category:Deutz-Fahr tractors|Deutz-Fahr-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * Karel Vermoesen, Michael Bruse: ''Alle Traktoren von Deutz und Deutz-Fahr.'' 2 Bd. Verlag Klaus Rabe, 2009. ISBN 9783926071385 * [http://www.samedeutz-fahr.com www.samedeutz-fahr.com] * [http://www.deutz-fahr.com www.deutz-fahr.com] * [http://www.deutzforum.de/ www.deutzforum.de] Die Listen folgender Websites sind in Teilen unstimmig, zur groben Orientierung jedoch brauchbar: * [http://www.deutz-traktoren.de/ www.deutz-traktoren.de] * [http://www.konedata.net/Traktorit/deutz.htm www.konedata.net] (Modelldaten Finnisch/Englisch) * [http://home.arcor.de/gbotzet/Schlepperlisten%20Deutz.htm Private Datensammlung zu Deutz- und Deutz-Fahr-Traktoren von J. Botzet] Die folgende Seite wird wahrscheinlich weiter bearbeitet und ist deshalb nur zeitlich begrenzt in dieser Variante verfügbar? * https://issuu.com/deutz-fahr === Quellen === <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation}} lr9016reo3x5885860nn8mglc5nk0z5 Traktorenlexikon: Deutz 0 7380 1083026 1083024 2026-04-10T12:02:43Z JaWa1998 115962 /* INTRAC */ 1083026 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Systemtraktoren der INTRAC-Reihe wurden ab 1972 von Deutz produziert. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle INTRAC-Modelle unter Deutz-Fahr geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} q33rvn2b26i9irnllt5zvhtp8yzjden 1083027 1083026 2026-04-10T12:05:07Z JaWa1998 115962 /* INTRAC */ 1083027 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Systemtraktoren der INTRAC-Reihe wurden ab 1972 von Deutz produziert. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} h4ty3efmi2ecauq3r0jp2wbz27ahccy 1083028 1083027 2026-04-10T12:06:13Z JaWa1998 115962 /* INTRAC */ 1083028 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 013h3jc42olkh8vle45lge6pnh6jwt0 1083029 1083028 2026-04-10T12:12:28Z JaWa1998 115962 /* FL612/712-Serie */ 1083029 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 42 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 3bvvubsvlyvn1erxxmcpaptex7c1pq8 1083030 1083029 2026-04-10T12:13:14Z JaWa1998 115962 /* FL612/712-Serie */ 1083030 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 25 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} st9pfnc9l7o9wgkba9m7oey0byst6pt 1083031 1083030 2026-04-10T12:14:12Z JaWa1998 115962 /* DX */ 1083031 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 25 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90-A]] Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} m96tltw59pwhin13iur0ukhrfn662j4 1083032 1083031 2026-04-10T12:15:54Z JaWa1998 115962 /* D-07 */ 1083032 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 25 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === [[File:Deutz DX 90 JM 2023 08 12 5D410157.jpg|thumb|Deutz DX 90-A]] Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === [[File:Bammental - Kerweumzug 2014 - Deutz-Fahr D 4507.JPG|thumb|Deutz D 45 07]] 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} sr6mvxehi1hzwzufpdpp552m7uoldqc 1083033 1083032 2026-04-10T12:16:15Z JaWa1998 115962 /* DX */ 1083033 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 25 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === [[File:Bammental - Kerweumzug 2014 - Deutz-Fahr D 4507.JPG|thumb|Deutz D 45 07]] 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 98hj7s4vy6h5j06dk2nsmpy3benqtjq 1083034 1083033 2026-04-10T12:16:37Z JaWa1998 115962 /* D-07 */ 1083034 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 25 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} st9pfnc9l7o9wgkba9m7oey0byst6pt 1083035 1083034 2026-04-10T12:21:42Z JaWa1998 115962 /* FL514-Serie */ 1083035 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 25 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25 S}} 18kW (25PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} aq1e7phxlo5v8z8qqr18ddashym2daa 1083036 1083035 2026-04-10T12:31:34Z JaWa1998 115962 /* FL612/712-Serie */ 1083036 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} k5grtbf5w7lva8ch9jfh5hi75nzp4cp 1083037 1083036 2026-04-10T12:33:35Z JaWa1998 115962 /* D-Serie */ 1083037 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} fvjioq04jayytu6yfn8y8t33m6uitfc 1083038 1083037 2026-04-10T12:36:53Z JaWa1998 115962 /* Raupen */ 1083038 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} jqwqb46hctvog11rmpaq673ofki9zjw 1083039 1083038 2026-04-10T12:38:12Z JaWa1998 115962 /* Raupen */ 1083039 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 0y5ky7rg6ygb4bv4vna21s7aoy5j1cf 1083040 1083039 2026-04-10T12:38:37Z JaWa1998 115962 /* FM417-Serie */ 1083040 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 7vdwzmujj7qywkb74qjktj5t5oey50s 1083041 1083040 2026-04-10T12:40:29Z JaWa1998 115962 /* FM417-Serie */ 1083041 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM417-Serie === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 62dtr4simdrro1sn7ok99u1oveqqbkn 1083042 1083041 2026-04-10T12:43:15Z JaWa1998 115962 /* FM417-Serie */ 1083042 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 74zobigmw1k7ywi5189mchooyqv3j1r 1083043 1083042 2026-04-10T12:46:14Z JaWa1998 115962 /* FM414-Serie */ 1083043 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 7zpvs2ntc7z2qn7x1u9rigf76ulj9um 1083044 1083043 2026-04-10T12:49:12Z JaWa1998 115962 /* FM317-Serie */ 1083044 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} al2e7b9igm0j2kn7xf6vwfyctklavky 1083045 1083044 2026-04-10T12:51:23Z JaWa1998 115962 /* FM315-Serie */ 1083045 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} q63gnr4zreglxyaetpfr93loi4l47d5 1083046 1083045 2026-04-10T12:59:37Z JaWa1998 115962 /* MTH und MTZ */ 1083046 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' (1954-1958) || '''MTZ''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} dm63890x7c4d7i0elzu4nvjn3n2h3c1 1083047 1083046 2026-04-10T13:00:26Z JaWa1998 115962 /* MTH und MTZ */ 1083047 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. == Typen == * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} oifouwpxpjdpzq7z7c1q781xx0bhxik 1083048 1083047 2026-04-10T13:02:51Z JaWa1998 115962 /* Typen */ 1083048 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = == Deutzer Trekker == {| class="wikitable" * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] |} == Automomobilpflug == {| class="wikitable" * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} |} == Pfluglokomotive == {| class="wikitable" * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} nknjvb79g73gobx14jcl2tvk22n1fek 1083049 1083048 2026-04-10T13:06:16Z JaWa1998 115962 /* Deutzer Trekker */ 1083049 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = == Deutzer Trekker == Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} == Automomobilpflug == {| class="wikitable" * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} |} == Pfluglokomotive == {| class="wikitable" * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} ppmo5e1scixsw48rl4z8cf4v0n6lxto 1083050 1083049 2026-04-10T13:08:15Z JaWa1998 115962 /* Automomobilpflug */ 1083050 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = == Deutzer Trekker == Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} == Automomobilpflug == Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} == Pfluglokomotive == {| class="wikitable" * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} dpr7gc5xj3og76rdqn0ta173cmrlx1b 1083051 1083050 2026-04-10T13:09:15Z JaWa1998 115962 /* Typen */ 1083051 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === {| class="wikitable" * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} a2xl94l6ozm2009cpk2ydmmz4fsjpq7 1083052 1083051 2026-04-10T13:11:07Z JaWa1998 115962 /* Pfluglokomotive */ 1083052 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} sdzocc2jw02snbqw5byh4k44pmzlnqz 1083054 1083052 2026-04-10T13:12:15Z JaWa1998 115962 /* Typen */ 1083054 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. 1924 begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. 1930 erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. 1938 entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG der bekannte Name ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. 1962 erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']]. 1977 Vollständige Übernahme der Firma Fahr. 1982 begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. 1985 übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. 1985 wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. 1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. 1997 erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. 2001 trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} d0311m0eyd1mx9l12ysuz4lrc50kvkp 1083056 1083054 2026-04-10T13:16:00Z JaWa1998 115962 /* Geschichte */ 1083056 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:Deutz D 25 S JM 2023 08 12 5D410356.jpg|thumb|Deutz D 25S]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 7wbatgc6vayjsigoik3d3hilf9ujcdb 1083057 1083056 2026-04-10T13:17:43Z JaWa1998 115962 /* D-Serie */ 1083057 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Plantage''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} rdrpxj4mxa4qt01av890z35srxpi5pd 1083058 1083057 2026-04-10T13:18:11Z JaWa1998 115962 /* D-Serie */ 1083058 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur/Sonstige |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} es9evck5e21hm3ykw9rguodkd8ljy2x 1083059 1083058 2026-04-10T13:18:35Z JaWa1998 115962 /* D-05 */ 1083059 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | Normalspur || Schmalspur |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 7sxhwzgnoaw56lkci51ro7l1mu2xd5q 1083060 1083059 2026-04-10T13:19:08Z JaWa1998 115962 /* D-06 */ 1083060 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 2v7phb6pu7yoi4f81c6b4bl2y611uon 1083061 1083060 2026-04-10T13:22:30Z JaWa1998 115962 /* Geräteträger */ 1083061 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[Datei:Deutz F2L514-50 1953.jpg|thumb|[[Traktorenlexikon: Deutz F2L 514/50|Deutz F2L 514/50]] (Baujahr 1953)]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} pbxysvaj133lywfbhku259nvctcwtpx 1083062 1083061 2026-04-10T13:24:50Z JaWa1998 115962 /* FL514-Serie */ 1083062 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz-Traktor Kohltage 2007.jpg|thumb|Deutz F1L612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} domttwxm16kwpjwrmvoq9l8n0enb1ac 1083063 1083062 2026-04-10T13:27:20Z JaWa1998 115962 /* FL612/712-Serie */ 1083063 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz F1 L 612, Roßdorf 01.jpg|thumb|Deutz F1L 612]] [[File:F1L 712.jpg|thumb|Deutz F1L 712]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} l3ozvvsmigb63kbkdu1s0pv8iios3we 1083065 1083063 2026-04-10T13:27:55Z JaWa1998 115962 /* FL612/712-Serie */ 1083065 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | Einzylinder || Zweizylinder || Dreizylinder || Vierzylinder |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz F1 L 612, Roßdorf 01.jpg|thumb|Deutz F1L 612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} gwcnydmkishzn7l5zxmza4tyvwfleft 1083066 1083065 2026-04-10T13:28:54Z JaWa1998 115962 /* FL514-Serie */ 1083066 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | '''Einzylinder''' || '''Zweizylinder''' || '''Dreizylinder''' || '''Vierzylinder''' |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz F1 L 612, Roßdorf 01.jpg|thumb|Deutz F1L 612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Standard''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 40qj0rs5kuiox430ci8pm7l9u79qkhv 1083067 1083066 2026-04-10T13:29:26Z JaWa1998 115962 /* D-Serie */ 1083067 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | '''Einzylinder''' || '''Zweizylinder''' || '''Dreizylinder''' || '''Vierzylinder''' |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz F1 L 612, Roßdorf 01.jpg|thumb|Deutz F1L 612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''erste Reihe'''<br />(1972–1989) || '''zweite Reihe'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 03pkq24w3l1u2ej3ghv25cny600dbh8 1083068 1083067 2026-04-10T13:30:20Z JaWa1998 115962 /* INTRAC */ 1083068 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | '''Einzylinder''' || '''Zweizylinder''' || '''Dreizylinder''' || '''Vierzylinder''' |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz F1 L 612, Roßdorf 01.jpg|thumb|Deutz F1L 612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''1. Generation'''<br />(1972–1989) || '''2. Generation'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} 2mkfk9ri3xvjg45aqsn0sfsak6ej00s 1083069 1083068 2026-04-10T13:32:00Z JaWa1998 115962 /* Typen */ 1083069 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation}} Die '''Deutz AG''' ist ein börsennotierter, 1864 gegründeter deutscher Hersteller von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Motoren mit Sitz in Köln-Porz. Das Unternehmen firmierte in der Vergangenheit unter wechselnden Namen, unter anderem mit der bekannten Abkürzung „KHD“ für Klöckner-Humboldt-Deutz. Im Jahr 1995 wurde der damalige Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung und der Marke „Deutz-Fahr“ an die italienische [[Traktorenlexikon: SAME Deutz-Fahr|SAME]]-Gruppe verkauft. Seit 2001 ist die Deutz AG reiner Motorenhersteller. == Geschichte == Die DEUTZ AG wurde 1864 als ''N. A. Otto & Cie'' von Nikolaus Otto gegründet und kann damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden. Ab 1876 begann die Produktion von Ottomotoren. * '''1924''' begann die damalige Deutz AG mit der Fertigung von dieselbetriebenen Traktoren. * '''1930''' erfolgt die Übernahme der Maschinenbauanstalt ''Humboldt AG''. * '''1938''' entstand durch einen Organvertrag mit der Klöckner-Werke AG die Firma ''Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)''. * '''1962''' erwarb KHD 25 % der Aktien der Maschinenfabrik [[Traktorenlexikon: Fahr|''Fahr'']] AG aus Godmadingen. * '''1977''' Vollständige Übernahme der Firma Fahr. * '''1982''' begann die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen ''Deutz-Fahr''. * '''1985''' übernahm KHD die Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG. * '''1985''' wurde der US-amerikanische Landmaschinenhersteller [[Traktorenlexikon: Allis-Chalmers|Allis-Chalmers]] übernommen. Fortan wurden in den USA die Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen [[Traktorenlexikon: Deutz-Allis|Deutz-Allis]] verkauft. * '''1995''' wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich mit Schlepperherstellung an die italienische SAME-Gruppe (heute SDF) verkauft. * '''1997''' erfolgte die Namensänderung zum früheren Namen ''Deutz AG''. * '''2001''' trennte Deutz sich vom Industrieanlagenbau und wurde zum reinen Motorenhersteller. = Typen = Unter dem Markennamen Deutz wurden Traktoren mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben: === Automomobilpflug === Der Automobilpflug von 1907 markiert den ersten Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, den Verbrennungsmotor als direkte Antriebsquelle für die Bodenbearbeitung zu nutzen. Anstatt ein separates Arbeitsgerät zu ziehen, war bei dieser gewaltigen Konstruktion der Pflugrahmen fest mit dem Fahrgestell verbunden. Angetrieben von einem 25 PS (18,4 kW) starken Vierzylinder-Ottomotor, sollte die Maschine die bis dahin dominierenden Dampfpflüge ersetzen und eine effizientere Bewirtschaftung von Großflächen ermöglichen. Trotz des innovativen Ansatzes blieb das Fahrzeug ein Prototyp, da es für den praktischen Einsatz zu schwer, zu kostspielig und mechanisch zu anfällig war. Dennoch gilt der Automobilpflug als wichtiger technologischer Vorläufer, der den Weg für die Entwicklung eigenständiger Radschlepper im Hause Deutz ebnete. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Automobilpflug}} 18kW (25PS) |} === Pfluglokomotive === Die Deutz Pfluglokomotive wurde um 1912 als leistungsstarke Alternative zu den damals verbreiteten, aber schwerfälligen Dampfpflügen konzipiert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Ottomotor, der je nach Ausführung zwischen 30 und 40 PS (22,1 bis 29,4 kW) leistete, fungierte sie als schwere Zugmaschine für mehrscharige Kipppflüge. Im Gegensatz zum integrierten Automobilpflug von 1907 setzte Deutz hier erstmals auf die Trennung von Antriebseinheit und Arbeitsgerät, was die Flexibilität im Einsatz erhöhte. Trotz dieser technischen Weiterentwicklung blieb die Pfluglokomotive aufgrund ihres enormen Gewichts und der hohen Anschaffungskosten primär auf großflächige Gutshöfe beschränkt. Sie gilt heute als wichtiges Bindeglied in der Deutz-Historie, da sie das Konzept des schweren Radschleppers etablierte, bevor der Erste Weltkrieg die Entwicklung ziviler Landtechnik vorübergehend unterbrach. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Pfluglokomotive}} 22-29kW (30-40PS) |} === Deutzer Trekker === Der „Deutzer Trekker“ von 1919 war der erste zivile Versuch der Gasmotoren-Fabrik Deutz, nach dem Ersten Weltkrieg einen schweren Radschlepper am Markt zu etablieren. Technisch basierte die Maschine unmittelbar auf einer für das Militär entwickelten Artillerie-Zugmaschine, was ihre massive Bauweise und das hohe Gewicht erklärt. Angetrieben von einem stehenden Vierzylinder-Ottomotor mit rund 40 PS, war der Trekker primär für schwerste Zugarbeiten konzipiert, erwies sich jedoch für die Bedürfnisse der damaligen Landwirtschaft als zu groß und unwirtschaftlich. Obwohl nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden, markiert er den wichtigen Übergang von der Kriegsproduktion zur gezielten Entwicklung landwirtschaftlicher Motorwagen in Köln. {| class="wikitable" | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz „Deutzer Trekker“|Deutzer Trekker]] 29kW (40PS) |} === MTH und MTZ === [[File:Deutz uralt.jpg|thumb|Deutz MTH 222]] [[File:Mtz 220.jpg|thumb|Deutz MTZ 220]] Die MTH- und MTZ-Serien markieren den Beginn der Diesel-Traktorenära bei Deutz in den 1920er Jahren und stellten die Abkehr vom klassischen Glühkopfmotor dar. Während der '''MTH''' ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''H'''orizontal) ab 1924 als erster echter Deutz-Dieselschlepper mit liegendem Einzylindermotor die Basis legte, folgte ab 1929 die '''MTZ'''-Serie ('''M'''otorschlepper, '''T'''raktor, '''Z'''entral) mit stehenden Motoren. Beide Baureihen nutzten das Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Rahmen- oder Blockschlepper für den schweren Acker- und Straßeneinsatz konzipiert. Die MTZ-Modelle galten als technologische Meilensteine, da sie bereits moderne Getriebe und teilweise Luftbereifung boten, was den Grundstein für die spätere Dominanz der wassergekühlten Stahlschlepper (FM-Serien) legte. {| class="wikitable" | '''MTH''' || '''MTZ''' |- | valign="top" | <!--MTH--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 122}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 222}} 10kW (14PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTH 322}} 10kW (14PS) | valign="top" | <!--MTZ--> * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 120}} 20-22kW (27-30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 220}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|MTZ 320}} 27-29kW (36-40PS) |} === FM315-Serie === [[File:Deutz F2m315 1501389.jpg|thumb|Deutz F2M315]] Die FM 315-Serie wurde ab 1934 produziert und war ein wesentlicher Bestandteil der wassergekühlten Deutz-Schleppergeneration der 1930er Jahre. Die Motoren arbeiteten nach dem Vorkammer-Verfahren und waren als robuste Zwei- und Dreizylinder-Varianten konzipiert, die primär in schweren Ackerschleppern und Straßenzugmaschinen zum Einsatz kamen. Technisch zeichnete sich die Serie durch eine massive Bauweise aus, wobei der F2M 315 als einer der ersten standardisierten Großschlepper in nennenswerten Stückzahlen den Übergang von der Dampfmaschine zum Dieselantrieb in der Großlandwirtschaft beschleunigte. Mit ihrer zuverlässigen Technik bildete sie die direkte Vorstufe zur späteren 317er-Reihe. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 315}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 315}} 31kW (42PS) |} === FM317-Serie === [[File:Deutz F3M 317 JM 2023 08 12 5D410542.jpg|thumb|Deutz F3M317]] Die FM 317-Serie wurde ab 1935 eingeführt und war die erste Generation der berühmten wassergekühlten Deutz-Stahlschlepper in Rahmenbauweise. Angetrieben von robusten Zwei- und Dreizylinder-Motoren mit Vorkammer-Verfahren, deckte sie den hohen Leistungsbedarf großer landwirtschaftlicher Betriebe und gewerblicher Straßentransporte ab. Die Baureihe zeichnete sich durch ein massives Blockgetriebe und eine hohe Eigenmasse aus, was sie zu einer der zugstärksten Maschinen ihrer Zeit machte. Mit dem Übergang zur Serie 417 ab 1941 wurde die Konstruktion weiter verfeinert, wobei die 317er-Modelle den Ruf von Deutz als Hersteller unverwüstlicher Schwerschlepper maßgeblich begründeten. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 317}} 22kw (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 317}} 33-37kW (45-50PS) |} === FM414-Serie === [[File:Bammental - Deutz F1M414 (2)-crop.jpg|thumb|Deutz F1M414 "11er Deutz"]] Die FM 414-Serie wurde ab 1936 produziert und ist vor allem durch den legendären F1M 414, den sogenannten „Bauernschlepper“, bekannt, der die Motorisierung kleinerer Betriebe massiv vorantrieb. Die Baureihe setzte auf wassergekühlte Ein- und Zweizylinder-Motoren mit dem bewährten Vorkammer-Verfahren, die für ihre Sparsamkeit und Robustheit geschätzt wurden. Während der kleine Elfer-Deutz (F1M 414) mit 11 bis 12 PS den Massenmarkt eroberte, deckte der F2M 414 mit bis zu 25 PS den Bedarf mittelgroßer Höfe ab. Trotz kriegsbedingter Einschränkungen und der zwischenzeitlichen Produktion als Holzgasschlepper blieb die Serie bis ca. 1951 im Programm und legte den Grundstein für den Erfolg von Deutz in der Nachkriegszeit. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414}} 8-9kW (11-12PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1M 414/46}}) 16-18kW (22-25PS) |} === FM416/FM417-Serie === [[File:Deutz F2M417-49 (Leipzig 2023-2).jpg|thumb|Deutz F2M417]] Die FM 416- und FM 417-Serien bildeten zwischen 1938 und 1953 die Speerspitze der schweren wassergekühlten Deutz-Schlepper. Während die FM 416-Reihe (ca. 35–40 PS) als leistungsstarke Mittelklasse eingeführt wurde, stellte die ab 1941 produzierte FM 417-Serie (30–50 PS) die robuste Weiterentwicklung der klassischen Stahlschlepper für schwerste Acker- und Transportaufgaben dar. Beide Baureihen nutzten langlebige Vorkammer-Dieselmotoren, die während des Zweiten Weltkriegs teilweise auf Holzgasbetrieb umgestellt wurden und nach 1945 als überarbeitete Dieselvarianten den Wiederaufbau prägten. Mit ihrer massiven Bauweise und der hohen Zugkraft markierten sie den technologischen Abschluss der wassergekühlten Ära bei Deutz, bevor die vollständige Umstellung auf Luftkühlung erfolgte. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|F2M 416}} 26-29kW (35-40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2M 417|F2M 417]] 22-26kW (30-35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3M 417}} 37kW (50PS) |} === FL514-Serie === [[File:DEUTZ F1L 514.jpg|thumb|Deutz F1L 514]] Die Serie FL 514 wurde ab 1950 eingeführt und markierte für Deutz den endgültigen Durchbruch der Luftkühlung im Traktorenbau. Die Baureihe umfasste Modelle vom Einzylinder F1L 514 („Knubbel-Deutz“) mit 15 PS bis hin zum Sechszylinder-Großschlepper F6L 514 mit bis zu 90 PS. Technisch arbeiteten die Motoren nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) und waren durch das charakteristische Baukastenprinzip – einheitliche Zylinder mit 110 mm Bohrung und 140 mm Hub – besonders wartungsfreundlich. Optisch sind die Schlepper der 514er-Reihe an ihrer wuchtigen, runden Motorhaube und den markanten Kühlluftgittern erkennbar. Als robuste Universalschlepper prägten sie das Bild der mechanisierten Landwirtschaft der 1950er Jahre maßgeblich, bevor sie ab Mitte der Dekade schrittweise durch die FL 612/712-Modelle und später die D-Serie abgelöst wurden. {| class="wikitable" | '''Einzylinder''' || '''Zweizylinder''' || '''Dreizylinder''' || '''Vierzylinder''' |- | valign="top" | <!--Einzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/50}} 11kW (15PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 514/51|F1L 514/51 bzw. /1]] 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/2-N}} 11kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F1L 514/51 P}} 11kW (15PS) | valign="top" | <!--Zweizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/50}} 21/22kW (28/30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/53}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/54}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/4}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F2L 514/6}} 25kW (34PS) | valign="top" | <!--Dreizylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/51}} 31kW (42PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/54}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/6}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F3L 514/7}} 37kW (50PS) | valign="top" | <!--Vierzylinder--> * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/4}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|F4L 514/5}} 48kW (65PS) |} === Raupen === [[File:Dozer DK 60.jpg|thumb|Deutz DK 60]] Die DK-Serie (Deutz-Kettenschlepper) wurde ab 1953 eingeführt, um den Bedarf an hoher Zugkraft in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zu decken. Basierend auf den luftgekühlten Motoren der FL 514-Baureihe, umfasste das Portfolio die Modelle DK 60 (Vierzylinder), DK 75 (Vierzylinder) und die schwere Bauraupe DK 90 (Sechszylinder). Während die DK 60 häufig als Pionierraupe beim Militär eingesetzt wurde, spezialisierte sich die DK 75 als Laderaupe für den Erdbau. Die DK 90 zeichnete sich technisch durch eine spezielle Getriebeübersetzung aus, die hohe Rückwärtsgeschwindigkeiten für effiziente Planierarbeiten ermöglichte. Trotz ihrer Robustheit blieben die Raupen aufgrund der aufkommenden leistungsstarken Allrad-Radschlepper Nischenprodukte im Deutz-Programm. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 60}} 44kW (60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 75}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|DK 90}} 66kW (90PS) |} === FL612/712-Serie === [[File:Deutz F1 L 612, Roßdorf 01.jpg|thumb|Deutz F1L 612]] Die FL 612/712-Serie (ca. 1954 bis 1958 als eigenständige Baureihe, danach als Motorenbasis für die D-Serie) war die erste große Nachkriegs-Generation von Deutz, die konsequent auf das Baukastenprinzip setzte. Die Schlepper waren mit luftgekühlten Motoren der Typen FL 612 und später der leistungsstärkeren FL 712 ausgestattet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten und Leistungen von 11 bis 65 PS abdeckten. Charakteristisch waren die runde Motorhaube und die Einführung der Doppelkupplung bei den größeren Modellen, was den Einsatz von zapfwellengetriebenen Geräten erheblich erleichterte. Als Nachfolger der „Stahlschlepper“-Ära (Bauernschlepper) bildete diese Serie das fundamentale Bindeglied zur späteren D-Serie und festigte den Ruf von Deutz für unkomplizierte, luftgekühlte Technik im Massenmarkt. {| class="wikitable" | '''FL612''' (1954-1958) || '''FL712''' (1958-1959) |- | valign="top" | <!--FL612--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 612|F1L 612]] 8kW (11PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/4|F2L 612/4]] 16kW (22PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/5|F2L 612/5]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 612/6|F2L 612/6]] 13kW (18PS) | valign="top" | <!--FL712--> * [[Traktorenlexikon: Deutz F1L 712|F1L 712]] 10kW (13PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/1|F2L 712/1]] 18kW (24PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F2L 712/2|F2L 712/2]] 21kW (28PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F3L 712|F3L 712]] 28/29kW (38/40PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F4L 712|F4L 712]] 37/38kW (50/52PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz F6L 712|F6L 712]] 48kW (65PS) |} === D-Serie === [[File:Deutz D 15 JM 2023 08 12 5D410479.jpg|thumb|Deutz D 15]] [[File:DEUTZ D 40.2.jpg|thumb|Deutz D 40.2]] Die D-Serie wurde ab 1958 eingeführt und markierte den Übergang von den Vorkriegskonstruktionen zur modernen Nachkriegs-Landtechnik bei Deutz. Die Traktoren waren durch ihre markante, runde Motorhaube und die luftgekühlten Motoren der Baureihen FL 612 sowie später FL 712 gekennzeichnet, die nach dem Wirbelkammerverfahren arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte vom Einzylinder D 15 mit 14 PS bis zum ersten Sechszylinder-Radschlepper von Deutz, dem D 80 mit 75 PS (später D 80 L). Mit der Einführung des Deutz-Transferrers zur hydraulischen Kraftheberregelung und einer großen Variantenvielfalt setzte die D-Serie neue Maßstäbe in der Serienfertigung, bevor sie ab 1965 durch die Serie 05 abgelöst wurde. {{Wikipedia1|Deutz D-Serie}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | <!--Standard--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1}} 15kW (20PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.1 S}} 18kW (25PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 25.2}} 15kW (20PS) * [[Traktorenlexikon: Deutz D30/D30S|D 30/D30S]] 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40 S}} 28kW (38PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.1 S}} 28/29kW (38/40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50}} 34kW (46PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 50 S (D 55)}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 80}} 55kw (75PS) | valign="top" | <!--Plantage--> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 15 Plantage}} 10kW (15PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 30 S Plantage}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 40.2 Plantage}} 26kW (35PS) |} === D-05 === [[File:DEUTZ D 90 05.jpg|thumb|Deutz D 90 05-A]] [[File:Deutz D 6005.jpg|thumb|Deutz D 60 05]] Die Serie 05 wurde 1965 als Nachfolger der Serie D eingeführt und bildete die technologische Brücke zur späteren Serie 06. Entgegen der späteren Generationen verfügte sie noch über die charakteristische runde Motorhaube und wurde von den luftgekühlten Motoren der Baureihe FL 812 angetrieben, die überwiegend noch nach dem Wirbelkammerverfahren (Indirekteinspritzung) arbeiteten. Das Leistungsspektrum reichte von ca. 22 bis 80 PS, wobei das Flaggschiff D 8005 als erster Deutz-Großschlepper mit Sechszylindermotor die Ära der modernen Ackergiganten einläutete. Mit ihrer robusten Bauweise und der Einführung verbesserter Getriebevarianten blieb die Serie 05 bis zur Ablösung durch die Serie 06 im Jahr 1968 ein wichtiger Meilenstein für die Zuverlässigkeit luftgekühlter Deutz-Traktoren. {{Wikipedia1|Deutz D-05}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur/Sonstige''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2505}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3005}} 21kW (28PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4505}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5005}} 33kW (45PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6005}} 43kW (58PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8005}} 55kw (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9005}} 62kW (85PS) | valign="top" | <br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4005 P}} 26kW (35PS) <br /><br /><br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5505 Tandem}} 76kW (104PS) |} === Geräteträger === [[File:Deutz Unisuper.jpg|thumb|Deutz Unisuper]] Die Geräteträger Multitrac und Unisuper repräsentieren die Versuche von Deutz, den spezialisierten Markt für Systemfahrzeuge durch Kooperationen mit Fremdherstellern zu erschließen. Da Deutz in den 1950er und 60er Jahren keinen eigenen Geräteträger im Portfolio führte, basierte der Multitrac auf einer Konstruktion der Firma Ritscher. Er wurde von einem luftgekühlten Zweizylinder-Dieselmotor mit 18 PS angetrieben und verfügte über einen teleskopierbaren Rahmen zur Aufnahme von Anbaugeräten zwischen den Achsen. In den späten 1960er Jahren folgte als zweiter Anlauf der Unisuper, der aus einer Zusammenarbeit mit Eicher hervorging und baugleich zum Eicher G 400 war. Dieses Modell war mit einem 40 PS (29,4 kW) starken Dreizylinder-Deutz-Motor ausgestattet und bot durch seine Zweiholmbauweise Platz für eine Pritsche sowie diverse Arbeitsgeräte. Da beide Modelle jedoch nur geringe Stückzahlen erreichten und primär als Ergänzung zum Standardtraktorenprogramm dienten, blieben sie Nischenprodukte. Erst die spätere Entwicklung des eigenständigen Intrac-Systems markierte den echten Durchbruch von Deutz im Bereich der multifunktionalen Systemtraktoren. {| class="wikitable" | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|Unisuper}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|Multitrac}} 13kW (18PS) |} === D-06 === [[File:Oldtimerumzug Aidenbach 2013-08-18 - Deutz 7.JPG|thumb|Deutz D 30 06 (alte Farbgebung)]] [[File:DEUTZ D 130 06 A.jpg|thumb|Deutz D 130 06 A (neue Farbgebung)]] [[File:Deutz D 16006 JM 2023 08 12 5D410134.jpg|thumb|Deutz D 160 06]] Die Serie 06 wurde ab 1968 als Nachfolger der Serie 05 eingeführt und markierte den internationalen Durchbruch von Deutz als technologischem Vorreiter. Ausgestattet mit den legendären luftgekühlten Direkteinspritzern der Serie FL 912 (2- bis 6-Zylinder), deckte sie ein Leistungsspektrum von 25 bis 160 PS ab. Ein Meilenstein war die Einführung des Deutz-Vielstufenschaltgetriebes sowie das markante, kantige Design mit der damals typischen dunkelgrünen Lackierung. Mit dem Topmodell D 130 06 stieß Deutz 1972 zudem erstmals in das Segment der 6-Zylinder-Großschlepper mit über 100 PS vor. Ab 1974 wurde Farbgegung von Smaragdgrün (Blech) auf Deutz-Grün ´74 und von Betongrau (Rumpf) auf Olivegrün umgestellt. Die Baureihe gilt bis heute als Inbegriff der Unverwüstlichkeit und bildete die technische Grundlage für die spätere DX-Serie, bevor sie Anfang der 1980er Jahre abgelöst wurde. Eine Besonderheit bildete der D 160 06, der eigentlich von einem Radlader abgeleitet war und nur zu geringen Stückzahlen produziert wurde. Die Serie 06 war die letzte, die noch vollständig unter dem Namen Deutz gefertigt wurde. Nach der Typenbezeichnung wurden Buchstabenkombinationen angegeben, die die Getriebeausführung bezeichnen. * N (Normalläufer) * S (Schnellgang) * K (Kriechgang) * L (Leichtschaltbar -synchronisiert-) * U (unabhängige Zapfwelle) * D (Duozapfwelle) Ein `D 60 06 -A SKULD` wäre ein D 60 06 Allrad mit vollausgestattetem Getriebe {{Wikipedia1|Deutz D-06}} {| class="wikitable" | '''Normalspur''' || '''Schmalspur''' |- | valign="top" | * {{:Traktorenlexikon: Create|D 2506}} 16kW (22PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4506}} 29kW (40PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006}} 33/35kW (45/48PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5206}} 37kW (51PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5506}} 38kW (52PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6006}} 46kW (62PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6206}} 43/44kW (58/60PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 6806}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7006}} 49kW (67PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7206}} 53kW (72PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 7506}} 55kW (75PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 8006}} 59kW (80PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 9006}} 67kW (92PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 10006}} 74kW (100PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 12006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 13006}} 89kW (120PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 16006}} 118kW (160PS) | valign="top" | <br /> * {{:Traktorenlexikon: Create|D 3006 P}} 22kW (30PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 4006 P}} 26kW (35PS) * {{:Traktorenlexikon: Create|D 5006 V/VA}} 33kW (45PS) |} === INTRAC === [[File:Intrac 2003 A.jpg|thumb|Deutz-Fahr Intrac 2003-A]] Die INTRAC-Baureihe von Deutz (später IN-trac bei Deutz-Fahr) stellt ein wegweisendes Systemschlepper-Konzept dar, das ab 1972 als Antwort auf den MB-trac entwickelt wurde. Das markanteste Merkmal ist die weit nach vorne gerückte Kabine über dem Motor, wodurch eine große Aufbauplattform im Heck und ein vollwertiger Frontanbauraum entstanden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der ersten Generation (Intrac 2000er-Serie) und der zweiten, leistungsstärkeren Generation (Intrac 6.00er-Serie). Die frühen Modelle wie der Intrac 2002, 2003 und 2005 basierten technisch auf der bewährten 06er-Serie und nutzten luftgekühlte Drei-, Vier- und Fünfzylindermotoren. Sie waren als echte Geräteträger konzipiert, die durch drei Anbauräume (Front, Aufbau, Heck) eine enorme Schlagkraft bei kombinierten Arbeitsgängen boten. Der 2004er-INTRAC blieb auch nach der 1981 erfolgten Umbenennung von Deutz zu [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] noch bis 1989 im Angebot. Daher gibt es von diesem Modell sowohl Deutz- als auch Deutz-Fahr-Exemplare. Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon alle '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#INTRAC / IN-trac|INTRAC-Modelle auch unter Deutz-Fahr]]''' geführt. {{Wikipedia1|Deutz INTRAC}} {| class="wikitable" | '''1. Generation'''<br />(1972–1989) || '''2. Generation'''<br />(1987–1990) |- | valign="top" | * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2002|INTRAC 2002]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2003|INTRAC 2003]] * [[Traktorenlexikon: Deutz INTRAC 2004|INTRAC 2004]] * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2005}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2006}} * {{:Traktorenlexikon: Create|INTRAC 2007}} | valign="top" | * ''weitere/jüngere''<br />''Modelle siehe''<br />''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#IN-trac|Deutz-Fahr '''IN-trac''']]'' |} === DX === Traktoren der DX-Reihe wurden ab 1978 produziert. Bis Anfang 1981 wurden sie noch unter dem Markenamen „Deutz“ verkauft, anschließend bis 1995 unter dem Namen [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]]. Manche Modelle der ersten DX-Reihe gibt es daher sowohl als Deutz- als auch als Deutz-Fahr-Traktoren. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#DX|alle DX-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt.'' === D-07 === 1980 wurde noch unter dem Markennamen „Deutz“ die D-07-Serie eingeführt, die von 1981 bis 1990 unter der neugebildeten Marke [[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr|Deutz-Fahr]] umfangreich weitergeführt wurde. ''Der Einfachheit halber werden im Traktorenlexikon '''[[Traktorenlexikon: Deutz-Fahr#D-07|alle D-07-Modelle unter Deutz-Fahr]]''' geführt. == Literatur == * OLDTIMER TRAKTOR Ausgabe 11/2024, Seite 8 ff. == Weblinks == {{Commons|Category:Deutz tractors|Deutz-Traktoren}} {{Wikipedia1|Deutz AG}} {{Wikipedia1|Deutz-Fahr}} * [http://www.deutz-traktoren.de www.deutz-traktoren.de] * [http://www.traktorfreunde-mackenzell.com/main/typentabelledeutz.html Typentabelle Deutz] * [http://www.deutzforum.de www.deutzforum.de] * [http://www.fahrzeugseiten.de/Traktoren/Deutz/deutz.html Fahrzeugseiten Deutz-Traktoren] {{:Traktorenlexikon: Navigation}} r1k4sph3x55dm5xmtcrqhr6gpwg03ua Ing Mathematik: Einleitung 0 11153 1083091 988266 2026-04-10T15:18:27Z Intruder 1513 wurde 1897 nur als Gesetzesvorschlag diskutiert, aber nicht gesetzlich festgelegt (Quelle: [https://www.20min.ch/story/wie-indiana-fast-pi-4-zum-gesetz-gemacht-haette-997047981310]) 1083091 wikitext text/x-wiki {{Navigation_hochvor_buch| hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis| hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure| vortext=Aussagen und Aussagenverknüpfung| vorlink=Ing_Mathematik:_Aussagen_und_Aussagenverknüpfung}} '''Frage''': Warum gibt es ein spezielles Mathematikbuch für Ingenieure in Wikibooks? Es gibt doch bereits tausende Bücher über Mathematik und auch in Wikibooks gibt es Dutzende davon! '''Antwort''': Mathematik ist prinzipiell global (vielleicht auch universell) gültig. Die Mathematikregeln sind in Dschibuti dieselben wie in Österreich, Deutschland und in China. OK, vielleicht sind sie im amerikanischen Bundesstaat Indiana etwas anders. Immerhin wurde dort einst beinahe gesetzlich festgelegt, dass die Kreiszahl <math>\pi = 4</math> ist. Das soll aber eher zum Nachdenken über den Unsinn mancher Gesetze anregen und die Mathematik nicht herabwürdigen. Ein Vorarlberger aus Österreich wird das Geschwätz eines in Plattdeutsch schwadronierenden Niedersachsen nicht verstehen und umgekehrt, obwohl beide Dialekte eigentlich dem deutschen Sprachraum zugerechnet werden. Ähnlich ist es in der Mathematik: Ein Ingenieur wird womöglich gewaltige Schwierigkeiten haben, den mathematischen Ausführungen und der gelungenen Beweisführung eines Fachmathematikers zu folgen. Warum ist dies so? Für die meisten Ingenieure ist die Mathematik nur ein Hilfsmittel zur Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben. Für viele Mathmatiker ist die Beschäftigung mit mathematischen Spezialitäten aber die Lebensgrundlage und häufig einzige berufliche Erfüllung. Während gelungene komplizierte mathematische Beweise bei Mathematikern wahre Begeisterungsstürme hervorrufen, wird der Ingenieur in Gedanken eher ein "Was brauche ich diesen Sch..." formulieren. Anders ausgedrückt: Ingenieure brauchen ein solides Mathematik-Handwerkszeug, mit dem sie ihre Bauwerke und Maschinen auslegen, ihre Modelle simulieren und die technischen Zusammenhänge, Formeln und Gesetze herleiten und nachvollziehen können. Mathematiker stellen nebst manch anderem dieses Handwerkszeug zur Verfügung. Sie sorgen dafür, dass die Mathematik widerspruchsfrei, allgemein gültig und bis ins Kleinste bewiesen ist. Sowohl Ingenieur, wie auch Mathematiker arbeiten mit der Mathematik, aber in vollkommen anderen Kontexten. Jetzt aber in media res, hinein in die Mathematik, oder besser gesagt, was Ingenieure für Mathematik halten. ==Was ist Mathematik?== Mathematik ist eine Sprache zur Beschreibung von Vorgängen in unserer Umwelt. Diese Sprache besteht aus * Wörtern (mathematische Zeichen und Begriffe): +, -, Funktion, 54, ... * Syntax (Grammatik, mathematische Sätze und Regeln), z.B.: <math> (1+x)^{n}>1+n\cdot x </math> ==Modellbildung== # Sammeln von Daten und Informationen hinsichtlich eines Vorganges # Annahmen über den Vorgang in mathematischer Sprache formulieren # Aus diesen Annahmen mathematische Schlüsse ziehen (Erklärungen oder Vorhersagen) # Das Modell an der Realität überprüfen und gegebenenfalls modifizieren {{Navigation_hochvor_buch| hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis| hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure| vortext=Aussagen und Aussagenverknüpfung| vorlink=Ing_Mathematik:_Aussagen_und_Aussagenverknüpfung}} czuetkhinss88pok6r98on50wawidlh 1083092 1083091 2026-04-10T15:27:54Z Intruder 1513 WP-Links hinzu, u. a. Kleinigk. 1083092 wikitext text/x-wiki {{Navigation_hochvor_buch| hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis| hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure| vortext=Aussagen und Aussagenverknüpfung| vorlink=Ing_Mathematik:_Aussagen_und_Aussagenverknüpfung}} '''Frage''': Warum gibt es ein spezielles Mathematikbuch für Ingenieure in Wikibooks? Es gibt doch bereits tausende Bücher über Mathematik und auch in Wikibooks gibt es Dutzende davon! '''Antwort''': Mathematik ist prinzipiell global (vielleicht auch universell) gültig. Die Mathematikregeln sind in Dschibuti dieselben wie in Österreich, Deutschland und in China. OK, vielleicht sind sie im amerikanischen Bundesstaat Indiana etwas anders. Immerhin wurde dort einst beinahe gesetzlich festgelegt, dass die Kreiszahl <math>\pi = 4</math> ist. Das soll aber eher zum Nachdenken über den Unsinn mancher Gesetze anregen und die Mathematik nicht herabwürdigen. Ein Vorarlberger aus Österreich wird das Geschwätz eines in Plattdeutsch schwadronierenden Niedersachsen nicht verstehen und umgekehrt, obwohl beide Dialekte eigentlich dem deutschen Sprachraum zugerechnet werden. Ähnlich ist es in der Mathematik: Ein Ingenieur wird womöglich gewaltige Schwierigkeiten haben, den mathematischen Ausführungen und der gelungenen Beweisführung eines Fachmathematikers zu folgen. Warum ist dies so? Für die meisten Ingenieure ist die Mathematik nur ein Hilfsmittel zur Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben. Für viele Mathmatiker ist die Beschäftigung mit mathematischen Spezialitäten aber die Lebensgrundlage und häufig einzige berufliche Erfüllung. Während gelungene komplizierte mathematische Beweise bei Mathematikern wahre Begeisterungsstürme hervorrufen, wird manch Ingenieur in Gedanken eher ein "Was brauche ich diesen Scheibenkleister" formulieren. Anders ausgedrückt: Ingenieure brauchen ein solides Mathematik-Handwerkszeug, mit dem sie ihre Bauwerke und Maschinen auslegen, ihre Modelle simulieren und die technischen Zusammenhänge, Formeln und Gesetze herleiten und nachvollziehen können. Mathematiker stellen nebst manch anderem dieses Handwerkszeug zur Verfügung. Sie sorgen dafür, dass die Mathematik widerspruchsfrei, allgemein gültig und bis ins Kleinste bewiesen ist. Sowohl Ingenieur, wie auch Mathematiker arbeiten mit der Mathematik, aber in vollkommen anderen Kontexten. Jetzt aber in media res, hinein in die Mathematik, oder besser gesagt, was Ingenieure für Mathematik halten. ==Was ist Mathematik?== Mathematik ist eine Sprache zur Beschreibung von Vorgängen in unserer Umwelt. Diese Sprache besteht aus * Wörtern (mathematische Zeichen und Begriffe): +, -, Funktion, 54, ... * Syntax (Grammatik, mathematische Sätze und Regeln), z.B.: <math> (1+x)^{n}>1+n\cdot x </math> Sehen Sie dazu auch den Wikipedia-Artikel {{W|Mathematik}}. ==Modellbildung== # Sammeln von Daten und Informationen hinsichtlich eines Vorganges # Annahmen über den Vorgang in mathematischer Sprache formulieren # Aus diesen Annahmen mathematische Schlüsse ziehen (Erklärungen oder Vorhersagen) # Das Modell an der Realität überprüfen und gegebenenfalls modifizieren Sehen Sie dazu auch den Wikipedia-Artikel {{W|Mathematisches Modell}} {{Navigation_hochvor_buch| hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis| hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure| vortext=Aussagen und Aussagenverknüpfung| vorlink=Ing_Mathematik:_Aussagen_und_Aussagenverknüpfung}} 9hf6g9gsbnym85ei4ne085sig8mwbxs Ing Mathematik: Zahlenbereiche 0 11387 1083094 1060743 2026-04-10T16:30:45Z Intruder 1513 /* Anordnungsaxiome */ 1083094 wikitext text/x-wiki {{Navigation_zurückhochvor_buch| zurücktext=Funktionen| zurücklink=Ing_Mathematik:_Funktionen| hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis| hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure| vortext=Ungleichungen| vorlink=Ing_Mathematik:_Ungleichungen}} ==Natürliche Zahlen== [[File:Giuseppe Peano.jpg | mini | Giuseppe Peano (1858 - 1932) italienischer Mathematiker]] Aus Wikipedia vom 27. September 2005, 10:04MEZ: Natürliche Zahl (weitergeleitet von Peano-Axiome): ''Es folgt eine Definition der Menge der natürlichen Zahlen <math>\mathbb{N}</math> durch Axiome, die erstmals 1889 von Giuseppe Peano angegeben wurde. Diese Axiome werden Peano-Axiome genannt.'' # ''0 ist eine natürliche Zahl'' # ''Zu jeder natürlichen Zahl n gibt es genau einen Nachfolger n', der ebenfalls eine natürliche Zahl ist.'' # ''Es gibt keine natürliche Zahl, deren Nachfolger 0 ist.'' # ''Zwei verschiedene natürliche Zahlen n und m besitzen stets verschiedene Nachfolger n' und m'. '' # ''Enthält eine Menge X die Zahl 0 und mit jeder natürlichen Zahl n auch stets deren Nachfolger n', so enthält X bereits alle natürlichen Zahlen. (Ist X dabei selbst eine Teilmenge der natürlichen Zahlen, dann ist X gleich der Menge der natürlichen Zahlen.)'' Ob die Null zur Menge der natürlichen Zahlen gehört ist in der Literatur unterschiedlich festgelegt. Oft findet man auch die Unterscheidung <math>\mathbb{N} = \{1,2,3,4,\ldots\}</math> und <math>\mathbb{N}_0 = \{0, 1,2,3,4,\ldots\}</math> Die Addition und Multiplikation sind in <math>\mathbb{N}</math> unbeschränkt durchführbar. <math>a,b,c\in \mathbb{N}</math> ===Assoziativgesetze=== <math>(a+b)+c\ =\ a+(b+c)</math> <math>(ab)c\ =\ a(bc)</math> ===Kommutativgesetze=== <math>a+b\ =\ b+a</math> <math>ab\ =\ ba</math> ===Distributivgesetz=== <math>(a+b)c\ =\ ac\ +\ bc</math> ===Ordnungsrelation=== Die natürlichen Zahlen sind geordnet, es gilt stets genau eine der folgenden Beziehungen <math>a=b;\; a<b;\; a>b</math> ===Neutrales Element bezüglich der Addition=== <math>a+0\ =\ a</math> Null ist das neutrale Element bezüglich der Addition. Die Subtraktion ist mit natürlichen Zahlen nicht uneingeschränkt möglich, z.B. <math>5-8\ =\ ?</math>. Also muss eine Erweiterung des Zahlenbereiches durchgeführt werden <math>\rightarrow \mathbb{Z}</math>. ==Ganze Zahlen== Menge der ganzen Zahlen: <math>\mathbb{Z}=\{\ldots,-2,-1,0,1,2,\ldots\}</math> Die Menge der natürlichen Zahlen ist eine echte Teilmenge der ganzen Zahlen <math>\mathbb{N} \subset \mathbb{Z}</math>. Alle bereits behandelten Rechenregeln für <math>\mathbb{N}</math> gelten auch für <math>\mathbb{Z}</math>. Zuätzlich ist nun auch die uneingeschränkte Subtraktion möglich. Es fehlt aber noch die Division. Man kann z.B. noch keine Gleichung <math>ax\ = \ b; \; a\ne0</math> nach ''x'' uneingeschränkt auflösen. Dies wird erst durch Erweiterung des Zahlenbereiches auf die rationalen Zahlen <math>\mathbb{Q}</math> ermöglicht. ==Rationale Zahlen== Das System der rationalen Zahlen <math>\mathbb{Q}</math> ist die Menge von Zahlen in der Form <math>\frac{b}{a};\; a,b\in\mathbb{Z} \wedge a\ne0</math>. Die ganzen Zahlen <math>\mathbb{Z}</math> sind eine echte Teilmenge der rationalen Zahlen <math>\mathbb{Q}</math>. Die ganzen Zahlen können als <math>\frac{b}{1}</math> aufgefasst werden. Alle Rechenregeln der ganzen Zahlen <math>\mathbb{Z}</math> können für die rationalen Zahlen <math>\mathbb{Q}</math> übernommen werden. Zusätzlich führt die Division nicht aus dem Bereich der rationalen Zahlen <math>\mathbb{Q}</math> heraus. Ein Zahlsystem, im dem zwei Operationen (Addition, Multiplikation), sowie ihre Umkehrungen (Subtraktion, Division mit Ausnahme von Null) unbeschränkt durchführbar sind, heißt Zahlkörper. Alle rationalen Zahlen können Punkten auf einer Zahlengeraden so zugeordnet werden, dass jeder rationalen Zahl ein Punkt entspricht. Aber nicht jeder Punkt der Zahlengeraden läßt sich durch eine rationale Zahl darstellen, so ist zum Beispiel <math>\sqrt{2}</math> keine rationale Zahl. Dies führt zu einer Erweiterung der rationalen Zahlen auf die reellen Zahlen <math>\mathbb{R}</math>. ==Reelle Zahlen== Jedem Punkt auf einer Zahlengeraden ist genau eine reelle Zahl zugeordnet, sie erfüllen die Zahlengerade stetig. Die Menge der reellen Zahlen wird durch das Symbol <math>\mathbb{R}</math> gekennzeichnet. Ein Zahl <math>x\ \in\mathbb{R}\backslash\mathbb{Q}</math> nennt man irrationale Zahl. ===Wichtige Rechenregeln=== * Verbot einer Division durch Null. * Kürzungsregel für die Addition: <math>x+y=x+z\; \Rightarrow\; y=z </math> * Kürzungsregel für die Multiplikation: <math>(xy=xz) \wedge x\ne0\; \Rightarrow\; y=z </math> * <math>-\left(-x\right) = x</math> * <math>-x = \left(-1\right)x</math> * <math>\frac{x}{y}+\frac{z}{w}=\frac{xw+zy}{yw}</math> ===Anordnungsaxiome=== Für <math>x,y,z\in\mathbb{R}</math> gilt * Reflexivität: <math> x\le x</math> * Transitivität: <math> x\le y ,\; y\le z\; \Rightarrow\; x\le z </math> * Antisymmetrie: <math> x\le y\ \wedge\ y\le x\; \Rightarrow\; x=y </math> * Totalordnung: <math>(x\le y) \oplus (y<x)</math> * Monotonie der Addition: <math>(x\le y)\; \Rightarrow\; x+z\le y+z</math> * Monotonie der Multiplikation: <math>(x\le y)\wedge(z\ge 0)\; \Rightarrow\; xz\le yz</math> Auch mit den reellen Zahlen <math>\mathbb{R}</math> können etliche mathematische Probleme nicht ausreichend beschrieben werden. So gibt es zum Beispiel in <math>\mathbb{R}</math> keine Zahl ''x'' mit der die Gleichung <math>x^2+1=0</math> lösbar ist. Dies führt zu einer Erweiterung des Zahlenbereiches auf die komplexen Zahlen <math>\mathbb{C}</math>. Genaueres dazu findet sich z.B. im Kapitel [[Ing_Mathematik:_Komplexe_Zahlen]]. Dem Rechnen mit komplexen Zahlen ist ein eigenes mathematisches Fachgebiet gewidmet - nämlich die Funktionentheorie (auch komplexe Analysis genannt). Siehe zu einer Einführung in dieses Gebiet auch den dritten Band dieser Buchreihe. == Intervalle == ===Beschränkte Intervalle=== Es gelte <math>a, b \in \mathbb{R}\; \wedge\ a<b</math>. ''a'' und ''b'' sind die Endpunkte und ''b''-''a'' die Länge des Intervalls. * Abgeschlossenes Intervall: <math>[a, b] \Leftrightarrow \{x\;|\;a\le x\le b\} </math> * Offenes Intervall: <math>(a, b) \Leftrightarrow \{x\;|\;a < x < b\} </math> * Halboffene Intervalle: <math>\begin{cases}[a, b) \Leftrightarrow \{x\;|\;a\le x < b\} \\ (a, b] \Leftrightarrow \{x\;|\;a < x\le b\} \end{cases}</math> ===Unbeschränkte Intervalle=== Es gelte <math>a \in \mathbb{R}</math> und für das Unendlichkeitssymbol <math>\infty\notin \mathbb{R}</math>. * Abgeschlossene unbeschränkte Intervalle: <math>\begin{cases}[a, \infty) \Leftrightarrow \{x \;|\; x \ge a\} \\ (-\infty,a] \Leftrightarrow \{x \;|\; x \le a\} \end{cases}</math> * Offene unbeschränkte Intervalle: <math>\begin{cases}(a, \infty) \Leftrightarrow \{x\;|x > a\} \\ (-\infty,a) \Leftrightarrow \{x\;|x < a\} \end{cases}</math> {{Navigation_zurückhochvor_buch| zurücktext=Funktionen| zurücklink=Ing_Mathematik:_Funktionen| hochtext=Gesamtinhaltsverzeichnis| hochlink=Ing:_Mathematik_für_Ingenieure| vortext=Ungleichungen| vorlink=Ing_Mathematik:_Ungleichungen}} ot9o19xmem8jtgbhft5tl05kxgn9o5j Diskussion:Ing Mathematik: Einleitung 1 23726 1083093 135489 2026-04-10T15:38:56Z Intruder 1513 Antwort 1083093 wikitext text/x-wiki Der Teil über Mathematiker in der Einleitung ist vollig sinnfrei <small>(nachgetragen von Intruder: 10:26, 12. Mai 2006 von 194.138.39.54)</small> : Wenn der entsprechende Teil nicht gefällt oder sogar falsch ist, bitte korrigieren oder löschen. Ich finde nicht viel Tadelnswertes in diesem Kapitel. --[[Benutzer:Intruder|Intruder]] 17:38, 10. Apr. 2026 (CEST) 1axm1h4rurcb17510tcvzp15yqaiixh Gitarre: D7 Akkord 0 33276 1083100 1036261 2026-04-10T19:32:30Z Mjchael 2222 /* Lektion 14 Der D7-Akkord */ 1083100 wikitext text/x-wiki <noinclude> {{:Gitarre/ Navi|Folkdiplom |<br> {{:Gitarre: Folkdiplom/ Navi Lektionen}} |img=Folkdiplom.gif|bg=#D1F2D4|border=#04442B|color=#04442B|px=150}} </noinclude> {{:Gitarre/ Quintenzirkel-Tabelle|1=KreisG.svg|2=Kreis_D7.svg|3=KreisAm.svg|4=KreisEm.svg|5=KreisX2.svg|12=KreisC.svg|13=G-Dur<br>mit Dominante D7}} Mit dem D7-Akkord lernst du den letzten Akkord für das Folkdiplom. Es gibt noch weitere 7er-Akkorde, die bis zum [[Gitarre: Balladendiplom|Balladendiplom]] warten können. = Lektion 14 <br>Der D7-Akkord = D ist die Dominante, die wieder zurück zum Grundakkord der G-Dur-Tonleiter drängt. Die Dominante ist die fünfte Stufe von G-Dur. <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" % \header { title="Die Stammtonreihe" } %% Diskant- bzw. Melodiesaiten Diskant = { \key g \major g, a, b, c <d a d' fis'> e fis g \bar "|." } %% Layout- bzw. 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Der Ton D kommt als Basston auf der leeren D-Saite vor, also können wir auf den Ton D unter dem Ringfinger verzichten. Um zusätzlich den Ton C zu greifen, müssen die übrigen Finger die Plätze wechseln. :[[Image:Crd D.svg]] [[Image:Crd D7.svg]] == Typische Akkordkombinationen mit D7 == Spiele einmal :[[Image:Crd G.svg|100px]] [[Image:Crd C.svg|100px]] [[Image:Crd D7.svg|100px]] [[Image:Crd G.svg|100px]] Der Zeigefinger vom C kann liegen bleiben. Das macht den Wechsel zum D7 recht einfach. ---- Das Gleiche funktioniert auch mit Am. :[[Image:Crd G.svg|100px]] [[Image:Crd Am.svg|100px]] [[Image:Crd D7.svg|100px]] [[Image:Crd G.svg|100px]] == Drei verschiedene D-Akkorde == Mit dem D7-Akkord kennst du nun schon drei Formen eines D-Akkordes. :[[Image:Crd D.svg|150px]] [[Image:Crd Dm.svg|150px]] [[Image:Crd D7.svg|150px]] Mit ein wenig Routine wirst du die Akkorde immer besser auseinanderhalten können. Früher oder später wird dir auffallen, dass D-Moll oft bei Stücken in der Tonart C-Dur vorkommt. In vielen Liedern kommen F-Dur und Dm gemeinsam vor. Dem D7 folgt meist G-Dur, entweder regulär in der Tonart G-Dur oder als Zwischendominante. {{Fußnoten}} {{:Gitarre:_Liedervorschlag| {{:Gitarre: Liedervorschläge/ D7}} |img=Zupfhand Haltung.svg|bg=#D1F2D4|border=#04442B|color=#04442B|px=150 }}<noinclude> {{Navigation hoch}} </noinclude> kq6k82vve9ge199yoshes3m2agu9ffh 1083101 1083100 2026-04-10T19:33:27Z Mjchael 2222 /* Lektion 14 Der D7-Akkord */ 1083101 wikitext text/x-wiki <noinclude> {{:Gitarre/ Navi|Folkdiplom |<br> {{:Gitarre: Folkdiplom/ Navi Lektionen}} |img=Folkdiplom.gif|bg=#D1F2D4|border=#04442B|color=#04442B|px=150}} </noinclude> {{:Gitarre/ Quintenzirkel-Tabelle|1=KreisG.svg|2=Kreis_D7.svg|3=KreisAm.svg|4=KreisEm.svg|5=KreisX2.svg|12=KreisC.svg|13=G-Dur<br>mit Dominante D7}} Mit dem D7-Akkord lernst du den letzten Akkord für das Folkdiplom. Es gibt noch weitere 7er-Akkorde, die bis zum [[Gitarre: Balladendiplom|Balladendiplom]] warten können. = Lektion 14 <br>Der D7-Akkord = D ist die Dominante, die wieder zurück zum Grundakkord der G-Dur-Tonleiter drängt. Die Dominante ist die fünfte Stufe von G-Dur. <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" % \header { title="Die Stammtonreihe" } %% Diskant- bzw. Melodiesaiten Diskant = { \key g \major g, a, b, c <d a d' fis'> e fis g \bar "|." } %% Layout- bzw. 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Es gibt noch weitere 7er-Akkorde, die bis zum [[Gitarre: Balladendiplom|Balladendiplom]] warten können. = Lektion 14 <br>Der D7-Akkord = D ist die Dominante, die wieder zurück zum Grundakkord der G-Dur-Tonleiter drängt. Dist der fünfte Ton in der G-Dur-Tonleiter daher ist der Akkord D-Dur die fünfte Akkordstufe von G-Dur. <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" % \header { title="Die Stammtonreihe" } %% Diskant- bzw. Melodiesaiten Diskant = { \key g \major g, a, b, c <d a d' fis'> e fis g \bar "|." } %% Layout- bzw. 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Melodiesaiten Diskant = { \key g \major <g, b, d> <a, c e> <b, d fis><c e g> <d fis a> <e g b> <d fis a c'><g b d'> \bar "|." } %% Layout- bzw. Bildausgabe \score { << \new Voice { \clef "treble_8" \time 4/4 \tempo 4 = 120 \set Score.tempoHideNote = ##t \Diskant \addlyrics { G Am Bm C D Em "D7" G } \addlyrics { "1" "2" "3" "4" "5" "6" "Dom7" "1" } } % \new TabStaff { \Diskant } >> \layout {} } %% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde \score { << \unfoldRepeats { \new Staff << \tempo 4 = 120 \time 4/4 \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" \clef "G_8" \Diskant >> } >> \midi {} } %% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format. \paper { indent=0\mm %% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm line-width=180\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> Eine Septime ist der 7. Ton von Grundton aus gezählt. Also zählen wir vom Ton D einfach 7 Töne weiter. <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" % \header { title="Die Stammtonreihe" } %% Diskant- bzw. Melodiesaiten Diskant = { \key g \major \once \override NoteHead #'color = #green d e \once \override NoteHead #'color = #green fis g \once \override NoteHead #'color = #green a b \once \override NoteHead #'color = #red c' \once \override NoteHead #'color = #green d' <d a c' fis'>1^"D7" \bar "|." } %% Layout- bzw. Bildausgabe \score { << \new Voice { \clef "treble_8" \time 4/4 \tempo 4 = 60 \set Score.tempoHideNote = ##t \Diskant \addlyrics { D e "F#" g A b C D } \addlyrics { "1" "2" "3" "4" "5" "6" "7" "8=1" } } \new TabStaff { \Diskant } >> \layout {} } %% Midiausgabe mit Wiederholungen, ohne Akkorde \score { << \unfoldRepeats { \new Staff << \tempo 4 = 120 \time 4/4 \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" \clef "G_8" \Diskant >> } >> \midi {} } %% unterdrückt im raw="!"-Modus das DinA4-Format. \paper { indent=0\mm %% DinA4 = 210mm - 10mm Rand - 20mm Lochrand = 180mm line-width=180\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> *D-Dur besteht aus den Tönen D Fis und A. (1-3-5) *Für den D7 kommt als siebter Ton noch das C hinzu. *D ist auch die Oktave bzw. der 8. Ton der Tonleiter. *Für den praktischen Gebrauch im Musikalltag ist es leichter gleich zur Oktave zu springen und con dieser einen Ganztonschritt abzuziehen. Überlege, wie der Ton C zum D-Dur-Akkord hinzukommen kann. Beim C-Dur Akkord greift der Ringfinger und der Zeigefinger den Ton C. Der Ton D kommt als Basston auf der leeren D-Saite vor, also können wir auf den Ton D unter dem Ringfinger verzichten. Um zusätzlich den Ton C zu greifen, müssen die übrigen Finger die Plätze wechseln. :[[Image:Crd D.svg]] [[Image:Crd D7.svg]] == Typische Akkordkombinationen mit D7 == Spiele einmal :[[Image:Crd G.svg|100px]] [[Image:Crd C.svg|100px]] [[Image:Crd D7.svg|100px]] [[Image:Crd G.svg|100px]] Der Zeigefinger vom C kann liegen bleiben. Das macht den Wechsel zum D7 recht einfach. ---- Das Gleiche funktioniert auch mit Am. :[[Image:Crd G.svg|100px]] [[Image:Crd Am.svg|100px]] [[Image:Crd D7.svg|100px]] [[Image:Crd G.svg|100px]] == Drei verschiedene D-Akkorde == Mit dem D7-Akkord kennst du nun schon drei Formen eines D-Akkordes. :[[Image:Crd D.svg|150px]] [[Image:Crd Dm.svg|150px]] [[Image:Crd D7.svg|150px]] Mit ein wenig Routine wirst du die Akkorde immer besser auseinanderhalten können. Früher oder später wird dir auffallen, dass D-Moll oft bei Stücken in der Tonart C-Dur vorkommt. In vielen Liedern kommen F-Dur und Dm gemeinsam vor. Dem D7 folgt meist G-Dur, entweder regulär in der Tonart G-Dur oder als Zwischendominante. {{Fußnoten}} {{:Gitarre:_Liedervorschlag| {{:Gitarre: Liedervorschläge/ D7}} |img=Zupfhand Haltung.svg|bg=#D1F2D4|border=#04442B|color=#04442B|px=150 }}<noinclude> {{Navigation hoch}} </noinclude> evmxqz37wrueuuhze7qrvyuphudlzj0 1083107 1083105 2026-04-11T00:06:48Z Mjchael 2222 /* Lektion 14 Der D7-Akkord */ 1083107 wikitext text/x-wiki <noinclude> {{:Gitarre/ Navi|Folkdiplom |<br> {{:Gitarre: Folkdiplom/ Navi Lektionen}} |img=Folkdiplom.gif|bg=#D1F2D4|border=#04442B|color=#04442B|px=150}} </noinclude> {{:Gitarre/ Quintenzirkel-Tabelle|1=KreisG.svg|2=Kreis_D7.svg|3=KreisAm.svg|4=KreisEm.svg|5=KreisX2.svg|12=KreisC.svg|13=G-Dur<br>mit Dominante D7}} Mit dem D7-Akkord lernst du den letzten Akkord für das Folkdiplom. Es gibt noch weitere 7er-Akkorde, die bis zum [[Gitarre: Balladendiplom|Balladendiplom]] warten können. = Lektion 14 <br>Der D7-Akkord = D ist die Dominante, die wieder zurück zum Grundakkord der G-Dur-Tonleiter drängt. D ist der fünfte Ton in der G-Dur-Tonleiter daher ist der Akkord D-Dur die fünfte Akkordstufe von G-Dur. <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" % \header { title="Die Stammtonreihe" } %% Diskant- bzw. Melodiesaiten Diskant = { \key g \major g, a, b, c <d a d' fis'> e fis g \bar "|." } %% Layout- bzw. 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Überlege, wie der Ton C zum D-Dur-Akkord hinzukommen kann. Beim C-Dur Akkord greift der Ringfinger und der Zeigefinger den Ton C. Der Ton D kommt als Basston auf der leeren D-Saite vor, also können wir auf den Ton D unter dem Ringfinger verzichten. Um zusätzlich den Ton C zu greifen, müssen die übrigen Finger die Plätze wechseln. :[[Image:Crd D.svg]] [[Image:Crd D7.svg]] == Typische Akkordkombinationen mit D7 == Spiele einmal :[[Image:Crd G.svg|100px]] [[Image:Crd C.svg|100px]] [[Image:Crd D7.svg|100px]] [[Image:Crd G.svg|100px]] Der Zeigefinger vom C kann liegen bleiben. Das macht den Wechsel zum D7 recht einfach. ---- Das Gleiche funktioniert auch mit Am. :[[Image:Crd G.svg|100px]] [[Image:Crd Am.svg|100px]] [[Image:Crd D7.svg|100px]] [[Image:Crd G.svg|100px]] == Drei verschiedene D-Akkorde == Mit dem D7-Akkord kennst du nun schon drei Formen eines D-Akkordes. :[[Image:Crd D.svg|150px]] [[Image:Crd Dm.svg|150px]] [[Image:Crd D7.svg|150px]] Mit ein wenig Routine wirst du die Akkorde immer besser auseinanderhalten können. Früher oder später wird dir auffallen, dass D-Moll oft bei Stücken in der Tonart C-Dur vorkommt. In vielen Liedern kommen F-Dur und Dm gemeinsam vor. 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Nur selten ist es wirklich nötig, genau das Schlagmuster zu nehmen, das auch in einem bestimmten Original verwendet wird. Meist reicht es, diesem nur irgendwie nahe zu kommen. Selbst die Interpreten der Originale spielen selten ein Stück wie das andere, sondern wandeln ein Stück immer wieder etwas ab. Lege dir besser eine Handvoll Schlagmuster zu und wählt aus denen immer eines aus, das dem Stück nahe genug kommt oder das gerade passt. Doch wie eignet man sich überhaupt ein Schlagmuster an? Dabei ist es egal, ob du eines für dein Repertoire suchst oder ob du genau ein Originalmuster hinbekommen möchte. Es ist unpraktisch, hunderte von Schlagmustern auswendig zu lernen. Lerne besser einige praktische Schlagmuster und lernt dann, wie man diese abwandelt. Es gibt allerdings 16 kleine Rhythmus-Pattern, die du auswendig können solltest. Die meisten Schlagmuster im 4/4- oder 12/8-Takt kannst du genau in diese 16 Pattern zerlegen. Und aus den 16 Rhythmus-Pattern kannst du dir hinterher anspruchsvolle Schlagmuster zusammenbasteln. == Grundlegendes == Die folgenden Schlagmuster haben nur vier Arten von Schlägen. ;Es gibt # den Abschlag # den Luftschlag aufwärts # den Luftschlag abwärts # und den Aufschlag. <div style="width:400px;"> <!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab strings EADGHE.svg]][[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]]<!-- Abschlag -->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich -->[[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- Luftschlag auf -->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]]<!-- Luftschlag ab -->[[Image:Tab bar.svg]]<!-- Taktstrich -->[[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- Aufschlag -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> </div> Es mag banal klingen, doch alle folgenden Schlagmuster bauen sich nur aus diesen vier Schlägen auf. Dass man bestimmte Schläge auch stärker oder schwächer ausführen kann oder mal mehr, mal weniger Saiten anschlagen kann, hast du schon im [[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|Folkdiplom]] gelernt. In dieser Lektion wollen wir dies außer Acht lassen. [[Gitarre: Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten|Wie man Schlagmuster und Tabulaturen liest]], setze ich als bekannt voraus. === Das Achtel- und Sechzehntel-Feeling === Beim einfachen 4/4-Schlag werden nicht nur vier Abschläge ausführt, sondern auch vier Luftschläge aufwärts. Du führst also insgesamt 8 Schläge aus. 4 Abschläge werden richtig durchgezogen und 4 Aufschläge berühren die Saiten nicht. Die Bewegung des Arms fasst man als 8el-Feeling zusammen. Die folgenden Schlagmuster haben eine gleichmäßige Auf- und Abbewegung des Armes (Wechselschlag). Wenn man die Schläge doppelt so schnell ausführt, also in einem Takt insgesamt 16 Schläge (Auf-, Ab-, Luftschläge) ausführt, dann spricht man vom 16tel-Feeling. Üblicherweise geht man davon aus, dass Schlagmuster im 16tel-Feeling meist anspruchsvoller sind, weil man schlicht mehr Kombinationsmöglichkeiten hat. Solltest du allerdings Takte im 1/16-Feeling üben, dann lerne diese vorerst halb so schnell (also im 1/8-Feeling). Wenn du das Muster im 1/8-Feeling sicher beherrschst, steigere das Tempo, bis du es auch im 1/16-Feeling kannst. <div style="width:400px;"> ;Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|F F]] Beim Achtel-Feeling ist es vollkommen gleich, ob man richtige Schläge macht... <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]] [[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br />[[Image:Tab strings EADGHE.svg]]<!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> ;Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|0 0]] ...oder bloß Luftschläge ausführt. <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 0 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 0 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> Wenn sehr viele Luftschläge hintereinander folgen, können diese dezenter ausfallen. Mache also keine Pause, dann hast du auch keine Probleme mehr den Takt zu halten. {{merke|Alle Zahlen, die hier gezählt werden, sind Abschläge, alle "und" sind Aufschläge|info=Beachte|px=30}} Das sollte dir noch aus dem Lagerfeuer- und Folkdiplom bekannt sein. === Wiederholung der 4 Grund-Rhythmen === ; [[Gitarre: der Vier-Viertel-Schlag#Der 4.2F4 Schlag | 4/4el-Schlag ]] (Rhythmus 88) [[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br /> [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]] ; [[Gitarre: Eisenbahn und Westernschlag|Eisenbahnschlag]] (Rhythmus FF) [[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br /> [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact dae.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact dae.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]] ; [[Gitarre: Eisenbahn und Westernschlag|Westernschlag]] (Rhythmus BB) [[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br /> [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]] ; [[Gitarre: Lagerfeuerschlag|Lagerfeuerschlag]] (Rhythmus B6) [[Image:Tab spacer.svg|10px|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 2.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br /> [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]] = Die 16 Basis-Takthälften = Wir lernen hier keine vollständigen Takte, sondern Takthälften. Du musst diese Takthälften sowohl am Taktanfang, als auch in der Takthälften richtig auszählen könne. Und solange du sie lernst, laut und deutlich. ;Rhythmus AA55 mit Luftschlägen Die ganze Kunst besteht darin, bei diesem Schlagmuster mal die Saiten zu berühren und mal nicht. Wenn man die Saiten nicht berührt, werden sogenannten Luftschläge ausgeführt.<br /> <div style="width:380px; border: 1px black solid;"> [[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Platzhalter -->[[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab end.svg]] </div> *Im ersten Takt werden nur Abschläge (engl. Downbeats) ausgeführt. Die Aufschläge sind dort Luftschläge. * Im zweiten Takt werden nur Aufschläge (Upbeats) ausgeführt * Schläge auf den betonten Zählzeiten werden auch Onbeat genannt. * Schläge auf unbetonten Zählzeiten werden auch Offbeat genannt. Im Allgemeinen werden die Luftschläge nicht extra angezeigt. Nur für diese Übung werden sie besonders deutlich hervorgehoben.<br /> <div style="width:380px; border: 1px black solid;"> [[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Platzhalter -->[[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab end.svg]] </div> Beachte beim Üben, dass es eigentlich zwei einzelne Takthälften sind. ;Tipp * Wir zählen die Takte rückwärts, damit du für die ersten Übungen wenigstens die "1" hast. Das ist etwas einfacher. * <span class="noprint">Um den Rhythmus besser erfassen zu können, wurde einigen Schlagmuster eine einfache Schlagzeugbegleitung oder ein Basslauf hinterlegt.</span> * Solltest du einige Barré-Akkorde NOCH nicht kennen oder sollten sie dir noch nicht geläufig sein, kannst du die Übungen auch mit einfachen Akkorden üben (ggf. mit Capo). * Es steht dir natürlich frei jede beliebige Akkordfolge zu verwenden. ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|F F]]== ;(C F) G <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- F -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Ein 14-55er" subtitle="(Rhythmus FF)" encoder="mjchael" } myC = { < c-3 e-2 g c'-1 e'>8 < e-2 g c'-1 e'>8 8 8 } myF = { < f, c f a' c' f'>8 < c f a' c' f'>8 8 8 } myG = { < g, d g b' d' g'>8 < d g b' d' g'>8 8 8 < g, d g b' d' g'>8 < d g b' d' g'>8 8 8 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myC \myF \myG \myC \myF \myG } } \score { << \new ChordNames { \chordmode { c1 f g }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < c-3 e-2 g c'-1 e'>1 % C < f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 c8 \downbow % 1 8 \upbow % + 8 \downbow % 2 8 \upbow % + 8 \downbow % 3 8 \upbow % + 8 \downbow % 4 8 \upbow % + }\addlyrics { "1 " "+ " "2 " "+ " "3 " "+ " "4 " "+ " } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 130 \time 4/4 \key a \minor \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } < c-3 e-2 g c'-1 e'>1 } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> <small> Siehe [[Gitarre:_Akkordprogressionen/_Ein_14-55er|Ein 14-55er]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|E E]]== ;Am G F E4-3 <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- E -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- E -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Andalusische Kadenz" subtitle="(Rhythmus EE)" encoder="mjchael" } myAm = { < a, e a cis' e' a'>8 8 4 8 8 4 } myG = { < g, d g b' d' g'>8 8 4 8 8 4 } myF = { < f, c f a' c' f'>8 8 4 8 8 4 } myEsus = { < e, b, e a' b' e'>8 8 4 } myE = { < e, b, e gis' b' e'>8 8 4 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myAm \myG \myF \myEsus \myE} } \score { << \new ChordNames { \chordmode { a1:m g f e2:sus4 e }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < a,-1 e-2 a-3 cis'-1 e'-1 a'-1>1 % Am < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G < f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1> % F < e, b,-2 e-3 a-4 b e'>2 % Esus4 < e, b,-2 e-3 gis-1 b e'> % E } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 <a,>8 \downbow % 1 <a,> \upbow % + <a,>4 \downbow % 2 % <a,>8 \downbow % 3 <a,> \upbow % + <a,>4 \downbow % 4 % }\addlyrics { "1 " "+ " "2 . " "3 " "+ " "4 . " } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 130 \time 4/4 \key a \minor \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } < a,-1 e-2 a-3 cis'-1 e'-1 a'-1>1 } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> <small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Ein 65-43er (die andalusische bzw. spanische Kadenz)|Ein 65-43er (die andalusische bzw. spanische Kadenz)]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|D D]]== ;auch mit Em G D A (Capo=2) <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- D -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- D -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Millennium Progression" subtitle="Rhythmus DD" encoder="mjchael" } myFism = { < fis, cis fis a cis>8 <cis fis a cis fis'>4 8 < fis, cis fis a cis>8 <cis fis a cis fis'>4 8 } myA = { < a, e a cis'>8 <e a cis' e'>4 8 < a, e a cis'>8 <e a cis' e'>4 8 } myE = { < e, b, e gis b>8 <b, e gis b e'>4 8 < e, b, e gis b>8 <b, e gis b e'>4 8 } myB = { < b, fis b dis'>8 <fis b dis' fis'>4 8 < b, fis b dis'>8 <fis b dis' fis'>4 8 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myFism \myA \myE \myB} } \score { << \new ChordNames { \chordmode { fis1:m a e b }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < fis,-1 cis-3 fis-4 a-1 cis'-1 fis'-1 > % F#m < a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A < e, b,-2 e-3 gis-1 b e' > % E < b,-1 fis-2 b-3 dis'-4 fis'-1 > % B } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 fis,8 \downbow % 1 4 \upbow % + 8 \upbow % + 8 \downbow % 3 4 \upbow % + 8 \upbow % + }\addlyrics { "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+" } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 120 \time 4/4 \key e \major \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } < fis,-1 cis-3 fis-4 a-1 cis'-1 fis'-1 >1 } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> <small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Millenium-Akkordfolgen|Die Millenium-Akkordfolgen]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|C C]]== ; auch Am F C G (Capo 2) <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- C -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- C -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Pop-Formel in Moll" subtitle="(Rhythmus CC)" encoder="mjchael" } myD = { < d a d'>8 <d a d'>8~ 4 < a d fis'>8 <a d fis'>8~ 4 } myA = { < a, e a>8 <a, e a>8~ 4 < a cis' e'>8 <a cis' e'>8~ 4 } myBm = { < b, fis b>8 <b, fis b>8~ 4 < b d' fis'>8 <b d' fis'>8~ 4 } myG = { < g, d g >8 <g, d g>8~ 4 < b d' g' >8 <b d' g'>8~ 4 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myBm \myG \myD \myA } } \score { << \new ChordNames { \chordmode { b1:m g d a }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G < d a-1 d'-3 fis'-2> % D < a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 d8 \downbow % 1 8~ \upbow 4 % + 8 \downbow % 3 8~ \upbow 4 % + 8 \downbow % 1 4. \upbow % + 8 \downbow % 3 4. \upbow % + }\addlyrics { "1 " "+ . . " "3 " "+ . ." "1 " "+ . . " "3 " "+ . ." } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 160 \time 4/4 \key d \major \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 16 { \myDiskant } < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> Warte 2 Takte und spiele D A Bm G. Du kannst auch mittendrin wechseln, wie es Axis of Awesome mit ihrem 4-Four-Chord-Song gemacht haben. In der Notation kann dir entweder eine überbundene Note begegnen oder eine punktierte. Die Schreibweise ändert nichts an der Länge der Noten. Jeder Komponist oder Arrangeur hat da seine eigenen Vorlieben. <small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Pop-Punk-Progression|Die Pop-Punk-Progression]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|B B]]== ;auch G Am C G (Capo=2) <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- B -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- B -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> ;auch G Am C G (Capo=2) <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Ein 12-41er in A" subtitle="(Rhythmus DD)" encoder="mjchael" } myA = { < a, e a>4 <a cis' e'>8 8 < a, e a>4 <a cis' e'>8 8 } myBm = { < b, fis b>4 <b d' fis'>8 8 < b, fis b>4 <b d' fis'>8 8 } myD = { < a, d a>4 <a d' fis'>8 8 < a, d a>4 <a d' fis'>8 8 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myA \myA \myBm \myBm \myD \myD \myA \myA } } \score { << \new ChordNames { \chordmode { a:1 b:m d a }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm < a, d a-1 d'-3 fis'-2 > % D < a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 fis,4 \downbow % 1 8 \downbow % 2 8 \upbow % + 4 \downbow % 3 8 \downbow % 4 8 \upbow % + 4 \downbow % 1 8 \downbow % 2 8 \upbow % + 4 \downbow % 3 8 \downbow % 4 8 \upbow % + }\addlyrics { "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+ " "1 . " "2 " "+ " "3 . " "4 " "+ " } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 130 \time 4/4 \key e \major \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } < e, b,-2 e-3 gis-1 b e' >1 } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> * {{Youtube-Suche|MASHUP+Dont+Worry+Be+Happy+Whats+Up|Don't Worry Be Happy / Whats Up (MASHUP)}} <small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Ein 12-41er|Ein 12-41er]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|A A]]== ;auch mit Am Em (4x) Dm Em (Capo=5) <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- A -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- A -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Lemon Tree Intro" subtitle="4/4-Schlag (Rhythmus AA)" encoder="mjchael" } myEm = { < e, b, e>4 <g b e'> < e, b, e> <g b e'> } myBm = { < b, fis b\3>4 <b\3 d' fis'> < b, fis b\3> <b\3 d' fis'> } myBmBbm = { < b, fis b\3>4 <b\3 d' fis'> < b, fis b d' fis'> < bes, f bes des' f'> } myAm = { < a, e a>4 <a c' e'> < a, e a> <a c' e'> } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myEm \myBm } \myEm \myBmBbm \break \myAm \myBm < e, b, e g b e'>2 b,4 d e2 < \parenthesize g'\3 \parenthesize b'\2 \parenthesize e''\1 > } \score { << \new ChordNames { \chordmode { e1:m b:m bes:m a:m }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < e, b,-2 e-3 g b e' > % Em < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1 > % Bm < bes,-1 f-3 bes-4 des'-2 f'-1 > % Bbm < a, e-2 a-3 c'-1 e' > % Am } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 <e, b, e>4 \downbow %1 <g b e'>4 \downbow %2 <e, b, e>4 \downbow %3 <g b e'>4 \downbow %4 }\addlyrics { "1 . " "2 . " "3 . " "4 ." } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 120 \time 4/4 \key g \major \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> <small> Siehe [[Gitarre:_der_Bm-Akkord#Lemon-Tree-Begleitung|Lemon-Tree Begleitung]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|9 9]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 9 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 9 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> ;auch C Am Dm G (Capo=2) <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Ein 16-25er in D" subtitle="(Rhythmus 99)" encoder="mjchael" } myD = { < a, d a d'>4. <d a d' fis'>8 < a, d a d'>4. <d a d' fis'>8 } myBm = { < b, fis b d'>4. <fis b d' fis'>8 < b, fis b d'>4. <fis b d' fis'>8 } myEm = { < e, b, e g >4. <e g b e'>8 < e, b, e g >4. <e g b e'>8 } myA = { < a, e a cis'>4. <e a cis' e'>8 < a, e a cis'>4. <e a cis' e'>8 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myD \myD \myBm \myBm \myEm \myEm \myA \myA } } \score { << \new ChordNames { \chordmode { d:1 b:m e:m a }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < a, d a-1 d'-3 fis'-2 > % D < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm < e, b,-2 e-3 g b e' > % Em < a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 fis,4. \downbow % 1 8 \upbow % + 4. \downbow % 3 8 \upbow % + 4~ \downbow % 1 8 % 2 8 \upbow % + 4~ \downbow % 3 8 % 4 8 \upbow % + }\addlyrics { "1 . . " " + " "3 . ." "+ " "1 . . " " + " "3 . . " " + " } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 130 \time 4/4 \key e \major \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } < a, d a-1 d'-3 fis'-2 >1 } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|8 8]]== :Ein einfacher 2/2 Takt <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 8 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 8 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Hey Joe" subtitle="(Rhythmus 88 und 00)" encoder="mjchael" } %% Strumming Pattern myC = { <c g c' e' g'>2 2 } myG = { < g, d g b' d' g'>2 2 } myD = { <d a d' fis' a'>2 2 } myA = { < a, e a cis' e' a'>2 2 } myE = { < e, b, e gis' b' e'>1 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myC \myG \myD \myA \myE r1 r r } } up = \drummode { hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8 } down = \drummode { <bd snare>4 sn bd sn4 } myDrum = { \new DrumStaff << \new DrumVoice { \voiceOne \up } \new DrumVoice { \voiceTwo \down} >> } %% Chords \score { << \new ChordNames { \chordmode { c1 g d a e r r r }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >1 % C < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G < d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D < a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-1 > % A \break < e, b,-2 e-3 gis-1 b e'>1 %1 <d,><d,><d,> } \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 c2 \downbow % 1 2 \downbow % 2 2 \downbow % 3 2 \downbow % 4 c2 \downbow % 1 2 \downbow % 2 2 \downbow % 3 2 \downbow % 4 1 \downbow % 1 r1 r1 r1 % }\addlyrics { "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 . "2 "3 . "2 "1 (2 3 4)"1 "(2 2 3 4)"1 "(3 2 3 4)"1 "(4 2 3 4)"1} % \myDrum >> \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 130 \time 4/4 \key a \minor \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } } \unfoldRepeats \repeat volta 64 { \myDrum } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=100\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|7 7]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 7 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 7 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> {{Todo|Fertigmachen!|Mjchael|Rockdiplom}} ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|6 6]]== Das ist die zweite Hälfte vom Lagerfeuerschlag <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 6 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 6 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="G-Dur-Kadenz" subtitle="(Rhythmus 66)" encoder="mjchael" } myC = { r8 < c-3 e-2 g c'-1 e'>8 4 r8 < c-3 e-2 g c'-1 e'>8 4 } myD = { r8 < a, d a d' fis' >8 4 r8 < a, d a d' fis' >8 4 } myG = { r8 < g, b, d g b' g'>8 4 r8 < g, b, d g b' g'>8 4 } myDiskant = { \repeat volta 8 { \myG \myC \myD \myG } } up = \drummode { hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8 } down = \drummode { <bd snare>4 sn bd sn4 } myDrum = { \new DrumStaff << \new DrumVoice { \voiceOne \up } \new DrumVoice { \voiceTwo \down} >> } \score { << \new ChordNames { \chordmode { g1 c d g }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < g,-3 b,-2 d g b g'-4> % G < c-3 e-2 g c'-1 e'>1 % C < a, d a-1 d'-3 fis'-2> % D < g,-3 b,-2 d g b g'-4> % G } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 r8 8 \upbow % + 4 \downbow % 2 r8 8 \upbow % + 4 \downbow % 2 r8 8 \upbow % + 4 \downbow % 2 r8 8 \upbow % + 4 \downbow % 2 }\addlyrics { "+" "2" "." "+"8 "4" "+" "2" "." "+"8 "4" } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 130 \time 4/4 \key a \minor \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 2 { \myDiskant } } \unfoldRepeats \repeat volta 64 { \myDrum } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|5 5]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 5 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 5 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> ;G Bm C D • C D G D Spiele zur Not einen H7 ohne Zeigefinger (=Hm7). Das Voicing ist nicht optimal, aber zur Not hilft es, bis du den Bm kannst. Der erste Abschlag dient nur um die 1 im Ohr zu haben. Dannach folgen nur noch Offbeats. Aus dem etwas schnelleren jamaikanischen Tanzrhythmus Ska (55) hat sich später der etwas langsamere Reggae (22) entwickelt. Wundere dich aber nicht, wenn die Begriffe mal synonym gebraucht werden. <!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Kingston Town" subtitle="Ska (Rhythmus 55)" encoder="mjchael" } %% Strumming Pattern myGg = { < g, d g >8 8 r8 < g, d g b' d' g'>8 r8 < g, d g b' d' g'>8 r8 < g, d g b' d' g'>8 } myG = { r8 < g, d g b' d' g'>8 r8 < g, d g b' d' g'>8 r8 < g, d g b' d' g'>8 r8 < g, d g b' d' g'>8 } myBm = { r8 < b, fis b d' fis> r8 < b, fis b d' fis> r8 < b, fis b d' fis> r8 < b, fis b d' fis> } myD = { r8 <d a d' fis' a'>8 r8 <d a d' fis' a'>8 r8 <d a d' fis' a'>8 r8 <d a d' fis' a'>8 } myC = { r8 <c g c' e' g'>8 r8 <c g c' e' g'>8 r8 <c g c' e' g'>8 r8 <c g c' e' g'>8 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myGg \myBm \myC \myD \myC \myD \myG \myD } } up = \drummode { hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8 } down = \drummode { <bd snare>4 sn bd sn4 } myDrum = { \new DrumStaff << \new DrumVoice { \voiceOne \up } \new DrumVoice { \voiceTwo \down} >> } %% Chords \score { << \new ChordNames { \chordmode { g1 b:m c d }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1> % Bm < d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1> % D < c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >1 % C } >> \layout{} } \score { << \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 g8 \downbow % 1 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow % + r8 g8 \upbow \mark "sim." % }\addlyrics { "1" " + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " ". + " } % \myDrum >> } \score { << % midi \tempo 4 = 100 \time 4/4 \key a \minor \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } } \unfoldRepeats \repeat volta 64 { \myDrum } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=100\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> * {{Youtube-Suche|Kingston+Town+UB40|Kingston Town (UB40)}} ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|4 4]]== → <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<!-- Halb -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 4 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 4 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> {{Todo|Fertigmachen!|Mjchael|Rockdiplom}} ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|3 3]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 3 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 3 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> {{Todo|Fertigmachen!|Mjchael|Rockdiplom}} ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|2 2]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> ;Tipp: Haue bei der 1 und bei der 3 bewusst daneben. <!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Royals (LORDE) Chorus" subtitle="Reggae (Rhythmus 22)" encoder="mjchael" } myD = { r4 < d a d' fis'>4 r4 4 } myA = { r4 < a, e a cis' e'>4 r4 4 } myC = { r4 < c e g c' e'>4 r4 4 } myBm = { r4 < b, fis b d' fis'>4 r4 4 } myG = { r4 < g, d g b d' g'>4 r4 4 } myDiskant = { \repeat volta 2 { \myD \myD \myC \myG} } up = \drummode { hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8 } down = \drummode { <bd snare>4 sn bd sn4 } myDrum = { \new DrumStaff << \new DrumVoice { \voiceOne \repeat volta 8 {\up}} \new DrumVoice { \voiceTwo \repeat volta 8 {\down}} >> } \score { << \new ChordNames { \chordmode { d1 d c g }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < d a-1 d'-3 fis'-2> % D < d a-1 d'-3 fis'-2> % D % < a, e-1 a-2 cis'-3 e' > % A % < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1>1 % Bm < c-3 e-2 g c'-1 e'> %C < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1> % G } >> } \score { \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)" \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 r4 d4 \downbow % 2 r4 d4 \downbow % 4 r4 d4 \downbow % 2 r4 d4 \downbow % 4 }\addlyrics { ". . 2 . " ". . 4 . " ". . 2 . " ". . 4 . " } \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 140 \time 4/4 \key d \major \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)" { \unfoldRepeats \repeat volta 16 { \myDiskant } < d a-1 d'-3 fis'-2>1 % D } \unfoldRepeats \repeat volta 32 { \myDrum } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=80\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> Warte 2 Takte und spiele Bm G D A. Du kannst auch mittendrin wechseln, wie es Axis of Awesome mit ihrem 4-Four-Chord-Song gemacht haben. * {{Youtube-Suche|I'm+yours+somewhere+over+the+rainbow+don't+worry+be+happy|I'm Yours /Somewhere over the rainbow / Don't worry be happy (Meshup)}} <small> Siehe [[Gitarre: Akkordprogressionen/ Die Pop-Punk-Progression|Die Pop-Punk-Progression]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|1 1]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 1 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]]<!-- 1 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --> ;auch mit einfachen Akkorden spielbar. Zähle: :1 und 2 <u>'''und'''</u> 3 und 4 <u>'''und'''</u> <score sound="1" raw="1"> \version "2.20.0" \header { title="Dominantenkette" subtitle="(Rhythmus 11)" encoder="mjchael" } myBass = \relative c, { e8 dis cis b a'8 gis fis e | d8 cis b a g'8 fis e d | c8 b a g f'8 e d c | b8 a g fis fis a b dis } %% Strumming Pattern myE = {r8 r8 r8 <e b e' gis' b' >8} myA = {r8 r8 r8 <a, e a cis' e' a'>8} myD = {r8 r8 r8 <d a d' fis' a' >8} myG = {r8 r8 r8 <g, d g b d' g' >8} myC = {r8 r8 r8 <c g c' e' g' >8} myF = {r8 r8 r8 <f, c f a c' f' >8} myBBsept = { r8 r8 r8 < b, fis b dis' fis' b' >8 r8 r8 r8 < b, fis a dis' fis' b' >8} myDiskant = { \repeat volta 2 { \myE \myA \myD \myG \myC \myF \myBBsept } } up = \drummode { hh8 8 8 8 | halfopenhihat openhihat hh8 8 } down = \drummode { bd4 sn bd sn } myDrum = { \new DrumStaff << \new DrumVoice { \voiceOne \up } \new DrumVoice { \voiceTwo \down} >> } \score { << \new Staff \with { \omit StringNumber } { \clef "bass_8" \set Staff.midiInstrument = #"electric bass (pick)" \myBass } %{ \new TabStaff \with { stringTunings = "#bass-tuning" } { \myBass } %} \new ChordNames { \chordmode { e2 a d g c2 f b b:7 }} \new FretBoards { \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5 \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation = #'landscape < e-1 b-2 e'-3 gis'-4 b'-1>2 % E < a,-1 e-3 a-4 cis'-2 e'-1 a'-2> 2 %A < d-1 a-2 d'-3 fis'-4 a'-1 >2 % D < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 >2 % G < c-1 g-2 c'-3 e'-4 g'-1 >2 % C < f,-1 c-3 f-4 a-2 c'-1 f'-1>2 % F < b,-1 fis-3 b-4 dis'-2 fis'-1 b'-1 >2 % B < b,-1 fis-3 a-1 dis'-2 fis'-1 b'-1 >2 % B } \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" }{ \improvisationOn \override NoteHead.X-offset = 0 r8 r8 r8 c8 \upbow % 1 r8 r8 r8 c8 \upbow % 3 r8 r8 r8 c8 \upbow % 1 r8 r8 r8 c8 \upbow % 3 r8 r8 r8 c8 \upbow % 1 r8 r8 r8 c8 \upbow % 3 r8 r8 r8 c8 \upbow % 1 r8 r8 r8 c8 \upbow % 3 % }\addlyrics { ". . . + " ". . . + " ". . . + " ". . . + " ". . . + " ". . . + " ". . . + " ". . . + " } % \myDrum >> \layout{} } \score { << % midi \tempo 4 = 80 \time 4/4 \key a \minor \new Voice = "mySong" { \unfoldRepeats \repeat volta 8 { \myBass}} \new Voice { \set Staff.midiInstrument = #"electric bass (finger)" { \unfoldRepeats \repeat volta 4 { \myDiskant } <e b e' gis' b' >1 }} \unfoldRepeats \repeat volta 32 { \myDrum } >> \midi{} } \paper { indent=0\mm line-width=100\mm oddFooterMarkup=##f oddHeaderMarkup=##f % bookTitleMarkup=##f scoreTitleMarkup=##f } </score> {{Todo|Herausfinden, wie man Bass-Tabulaturen richtig anzeigen kann. E-Bass-Tabs werden nicht richtig angezeigt.|Rockdiplom|Mjchael}} <small> Siehe [[Gitarre:_Akkordfolgen_erweitern#Dominantenkette|Akkordfolgen erweitern (Lektion 6) Dominantenkette]]</small> ==Rhythmus [[Liederbuch/ Zeichenvorlage Takt Module|0 0]]== <!-- Zählen -->[[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Schlagmuster -->[[Image:Tab start.svg]]<!-- Start -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1 -->[[Image:Tab break.svg]]<!-- Takthälfte -->[[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]][[Image:Tact0 eadgbe.svg]][[Image:Tact0 ebgdae.svg]]<!-- 1 -->[[Image:Tab end.svg]]<!-- Ende --></div><!-- Platzhalter für einfacheres Kopieren --> {{clear}} Der letzte Takt00 scheint auf den ersten Blick ein wenig unsinnig zu sein, aber beim Beispiel zum Rhythmus 88 (Hey Joe) gibt es eine Takthälfte (beim E) und ganze Takte, die ohne Schläge auskommen. Damit hast du 16 Module bzw. Takthälften, die du wahllos miteinander kombinieren kannst. Einen Großteil der Rhythmen, die dir im Musik-Alltag begegnen, lassen sich auf diese 16 einfachen Takthälften reduzieren. == Übung == Bastele dir aus diesen 16 Modulen einen Rhythmus wie im Baukastensystem von Lego. Picke dir täglich eine Takthälfte von 8 bis F heraus (eine, die mit einem Abschlag anfängt) und füge als zweite Takthälfte nacheinander alle Schlagmuster von 0 bis F an. Du kannst dazu jede beliebige Akkordfolge verwenden. Wie wäre es mit der Pop-Formel G D Em C? ;Beispiel *Rhythmus 8{{rot|0}}: A - - - {{rot|- - - -}} *Rhythmus 8{{rot|1}}: A - - - {{rot|- - - V}} *Rhythmus 8{{rot|2}}: A - - - {{rot|- - A -}} *Rhythmus 8{{rot|3}}: A - - - {{rot|- - A V}} *Rhythmus 8{{rot|4}}: A - - - {{rot|- V - -}} *Rhythmus 8{{rot|5}}: A - - - {{rot|- V - V}} *Rhythmus 8{{rot|6}}: A - - - {{rot|- V A -}} *Rhythmus 8{{rot|7}}: A - - - {{rot|- V A V}} *Rhythmus 8{{rot|8}}: A - - - {{rot|A - - -}} *Rhythmus 8{{rot|9}}: A - - - {{rot|A - - V}} *Rhythmus 8{{rot|A}}: A - - - {{rot|A - A -}} *Rhythmus 8{{rot|B}}: A - - - {{rot|A - A V}} *Rhythmus 8{{rot|C}}: A - - - {{rot|A V - -}} *Rhythmus 8{{rot|D}}: A - - - {{rot|A V - V}} *Rhythmus 8{{rot|E}}: A - - - {{rot|A V A -}} *Rhythmus 8{{rot|F}}: A - - - {{rot|A V A V}} A = Abschlag, V = Aufschlag, - = Luftschlag. Als zweite Übung pickst du dir eine Takthälfte von 0 bis F heraus, setzt diese als zweite Takthälfte, und exerzierst die Pattern 8 bis F als erste Takthälfte durch. Die Übungen kannst du auch ohne Gitarre machen, z.B. bei einer Bus- oder Zugfahrt. Nutze die Hosennaht als Ersatz für die Gitarrensaiten. ;Beispiel *Rhythmus {{rot|8}}8: {{rot|A - - -}} A - - - *Rhythmus {{rot|9}}8: {{rot|A - - V}} A - - - *Rhythmus {{rot|A}}8: {{rot|A - A -}} A - - - *Rhythmus {{rot|B}}8: {{rot|A - A V}} A - - - *Rhythmus {{rot|C}}8: {{rot|A V - -}} A - - - *Rhythmus {{rot|D}}8: {{rot|A V - V}} A - - - *Rhythmus {{rot|E}}8: {{rot|A V A -}} A - - - *Rhythmus {{rot|F}}8: {{rot|A V A V}} A - - - =Beispiel: Rhythmus 895A = == Der Balladenschlag == Taktmuster im 16tel-Feeling werden doppelt so schnell gespielt. Wenn du sie das erste Mal übst, behandele sie wie ein zweitaktiges Schlagmuster. Spiele es also halb so schnell wie es notiert ist. So kannst du den Takt wie beim 8el-Feeling zählen. Klappt das zweitaktige Schlagmuster, spiele es immer schneller bis das Tempo passt. ;4 einzelne Takthälften 8 = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]] + 9 = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]] + 5 =[[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]] + A = [[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]] = 895A ; ergeben 895A = [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab break.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tab bar.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebgdae.svg|10px]][[Image:Tab break.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact eadgbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]] Dieses Schlagmuster lässt sich auch doppelt so schnell spielen. In einigen Lehrbüchern findet man eine Variante, bei dem man die 1/16-Schläge mit dem Buchstaben "e" zählt. Also würde dieses für unser Beispiel folgendermaßen aussehen: 1 e + e 2 e + e : 3 e + e 4 e + e (Grundtakt) 1 . . . 2 . . e : . e . e 4 . + . (Schlagmuster) Zum Üben empfehle ich dir in diesem Fall das Schlagmuster wie 2 Takte im 4/4-Takt durchzuzählen, und anfangs das Schlagmuster langsam zu üben. Später kann man das dann schneller spielen. Du zählst wie gewohnt, nur doppelt so schnell. 1 + 2 + 3 + 4 + | 1 + 2 + 3 + 4 + (Grundtakt) 1 . . . 3 . . + | . + . + 3 . 4 . (Schlagmuster) Takte gleich im Sechzentel-Feeling zu zählen, kannst du später mal üben, wenn du die einfachere Variante um Achtel-Feeling sicher beherrschst. Weitere [[Gitarre: Variationen beim Balladenschlag|Varianten zu diesem Schlagmuster]] werden in einer der nächsten Lektionen vorgestellt. == Rhythmus 895A versetzt == Der oben gezeigte Balladenschlag wurde in der einfachen Version gezeigt. Aber schon vom Lagerfeuerschlag wissen wir, dass er sich besser anhört, wenn er etwas versetzt gespielt wird. Doch sehr oft werden nicht alle möglichen Betonungen und Akzentuierungen, Dämpfungen und sonstigen Verzierungen der einzelnen Schläge gezeigt und man muss sie selbst herausfinden. Wie in diesem Beispiel: [[Image:Tab spacer.svg|10px]][[Image:Tab 1.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab plus.svg|10px]][[Image:Tab 3.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab 4.svg|10px]][[Image:Tab 0.svg|10px]][[Image:Tab spacer.svg|10px]]<br /><!-- Platzhalter --> [[Image:Tab start.svg|10px]][[Image:Tact ead.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tab bar.svg|10px]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact0.svg|10px]][[Image:Tact ebg.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tact gbe.svg|10px]][[Image:Tact0 u.svg|10px]][[Image:Tab end.svg|10px]] == Rhythmus 895A == ... sondern alle Schläge werden über die ganzen Linien durchgezogen angezeigt. Der Spieler muss sich selbst überlegen, wie er den Takt betonen möchte. <div style="width:380px; border: 1px black solid;"> [[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Platzhalter --> [[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab end.svg]] </div> ;Hörbeispiel mit der [[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen#Die Akkorde|Akkordfolge Am7 Dm7 G7 Cj7 - Fj7 Hm7b5 Esus4 E]] {{Audio|Rhythm_895A_circle_progression Am.mid|Rhythm_895A_circle_progression Am}} und das wäre auch schon das erste Schlagmuster. Dieses Schlagmuster hat eine sehr große Ähnlichkeit zum Lagerfeuer-Schlag, wird jedoch über zwei Takte ausgeführt. Dieses Schlagmuster lässt sich also sehr gut für etwas langsamere Lieder einsetzen, und erhält daher den sprechenden Namen: '''Balladen-Schlag'''. Es eignet sich besonders gut für die Lieder, bei denen ein einfacher Lagerfeuerschlag zu langsam ist, aber zwei Lagerfeuerschläge in der gleichen Zeit (also doppelt so schnell) viel zu schnell wären. Ebenso kann er zwei Lagerfeuerschläge hintereinander ersetzen. Beachte, dass dann der Akkordwechsel auf das letzte "und" des ersten Taktes erfolgt (ähnlich wie beim Schnellen Griffwechsel). Man nennt dieses "vorgezogener Griffwechsel". Das einzige wirkliche "Anfänger-Problem" sind die Luftschläge beim Balladenschlag. Es müssen wirklich drei Luftschläge nach der "1" ausgeführt werden, und noch einmal zwei Luftschläge nach der "3". === Liedvorschlag für den Rhythmus 895A=== * Akkordfolge von White Flag &copy; (Dido) in E-Moll (Original in Dm) {| !Intro |width="30px"| !Verse |width="30px"| !Chorus |- | {| !G ||Hm |} |width="30px"| | {| !Em ||Em ||Bm||Bm |- !Em ||Em ||Bm||Bm |- !D || D ||Am||Bm |} |width="30px"| | {| !C||G||Am||Em |- !C||G||D||Am |} |} == Rhythmus AB5A == Wer das mit den Luftschlägen noch nicht gleich hinbekommen sollte, kann auch vorerst versuchen, am Anfang nur Abschläge zu spielen. Doch der Aufschlag sollte kurz vor dem zweiten Takt erfolgen. [[Image:Tab spacer.svg]][[Image:Tab 1.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 2.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab plus.svg]][[Image:Tab 3.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab 4.svg]][[Image:Tab 0.svg]][[Image:Tab spacer.svg]]<br /><!-- Platzhalter --> [[Image:Tab start.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tab bar.svg]]<!-- Platzhalter -->[[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact0.svg]][[Image:Tact ebgdae.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tact eadgbe.svg]][[Image:Tact0 u.svg]][[Image:Tab end.svg]] Der Takt kommt schon um einiges rhythmischer daher. Und wer ganz mutig ist, der kann ja versuchen, diesen Schlag etwa doppelt so schnell bei "breakfast at Tiffany's" (Deep Blue Something) anzuwenden. Ebenso gibt es noch die Möglichkeit, die Luftschläge nicht als Luftschläge auszuführen, sondern als gedämpfte Schläge (siehe [[Gitarre: Schlagmuster 9000|Schlagmuster 9 0 0 0]]). Und wenn man dieses alles berücksichtigt, und auch noch die Techniken anwendet, die hier noch gar nicht erwähnt worden sind, kann man sich sicher sein, dass man noch lange nicht alle Möglichkeiten, die einem ein Rhythmus bietet, ausgelotet hat. = Tipp zum Heraushören von Schlagmuster = Ein Schlagmuster auf Anhieb herauszuhören ist nicht leicht. Man benötigt einiges an Erfahrung. Und einige Erfahrungen sammelt man dadurch, dass man einige Schlagmuster lernt. So findet man viel leichter etwas Vergleichbares. ;Beispiel: [[Gitarre: Diatonischer Quintfall in Am mit Samba-Rhythmen|Samba-Rhythmen]] Und wenn man ein ähnliches Schlagmuster kennt, dann ist es mehr die Aufgabe, das bekannte Schlagmuster so lange zu variieren, bis es dem Original so weit nahe kommt, dass es für die eigenen Ansprüche reicht. (Es muss nicht immer 100% wie das Original klingen!) ;vgl: [[Gitarre: Folkdiplom - Rhythmus-Variationen|Einfache Variationen der Grundschläge]] Beim Zuhören des unbekannten Stückes sollte man mit dem Fuß wippen oder mit dem Kopf wippen oder mit der Schlaghand den Beat mitschlagen. Man kann auch alles gleichzeitig machen. Man muss halt nur so schnell mitwippen, wie der Beat ist. Das ist halb so schnell wie die kleinste Zähleinheit. Wenn also die Schläge in 16tel sein sollten, dann wippt man mit dem Fuß/Kopf im 8el-Takt. Jeder "Tapp" bzw. jedes vorwärts Nicken ist eine 1 und entspricht einem Abschlag. Jedes "und" bzw. jedes rückwärts-Nicken entspricht einem Aufschlag. Man richtet sein Zählen immer so ein, dass man bis 4 zählen kann. So bleibt die Sache halbwegs übersichtlich und man bekommt mit, wann nur Abschläge kommen und wann Aufschläge mit dabei sind und wann der Rhythmus stark synkopiert ist. Man wendet das Gleiche an, was man schon für das Durchzählen eines Taktes eingeübt hat. :[[image:Lagerfeuerschlag 2Takte.png]] Wenn es immer noch zu schwer sein sollte, dann schrecke man nicht davor zurück, das Musikstück langsamer abzuspielen, was sich bei einem Midi und einem guten Midiplayer sehr leicht bewerkstelligen lässt und was sich mit einem entsprechenden MP3-Player für den PC auch mit MP3-Dateien machen lässt. Wer keinen Player finden sollte, der ein Musikstück langsamer abspielen kann, der sollte nicht davor zurückschrecken, mit einem MP3-Editor das Stück so zu verlangsamen, dass das Heraushören kein Problem mehr macht. Und wenn alle Stricke reißen, hilft es immer noch, eine Tabulatur des Stückes anzusehen. Dieses gehört dann aber mehr zum "Schlagmuster lernen" als zum "Schlagmuster heraushören". <div class="noprint"> =Exkurs: wie kommt es zu den Bezeichnungen der Takte bzw. Takthälften?= Es gibt insgesamt 16 Module, die durchnummeriert worden sind. Die Schlagmuster-Module sind nicht rein zufällig durchnummeriert worden, sondern sie orientieren sich an den [[w:Hexadezimalsystem|Hexadezimalsystem]], das mit 16 Ziffern arbeitet und am [[w:Dualsystem|Dualsystem]], das nur mit 1 und 0 als Ziffer arbeitet. Das heißt, für die Wikibooks wurden den einzelnen Rhythmus-Bausteinen Namen von 0 bis 9 und von A bis F gegeben. Jeder, der sich schon mal mit Hexadezimalzahlen befasst hat, wird ganz schnell mit dieser Bezeichnung klarkommen, und der kann es für Übungen nutzen (insbesondere wenn man wenig Ahnung von Computer hat, denn dort werden sie ständig benutzt). Wer noch nie etwas davon gehört hat, und meint, das sei alles viel zu kompliziert, dem sei gesagt: Es sind nur 16 Bezeichnungen, die man ganz schnell mal nachschlagen kann. Die Nummerierung 0 bis 9 sollten keine Probleme machen. Aber anstelle 10 bis 15 weiter zu nummerieren, wurden hier die [[w:Hexadezimal|Hexadezimalzahlen]] A bis F verwendet. A = 10; B = 11; C = 12; D = 13; E = 14 und F = 15. *0 = 0000<sub>2</sub> *1 = 0001<sub>2</sub> *2 = 0010<sub>2</sub> *3 = 0011<sub>2</sub> *4 = 0100<sub>2</sub> *5 = 0101<sub>2</sub> *6 = 0110<sub>2</sub> *7 = 0111<sub>2</sub> *8 = 1000<sub>2</sub> *9 = 1001<sub>2</sub> = 9<sub>16</sub> *10 = 1010<sub>2</sub> = A<sub>16</sub> *11 = 1011<sub>2</sub> = B<sub>16</sub> *12 = 1100<sub>2</sub> = C<sub>16</sub> *13 = 1101<sub>2</sub> = D<sub>16</sub> *14 = 1110<sub>2</sub> = E<sub>16</sub> *15 = 1111<sub>2</sub> = F<sub>16</sub> Dembach würde der Rhythmus 895A folgendermaßen entschlüsselt: *8 = 1000<sub>2</sub> *9 = 1001<sub>2</sub> *5 = 0101<sub>2</sub> *A<sub>16</sub> =10<sub>10</sub> = 1010<sub>2</sub> 8 + 9 + 5 + 16 bzw. 8 + 9 + 5 + A = 1000 + 1001 + 0101 + 1010 wobei jede 1 ein Schlag und jede 0 ein Luftschlag ist. Aber du brauchst dir das Hexadezimal-System, wie schon gesagt, nicht zu merken, du kann es auch einfach hier nachschlagen, dich die 16 Takt-Module silltest du bei jeder Gelegenheit wiedererkennen können. Wenn du dich ein wenig mit Mathematik auskennst, dann kannst du selbst ausrechnen, dass es für einen einfachen 4/4-Takt im 8el-Feeling, (also aus einem Takt, der aus zwei Takt-Modulen besteht) 16x16 also 256 Möglichkeiten gibt. Alle 256 Kombinationen werden auch in der Praxis angewandt. Bei zweitaktigen Schlagmustern oder eintaktige im 16tel-Feeling gibt es schon 256x256 also 65536 mehr oder weniger sinnvolle Möglichkeiten. <div class="noprint"> =Web-Links= *[https://youtube.com/watch?v=lvq-ucNkf8s Andreas Januschke von Fingerfux] fasst auf YouTube alles nochmal kurz zusammen. * [http://gitarrespielen.net/schlagmuster-4-4-gitarre www.gitarrespielen.net] Schlagmuster für populäre Songs mit Hörbeispielen. * [http://www.gitarrenbeginner.de/schlagmuster-fuer-gitarre/ www.gitarrenbeginner.de] liefert gute Hörbeispiele für diese Übung. *[https://www.gitarrenunterrichtzuerich.ch/blog/rhythmen/basic-guitar-rhythms www.gitarrenunterrichtzuerich.ch] Viele Beispiele von Schlagmustern. {{:Vorlage:Navigation hoch}} 6d80b0m0toqtj4mafdhaqjiywykehg7 Gitarre: Liedervorschläge/ G Em C D 0 68846 1083117 1080411 2026-04-11T07:02:38Z Mjchael 2222 /* (4) Griffwechsel G Em C D */ Eleanor Rigby The Beatles 1083117 wikitext text/x-wiki === (4) [[Gitarre: G Em C D|Griffwechsel G Em C D]]=== ;Tipp Übe anfangs hauptsächlich Lieder mit der Akkordkombination G-Em-C-D. Bevorzuge besonders die, bei denen jeder Akkord zwei Takte lang ausgehalten wird. Nach sehr kurzer Zeit automatisiert sich der Wechsel und du kannst dich mehr dem Singen zuwenden. Die Grifffolge G-Em-C-D erleichtert die folgende Lektion mit dem [[Gitarre: schneller Griffwechsel |schnellen Griffwechsels]]. Die anderen vorgeschlagenen Lieder dienen später zur Wiederholung. {{todo|Mehr gemeinfreie Lieder mit den Akkorden G Em C D (ohne schnellen Griffwechsel) finden. |Mjchael|Lagerfeuerdiplom}} # [[Gitarre: Liedbeispiel 4a|Spanish Lady]] (irisches Volkslied / Irish Folk) # [[Gitarre: Liedbeispiel 4b|Whiskey in the Jar]] # [[Gitarre: Liedbeispiel 4c|Laudato Si]] {{grün|(!!!)}} (christl.Liedgut) #{{Youtube-Suche|His×Latest+Flame+von+Elvis+Presley|His Latest Flame (Elvis Presley)}} {{grün|(!!!)}} '''G Em (X-x) C D ...''' #{{Youtube-Suche|Hero+Enrique+Iglesias|Hero (Enrique Iglesias)}} G Em C D (verse) G D C - (chorus) #{{Youtube-Suche|The+Boppers+i+wonder+why|I wonder why (The Boppers)}} # {{Youtube-Suche|Hey+Hey+Baby|Hey Hey Baby (Refrain)}} '''G G Em Em; C D G G # {{Youtube-Suche|Let's+Twist+again+Chubby+Checker)|Let's Twist again (Chubby Checker)}} '''//: G G Em Em; C C D D; G G Em Em; C D(7) G G; C C G G; C C D D(7) ://''' # {{Youtube-Suche|Love+the+Lord|Love the Lord}} '''G G Em Em; C C D D''' (christliches Liedgut) #{{Youtube-Suche|Ritchie+Valens+Oh+Donna|Oh Donna (Ritchie Valens)}} #{{Youtube-Suche|Speedy+Gonzales+Pat+Boone|Speedy Gonzales (Pat Boone)}} Capo=2 #{{Youtube-Suche|Kalin+Twins+When|When (The Kalin Twins)}} (ab der 3. Strophe) # {{Youtube-Suche|Stand+By+Me+Ben+E+King|Stand By Me (Ben E. King)}} '''//: G G Em Em; C D G G ://'''{{grün|(!!!)}} # {{Youtube-Suche|Walking+in+Memphis+Marc+Cohn|Walking in Memphis (Marc Cohn/Cher)}} '''C C D D; G G Em Em''' (ggf. Capo=5) # {{Youtube-Suche|Viva+La+Vida+Coldplay|Viva La Vida (Coldplay)}} {{grün|(!!!)}} '''//: C C D D; G G Em Em ://''' (statt Bm im Original einfach G spielen)<br />Begleitvorschlag: 4/4- + Lagerfeuerschlag<br><code>1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 .</code><br><code>A - A - A - A - | A - A V - V A -</code><br>:Original<br><code>1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 .</code><br><code>A - A - A - A V | - V - V A - A -</code> #:<div style="margin-left:-2.5em;">'''Die Popformel G D Em C oder Em C G D''' # {{Youtube-Suche|Someone+Like+You+Adele|Someone Like You (Adele)}}(Original In A = Capo 2. Bund) # {{Youtube-Suche|Superman+Boyce+Avenue|Superman (Boyce Avenue Cover)}}( In A = Capo=2| Original in C = Capo=5) # {{Youtube-Suche|Max+Giesinger+80+Millionen|80 Millionen(Max Giesinger)}} '''C G D Em''' # {{Youtube-Suche|Glasperlenspiel+Geiles+Leben|Geiles Leben (Glasperlenspiel)}} ''' Em C G D''' (Capo = 1) #:<div style="margin-left:-2.5em;">'''Zusammengesetzte Akkordfolgen mit G Em C D und/oder G D Em C'''</div> # {{Youtube-Suche|Father+and+Son+Cat+Stevens)|Father and Son (Cat Stevens)}} '''//G D Em C; G Em C D//''' nur am ende vom "Sohn" '''(C D) G C G C''' # {{Youtube-Suche|Let+it+Be+Beatles|Let it Be (Beatles)}} '''G D Em C; G D C G // Em D C G; D D C G''' # {{Youtube-Suche|Country+Roads+John+Denver|Country Roads (John Denver)}} ''' //: G G Em Em; D D C G ;// G G D D; Em Em C C; G G D D; C C G G''' #{{Youtube-Suche|Perfect+Ed+Sheerhan|Perfect (Ed Sheerhan)}} #:<div style="margin-left:-2.5em;">'''andere mit Em'''</div> # {{Youtube-Suche|Das+Ist+Dein+Leben+Philipp+Dittberner|Das Ist Dein Leben (Philipp Dittberner)}} # {{Youtube-Suche|Mark+Forster+Wir+sind+groß|Wir sind groß (Mark Forster)}} '''Em G D C''' # {{Youtube-Suche|Lady+in+Black+Uriah+Heep)|Lady in Black (Uriah Heep)}} '''Em---; D D Em Em''' # {{Youtube-Suche|Eleanor+Rigby+Beatles|Eleanor Rigby The (Beatles)}} # {{Youtube-Suche|Zombie+Cranberries|Zombie (Cranberries)}} '''Em C G D''' #{{Youtube-Suche|Lord+I+Lift+Your+name+On+High|Lord I Lift Your name On High (Rick Founds)}} '''G C D C''' (6x) '''G / C D Em C/ D G C G ''' # {{Youtube-Suche|Die+Immer+Lacht+Kerstin+Ott|Die Immer Lacht (Kerstin Ott)}} # {{Youtube-Suche|Pompeii+Bastille|Pompeii (Bastille)}} ggf. Capo=2 # {{Youtube-Suche|Dieser+Weg+Xavier+Naidoo)|Dieser Weg (Xavier Naidoo)}} '''G D Em Em''' (Original ist einen Halbton tiefer) # {{Youtube-Suche|Calm+After+The+Storm+Common+Linnets|Calm After The Storm (Common Linnets)}} '''G Em C G''' # {{Youtube-Suche|99+Luftballons+Nena|99 Luftballons (Nena)}} '''D Em G A'''<br /> • Capo=2 # {{Youtube-Suche|Marry+You+Bruno+Mars|Marry You (Bruno Mars)}} '''D - Em - G - D - ''' • Capo=3 # {{Youtube-Suche|Mad+World+Gary+Jules)|Mad World(Tears for Fears / Gary Jules)}} '''//:Em G D A ://''' {{tipp|Nicht alle Lieder können in einer Unterrichtseinheit angespielt werden. Der Rest dient für spätere Wiederholungen des Lehrstoffs; für Nachzügler die eine Lektion versäumt haben, damit es den anderen nicht zu langweilig wird, sowie als Pausenfüller, wenn einige der kommenden Lektionen zu anstrengend werden, und man mal wieder was spielen will, das dann einfach sein wird. |px=30}} <noinclude> {{Notiz| <pre># {{Youtube-Suche||()}} //:''' ''':// (DD)</pre> # Diese Vorlage wird zum einen in der aktuellen Lektion verwendet. # Dann wird sie in der Zusammenfassung des [[Gitarre: Lagerfeuerdiplom Liedbeispiele|Lagerfeuerdiplom ]] gebraucht # und zuletzt wird es für den [[Gitarre: Liedervorschläge|Gesamtüberblick ]] benötigt Diese Vorlage erleichtert es die Listen aneinander anzugleichen.}} [[Kategorie:Bucheigene Vorlage]] </noinclude> rttuha7533l0y2us80m0yadwqweg97l 1083118 1083117 2026-04-11T07:03:53Z Mjchael 2222 /* (4) Griffwechsel G Em C D */ 1083118 wikitext text/x-wiki === (4) [[Gitarre: G Em C D|Griffwechsel G Em C D]]=== ;Tipp Übe anfangs hauptsächlich Lieder mit der Akkordkombination G-Em-C-D. Bevorzuge besonders die, bei denen jeder Akkord zwei Takte lang ausgehalten wird. Nach sehr kurzer Zeit automatisiert sich der Wechsel und du kannst dich mehr dem Singen zuwenden. Die Grifffolge G-Em-C-D erleichtert die folgende Lektion mit dem [[Gitarre: schneller Griffwechsel |schnellen Griffwechsels]]. Die anderen vorgeschlagenen Lieder dienen später zur Wiederholung. {{todo|Mehr gemeinfreie Lieder mit den Akkorden G Em C D (ohne schnellen Griffwechsel) finden. |Mjchael|Lagerfeuerdiplom}} # [[Gitarre: Liedbeispiel 4a|Spanish Lady]] (irisches Volkslied / Irish Folk) # [[Gitarre: Liedbeispiel 4b|Whiskey in the Jar]] # [[Gitarre: Liedbeispiel 4c|Laudato Si]] {{grün|(!!!)}} (christl.Liedgut) #{{Youtube-Suche|His×Latest+Flame+von+Elvis+Presley|His Latest Flame (Elvis Presley)}} {{grün|(!!!)}} '''G Em (X-x) C D ...''' #{{Youtube-Suche|Hero+Enrique+Iglesias|Hero (Enrique Iglesias)}} G Em C D (verse) G D C - (chorus) #{{Youtube-Suche|The+Boppers+i+wonder+why|I wonder why (The Boppers)}} # {{Youtube-Suche|Hey+Hey+Baby|Hey Hey Baby (Refrain)}} '''G G Em Em; C D G G # {{Youtube-Suche|Let's+Twist+again+Chubby+Checker)|Let's Twist again (Chubby Checker)}} '''//: G G Em Em; C C D D; G G Em Em; C D(7) G G; C C G G; C C D D(7) ://''' # {{Youtube-Suche|Love+the+Lord|Love the Lord}} '''G G Em Em; C C D D''' (christliches Liedgut) #{{Youtube-Suche|Ritchie+Valens+Oh+Donna|Oh Donna (Ritchie Valens)}} #{{Youtube-Suche|Speedy+Gonzales+Pat+Boone|Speedy Gonzales (Pat Boone)}} Capo=2 #{{Youtube-Suche|Kalin+Twins+When|When (The Kalin Twins)}} (ab der 3. Strophe) # {{Youtube-Suche|Stand+By+Me+Ben+E+King|Stand By Me (Ben E. King)}} '''//: G G Em Em; C D G G ://'''{{grün|(!!!)}} # {{Youtube-Suche|Walking+in+Memphis+Marc+Cohn|Walking in Memphis (Marc Cohn/Cher)}} '''C C D D; G G Em Em''' (ggf. Capo=5) # {{Youtube-Suche|Viva+La+Vida+Coldplay|Viva La Vida (Coldplay)}} {{grün|(!!!)}} '''//: C C D D; G G Em Em ://''' (statt Bm im Original einfach G spielen)<br />Begleitvorschlag: 4/4- + Lagerfeuerschlag<br><code>1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 .</code><br><code>A - A - A - A - | A - A V - V A -</code><br>:Original<br><code>1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 .</code><br><code>A - A - A - A V | - V - V A - A -</code> #:<div style="margin-left:-2.5em;">'''Die Popformel G D Em C oder Em C G D''' # {{Youtube-Suche|Someone+Like+You+Adele|Someone Like You (Adele)}}(Original In A = Capo 2. Bund) # {{Youtube-Suche|Superman+Boyce+Avenue|Superman (Boyce Avenue Cover)}}( In A = Capo=2| Original in C = Capo=5) # {{Youtube-Suche|Max+Giesinger+80+Millionen|80 Millionen(Max Giesinger)}} '''C G D Em''' # {{Youtube-Suche|Glasperlenspiel+Geiles+Leben|Geiles Leben (Glasperlenspiel)}} ''' Em C G D''' (Capo = 1) #:<div style="margin-left:-2.5em;">'''Zusammengesetzte Akkordfolgen mit G Em C D und/oder G D Em C'''</div> # {{Youtube-Suche|Father+and+Son+Cat+Stevens)|Father and Son (Cat Stevens)}} '''//G D Em C; G Em C D//''' nur am ende vom "Sohn" '''(C D) G C G C''' # {{Youtube-Suche|Let+it+Be+Beatles|Let it Be (Beatles)}} '''G D Em C; G D C G // Em D C G; D D C G''' # {{Youtube-Suche|Country+Roads+John+Denver|Country Roads (John Denver)}} ''' //: G G Em Em; D D C G ;// G G D D; Em Em C C; G G D D; C C G G''' #{{Youtube-Suche|Perfect+Ed+Sheerhan|Perfect (Ed Sheerhan)}} #:<div style="margin-left:-2.5em;">'''andere mit Em'''</div> # {{Youtube-Suche|Das+Ist+Dein+Leben+Philipp+Dittberner|Das Ist Dein Leben (Philipp Dittberner)}} # {{Youtube-Suche|Mark+Forster+Wir+sind+groß|Wir sind groß (Mark Forster)}} '''Em G D C''' # {{Youtube-Suche|Lady+in+Black+Uriah+Heep)|Lady in Black (Uriah Heep)}} '''Em---; D D Em Em''' # {{Youtube-Suche|Eleanor+Rigby+Beatles|Eleanor Rigby The (Beatles)}} nur '''Em''' und '''C''' # {{Youtube-Suche|Zombie+Cranberries|Zombie (Cranberries)}} '''Em C G D''' #{{Youtube-Suche|Lord+I+Lift+Your+name+On+High|Lord I Lift Your name On High (Rick Founds)}} '''G C D C''' (6x) '''G / C D Em C/ D G C G ''' # {{Youtube-Suche|Die+Immer+Lacht+Kerstin+Ott|Die Immer Lacht (Kerstin Ott)}} # {{Youtube-Suche|Pompeii+Bastille|Pompeii (Bastille)}} ggf. Capo=2 # {{Youtube-Suche|Dieser+Weg+Xavier+Naidoo)|Dieser Weg (Xavier Naidoo)}} '''G D Em Em''' (Original ist einen Halbton tiefer) # {{Youtube-Suche|Calm+After+The+Storm+Common+Linnets|Calm After The Storm (Common Linnets)}} '''G Em C G''' # {{Youtube-Suche|99+Luftballons+Nena|99 Luftballons (Nena)}} '''D Em G A'''<br /> • Capo=2 # {{Youtube-Suche|Marry+You+Bruno+Mars|Marry You (Bruno Mars)}} '''D - Em - G - D - ''' • Capo=3 # {{Youtube-Suche|Mad+World+Gary+Jules)|Mad World(Tears for Fears / Gary Jules)}} '''//:Em G D A ://''' {{tipp|Nicht alle Lieder können in einer Unterrichtseinheit angespielt werden. Der Rest dient für spätere Wiederholungen des Lehrstoffs; für Nachzügler die eine Lektion versäumt haben, damit es den anderen nicht zu langweilig wird, sowie als Pausenfüller, wenn einige der kommenden Lektionen zu anstrengend werden, und man mal wieder was spielen will, das dann einfach sein wird. |px=30}} <noinclude> {{Notiz| <pre># {{Youtube-Suche||()}} //:''' ''':// (DD)</pre> # Diese Vorlage wird zum einen in der aktuellen Lektion verwendet. # Dann wird sie in der Zusammenfassung des [[Gitarre: Lagerfeuerdiplom Liedbeispiele|Lagerfeuerdiplom ]] gebraucht # und zuletzt wird es für den [[Gitarre: Liedervorschläge|Gesamtüberblick ]] benötigt Diese Vorlage erleichtert es die Listen aneinander anzugleichen.}} [[Kategorie:Bucheigene Vorlage]] </noinclude> s1ngqivo23ckpac2yhw28232ah9s6ac Traktorenlexikon: Dexheimer 380 Si 0 87580 1083097 902170 2026-04-10T19:27:22Z ~2026-13031-95 115704 /* Steuergeräte */ 1083097 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Dexheimer |HERSTELLER= Dexheimer}} {{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox | HERSTELLER = Dexheimer | MODELLREIHE = 300 Si | MODELL = 380 Si | BILD = Dexheimer 380SI.jpg | BILDBESCHREIBUNG = Dexheimer 480 Si | BAUWEISE = Blockbauweise | PRODUKTIONSBEGINN = 1995 | PRODUKTIONSENDE = 2001 | STÜCKZAHL = | EIGENGEWICHT = 2290 | LÄNGE = 3300 | BREITE = 1170 | HÖHE = 2250 | RADSTAND = 1930 | BODENFREIHEIT = 300 | SPURWEITE = | SPURWEITE VORNE = 800 | SPURWEITE HINTEN = 790 | WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = | WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE = 1600 Hinterrad innen | BEREIFUNG VORNE = 9.0/75-16 | BEREIFUNG HINTEN = 320/70 R 24 | LEISTUNG KW = 55 | LEISTUNG PS = 75 | NENNDREHZAHL = 2200 | ZYLINDER = 3 | HUBRAUM = 3117 | DREHMOMENTANSTIEG = 31 | KRAFTSTOFF = Diesel | KÜHLSYSTEM = Wasser | ANTRIEBSTYP = Allrad | GETRIEBE = 12/12 | HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 32 | KATEGORIESORTIERUNG = Dexheimer 380 Si }} Der Dexheimer 380 Si unterscheidet sich vom [[Traktorenlexikon: Dexheimer 360 Si|360 Si]] durch seinen Turbolader welcher eine Leistungssteigerung von 11 kW (15 PS) erzielt. ==Motor== * wassergekühlter, stehender Dreizylinder-Reihen-Dieselmotor mit Turbolader von MWM, Typ ''TD 226B-3“ * Bohrung/Hub: 105/120 mm * Verteilereinspritzpumpe von Bosch * Direkteinspritzverfahren ==Kupplung== * Zweifachkupplung ==Getriebe== * Synchron-Wendegetriebe mit 12 Vor- und Rückwärtsgängen, geschaltet in drei Gruppen und vier Gängen, von Carraro Typ 509 ==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts== {| class="wikitable" style="text-align:right" ! colspan="7" | Geschwindigkeit in km/h |- ! !! colspan="2" | Kriechgruppe !! colspan="2" | Langsamgruppe !! colspan="2" | Schnellgruppe |- ! !! rückw. !! vorw. !! rückw. !! vorw. !! rückw. !! vorw. |- | 1. Gang || 1,3 || 1,5 || 3,7 || 4,3 || 8,5 || 9,6 |- | 2. Gang || 1,9 || 2,2 || 4,4 || 5,3 || 10,6 || 12,6 |- | 3. Gang || 2,3 || 2,8 || 5,6 || 6,5 || 16,3 || 19,2 |- | 4. Gang || 3,0 || 3,5 || 6,7 || 7,8 || 27,2 || 32,0 |} ==Zapfwelle== * Heckzapfwelle mit 540/min, 750/min oder Wegezapfwelle lastschaltbar * auf Wunsch Frontzapfwelle 1000/min elektronisch lastschaltbar mit Anlaufverzögerung ==Bremsen== * 4+4 Ölbadscheibenbremse, automatische Allradzuschaltung (Integriertes Bremssystem IBS) ==Achsen== * vorne: Lenktriebachse Carraro Typ 2009, 55° Lenkeinschlag, 15° Pendelwinkel, elektrohydraulische Differentialsperre, Planetenantriebe ==Lenkung== * hydraulische Lenkung mit load-sensing-System ==Hydrauliksystem und Kraftheber== * Zweikreishydraulikanlage mit 41 + 18 l/min * Kraftheber hinten: Hubkraft 2500 kg, Hub 750 mm, elektronische Hubwerksregelung, elektrohydraulische Neigungsverstellung, Unterlenkerseitenerriegelung (links, recht, parallel und zentral) * Kraftheber vorne: auf Wunsch Hubkraft Hubkraft 1750 kg ==Steuergeräte== * 2 x elektrohydraulische mit Mengenteiler * 1 x einfachwirkend * 1x doppelwirkend * 2 x doppelwirkend (Einhebel-Kreuzschaltung) * Bis zu 9 Hydraulikanschlüsse vorne und 8 hinten ==Elektrische Ausrüstung== * Drehstromlichtmaschine: 14 V, 65 A, 910 Watt * Batterie: 12 V, 100 Ah, 500 A * Digitales Boardinfosystem ==Maße und Abmessungen== * zul. Gesamtgewicht: 4600 kg ==Bereifung== {| class="wikitable" style="text-align:right" ! vorne !! 7,5L-15 !! 7,50-16 !! 9,0/75-16 !! 2060/70R16 !! 10.0/75-15,3 |- | Breite in mm || 1030 || 1050 || 1090 || 1150 || 1170 |- ! hinten !! 11,2R24 !! 124R24 !! 320/70R24 !! 360/70R24 !! 440/65R24 |- | Breite in mm || 1040 || 1130 || 1170 || 1250 || 1420 |} * Die untereinander stehende Reifengrößen für vorne und hinten sind Werksempfehlungen ==Füllmengen== * Tankinhalt: 74 l ==Verbrauch== * 207 g/kWh, 152 g/PS ==Kabine== * Integral-Komfortkabine mit Schottwand und Ergo-S-Platform mit Warmwasserheizung. Klimaanlage auf Wunsch. ==Sonderausrüstung== * Frontlader ==Literatur== * Prospekt: Dexheimer ''Die neue Intergal-Klasse'' ==Weblinks== ==Einzelnachweise== <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Dexheimer |HERSTELLER= Dexheimer}} gjtuq7762iyxfnwtmb7itifqqymq9b3 1083098 1083097 2026-04-10T19:27:39Z ~2026-13031-95 115704 /* Steuergeräte */ 1083098 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Dexheimer |HERSTELLER= Dexheimer}} {{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox | HERSTELLER = Dexheimer | MODELLREIHE = 300 Si | MODELL = 380 Si | BILD = Dexheimer 380SI.jpg | BILDBESCHREIBUNG = Dexheimer 480 Si | BAUWEISE = Blockbauweise | PRODUKTIONSBEGINN = 1995 | PRODUKTIONSENDE = 2001 | STÜCKZAHL = | EIGENGEWICHT = 2290 | LÄNGE = 3300 | BREITE = 1170 | HÖHE = 2250 | RADSTAND = 1930 | BODENFREIHEIT = 300 | SPURWEITE = | SPURWEITE VORNE = 800 | SPURWEITE HINTEN = 790 | WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = | WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE = 1600 Hinterrad innen | BEREIFUNG VORNE = 9.0/75-16 | BEREIFUNG HINTEN = 320/70 R 24 | LEISTUNG KW = 55 | LEISTUNG PS = 75 | NENNDREHZAHL = 2200 | ZYLINDER = 3 | HUBRAUM = 3117 | DREHMOMENTANSTIEG = 31 | KRAFTSTOFF = Diesel | KÜHLSYSTEM = Wasser | ANTRIEBSTYP = Allrad | GETRIEBE = 12/12 | HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 32 | KATEGORIESORTIERUNG = Dexheimer 380 Si }} Der Dexheimer 380 Si unterscheidet sich vom [[Traktorenlexikon: Dexheimer 360 Si|360 Si]] durch seinen Turbolader welcher eine Leistungssteigerung von 11 kW (15 PS) erzielt. ==Motor== * wassergekühlter, stehender Dreizylinder-Reihen-Dieselmotor mit Turbolader von MWM, Typ ''TD 226B-3“ * Bohrung/Hub: 105/120 mm * Verteilereinspritzpumpe von Bosch * Direkteinspritzverfahren ==Kupplung== * Zweifachkupplung ==Getriebe== * Synchron-Wendegetriebe mit 12 Vor- und Rückwärtsgängen, geschaltet in drei Gruppen und vier Gängen, von Carraro Typ 509 ==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts== {| class="wikitable" style="text-align:right" ! colspan="7" | Geschwindigkeit in km/h |- ! !! colspan="2" | Kriechgruppe !! colspan="2" | Langsamgruppe !! colspan="2" | Schnellgruppe |- ! !! rückw. !! vorw. !! rückw. !! vorw. !! rückw. !! vorw. |- | 1. 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Gesamtgewicht: 4600 kg ==Bereifung== {| class="wikitable" style="text-align:right" ! vorne !! 7,5L-15 !! 7,50-16 !! 9,0/75-16 !! 2060/70R16 !! 10.0/75-15,3 |- | Breite in mm || 1030 || 1050 || 1090 || 1150 || 1170 |- ! hinten !! 11,2R24 !! 124R24 !! 320/70R24 !! 360/70R24 !! 440/65R24 |- | Breite in mm || 1040 || 1130 || 1170 || 1250 || 1420 |} * Die untereinander stehende Reifengrößen für vorne und hinten sind Werksempfehlungen ==Füllmengen== * Tankinhalt: 74 l ==Verbrauch== * 207 g/kWh, 152 g/PS ==Kabine== * Integral-Komfortkabine mit Schottwand und Ergo-S-Platform mit Warmwasserheizung. Klimaanlage auf Wunsch. ==Sonderausrüstung== * Frontlader ==Literatur== * Prospekt: Dexheimer ''Die neue Intergal-Klasse'' ==Weblinks== ==Einzelnachweise== <references /> {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Dexheimer |HERSTELLER= Dexheimer}} n2nhlfyapen2kil0jxme5f38st3zvl4 Traktorenlexikon: Krieger KT 72 A 0 88248 1083102 1081635 2026-04-10T19:34:52Z ~2026-13031-95 115704 1083102 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Krieger |HERSTELLER= Krieger}} {{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox | HERSTELLER = Krieger | MODELLREIHE = KT | MODELL = KT 72 A | BILD = | BILDBESCHREIBUNG = | BAUWEISE = Blockbauweise | PRODUKTIONSBEGINN = 1992 | PRODUKTIONSENDE = 2001 | STÜCKZAHL = | EIGENGEWICHT = 1800 | LÄNGE = 2900 | BREITE = 1080 | HÖHE = 2170 | RADSTAND = 1960 | BODENFREIHEIT = 240 | SPURWEITE = | SPURWEITE VORNE = | SPURWEITE HINTEN = | WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = | WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE = 5400 | BEREIFUNG VORNE = 7.50-16 oder 10,0/75-15,3 | BEREIFUNG HINTEN = 12.4 R 24 | LEISTUNG KW = 52 | LEISTUNG PS = 70 | NENNDREHZAHL = 2350 | ZYLINDER = 3 | HUBRAUM = 3120 | DREHMOMENTANSTIEG = 15 | KRAFTSTOFF = Diesel | KÜHLSYSTEM = Wasserkühlung | ANTRIEBSTYP = Allrad, schaltbar | GETRIEBE = HURTH Mittelschaltung oder Carraro Seitenschaltung mit Wendegetriebe (VC) | HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 30/35 | KATEGORIESORTIERUNG = Krieger KT 72 A }} Der KT 72 A stellte neben dem KT 75 A (geringe Stückzahl) seinerzeit das Topmodell von Krieger dar. Der kraftvolle, spritzige und unverwüstliche MWM-Motor mit Turboaufladung ist noch heute (2021) eine Referenz und bleibt bei vielen in guter Erinnerung bzw. ist noch heute voll im Einsatz. Die Nachfolgemodelle des KT 72A, der K 70A und K 80A (beide mit einem 4 Zylinder-Deutzmotor, ebenfalls turboaufgeladen (BF4L1011F/2011F)) sind für manchen, der den MWM-Motor gewohnt war, aufgrund der veränderten Motorcharakteristik eine herbe Enttäuschung, da diesem Motor die Spritzigkeit und Drehmoment von unten heraus(!) fehlt, was ihn dennoch nicht zu einem schlechten Motor macht, da er abgesehen von der Trägheit im unteren Drehzahlbereich ein vergleichsweise sparsamer, zuverlässiger und drehfreudiger Motor mit guter Leistung ist, der im Vergleich zum KT 72A, wenn er eine gewisse Drehzahl erreicht hat, dann etwas drehfreudiger ist. ==Motor== MWM TD226B-3 Ein sehr robuster und unverwüstlicher Motor, welcher problemlos mehr Leistung generieren kann und mit dem nötigen konw how auch ohne Probleme über 100PS an der Zapfwelle liefern kann ==Kupplung== ==Getriebe== 4/4+R (HURTH 541) Mittelschaltung oder Carraro (Typ 506) Seitenschaltung mit Wendegetriebe (VC) ==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts== 30 Km/h oder 35 Km/h bei VC ==Zapfwelle== 540/750/Weg ==Bremsen== wartungsfreie Nasscheibenbremsen im Ölbad, auf Wunsch (bei VC) mit Allradbremsautomatik ==Achsen== HURTH oder Carraro (VC) ==Lenkung== Hydraulische Servolenkung ==Hydrauliksystem und Kraftheber== Hydraulischer Heckkraftheber mit mechanischer Lageregelung ==Steuergeräte== :Insgesamt: 2DW, 3EW :Anschlüsse: :Hinten 1DW und 2EW :Vorne 1DW und 3EW :Ein EW mit Anschluss Vorne und Hinten „Highflow“ mit Mengenregelung :Vorne wie hinten ein Druckloser Rücklauf in den Tank ==Elektrische Ausrüstung== ==Maße und Abmessungen== ==Bereifung== 7,5- 16 und 12,4 R24 10.0/75-15,3 und 320/70R24 oder 360/70R24 etc. ==Füllmengen== ==Verbrauch== vorhanden ==Kabine== auf Wunsch ==Sonderausrüstung== Bereifungsvarianten, hyd. verstellbare/arretierbare Unterlenker, hyd. verstellbare Hubstange, Hydraulikanschlüsse und Steuergeräte nach Wunsch, Auspuff oben, Zwischenachskonsole, Luftsitz, Klimaanlage, Arbeitsscheinwerfer etc. ==Literatur== ==Quellen== <references /> Schlepperkatalog 1988-2003, Münster 2002, Krieger Prospekt, Besitzerwissen :) ==Weblinks== {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Krieger|HERSTELLER= Krieger}} 27wfvqbg8fjeqvcc1digl167z0lj45a 1083103 1083102 2026-04-10T19:35:13Z ~2026-13031-95 115704 /* Motor */ 1083103 wikitext text/x-wiki {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Krieger |HERSTELLER= Krieger}} {{:Traktorenlexikon: Modell-Infobox | HERSTELLER = Krieger | MODELLREIHE = KT | MODELL = KT 72 A | BILD = | BILDBESCHREIBUNG = | BAUWEISE = Blockbauweise | PRODUKTIONSBEGINN = 1992 | PRODUKTIONSENDE = 2001 | STÜCKZAHL = | EIGENGEWICHT = 1800 | LÄNGE = 2900 | BREITE = 1080 | HÖHE = 2170 | RADSTAND = 1960 | BODENFREIHEIT = 240 | SPURWEITE = | SPURWEITE VORNE = | SPURWEITE HINTEN = | WENDERADIUS MIT LENKBREMSE = | WENDERADIUS OHNE LENKBREMSE = 5400 | BEREIFUNG VORNE = 7.50-16 oder 10,0/75-15,3 | BEREIFUNG HINTEN = 12.4 R 24 | LEISTUNG KW = 52 | LEISTUNG PS = 70 | NENNDREHZAHL = 2350 | ZYLINDER = 3 | HUBRAUM = 3120 | DREHMOMENTANSTIEG = 15 | KRAFTSTOFF = Diesel | KÜHLSYSTEM = Wasserkühlung | ANTRIEBSTYP = Allrad, schaltbar | GETRIEBE = HURTH Mittelschaltung oder Carraro Seitenschaltung mit Wendegetriebe (VC) | HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT = 30/35 | KATEGORIESORTIERUNG = Krieger KT 72 A }} Der KT 72 A stellte neben dem KT 75 A (geringe Stückzahl) seinerzeit das Topmodell von Krieger dar. Der kraftvolle, spritzige und unverwüstliche MWM-Motor mit Turboaufladung ist noch heute (2021) eine Referenz und bleibt bei vielen in guter Erinnerung bzw. ist noch heute voll im Einsatz. Die Nachfolgemodelle des KT 72A, der K 70A und K 80A (beide mit einem 4 Zylinder-Deutzmotor, ebenfalls turboaufgeladen (BF4L1011F/2011F)) sind für manchen, der den MWM-Motor gewohnt war, aufgrund der veränderten Motorcharakteristik eine herbe Enttäuschung, da diesem Motor die Spritzigkeit und Drehmoment von unten heraus(!) fehlt, was ihn dennoch nicht zu einem schlechten Motor macht, da er abgesehen von der Trägheit im unteren Drehzahlbereich ein vergleichsweise sparsamer, zuverlässiger und drehfreudiger Motor mit guter Leistung ist, der im Vergleich zum KT 72A, wenn er eine gewisse Drehzahl erreicht hat, dann etwas drehfreudiger ist. ==Motor== MWM TD226B-3 Ein sehr robuster und unverwüstlicher Motor, welcher problemlos mehr Leistung generieren kann und mit dem nötigen know how auch ohne Probleme über 100PS an der Zapfwelle liefern kann ==Kupplung== ==Getriebe== 4/4+R (HURTH 541) Mittelschaltung oder Carraro (Typ 506) Seitenschaltung mit Wendegetriebe (VC) ==Geschwindigkeiten vor- und rückwärts== 30 Km/h oder 35 Km/h bei VC ==Zapfwelle== 540/750/Weg ==Bremsen== wartungsfreie Nasscheibenbremsen im Ölbad, auf Wunsch (bei VC) mit Allradbremsautomatik ==Achsen== HURTH oder Carraro (VC) ==Lenkung== Hydraulische Servolenkung ==Hydrauliksystem und Kraftheber== Hydraulischer Heckkraftheber mit mechanischer Lageregelung ==Steuergeräte== :Insgesamt: 2DW, 3EW :Anschlüsse: :Hinten 1DW und 2EW :Vorne 1DW und 3EW :Ein EW mit Anschluss Vorne und Hinten „Highflow“ mit Mengenregelung :Vorne wie hinten ein Druckloser Rücklauf in den Tank ==Elektrische Ausrüstung== ==Maße und Abmessungen== ==Bereifung== 7,5- 16 und 12,4 R24 10.0/75-15,3 und 320/70R24 oder 360/70R24 etc. ==Füllmengen== ==Verbrauch== vorhanden ==Kabine== auf Wunsch ==Sonderausrüstung== Bereifungsvarianten, hyd. verstellbare/arretierbare Unterlenker, hyd. verstellbare Hubstange, Hydraulikanschlüsse und Steuergeräte nach Wunsch, Auspuff oben, Zwischenachskonsole, Luftsitz, Klimaanlage, Arbeitsscheinwerfer etc. ==Literatur== ==Quellen== <references /> Schlepperkatalog 1988-2003, Münster 2002, Krieger Prospekt, Besitzerwissen :) ==Weblinks== {{:Traktorenlexikon: Navigation |HERSTELLER-LINK=Traktorenlexikon: Krieger|HERSTELLER= Krieger}} nahbagzorpwwaw2alsjfxoj6s0k53ra Diskussion:Ing Mathematik: Zahlenbereiche 1 98983 1083095 764991 2026-04-10T16:32:34Z Intruder 1513 /* Komplexe Zahlen */ Antwort 1083095 wikitext text/x-wiki == Natürliche Zahlen == Ich weise darauf hin, dass [[Mathe für Nicht-Freaks]] sich durch [//de.wikibooks.org/w/index.php?oldid=719313#Soll_0_zur_Menge_der_nat.C3.BCrlichen_Zahlen_geh.C3.B6ren_oder_nicht.3F diese Umfrage] darauf geeinigt hat, dass 0 nicht zu <math>\N</math> gehört. Irgendwo gab es dazu auch Argumente; aber die finde ich nicht mehr. Vielleicht kann sich [[Benutzer:Stephan Kulla|Stephan Kulla]] daran erinnern. Selbstverständlich gelten die weiteren Eigenschaften – vor allem die Existenz des neutralen Elements – dann nur für <math>\N_0</math>. ''Das ist als Hinweis gedacht, der bei der weiteren Überarbeitung dieses Buches berücksichtigt werden kann.'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 17:44, 28. Jul. 2015 (CEST) == Komplexe Zahlen == Diese sind für Ingenieure auf jeden Fall sehr wichtig und müssen deshalb auf jeden Fall hier eingebaut werden. ''(Das ist nur als Vorschlag für die weitere Überarbeitung des Buches gedacht.)'' -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 17:44, 28. Jul. 2015 (CEST) <span style="text-decoration:underline;">Nachtrag:</span> Es ist mir klar, dass es ein eigenes Kapitel [[Ing Mathematik: Komplexe Zahlen‎| Komplexe Zahlen‎]] gibt; aber es ist IMHO sinnvoll, diesen Zahlenbereich hier zu erwähnen. -- [[Benutzer:Juetho|Jürgen]] 08:13, 29. Jul. 2015 (CEST) :Erwähnt wird <math>\mathbb{C}</math> ganz unten im Abschnitt zu den reellen Zahlen. Ich habe noch Verweise zu den entsprechenden Kapiteln eingebaut. [[Benutzer:Intruder|Intruder]] 18:32, 10. Apr. 2026 (CEST) q4nzyikags00o7tc3l722hv3ycy3qtq Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Mondzyklen 0 114818 1083053 1082623 2026-04-10T13:11:59Z Bautsch 35687 /* Kontrastverhältnisse bei aschgrauem Mondlicht */ Unterabschnitte / + Galerie: Moon - Artemis II - April 6 2026 1083053 wikitext text/x-wiki [[Datei:Mondfinsternis.7.9.2025.20.46MESZ.Berlin.png|mini|rechts|hochkant=2|Ein bei Vollmond während einer Mondfinsternis im Kernschatten der Erde befindlicher Blutmond nach Mondaufgang von Berlin aus gesehen am 7. September 2025.]] == Monat == Die Bezeichnung '''Monat''' stammt etymologisch von unserem Erdmond ab. Es handelt sich um ein Erbwort, das auf die seit dem 8.&nbsp;Jahrhundert bezeugten althochdeutschen Formen ''mānōd'' beziehungsweise ''mānōth'' zurückgeht. Diese wiederum stammt vom indoeuropäischen Wort ''mēnōt'' ab, das sowohl ''Monat'' als auch ''Mond'' bedeuten kann.<ref>[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/m%C4%93n%C5%8Dt_gen_m%C4%93neses_woraus_m%C4%93nes-_m%C4%93ns-_m%C4%93s-_m%C4%93n.htm mēnōt], Pokorny - Indogermanisches etymologisches Wörterbuch</ref> == Die Naturgeschichte von Plinius dem Älteren == '''Gaius Plinius Secundus''' ("der Ältere") hat im ersten nachchristlichen Jahrhundert über den '''Mond''' geschrieben. Das neunte Kapitel des zweites Buches aus dem ersten Band hat den Titel ''Von der Natur des Mondes''. Über den Mond schreibt Plinius Folgendes:<ref name="Denso1764">Plinius: ''Naturgeschichte'', erster Band, zweites Buch, neuntes Kapitel: ''Von der Natur des Mondes'', übersetzt von Johann Daniel Denso (1708–1795), Rostock und Greifswald, Anton Ferdinand Rösens Buchhandlung, 1764, in moderne deutsche Sprache gesetzt.</ref> <blockquote> Aber alle diese [Wandelgestirne] übertrifft an Bewunderungswürdigkeit das Gestirn des '''Mondes''', das niedrigste, der Erde bekannteste, und zur Verminderung der Finsternis erfunden. Dieser hat durch seinen Wandel und veränderte Gestalt, da er beständig zu- und abnimmt, den Witz seiner Beobachter gequält, die es sich für einen Schimpf hielten, wenn man das nächste Gestirn nicht kennen sollte. Ja er ist auch in Spitzen gekrümmt, bald gerade halbgeteilt, bald in eine ganze Scheibe gebogen, bald, da er einem dunkeln Flecken ähnlich war, scheint er plötzlich hervor, und ist ist er ohne Grenzen rund und voll, ist gar nicht zu sehen. Bald scheint er die ganze Nacht durch, bald geht er spåt auf, und verstärkt noch bei Tage den Schein der Sonne. Er wird verfinstert, und lässt sich auch in der Verfinsterung noch sehen. Beim Ausgang des Monats sieht man ihn nicht, und man glaubt nicht, dass er alsdenn verfinstert werde.<br/> Bald steht er niedrig, bald erhaben, und auch dies nicht auf eine Art. Bald steht er in der Höhe des Himmels, bald reicht er an die Berge: jetzt steht er hoch gegen Norden, bald tief gegen Süden herunter. Alles dies hat '''Endymion''' unter allen Menschen an ihm zuerst wahrgenommen, und deswegen ist die Sage, dass dieser in ihm verliebt gewesen sei. Wir sind wahrlich gegen diejenigen, welche uns zuerst bei diesem Himmelslicht durch ihre Arbeit und Sorge ein Licht aufgesteckt haben, nicht dankbar. Es ist ein wunderbares Verderben des menschlichen Witzes, dass wir ein Vergnügen daran finden, Blutvergießen und Mord in unsern Jahrbüchern aufzuzeichnen, damit die, welche die Welt nicht kennen, doch von unsern Lastern wissen mochten.<br/> Doch aber da der Mond der Weltachse am nächsten steht, und also den engsten Umlauf hat, so durchlauft er in 27 und 1/3 Tag eben den Raum, welchen der höchste Stern des Saturns, wie gesagt ist, in dreißig Jahren zurücklegt. Hiernächst hält er sich in der Zusammenkunft mit der Sonne zwei Tage, wenn es am langsamsten geschieht, aus, und geht mit dem dreißigsten Tag zu seinen vorigen Abwechselungen wieder hervor. Ich weiß nicht, ob er nicht unter allen am Himmel der einzige Lehrmeister gewesen sei, dass man das Jahr in einen Raum von zwölf Monaten einteilen müsse, denn eben so oft folgt er der Sonne, wenn sie zu einem neuen Zeichen zurückkehrt.<br/> Er wird, wie die übrige Sterne vom Sonnenlicht verdeckt. Denn wir sehen, dass er von derselben sein Licht gänzlich entlehne, und damit dergestalt leuchte, als wenn wir ihr zurückprallendes Licht in einem Wasser schweben sehen. Da er die Feuchtigkeit mit sanfterer und unvollkommener Kraft auflöst, auch wohl vermehrt, welche die Strahlen der Sonne verzehren. Hierher kommt es auch, dass man ihn in ungleichem Licht sieht, dass er alsdenn nur voll ist, wenn er der Sonne gerade gegenüber steht, in den übrigen Tagen nur so viel desselben, als er von jener empfängt, auf seiner Scheibe zeigt. Wenn er mit der Sonne zusammenkommt, kann man ihn nicht sehen, weil er uns die dunkle Seite zukehrt, und alles geschöpfte dorthin, woher er es empfangen hat, wieder zurück wirft.<br/> Es scheint außer Zweifel gesetzt zu sein, dass die Gestirne ihre Nahrung von der Feuchtigkeit der Erde haben. Denn er wird auf der einen Hälfte seiner Scheibe oft voller Flecken gesehen, weil er etwa noch nicht Kraft genug hat, mehr als ihm dienlich ist, an sich zu ziehen. Seine Flecken sind gewiss nichts anders, als die mit der Feuchtigkeit von der Erde mit fortgerissenen Unreinigkeiten.<br/> </blockquote> <div style="clear:both"></div> == Mondperioden == Die zu beobachtende scheinbare Mondbahn kann im Verlauf verschiedener Perioden durch zahlreiche '''Mondzyklen''' beschrieben werden. Die kürzesten Zyklen dauern ungefähr einen Monat im Sonnenkalender, sie längeren Mondzyklen können aber auch mehrere Jahre umfassen. Der Mond hat ähnlich wie die Sonne einen scheinbaren Winkeldurchmesser von ungefähr 30&nbsp;Bogenminuten beziehungsweise 0,5&nbsp;Bogengrad. Dies entspricht bei Betrachtung des eigenen Fingers mit ausgestrecktem Arm in etwa einem Viertel der Fingerdicke. ===Synodischer Monat=== [[Datei:Courtenay.Mondsichel.P1033938.png|mini|Altlicht beim Morgenletzt des Mondes (heliakischer Aufgang) über dem östlichen Horizont auf Vancouver Island kurz nach der Tag-und-Nachtgleiche im September 2019.]] [[Datei:Neulicht.37Tauri.P1138734.jpg|mini|Neulicht beim Abenderst des Mondes (akronychischer Untergang) über dem westlichen Horizont in Berlin Anfang Mai 2022.]] Der synodische Monat ist durch den Verlauf der Elongation des Mondes in Bezug zur Sonne beschrieben. Der Mond umrundet die Erde ungefähr zwölfmal schneller als die Erde die Sonne und benötigt für einen Umlauf einen Monat. Die einfachste Wahrnehmung des Mondlaufs ergibt sich durch die Beobachtung der Mondphasen beziehungsweise der Elongationen des Mondes. Der '''synodische Monat''' (altgriechisch ''σύνοδος'' (''synodos'') = ''Zusammentreffen'') beschreibt die Dauer zwischen zwei gleichen Mondphasen, also von Neumond zu Neumond beziehungsweise von Vollmond zu Vollmond. Hier wird gemeinhin das Zusammentreffen von Neumond und Sonne am Himmel als Referenzzeitpunkt betrachtet. Ein synodischer Monat dauert etwa 29,53&nbsp;Tage, und zwölf synodische Monate dauern demzufolge rund 354,37&nbsp;Tage - das sind gut fünfeinhalb Tage weniger als 360. Dieser Zyklus ist dies Basis für die gängigen Mondkalender (Lunarkalender) mit der gegenüber dem am Sonnenjahr orientierten Solarkalender um zirka 11&nbsp;Tagen kürzeren Jahreslänge. Bei Lunisolarkalendern wird durchschnittlich alle drei Jahre ein dreizehnter synodischer Monat eingeschaltet, damit der Frühlingspunkt der Sonne ungefähr in der gleichen Jahreszeit bleibt. → Zur Zahl Zwölf siehe auch [[Quadriviale Kuriositäten‎/ Zahlen#Zur Zwölf|Exkurs '''Zur Zwölf''']]. [[Datei:Horusauge.Faltung.png|mini|rechts|hochkant=2|Das altägyptische Horusauge als Folge von Rechtecken mit jeweils der Hälfte der Fläche des Vorgängers in einem Rechteck mit dem Flächeninhalt eins.]] [[Datei:Dendera_Deckenrelief_03.JPG|mini|hochkant=2|Deckenrelief im altägyptischen Tempel von Dendera mit der Darstellung von 15&nbsp;Mondphasen von links (Neumond) nach rechts (Vollmond) mit den Göttern Junit, Sopdet-Tjenenet, Hor-Behdeti, Hathor, Nephthys, Harsiese, Isis, Osiris, Nut, Geb, Tefnut, Schu, Atum und Month. Im Vollmond vor dem Gott des Mondes Thot ist das von ihm geheilte linke Auge („Mondauge“) des Lichtgottes Horus dargestellt.]] Die Ägypter haben ihre Kalender nicht mit einer Siebentagewoche, sondern sowohl mit einer Fünftagewoche als auch mit einer Zehntagewoche geführt. Damit besteht ein synodischer Monat auf weniger als einen halben Tag genau aus sechs Fünftagewochen beziehungsweise aus drei Zehntagewochen. Es wird in der Literatur manchmal darauf hingewiesen, dass das Verhältnis der Länge eines synodischen Monats zu dreißig vollen Tagen :<math>\frac {29,530589 \text{d}} {30 \text{d}} = 0,984353</math> fast identisch mit dem folgenden Verhältnis ist (siehe auch Horusauge und Heqat in der altägyptischen Geschichte<ref>Donald Frazer: ''Hieroglyphs and Arithmetic of the Ancient Egyptian Scribes'', Kapitel 2.6.5 ''Hekat Fractions and Ro'', Xlibris Corporation, 2012, ISBN 9781469136462</ref>): :<math>\frac {1} {2} + \frac {1} {4} + \frac {1} {8} + \frac {1} {16} + \frac {1} {32} + \frac {1} {64}</math> :<math>= \frac {32} {64} + \frac {16} {64} + \frac {8} {64} + \frac {4} {64} + \frac {2} {64} + \frac {1} {64}</math> :<math>= \frac {63} {64} = \frac {2^6 - 1} {2^6} = 1 - 2^{-6} = 0,984375</math> Die Abweichung der beiden Verhältnisse beträgt nur 0,022&nbsp;Promille. Erst nach rund 44700&nbsp;Monaten oder 3700&nbsp;Jahren hat sich diese Abweichung auf einen Tag aufsummiert. Die verschiedenen Mondphasen waren für die Menschen schon immer sichtbar und konnten im Laufe eines synodischen Monats verfolgt werden. Es wird davon ausgegangen, dass zum Beispiel auch auf der Himmelsscheibe von Nebra mindestens eine Mondsichel dargestellt ist, eventuell auch der Vollmond und nach dem österreichischen Ur- und Frühgeschichtler '''Paul Gleirscher''' zusätzlich das Altlicht des Mondes:<ref>Paul Gleirscher: [https://dialnet.unirioja.es/servlet/articulo?codigo=4142096 Zum Bildprogramm der Himmelsscheibe von Nebra: Schiff oder Sichel?], Germania: Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Band 85, Nummer 1, ISSN 0016-8874, Seiten 23 bis 33, 2007</ref> <gallery caption="Verschiedene möglicherweise auf der Himmelsscheibe von Nebra dargestellte Mondphasen" perrow="2" widths="300" heights="300"> Vollmond.P1080516.jpg|Ein im Dezember um Mitternacht fast im Zenit stehender, sehr heller Vollmond. Zunehmende.Mondsichel.png|Ein zunehmender Mond drei Tage nach Neumond beim akronychischen Untergang am westlichen Abendhimmel drei Wochen vor der Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst. Die rötliche Färbung entstand genauso wie bei der untergehenden Sonne durch die Rayleigh-Streuung in der Erdatmosphäre. Altlicht.3.Nov.2021.P1116624.jpg|Das Altlicht eines abnehmenden Mondes (Morgenletzt, vier Prozent beleuchtet) beim heliakischen Aufgang am südöstlichen Morgenhimmel der nördlichen Hemisphäre während der bürgerlichen Dämmerung einen Monat nach der Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst mit Erdschein. Nebra_Scheibe_Modell.jpg|Vollständig rekonstruiertes Modell der bronzenen und mit Gold tauschierten Himmelsscheibe von Nebra. </gallery> ===Siderischer Monat=== Der siderische Monat ist durch den Verlauf der ekliptikalen Länge des Mondes in Bezug zum Frühlingspunkt beschrieben. Es kann also auch die Zeitspanne betrachtet werden, in der der Mond in Bezug auf den Fixsternhimmel entlang der Ekliptik wieder an der gleichen Stelle erscheint. Dies wird üblicherweise an seinem Erscheinen beim Frühlingspunkt festgemacht. Diese Zeitspanne wird '''siderischer Monat''' (lateinisch ''sideris'' = ''des Sterns'') genannt und beträgt 27,322&nbsp;Tage. Dies ist auch die Dauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Erscheinungen des Mondes im '''Goldenen Tor der Ekliptik''', da dessen Lage durch Sterne des Fixsternhimmels bestimmt ist. → Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|Exkurs '''Das Goldene Tor der Ekliptik''']]. Die Einteilung der 360 Bogengrad langen Ekliptik in 28 gleiche Teile ist in der Bronzezeit verbreitet gewesen. Daraus ergibt sich ein grobes Koordinatenraster für die ekliptikale Länge des Mondes. Auf der '''Stachelscheibe von Platt''' aus der Bronzezeit (um 1500 vor Christus) werden die 28&nbsp;Mondorte der Tage eines Monats beispielsweise durch eine Kreisreihe dargestellt. Die Hohlform diente zur Herstellung von Schmuckscheiben und hat insgesamt sieben konzentrische Kreise. Davon bestehen zwei aus 12&nbsp;(innen) beziehungsweise aus 28&nbsp;(außen) gleichmäßig verteilten Mulden.<ref>Irene Hager und Stefan Borovits (Wien, Österreich): ''Der Vorläufer einer Oktaëteris auf dem Kalenderstein bei Leodagger/Pulkau?'', Kapitel 26.2.2 ''Astronomisch/kalendarische "Zählmaschinen" aus der Bronzezeit'', in: Gudrun Wolfschmidt (Herausgeberin): ''Orientierung, Navigation und Zeitbestimmung - Wie der Himmel den Lebensraum des Menschen prägt'', Proceedings der Tagung der Gesellschaft für Archäoastronomie in Hamburg 2017, Band 42 von Nuncius Hamburgensis - Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften, Verlag tredition, 2019, ISBN 9783749767717</ref> Die zwölf inneren Mulden entsprechen entlang der Ekliptik den 12&nbsp;Sonnenorten (Monaten) in einem tropischen Jahr beziehungsweise den 12&nbsp;Jupiterorten (Jahren) in zwölf Jahren. Die 28&nbsp;äußeren Mulden entsprechen entlang der Ekliptik den 28&nbsp;Mondorten (respektive Mondhäusern beziehungsweise Mondstationen) und somit den Tagen in einem siderischen Monat. Der große kreisförmige Stachel im Zentrum der Scheibe könnte als Symbol für die Sonne stehen. Auf ihm konnte die Scheibe von unten zentrisch und drehbar gelagert werden. Mit der Scheibe konnte (abgesehen von den erforderlichen siderischen Schaltmonaten) zwölf Jahre lang in täglich wechselnden Kombinationen in den beiden Lochreihen die Lagen von Mond und Jupiter abgelesen und markiert werden. Damit konnte nach einer Einmessung der Ost-West-Richtung zum Beispiel bei der Tag-und-Nacht-Gleiche zur Jupiterrichtung im Frühlingspunkt der gesamte Lebewesenkreis (Zodiak) jederzeit mit dem täglich ein Mondhaus weiterwandernden Mond vollständig bestimmt werden, auch ohne dass der Jupiter sichtbar sein musste. Mit dieser Information ist es dann auch ohne weiteres möglich, das nicht sichtbare Lebewesenzeichen zu bestimmen, in welchem die Sonne sich aufhält. Im der indischen Astronomie wurden zu diesem Zweck spätestens 500&nbsp;Jahre danach die '''27&nbsp;Mondhäuser''' (oder Mondstationen) eingeführt. Da sich die siderische und die synodische Periode um gut zwei Tage unterscheiden, liegen aufeinanderfolgende Neumonde oder Vollmonde in verschiedenen Mondhäusern, nach denen im hinduistischen Lunisolarkalender die Monate benannt werden. Dieses System wurde etwas später von den Arabern mit '''28&nbsp;Mondhäusern''' modifiziert. Das '''erste Mondhaus''' liegt bei beiden Einteilungen im Frühlingspunkt in der Epoche um Christi Geburt im '''Kopf des Lammes''' beziehungsweise des Widders (Aries) bei den nördlich der Ekliptik liegenden Sternen Scheratan und Hamal (indisch ''Ashvini'' = ''die beiden Rosseschirrenden'' und arabisch ''aš-šaraṭān'' = ''Die beiden Zeichen''). Für das '''zweite Mondhaus''' folgt der '''Bauch des Lammes''' (indisch ''Bharani'' = ''der Wegtragende'' und arabisch ''al-buṭayn'' = ''das Bäuchlein''). Die Plejaden (indisch ''Krittika'' und arabisch ''aṯ-ṯurayyā'') im fetten '''Schwanz des Lammes''' markieren im Anschluss das '''dritte Mondhaus'''. Das '''vierte Mondhaus''' ist durch den roten Riesenstern Aldebaran (arabisch ''al-dabarān'' = ''der Nachfolgende'', indisch ''Rohini'' = ''der Rötliche'') im Sternbild Stier (Taurus) gekennzeichnet. <gallery caption="Mondstationen" mode="packed" widths="600" heights="600"> Mondhaeuser.Ekliptik.zirkular.png|Die in eine ringförmige Darstellung projizierten 28&nbsp;Mondhäuser (von 1 bis 28 entgegen dem Uhrzeigersinn) mit den wichtigsten Sternen entlang der Ekliptik (rote gestrichelte Linie '''zur Epoche J0000.0'''). Der Beobachter befindet sich auf der Erde im Zentrum der Darstellung. Nach innen werden die südlichen und nach außen die nördlichen ekliptikalen Breiten gemessen. Die scheinbare Mondbahn pendelt zwischen den beiden zur Ekliptikline benachbarten Hilfslinien. Der Abstand der Hilfslinien beträgt senkrecht zur Ekliptiklinie immer fünf Bogengrad und entlang der Ekliptiklinie immer knapp dreizehn Bogengrad. Mit bis zum Nordpol zunehmender geographischer Breite des Beobachtungspunktes können auch noch knapp ein Bogengrad südlichere ekliptikale Breiten von der Mondscheibe erreicht werden, am Südpol auch noch entsprechend nördlichere ekliptikale Breiten. Stachelscheibe_Model_zweiseitig.jpg|Die in Niederösterreich gefundene und aus Sandstein gefertigte Gussform für die '''Stachelscheibe von Platt'''.<br/>Von innen nach außen gibt es '''sieben''' konzentrische Kreise, die folgendermaßen zugeordnet werden können:<br/>- Eine große zentrische Bohrung (im Gußteil eine große stachelartige Erhebung für die '''Sonne''').<br/>- Zwölf gleichmäßig verteilte kleine Bohrungen (Zodiak mit '''zwölf''' Sternzeichen sowie für die Umlaufzeit des Planeten '''Jupiter '''in Jahren).<br/>- Drei äquidistante Kreislinien (die drei inneren Planeten '''Merkur''', '''Venus''' und '''Mars''').<br/>- Achtundzwanzig gleichmäßig verteilte kleine Bohrungen ('''Mond'''häuser).<br/>- Ein großer abschließender Kreis ('''Saturn''' als der Langsame und Beständige). Stonehenge_phase_one.jpg|Die älteste belegte kreisförmige Struktur in Stonehenge&nbsp;1 (zirka 3100 bis 2900 vor Christi) besteht aus den 56&nbsp;Aubrey-Löchern (in der Abbildung weiße Kreise). Diese können unter Verwendung von Quadranten, die geographisch durch die vier Himmelsrichtungen in jeweils 14 Mondstationen geteilt sind, dazu verwendet worden sein, die ekliptikale Länge des Mondes in Bezug zum Frühlingspunkt oder zum Herbstpunkt beziehungsweise in Bezug zur Jupiterposition täglich zu markieren (der Mond erreicht den Jupiter ungefähr alle 27,5 Tage). In dieser Zählung wären alle 28 Mondhäuser halbiert, in eine Tagesstation und eine Nachtstation. </gallery> Zwischen dem dritten und vierten Mondhaus liegt das Goldene Tor der Ekliptik, wo der Frühlingspunkt zu Beginn der maltesischen Tarxien-Phase lag. Man beachte die fehlenden helleren ekliptiknahen Sterne im '''Trichter der Thuraya''' westlich davon, also rechts der Plejaden (ekliptikale Länge ungefähr 32&nbsp;Bogengrad) bis hin zum Stern Hydor heutigen Sternbild Wassermann (Aquarius, ekliptikale Länge ungefähr 314&nbsp;Bogengrad). Die hellsten ekliptiknahen Sterne in diesem Gebiet des Sternenhimmels Alpherg im Sternbild Fische (Pisces) sowie Hydor und Ancha im Sternbild Wassermann (Aquarius) erreichen lediglich die vierte Größenklasse (4<sup>m</sup>), so dass zwischen dem auffälligen offenen Sternhaufen der Plejaden und Deneb Algedi, dem hellsten Stern im Sternbild Steinbock (Capricornus), auf einer Länge von 90&nbsp;Bogengrad keine hellen ekliptiknahen Sterne vorhanden sind. → Zur Einteilung der Ekliptik nach den monatlichen Mondstationen siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Mondhäuser|Exkurs '''Mondhäuser''']] → Zum dunklen Himmelsquadranten entlang der Ekliptik siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Trichter_der_Thuraya|Exkurs '''Der Trichter der Thuraya''']] ===Drakonitischer Monat=== [[Datei:Drakonitischer.Monat.png|rechts|mini|hochkant=2|Schematische Darstellung der Mondbahn (gelb) im Laufe eines drakonitischen Monats in Bezug auf die Ekliptiklinie (rot). Nach dem Erreichen der südlichsten Lage in Bezug zur Ekliptiklinie wird die Mondbahn aufsteigend, und von der nördlichsten Lage in Bezug auf die Ekliptiklinie wird die Mondbahn dann wieder absteigend. In der deutschsprachigen Schweiz gibt es für diese im Laufe eines drakonitischen Monats täglich mehr oder weniger deutlich wahrnehmbaren Änderungen der ekliptikalen Breite sogar eigene Adjektive. Das Ansteigen der ekliptikalen Breite des Mondes nach Norden wird '''obsigend''' und das Abfallen des Mondes nach Süden '''nidsigend''' genannt. Direkt auf der Ekliptik befinden sich der aufsteigende und der absteigende Knoten der Mondbahn.]] Der drakonitische Monat ist durch den Verlauf der ekliptikalen Breite des Mondes in Bezug zur Ekliptiklinie beschrieben. Deswegen gibt es noch den '''drakonitischen Monat''' (altgriechisch ''δράκων'' (''drakon'') beziehungsweise lateinisch ''draco'' = ''Drache''), der eine Dauer von 27,212 Tagen hat. Diese Dauer beschreibt die Zeitpunkte, an denen die um gut 5&nbsp;Bogengrad zur Ekliptik geneigte Mondbahn die Ekliptik kreuzt; die ekliptikale Breite des Mondes ist dann exakt null. Diese Schnittpunkte werden Mondknoten genannt und werden einmal im Monat im aufsteigenden Mondknoten und einmal im absteigenden Mondknoten erreicht. Befindet sich der Mond auf der Ekliptik, also in der Nähe dieser Mondknoten, kommt es bei dessen Sonnennähe (wenn der Neumond also in Konjunktion mit der Sonne steht) zu einer Sonnenfinsternis und bei dessen Sonnenferne (wenn der Vollmond also in Opposition zur Sonne steht) zu einer Mondfinsternis. Diese Mondpunkte wurden früher als Drachenpunkte bezeichnet, was sich aus der Vorstellung ableitete, dass ein Drache bei einer Mondfinsternis den Mond beziehungsweise bei einer Sonnenfinsternis die Sonne verschlingen würde. Mit dem folgenden Java-Programm können die ekliptikalen Koordinaten der Sonne und des Mondes für jeden beliebigen Zeitpunkt eines Julianischen Datums in Julianischen Jahrhunderten in Bezug auf die astronomische Standardepoche J2000 berechnet werden: '''[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/ EkliptikaleKoordinatenMondSonne|→ Java-Programm "EkliptikaleKoordinatenMondSonne"]]'''<ref>Unter Verwendung der Formeln aus: Oliver Montenbruck, Thomas Pfleger: ''Astronomie mit dem Personal Computer'', Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, 1989, ISBN 978-3-662-05865-7</ref> [[Datei:Ekliptikale.Breiten.Mond.siderischer.Monat.png|links|mini|hochkant=4|Die ekliptikalen Breiten des Mondes im Verlauf eines drakonitischen Monats beziehungsweise eines nur gut zweieinhalb Stunden längeren siderischen Monats mit gut 27 Tagen.]] {| class="wikitable" |+ Die täglichen Änderungen der ekliptikalen Breite des Mondes in Bogengrad innerhalb eines Mondviertels !title="Tage nach aufsteigendem Knoten"| Tage nach<br/>aufsteigendem<br/>Knoten !title="Änderung der ekliptikalen Breite"| Änderung der<br/>ekliptikalen Breite<br/>zum Vortag |- | 1 || 1,2° |- | 2 || 1,1° |- | 3 || 1,0° |- | 4 || 0,9° |- | 5 || 0,6° |- | 6 || 0,3° |- | 7 || 0,0° |} <div style="clear:both"></div> Der Mond kann auf seiner Bahn im Laufe der Zeiten alle ekliptiknahen Himmelsobjekte inklusive aller Planeten und der Sonne bedecken und innerhalb einer Stunde wieder freigeben, die sich in einem Band bis zu gut ±5&nbsp;Bogengrad nördlich oder südlich neben der Ekliptiklinie befinden. '''{{w|Aristoteles}}''' (384 bis 322) hat dies in seiner Schrift '''"Über den Himmel"''' (altgriechisch: ''Περὶ οὐρανοῦ'' / ''Peri uranu'') anhand der von ihm beobachteten '''Bedeckung des Planeten Mars durch den zunehmenden Halbmond in der Nähe des Sterns Regulus''' (α Leonis) beschrieben und darauf hingewiesen, dass die Babylonier und die Ägypter solche Phänomene über lange Zeit beobachtet und dokumentiert hatten.<ref>Aristoteles: [http://classics.mit.edu/Aristotle/heavens.2.ii.html On the Heavens], Teil 12, Buch II, um 350 vor Christus, ins Englische übersetzt von John Leofric Stocks (*&nbsp;1882; †&nbsp;1937)</ref> → Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Aristotelische Mars-Konjunktion|Abschnitt '''Aristotelische Mars-Konjunktion''']]. Der ekliptiknahe Hauptstern Pollux im Sternbild Zwillinge (Gemini) hat sich aufgrund seiner Eigenbewegung im Laufe der letzten zehntausend Jahre so weit von der Ekliptiklinie entfernt, dass er inzwischen nicht mehr vom Mond bedeckt werden kann. → Für helle ekliptiknahe Objekte siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Der_Fixsternhimmel#Die_sieben_hellsten_Objekte_der_Ekliptik|Abschnitt '''Die sieben hellsten Objekte der Ekliptik''']]. ===Siderische Mondperioden=== Der Mond erscheint innerhalb eines tropischen Jahres dreizehn- oder vierzehnmal an einer bestimmten Stelle des Fixsternhimmels, wobei er wegen der unterschiedlichen Periodendauern von siderischen und synodischen Monaten immer ein anderes '''Mondalter''' (die Anzahl der Tage seit dem letzten Neumond) und wegen der unterschiedlichen Periodendauern von siderischen und drakonitischen Monaten immer eine andere ekliptikale Breite aufweist. Die beiden folgenden Diagramme sollen den zeitlichen Verlauf der Mondphasen und der ekliptikalen Breiten des Mondes bei seinem Erscheinen im Goldenen Tor der Ekliptik während 254 aufeinanderfolgender siderischer Perioden mit jeweils 27,322&nbsp;Tagen (insgesamt 6940&nbsp;Tage beziehungsweise 19&nbsp;Jahre) veranschaulichen: [[Datei:Mondphasen.siderische.Perioden.png|links|mini|hochkant=4|Die Mondphasen bei aufeinanderfolgenden Erscheinungen des Mondes im Goldenen Tor der Ekliptik innerhalb von 254 siderischen Perioden (insgesamt 19&nbsp;Jahre). Da der synodische Monat (von Neumond zu Neumond) über zwei Tage länger ist als der siderische Monat, kommt es hierbei zu Verschiebungen, weil der Mond nach Ablauf eines siderischen Monats beim Erreichen derselben ekliptikalen Länge noch nicht ganz wieder sein maximales Mondalter erreicht hat.<br/><br/>In der oberen Hälfte des Diagramms sind zunehmende und in der unteren Hälfte abnehmende Monde zu beobachten. Eine Mondphase von 0 Prozent steht für einen Neumond und eine Mondphase von ±100 Prozent für einen Vollmond.<br/><br/>Der Startpunkt (Tag&nbsp;0 im Monat&nbsp;0) kann zum Beispiel mit dem 22.&nbsp;Mai 2020 am Abend (UTC) angesetzt werden, an dem der Neumond zusammen mit der Sonne im Goldenen Tor der Ekliptik stand. Dies geschieht dann nach 19 Jahren am 23.&nbsp;Mai 2039 kurz nach Mitternacht (UTC) erneut.]] [[Datei:Ekliptikale.Breiten.Mond.siderische.Perioden.png|links|mini|hochkant=4|Die ekliptikalen Breiten des Mondes bei aufeinanderfolgenden Erscheinungen des Mondes im Goldenen Tor der Ekliptik innerhalb von 254 aufeinanderfolgenden siderischen Perioden (insgesamt 19&nbsp;Jahre). Da der drakonitische Monat (von einem aufsteigendem Mondknoten bis zum nächsten aufsteigenden Mondknoten) gut zweieinhalb Stunden kürzer ist als der siderische Monat, kommt es hierbei zu Verschiebungen, weil der Mond nach Ablauf eines siderischen Monats den aufsteigenden Knoten bereits wieder hinter sich gelassen hat.<br/><br/>Bei großen ekliptikalen Breiten (oben) kommt es im Goldenen Tor der Ekliptik zu Bedeckungen der Plejaden und bei kleinen ekliptikalen Breiten (unten) kommt es zu Bedeckungen der Hyaden oder des Sterns Aldebaran durch die Mondscheibe.<br/><br/>Der Startpunkt (Tag&nbsp;0 im Monat&nbsp;0) kann beispielsweise ebenfalls mit dem 22.&nbsp;Mai 2020 angesetzt werden, an dem der Neumond vom Erdmittelpunkt aus gesehen bei einer ekliptikalen Breite von zirka -2,5&nbsp;Bogengrad unterhalb der Sonne, deren ekliptikale Breite definitionsgemäß 0&nbsp;Bogengrad beträgt, im Goldenen Tor der Ekliptik stand.<br/><br/>Nach 18,61&nbsp;Jahren (beziehungsweise 6793,5&nbsp;Tagen oder gut 230&nbsp;synodischen Monaten, in dieser Abbildung also nach gut 248,6&nbsp;siderischen Monaten) erreicht der Mond dieselbe ekliptikale Breite und fast die gleiche Mondphase, befindet sich dann allerdings bei einer anderen ekliptikalen Länge.<br/><br/>Die kurzperiodische kleine Wellenbewegung kommt durch die Nutation der Erdachse im Bezug zur Ekliptik beziehungsweise zum Fixsternhimmel zustande; sie hat eine Periodendauer von 35&nbsp;Tagen und überlagert sich mit den zirka eine Woche kürzeren siderischen Mondperiode.]] <div style="clear:both"></div> ===Der Meton-Zyklus=== Nicht nur die Bestimmung und Vorhersage der Auf- und Untergänge der Venus haben die Aufmerksamkeit der Astronomen des Altertums auf sich gezogen, sondern auch der Mondzyklus mit den verschiedenen Mondphasen sowie das Auftreten von Mondfinsternissen bei Vollmond und von Sonnenfinsternissen bei Neumond. Es gibt einen Zyklus, der die Zeit beschreibt, nachdem die Sonne und der Mond die gleiche Konstellation erreichen. Nach '''19&nbsp;Jahren''' (beziehungsweise knapp '''6940&nbsp;Tagen''') hat nicht nur die Sonne dieselbe ekliptikale Länge erreicht, sondern auch der der Mond (nach '''254&nbsp;siderischen Monaten'''), und er hat daher auch dieselbe Mondphase (nach '''235&nbsp;synodischen Monaten'''). Außerdem hat er dann auch noch annährend die gleiche ekliptikale Breite (nach '''255&nbsp;drakonitischen Monaten'''), so dass er fast wieder an derselben Stelle des Fixsternhimmels steht.<ref name="rutherforth">Thomas Rutherforth: "A System Of Natural Philosophy: Being A Course of Lectures In Mechanics, Optics, Hydrostatics, and Astronomy; Which are Read in St Johns College Cambridge", volume 2, chapter XIV: "Of the devision<!--sic!--> of time", paragraph 388: "The cycle of Metos", 990 ff.</ref> Der Zyklus beruht also im Wesentlichen auf der zwar nur langfristig, bei entsprechender Ausdauer jedoch verhältnismäßig einfach zu beobachtenden Tatsache, dass 19&nbsp;tropische Sonnenjahre, 235&nbsp;synodische Monate, 254&nbsp;siderische Monate und 255&nbsp;drakonitische Monate fast die gleiche Länge haben. Der Unterschied zwischen den ersten beiden beträgt nur rund zwei Stunden: * 19&nbsp;Jahre = 6939,6&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge der Sonne mit ihren Äquinoktien und Sonnenwenden. * 235&nbsp;synodische Monate = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die Mondphasen mit Neumonden und Vollmonden. * 254&nbsp;siderische Monate = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge des Mondes. * 255&nbsp;drakonitische Monate = 6939,1&nbsp;Tage, bestimmt durch die auf- und absteigenden Knoten der Mondbahn. [[Datei:Legende.Meton-Zyklus.png|mini|rechts|Legende zum Diagramm "Meton-Zyklus".]] <gallery caption="Der Meton-Zyklus" mode="packed"> Meton-Zyklus.Maerz.2019.png|Der Meton-Zyklus anhand der Frühlingsvollmonde (weiße Kreise) am 21. März 2019 (laufende Nummer 0) und am 21. März 2038 (laufende Nummer 235). Meton-Zyklus.Januar.2023.Januar.2042.png|Der Meton-Zyklus vom Vollmond am 6. Januar 2023 bis zum Vollmond am 6. Januar 2042. Die farbigen Kreise symbolisieren die Äquinoktien und Sonnenwenden. </gallery> [[Datei:Meton-Zyklus.2023.13996.png|mini|links|hochkant=4|Der 19-jährige Meton-Zyklus vom Januar&nbsp;2023 bis zum Januar&nbsp;2042. Die Zeit schreitet in horizontaler Richtung jeweils um einen halben Tag pro Bildpunkt voran. Der Vollmond (weißer Kreis) erscheint sowohl am 6.&nbsp;Januar 2023 als auch am 6.&nbsp;Januar 2042 im Sternbild Zwillinge (Gemini) nördlich vom Stern Mebsuta (ε&nbsp;Geminorum). Unten sind die kleinen und großen Mondwenden für die geographische Breite 52,5 Bogengrad (zum Beispiel in Berlin) im Laufe der Zeit dargestellt.]] <div style="clear:both"></div> Dieser 19-jährige nach dem antiken griechischen Astronomen {{w|Meton}} (5.&nbsp;Jahrhundert vor Christus) benannte '''Meton-Zyklus''' sowie auch der unten erwähnte Saros-Zyklus waren im Altertum spätestens schon den Babyloniern bekannt und dienten als Grundlage für ihren Mondkalender. Meton ist davon ausgegangen, dass 19&nbsp;Jahre exakt mit 6940&nbsp;Tagen sowie mit 235 synodischen Monaten übereinstimmen. Dadurch, dass das Jahr nach dieser Annahme genau fünf Neunzehntel Tage länger ist als 365 Tage, sind neunzehn Jahre nach dieser Berechnung genau fünf Tage länger ist als neunzehn Mal 365 Tage, also 6935 Tage. Aus der Annahme einer festen ganzrationalen Kopplung der Umlaufzeiten der Erde um Ihre Achse (Tag) und um die Sonne (Jahr) sowie der Umlaufzeit des Mondes um die Erde (Monat) ergeben sich die folgenden Zusammenhänge: * Abgerundet auf ganze Zahlen: ** '''Die Jahreslänge in ganzen Tagen:''' **:<math>\frac {6940} {19} = 365 \text { Rest } 5</math>, das heißt, dass für 19&nbsp;Jahre mit der Länge 365 Tage '''fünf Schalttage''' (Jahreslänge dann 366&nbsp;Tage) erforderlich sind, damit der Frühlingspunkt mit dem tropischen Sonnenjahr synchron bleibt (Solarkalender). ** '''Die Monatslänge in ganzen Tagen:''' **:<math>\frac {6940} {235} = 29 \text { Rest } 125</math>, das heißt, dass für 235&nbsp;synodische Monate mit der Länge 29&nbsp;Tage '''125&nbsp;Schalttage''' (Monatslänge dann 30&nbsp;Tage) erforderlich sind, damit ein tropisches Sonnenjahr immer zwölf Monate umfasst (Solarkalender). ** '''Die Jahreslänge in ganzen Monaten:''' **:<math>\frac {\frac {6940} {19}} {\frac {6940} {235}} = \frac {235} {19} = 12 \text { Rest } 7</math>, das heißt, dass in 19&nbsp;Jahren mit 235&nbsp;synodischen Monaten sowie 6490&nbsp;Tagen '''sieben synodische Schaltmonate''' (Jahreslänge dann 13&nbsp;Monate) erforderlich sind, um das Kalenderjahr mit dem tropischen Sonnenjahr synchron zu halten (Lunisolarkalender). * Exakt mit Brüchen (ganzrationale Zahlen): ** Die Jahreslänge <math>d_a</math> in Tagen (in einem Sonnenjahr): **:<math>d_a = \frac {6940 \text { d}} {19 \text { a}} = 365 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {5} {19} \frac {\text {d}} {\text {a}} = 365 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {20} {76} \frac {\text {d}} {\text {a}} = 365 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {1} {4} \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {1} {76} \frac {\text {d}} {\text {a}} = 365,25 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {1} {76} \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 365,263158 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> ** Die Länge eines synodischen Monats <math>d_m</math> in Tagen: **:<math>d_m = \frac {6940 \text { d}} {235 \text { m}} = \frac {1388} {47} \frac {\text {d}} {\text {m}} = 29 \frac {\text {d}} {\text {m}} + \frac {125} {235} \frac {\text {h}} {\text {m}} = 29 \frac {\text {d}} {\text {m}} + \frac {25} {47} \frac {\text {h}} {\text {m}} \approx 29,531915 \frac {\text {d}} {\text {m}}</math> ** Länge von zwölf synodischen Monaten <math>d_{m_{12}}</math> in Tagen (in einem Mondjahr): **:<math>d_{m_{12}} = 12 \frac {\text {m}} {\text {a}} \cdot d_m = 12 \frac {\text {m}} {\text {a}} \cdot \frac {1388} {47} \frac {\text {d}} {\text {m}} = \frac {16656} {47} \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 354,382979 \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx d_a - 11 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> ** Die Jahreslänge <math>m_a</math> in synodischen Monaten (in einem Sonnenjahr): **:<math>m_a = \frac {d_a} {d_m} = \frac {\frac {6940 \text { d}} {19 \text { a}}} {\frac {6940 \text { d}} {235 \text { m}}} = \frac {235} {19} \frac {\text {m}} {\text {a}} = 12 \frac {\text {m}} {\text {a}} + \frac {7} {19} \frac {\text {m}} {\text {a}} \approx 12,368421 \frac {\text {m}} {\text {a}}</math> :'''Anmerkung''': Man nehme zur Kenntnis, dass das der Mittelwert der Dauern vom Sonnenjahr <math>d_a</math> und vom Mondjahr <math>d_{m_{12}}</math> fast genau 360&nbsp;Tage pro Jahr beträgt, also so viele Tage wie für einen vollständigen Kreis in Bogengrad gerechnet wird: ::<math>\frac {d_a + d_{m_{12}}} {2} = \frac {\frac {6940 \text { d}} {19 \text { a}} + \frac {16656} {47} \frac {\text {d}} {\text {a}}} {2} = \frac {321322} {893} \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 359,823 \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 360 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> ::Mit den heutigen, jeweils rund eine halbe Stunde kürzeren Messwerten für die beiden Jahresdauern (tropisches Sonnenjahr mit 365,241 Tagen und Mondjahr mit zwölf Lunationen und 354,367 Tagen) zur Epoche J2000.0 ergibt sich ein nur geringfügig anderer Mittelwert, der ebenfalls nur um zirka eine Dreiviertelstunde von der Dauer von 360 Tagen abweicht: ::<math>\frac {d_a + d_{m_{12}}} {2} = \frac {365,241 \frac {\text {d}} {\text {a}} + 354,367 \frac {\text {d}} {\text {a}}} {2} \approx 359,804 \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 360 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> Für diese Erkenntnisse ist entweder die Weitergabe von beobachteten astronomischen Ereignissen, wie der Bedeckung der Plejaden durch den Mond oder die Messung der ekliptikalen Koordinaten des Mondes, an die nächste Generation erforderlich oder ein Lebensalter, das die Beobachtung von mindestens zwei solcher Zyklen umfasst – je nach Zeitpunkt der Geburt also rund 25 bis über 40 Jahre. Da der Meton-Zyklus mit den aufgerundeten ganzzahligen 6940&nbsp;Tagen einen Vierteltag länger dauert als 19&nbsp;Sonnenjahre, summiert sich diese Differenz nach vier Meton-Zyklen auf einen ganzen Tag. Der entsprechende nach {{w|Kallippos von Kyzikos}} (viertes vorchristliches Jahrhundert) benannte '''Kallippische Zyklus''' von 76&nbsp;Jahren (<math>= 4 \cdot 19</math>&nbsp;Jahre) oder 27759&nbsp;Tage (<math>= (4 \cdot 6940) - 1</math>&nbsp;Tage) wird auch als verbesserter Meton-Zyklus bezeichnet: * 76&nbsp;Jahre = 27758,4&nbsp;Tage * 940&nbsp;synodische Monate = 27758,8&nbsp;Tage * 1016&nbsp;siderische Monate = 27758,8&nbsp;Tage * 1020&nbsp;drakonitische Monate = 27756,5&nbsp;Tage Nach ungefähr 48&nbsp;Sonnenjahren betrug die Differenz zwischen Meton-Zyklus und Sonnenjahr einen Tag, aber erst nach ungefähr 128&nbsp;Sonnenjahren erreicht die Differenz zwischen Kallippischen Zyklus und Sonnenjahr so groß. Da der Kallippische Zyklus mit genau 27759;Tagen einen Vierteltag länger dauert als 76&nbsp;Sonnenjahre, summiert sich diese Differenz nach vier Kallippischen Zyklen auf einen ganzen Tag. Der entsprechende nach {{w|Hipparchos (Astronom)|Hipparchos von Nicäa}} (zweites vorchristliches Jahrhundert) benannte '''Hipparchos-Zyklus''' von 304&nbsp;Jahren (<math>= 4 \cdot 76 = 16 \cdot 19</math>&nbsp;Jahre) = 111035&nbsp;Tage (<math>= (4 \cdot 27759) - 1</math>&nbsp;Tage) ist also wiederum ein verbesserter Kallippischer Zyklus: * 304&nbsp;Jahre = 111033,6&nbsp;Tage * 3760&nbsp;synodische Monate = 111035,0&nbsp;Tage * 4064&nbsp;siderische Monate = 111035,2&nbsp;Tage * 4080&nbsp;drakonitische Monate = 111025,9&nbsp;Tage Nach einer Kallippischen Periode beträgt die Differenz zwischen 111035&nbsp;ganzen Tagen und der Dauer von 3760&nbsp;synodischen Monaten nur eine dreiviertel Stunde. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Dauern im Meton-Zyklus, im Kallippischen Zyklus und im Hipparchos-Zyklus: {| class="wikitable" ! !Tropische Perioden !Synodische Perioden !Siderische Perioden !Ganzzahlige Tage |- |'''Dauer einer Periode in Tagen''' |'''365,2422''' |'''29,53059''' |'''27,32166''' |'''1''' |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Meton-Zyklus''' |'''19''' |'''235''' |'''254''' |'''6940''' |- |'''Anzahl der Tage im Meton-Zyklus''' |6939,6018 |6939,6887 |6939,7016 |6940 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,0868 |0,0998 |0,3982 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' | -0,0868 |0,0000 |0,0130 |0,3113 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Tagen''' | -0,0998 | -0,0130 |0,0000 |0,2984 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Stunden''' |0,00 |2,08 |2,40 |9,56 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' | -2,08 |0,00 |0,31 |7,47 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Stunden''' | -2,40 | -0,31 |0,00 |7,16 |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Kallippischen Zyklus''' |'''76''' |'''940''' |'''1016''' |'''27759''' |- |'''Anzahl der Tage im Kallippischen Zyklus''' |27758,4072 |27758,7546 |27758,8066 |27759 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,3474 |0,3994 |0,5928 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' | -0,3474 |0,0000 |0,0520 |0,2454 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Tagen''' | -0,3994 | -0,0520 |0,0000 |0,1934 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Stunden''' |0,00 |8,34 |9,58 |14,23 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' | -8,34 |0,00 |1,25 |5,89 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Stunden''' | -9,58 | -1,25 |0,00 |4,64 |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Hipparchos-Zyklus''' |'''304''' |'''3760''' |'''4064''' |'''111035''' |- |'''Anzahl der Tage im Hipparchos-Zyklus''' |111033,6288 |111035,0184 |111035,2262 |111035 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |1,3896 |1,5974 |1,3712 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' | -1,3896 |0,0000 |0,2078 | -0,0184 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Tagen''' | -1,5974 | -0,2078 |0,0000 | -0,2262 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Stunden''' |0,00 |33,35 |38,34 |32,91 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' | -33,35 |0,00 |4,99 | -0,44 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Stunden''' | -38,34 | -4,99 |0,00 | -5,43 |} Vor gut 2000&nbsp;Jahren betrug die Differenz zwischen Kallippischem Zyklus und Sonnenjahr nach ungefähr 227&nbsp;Sonnenjahren einen Tag. Durch die inzwischen etwas verkürzte Dauer eines tropischen Jahres ist dies heute bereits nach etwa 221&nbsp;Jahren der Fall. Die '''Goldene Zahl''' gibt an, das wievielte von diesen 19&nbsp;Jahren ein bestimmtes Jahr ist, und sie spielt auch heute noch eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Datums von Pessach oder Ostern, zum Beispiel mit Hilfe der Formeln zur Berechnung von {{w|Carl Friedrich Gauß}} (*&nbsp;1777; †&nbsp;1855): → Siehe auch: * [[Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Kalenderführung/ Osterdatum|'''Osterdatum''']] * {{w|Gaußsche Pessach-Formel}} * {{w|Gaußsche Osterformel}} Der Name Goldene Zahl rührt möglicherweise davon her, dass der diesem Zyklus zugrundeliegende Kalender (Parapegma) des Meton auf den Steinmauern seiner Sonnenuhr (heliotropion) am Pnyx-Hügel in Athen in goldener Schrift zu sehen war.<ref> Michael Wright: [https://www3.astronomicalheritage.net/index.php/show-entity?identity=26&idsubentity=1 The Pnyx, Athens, Greece], Portal to the Heritage of Astronomy, August 2011</ref><ref name="rutherforth" /> Heute ist in den Monaten um die Wintersonnenwende alle 19&nbsp;Jahre morgens am westlichen Horizont der untergehende Vollmond im Goldenen Tor der Ekliptik zu sehen, wie zuletzt im Dezember&nbsp;2018. Die untere Hälfte des Mondes wird dann während des Untergangs vom Horizont verdeckt und der sichtbare leuchtende Teil bildet somit einen Halbkreis, wie er im mittleren Segment der Himmelstafel angedeutet ist. In diesem Fall liegen Hyaden und Plejaden im Westen auf einer Linie parallel zum Horizont und der dazwischenliegende, beim Untergang noch halb zu sehende Vollmond würde der Abbildung auf der Steintafel von Tal-Qadi entsprechen. Vor 4500&nbsp;Jahren ergab sich diese Himmelsansicht wegen der Verschiebung des Frühlingspunktes bereits um die Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst. Die 19&nbsp;Megalithe des Blaustein-Hufeisens von Stonehenge (2270&nbsp;bis 1930&nbsp;vor Christus) werden ebenfalls mit dem Meton-Zyklus in Zusammenhang gesehen. Im Übrigen werden beispielsweise auch die Goldhüte aus der Bronzezeit mit diesem Zyklus in Verbindung gebracht.<ref>Wilfried Menghin: „Der Berliner Goldhut und die goldenen Kalendarien der alteuropäischen Bronzezeit“, Acta Praehistorica et Archaeologica, Band 32, 2000, ISSN 0341-1184, Seiten 31 bis 108</ref> [[Datei:Hattusa,_capital_of_the_Hittite_Empire_51.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Detail mit den linken drei der insgesamt neunzehn Göttinnen der Bilderreihe in der Kammer A des hethitischen Heiligtums Yazılıkaya.]] An der östlichen Wand in der Kamme&nbsp;A des hethitischen Heiligtums '''Yazılıkaya''' (türkisch für „beschriebener Fels“) aus dem 13.&nbsp;vorchristlichen Jahrhundert existiert eine Reliefbilderreihe, die eine Prozession von '''neunzehn''' nach links schauenden Göttinnen im Ganzkörperprofil darstellt. Auch hier wird vermutet, dass diese Reihe als Zählwerk für den Meton-Zyklus eine Kalenderfunktion innehatte.<ref>Eberhard Zangger, Rita Gautschy: [http://63.33.38.154/JSA/article/view/12232 Celestial Aspects of Hittite Religion - An Investigation of the Rock Sanctuary Yazilikaya], Journal of Skyscape Archaeology, 5(1), 5–38, 2019</ref><ref>Edwin C. Krupp, Eberhard Zangger: [https://www.archaeologie-online.de/artikel/2021/die-symbolische-darstellung-des-kosmos-im-hethitischen-felsheiligtum-yazlkaya Die symbolische Darstellung des Kosmos im hethitischen Felsheiligtum Yazılıkaya] vom 16. Juni 2021, Archäologie Online, archaeomedia, Freiburg</ref> [[Datei:Yazilikaya.19.Gottheiten.png|zentriert|hochkant=4|mini|Schmatische Darstellung der '''neunzehn''' weiblichen Gottheiten im hethitischen Heiligtum '''Yazılıkaya'''. Im Original variieren die Darstellungen der einzelnen Figuren, die in unterschiedlichem Zustand erhalten sind. Über den Händen einzelner Figuren konnten verschiedene hieroglyphische Darstellungen festgestellt werden. Die erste Figur (ganz links) konnte hierdurch nur indirekt rekonstruiert werden.]] Die auf den MUL.APIN-Tafeln schriftlich überlieferten babylonischen [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Die_Schaltregel|'''Plejaden-Schaltregeln''']] beziehen sich zweifelsfrei auf einen Zeitpunkt, als der offene Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier (Taurus) die gleiche ekliptikale Länge wie der Frühlingspunkt gehabt hat. Dies bedeutet, dass die Sonne zur Tag-und-Nacht-Gleiche direkt neben den Plejaden stand, und dies war um 2600&nbsp;vor Christus der Fall. Aus beiden Schaltregeln ergibt sich, dass innerhalb von 19&nbsp;Sonnenjahren sieben zusätzliche synodische Monate eingeschaltet werden müssen, damit Sonnen- und synodisches Mondjahr synchron bleiben. Die Differenz zwischen Mondlauf und Sonnenlauf beträgt nach diesen 19&nbsp;Sonnenjahren nur gut zwei Stunden. Diese Abweichung beträgt nur gut zwei Promille beziehungsweise 238&nbsp;parts&nbsp;per&nbsp;million: * Tropisches Sonnenjahr (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt): <math>J_S = 365,2422 \text { d} = 8765,813 \text { h}</math> * Synodischer Monat (von Neumond zu Neumond): <math>M_{syn} = 29,53059 \text { d} = 708,7342 \text { h}</math> * Synodisches Mondjahr (zwölf synodische Monate): <math>J_{syn} = 12 \cdot M_{syn} = 354,3671 \text { d} = 8504,810 \text { h}</math> * Jahresdifferenz zwischen tropischem Sonnenjahr und synodischem Mondjahr: <math>\Delta J = J_S - J_{syn} = 10,8751 \text { d} = 261,003 \text { h}</math> * Meton-Zyklus: <math>19 \cdot \Delta J = 206,627 \text { d} = 4959,046 \text { h}</math> beziehungsweise <math>7 \cdot M_{syn} = 206,714 \text { d} = 4961,139 \text { h}</math> * Genauigkeit des Meton-Zyklus: <math>\Delta M = 7 \cdot M_{syn} - 19 \cdot \Delta J = 0,087 \text { d} \approx 2,09 \text { h} = 235 \cdot M_{syn} - 19 \cdot J_S</math> * Arithmetische Zusammensetzung und Primfaktorenzerlegung der Anzahl synodischer Mondzyklen: <math>235 = 7 + 19 \cdot 12 = 5 \cdot 47</math> Mit anderen Worten war der Meton-Zyklus bereits über zwei Jahrtausende lang bekannt, bevor sich der griechische Astronom Meton damit beschäftigte. Es ist äußerst bemerkenswert, dass eine entsprechende Berechnung auch für dreizehn siderische Monate durchgeführt werden kann, bei denen der Mond jeweils einmal vollständig die Ekliptik mit ihren zwölf Ekliptiksternbildern beziehungsweise den 27 oder 28 Mondstationen (auch Mondhäuser genannt, siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Mondhäuser|Exkurs '''Mondhäuser''']]) durchläuft: * Tropisches Sonnenjahr (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt): <math>J_S = 365,2422 \text { d} = 8765,813 \text { h}</math> * Siderischer Monat (von Fixstern zu Fixstern): <math>M_{sid} = 27,32166 \text { d} = 655,720 \text { h}</math> * Siderisches Mondjahr (13 siderische Monate): <math>J_{sid} = 13 \cdot M_{sid} = 355,1816 \text { d} = 8524,358 \text { h}</math> * Jahresdifferenz zwischen tropischem Sonnenjahr und siderischem Mondjahr: <math>\Delta J = J_S - J_{sid} = 10,0606 \text { d} = 241,454 \text { h}</math> * Meton-Zyklus: <math>19 \cdot \Delta J = 191,151 \text { d} = 4587,634 \text { h}</math> beziehungsweise <math>7 \cdot M_{sid} = 191,252 \text { d} = 4590,040 \text { h}</math> * Genauigkeit des Meton-Zyklus: <math>\Delta M = 7 \cdot M_{sid} - 19 \cdot \Delta J = 0,100 \text { d} \approx 2,40 \text { h} = 254 \cdot M_{sid} - 19 \cdot J_S</math> * Arithmetische Zusammensetzung und Primfaktorenzerlegung der Anzahl siderischer Mondzyklen: <math>254 = 7 + 19 \cdot 13 = 2 \cdot 127</math> Auch hier beträgt die Differenz zwischen Mondlauf und Sonnenlauf nur gut zwei Stunden. Und innerhalb der 19 Sonnenjahre eines Meton-Zyklus müssen auch hier sieben zusätzliche (vierzehnte) siderische Monate eingeschaltet werden, damit Sonnen- und siderisches Mondjahr synchron bleiben. Zur Differenz von knapp elf Tagen zwischen Sonnen- und Mondjahr siehe auch '''[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Das_babylonische_Neujahrsfest_Akiti|das babylonische Neujahrsfest Akiti]]'''. Dieses elftägige Fest wurde am Ende des Mondjahres gefeiert. ===Der drakonitische Zyklus=== Ferner existiert ein zirka '''18,61-jähriger Mondzyklus''', der darauf beruht, dass bedingt durch die Präzession der Mondbahn der aufsteigende und der absteigende Mondknoten nach dieser Zeit die Ekliptik entgegen der rechtläufigen (prograden) Umlaufrichtung des Mondes genau einmal vollständig rückläufig (retrograd) durchlaufen haben. Dieser Zyklus besteht aus 249,83&nbsp;drakonitischen Monaten, die insgesamt 6798,38&nbsp;Tagen beziehungsweise 18,61&nbsp;tropischen Sonnenjahren entsprechen. Die ekliptikalen Längen der Mondknoten vermindern sich hierbei um einen Winkel von 19,34&nbsp;Bogengrad pro Jahr. Dieser drakonitische Zyklus ist zum Beispiel anhand der Abweichungen der ekliptikalen Breiten des Mondes und somit der Azimute bei den monatlichen Mondauf- und -untergängen am Horizont zu beobachten, die sich nach 18,61&nbsp;Jahren wiederholen und dabei um die Punkte der Wintersonnenwende im Südosten und Südwesten sowie die Punkte der Sommersonnenwende im Nordosten und Nordwesten entlang dem Horizont pendeln. Die Zeitpunkte an dem die entsprechenden Auf- und Untergangspunkte zwischen dem nördlichen und dem südlichen Horizont um die Punkte der Tag-und-Nacht-Gleichen im Osten und Westen, die definitionsgemäß bei der ekliptikalen Breite null genau in der Ekliptik liegen, am engsten beziehungsweise am weitesten auseinanderliegen, heißen '''große und kleine Mondwenden'''. Diese Mondwenden wiederholen sich also alle 18,61&nbsp;Jahre. Hierbei treten auch extrem große und extrem kleinen Mondwenden auf. Um die Wintersonnenwenden der Jahre 2023, 2042, 2061 und so weiter treten beispielsweise '''größte Mondwenden''' auf, bei denen die Auf- und Untergangspunkte weit in Richtung Norden von den genau im Osten und im Westen liegenden Äquinoktialpunkten entfernt sind. Und um die Sommersonnenwenden der Jahre 2024, 2043, 2062 und so weiter treten '''kleinste Mondwenden''' auf, bei denen die Auf- und Untergangspunkte weit in Richtung Süden von den genau im Osten und im Westen liegenden Äquinoktialpunkten entfernt sind. [[Datei:Ekliptik.helle.Objekte.png|mini|hochkant=2|rechts|Die sieben hellsten feststehenden Himmelsobjekte in der Nähe der Ekliptik liegen zwischen den Sternbildern Stier (Taurus, rechts) und Skorpion (Scorpio, links). Der Bogen der Ekliptik wird von den Wandelgestirnen entgegen dem Uhrzeigersinn vom Frühlingspunkt rechts zum Herbstpunkt links durchlaufen. In der Nähe unteren Bogenhälfte befinden sich keine hellen Fixsterne in der Nähe der Ekliptik, der helle Stern Fomalhaut (α&nbsp;Piscis Austrini) im Sternbild Südlicher Fisch (Piscis Austrinus) dient lediglich zur Orientierung. Außerhalb des Bogens liegende Punkte befinden sich nördlich der Ekliptik und innen liegende südlich.]] Aufgrund dieser Zusammenhänge werden alle möglichen Positionen des Mondes in Bezug auf die Ekliptik bei den ekliptikalen Längen von -180&nbsp;bis +180&nbsp;Bogengrad und den ekliptikalen Breiten von ungefähr -6&nbsp;bis +6&nbsp;Bogengrad innerhalb dieser 18,61-jährigen Periode erreicht. Somit erfolgen auch alle möglichen Sternbedeckungen (Okkultationen) oder nahe Konjunktionen innerhalb dieser Periodendauer und wiederholen sich danach im drakonitischen Zyklus. Die Bedeckungen hellsten ekliptiknahen Himmelsobjekte sind hierbei besonders spektakulär und gut zu beobachten. Dies gilt insbesondere für: * die '''Plejaden''' (Messier 45, 1,5<sup>m</sup>) im Sternbild Stier (Taurus) * die '''Hyaden''' (0,5<sup>m</sup>) im Sternbild Stier (Taurus) * den Roten Riesen '''Aldebaran''' (α&nbsp;Tauri, 1,0<sup>m</sup>) im Sternbild Stier (Taurus) * den Roten Überriesen '''Antares''' (α&nbsp;Scorpii, 1,0<sup>m</sup>) im Sternbild Skorpion (Scorpio), * den Stern '''Spica''' (α&nbsp;Virginis, 1,0<sup>m</sup>) im Sternbild Jungfrau (Virgo) * den Stern '''Regulus''' (α&nbsp;Leonis, 1,5<sup>m</sup>) im Sternbild Löwe (Leo) Wenn der Mond bei der Bedeckung der '''Plejaden''' seine maximale nördliche ekliptikale Breite bereits zuvor erreicht hatte und sich also bereits wieder in Richtung seines absteigenden Knotens bewegt, befindet sich in der Nähe des absteigenden Knotens der Königsstern '''Regulus''' im Sternbild Löwe (Leo), so dass es ungefähr eine Woche später ebenfalls zu dessen Bedeckung durch den Mond kommen kann. Da der Stern '''Antares''' α&nbsp;Scorpii) im Sternbild Skorpion (Scorpio) in etwa die gleiche südliche ekliptikale Breite hat wie die Plejaden eine nördliche ekliptikale Breite haben und beide auf gegenüberliegenden Punkten der Ekliptiklinie liegen, kommt es im Rhythmus des drakonitischen Zyklus innerhalb eines halben Monats gehäuft zu der Bedeckung beider Himmelsobjekte durch die Mondscheibe. Beide Ereignisse wären wegen der gegenüberliegenden Lage auf der Ekliptik heute allerdings nur während der langen Nächte im Winterhalbjahr zu sehen, wenn Antares praktisch nicht zu beobachten ist, weil er von der Sonne überstrahlt wird. Als der Frühlingspunkt im Altertum jedoch im Sternbild Stier stand, war die aufeinanderfolgende Bedeckung von Plejaden und Antares jedoch durchaus ein zu beobachtendes Doppelereignis. Das nächste Mal werden die beiden eng benachbarten Elternsterne der Plejaden (der Titan Atlas und die Okeanide Pleione) von Mitteleuropa aus gesehen in den Morgenstunden des 8.&nbsp;Augusts 2024 von der Scheibe des abnehmenden Halbmonds bedeckt. Am 1.&nbsp;April 2025 werden gegen Mitternacht dann sogar mehrere helle Sterne des Sternhaufen durch die nur vier Tage alte Mondsichel bedeckt. Auch im alten chinesischen, mündlich überlieferten Volksmärchen „Morgenhimmel“ wird der Zyklus vom '''Stern des großen Jahres''' erwähnt, der sich erst nach 18 Jahren, also im 19.&nbsp;Jahr wiederholt:<ref>[[s:Morgenhimmel|Morgenhimmel]], Wikisource</ref> <blockquote> Als Morgenhimmel gestorben war, berief der Kaiser den Sterndeuter und fragte: „Kanntest du Morgenhimmel?“<br/> Der sagte: „Nein.“<br/> Der Kaiser fragte: „Was verstehst du denn?“<br/> Der Sterndeuter sagte: „Ich kann nach den Sternen sehen.“<br/> „Sind alle Sterne an ihrem Platz?“ fragte der Kaiser.<br/> „Ja. Nur den Stern des großen Jahres habe ich achtzehn Jahre nicht gesehen. Jetzt aber ist er wieder sichtbar.“<br/> Da blickte der Kaiser zum Himmel auf und seufzte: „Achtzehn Jahre lang war Morgenhimmel mir zur Seite, und ich wusste nicht, dass er der Stern des großen Jahres war.“ </blockquote> Mit "Stern des großen Jahres" könnte ein Ereignis gemeint sein, bei dem der Mond alle 18,61 Jahre einen bestimmten hellen und ekliptiknahen Stern bedeckt, wie zum Beispiel einen der drei Königssterne Aldebaran (α&nbsp;Tauri) im Sternbild Stier (Taurus), Regulus (α&nbsp;Leonis) im Sternbild Löwe (Leo), Antares (α&nbsp;Scorpii) im Sternbild Skorpion (Scorpio) oder auch Spica (α&nbsp;Virginis) im Sternbild Jungfrau (Virgo). Auch für den drakonitischen Zyklus kann für dreizehn drakonitische Monate eine Berechnung in Bezug auf den 19-jährigen Meton-Zyklus durchgeführt werden: * Tropisches Sonnenjahr (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt): <math>J_S = 365,2422 \text { d} = 8765,813 \text { h}</math> * Drakonitischer Monat (von Mondknoten zu Mondknoten): <math>M_{dra} = 27,21222 \text { d} = 653,093 \text { h}</math> * Drakonitisches Mondjahr (13 drakonitische Monate): <math>J_{dra} = 13 \cdot M_{dra} = 353,7589 \text { d} = 8490,213 \text { h}</math> * Jahresdifferenz zwischen tropischem Sonnenjahr und drakonitischem Mondjahr: <math>\Delta J = J_S - J_{dra} = 11,4833 \text { d} = 275,600 \text { h}</math> * Meton-Zyklus: <math>19 \cdot \Delta J = 218,1835 \text { d} = 5236,403 \text { h}</math> beziehungsweise <math>8 \cdot M_{sid} = 217,6978 \text { d} = 5224,746 \text { h}</math> * Genauigkeit des Meton-Zyklus: <math>\Delta M = 8 \cdot M_{dra} - 19 \cdot \Delta J = -0,486 \text { d} \approx -11,66 \text { h} = -(255 \cdot M_{dra} - 19 \cdot J_S)</math> * Arithmetische Zusammensetzung und Primfaktorenzerlegung der Anzahl drakonitischer Mondzyklen: <math>255 = 8 + 19 \cdot 13 = 3 \cdot 5 \cdot 17</math> Hier beträgt die Differenz zwischen Mondlauf und Sonnenlauf knapp einen halben Tag. Innerhalb der 19 Sonnenjahre eines Meton-Zyklus müssen hier acht zusätzliche (vierzehnte) drakonitische Monate eingeschaltet werden, damit Sonnen- und drakonitisches Mondjahr synchron bleiben. ===Der Saros-Zyklus=== [[Datei:Saros-Zyklus.2023.Januar.png|rechts|mini|hochkant=4|Der '''Saros-Zyklus''' umfasst sowohl eine Periode von 242&nbsp;drakonitischen Monaten als auch eine Periode von 223&nbsp;synodischen Monaten. Das sind gut 6585&nbsp;Tage oder 18,03 tropische Sonnenjahre, also 18&nbsp;Jahre und knapp 11&nbsp;Tage). In der Graphik ist die Zeit vom aufsteigenden Knoten (rot) am 1.&nbsp;Januar 2023 bis zum aufsteigenden Knoten (rot) am 11.&nbsp;Januar 2041 dargestellt. Man beachte die gleichzeitige zyklische Wiederholung der jeweiligen Mondphasen sowie daraus folgend der '''Finsternisse''' im April und Mai sowie im Oktober und November mit einer Verschiebung von elf Kalendertagen im Sonnenjahr.<br/>Die '''Mondwenden''' (die tagesaktuellen Auf- und Untergangsazimute des Mondes sind im unteren Bereich für die geographische Breite 52,5 Bogengrad (zum Beispiel in Berlin) dargestellt) haben ihr Minimum und Maximum demzufolge zu den entsprechenden Zeitpunkten, die Ausprägung dieser Extrema unterscheidet sich jedoch ein wenig, weil der Mond dort geringfügig abweichende minimale und maximale ekliptikale Breiten hat. Die kleinen Mondwenden beim Sommervollmond im Juli und die großen Mondwenden beim Wintervollmond (Jahreswechsel) sind in der Graphik ebenfalls nachvollziehbar.<br/>[[Datei:Legende.Meton-Zyklus.png|mini|zentriert|Legende]]]] Über die weiter oben beschriebenen Koinzidenzen hinaus kann beobachtet werden, dass der Mond nach '''18,03&nbsp;Jahren''' (also nach 242&nbsp;drakonitischen Monaten beziehungsweise 6585,3&nbsp;Tagen) denselben auf- oder absteigenden Knoten erreicht, wobei Sonne und Mond dann die gleiche Elongation haben (nach 223&nbsp;synodischen Monaten beziehungsweise 6585,2&nbsp;Tagen). Sie befinden sich dann allerdings nur fast bei den gleichen ekliptikalen Längen beziehungsweise an den gleichen Stellen des Fixsternhimmels, da diese Dauer nur mit ungefähr einem halben Tag Differenz mit 241 siderischen Perioden übereinstimmt (6584,6&nbsp;Tage). Innerhalb dieses halben Tages hat sich die Sonne um zirka ein halbes Bogengrad und der Mond sogar um ungefähr sechseinhalb Bogengrad weiterbewegt. Dieser Zyklus wird '''Saros-Zyklus''' genannt. Innerhalb dieser Zeitspanne ergibt sich eine Reihe von Sonnen- und Mondfinsternissen, die sich in ihrer Abfolge immer wieder ähneln. Der Saros-Zyklus war bei den Babyloniern bereits im Altertum bekannt, was in Keilschrift geschrieben auf Tontafeln aus der Mitte des achten vorchristlichen Jahrhunderts überliefert ist. Heute werden die sich wiederholenden Sonnen- und Mondfinsternisse, die sich auf einen bestimmten auf- oder absteigenden Knoten der Mondbahn beziehen und jeweils eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten haben, zum Zwecke der Unterscheidung mit Nummern versehen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Weltgeschichte sind immer mehrere Dutzend Saros-Zyklen gleichzeitig aktiv. Die anomalistische Periode steht für die Dauer, bis der Mond auf seiner elliptischen Bahn um die Erde erneut eines seiner beiden Apogäen erreicht, also das Perigäums (erdnächster Punkt) oder das Apogäum (erdfernster Punkt). Nach einer ganzzahligen vielfachen Dauer der anomalistischen Periode hat der Mond also stets fast die gleiche Entfernung zur Erde und somit auch die gleiche scheinbare Größe, so dass die Dauer und Art (totale oder ringförmige Sonnenfinsternis) einer Finsternis sich wiederholt. Wegen der gleichen ekliptikalen Breiten des Mondes nach einer ganzzahligen vielfachen Dauer der drakonitischen Periode erscheint der Mondschatten auf der Erdoberfläche nach der Dauer einer Saros-Periode ungefähr beim gleichen Breitengrad. Durch die Differenz von rund einem drittel Tag ist der Längengrad allerdings nach einer Saros-Periode um knapp 120 Bogengrad nach Westen verschoben. Nach drei Saros Perioden, oder nach einem dadurch definierten Exeligmos-Zyklus, haben sich die drei Dritteltage fast auf einen Tag summiert, so dass nach der Mondschatten dann nicht nur wieder beim ähnlichen Breitengrad, sondern sogar beim ähnlichen Längengrad und zu einer ähnlichen Tageszeit auftaucht. Anders ausgedrückt: wenn an einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche eine Finsternis auftritt, so erfolgt in der Regel nach 19756 Tagen (54 Jahren und 33 Tagen) in dieser geographischen Region mit nur rund einer Stunde Verfrühung erneut eine solche Finsternis. {| class="wikitable" |+ Exeligmos-Zyklus ! Anzahl der Saros-Zyklen !! Dauer in tropischen Jahren !! Dauer in ganzen Tagen |- | 1 || 18,03 || 6585 |- | 3 || 54,09 || 19756 |} Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Dauern verschiedener Mondzyklen in einem '''Saros-Zyklus''' (18,03 tropische Jahre) sowie in einem dreimal so langen Zyklus '''Exeligmos-Zyklus''' (54,09 tropische Jahre) . {| class="wikitable" ! !Synodische Perioden !Drakonitische Perioden !Tage !Anomalistische Perioden |- |'''Dauer einer Periode in Tagen''' |'''29,53059''' |'''27,21222''' |'''1''' |'''27,53455''' |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Saros-Zyklus''' |'''223''' |'''242''' |'''6585''' |'''239''' |- |'''Anzahl der Tage im Saros-Zyklus''' |6585,3216 |6585,3572 |6585,0000 |6580,7575 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,0357 | -0,3216 | -4,5641 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Tagen''' | -0,0357 |0,0000 | -0,3572 | -4,5998 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen''' |0,3216 |0,3572 |0,0000 | -4,2425 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' |0,00 |0,86 | -7,72 | -109,54 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Stunden''' | -0,86 |0,00 | -8,57 | -110,39 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen in Stunden''' |7,72 |8,57 |0,00 | -101,82 |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Exeligmos-Zyklus''' |'''669''' |'''726''' |'''19756''' |'''717''' |- |'''Anzahl der Tage im Exeligmos-Zyklus''' |19755,9647 |19756,0717 |19756,0000 |19742,2724 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,1070 |0,0353 | -13,6924 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Tagen''' | -0,1070 |0,0000 | -0,0717 | -13,7994 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen in Tagen''' | -0,0353 |0,0717 |0,0000 | -13,7277 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' |0,00 |2,57 |0,85 | -328,62 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Stunden''' | -2,57 |0,00 | -1,72 | -331,18 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen in Stunden''' | -0,85 |1,72 |0,00 | -329,46 |} ===Mondwenden=== Da sich die '''Sonne''' definitionsgemäß immer in der Ekliptikebene befindet, wiederholen sich die Verhältnisse in Bezug auf ihre Auf- und Untergangspunkte sowie auf ihre südlichen und die nördlichen Kulminationshöhen in jedem tropischen Sonnenjahr. Zur '''Sommersonnenwende''' steht die Sonne am höchsten und am längsten über den Horizont, die Auf- und Untergangsazimute erreichen ihre nördlichsten Positionen und es ergibt sich der Kalendertag mit dem längsten Tagesslicht und der kürzesten Dunkelheit. Zur '''Wintersonnenwende''' steht die Sonne am niedrigsten und am kürzesten über den Horizont, die Auf- und Untergangsazimute erreichen ihre südlichsten Positionen und es ergibt sich der Kalendertag mit dem kürzesten Tagesslicht und der längsten Nacht. Bei den beiden '''Äquinoktien''' zum '''Frühlings- und Herbstbeginn''' herrscht die '''Tag-und-Nacht-Gleiche''', zwölf Stunden Tag und zwölf Stunden Nacht .Die Sonne geht überall auf der Erde exakt im Osten auf beziehungsweise im Westen unter. Mit dem Neumond verhält es sich ähnlich wie mit der Sonne, da er sich stets in Sonnennähe befindet. Die Mondbahn ist gegenüber der Ekliptik jedoch geneigt (Inklination der Mondbahn), so dass der Mond bis zu gut 5&nbsp;Bogengrad höher oder niedriger stehen kann, als die Sonnenscheibe. Bei einer '''großen Mondwende''' steht die Ekliptik immer besonders hoch über dem Horizont und der Mond hat gleichzeitig seine maximale nördliche ekliptikale Breite erreicht. Wenn der Vollmond bei einer großen Mondwende auf dem südlichen Meridian kulminiert, findet dieses Ereignis als '''größte Mondwende''' um Mitternacht zur Wintersonnenwende statt (im Dezember 2023, 2042 und 2061). [[Datei:Grosse.Mondwende.png|mini|zentriert|hochkant=2|Die Größte Mondwende bei der am höchsten stehenden Ekliptik auf der Nordhalbkugel sowie die Sommersonnenwende im Horizontsystem. Die blaue Mondbahn wird während der Sommersonnenwende nur bei Neumond gleichzeitig mit der orangefarbenen Sonnenbahn durchlaufen. Während der Wintersonnenwende findet diese große Mondwende statt, wenn der Mond in Opposition zur Sonne steht und somit Vollmond herrscht.]] Bei einer '''kleinen Mondwende''' steht die Ekliptik immer besonders niedrig über dem Horizont und der Mond hat gleichzeitig seine minimale südliche ekliptikale Breite erreicht. Wenn der Vollmond bei einer kleinen Mondwende auf dem südlichen Meridian kulminiert, findet dieses Ereignis als '''kleinste Mondwende''' um Mitternacht zur Sommersonnenwende statt (im Juni 2024, 2043 und 2062). [[Datei:Kleine.Mondwende.png|mini|zentriert|hochkant=2|Die kleinste Mondwende bei der am niedrigsten stehenden Ekliptik auf der Nordhalbkugel sowie die Wintersonnenwende im Horizontsystem. Die blaue Mondbahn wird während der Wintersonnenwende nur bei Neumond gleichzeitig mit der orangefarbenen Sonnenbahn durchlaufen. Während der Sommersonnenwende findet diese kleine Mondwende statt, wenn der Mond in Opposition zur Sonne steht und somit Vollmond herrscht.]] [[Datei:ZunehmenderMond.Herbst-Aequinoktium.P1185517.jpg|mini|rechts|Zunehmender Mond zum Herbst-Äquinoktium bei kleiner Mondwende mit flacher Ekliptik in Berlin mit fast senkrecht stehender Mondsichel (38% beleuchtet) im Sternbild Skorpion kurz vor Sonnenuntergang. Visuelle Helligkeit -9 mag, südliche ekliptikale Breite = -5°, Höhe über dem südlichen Horizont = 9°, Mondalter 6,2 Tage.]] In der folgenden Übersicht sind die '''Mondaufgangspunkte''' am östlichen Horizont, die '''Kulminationspunkte''' auf dem südlichen Meridian und die '''Monduntergangspunkte''' am westlichen Horizont für die vier verschiedenen Jahreszeiten angegeben: {| class="wikitable" |+ Die Lage des Bogens der Ekliptik über dem nächtlichen Horizont zu verschiedenen Jahreszeiten !title="Jahreszeit"| Jahreszeit !title="Am Abend"| Abends</br>(Aufgang des Vollmonds</br>in östlicher Richtung) !title="Um Mitternacht"| Um Mitternacht</br>(Kulmination des Vollmonds</br>auf dem südlichen Meridian) !title="Am Morgen"| Morgens</br>(Untergang des Vollmonds</br>in westlicher Richtung) |- | '''Frühlingsanfang'''</br>'''Tag-und-Nacht-Gleiche''' || [[Datei:Ekliptik.C.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.D.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.A.png|360px]] |- | '''Sommeranfang'''</br>'''Sommersonnenwende''' || [[Datei:Ekliptik.D.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.A.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.B.png|360px]] |- | '''Herbstanfang'''</br>'''Tag-und-Nacht-Gleiche''' || [[Datei:Ekliptik.A.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.B.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.C.png|360px]] |- | '''Winteranfang'''</br>'''Wintersonnenwende''' || [[Datei:Ekliptik.B.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.C.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.D.png|360px]] |} Im Laufe eines '''drakonitischen Monats''' geht der Mond sowohl durch den aufsteigenden als auch durch den absteigenden Knoten (Drachenpunkte) seiner Mondbahn. Nach dem Durchqueren des aufsteigenden Knotens wird die ekliptikale Breite des Mondes positiv (nördliche ekliptikale Breite), er steigt in Bezug zur Ekliptiklinie nach Norden und bleibt entsprechend immer länger über dem Horizont. Nach dem Durchqueren des absteigenden Knotens wird die ekliptikale Breite des Mondes negativ (südliche ekliptikale Breite), er fällt in Bezug zur Ekliptiklinie nach Süden und bleibt entsprechend immer kürzer über dem Horizont. In der deutschsprachigen Schweiz gibt es für diese im Laufe eines drakonitischen Monats täglich mehr oder weniger deutlich wahrnehmbaren Änderungen der ekliptikalen Breite sogar eigene Adjektive. Das Ansteigen der ekliptikalen Breite des Mondes nach Norden wird '''obsigend''', und das Abfallen der ekliptikalen Breite des Mondes nach Süden wird '''nidsigend''' genannt. [[Datei:Mond-.und.Sonnenwenden.png|mini|rechts|hochkant=2|Verschiedene Mond- und Sonnenwenden auf dem südlichen Meridian im Laufe eines Jahres in Bezug zum Horizontsystem.]] Im Laufe der Zeit pendelt der Mond immer wieder zwischen den kleinen und großen Mondwenden. Dieser Ablauf wiederholt sich nach einem vollständigen '''drakonitischen Zyklus''', also nach 18,61&nbsp;Jahren, innerhalb dessen die kleinste und die größte Mondwende im zeitlichen Abstand von rund 9,3&nbsp;Jahren jeweils einmal erreicht wird. Die Deklinationen des Mondes <math>\delta_M</math> pendeln also um die Werte der Deklination der Sonne <math>\delta_S</math>. Die Deklination und der maximale Höhenwinkel bei der Kulmination des Mondes auf dem südlichen Meridian ergeben sich unter Berücksichtigung der Inklination der Mondbahn gegenüber der Ekliptikebene <math>i</math> (heute '''5,145&nbsp;Bogengrad''') wie folgt: {| class="wikitable" |+ Deklinationen des Mondes ! Ereignis !! Deklination des Mondes <math>\delta_M</math> !! Maximaler Höhenwinkel des Mondes<br/><math>h_{max,M}</math> || Azimut des Mondaufgangs<br/><math>a_{A,M}</math> || Azimut des Monduntergangs<br/><math>a_{U,M}</math> |- | Kleinste Mondwende || <math>-(\varepsilon + i)</math> || <math>(90^\circ - \varphi) - (\varepsilon + i)</math> || <math>180^\circ - \arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> || <math>180^\circ + \arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> |- | Kleine Mondwende || <math>\delta_S - i</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + (\delta_S - i)</math> || - || - |- | Mond im Knoten || <math>\delta_S</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + \delta_S</math> || - || - |- | Große Mondwende || <math>\delta_S + i</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + (\delta_S + i)</math> || - || - |- | Größte Mondwende|| <math>+(\varepsilon + i)</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + (\varepsilon + i)</math> || <math>\arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> || <math>360^\circ - \arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> |} Die für die Azimute anzuwendenden Formeln hängen vom Vorzeichen der Deklination des Mondes <math>\delta_M</math> ab. Bei den kleinen Mondwenden, bei den großen Mondwenden und zu den Zeiten, wenn sich der Mond in seinen Knoten befindet, können die Azimute entsprechend den Verhältnissen bei den anderen Formeln berechnet werden. Die maximalen Höhenwinkels des Mondes und der Sonne konnten zum Beispiel schon in der Bronzezeit mit Hilfe von '''Stabdolchen''' beobachtet und bestimmt werden. Siehe hierzu auch '''[[Quadriviale_Kuriositäten/_Stabdolche|Stabdolche]]'''. ===Vergleich der Perioden=== Die folgenden Periodendauern spielen bei Sonnen- und Mondzyklen eine besondere Rolle: * '''Meton-Zyklus:''' ** 19&nbsp;'''tropische Sonnenjahre''' = 6939,6&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge der Sonne in Bezug zum Frühlingspunkt mit ihren Äquinoktien und Sonnenwenden. ** 235&nbsp;'''synodische Monate''' = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die Mondphasen mit Neumonden und Vollmonden. ** 254&nbsp;'''siderische Monate''' = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge des Mondes in Bezug zum Frühlingspunkt und den Fixsternhimmel. ** 255&nbsp;'''drakonitische Monate''' = 6939,1&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Breite des Mondes beziehungsweise die auf- und absteigenden Knoten der Mondbahn. * '''Drakonitischer Zyklus:''' ** 249,83&nbsp;'''drakonitische Monate''' = 6798,38&nbsp;Tage = 18,61&nbsp;tropische Sonnenjahre, bestimmt durch die ekliptikalen Längen der auf- und absteigenden Knoten der Mondbahn: Zyklus der Mondwenden und Sternbedeckungen * '''Saros-Zyklus:''' ** 242&nbsp;'''drakonitische Monate''' = 6585,3&nbsp;Tage = 18,03&nbsp;tropische Sonnenjahre (respektive 18&nbsp;Jahre und 11&nbsp;Tage): Zyklen der Sonnen- und Mondfinsternisse ** 223&nbsp;'''synodische Monate''' = 6585,4&nbsp;Tage, bestimmt durch die Mondphasen mit Neumonden und Vollmonden. [[Datei:Meton-Zyklus.2023.4x5.png|mini|links|hochkant=4|Der 19-jährige Meton-Zyklus vom Januar&nbsp;2023 bis zum Januar&nbsp;2042. Die Zeit schreitet in horizontaler Richtung jeweils um einen halben Tag pro Bildpunkt voran.<br/>Im unteren Teil des Diagramms sind die kleinen und großen Mondwenden für die geographische Breite 52,5&nbsp;Bogengrad (zum Beispiel in Berlin) dargestellt.]] <div style="clear:both"></div> [[Datei:Herbstaequinoktium.kleine.Mondwende.2033.png|mini|rechts|hochkant=1|Herbstäquinoktium (orange) und Sonnenfinsternis bei aufsteigendem (rot) Neumond am 23.&nbsp;September 2033 (orangefarbene Linie), Mondfinsternis bei absteigendem (blau) Vollmond am 8.&nbsp;Oktober 2033 und Wintersonnenwende (türkis) mit kleiner Mondwende bei Neumond am 21.&nbsp;Dezember 2033 (grüne Linie).]] Der '''Vollmond''' (weiß) erscheint sowohl zu Beginn der Darstellung am 6.&nbsp;Januar 2023 als auch nach genau 19 Jahren am 6.&nbsp;Januar 2042. Dieser Sachverhalt ergibt sich daraus, dass nach dem Durchlauf eines Meton-Zyklus eine ganzzahlige Anzahl von 235&nbsp;synodischen Perioden durchlaufen wird (gleiche '''Elongation''' des Mondes). Diese Vollmonde stehen bei der gleichen ekliptikalen Länge im Sternbild Zwillinge (Gemini). Dieser Sachverhalt ergibt sich daraus, dass nach dem Durchlauf eines Meton-Zyklus eine ganzzahlige Anzahl von 254&nbsp;siderischen Perioden durchlaufen wird. Gleichzeitig steht auch die Sonne nach 19&nbsp;tropischen Sonnenjahren auf dem Zodiak bei der gleichen ekliptikalen Länge und somit erneut genau gegenüber vom Mond im Sternbild Schütze (Sagittarius). Da die Meton-Periode nur gut einen halben Tag länger ist als 255&nbsp;drakonitische Perioden, stehen diese beiden Vollmonde bei fast der gleichen ekliptikalen Breite nördlich vom Stern Mebsuta (ε&nbsp;Geminorum). '''Große Mondwenden''' mit maximaler Höhe des Mondes und längstem Bogen über dem Horizont folgen stets dem aufsteigenden Mondknoten (rot), und '''kleine Mondwenden''' mit minimaler Höhe des Mondes und kürzestem Bogen über dem Horizont folgen stets dem absteigenden Mondknoten (blau). [[Datei:KleinsteMondwende.23.6.2024.HDR.png|mini|hochkant=2|'''Kleinste Mondwende um die Mittsommernacht 2024''': Der Vollmond (scheinbarer Durchmesser = 31,8&nbsp;Minuten) am 23.&nbsp;Juni 2024 nach ein Uhr und kurz vor der oberen Kulmination auf dem südlichen Meridian von Berlin-Lankwitz (nördliche geographische Breite = 52,44&nbsp;Bogengrad) aus gesehen. Die ekliptikale Breite hatte einen Minimalwert, der fast 6&nbsp;Bogengrad südliche Breite betrug und somit zu einer extrem geringen maximalen Höhe über dem Horizont von nur 8,5&nbsp;Bogengrad führte.Im norwegischen Trondheim (nördliche geographische Breite = 63,44&nbsp;Bogengrad, also drei Breitengrade südlich vom nördlichen Polarkreis) oder im isländischen Reykjavik (nördliche geographische Breite = 64,15&nbsp;Bogengrad) war in diesen Tagen weder die Mitternachtssonne noch der Vollmond zu sehen.Der helle Stern rechts oberhalb der Mondscheibe ist Nunki im Schützen (σ Sagittarius, visuell 2,7<sup>m</sup>), unterhalb ist Asella (ζ Sagittarius, visuell 4,2<sup>m</sup>) zu sehen.]] Die '''größte Mondwende''' bei Vollmond tritt stets zur Wintersonnenwende und die '''kleinste Mondwende''' bei Vollmond tritt stets zur Sommersonnenwende auf. Je nach ekliptikaler Breite des Mondes schwanken die absoluten Werte für die Horizontwinkel um das doppelte der Inklination der Mondbahn, das heißt um bis zu 10,29&nbsp;Bogengrad. Die ekliptikale Breite bezieht sich auf den Erdmittelpunkt, da dieser in der Ekliptikebene liegt. Die von der Erdoberfläche aus beobachtete ekliptikale Breite des im Mittel nur zirka 383100&nbsp;Kilometer entfernten Mondes hängt zusätzlich vom jeweiligen geographischen Breitengrad der Beobachtung ab. Der Nordpol und der Südpol liegen um den Polradius von 6357&nbsp;Kilometer oberhalb (nördlich) beziehungsweise unterhalb (südlich) der Ekliptikebene. Daraus resultiert für die beobachtete ekliptikale Breite ein zusätzlicher Winkel von: :<math>\Delta \beta = \arctan \frac {6357} {383100} \approx \pm 0,95^\circ</math> Die '''größte Mondwende bei Vollmond''' (weiß) tritt bei maximaler ekliptikaler Breite des Mondes um die Wintersonnenwende (türkis, siehe Dezember&nbsp;2023) auf. Die '''kleinste Mondwende bei Vollmond''' (weiß) tritt bei minimaler ekliptikaler Breite des Mondes um die Sommersonnenwende (gelb, siehe Juni 2024). In dem 19-jährigen Diagramm (siehe oben) ist gut zu erkennen, wie sich die Konstellation zwischen Mondknoten (rot und blau) und Mondphasen (weiß und schwarz) nach den 19&nbsp;Jahren des '''Meton-Zyklus''' wiederholt (vergleiche Januar&nbsp;2023 und Januar&nbsp;2042). Der erste aufsteigende Mondknoten (rot) wird fünf Tage vor Vollmond am 2.&nbsp;Januar 2023 erreicht. Nach einer vollständigen '''Saros-Periode''' von 18&nbsp;Jahren und 11&nbsp;Tagen, also am 12.&nbsp;Januar 2041 wird fünf Tage vor Vollmond ebenfalls wieder ein aufsteigender Mondknoten erreicht. Eine Besonderheit gibt es im März 2038: Die Tag-und-Nacht-Gleiche erfolgt bereits am 20.&nbsp;März 2038 (Samstag) und der erste Frühlingsvollmond nur einige Stunden später am 21.&nbsp;März 2038 (Sonntag). Grundsätzlich müsste also der darauffolgende Sonntag, nämlich der 28.&nbsp;März 2038, das '''Osterdatum''' sein. In diesem Fall greift die abweichende Regel, dass erst der Vollmond nach dem 21.&nbsp;März als Frühlingsvollmond zu rechnen ist, was erst am 19.&nbsp;April 2038 (Montag) der Fall ist. Demzufolge ist das Osterdatum auf den 25.&nbsp;April 2038 (Sonntag) festgelegt. Eine '''Sonnenfinsternis '''tritt immer dann auf, wenn ein Neumond (weiß) zeitnah durch einen aufsteigenden (rot) oder absteigenden (blau) Mondknoten läuft. Dies ist im obigen Diagramm an den folgenden Tagen der Fall: * 20.&nbsp;April 2023, 14.&nbsp;Oktober 2023, 8.&nbsp;April 2024, 2.&nbsp;Oktober 2024, 29.&nbsp;März 2025, '''21.&nbsp;September 2025''' (Herbstäquinoktium), 17.&nbsp;Februar 2026, 12.&nbsp;August 2026, 6.&nbsp;Februar 2027, 2.&nbsp;August 2027, 26.&nbsp;Januar 2028, 22.&nbsp;Juli 2028, 14.&nbsp;Januar 2029, 12.&nbsp;Juni 2029, 11.&nbsp;Juli 2029, 5.&nbsp;Dezember 2029, 1.&nbsp;Juni 2030, 25.&nbsp;November 2030, 21.&nbsp;Mai 2031, 14.&nbsp;November 2031, 9.&nbsp;Mai 2032, 3.&nbsp;November 2032, 30.&nbsp;März 2033, '''23.&nbsp;September 2033''' (Herbstäquinoktium), '''20.&nbsp;März 2034''' (Frühlingsäquinoktium), 12.&nbsp;September 2034, 9.&nbsp;März 2035, 2.&nbsp;September 2035, 27.&nbsp;Februar 2036, 23.&nbsp;Juli 2036, 21.&nbsp;August 2036, 16.&nbsp;Januar 2037, 13.&nbsp;Juli 2037, 5.&nbsp;Januar 2038, 2.&nbsp;Juli 2038, 26.&nbsp;Dezember 2038, '''21.&nbsp;Juni 2039''' (Sommersonnenwende), 15.&nbsp;Dezember 2039, 11.&nbsp;Mai 2040, 4.&nbsp;November 2040, 30.&nbsp;April 2041, 25.&nbsp;Oktober 2041 Genau neunzehn Jahre nach den ersten beiden genannten Sonnenfinsternissen im Jahr&nbsp;2023 treten an den gleichen Kalendertagen erneut zwei Sonnenfinsternisse auf, nämlich am 20.&nbsp;April 2042 und am 14.&nbsp;Oktober 2042. Neunzehn Jahre vor den sechs ersten aufgeführten Sonnenfinsternissen in den Jahren&nbsp;2023 bis&nbsp;2025 traten an fast immer den gleichen Kalendertagen ebenfalls Sonnenfinsternisse auf, nämlich am 19.&nbsp;April 2004, am 14.&nbsp;Oktober 2004, am 8.&nbsp;April 2005, am 3.&nbsp;Oktober 2005, am 29.&nbsp;März 2006 und am 22.&nbsp;September 2006. Eine '''Mondfinsternis '''tritt immer dann auf, wenn ein Vollmond (weiß) zeitnah durch einen aufsteigenden (rot) oder absteigenden (blau) Mondknoten läuft. Dies ist im obigen Diagramm an den folgenden Tagen der Fall: * 5.&nbsp;Mai 2023, 28.&nbsp;Oktober 2023, 25.&nbsp;März 2024, 18.&nbsp;September 2024, 14.&nbsp;März 2025, 7.&nbsp;September 2025, 3.&nbsp;März 2026, 28.&nbsp;August 2026, 20.&nbsp;Februar 2027, 18.&nbsp;Juli 2027, 17.&nbsp;August 2027, 12.&nbsp;Januar 2028, 6.&nbsp;Juli 2028, 31.&nbsp;Dezember 2028, 26.&nbsp;Juni 2029, '''20.&nbsp;Dezember 2029''' (Wintersonnenwende), 15.&nbsp;Juni 2030, 9.&nbsp;Dezember 2030, 7.&nbsp;Mai 2031, 5.&nbsp;Juni 2031, 30.&nbsp;Oktober 2031, 25.&nbsp;April 2032, 18.&nbsp;Oktober 2032, 14.&nbsp;April 2033, 8.&nbsp;Oktober 2033, 3.&nbsp;April 2034, 28.&nbsp;September 2034, 22.&nbsp;Februar 2035, 19.&nbsp;August 2035, 11.&nbsp;Februar 2036, 7.&nbsp;August 2036, 31.&nbsp;Januar 2037, 27.&nbsp;Juli 2037, 21.&nbsp;Januar 2038, '''17.&nbsp;Juni 2038''' (Sommersonnenwende), 16.&nbsp;Juli 2038, 11.&nbsp;Dezember 2038, 6.&nbsp;Juni 2039, 30.&nbsp;November 2039, 26.&nbsp;Mai 2040, 18.&nbsp;November 2040, 16.&nbsp;Mai 2041, 8.&nbsp;November 2041 <gallery caption="Finsternisse" perrow="1" widths="1024" heights="470"> Finsternisse.2025.png|Die Finsternisse im Jahr 2025 liegen in der Nähe der Tag-und-Nacht-Gleichen, wo mittlere Mondwenden vorliegen. Der Mond geht im Osten auf und im Westen unter. Finsternisse.2029.png|Die Finsternisse im Jahr 2029 liegen in der Nähe der Sonnenwenden. Bei der Sonnenfinsternis im Juni kommt es bei Neumond zu einer großen Mondwende, und bei der darauffolgenden Mondfinsternis kommt es bei Vollmond zu einer kleinen Mondwende. Bei der Sonnenfinsternis im Dezember kommt es bei Neumond zu einer kleinen Mondwende, und bei der darauffolgenden Mondfinsternis kommt es bei Vollmond zu einer großen Mondwende. </gallery> ==Der Kalenderstein vom Tempel Mnajdra== Auf Malta wurde im Hypogäum von Ħal-Saflieni beim Ort Tarxien ein annähernd kreisrunder Stein aus der Tempelperiode der Insel mit zirka sechs Zentimeter Durchmesser gefunden, der wie die Darstellung einer Vollmondscheibe aussieht.<ref>Daniel Cilia: [http://web.infinito.it/utenti/m/malta_mega_temples/TempleFig/%20Pres,Misc/pages/face.htm Found in a house at Hal Saflieni, stone, c.6 cm wide], The megalithic temples of Malta - the world's most ancient stone architectur, DSCF9754</ref> Im maltesischen Tempel Mnajdra sind an der südlichen Küste Maltas zirka zehn Kilometer entfernt davon zwei große Kalendersteine gefunden worden, die ebenfalls aus dieser Zeit stammen. <gallery caption="Die Ruinen der Tempelanlage von Mnajdra" widths="300" heights="300" mode="packed"> Plan_der_Tempel_von_Mnajdra.png|Plan der Tempelanlage. Die beiden Kalendersteine befinden sich in der Mitte des Urtempels im Osten der Anlage (Buchstabe "A"), die aus den vierten vorchristlichen Jahrtausend stammt. Mini_Europa_Brüssel-2125_Tempel_von_Mnajdra.jpg|Modell der Tempelanlage im Park "Mini-Europa" in Brüssel. Die Kalendersteine befinden sich links und rechts hinter der Frauenfigur auf der rechten Seite. Malta_-_Qrendi_-_Hagar_Qim_and_Mnajdra_Archaeological_Park_-_Mnajdra_16_ies.jpg|Darstellung der Lochreihen der beiden Kalendersteine auf einer Schautafel der archäologischen Stätte. Mnajdra_East_Temple_1_(6799974274).jpg|Blick vom Eingang des Osttempels auf die beiden aufrecht stehenden Kalendersteine – links der westliche und rechts der östliche Kalenderstein. Mnajdra_Temple_-_Chris_Brown.jpg|Blick über die Kalendersteine – links der östliche und rechts der westliche Kalenderstein, den Eingang des Osttempels und die Südküste Maltas auf das Mittelmeer mit der vorgelagerten Insel Filfla. </gallery> Auf dem östlichen Kalenderstein gibt es mehrere Lochreihen, deren Lochzahlen alle mit lunaren und solaren Kalendern in Zusammenhang gebracht werden können. In der heute zusammengestellten Anordnung der Steine können nicht alle Löcher gebohrt worden sein, da diese teilweise von anderen Steinen verdeckt sind. Die Bohrungen sind heute in horizontaler Richtung ausgerichtet, wurden damals vermutlich unter Ausnutzung der Gravitation senkrecht nach unten auf dem noch liegenden Stein ausgeführt. In dieser Ausrichtung des Steins wäre es auch leicht möglich gewesen, für Markierungs- oder Zählzwecke zum Beispiel kugelförmige Gegenstände in die Löcher zu legen. Steckkalender aus Stein mit Bohrungen (bei den Griechen hießen sie '''Parapegmata''') waren im Altertum an vielen Orten in Verwendung. Am Kopf des Steins gibt es mehrere hundert, flächenhaft angeordnete Löcher, die eventuell für die einzelnen Monate oder Jahre einer langfristigen Beobachtung stehen. Darunter tauchen rechtsbündig sieben horizontale Lochreihen auf, die in der Skizze mit den Buchstaben A bis G gekennzeichnet sind, wobei die beiden Teilreihengruppen B1 und B2 sowie C1, C2 und C3 zusammengefasst betrachtet werden: [[Datei:Kalenderstein.Mnajdra.labelled.png|mini|links|hochkant=3|Skizze der Lochreihen auf dem Kalenderstein von Mnajdra nach Ventura und Hoskin.<ref name="Ventura">Frank Ventura, Michael Hoskin: [[doi:10.1007/978-1-4614-6141-8_133|Temples of Malta]], in: Clive Ruggles (Herausgeber), ''Handbook of Archaeoastronomy and Ethnoastronomy'', 7. Juli 2014, Seiten 1421-1430, Springer, New York, ISBN 978-1-4614-6140-1</ref>]] {| class="wikitable" |+ Lochreihen auf dem östlichen Kalenderstein vom Tempel Mnajdra auf Malta !title="Reihe"| Reihe !title="Anzahl der Löcher"| Anzahl der Löcher !title="Mögliche Verwendung"| Mögliche Verwendung |- | A || 19 || Für die jeweilige Goldene Zahl jedes Sonnenjahres innerhalb des 19-jährigen '''Meton-Zyklus''' (235&nbsp;synodische, 255&nbsp;drakonitische, 254&nbsp;siderische Monate beziehungsweise 6940&nbsp;Tage).<br/>Nach einem Sonnenjahr hat die Sonne wieder die gleiche ekliptikalen Länge. Nach Ablauf der gesamten Meton-Periode hat der Mond wieder die gleiche Mondphase '''und''' die gleiche ekliptikalen Breite '''und''' die gleiche ekliptikalen Länge (zum Beispiel im Goldenen Tor der Ekliptik oder im Frühlingspunkt). |- | rowspan=2 | B || B<sub>1</sub>: 13 (links) || rowspan=2 | In Summe 29, für die Anzahl der vollständigen Tage in einem '''synodischen Monat''' (29,5&nbsp;Tage). Nach dieser Zeit hat der Mond wieder die gleiche Mondphase erreicht.<br/>Vom Altlicht des Mondes bis zum Vollmond sind es 16&nbsp;Tage, und danach sind es 13&nbsp;Tage bis zum nächsten Altlicht.<br/>Nachdem die Doppelreihe vervollständigt wurde, gibt es dafür einen Übertrag in die Reihe&nbsp;E und wenn diese bereits voll ist, für das nächste beginnende Jahr mit der nächstfolgenden '''Goldenen Zahl''' einen Übertrag in die Reihe&nbsp;A. |- | B<sub>2</sub>: 16 (rechts darunter) |- | rowspan=3 | C || C<sub>1</sub>: 3 (rechts oben) || rowspan=2 | Für die sieben vollständigen Tage eines '''Mondviertels''' (≈7,4&nbsp;Tage) respektive einer '''Woche'''.<br/>Wenn diese Doppelreihe gefüllt ist, gibt es für die Vervollständigung einer neuen Woche einen Übertrag in die Reihe&nbsp;G für die Wochen in einem Jahr.<br/>Alternativ könnten hier jeweils die drei Monate in den vier Jahreszeiten markiert und gezählt worden sein.<br/>Ein weiterer Zusammenhang besteht eventuell mit der Tatsache, dass in 19 Jahren (siehe Reihe A) sieben synodische Schaltmonate erforderlich sind, um in einem lunisolaren Kalender den Lauf von Sonne und Mond bis auf wenige Stunden genau zu synchronisieren (siehe hierzu auch''' [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Schaltregeln|Plejaden-Schaltregeln]]'''). |- | C<sub>2</sub>: 4 (rechts unten) |- | C<sub>3</sub>: 3 (links) || Für die drei nach Neumond '''vollendeten Mondviertel''' innerhalb eines laufenden synodischen Monats.</br>Beim Erreichen eines Neumonds, eines abnehmenden Halbmonds, eines Vollmonds oder eines abnehmenden Halbmonds gibt es jeweils einen Übertrag in die Reihe&nbsp;D oder in die Reihe&nbsp;F (siehe unten). |- | D || 25 || Für die 25&nbsp;'''vollendeten Mondviertel''' in der ersten Hälfte eines Sonnenjahres, oder entweder für alle '''zunehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres zunehmend war) oder für alle '''abnehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres abnehmend war) eines Sonnenjahres (vergleiche Reihe&nbsp;F). |- | E || 11 || Nachdem die Doppelreihe B vollständig durchlaufen wurde, gibt es einen Übertrag in diese Reihe. Diese elf Mulden stehen dann für '''überzähligen Tage''' in einem Sonnenjahr (365,2&nbsp;Tage) im Vergleich zu zwölf synodischen Monaten (354,4&nbsp;Tage). Wenn diese Reihe bereits voll ist, gibt es für das nächste beginnende Jahr mit der nächstfolgenden '''Goldenen Zahl''' einen Übertrag in die Reihe&nbsp;A. |- | F || 24 + 1 = 25 || Für die 24 bis 25 '''vollendeten Mondviertel''' in der zweiten Hälfte eines Sonnenjahres, oder entweder für alle '''abnehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres zunehmend war) oder für alle '''zunehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres abnehmend war) eines Sonnenjahres (vergleiche Reihe&nbsp;D). Das 25.&nbsp;Loch ist etwas abgesetzt, da es für ein am Ende des Jahres eingeschaltetes 50.&nbsp;Mondviertel (Dauer = 7,38265&nbsp;Tage) steht, das nur in ungefähr jedem zweiten Sonnenjahr auftritt:<br/> :49 x 7,38265 Tage ≈ 361,75 Tage beziehungsweise 50 x 7,38265 Tage ≈ 369,13 Tage<br/> :365,242 Tage - 361,75 Tage ≈ 3,5 Tage beziehungsweise 365,242 Tage - 369,13 Tage ≈ -3,9 Tage |- | G || 53 || Für die begonnenen 53 '''Siebentagewochen''' in einem Sonnenjahr (Dauer = 365,242&nbsp;Tage) beziehungsweise von einem heliakischen Auf- oder akronychischen Untergang der Plejaden zum nächsten. |} [[Datei:Altlicht.16.9.2020.P1079087.jpg|mini|rechts|Über dem östlichen Horizont beim Morgenletzt gerade noch sichtbares Altlicht des abnehmenden Mondes 33 Stunden vor Neumond mit der vom Erdschein beleuchteten Nachtseite des Mondes. Die Aufnahme entstand kurz vor Herbstbeginn, als die Ekliptik morgens fast senkrecht auf dem Horizont stand.]] Zu der Doppelreihe&nbsp;B sei angemerkt, dass auch im altägyptischen Mondkalender, der im Neolithikum in Verwendung war, der Monat nicht mit dem unsichtbaren Neumond, sondern mit dem gerade noch sichtbaren Altlicht des Morgenletztes des Mondes begann, also gut einen Tag vor Neumond.<ref>Joachim Friedrich Quack: [https://core.ac.uk/download/pdf/35120251.pdf Zwischen Sonne und Mond - Zeitrechnung im Alten Ägypten], Seite 38, in: Harry Falk (Herausgeber), ''Vom Herrscher zur Dynastie. Zum Wesen kontinuierlicher Zeitrechnung in Antike und Gegenwart'', Bremen 2002</ref> Die beiden letzten Löcher sind etwas nach links abgesetzt, was mit folgendem Sachverhalt im Einklang steht: zwei Tage vor dem Ende einer synodischen Periode, also schon nach gut 27&nbsp;Tagen, ist ein siderischer Monat vorüber, nach welchem der Mond die gleiche ekliptikale Länge erreicht hat. Das heißt bereits nach gut 27&nbsp;Tagen steht der Mond zum Beispiel wieder im Goldenen Tor der Ekliptik, bevor er erst nach gut 29&nbsp;Tagen erneut sein Altlicht erreicht (gut einen Tag vor Neumond). Die Sonne ist innerhalb des synodischen Monats durch die Bewegung der Erde um die Sonne gegenüber dem Fixsternhimmel um knapp 30&nbsp;Bogengrad weiter nach links gezogen. Die 25&nbsp;Wochen des abnehmenden Mondes werden zum Beispiel auch im 79.&nbsp;Kapitel des ungefähr 2000&nbsp;Jahre alten {{w|Äthiopisches Henochbuch|äthiopischen Henochbuches}} erwähnt.<ref>Siehe auch {{s|Henochbuch_(oder_Erster_Henoch)#Der_dritte_Teil_72–82_Das_astronomische_Buch|Wikisource, Henochbuch, Teil 3, Kapitel 71 bis 82}}</ref> Alternativ könnten die 50&nbsp;Löcher in Reihen&nbsp;D und F eventuell auch für die 50 vollständigen Siebentagewochen (350&nbsp;Tage) innerhalb von zwölf synodischen Perioden stehen, die eine Dauer von 50,6&nbsp;Wochen beziehungsweise 354,4&nbsp;Tagen haben. Zur Zahl Elf (Reihe&nbsp;E) ist noch festzuhalten, dass die Erde innerhalb eines siderischen Jahres des Planeten Jupiter (zwölf Erdenjahre) elf Mal mit diesem in Opposition steht. Zu diesen Zeitpunkten ist der Abstand zwischen Erde und Jupiter am geringsten, der Jupiter hat steht in seinem größten Glanz und er kulminiert um Mitternacht auf dem südlichen Meridian. [[Datei:Mnajdra East Temple 2 (6946102161).jpg|rechts|mini|Detail des westlichen Kalendersteins aus dem Osttempel von Mnajdra.]] Auch auf einem weiteren, sogenannten westlichen und heute ebenfalls aufgerichteten Stein der Tempelanlage sind mehrere Lochreihen zu sehen, die aus 16, 12, 19, 7, 30, 31, 32, 35, 37, 12 und 13 Löchern bestehen.<ref>David Humiston Kelley, Eugene Frank Milone: ''Exploring Ancient Skies: A Survey of Ancient and Cultural Astronomy'', Part II ''Astronomy in Cultures'', 6 ''Paleolithic and Neolithic Cultures'', 6.2 ''Megalithic Cultures'', 6.2.18 ''Mediterranean and North African Megalithic Sites'', 6.2.18.1 ''Malta'', pages 201 and 202, Springer, 2011, ISBN 9781441976246</ref> Einige dieser Zahlen tauchen auch im Zusammenhang mit dem östlichen Stein auf oder sind ebenfalls leicht mit lunaren oder solaren Kalendertagen in Verbindung zu bringen: * 16: Anzahl der Tage vom Altlicht bis zum Vollmond. * 12: Anzahl der vollständigen Monate pro Jahr. * 19: Anzahl der tropischen Jahre pro Meton-Periode. * 7: Anzahl der vollständigen Tage pro Mondviertel respektive der Tage pro Woche. * 30: aufgerundete Anzahl der Tage pro synodischer Periode respektive der Tage pro Monat. → In Bezug auf die Bedeutung von bestimmten Zahlen in der Astronomie siehe auch '''[[Quadriviale Kuriositäten‎/ Zahlen|Exkurs „Zahlen“]]'''. <div style="clear:both"></div> ==Malereien in der Höhle von Magura== In der schon im Neolithikum genutzten Magura-Höhle im Nordwesten des heutigen Bulgariens gibt es nicht nur eine sehr alte bildliche Darstellung eines Schöpfungsmythos, sondern ebenfalls Hinweise darauf, dass verschiedene Mondzyklen bekannt waren. Unter den Darstellungen befindet sich insbesondere eine Reihe von Strichen, mit denen die 16&nbsp;Tage vom Altlicht des Mondes bis zu Vollmond gezählt worden sein können. → Weitere Erläuterungen finden sich im '''[[Die_Höhlenmalerei_in_der_Magura-Höhle|Wikibook „Die Höhlenmalerei in der Magura-Höhle“]]'''. [[Datei:Magura.Altlicht.Vollmond.png|links|mini|hochkant=4|Erste Hälfte des synodischen Monats in einer Darstellung der Höhlenmalerei von Magura. Rechts ist die schmale, liegende Mondsichel des Altlichts beim Morgenletzt zu sehen. Ein bis zwei Tage später ist Neumond, danach nimmt der Mond wieder zu, und nach insgesamt sechzehn Tagen wird der Vollmond erreicht (links).]] <div style="clear:both"></div> == Kontrastverhältnisse bei aschgrauem Mondlicht == [[Datei:Aschgraues.Mondlicht.P1162513.jpg|mini|hochkant=2|Die vom Erdschein beleuchtete Nachtseite des Mondes wird neben der schmalen Mondsichel (11&nbsp;Prozent, Mondalter = 3,3&nbsp;Tage) mit ''aschgrauem Mondlicht'' sichtbar. Aufnahme über dem westlichen Abendhimmel kurz nach dem Äquinoktium im Frühjahr bei besonders steiler Ekliptik von Berlin aus gesehen. Links der Stern Omikron Arietis (37 Ari, 6,2<sup>m</sup>) im Sternbild Widder.<br/><br/> Mit bloßen Augen ist das aschgraue Licht im Mondschatten nur unter sehr guten atmosphärischen Bedingungen und mit voller menschlicher Sehkraft gerade noch erkennbar. Der Mond hat nur einen Winkeldurchmesser von 0,5 Bogengrad, was bei ausgestrecktem Arm nur ungefähr einem Viertel der Breite eines Fingers entspricht. Die hier gezeigte Aufnahme ist sehr hell belichtet, so dass die Kontraste im Mondschatten einfacher wahrzunehmen sind als in der Natur: [[Datei:Aschgraues.Mondlicht.P1162513.jpg|90px|zentriert]] ]] Das '''aschgraue Mondlicht''' kann wenige Tage vor und nach Neumond im Schattenbereich des Mondes beobachtet werden, wenn die Sonne unter dem Horizont steht. Der Schattenbereich wird hierbei durch den '''Erdschein''' beleuchtet und hebt sich deutlich sichtbar vom Himmel ab, der den Mond umgibt. Der Erdschein hängt vom Albedo der vom direkten Sonnenlicht getroffenen Erde ab und kann insbesondere durch den Anteil an Wolken in der Atmosphäre sowie an Eis- und Schneeflächen auf der Erdoberfläche schwanken. === Historische Beobachtungen === Bereits die Babylonier haben im sechsten vorchristlichen Jahrhundert diesen visuellen Effekt in bildlichen Darstellungen auf Steinreliefs mit dem König Nabonid vor der Mondsichel mit aschgrauem Licht festgehalten:<ref>Friedhelm Pedde: ''[https://wfs.berlin/wp-content/uploads/2021/09/BROplanet-12-okt2021ff_www.pdf Götter und Planeten im Alten Orient - Sin und der Mond]'', Mitteilungen, Ausgabe 12, Seite 6 und 7, Oktober 2021, Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. / Zeiss-Planetarium am Insulaner</ref> <gallery caption="" mode="packed" widths="600" heights="400"> Urfa museum King Nabonid embossed inscription Iron age - 5026.jpg|Darstellung der letzten Königs des Neubabylonischen Reiches, Nabonid, vor der Mondsichel mit aschgrauem Licht am Kopf einer babylonischen Stele aus Harran im Archäologischen Museum Şanlıurfa in der Türkei aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert. Nabonidus.jpg|Darstellung der letzten Königs des Neubabylonischen Reiches, Nabonid, vor der Mondsichel mit aschgrauem Mondlichts am Kopf einer babylonischen Stele im Britischen Museum. Voynich.68r.Mondsichel.Erdschein.png|Darstellung der Mondsichel mit einem Gesicht im Schattenbereich des Mondes im astronomischen Abschnitt des Voynich-Manuskripts aus dem 15.&nbsp;Jahrhundert. Caspar David Friedrich - Zwei Männer in Betrachtung des Mondes.jpg|Zwei Männer am Abend bei der Betrachtung des Neulichts von Caspar David Friedrich (1819/1820), Öl auf Leinwand, Albertinum, Dresden. Eine in dieser Darstellung ähnliche Konstellation zwischen einer solchen Mondsichel und dem Planeten Jupiter fand am Abend des 28.&nbsp;Märzes 1811 im Sternbild Stier (Taurus) statt. Eine Woche nach der Tag-und-Nacht-Gleiche des Frühjahrs stand der Mond wie im Bild dargestellt mit stark geneigter Sichel etwas tiefer als der Jupiter über dem westlichen Horizont. Moon - Artemis II - April 6 2026 (55193552739).jpg|Die Aufnahme der Artemis-II-Besatzung während ihres Mondvorbeiflugs am 6.&nbsp;April 2026 zeigt einen Sonnenfinsternis. Am linken Rand der Mondscheibe ist das schwaches Leuchten des aschgrauen Mondlichts zu erkennen, das vom Erdschein der links vom Mond befindlichen Erde verursacht wurde. </gallery> === Bestimmung der Kontraste === [[Datei:Altlicht.Mond.P1116624.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Altlicht des Mondes am 3.&nbsp;November&nbsp;2021 mit aschgrauem Licht im Schattenbereich des Mondes von Berlin aus gesehen.]] Das nebenstehende Bild des Altlichts (Mondalter 27,7 von 29,5 Tagen) im Sternbild Jungfrau wurde am 3.&nbsp;November&nbsp;2021 um 7:05&nbsp;Uhr morgens mit einem hochwertigen Teleobjektiv mit guter Kontrastübertragung über dem ostsüdöstlichen Horizont (Azimut 122&nbsp;Bogengrad) in Berlin aufgenom­men. Die Sonne stand zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gut ein Bogengrad unter dem Hori­zont, der Mond hatte eine nördliche ekliptikale Breite von gut 3&nbsp;Bogengrad und eine Elongation von 22&nbsp;Bogengrad, so dass er bei wolkenlosem Himmel und bei einer Höhe von 17,5&nbsp;Bogengrad über dem Horizont gut zu beobachten war. Die Mondscheibe war mit bloßem Auge vollständig sichtbar und war zu 3,7&nbsp;Prozent vom direkten Sonnenlicht beleuchtet. Die aufgenommenen Rohdaten wurden für diese Auswertung mit einer Software mit mög­lichst neutralen Einstellungen zu einer Schwarz-Weiß-Aufnahme entwickelt (Kontrast = 1, Gamma = 1, Farbtemperatur = 4100&nbsp;Kelvin, Farbsättigung = 0). Anhand der Bilddaten können die Luminanzwerte (Helligkeiten) im Bild bestimmt werden, um aus beliebigen paarweisen Luminanzwerten den jeweiligen Kontrast zu berechnen. Der '''Michelson-Kontrast''' <math>M</math> (auch '''Modulation'''), der sich aus zwei benachbarten Luminanzwerten <math>L_2</math> und <math>L_1</math> ergibt (Bedingung: <math>L_2 \ge L_1 \ge 0</math>), liegt immer zwischen 0 (<math>L_2 = L_1</math>, also kein Kontrast) und 1 beziehungsweise 100&nbsp;Prozent (<math>L_1 = 0</math>, also maxi­maler Kontrast): :<math>M = \frac {L_2 - L_1} {L_2 + L_1}</math> → Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Modulation|Wikibook '''Digitale bildgebende Verfahren''', Kapitel '''Grundlagen''', Abschnitt '''Modulation''']]. Die Sichel ist in der ausgewerteten Aufnahme nicht überbelichtet, hat im Scheitel einen mittleren Luminanzwert von: :<math>L_{Sichel} = 236</math> Der den Mond umgebende Himmel hat durch das vorhandene Streulicht in der Troposphäre einen mittleren Luminanzwert von: :<math>L_{Himmel} = 15</math> Daraus resultiert ein entsprechend hoher Michelson-Kontrast <math>M</math>: :<math>M_{Sichel,Himmel} = \frac {L_{Sichel} - L_{Himmel}} {L_{Sichel} + L_{Himmel}} = \frac {236 - 15} {236 + 15} = \frac {221} {251} = 0,88</math> Im aschgrauen Licht in der Schattenseite des abnehmenden Mondes (dessen gesamte scheinbare Helligkeit beträgt bei der in der Abbildung sichtbaren Mondphase übrigens ungefähr -3<sup>m</sup>), die vom Erdschein beleuchtet wird, ergibt sich für die etwas variierende Reflektivität der Mondoberfläche ein mittlerer Luminanzwert von: :<math>L_{Schatten} = 24,5</math> Im Vergleich zur hellen Mondsichel ergibt sich daraus ein etwas geringerer Kontrast zwischen Mondsichel und Mondschatten als zwischen Mondsichel und Nachthimmel: :<math>M_{Sichel,Schatten} = \frac {L_{Sichel} - L_{Schatten}} {L_{Sichel} + L_{Schatten}} = \frac {236 - 24,5} {236 + 24,5} = \frac {211,5} {260,5} = 0,81</math> Die Standardabweichung beträgt in der Schattenseite des abnehmenden Mondes: :<math>L_{Abweichung} = 2,5</math>. Innerhalb der sichtbaren Schattenseite des Mondes resultiert aus den dort mit einer Standardabweichung um den Mittelwert herum auftretenden Luminanzwerten für das aschgraue Licht ein Kontrast von nur 10&nbsp;Prozent: :<math>M_{Schatten} = \frac {(L_{Schatten} + L_{Abweichung}) - (L_{Schatten} - L_{Abweichung})} {(L_{Schatten} + L_{Abweichung}) + (L_{Schatten} - L_{Abweichung})} = \frac {L_{Abweichung}} {L_{Schatten}}= \frac {2,5} {24,5} = 0,10</math> Dieser Kontrastwert ergibt sich im Übrigen im gleichen Maße auch auf der von der Sonne voll beleuchteten und dann jedoch insgesamt erheblich helleren Oberfläche des Vollmonds (die scheinbare Helligkeit beträgt dann ungefähr -13<sup>m</sup>). :'''Anmerkung''': ''Die Sinnhaftigkeit der Kontrastbestimmung mit der Standardabweichung begründet sich in der Tatsache, dass eine perfekte schwarz-weiße Kante mit einem maximalen Luminanzwert <math>L_{max}</math> im hellen Bereich und einem Luminanzwert von Null im dunklen Bereich eine Modulation <math>M</math> von eins hat, sofern die weiße und die schwarze Teilfläche gleich groß sind und jeweils <math>\frac {n} {2}</math> Messwerte beinhalten. Sowohl der Mittelwert aller <math>n</math> Luminanzwerte als auch die Standardabweichung aller <math>n</math> Luminanzwerte sind dann beide genau halb so groß wie der maximale Luminanzwert:'' ::<math>L_{Mittelwert} = \sum_{i=1}^n L_{i} = \sum_{i=1}^{\frac {n} {2}} 0 + \sum_{i=1}^{\frac {n} {2}} L_{max} = \frac {L_{max}} {2}</math> ::<math>L_{Standardabweichung} = \sqrt {\frac {\sum_{i=1}^n (L_{i} - L_{Mittelwert})^2} {n}} = \sqrt {\frac {\sum_{i=1}^n \left( \frac {L_{max}} {2} \right)^2} {n}} = \sqrt {\frac {n \cdot \left( \frac {L_{max}} {2} \right)^2} {n}} = \frac {L_{max}} {2}</math> :''Der Mittelwert zuzüglich der Standardabweichung entspricht dann dem maximalen Luminanzwert:'' ::<math>L_{Mittelwert} + L_{Standardabweichung} = \frac {L_{max}} {2} + \frac {L_{max}} {2} = L_{max}</math> :''Und der Mittelwert abzüglich der Standardabweichung hat dann den Wert Null:'' ::<math>L_{Mittelwert} - L_{Standardabweichung} = \frac {L_{max}} {2} - \frac {L_{max}} {2} = 0</math> :''Der auf diesem Weg bestimmte Kontrast stimmt mit dem oben genannten Kontrast an der Kante überein:'' ::<math>M = \frac {L_{max} - 0} {L_{max} + 0} = \frac {L_{max}} {L_{max}} = 1</math> Schließlich kann auch noch der Kontrast an der Außenkante der nur vom Erdschein beleuch­teten Mondscheibe bestimmt werden, also zwischen aschgrauem Mondlicht und Himmel: :<math>M_{Schatten,Himmel} = \frac {L_{Schatten} - L_{Himmel}} {L_{Schatten} + L_{Himmel}} = \frac {24,5 - 15} {24,5 + 15} = \frac {9,5} {39,5} = 0,24</math> Dieser Kontrast ist also deutlich höher als der innerhalb des Mondschattenbereichs. Die Helligkeit wechselt an der Kante der Mondscheibe zudem schlagartig und ist deswegen besser wahrnehmbar als die Helligkeitsunterschiede innerhalb des Schattenbereiches, wie im Folgenden ausgeführt wird. === Wahrnehmungsphysiologie === [[Datei:CSF.against.angular.frequency.in.cycles.per.degree.png|mini|rechts|hochkant=2|Kontrastempfindlichkeitsfunktion (englisch: Contrast Sensitivity Function, CSF) des menschlichen Auges über der Ortsfrequenz <math>f_a</math> in Linienpaaren pro Grad.]] Strukturen, bei denen sich die Helligkeit innerhalb eines achtel Bogengrades (7,5&nbsp;Bogen­minuten) ändert, werden von einem gesunden menschlichen Auge nahezu perfekt auf die Netzhaut übertragen und sind deshalb am besten wahrzunehmen. Weichere Strukturen mit sich langsamer und kontinuierlich ändernder Helligkeit oder kleinere Strukturen sind bei gleichem Objektkontrast schwieriger zu erkennen. Ob ein bestimmter Objektkontrast mit bloßem Auge wahrgenommen werden kann, kann mit Hilfe der Kontrastempfindlichkeits­funktion (Contrast Sensitivity Function (CSF)) des menschlichen Auges ermittelt werden, bei der die Kontrastübertragung von einem Objekt auf die Netzhaut des Auges über der Ortsfrequenz in Linienpaaren pro Bogengrad angegeben ist: → Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Kontrastempfindlichkeitsfunktion|Wikibook '''Digitale bildgebende Verfahren''', Kapitel '''Grundlagen''', Abschnitt '''Kontrastempfindlichkeitsfunktion''']]. [[Datei:CSF.UHD.png|mini|rechts|hochkant=2|Zur Kontrastempfindlichkeitsfunktion des menschlichen Auges mit den Ortsfrequenzen von 2&nbsp;sinusmodulierten Linienpaaren pro Bildbreite (linke Bildhälfte) bis hin zu 1024&nbsp;Linienpaaren pro Bildbreite (rechts am Bildrand), Bildgröße 3860&nbsp;mal 2160&nbsp;Bildpunkte (16:9) mit maximalem Kontrast unten, ohne Kontrast oben.]] Das nebenstehende Diagramm und die darunter befindliche unfarbige Graphik mit den sinusförmigen Helligkeitsmodulationen visualisieren dies. Von links nach rechts wächst die Ortsfrequenz ausgehend von zwei Linienpaaren pro Bildbreite immer weiter, und der Kontrast ändert sich in vertikaler Richtung kontinuierlich zwischen den Extremwerten 0&nbsp;und&nbsp;1. Bei großen und sehr kleinen Ortsfrequenzen sind geringe Kontraste nicht so gut zu erkennen wie im mittleren Bereich. Die maximale Empfindlichkeit wird bei acht Linienpaaren pro Bogengrad erreicht und hängt bei einem gegebenen Objekt demzufolge vom Betrachtungsabstand ab. Das Auge kann nach dieser Kontrastempfindlichkeitsfunktion innerhalb eines Bogengrades maximal bis zu 80&nbsp;Linien mit maximalem Objektkontrast (also 40&nbsp;Linienpaare mit dem Kontrast&nbsp;1) wahrnehmen. In diesem Fall liegt der wahrgenommene Kontrast zwischen den benachbarten Linien bei ungefähr 5&nbsp;Prozent. Bei 120&nbsp;Linien mit maximalem Objektkontrast (also 60&nbsp;Linienpaare mit dem Kontrast&nbsp;1) sinkt der wahrgenommene Kontrast auf unter ein Prozent und ist somit praktisch nicht mehr wahrnehmbar. Wegen des scheinbaren Winkeldurchmessers der Mondscheibe von 0,5&nbsp;Bogengrad, kann das Auge innerhalb des Monddurchmessers also maximal 20&nbsp;Linienpaare beziehungsweise 40&nbsp;Linien unterscheiden. Insbesondere an der scharfen Kante der Mondscheibe ist eine ins Auge nahezu verlustfrei übertragene Ortfrequenz von acht Linienpaaren pro Bogengrad stark vertreten, so dass der in der obigen Aufnahme des Mondes vorhandene Objektkontrast von 24&nbsp;Prozent zwischen Mondschatten und Himmel (siehe oben) gut wahrgenommen werden kann. Etwas schwieriger gestaltet sich dies innerhalb des Schattenbereichs des Mondes. In der obigen Aufnah­me tauchen die stärksten Kontraste entlang einer Linie von oben nach unten auf, wo die helleren Mondebenen mit den Kratern Copernicus und Tycho durch die dunkleren Maria Imbrium und Nubium unterbrochen werden. Daraus resultiert eine Ortsfrequenz mit fünf Linienpaaren pro Bogengrad, wo die Kontrastempfindlichkeitsfunktion ebenfalls einen recht hohen Wert von 0,9&nbsp;beziehungsweise 90&nbsp;Prozent erreicht. Dies schwächt den auf der Mond­oberfläche vorhandenen Objektkontrast von 10&nbsp;Prozent im vom Auge auf die Netzhaut übertragenen Bildkontrast nur geringfügig ab. Aus diesen Überlegungen resultiert, dass die im aschgrauen Licht des Mondes wahrnehmba­ren Kontraste knapp 10 Prozent betragen. Diese sind zwar geringer als der Kontrast von 24&nbsp;Prozent zwischen dem aschgrauen Mondlicht und dem den Mond umgebenden Himmel, sie liegen allerdings noch in einem wahrnehmbaren Bereich. Somit ist erwiesen, dass ein gesundes Auge unter idealen Beobachtungsbedingungen auch völlig ohne optische Hilfsmittel die Helligkeitsunterschiede und Strukturen im nur durch den Erdschein erhellten Schattenbereich des Mondes erkennen kann. Es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, die den wahrnehmbaren Kontrast deutlich herabsetzen oder die Möglichkeit der Wahrnehmung verhindern können. Je älter ein Mensch wird, desto mehr Streulicht wird durch kleinste Verletzungen beziehungsweise Narben in der Hornhaut oder in der Linse des Auges erzeugt. Dieses Streulicht erzeugt einen mehr oder weniger gleichmäßigen Lichtschleier, der auch die dunklen Stellen auf der Netzhaut beleuchtet. Dies führt in jedem Fall zu einer Herabsetzung des wahrnehmbaren Kontrastes und verhindert somit das Erkennen von schwachen Kontrasten. === Begrenzende Einflüsse === Aber auch in der Natur gibt es viele begrenzende Faktoren. Hierzu gehört das natürliche Streulicht durch die Sonne in der Troposphäre, wenn diese zu dicht am Mond oder zu dicht unter dem Horizont oder gar über dem Horizont steht. In bewohnten Gegenden kommt als großer Störfaktor noch die Lichtverschmutzung hinzu. Ferner wird der Objektkontrast durch atmosphärische Störungen vermindert. Diese ergeben sich zum einen durch Dunst, Nebel oder Staub in der Atmosphäre, und zum anderen aus den langen Wegstrecken, die das Licht bei einer Beobachtung eines Himmelsobjekts durch die Troposphäre zurücklegen muss, wenn dieses sehr dicht über dem Horizont steht. Hierbei wird das den Beobachter erreichende Licht nicht nur abgeschwächt ('''Extinktion'''), sondern auch durch das Licht aller möglichen anderen Lichtquellen angereichert, das an den Luftmolekülen gestreut oder durch Mikroturbulenzen abgelenkt wurde, so dass sich die minimal vorhandene Helligkeit vergrößert und der Kontrast somit verringert. In bewohnten Regionen ist zudem mit erheblicher Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen zu rechnen. Auf der anderen Seite wird insbesondere in Horizontnähe der blaue Lichtanteil von astronomischen Objekten auf dem Lichtweg durch die Troposphäre durch die stark wellenlängenabhängige '''Rayleigh-Streuung''' seitlich abgelenkt, so dass es praktisch gar nicht mehr zum Beobachter gelangt. Dies führt zu den rötlichen Auf- und Untergängen von Sonne und Mond sowie zur Blaufärbung des Taghimmels. Unter Umständen muss das Licht mehrere hundert Kilometer durch die Atmosphäre zurücklegen, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist: [[Datei:Troposphaerische.Laengen.png|mini|zentriert|hochkant=4|Weglängen für Lichtstrahlen in der 15&nbsp;Kilometer hohen Troposphäre in Abhängigkeit von der Zenitdistanz.]] === Beobachtung === Die Beobachtungsmöglichkeiten des aschgrauen Lichts werden grundsätzlich durch die folgenden, sich teilweise widerstrebenden Bedingungen verbessert: * Die '''Lichtverschmutzung''' in der Atmosphäre ist gering. * Das '''Mondalter''' beträgt wenige Tage vor oder nach Neumond. * Die '''Sonne''' steht möglichst weit unter dem Horizont. * Der '''Mond''' hat eine möglichst große Höhe über dem Horizont. * Die '''Mondsichel''' ist möglichst klein, um möglichst wenig Streulicht zu verursachen. Für die Beobachtung aus nördlichen geographischen Breiten gilt insbesondere: * Der Mond hat eine möglichst große '''nördliche ekliptikale Breite''' zwischen seinem aufsteigenden und seinem absteigenden Knoten. * Die '''Ekliptik''' steht möglichst steil auf dem Horizont. Dies ist bei den Tag-und-Nacht-Gleichen der Fall, besonders gut ** abends im Frühjahr beim '''Neulicht''' des Mondes nach Sonnenuntergang im Westen. ** morgens im Herbst beim '''Altlicht''' des Mondes vor Sonnenaufgang im Osten. === Farbigkeit === [[Datei:Neulicht.21.3.2026.HDR.1024.png|mini|hochkant=2|Die Abbildung zeigt eine Hochkontrastaufnahme des Erdscheins im Mondschatten zum Frühlingbeginn drei Tage nach Neumond mit Sternen bis zur zehnten Größenklasse (10<sup>m</sup>) in der Umgebung. Die Sichel zeigte einen Tag nach der Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr 2026 und zwei Tage vor der großen Mondwende bei einer nördlichen ekliptikalen Breite des Mondes von vier Bogengrad eine besonders starke Neigung. Die Sonne war zuvor im Westen untergegangen und stand bereits elf Bogengrad unter dem Horizont. Die Symmetrieachse der Mondsichel (-7<sup>m</sup>) auf der zu 9,3&nbsp;Prozent beleuchteten Mondscheibe zeigt nach rechts unten in Richtung der Sonne (Farbtemperatur = 4100 Kelvin, Belichtungsreihe mit sieben Bildern in ganzen Blendenstufen).]] Bei genauer Betrachtung und Beobachtung ist das sogenannte aschgraue Licht gar nicht farbneutral, sondern spiegelt einen mittleren Farbton der von der Sonne beleuchteten Erdoberfläche wider, von der wiederum der Mondschatten beleuchtet wird. Je niedriger der Bewölkungsgrad, desto stärker ist zudem der Einfluss der farbigen Oberfläche der Erde. Die Farben der Erdoberfläche schwanken hierbei deutlich zwischen den Ozeanen, Wäldern oder Wüsten. In der nebenstehenden Hochkontrastaufnahme zeigt der Mondschatten im HSV-Farbraum einen mittleren Farbwert mit dem Winkel 198°, was als Farbton blaucyan übersetzt werden kann. Dies entspricht recht gut dem mittleren Farbton der der Sonne zugewandten Seite der Erde ("Blue Marble") während der Aufnahmen. ==Einzelnachweise== <references></references> <noinclude> [[Kategorie:Astronomische Kuriositäten]] </noinclude> r2xxpxkxt0tlw1fylry681wzveg3d4b 1083055 1083053 2026-04-10T13:12:53Z Bautsch 35687 /* Historische Beobachtungen */ hervorgerufen 1083055 wikitext text/x-wiki [[Datei:Mondfinsternis.7.9.2025.20.46MESZ.Berlin.png|mini|rechts|hochkant=2|Ein bei Vollmond während einer Mondfinsternis im Kernschatten der Erde befindlicher Blutmond nach Mondaufgang von Berlin aus gesehen am 7. September 2025.]] == Monat == Die Bezeichnung '''Monat''' stammt etymologisch von unserem Erdmond ab. Es handelt sich um ein Erbwort, das auf die seit dem 8.&nbsp;Jahrhundert bezeugten althochdeutschen Formen ''mānōd'' beziehungsweise ''mānōth'' zurückgeht. Diese wiederum stammt vom indoeuropäischen Wort ''mēnōt'' ab, das sowohl ''Monat'' als auch ''Mond'' bedeuten kann.<ref>[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/m%C4%93n%C5%8Dt_gen_m%C4%93neses_woraus_m%C4%93nes-_m%C4%93ns-_m%C4%93s-_m%C4%93n.htm mēnōt], Pokorny - Indogermanisches etymologisches Wörterbuch</ref> == Die Naturgeschichte von Plinius dem Älteren == '''Gaius Plinius Secundus''' ("der Ältere") hat im ersten nachchristlichen Jahrhundert über den '''Mond''' geschrieben. Das neunte Kapitel des zweites Buches aus dem ersten Band hat den Titel ''Von der Natur des Mondes''. Über den Mond schreibt Plinius Folgendes:<ref name="Denso1764">Plinius: ''Naturgeschichte'', erster Band, zweites Buch, neuntes Kapitel: ''Von der Natur des Mondes'', übersetzt von Johann Daniel Denso (1708–1795), Rostock und Greifswald, Anton Ferdinand Rösens Buchhandlung, 1764, in moderne deutsche Sprache gesetzt.</ref> <blockquote> Aber alle diese [Wandelgestirne] übertrifft an Bewunderungswürdigkeit das Gestirn des '''Mondes''', das niedrigste, der Erde bekannteste, und zur Verminderung der Finsternis erfunden. Dieser hat durch seinen Wandel und veränderte Gestalt, da er beständig zu- und abnimmt, den Witz seiner Beobachter gequält, die es sich für einen Schimpf hielten, wenn man das nächste Gestirn nicht kennen sollte. Ja er ist auch in Spitzen gekrümmt, bald gerade halbgeteilt, bald in eine ganze Scheibe gebogen, bald, da er einem dunkeln Flecken ähnlich war, scheint er plötzlich hervor, und ist ist er ohne Grenzen rund und voll, ist gar nicht zu sehen. Bald scheint er die ganze Nacht durch, bald geht er spåt auf, und verstärkt noch bei Tage den Schein der Sonne. Er wird verfinstert, und lässt sich auch in der Verfinsterung noch sehen. Beim Ausgang des Monats sieht man ihn nicht, und man glaubt nicht, dass er alsdenn verfinstert werde.<br/> Bald steht er niedrig, bald erhaben, und auch dies nicht auf eine Art. Bald steht er in der Höhe des Himmels, bald reicht er an die Berge: jetzt steht er hoch gegen Norden, bald tief gegen Süden herunter. Alles dies hat '''Endymion''' unter allen Menschen an ihm zuerst wahrgenommen, und deswegen ist die Sage, dass dieser in ihm verliebt gewesen sei. Wir sind wahrlich gegen diejenigen, welche uns zuerst bei diesem Himmelslicht durch ihre Arbeit und Sorge ein Licht aufgesteckt haben, nicht dankbar. Es ist ein wunderbares Verderben des menschlichen Witzes, dass wir ein Vergnügen daran finden, Blutvergießen und Mord in unsern Jahrbüchern aufzuzeichnen, damit die, welche die Welt nicht kennen, doch von unsern Lastern wissen mochten.<br/> Doch aber da der Mond der Weltachse am nächsten steht, und also den engsten Umlauf hat, so durchlauft er in 27 und 1/3 Tag eben den Raum, welchen der höchste Stern des Saturns, wie gesagt ist, in dreißig Jahren zurücklegt. Hiernächst hält er sich in der Zusammenkunft mit der Sonne zwei Tage, wenn es am langsamsten geschieht, aus, und geht mit dem dreißigsten Tag zu seinen vorigen Abwechselungen wieder hervor. Ich weiß nicht, ob er nicht unter allen am Himmel der einzige Lehrmeister gewesen sei, dass man das Jahr in einen Raum von zwölf Monaten einteilen müsse, denn eben so oft folgt er der Sonne, wenn sie zu einem neuen Zeichen zurückkehrt.<br/> Er wird, wie die übrige Sterne vom Sonnenlicht verdeckt. Denn wir sehen, dass er von derselben sein Licht gänzlich entlehne, und damit dergestalt leuchte, als wenn wir ihr zurückprallendes Licht in einem Wasser schweben sehen. Da er die Feuchtigkeit mit sanfterer und unvollkommener Kraft auflöst, auch wohl vermehrt, welche die Strahlen der Sonne verzehren. Hierher kommt es auch, dass man ihn in ungleichem Licht sieht, dass er alsdenn nur voll ist, wenn er der Sonne gerade gegenüber steht, in den übrigen Tagen nur so viel desselben, als er von jener empfängt, auf seiner Scheibe zeigt. Wenn er mit der Sonne zusammenkommt, kann man ihn nicht sehen, weil er uns die dunkle Seite zukehrt, und alles geschöpfte dorthin, woher er es empfangen hat, wieder zurück wirft.<br/> Es scheint außer Zweifel gesetzt zu sein, dass die Gestirne ihre Nahrung von der Feuchtigkeit der Erde haben. Denn er wird auf der einen Hälfte seiner Scheibe oft voller Flecken gesehen, weil er etwa noch nicht Kraft genug hat, mehr als ihm dienlich ist, an sich zu ziehen. Seine Flecken sind gewiss nichts anders, als die mit der Feuchtigkeit von der Erde mit fortgerissenen Unreinigkeiten.<br/> </blockquote> <div style="clear:both"></div> == Mondperioden == Die zu beobachtende scheinbare Mondbahn kann im Verlauf verschiedener Perioden durch zahlreiche '''Mondzyklen''' beschrieben werden. Die kürzesten Zyklen dauern ungefähr einen Monat im Sonnenkalender, sie längeren Mondzyklen können aber auch mehrere Jahre umfassen. Der Mond hat ähnlich wie die Sonne einen scheinbaren Winkeldurchmesser von ungefähr 30&nbsp;Bogenminuten beziehungsweise 0,5&nbsp;Bogengrad. Dies entspricht bei Betrachtung des eigenen Fingers mit ausgestrecktem Arm in etwa einem Viertel der Fingerdicke. ===Synodischer Monat=== [[Datei:Courtenay.Mondsichel.P1033938.png|mini|Altlicht beim Morgenletzt des Mondes (heliakischer Aufgang) über dem östlichen Horizont auf Vancouver Island kurz nach der Tag-und-Nachtgleiche im September 2019.]] [[Datei:Neulicht.37Tauri.P1138734.jpg|mini|Neulicht beim Abenderst des Mondes (akronychischer Untergang) über dem westlichen Horizont in Berlin Anfang Mai 2022.]] Der synodische Monat ist durch den Verlauf der Elongation des Mondes in Bezug zur Sonne beschrieben. Der Mond umrundet die Erde ungefähr zwölfmal schneller als die Erde die Sonne und benötigt für einen Umlauf einen Monat. Die einfachste Wahrnehmung des Mondlaufs ergibt sich durch die Beobachtung der Mondphasen beziehungsweise der Elongationen des Mondes. Der '''synodische Monat''' (altgriechisch ''σύνοδος'' (''synodos'') = ''Zusammentreffen'') beschreibt die Dauer zwischen zwei gleichen Mondphasen, also von Neumond zu Neumond beziehungsweise von Vollmond zu Vollmond. Hier wird gemeinhin das Zusammentreffen von Neumond und Sonne am Himmel als Referenzzeitpunkt betrachtet. Ein synodischer Monat dauert etwa 29,53&nbsp;Tage, und zwölf synodische Monate dauern demzufolge rund 354,37&nbsp;Tage - das sind gut fünfeinhalb Tage weniger als 360. Dieser Zyklus ist dies Basis für die gängigen Mondkalender (Lunarkalender) mit der gegenüber dem am Sonnenjahr orientierten Solarkalender um zirka 11&nbsp;Tagen kürzeren Jahreslänge. Bei Lunisolarkalendern wird durchschnittlich alle drei Jahre ein dreizehnter synodischer Monat eingeschaltet, damit der Frühlingspunkt der Sonne ungefähr in der gleichen Jahreszeit bleibt. → Zur Zahl Zwölf siehe auch [[Quadriviale Kuriositäten‎/ Zahlen#Zur Zwölf|Exkurs '''Zur Zwölf''']]. [[Datei:Horusauge.Faltung.png|mini|rechts|hochkant=2|Das altägyptische Horusauge als Folge von Rechtecken mit jeweils der Hälfte der Fläche des Vorgängers in einem Rechteck mit dem Flächeninhalt eins.]] [[Datei:Dendera_Deckenrelief_03.JPG|mini|hochkant=2|Deckenrelief im altägyptischen Tempel von Dendera mit der Darstellung von 15&nbsp;Mondphasen von links (Neumond) nach rechts (Vollmond) mit den Göttern Junit, Sopdet-Tjenenet, Hor-Behdeti, Hathor, Nephthys, Harsiese, Isis, Osiris, Nut, Geb, Tefnut, Schu, Atum und Month. Im Vollmond vor dem Gott des Mondes Thot ist das von ihm geheilte linke Auge („Mondauge“) des Lichtgottes Horus dargestellt.]] Die Ägypter haben ihre Kalender nicht mit einer Siebentagewoche, sondern sowohl mit einer Fünftagewoche als auch mit einer Zehntagewoche geführt. Damit besteht ein synodischer Monat auf weniger als einen halben Tag genau aus sechs Fünftagewochen beziehungsweise aus drei Zehntagewochen. Es wird in der Literatur manchmal darauf hingewiesen, dass das Verhältnis der Länge eines synodischen Monats zu dreißig vollen Tagen :<math>\frac {29,530589 \text{d}} {30 \text{d}} = 0,984353</math> fast identisch mit dem folgenden Verhältnis ist (siehe auch Horusauge und Heqat in der altägyptischen Geschichte<ref>Donald Frazer: ''Hieroglyphs and Arithmetic of the Ancient Egyptian Scribes'', Kapitel 2.6.5 ''Hekat Fractions and Ro'', Xlibris Corporation, 2012, ISBN 9781469136462</ref>): :<math>\frac {1} {2} + \frac {1} {4} + \frac {1} {8} + \frac {1} {16} + \frac {1} {32} + \frac {1} {64}</math> :<math>= \frac {32} {64} + \frac {16} {64} + \frac {8} {64} + \frac {4} {64} + \frac {2} {64} + \frac {1} {64}</math> :<math>= \frac {63} {64} = \frac {2^6 - 1} {2^6} = 1 - 2^{-6} = 0,984375</math> Die Abweichung der beiden Verhältnisse beträgt nur 0,022&nbsp;Promille. Erst nach rund 44700&nbsp;Monaten oder 3700&nbsp;Jahren hat sich diese Abweichung auf einen Tag aufsummiert. Die verschiedenen Mondphasen waren für die Menschen schon immer sichtbar und konnten im Laufe eines synodischen Monats verfolgt werden. Es wird davon ausgegangen, dass zum Beispiel auch auf der Himmelsscheibe von Nebra mindestens eine Mondsichel dargestellt ist, eventuell auch der Vollmond und nach dem österreichischen Ur- und Frühgeschichtler '''Paul Gleirscher''' zusätzlich das Altlicht des Mondes:<ref>Paul Gleirscher: [https://dialnet.unirioja.es/servlet/articulo?codigo=4142096 Zum Bildprogramm der Himmelsscheibe von Nebra: Schiff oder Sichel?], Germania: Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Band 85, Nummer 1, ISSN 0016-8874, Seiten 23 bis 33, 2007</ref> <gallery caption="Verschiedene möglicherweise auf der Himmelsscheibe von Nebra dargestellte Mondphasen" perrow="2" widths="300" heights="300"> Vollmond.P1080516.jpg|Ein im Dezember um Mitternacht fast im Zenit stehender, sehr heller Vollmond. Zunehmende.Mondsichel.png|Ein zunehmender Mond drei Tage nach Neumond beim akronychischen Untergang am westlichen Abendhimmel drei Wochen vor der Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst. Die rötliche Färbung entstand genauso wie bei der untergehenden Sonne durch die Rayleigh-Streuung in der Erdatmosphäre. Altlicht.3.Nov.2021.P1116624.jpg|Das Altlicht eines abnehmenden Mondes (Morgenletzt, vier Prozent beleuchtet) beim heliakischen Aufgang am südöstlichen Morgenhimmel der nördlichen Hemisphäre während der bürgerlichen Dämmerung einen Monat nach der Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst mit Erdschein. Nebra_Scheibe_Modell.jpg|Vollständig rekonstruiertes Modell der bronzenen und mit Gold tauschierten Himmelsscheibe von Nebra. </gallery> ===Siderischer Monat=== Der siderische Monat ist durch den Verlauf der ekliptikalen Länge des Mondes in Bezug zum Frühlingspunkt beschrieben. Es kann also auch die Zeitspanne betrachtet werden, in der der Mond in Bezug auf den Fixsternhimmel entlang der Ekliptik wieder an der gleichen Stelle erscheint. Dies wird üblicherweise an seinem Erscheinen beim Frühlingspunkt festgemacht. Diese Zeitspanne wird '''siderischer Monat''' (lateinisch ''sideris'' = ''des Sterns'') genannt und beträgt 27,322&nbsp;Tage. Dies ist auch die Dauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Erscheinungen des Mondes im '''Goldenen Tor der Ekliptik''', da dessen Lage durch Sterne des Fixsternhimmels bestimmt ist. → Siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Das_Goldene_Tor_der_Ekliptik|Exkurs '''Das Goldene Tor der Ekliptik''']]. Die Einteilung der 360 Bogengrad langen Ekliptik in 28 gleiche Teile ist in der Bronzezeit verbreitet gewesen. Daraus ergibt sich ein grobes Koordinatenraster für die ekliptikale Länge des Mondes. Auf der '''Stachelscheibe von Platt''' aus der Bronzezeit (um 1500 vor Christus) werden die 28&nbsp;Mondorte der Tage eines Monats beispielsweise durch eine Kreisreihe dargestellt. Die Hohlform diente zur Herstellung von Schmuckscheiben und hat insgesamt sieben konzentrische Kreise. Davon bestehen zwei aus 12&nbsp;(innen) beziehungsweise aus 28&nbsp;(außen) gleichmäßig verteilten Mulden.<ref>Irene Hager und Stefan Borovits (Wien, Österreich): ''Der Vorläufer einer Oktaëteris auf dem Kalenderstein bei Leodagger/Pulkau?'', Kapitel 26.2.2 ''Astronomisch/kalendarische "Zählmaschinen" aus der Bronzezeit'', in: Gudrun Wolfschmidt (Herausgeberin): ''Orientierung, Navigation und Zeitbestimmung - Wie der Himmel den Lebensraum des Menschen prägt'', Proceedings der Tagung der Gesellschaft für Archäoastronomie in Hamburg 2017, Band 42 von Nuncius Hamburgensis - Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften, Verlag tredition, 2019, ISBN 9783749767717</ref> Die zwölf inneren Mulden entsprechen entlang der Ekliptik den 12&nbsp;Sonnenorten (Monaten) in einem tropischen Jahr beziehungsweise den 12&nbsp;Jupiterorten (Jahren) in zwölf Jahren. Die 28&nbsp;äußeren Mulden entsprechen entlang der Ekliptik den 28&nbsp;Mondorten (respektive Mondhäusern beziehungsweise Mondstationen) und somit den Tagen in einem siderischen Monat. Der große kreisförmige Stachel im Zentrum der Scheibe könnte als Symbol für die Sonne stehen. Auf ihm konnte die Scheibe von unten zentrisch und drehbar gelagert werden. Mit der Scheibe konnte (abgesehen von den erforderlichen siderischen Schaltmonaten) zwölf Jahre lang in täglich wechselnden Kombinationen in den beiden Lochreihen die Lagen von Mond und Jupiter abgelesen und markiert werden. Damit konnte nach einer Einmessung der Ost-West-Richtung zum Beispiel bei der Tag-und-Nacht-Gleiche zur Jupiterrichtung im Frühlingspunkt der gesamte Lebewesenkreis (Zodiak) jederzeit mit dem täglich ein Mondhaus weiterwandernden Mond vollständig bestimmt werden, auch ohne dass der Jupiter sichtbar sein musste. Mit dieser Information ist es dann auch ohne weiteres möglich, das nicht sichtbare Lebewesenzeichen zu bestimmen, in welchem die Sonne sich aufhält. Im der indischen Astronomie wurden zu diesem Zweck spätestens 500&nbsp;Jahre danach die '''27&nbsp;Mondhäuser''' (oder Mondstationen) eingeführt. Da sich die siderische und die synodische Periode um gut zwei Tage unterscheiden, liegen aufeinanderfolgende Neumonde oder Vollmonde in verschiedenen Mondhäusern, nach denen im hinduistischen Lunisolarkalender die Monate benannt werden. Dieses System wurde etwas später von den Arabern mit '''28&nbsp;Mondhäusern''' modifiziert. Das '''erste Mondhaus''' liegt bei beiden Einteilungen im Frühlingspunkt in der Epoche um Christi Geburt im '''Kopf des Lammes''' beziehungsweise des Widders (Aries) bei den nördlich der Ekliptik liegenden Sternen Scheratan und Hamal (indisch ''Ashvini'' = ''die beiden Rosseschirrenden'' und arabisch ''aš-šaraṭān'' = ''Die beiden Zeichen''). Für das '''zweite Mondhaus''' folgt der '''Bauch des Lammes''' (indisch ''Bharani'' = ''der Wegtragende'' und arabisch ''al-buṭayn'' = ''das Bäuchlein''). Die Plejaden (indisch ''Krittika'' und arabisch ''aṯ-ṯurayyā'') im fetten '''Schwanz des Lammes''' markieren im Anschluss das '''dritte Mondhaus'''. Das '''vierte Mondhaus''' ist durch den roten Riesenstern Aldebaran (arabisch ''al-dabarān'' = ''der Nachfolgende'', indisch ''Rohini'' = ''der Rötliche'') im Sternbild Stier (Taurus) gekennzeichnet. <gallery caption="Mondstationen" mode="packed" widths="600" heights="600"> Mondhaeuser.Ekliptik.zirkular.png|Die in eine ringförmige Darstellung projizierten 28&nbsp;Mondhäuser (von 1 bis 28 entgegen dem Uhrzeigersinn) mit den wichtigsten Sternen entlang der Ekliptik (rote gestrichelte Linie '''zur Epoche J0000.0'''). Der Beobachter befindet sich auf der Erde im Zentrum der Darstellung. Nach innen werden die südlichen und nach außen die nördlichen ekliptikalen Breiten gemessen. Die scheinbare Mondbahn pendelt zwischen den beiden zur Ekliptikline benachbarten Hilfslinien. Der Abstand der Hilfslinien beträgt senkrecht zur Ekliptiklinie immer fünf Bogengrad und entlang der Ekliptiklinie immer knapp dreizehn Bogengrad. Mit bis zum Nordpol zunehmender geographischer Breite des Beobachtungspunktes können auch noch knapp ein Bogengrad südlichere ekliptikale Breiten von der Mondscheibe erreicht werden, am Südpol auch noch entsprechend nördlichere ekliptikale Breiten. Stachelscheibe_Model_zweiseitig.jpg|Die in Niederösterreich gefundene und aus Sandstein gefertigte Gussform für die '''Stachelscheibe von Platt'''.<br/>Von innen nach außen gibt es '''sieben''' konzentrische Kreise, die folgendermaßen zugeordnet werden können:<br/>- Eine große zentrische Bohrung (im Gußteil eine große stachelartige Erhebung für die '''Sonne''').<br/>- Zwölf gleichmäßig verteilte kleine Bohrungen (Zodiak mit '''zwölf''' Sternzeichen sowie für die Umlaufzeit des Planeten '''Jupiter '''in Jahren).<br/>- Drei äquidistante Kreislinien (die drei inneren Planeten '''Merkur''', '''Venus''' und '''Mars''').<br/>- Achtundzwanzig gleichmäßig verteilte kleine Bohrungen ('''Mond'''häuser).<br/>- Ein großer abschließender Kreis ('''Saturn''' als der Langsame und Beständige). Stonehenge_phase_one.jpg|Die älteste belegte kreisförmige Struktur in Stonehenge&nbsp;1 (zirka 3100 bis 2900 vor Christi) besteht aus den 56&nbsp;Aubrey-Löchern (in der Abbildung weiße Kreise). Diese können unter Verwendung von Quadranten, die geographisch durch die vier Himmelsrichtungen in jeweils 14 Mondstationen geteilt sind, dazu verwendet worden sein, die ekliptikale Länge des Mondes in Bezug zum Frühlingspunkt oder zum Herbstpunkt beziehungsweise in Bezug zur Jupiterposition täglich zu markieren (der Mond erreicht den Jupiter ungefähr alle 27,5 Tage). In dieser Zählung wären alle 28 Mondhäuser halbiert, in eine Tagesstation und eine Nachtstation. </gallery> Zwischen dem dritten und vierten Mondhaus liegt das Goldene Tor der Ekliptik, wo der Frühlingspunkt zu Beginn der maltesischen Tarxien-Phase lag. Man beachte die fehlenden helleren ekliptiknahen Sterne im '''Trichter der Thuraya''' westlich davon, also rechts der Plejaden (ekliptikale Länge ungefähr 32&nbsp;Bogengrad) bis hin zum Stern Hydor heutigen Sternbild Wassermann (Aquarius, ekliptikale Länge ungefähr 314&nbsp;Bogengrad). Die hellsten ekliptiknahen Sterne in diesem Gebiet des Sternenhimmels Alpherg im Sternbild Fische (Pisces) sowie Hydor und Ancha im Sternbild Wassermann (Aquarius) erreichen lediglich die vierte Größenklasse (4<sup>m</sup>), so dass zwischen dem auffälligen offenen Sternhaufen der Plejaden und Deneb Algedi, dem hellsten Stern im Sternbild Steinbock (Capricornus), auf einer Länge von 90&nbsp;Bogengrad keine hellen ekliptiknahen Sterne vorhanden sind. → Zur Einteilung der Ekliptik nach den monatlichen Mondstationen siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Mondhäuser|Exkurs '''Mondhäuser''']] → Zum dunklen Himmelsquadranten entlang der Ekliptik siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Astronomische_Bezugssysteme#Der_Trichter_der_Thuraya|Exkurs '''Der Trichter der Thuraya''']] ===Drakonitischer Monat=== [[Datei:Drakonitischer.Monat.png|rechts|mini|hochkant=2|Schematische Darstellung der Mondbahn (gelb) im Laufe eines drakonitischen Monats in Bezug auf die Ekliptiklinie (rot). Nach dem Erreichen der südlichsten Lage in Bezug zur Ekliptiklinie wird die Mondbahn aufsteigend, und von der nördlichsten Lage in Bezug auf die Ekliptiklinie wird die Mondbahn dann wieder absteigend. In der deutschsprachigen Schweiz gibt es für diese im Laufe eines drakonitischen Monats täglich mehr oder weniger deutlich wahrnehmbaren Änderungen der ekliptikalen Breite sogar eigene Adjektive. Das Ansteigen der ekliptikalen Breite des Mondes nach Norden wird '''obsigend''' und das Abfallen des Mondes nach Süden '''nidsigend''' genannt. Direkt auf der Ekliptik befinden sich der aufsteigende und der absteigende Knoten der Mondbahn.]] Der drakonitische Monat ist durch den Verlauf der ekliptikalen Breite des Mondes in Bezug zur Ekliptiklinie beschrieben. Deswegen gibt es noch den '''drakonitischen Monat''' (altgriechisch ''δράκων'' (''drakon'') beziehungsweise lateinisch ''draco'' = ''Drache''), der eine Dauer von 27,212 Tagen hat. Diese Dauer beschreibt die Zeitpunkte, an denen die um gut 5&nbsp;Bogengrad zur Ekliptik geneigte Mondbahn die Ekliptik kreuzt; die ekliptikale Breite des Mondes ist dann exakt null. Diese Schnittpunkte werden Mondknoten genannt und werden einmal im Monat im aufsteigenden Mondknoten und einmal im absteigenden Mondknoten erreicht. Befindet sich der Mond auf der Ekliptik, also in der Nähe dieser Mondknoten, kommt es bei dessen Sonnennähe (wenn der Neumond also in Konjunktion mit der Sonne steht) zu einer Sonnenfinsternis und bei dessen Sonnenferne (wenn der Vollmond also in Opposition zur Sonne steht) zu einer Mondfinsternis. Diese Mondpunkte wurden früher als Drachenpunkte bezeichnet, was sich aus der Vorstellung ableitete, dass ein Drache bei einer Mondfinsternis den Mond beziehungsweise bei einer Sonnenfinsternis die Sonne verschlingen würde. Mit dem folgenden Java-Programm können die ekliptikalen Koordinaten der Sonne und des Mondes für jeden beliebigen Zeitpunkt eines Julianischen Datums in Julianischen Jahrhunderten in Bezug auf die astronomische Standardepoche J2000 berechnet werden: '''[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/ EkliptikaleKoordinatenMondSonne|→ Java-Programm "EkliptikaleKoordinatenMondSonne"]]'''<ref>Unter Verwendung der Formeln aus: Oliver Montenbruck, Thomas Pfleger: ''Astronomie mit dem Personal Computer'', Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, 1989, ISBN 978-3-662-05865-7</ref> [[Datei:Ekliptikale.Breiten.Mond.siderischer.Monat.png|links|mini|hochkant=4|Die ekliptikalen Breiten des Mondes im Verlauf eines drakonitischen Monats beziehungsweise eines nur gut zweieinhalb Stunden längeren siderischen Monats mit gut 27 Tagen.]] {| class="wikitable" |+ Die täglichen Änderungen der ekliptikalen Breite des Mondes in Bogengrad innerhalb eines Mondviertels !title="Tage nach aufsteigendem Knoten"| Tage nach<br/>aufsteigendem<br/>Knoten !title="Änderung der ekliptikalen Breite"| Änderung der<br/>ekliptikalen Breite<br/>zum Vortag |- | 1 || 1,2° |- | 2 || 1,1° |- | 3 || 1,0° |- | 4 || 0,9° |- | 5 || 0,6° |- | 6 || 0,3° |- | 7 || 0,0° |} <div style="clear:both"></div> Der Mond kann auf seiner Bahn im Laufe der Zeiten alle ekliptiknahen Himmelsobjekte inklusive aller Planeten und der Sonne bedecken und innerhalb einer Stunde wieder freigeben, die sich in einem Band bis zu gut ±5&nbsp;Bogengrad nördlich oder südlich neben der Ekliptiklinie befinden. '''{{w|Aristoteles}}''' (384 bis 322) hat dies in seiner Schrift '''"Über den Himmel"''' (altgriechisch: ''Περὶ οὐρανοῦ'' / ''Peri uranu'') anhand der von ihm beobachteten '''Bedeckung des Planeten Mars durch den zunehmenden Halbmond in der Nähe des Sterns Regulus''' (α Leonis) beschrieben und darauf hingewiesen, dass die Babylonier und die Ägypter solche Phänomene über lange Zeit beobachtet und dokumentiert hatten.<ref>Aristoteles: [http://classics.mit.edu/Aristotle/heavens.2.ii.html On the Heavens], Teil 12, Buch II, um 350 vor Christus, ins Englische übersetzt von John Leofric Stocks (*&nbsp;1882; †&nbsp;1937)</ref> → Siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Aristotelische Mars-Konjunktion|Abschnitt '''Aristotelische Mars-Konjunktion''']]. Der ekliptiknahe Hauptstern Pollux im Sternbild Zwillinge (Gemini) hat sich aufgrund seiner Eigenbewegung im Laufe der letzten zehntausend Jahre so weit von der Ekliptiklinie entfernt, dass er inzwischen nicht mehr vom Mond bedeckt werden kann. → Für helle ekliptiknahe Objekte siehe [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Der_Fixsternhimmel#Die_sieben_hellsten_Objekte_der_Ekliptik|Abschnitt '''Die sieben hellsten Objekte der Ekliptik''']]. ===Siderische Mondperioden=== Der Mond erscheint innerhalb eines tropischen Jahres dreizehn- oder vierzehnmal an einer bestimmten Stelle des Fixsternhimmels, wobei er wegen der unterschiedlichen Periodendauern von siderischen und synodischen Monaten immer ein anderes '''Mondalter''' (die Anzahl der Tage seit dem letzten Neumond) und wegen der unterschiedlichen Periodendauern von siderischen und drakonitischen Monaten immer eine andere ekliptikale Breite aufweist. Die beiden folgenden Diagramme sollen den zeitlichen Verlauf der Mondphasen und der ekliptikalen Breiten des Mondes bei seinem Erscheinen im Goldenen Tor der Ekliptik während 254 aufeinanderfolgender siderischer Perioden mit jeweils 27,322&nbsp;Tagen (insgesamt 6940&nbsp;Tage beziehungsweise 19&nbsp;Jahre) veranschaulichen: [[Datei:Mondphasen.siderische.Perioden.png|links|mini|hochkant=4|Die Mondphasen bei aufeinanderfolgenden Erscheinungen des Mondes im Goldenen Tor der Ekliptik innerhalb von 254 siderischen Perioden (insgesamt 19&nbsp;Jahre). Da der synodische Monat (von Neumond zu Neumond) über zwei Tage länger ist als der siderische Monat, kommt es hierbei zu Verschiebungen, weil der Mond nach Ablauf eines siderischen Monats beim Erreichen derselben ekliptikalen Länge noch nicht ganz wieder sein maximales Mondalter erreicht hat.<br/><br/>In der oberen Hälfte des Diagramms sind zunehmende und in der unteren Hälfte abnehmende Monde zu beobachten. Eine Mondphase von 0 Prozent steht für einen Neumond und eine Mondphase von ±100 Prozent für einen Vollmond.<br/><br/>Der Startpunkt (Tag&nbsp;0 im Monat&nbsp;0) kann zum Beispiel mit dem 22.&nbsp;Mai 2020 am Abend (UTC) angesetzt werden, an dem der Neumond zusammen mit der Sonne im Goldenen Tor der Ekliptik stand. Dies geschieht dann nach 19 Jahren am 23.&nbsp;Mai 2039 kurz nach Mitternacht (UTC) erneut.]] [[Datei:Ekliptikale.Breiten.Mond.siderische.Perioden.png|links|mini|hochkant=4|Die ekliptikalen Breiten des Mondes bei aufeinanderfolgenden Erscheinungen des Mondes im Goldenen Tor der Ekliptik innerhalb von 254 aufeinanderfolgenden siderischen Perioden (insgesamt 19&nbsp;Jahre). Da der drakonitische Monat (von einem aufsteigendem Mondknoten bis zum nächsten aufsteigenden Mondknoten) gut zweieinhalb Stunden kürzer ist als der siderische Monat, kommt es hierbei zu Verschiebungen, weil der Mond nach Ablauf eines siderischen Monats den aufsteigenden Knoten bereits wieder hinter sich gelassen hat.<br/><br/>Bei großen ekliptikalen Breiten (oben) kommt es im Goldenen Tor der Ekliptik zu Bedeckungen der Plejaden und bei kleinen ekliptikalen Breiten (unten) kommt es zu Bedeckungen der Hyaden oder des Sterns Aldebaran durch die Mondscheibe.<br/><br/>Der Startpunkt (Tag&nbsp;0 im Monat&nbsp;0) kann beispielsweise ebenfalls mit dem 22.&nbsp;Mai 2020 angesetzt werden, an dem der Neumond vom Erdmittelpunkt aus gesehen bei einer ekliptikalen Breite von zirka -2,5&nbsp;Bogengrad unterhalb der Sonne, deren ekliptikale Breite definitionsgemäß 0&nbsp;Bogengrad beträgt, im Goldenen Tor der Ekliptik stand.<br/><br/>Nach 18,61&nbsp;Jahren (beziehungsweise 6793,5&nbsp;Tagen oder gut 230&nbsp;synodischen Monaten, in dieser Abbildung also nach gut 248,6&nbsp;siderischen Monaten) erreicht der Mond dieselbe ekliptikale Breite und fast die gleiche Mondphase, befindet sich dann allerdings bei einer anderen ekliptikalen Länge.<br/><br/>Die kurzperiodische kleine Wellenbewegung kommt durch die Nutation der Erdachse im Bezug zur Ekliptik beziehungsweise zum Fixsternhimmel zustande; sie hat eine Periodendauer von 35&nbsp;Tagen und überlagert sich mit den zirka eine Woche kürzeren siderischen Mondperiode.]] <div style="clear:both"></div> ===Der Meton-Zyklus=== Nicht nur die Bestimmung und Vorhersage der Auf- und Untergänge der Venus haben die Aufmerksamkeit der Astronomen des Altertums auf sich gezogen, sondern auch der Mondzyklus mit den verschiedenen Mondphasen sowie das Auftreten von Mondfinsternissen bei Vollmond und von Sonnenfinsternissen bei Neumond. Es gibt einen Zyklus, der die Zeit beschreibt, nachdem die Sonne und der Mond die gleiche Konstellation erreichen. Nach '''19&nbsp;Jahren''' (beziehungsweise knapp '''6940&nbsp;Tagen''') hat nicht nur die Sonne dieselbe ekliptikale Länge erreicht, sondern auch der der Mond (nach '''254&nbsp;siderischen Monaten'''), und er hat daher auch dieselbe Mondphase (nach '''235&nbsp;synodischen Monaten'''). Außerdem hat er dann auch noch annährend die gleiche ekliptikale Breite (nach '''255&nbsp;drakonitischen Monaten'''), so dass er fast wieder an derselben Stelle des Fixsternhimmels steht.<ref name="rutherforth">Thomas Rutherforth: "A System Of Natural Philosophy: Being A Course of Lectures In Mechanics, Optics, Hydrostatics, and Astronomy; Which are Read in St Johns College Cambridge", volume 2, chapter XIV: "Of the devision<!--sic!--> of time", paragraph 388: "The cycle of Metos", 990 ff.</ref> Der Zyklus beruht also im Wesentlichen auf der zwar nur langfristig, bei entsprechender Ausdauer jedoch verhältnismäßig einfach zu beobachtenden Tatsache, dass 19&nbsp;tropische Sonnenjahre, 235&nbsp;synodische Monate, 254&nbsp;siderische Monate und 255&nbsp;drakonitische Monate fast die gleiche Länge haben. Der Unterschied zwischen den ersten beiden beträgt nur rund zwei Stunden: * 19&nbsp;Jahre = 6939,6&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge der Sonne mit ihren Äquinoktien und Sonnenwenden. * 235&nbsp;synodische Monate = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die Mondphasen mit Neumonden und Vollmonden. * 254&nbsp;siderische Monate = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge des Mondes. * 255&nbsp;drakonitische Monate = 6939,1&nbsp;Tage, bestimmt durch die auf- und absteigenden Knoten der Mondbahn. [[Datei:Legende.Meton-Zyklus.png|mini|rechts|Legende zum Diagramm "Meton-Zyklus".]] <gallery caption="Der Meton-Zyklus" mode="packed"> Meton-Zyklus.Maerz.2019.png|Der Meton-Zyklus anhand der Frühlingsvollmonde (weiße Kreise) am 21. März 2019 (laufende Nummer 0) und am 21. März 2038 (laufende Nummer 235). Meton-Zyklus.Januar.2023.Januar.2042.png|Der Meton-Zyklus vom Vollmond am 6. Januar 2023 bis zum Vollmond am 6. Januar 2042. Die farbigen Kreise symbolisieren die Äquinoktien und Sonnenwenden. </gallery> [[Datei:Meton-Zyklus.2023.13996.png|mini|links|hochkant=4|Der 19-jährige Meton-Zyklus vom Januar&nbsp;2023 bis zum Januar&nbsp;2042. Die Zeit schreitet in horizontaler Richtung jeweils um einen halben Tag pro Bildpunkt voran. Der Vollmond (weißer Kreis) erscheint sowohl am 6.&nbsp;Januar 2023 als auch am 6.&nbsp;Januar 2042 im Sternbild Zwillinge (Gemini) nördlich vom Stern Mebsuta (ε&nbsp;Geminorum). Unten sind die kleinen und großen Mondwenden für die geographische Breite 52,5 Bogengrad (zum Beispiel in Berlin) im Laufe der Zeit dargestellt.]] <div style="clear:both"></div> Dieser 19-jährige nach dem antiken griechischen Astronomen {{w|Meton}} (5.&nbsp;Jahrhundert vor Christus) benannte '''Meton-Zyklus''' sowie auch der unten erwähnte Saros-Zyklus waren im Altertum spätestens schon den Babyloniern bekannt und dienten als Grundlage für ihren Mondkalender. Meton ist davon ausgegangen, dass 19&nbsp;Jahre exakt mit 6940&nbsp;Tagen sowie mit 235 synodischen Monaten übereinstimmen. Dadurch, dass das Jahr nach dieser Annahme genau fünf Neunzehntel Tage länger ist als 365 Tage, sind neunzehn Jahre nach dieser Berechnung genau fünf Tage länger ist als neunzehn Mal 365 Tage, also 6935 Tage. Aus der Annahme einer festen ganzrationalen Kopplung der Umlaufzeiten der Erde um Ihre Achse (Tag) und um die Sonne (Jahr) sowie der Umlaufzeit des Mondes um die Erde (Monat) ergeben sich die folgenden Zusammenhänge: * Abgerundet auf ganze Zahlen: ** '''Die Jahreslänge in ganzen Tagen:''' **:<math>\frac {6940} {19} = 365 \text { Rest } 5</math>, das heißt, dass für 19&nbsp;Jahre mit der Länge 365 Tage '''fünf Schalttage''' (Jahreslänge dann 366&nbsp;Tage) erforderlich sind, damit der Frühlingspunkt mit dem tropischen Sonnenjahr synchron bleibt (Solarkalender). ** '''Die Monatslänge in ganzen Tagen:''' **:<math>\frac {6940} {235} = 29 \text { Rest } 125</math>, das heißt, dass für 235&nbsp;synodische Monate mit der Länge 29&nbsp;Tage '''125&nbsp;Schalttage''' (Monatslänge dann 30&nbsp;Tage) erforderlich sind, damit ein tropisches Sonnenjahr immer zwölf Monate umfasst (Solarkalender). ** '''Die Jahreslänge in ganzen Monaten:''' **:<math>\frac {\frac {6940} {19}} {\frac {6940} {235}} = \frac {235} {19} = 12 \text { Rest } 7</math>, das heißt, dass in 19&nbsp;Jahren mit 235&nbsp;synodischen Monaten sowie 6490&nbsp;Tagen '''sieben synodische Schaltmonate''' (Jahreslänge dann 13&nbsp;Monate) erforderlich sind, um das Kalenderjahr mit dem tropischen Sonnenjahr synchron zu halten (Lunisolarkalender). * Exakt mit Brüchen (ganzrationale Zahlen): ** Die Jahreslänge <math>d_a</math> in Tagen (in einem Sonnenjahr): **:<math>d_a = \frac {6940 \text { d}} {19 \text { a}} = 365 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {5} {19} \frac {\text {d}} {\text {a}} = 365 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {20} {76} \frac {\text {d}} {\text {a}} = 365 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {1} {4} \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {1} {76} \frac {\text {d}} {\text {a}} = 365,25 \frac {\text {d}} {\text {a}} + \frac {1} {76} \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 365,263158 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> ** Die Länge eines synodischen Monats <math>d_m</math> in Tagen: **:<math>d_m = \frac {6940 \text { d}} {235 \text { m}} = \frac {1388} {47} \frac {\text {d}} {\text {m}} = 29 \frac {\text {d}} {\text {m}} + \frac {125} {235} \frac {\text {h}} {\text {m}} = 29 \frac {\text {d}} {\text {m}} + \frac {25} {47} \frac {\text {h}} {\text {m}} \approx 29,531915 \frac {\text {d}} {\text {m}}</math> ** Länge von zwölf synodischen Monaten <math>d_{m_{12}}</math> in Tagen (in einem Mondjahr): **:<math>d_{m_{12}} = 12 \frac {\text {m}} {\text {a}} \cdot d_m = 12 \frac {\text {m}} {\text {a}} \cdot \frac {1388} {47} \frac {\text {d}} {\text {m}} = \frac {16656} {47} \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 354,382979 \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx d_a - 11 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> ** Die Jahreslänge <math>m_a</math> in synodischen Monaten (in einem Sonnenjahr): **:<math>m_a = \frac {d_a} {d_m} = \frac {\frac {6940 \text { d}} {19 \text { a}}} {\frac {6940 \text { d}} {235 \text { m}}} = \frac {235} {19} \frac {\text {m}} {\text {a}} = 12 \frac {\text {m}} {\text {a}} + \frac {7} {19} \frac {\text {m}} {\text {a}} \approx 12,368421 \frac {\text {m}} {\text {a}}</math> :'''Anmerkung''': Man nehme zur Kenntnis, dass das der Mittelwert der Dauern vom Sonnenjahr <math>d_a</math> und vom Mondjahr <math>d_{m_{12}}</math> fast genau 360&nbsp;Tage pro Jahr beträgt, also so viele Tage wie für einen vollständigen Kreis in Bogengrad gerechnet wird: ::<math>\frac {d_a + d_{m_{12}}} {2} = \frac {\frac {6940 \text { d}} {19 \text { a}} + \frac {16656} {47} \frac {\text {d}} {\text {a}}} {2} = \frac {321322} {893} \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 359,823 \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 360 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> ::Mit den heutigen, jeweils rund eine halbe Stunde kürzeren Messwerten für die beiden Jahresdauern (tropisches Sonnenjahr mit 365,241 Tagen und Mondjahr mit zwölf Lunationen und 354,367 Tagen) zur Epoche J2000.0 ergibt sich ein nur geringfügig anderer Mittelwert, der ebenfalls nur um zirka eine Dreiviertelstunde von der Dauer von 360 Tagen abweicht: ::<math>\frac {d_a + d_{m_{12}}} {2} = \frac {365,241 \frac {\text {d}} {\text {a}} + 354,367 \frac {\text {d}} {\text {a}}} {2} \approx 359,804 \frac {\text {d}} {\text {a}} \approx 360 \frac {\text {d}} {\text {a}}</math> Für diese Erkenntnisse ist entweder die Weitergabe von beobachteten astronomischen Ereignissen, wie der Bedeckung der Plejaden durch den Mond oder die Messung der ekliptikalen Koordinaten des Mondes, an die nächste Generation erforderlich oder ein Lebensalter, das die Beobachtung von mindestens zwei solcher Zyklen umfasst – je nach Zeitpunkt der Geburt also rund 25 bis über 40 Jahre. Da der Meton-Zyklus mit den aufgerundeten ganzzahligen 6940&nbsp;Tagen einen Vierteltag länger dauert als 19&nbsp;Sonnenjahre, summiert sich diese Differenz nach vier Meton-Zyklen auf einen ganzen Tag. Der entsprechende nach {{w|Kallippos von Kyzikos}} (viertes vorchristliches Jahrhundert) benannte '''Kallippische Zyklus''' von 76&nbsp;Jahren (<math>= 4 \cdot 19</math>&nbsp;Jahre) oder 27759&nbsp;Tage (<math>= (4 \cdot 6940) - 1</math>&nbsp;Tage) wird auch als verbesserter Meton-Zyklus bezeichnet: * 76&nbsp;Jahre = 27758,4&nbsp;Tage * 940&nbsp;synodische Monate = 27758,8&nbsp;Tage * 1016&nbsp;siderische Monate = 27758,8&nbsp;Tage * 1020&nbsp;drakonitische Monate = 27756,5&nbsp;Tage Nach ungefähr 48&nbsp;Sonnenjahren betrug die Differenz zwischen Meton-Zyklus und Sonnenjahr einen Tag, aber erst nach ungefähr 128&nbsp;Sonnenjahren erreicht die Differenz zwischen Kallippischen Zyklus und Sonnenjahr so groß. Da der Kallippische Zyklus mit genau 27759;Tagen einen Vierteltag länger dauert als 76&nbsp;Sonnenjahre, summiert sich diese Differenz nach vier Kallippischen Zyklen auf einen ganzen Tag. Der entsprechende nach {{w|Hipparchos (Astronom)|Hipparchos von Nicäa}} (zweites vorchristliches Jahrhundert) benannte '''Hipparchos-Zyklus''' von 304&nbsp;Jahren (<math>= 4 \cdot 76 = 16 \cdot 19</math>&nbsp;Jahre) = 111035&nbsp;Tage (<math>= (4 \cdot 27759) - 1</math>&nbsp;Tage) ist also wiederum ein verbesserter Kallippischer Zyklus: * 304&nbsp;Jahre = 111033,6&nbsp;Tage * 3760&nbsp;synodische Monate = 111035,0&nbsp;Tage * 4064&nbsp;siderische Monate = 111035,2&nbsp;Tage * 4080&nbsp;drakonitische Monate = 111025,9&nbsp;Tage Nach einer Kallippischen Periode beträgt die Differenz zwischen 111035&nbsp;ganzen Tagen und der Dauer von 3760&nbsp;synodischen Monaten nur eine dreiviertel Stunde. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Dauern im Meton-Zyklus, im Kallippischen Zyklus und im Hipparchos-Zyklus: {| class="wikitable" ! !Tropische Perioden !Synodische Perioden !Siderische Perioden !Ganzzahlige Tage |- |'''Dauer einer Periode in Tagen''' |'''365,2422''' |'''29,53059''' |'''27,32166''' |'''1''' |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Meton-Zyklus''' |'''19''' |'''235''' |'''254''' |'''6940''' |- |'''Anzahl der Tage im Meton-Zyklus''' |6939,6018 |6939,6887 |6939,7016 |6940 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,0868 |0,0998 |0,3982 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' | -0,0868 |0,0000 |0,0130 |0,3113 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Tagen''' | -0,0998 | -0,0130 |0,0000 |0,2984 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Stunden''' |0,00 |2,08 |2,40 |9,56 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' | -2,08 |0,00 |0,31 |7,47 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Stunden''' | -2,40 | -0,31 |0,00 |7,16 |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Kallippischen Zyklus''' |'''76''' |'''940''' |'''1016''' |'''27759''' |- |'''Anzahl der Tage im Kallippischen Zyklus''' |27758,4072 |27758,7546 |27758,8066 |27759 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,3474 |0,3994 |0,5928 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' | -0,3474 |0,0000 |0,0520 |0,2454 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Tagen''' | -0,3994 | -0,0520 |0,0000 |0,1934 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Stunden''' |0,00 |8,34 |9,58 |14,23 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' | -8,34 |0,00 |1,25 |5,89 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Stunden''' | -9,58 | -1,25 |0,00 |4,64 |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Hipparchos-Zyklus''' |'''304''' |'''3760''' |'''4064''' |'''111035''' |- |'''Anzahl der Tage im Hipparchos-Zyklus''' |111033,6288 |111035,0184 |111035,2262 |111035 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |1,3896 |1,5974 |1,3712 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' | -1,3896 |0,0000 |0,2078 | -0,0184 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Tagen''' | -1,5974 | -0,2078 |0,0000 | -0,2262 |- |'''Differenz zu tropischen Perioden in Stunden''' |0,00 |33,35 |38,34 |32,91 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' | -33,35 |0,00 |4,99 | -0,44 |- |'''Differenz zu siderischen Perioden in Stunden''' | -38,34 | -4,99 |0,00 | -5,43 |} Vor gut 2000&nbsp;Jahren betrug die Differenz zwischen Kallippischem Zyklus und Sonnenjahr nach ungefähr 227&nbsp;Sonnenjahren einen Tag. Durch die inzwischen etwas verkürzte Dauer eines tropischen Jahres ist dies heute bereits nach etwa 221&nbsp;Jahren der Fall. Die '''Goldene Zahl''' gibt an, das wievielte von diesen 19&nbsp;Jahren ein bestimmtes Jahr ist, und sie spielt auch heute noch eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Datums von Pessach oder Ostern, zum Beispiel mit Hilfe der Formeln zur Berechnung von {{w|Carl Friedrich Gauß}} (*&nbsp;1777; †&nbsp;1855): → Siehe auch: * [[Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Kalenderführung/ Osterdatum|'''Osterdatum''']] * {{w|Gaußsche Pessach-Formel}} * {{w|Gaußsche Osterformel}} Der Name Goldene Zahl rührt möglicherweise davon her, dass der diesem Zyklus zugrundeliegende Kalender (Parapegma) des Meton auf den Steinmauern seiner Sonnenuhr (heliotropion) am Pnyx-Hügel in Athen in goldener Schrift zu sehen war.<ref> Michael Wright: [https://www3.astronomicalheritage.net/index.php/show-entity?identity=26&idsubentity=1 The Pnyx, Athens, Greece], Portal to the Heritage of Astronomy, August 2011</ref><ref name="rutherforth" /> Heute ist in den Monaten um die Wintersonnenwende alle 19&nbsp;Jahre morgens am westlichen Horizont der untergehende Vollmond im Goldenen Tor der Ekliptik zu sehen, wie zuletzt im Dezember&nbsp;2018. Die untere Hälfte des Mondes wird dann während des Untergangs vom Horizont verdeckt und der sichtbare leuchtende Teil bildet somit einen Halbkreis, wie er im mittleren Segment der Himmelstafel angedeutet ist. In diesem Fall liegen Hyaden und Plejaden im Westen auf einer Linie parallel zum Horizont und der dazwischenliegende, beim Untergang noch halb zu sehende Vollmond würde der Abbildung auf der Steintafel von Tal-Qadi entsprechen. Vor 4500&nbsp;Jahren ergab sich diese Himmelsansicht wegen der Verschiebung des Frühlingspunktes bereits um die Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst. Die 19&nbsp;Megalithe des Blaustein-Hufeisens von Stonehenge (2270&nbsp;bis 1930&nbsp;vor Christus) werden ebenfalls mit dem Meton-Zyklus in Zusammenhang gesehen. Im Übrigen werden beispielsweise auch die Goldhüte aus der Bronzezeit mit diesem Zyklus in Verbindung gebracht.<ref>Wilfried Menghin: „Der Berliner Goldhut und die goldenen Kalendarien der alteuropäischen Bronzezeit“, Acta Praehistorica et Archaeologica, Band 32, 2000, ISSN 0341-1184, Seiten 31 bis 108</ref> [[Datei:Hattusa,_capital_of_the_Hittite_Empire_51.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Detail mit den linken drei der insgesamt neunzehn Göttinnen der Bilderreihe in der Kammer A des hethitischen Heiligtums Yazılıkaya.]] An der östlichen Wand in der Kamme&nbsp;A des hethitischen Heiligtums '''Yazılıkaya''' (türkisch für „beschriebener Fels“) aus dem 13.&nbsp;vorchristlichen Jahrhundert existiert eine Reliefbilderreihe, die eine Prozession von '''neunzehn''' nach links schauenden Göttinnen im Ganzkörperprofil darstellt. Auch hier wird vermutet, dass diese Reihe als Zählwerk für den Meton-Zyklus eine Kalenderfunktion innehatte.<ref>Eberhard Zangger, Rita Gautschy: [http://63.33.38.154/JSA/article/view/12232 Celestial Aspects of Hittite Religion - An Investigation of the Rock Sanctuary Yazilikaya], Journal of Skyscape Archaeology, 5(1), 5–38, 2019</ref><ref>Edwin C. Krupp, Eberhard Zangger: [https://www.archaeologie-online.de/artikel/2021/die-symbolische-darstellung-des-kosmos-im-hethitischen-felsheiligtum-yazlkaya Die symbolische Darstellung des Kosmos im hethitischen Felsheiligtum Yazılıkaya] vom 16. Juni 2021, Archäologie Online, archaeomedia, Freiburg</ref> [[Datei:Yazilikaya.19.Gottheiten.png|zentriert|hochkant=4|mini|Schmatische Darstellung der '''neunzehn''' weiblichen Gottheiten im hethitischen Heiligtum '''Yazılıkaya'''. Im Original variieren die Darstellungen der einzelnen Figuren, die in unterschiedlichem Zustand erhalten sind. Über den Händen einzelner Figuren konnten verschiedene hieroglyphische Darstellungen festgestellt werden. Die erste Figur (ganz links) konnte hierdurch nur indirekt rekonstruiert werden.]] Die auf den MUL.APIN-Tafeln schriftlich überlieferten babylonischen [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Die_Schaltregel|'''Plejaden-Schaltregeln''']] beziehen sich zweifelsfrei auf einen Zeitpunkt, als der offene Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier (Taurus) die gleiche ekliptikale Länge wie der Frühlingspunkt gehabt hat. Dies bedeutet, dass die Sonne zur Tag-und-Nacht-Gleiche direkt neben den Plejaden stand, und dies war um 2600&nbsp;vor Christus der Fall. Aus beiden Schaltregeln ergibt sich, dass innerhalb von 19&nbsp;Sonnenjahren sieben zusätzliche synodische Monate eingeschaltet werden müssen, damit Sonnen- und synodisches Mondjahr synchron bleiben. Die Differenz zwischen Mondlauf und Sonnenlauf beträgt nach diesen 19&nbsp;Sonnenjahren nur gut zwei Stunden. Diese Abweichung beträgt nur gut zwei Promille beziehungsweise 238&nbsp;parts&nbsp;per&nbsp;million: * Tropisches Sonnenjahr (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt): <math>J_S = 365,2422 \text { d} = 8765,813 \text { h}</math> * Synodischer Monat (von Neumond zu Neumond): <math>M_{syn} = 29,53059 \text { d} = 708,7342 \text { h}</math> * Synodisches Mondjahr (zwölf synodische Monate): <math>J_{syn} = 12 \cdot M_{syn} = 354,3671 \text { d} = 8504,810 \text { h}</math> * Jahresdifferenz zwischen tropischem Sonnenjahr und synodischem Mondjahr: <math>\Delta J = J_S - J_{syn} = 10,8751 \text { d} = 261,003 \text { h}</math> * Meton-Zyklus: <math>19 \cdot \Delta J = 206,627 \text { d} = 4959,046 \text { h}</math> beziehungsweise <math>7 \cdot M_{syn} = 206,714 \text { d} = 4961,139 \text { h}</math> * Genauigkeit des Meton-Zyklus: <math>\Delta M = 7 \cdot M_{syn} - 19 \cdot \Delta J = 0,087 \text { d} \approx 2,09 \text { h} = 235 \cdot M_{syn} - 19 \cdot J_S</math> * Arithmetische Zusammensetzung und Primfaktorenzerlegung der Anzahl synodischer Mondzyklen: <math>235 = 7 + 19 \cdot 12 = 5 \cdot 47</math> Mit anderen Worten war der Meton-Zyklus bereits über zwei Jahrtausende lang bekannt, bevor sich der griechische Astronom Meton damit beschäftigte. Es ist äußerst bemerkenswert, dass eine entsprechende Berechnung auch für dreizehn siderische Monate durchgeführt werden kann, bei denen der Mond jeweils einmal vollständig die Ekliptik mit ihren zwölf Ekliptiksternbildern beziehungsweise den 27 oder 28 Mondstationen (auch Mondhäuser genannt, siehe auch [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Konjunktionen#Mondhäuser|Exkurs '''Mondhäuser''']]) durchläuft: * Tropisches Sonnenjahr (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt): <math>J_S = 365,2422 \text { d} = 8765,813 \text { h}</math> * Siderischer Monat (von Fixstern zu Fixstern): <math>M_{sid} = 27,32166 \text { d} = 655,720 \text { h}</math> * Siderisches Mondjahr (13 siderische Monate): <math>J_{sid} = 13 \cdot M_{sid} = 355,1816 \text { d} = 8524,358 \text { h}</math> * Jahresdifferenz zwischen tropischem Sonnenjahr und siderischem Mondjahr: <math>\Delta J = J_S - J_{sid} = 10,0606 \text { d} = 241,454 \text { h}</math> * Meton-Zyklus: <math>19 \cdot \Delta J = 191,151 \text { d} = 4587,634 \text { h}</math> beziehungsweise <math>7 \cdot M_{sid} = 191,252 \text { d} = 4590,040 \text { h}</math> * Genauigkeit des Meton-Zyklus: <math>\Delta M = 7 \cdot M_{sid} - 19 \cdot \Delta J = 0,100 \text { d} \approx 2,40 \text { h} = 254 \cdot M_{sid} - 19 \cdot J_S</math> * Arithmetische Zusammensetzung und Primfaktorenzerlegung der Anzahl siderischer Mondzyklen: <math>254 = 7 + 19 \cdot 13 = 2 \cdot 127</math> Auch hier beträgt die Differenz zwischen Mondlauf und Sonnenlauf nur gut zwei Stunden. Und innerhalb der 19 Sonnenjahre eines Meton-Zyklus müssen auch hier sieben zusätzliche (vierzehnte) siderische Monate eingeschaltet werden, damit Sonnen- und siderisches Mondjahr synchron bleiben. Zur Differenz von knapp elf Tagen zwischen Sonnen- und Mondjahr siehe auch '''[[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Das_babylonische_Neujahrsfest_Akiti|das babylonische Neujahrsfest Akiti]]'''. Dieses elftägige Fest wurde am Ende des Mondjahres gefeiert. ===Der drakonitische Zyklus=== Ferner existiert ein zirka '''18,61-jähriger Mondzyklus''', der darauf beruht, dass bedingt durch die Präzession der Mondbahn der aufsteigende und der absteigende Mondknoten nach dieser Zeit die Ekliptik entgegen der rechtläufigen (prograden) Umlaufrichtung des Mondes genau einmal vollständig rückläufig (retrograd) durchlaufen haben. Dieser Zyklus besteht aus 249,83&nbsp;drakonitischen Monaten, die insgesamt 6798,38&nbsp;Tagen beziehungsweise 18,61&nbsp;tropischen Sonnenjahren entsprechen. Die ekliptikalen Längen der Mondknoten vermindern sich hierbei um einen Winkel von 19,34&nbsp;Bogengrad pro Jahr. Dieser drakonitische Zyklus ist zum Beispiel anhand der Abweichungen der ekliptikalen Breiten des Mondes und somit der Azimute bei den monatlichen Mondauf- und -untergängen am Horizont zu beobachten, die sich nach 18,61&nbsp;Jahren wiederholen und dabei um die Punkte der Wintersonnenwende im Südosten und Südwesten sowie die Punkte der Sommersonnenwende im Nordosten und Nordwesten entlang dem Horizont pendeln. Die Zeitpunkte an dem die entsprechenden Auf- und Untergangspunkte zwischen dem nördlichen und dem südlichen Horizont um die Punkte der Tag-und-Nacht-Gleichen im Osten und Westen, die definitionsgemäß bei der ekliptikalen Breite null genau in der Ekliptik liegen, am engsten beziehungsweise am weitesten auseinanderliegen, heißen '''große und kleine Mondwenden'''. Diese Mondwenden wiederholen sich also alle 18,61&nbsp;Jahre. Hierbei treten auch extrem große und extrem kleinen Mondwenden auf. Um die Wintersonnenwenden der Jahre 2023, 2042, 2061 und so weiter treten beispielsweise '''größte Mondwenden''' auf, bei denen die Auf- und Untergangspunkte weit in Richtung Norden von den genau im Osten und im Westen liegenden Äquinoktialpunkten entfernt sind. Und um die Sommersonnenwenden der Jahre 2024, 2043, 2062 und so weiter treten '''kleinste Mondwenden''' auf, bei denen die Auf- und Untergangspunkte weit in Richtung Süden von den genau im Osten und im Westen liegenden Äquinoktialpunkten entfernt sind. [[Datei:Ekliptik.helle.Objekte.png|mini|hochkant=2|rechts|Die sieben hellsten feststehenden Himmelsobjekte in der Nähe der Ekliptik liegen zwischen den Sternbildern Stier (Taurus, rechts) und Skorpion (Scorpio, links). Der Bogen der Ekliptik wird von den Wandelgestirnen entgegen dem Uhrzeigersinn vom Frühlingspunkt rechts zum Herbstpunkt links durchlaufen. In der Nähe unteren Bogenhälfte befinden sich keine hellen Fixsterne in der Nähe der Ekliptik, der helle Stern Fomalhaut (α&nbsp;Piscis Austrini) im Sternbild Südlicher Fisch (Piscis Austrinus) dient lediglich zur Orientierung. Außerhalb des Bogens liegende Punkte befinden sich nördlich der Ekliptik und innen liegende südlich.]] Aufgrund dieser Zusammenhänge werden alle möglichen Positionen des Mondes in Bezug auf die Ekliptik bei den ekliptikalen Längen von -180&nbsp;bis +180&nbsp;Bogengrad und den ekliptikalen Breiten von ungefähr -6&nbsp;bis +6&nbsp;Bogengrad innerhalb dieser 18,61-jährigen Periode erreicht. Somit erfolgen auch alle möglichen Sternbedeckungen (Okkultationen) oder nahe Konjunktionen innerhalb dieser Periodendauer und wiederholen sich danach im drakonitischen Zyklus. Die Bedeckungen hellsten ekliptiknahen Himmelsobjekte sind hierbei besonders spektakulär und gut zu beobachten. Dies gilt insbesondere für: * die '''Plejaden''' (Messier 45, 1,5<sup>m</sup>) im Sternbild Stier (Taurus) * die '''Hyaden''' (0,5<sup>m</sup>) im Sternbild Stier (Taurus) * den Roten Riesen '''Aldebaran''' (α&nbsp;Tauri, 1,0<sup>m</sup>) im Sternbild Stier (Taurus) * den Roten Überriesen '''Antares''' (α&nbsp;Scorpii, 1,0<sup>m</sup>) im Sternbild Skorpion (Scorpio), * den Stern '''Spica''' (α&nbsp;Virginis, 1,0<sup>m</sup>) im Sternbild Jungfrau (Virgo) * den Stern '''Regulus''' (α&nbsp;Leonis, 1,5<sup>m</sup>) im Sternbild Löwe (Leo) Wenn der Mond bei der Bedeckung der '''Plejaden''' seine maximale nördliche ekliptikale Breite bereits zuvor erreicht hatte und sich also bereits wieder in Richtung seines absteigenden Knotens bewegt, befindet sich in der Nähe des absteigenden Knotens der Königsstern '''Regulus''' im Sternbild Löwe (Leo), so dass es ungefähr eine Woche später ebenfalls zu dessen Bedeckung durch den Mond kommen kann. Da der Stern '''Antares''' α&nbsp;Scorpii) im Sternbild Skorpion (Scorpio) in etwa die gleiche südliche ekliptikale Breite hat wie die Plejaden eine nördliche ekliptikale Breite haben und beide auf gegenüberliegenden Punkten der Ekliptiklinie liegen, kommt es im Rhythmus des drakonitischen Zyklus innerhalb eines halben Monats gehäuft zu der Bedeckung beider Himmelsobjekte durch die Mondscheibe. Beide Ereignisse wären wegen der gegenüberliegenden Lage auf der Ekliptik heute allerdings nur während der langen Nächte im Winterhalbjahr zu sehen, wenn Antares praktisch nicht zu beobachten ist, weil er von der Sonne überstrahlt wird. Als der Frühlingspunkt im Altertum jedoch im Sternbild Stier stand, war die aufeinanderfolgende Bedeckung von Plejaden und Antares jedoch durchaus ein zu beobachtendes Doppelereignis. Das nächste Mal werden die beiden eng benachbarten Elternsterne der Plejaden (der Titan Atlas und die Okeanide Pleione) von Mitteleuropa aus gesehen in den Morgenstunden des 8.&nbsp;Augusts 2024 von der Scheibe des abnehmenden Halbmonds bedeckt. Am 1.&nbsp;April 2025 werden gegen Mitternacht dann sogar mehrere helle Sterne des Sternhaufen durch die nur vier Tage alte Mondsichel bedeckt. Auch im alten chinesischen, mündlich überlieferten Volksmärchen „Morgenhimmel“ wird der Zyklus vom '''Stern des großen Jahres''' erwähnt, der sich erst nach 18 Jahren, also im 19.&nbsp;Jahr wiederholt:<ref>[[s:Morgenhimmel|Morgenhimmel]], Wikisource</ref> <blockquote> Als Morgenhimmel gestorben war, berief der Kaiser den Sterndeuter und fragte: „Kanntest du Morgenhimmel?“<br/> Der sagte: „Nein.“<br/> Der Kaiser fragte: „Was verstehst du denn?“<br/> Der Sterndeuter sagte: „Ich kann nach den Sternen sehen.“<br/> „Sind alle Sterne an ihrem Platz?“ fragte der Kaiser.<br/> „Ja. Nur den Stern des großen Jahres habe ich achtzehn Jahre nicht gesehen. Jetzt aber ist er wieder sichtbar.“<br/> Da blickte der Kaiser zum Himmel auf und seufzte: „Achtzehn Jahre lang war Morgenhimmel mir zur Seite, und ich wusste nicht, dass er der Stern des großen Jahres war.“ </blockquote> Mit "Stern des großen Jahres" könnte ein Ereignis gemeint sein, bei dem der Mond alle 18,61 Jahre einen bestimmten hellen und ekliptiknahen Stern bedeckt, wie zum Beispiel einen der drei Königssterne Aldebaran (α&nbsp;Tauri) im Sternbild Stier (Taurus), Regulus (α&nbsp;Leonis) im Sternbild Löwe (Leo), Antares (α&nbsp;Scorpii) im Sternbild Skorpion (Scorpio) oder auch Spica (α&nbsp;Virginis) im Sternbild Jungfrau (Virgo). Auch für den drakonitischen Zyklus kann für dreizehn drakonitische Monate eine Berechnung in Bezug auf den 19-jährigen Meton-Zyklus durchgeführt werden: * Tropisches Sonnenjahr (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt): <math>J_S = 365,2422 \text { d} = 8765,813 \text { h}</math> * Drakonitischer Monat (von Mondknoten zu Mondknoten): <math>M_{dra} = 27,21222 \text { d} = 653,093 \text { h}</math> * Drakonitisches Mondjahr (13 drakonitische Monate): <math>J_{dra} = 13 \cdot M_{dra} = 353,7589 \text { d} = 8490,213 \text { h}</math> * Jahresdifferenz zwischen tropischem Sonnenjahr und drakonitischem Mondjahr: <math>\Delta J = J_S - J_{dra} = 11,4833 \text { d} = 275,600 \text { h}</math> * Meton-Zyklus: <math>19 \cdot \Delta J = 218,1835 \text { d} = 5236,403 \text { h}</math> beziehungsweise <math>8 \cdot M_{sid} = 217,6978 \text { d} = 5224,746 \text { h}</math> * Genauigkeit des Meton-Zyklus: <math>\Delta M = 8 \cdot M_{dra} - 19 \cdot \Delta J = -0,486 \text { d} \approx -11,66 \text { h} = -(255 \cdot M_{dra} - 19 \cdot J_S)</math> * Arithmetische Zusammensetzung und Primfaktorenzerlegung der Anzahl drakonitischer Mondzyklen: <math>255 = 8 + 19 \cdot 13 = 3 \cdot 5 \cdot 17</math> Hier beträgt die Differenz zwischen Mondlauf und Sonnenlauf knapp einen halben Tag. Innerhalb der 19 Sonnenjahre eines Meton-Zyklus müssen hier acht zusätzliche (vierzehnte) drakonitische Monate eingeschaltet werden, damit Sonnen- und drakonitisches Mondjahr synchron bleiben. ===Der Saros-Zyklus=== [[Datei:Saros-Zyklus.2023.Januar.png|rechts|mini|hochkant=4|Der '''Saros-Zyklus''' umfasst sowohl eine Periode von 242&nbsp;drakonitischen Monaten als auch eine Periode von 223&nbsp;synodischen Monaten. Das sind gut 6585&nbsp;Tage oder 18,03 tropische Sonnenjahre, also 18&nbsp;Jahre und knapp 11&nbsp;Tage). In der Graphik ist die Zeit vom aufsteigenden Knoten (rot) am 1.&nbsp;Januar 2023 bis zum aufsteigenden Knoten (rot) am 11.&nbsp;Januar 2041 dargestellt. Man beachte die gleichzeitige zyklische Wiederholung der jeweiligen Mondphasen sowie daraus folgend der '''Finsternisse''' im April und Mai sowie im Oktober und November mit einer Verschiebung von elf Kalendertagen im Sonnenjahr.<br/>Die '''Mondwenden''' (die tagesaktuellen Auf- und Untergangsazimute des Mondes sind im unteren Bereich für die geographische Breite 52,5 Bogengrad (zum Beispiel in Berlin) dargestellt) haben ihr Minimum und Maximum demzufolge zu den entsprechenden Zeitpunkten, die Ausprägung dieser Extrema unterscheidet sich jedoch ein wenig, weil der Mond dort geringfügig abweichende minimale und maximale ekliptikale Breiten hat. Die kleinen Mondwenden beim Sommervollmond im Juli und die großen Mondwenden beim Wintervollmond (Jahreswechsel) sind in der Graphik ebenfalls nachvollziehbar.<br/>[[Datei:Legende.Meton-Zyklus.png|mini|zentriert|Legende]]]] Über die weiter oben beschriebenen Koinzidenzen hinaus kann beobachtet werden, dass der Mond nach '''18,03&nbsp;Jahren''' (also nach 242&nbsp;drakonitischen Monaten beziehungsweise 6585,3&nbsp;Tagen) denselben auf- oder absteigenden Knoten erreicht, wobei Sonne und Mond dann die gleiche Elongation haben (nach 223&nbsp;synodischen Monaten beziehungsweise 6585,2&nbsp;Tagen). Sie befinden sich dann allerdings nur fast bei den gleichen ekliptikalen Längen beziehungsweise an den gleichen Stellen des Fixsternhimmels, da diese Dauer nur mit ungefähr einem halben Tag Differenz mit 241 siderischen Perioden übereinstimmt (6584,6&nbsp;Tage). Innerhalb dieses halben Tages hat sich die Sonne um zirka ein halbes Bogengrad und der Mond sogar um ungefähr sechseinhalb Bogengrad weiterbewegt. Dieser Zyklus wird '''Saros-Zyklus''' genannt. Innerhalb dieser Zeitspanne ergibt sich eine Reihe von Sonnen- und Mondfinsternissen, die sich in ihrer Abfolge immer wieder ähneln. Der Saros-Zyklus war bei den Babyloniern bereits im Altertum bekannt, was in Keilschrift geschrieben auf Tontafeln aus der Mitte des achten vorchristlichen Jahrhunderts überliefert ist. Heute werden die sich wiederholenden Sonnen- und Mondfinsternisse, die sich auf einen bestimmten auf- oder absteigenden Knoten der Mondbahn beziehen und jeweils eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten haben, zum Zwecke der Unterscheidung mit Nummern versehen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Weltgeschichte sind immer mehrere Dutzend Saros-Zyklen gleichzeitig aktiv. Die anomalistische Periode steht für die Dauer, bis der Mond auf seiner elliptischen Bahn um die Erde erneut eines seiner beiden Apogäen erreicht, also das Perigäums (erdnächster Punkt) oder das Apogäum (erdfernster Punkt). Nach einer ganzzahligen vielfachen Dauer der anomalistischen Periode hat der Mond also stets fast die gleiche Entfernung zur Erde und somit auch die gleiche scheinbare Größe, so dass die Dauer und Art (totale oder ringförmige Sonnenfinsternis) einer Finsternis sich wiederholt. Wegen der gleichen ekliptikalen Breiten des Mondes nach einer ganzzahligen vielfachen Dauer der drakonitischen Periode erscheint der Mondschatten auf der Erdoberfläche nach der Dauer einer Saros-Periode ungefähr beim gleichen Breitengrad. Durch die Differenz von rund einem drittel Tag ist der Längengrad allerdings nach einer Saros-Periode um knapp 120 Bogengrad nach Westen verschoben. Nach drei Saros Perioden, oder nach einem dadurch definierten Exeligmos-Zyklus, haben sich die drei Dritteltage fast auf einen Tag summiert, so dass nach der Mondschatten dann nicht nur wieder beim ähnlichen Breitengrad, sondern sogar beim ähnlichen Längengrad und zu einer ähnlichen Tageszeit auftaucht. Anders ausgedrückt: wenn an einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche eine Finsternis auftritt, so erfolgt in der Regel nach 19756 Tagen (54 Jahren und 33 Tagen) in dieser geographischen Region mit nur rund einer Stunde Verfrühung erneut eine solche Finsternis. {| class="wikitable" |+ Exeligmos-Zyklus ! Anzahl der Saros-Zyklen !! Dauer in tropischen Jahren !! Dauer in ganzen Tagen |- | 1 || 18,03 || 6585 |- | 3 || 54,09 || 19756 |} Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Dauern verschiedener Mondzyklen in einem '''Saros-Zyklus''' (18,03 tropische Jahre) sowie in einem dreimal so langen Zyklus '''Exeligmos-Zyklus''' (54,09 tropische Jahre) . {| class="wikitable" ! !Synodische Perioden !Drakonitische Perioden !Tage !Anomalistische Perioden |- |'''Dauer einer Periode in Tagen''' |'''29,53059''' |'''27,21222''' |'''1''' |'''27,53455''' |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Saros-Zyklus''' |'''223''' |'''242''' |'''6585''' |'''239''' |- |'''Anzahl der Tage im Saros-Zyklus''' |6585,3216 |6585,3572 |6585,0000 |6580,7575 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,0357 | -0,3216 | -4,5641 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Tagen''' | -0,0357 |0,0000 | -0,3572 | -4,5998 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen''' |0,3216 |0,3572 |0,0000 | -4,2425 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' |0,00 |0,86 | -7,72 | -109,54 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Stunden''' | -0,86 |0,00 | -8,57 | -110,39 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen in Stunden''' |7,72 |8,57 |0,00 | -101,82 |- | |- |'''Anzahl der Perioden im Exeligmos-Zyklus''' |'''669''' |'''726''' |'''19756''' |'''717''' |- |'''Anzahl der Tage im Exeligmos-Zyklus''' |19755,9647 |19756,0717 |19756,0000 |19742,2724 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Tagen''' |0,0000 |0,1070 |0,0353 | -13,6924 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Tagen''' | -0,1070 |0,0000 | -0,0717 | -13,7994 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen in Tagen''' | -0,0353 |0,0717 |0,0000 | -13,7277 |- |'''Differenz zu synodischen Perioden in Stunden''' |0,00 |2,57 |0,85 | -328,62 |- |'''Differenz zu drakonitischen Perioden in Stunden''' | -2,57 |0,00 | -1,72 | -331,18 |- |'''Differenz zu ganzen Tagen in Stunden''' | -0,85 |1,72 |0,00 | -329,46 |} ===Mondwenden=== Da sich die '''Sonne''' definitionsgemäß immer in der Ekliptikebene befindet, wiederholen sich die Verhältnisse in Bezug auf ihre Auf- und Untergangspunkte sowie auf ihre südlichen und die nördlichen Kulminationshöhen in jedem tropischen Sonnenjahr. Zur '''Sommersonnenwende''' steht die Sonne am höchsten und am längsten über den Horizont, die Auf- und Untergangsazimute erreichen ihre nördlichsten Positionen und es ergibt sich der Kalendertag mit dem längsten Tagesslicht und der kürzesten Dunkelheit. Zur '''Wintersonnenwende''' steht die Sonne am niedrigsten und am kürzesten über den Horizont, die Auf- und Untergangsazimute erreichen ihre südlichsten Positionen und es ergibt sich der Kalendertag mit dem kürzesten Tagesslicht und der längsten Nacht. Bei den beiden '''Äquinoktien''' zum '''Frühlings- und Herbstbeginn''' herrscht die '''Tag-und-Nacht-Gleiche''', zwölf Stunden Tag und zwölf Stunden Nacht .Die Sonne geht überall auf der Erde exakt im Osten auf beziehungsweise im Westen unter. Mit dem Neumond verhält es sich ähnlich wie mit der Sonne, da er sich stets in Sonnennähe befindet. Die Mondbahn ist gegenüber der Ekliptik jedoch geneigt (Inklination der Mondbahn), so dass der Mond bis zu gut 5&nbsp;Bogengrad höher oder niedriger stehen kann, als die Sonnenscheibe. Bei einer '''großen Mondwende''' steht die Ekliptik immer besonders hoch über dem Horizont und der Mond hat gleichzeitig seine maximale nördliche ekliptikale Breite erreicht. Wenn der Vollmond bei einer großen Mondwende auf dem südlichen Meridian kulminiert, findet dieses Ereignis als '''größte Mondwende''' um Mitternacht zur Wintersonnenwende statt (im Dezember 2023, 2042 und 2061). [[Datei:Grosse.Mondwende.png|mini|zentriert|hochkant=2|Die Größte Mondwende bei der am höchsten stehenden Ekliptik auf der Nordhalbkugel sowie die Sommersonnenwende im Horizontsystem. Die blaue Mondbahn wird während der Sommersonnenwende nur bei Neumond gleichzeitig mit der orangefarbenen Sonnenbahn durchlaufen. Während der Wintersonnenwende findet diese große Mondwende statt, wenn der Mond in Opposition zur Sonne steht und somit Vollmond herrscht.]] Bei einer '''kleinen Mondwende''' steht die Ekliptik immer besonders niedrig über dem Horizont und der Mond hat gleichzeitig seine minimale südliche ekliptikale Breite erreicht. Wenn der Vollmond bei einer kleinen Mondwende auf dem südlichen Meridian kulminiert, findet dieses Ereignis als '''kleinste Mondwende''' um Mitternacht zur Sommersonnenwende statt (im Juni 2024, 2043 und 2062). [[Datei:Kleine.Mondwende.png|mini|zentriert|hochkant=2|Die kleinste Mondwende bei der am niedrigsten stehenden Ekliptik auf der Nordhalbkugel sowie die Wintersonnenwende im Horizontsystem. Die blaue Mondbahn wird während der Wintersonnenwende nur bei Neumond gleichzeitig mit der orangefarbenen Sonnenbahn durchlaufen. Während der Sommersonnenwende findet diese kleine Mondwende statt, wenn der Mond in Opposition zur Sonne steht und somit Vollmond herrscht.]] [[Datei:ZunehmenderMond.Herbst-Aequinoktium.P1185517.jpg|mini|rechts|Zunehmender Mond zum Herbst-Äquinoktium bei kleiner Mondwende mit flacher Ekliptik in Berlin mit fast senkrecht stehender Mondsichel (38% beleuchtet) im Sternbild Skorpion kurz vor Sonnenuntergang. Visuelle Helligkeit -9 mag, südliche ekliptikale Breite = -5°, Höhe über dem südlichen Horizont = 9°, Mondalter 6,2 Tage.]] In der folgenden Übersicht sind die '''Mondaufgangspunkte''' am östlichen Horizont, die '''Kulminationspunkte''' auf dem südlichen Meridian und die '''Monduntergangspunkte''' am westlichen Horizont für die vier verschiedenen Jahreszeiten angegeben: {| class="wikitable" |+ Die Lage des Bogens der Ekliptik über dem nächtlichen Horizont zu verschiedenen Jahreszeiten !title="Jahreszeit"| Jahreszeit !title="Am Abend"| Abends</br>(Aufgang des Vollmonds</br>in östlicher Richtung) !title="Um Mitternacht"| Um Mitternacht</br>(Kulmination des Vollmonds</br>auf dem südlichen Meridian) !title="Am Morgen"| Morgens</br>(Untergang des Vollmonds</br>in westlicher Richtung) |- | '''Frühlingsanfang'''</br>'''Tag-und-Nacht-Gleiche''' || [[Datei:Ekliptik.C.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.D.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.A.png|360px]] |- | '''Sommeranfang'''</br>'''Sommersonnenwende''' || [[Datei:Ekliptik.D.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.A.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.B.png|360px]] |- | '''Herbstanfang'''</br>'''Tag-und-Nacht-Gleiche''' || [[Datei:Ekliptik.A.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.B.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.C.png|360px]] |- | '''Winteranfang'''</br>'''Wintersonnenwende''' || [[Datei:Ekliptik.B.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.C.png|360px]] || [[Datei:Ekliptik.D.png|360px]] |} Im Laufe eines '''drakonitischen Monats''' geht der Mond sowohl durch den aufsteigenden als auch durch den absteigenden Knoten (Drachenpunkte) seiner Mondbahn. Nach dem Durchqueren des aufsteigenden Knotens wird die ekliptikale Breite des Mondes positiv (nördliche ekliptikale Breite), er steigt in Bezug zur Ekliptiklinie nach Norden und bleibt entsprechend immer länger über dem Horizont. Nach dem Durchqueren des absteigenden Knotens wird die ekliptikale Breite des Mondes negativ (südliche ekliptikale Breite), er fällt in Bezug zur Ekliptiklinie nach Süden und bleibt entsprechend immer kürzer über dem Horizont. In der deutschsprachigen Schweiz gibt es für diese im Laufe eines drakonitischen Monats täglich mehr oder weniger deutlich wahrnehmbaren Änderungen der ekliptikalen Breite sogar eigene Adjektive. Das Ansteigen der ekliptikalen Breite des Mondes nach Norden wird '''obsigend''', und das Abfallen der ekliptikalen Breite des Mondes nach Süden wird '''nidsigend''' genannt. [[Datei:Mond-.und.Sonnenwenden.png|mini|rechts|hochkant=2|Verschiedene Mond- und Sonnenwenden auf dem südlichen Meridian im Laufe eines Jahres in Bezug zum Horizontsystem.]] Im Laufe der Zeit pendelt der Mond immer wieder zwischen den kleinen und großen Mondwenden. Dieser Ablauf wiederholt sich nach einem vollständigen '''drakonitischen Zyklus''', also nach 18,61&nbsp;Jahren, innerhalb dessen die kleinste und die größte Mondwende im zeitlichen Abstand von rund 9,3&nbsp;Jahren jeweils einmal erreicht wird. Die Deklinationen des Mondes <math>\delta_M</math> pendeln also um die Werte der Deklination der Sonne <math>\delta_S</math>. Die Deklination und der maximale Höhenwinkel bei der Kulmination des Mondes auf dem südlichen Meridian ergeben sich unter Berücksichtigung der Inklination der Mondbahn gegenüber der Ekliptikebene <math>i</math> (heute '''5,145&nbsp;Bogengrad''') wie folgt: {| class="wikitable" |+ Deklinationen des Mondes ! Ereignis !! Deklination des Mondes <math>\delta_M</math> !! Maximaler Höhenwinkel des Mondes<br/><math>h_{max,M}</math> || Azimut des Mondaufgangs<br/><math>a_{A,M}</math> || Azimut des Monduntergangs<br/><math>a_{U,M}</math> |- | Kleinste Mondwende || <math>-(\varepsilon + i)</math> || <math>(90^\circ - \varphi) - (\varepsilon + i)</math> || <math>180^\circ - \arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> || <math>180^\circ + \arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> |- | Kleine Mondwende || <math>\delta_S - i</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + (\delta_S - i)</math> || - || - |- | Mond im Knoten || <math>\delta_S</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + \delta_S</math> || - || - |- | Große Mondwende || <math>\delta_S + i</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + (\delta_S + i)</math> || - || - |- | Größte Mondwende|| <math>+(\varepsilon + i)</math> || <math>(90^\circ - \varphi) + (\varepsilon + i)</math> || <math>\arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> || <math>360^\circ - \arccos \frac {\sin (\varepsilon + i)} {\cos \varphi}</math> |} Die für die Azimute anzuwendenden Formeln hängen vom Vorzeichen der Deklination des Mondes <math>\delta_M</math> ab. Bei den kleinen Mondwenden, bei den großen Mondwenden und zu den Zeiten, wenn sich der Mond in seinen Knoten befindet, können die Azimute entsprechend den Verhältnissen bei den anderen Formeln berechnet werden. Die maximalen Höhenwinkels des Mondes und der Sonne konnten zum Beispiel schon in der Bronzezeit mit Hilfe von '''Stabdolchen''' beobachtet und bestimmt werden. Siehe hierzu auch '''[[Quadriviale_Kuriositäten/_Stabdolche|Stabdolche]]'''. ===Vergleich der Perioden=== Die folgenden Periodendauern spielen bei Sonnen- und Mondzyklen eine besondere Rolle: * '''Meton-Zyklus:''' ** 19&nbsp;'''tropische Sonnenjahre''' = 6939,6&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge der Sonne in Bezug zum Frühlingspunkt mit ihren Äquinoktien und Sonnenwenden. ** 235&nbsp;'''synodische Monate''' = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die Mondphasen mit Neumonden und Vollmonden. ** 254&nbsp;'''siderische Monate''' = 6939,7&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Länge des Mondes in Bezug zum Frühlingspunkt und den Fixsternhimmel. ** 255&nbsp;'''drakonitische Monate''' = 6939,1&nbsp;Tage, bestimmt durch die ekliptikale Breite des Mondes beziehungsweise die auf- und absteigenden Knoten der Mondbahn. * '''Drakonitischer Zyklus:''' ** 249,83&nbsp;'''drakonitische Monate''' = 6798,38&nbsp;Tage = 18,61&nbsp;tropische Sonnenjahre, bestimmt durch die ekliptikalen Längen der auf- und absteigenden Knoten der Mondbahn: Zyklus der Mondwenden und Sternbedeckungen * '''Saros-Zyklus:''' ** 242&nbsp;'''drakonitische Monate''' = 6585,3&nbsp;Tage = 18,03&nbsp;tropische Sonnenjahre (respektive 18&nbsp;Jahre und 11&nbsp;Tage): Zyklen der Sonnen- und Mondfinsternisse ** 223&nbsp;'''synodische Monate''' = 6585,4&nbsp;Tage, bestimmt durch die Mondphasen mit Neumonden und Vollmonden. [[Datei:Meton-Zyklus.2023.4x5.png|mini|links|hochkant=4|Der 19-jährige Meton-Zyklus vom Januar&nbsp;2023 bis zum Januar&nbsp;2042. Die Zeit schreitet in horizontaler Richtung jeweils um einen halben Tag pro Bildpunkt voran.<br/>Im unteren Teil des Diagramms sind die kleinen und großen Mondwenden für die geographische Breite 52,5&nbsp;Bogengrad (zum Beispiel in Berlin) dargestellt.]] <div style="clear:both"></div> [[Datei:Herbstaequinoktium.kleine.Mondwende.2033.png|mini|rechts|hochkant=1|Herbstäquinoktium (orange) und Sonnenfinsternis bei aufsteigendem (rot) Neumond am 23.&nbsp;September 2033 (orangefarbene Linie), Mondfinsternis bei absteigendem (blau) Vollmond am 8.&nbsp;Oktober 2033 und Wintersonnenwende (türkis) mit kleiner Mondwende bei Neumond am 21.&nbsp;Dezember 2033 (grüne Linie).]] Der '''Vollmond''' (weiß) erscheint sowohl zu Beginn der Darstellung am 6.&nbsp;Januar 2023 als auch nach genau 19 Jahren am 6.&nbsp;Januar 2042. Dieser Sachverhalt ergibt sich daraus, dass nach dem Durchlauf eines Meton-Zyklus eine ganzzahlige Anzahl von 235&nbsp;synodischen Perioden durchlaufen wird (gleiche '''Elongation''' des Mondes). Diese Vollmonde stehen bei der gleichen ekliptikalen Länge im Sternbild Zwillinge (Gemini). Dieser Sachverhalt ergibt sich daraus, dass nach dem Durchlauf eines Meton-Zyklus eine ganzzahlige Anzahl von 254&nbsp;siderischen Perioden durchlaufen wird. Gleichzeitig steht auch die Sonne nach 19&nbsp;tropischen Sonnenjahren auf dem Zodiak bei der gleichen ekliptikalen Länge und somit erneut genau gegenüber vom Mond im Sternbild Schütze (Sagittarius). Da die Meton-Periode nur gut einen halben Tag länger ist als 255&nbsp;drakonitische Perioden, stehen diese beiden Vollmonde bei fast der gleichen ekliptikalen Breite nördlich vom Stern Mebsuta (ε&nbsp;Geminorum). '''Große Mondwenden''' mit maximaler Höhe des Mondes und längstem Bogen über dem Horizont folgen stets dem aufsteigenden Mondknoten (rot), und '''kleine Mondwenden''' mit minimaler Höhe des Mondes und kürzestem Bogen über dem Horizont folgen stets dem absteigenden Mondknoten (blau). [[Datei:KleinsteMondwende.23.6.2024.HDR.png|mini|hochkant=2|'''Kleinste Mondwende um die Mittsommernacht 2024''': Der Vollmond (scheinbarer Durchmesser = 31,8&nbsp;Minuten) am 23.&nbsp;Juni 2024 nach ein Uhr und kurz vor der oberen Kulmination auf dem südlichen Meridian von Berlin-Lankwitz (nördliche geographische Breite = 52,44&nbsp;Bogengrad) aus gesehen. Die ekliptikale Breite hatte einen Minimalwert, der fast 6&nbsp;Bogengrad südliche Breite betrug und somit zu einer extrem geringen maximalen Höhe über dem Horizont von nur 8,5&nbsp;Bogengrad führte.Im norwegischen Trondheim (nördliche geographische Breite = 63,44&nbsp;Bogengrad, also drei Breitengrade südlich vom nördlichen Polarkreis) oder im isländischen Reykjavik (nördliche geographische Breite = 64,15&nbsp;Bogengrad) war in diesen Tagen weder die Mitternachtssonne noch der Vollmond zu sehen.Der helle Stern rechts oberhalb der Mondscheibe ist Nunki im Schützen (σ Sagittarius, visuell 2,7<sup>m</sup>), unterhalb ist Asella (ζ Sagittarius, visuell 4,2<sup>m</sup>) zu sehen.]] Die '''größte Mondwende''' bei Vollmond tritt stets zur Wintersonnenwende und die '''kleinste Mondwende''' bei Vollmond tritt stets zur Sommersonnenwende auf. Je nach ekliptikaler Breite des Mondes schwanken die absoluten Werte für die Horizontwinkel um das doppelte der Inklination der Mondbahn, das heißt um bis zu 10,29&nbsp;Bogengrad. Die ekliptikale Breite bezieht sich auf den Erdmittelpunkt, da dieser in der Ekliptikebene liegt. Die von der Erdoberfläche aus beobachtete ekliptikale Breite des im Mittel nur zirka 383100&nbsp;Kilometer entfernten Mondes hängt zusätzlich vom jeweiligen geographischen Breitengrad der Beobachtung ab. Der Nordpol und der Südpol liegen um den Polradius von 6357&nbsp;Kilometer oberhalb (nördlich) beziehungsweise unterhalb (südlich) der Ekliptikebene. Daraus resultiert für die beobachtete ekliptikale Breite ein zusätzlicher Winkel von: :<math>\Delta \beta = \arctan \frac {6357} {383100} \approx \pm 0,95^\circ</math> Die '''größte Mondwende bei Vollmond''' (weiß) tritt bei maximaler ekliptikaler Breite des Mondes um die Wintersonnenwende (türkis, siehe Dezember&nbsp;2023) auf. Die '''kleinste Mondwende bei Vollmond''' (weiß) tritt bei minimaler ekliptikaler Breite des Mondes um die Sommersonnenwende (gelb, siehe Juni 2024). In dem 19-jährigen Diagramm (siehe oben) ist gut zu erkennen, wie sich die Konstellation zwischen Mondknoten (rot und blau) und Mondphasen (weiß und schwarz) nach den 19&nbsp;Jahren des '''Meton-Zyklus''' wiederholt (vergleiche Januar&nbsp;2023 und Januar&nbsp;2042). Der erste aufsteigende Mondknoten (rot) wird fünf Tage vor Vollmond am 2.&nbsp;Januar 2023 erreicht. Nach einer vollständigen '''Saros-Periode''' von 18&nbsp;Jahren und 11&nbsp;Tagen, also am 12.&nbsp;Januar 2041 wird fünf Tage vor Vollmond ebenfalls wieder ein aufsteigender Mondknoten erreicht. Eine Besonderheit gibt es im März 2038: Die Tag-und-Nacht-Gleiche erfolgt bereits am 20.&nbsp;März 2038 (Samstag) und der erste Frühlingsvollmond nur einige Stunden später am 21.&nbsp;März 2038 (Sonntag). Grundsätzlich müsste also der darauffolgende Sonntag, nämlich der 28.&nbsp;März 2038, das '''Osterdatum''' sein. In diesem Fall greift die abweichende Regel, dass erst der Vollmond nach dem 21.&nbsp;März als Frühlingsvollmond zu rechnen ist, was erst am 19.&nbsp;April 2038 (Montag) der Fall ist. Demzufolge ist das Osterdatum auf den 25.&nbsp;April 2038 (Sonntag) festgelegt. Eine '''Sonnenfinsternis '''tritt immer dann auf, wenn ein Neumond (weiß) zeitnah durch einen aufsteigenden (rot) oder absteigenden (blau) Mondknoten läuft. Dies ist im obigen Diagramm an den folgenden Tagen der Fall: * 20.&nbsp;April 2023, 14.&nbsp;Oktober 2023, 8.&nbsp;April 2024, 2.&nbsp;Oktober 2024, 29.&nbsp;März 2025, '''21.&nbsp;September 2025''' (Herbstäquinoktium), 17.&nbsp;Februar 2026, 12.&nbsp;August 2026, 6.&nbsp;Februar 2027, 2.&nbsp;August 2027, 26.&nbsp;Januar 2028, 22.&nbsp;Juli 2028, 14.&nbsp;Januar 2029, 12.&nbsp;Juni 2029, 11.&nbsp;Juli 2029, 5.&nbsp;Dezember 2029, 1.&nbsp;Juni 2030, 25.&nbsp;November 2030, 21.&nbsp;Mai 2031, 14.&nbsp;November 2031, 9.&nbsp;Mai 2032, 3.&nbsp;November 2032, 30.&nbsp;März 2033, '''23.&nbsp;September 2033''' (Herbstäquinoktium), '''20.&nbsp;März 2034''' (Frühlingsäquinoktium), 12.&nbsp;September 2034, 9.&nbsp;März 2035, 2.&nbsp;September 2035, 27.&nbsp;Februar 2036, 23.&nbsp;Juli 2036, 21.&nbsp;August 2036, 16.&nbsp;Januar 2037, 13.&nbsp;Juli 2037, 5.&nbsp;Januar 2038, 2.&nbsp;Juli 2038, 26.&nbsp;Dezember 2038, '''21.&nbsp;Juni 2039''' (Sommersonnenwende), 15.&nbsp;Dezember 2039, 11.&nbsp;Mai 2040, 4.&nbsp;November 2040, 30.&nbsp;April 2041, 25.&nbsp;Oktober 2041 Genau neunzehn Jahre nach den ersten beiden genannten Sonnenfinsternissen im Jahr&nbsp;2023 treten an den gleichen Kalendertagen erneut zwei Sonnenfinsternisse auf, nämlich am 20.&nbsp;April 2042 und am 14.&nbsp;Oktober 2042. Neunzehn Jahre vor den sechs ersten aufgeführten Sonnenfinsternissen in den Jahren&nbsp;2023 bis&nbsp;2025 traten an fast immer den gleichen Kalendertagen ebenfalls Sonnenfinsternisse auf, nämlich am 19.&nbsp;April 2004, am 14.&nbsp;Oktober 2004, am 8.&nbsp;April 2005, am 3.&nbsp;Oktober 2005, am 29.&nbsp;März 2006 und am 22.&nbsp;September 2006. Eine '''Mondfinsternis '''tritt immer dann auf, wenn ein Vollmond (weiß) zeitnah durch einen aufsteigenden (rot) oder absteigenden (blau) Mondknoten läuft. Dies ist im obigen Diagramm an den folgenden Tagen der Fall: * 5.&nbsp;Mai 2023, 28.&nbsp;Oktober 2023, 25.&nbsp;März 2024, 18.&nbsp;September 2024, 14.&nbsp;März 2025, 7.&nbsp;September 2025, 3.&nbsp;März 2026, 28.&nbsp;August 2026, 20.&nbsp;Februar 2027, 18.&nbsp;Juli 2027, 17.&nbsp;August 2027, 12.&nbsp;Januar 2028, 6.&nbsp;Juli 2028, 31.&nbsp;Dezember 2028, 26.&nbsp;Juni 2029, '''20.&nbsp;Dezember 2029''' (Wintersonnenwende), 15.&nbsp;Juni 2030, 9.&nbsp;Dezember 2030, 7.&nbsp;Mai 2031, 5.&nbsp;Juni 2031, 30.&nbsp;Oktober 2031, 25.&nbsp;April 2032, 18.&nbsp;Oktober 2032, 14.&nbsp;April 2033, 8.&nbsp;Oktober 2033, 3.&nbsp;April 2034, 28.&nbsp;September 2034, 22.&nbsp;Februar 2035, 19.&nbsp;August 2035, 11.&nbsp;Februar 2036, 7.&nbsp;August 2036, 31.&nbsp;Januar 2037, 27.&nbsp;Juli 2037, 21.&nbsp;Januar 2038, '''17.&nbsp;Juni 2038''' (Sommersonnenwende), 16.&nbsp;Juli 2038, 11.&nbsp;Dezember 2038, 6.&nbsp;Juni 2039, 30.&nbsp;November 2039, 26.&nbsp;Mai 2040, 18.&nbsp;November 2040, 16.&nbsp;Mai 2041, 8.&nbsp;November 2041 <gallery caption="Finsternisse" perrow="1" widths="1024" heights="470"> Finsternisse.2025.png|Die Finsternisse im Jahr 2025 liegen in der Nähe der Tag-und-Nacht-Gleichen, wo mittlere Mondwenden vorliegen. Der Mond geht im Osten auf und im Westen unter. Finsternisse.2029.png|Die Finsternisse im Jahr 2029 liegen in der Nähe der Sonnenwenden. Bei der Sonnenfinsternis im Juni kommt es bei Neumond zu einer großen Mondwende, und bei der darauffolgenden Mondfinsternis kommt es bei Vollmond zu einer kleinen Mondwende. Bei der Sonnenfinsternis im Dezember kommt es bei Neumond zu einer kleinen Mondwende, und bei der darauffolgenden Mondfinsternis kommt es bei Vollmond zu einer großen Mondwende. </gallery> ==Der Kalenderstein vom Tempel Mnajdra== Auf Malta wurde im Hypogäum von Ħal-Saflieni beim Ort Tarxien ein annähernd kreisrunder Stein aus der Tempelperiode der Insel mit zirka sechs Zentimeter Durchmesser gefunden, der wie die Darstellung einer Vollmondscheibe aussieht.<ref>Daniel Cilia: [http://web.infinito.it/utenti/m/malta_mega_temples/TempleFig/%20Pres,Misc/pages/face.htm Found in a house at Hal Saflieni, stone, c.6 cm wide], The megalithic temples of Malta - the world's most ancient stone architectur, DSCF9754</ref> Im maltesischen Tempel Mnajdra sind an der südlichen Küste Maltas zirka zehn Kilometer entfernt davon zwei große Kalendersteine gefunden worden, die ebenfalls aus dieser Zeit stammen. <gallery caption="Die Ruinen der Tempelanlage von Mnajdra" widths="300" heights="300" mode="packed"> Plan_der_Tempel_von_Mnajdra.png|Plan der Tempelanlage. Die beiden Kalendersteine befinden sich in der Mitte des Urtempels im Osten der Anlage (Buchstabe "A"), die aus den vierten vorchristlichen Jahrtausend stammt. Mini_Europa_Brüssel-2125_Tempel_von_Mnajdra.jpg|Modell der Tempelanlage im Park "Mini-Europa" in Brüssel. Die Kalendersteine befinden sich links und rechts hinter der Frauenfigur auf der rechten Seite. Malta_-_Qrendi_-_Hagar_Qim_and_Mnajdra_Archaeological_Park_-_Mnajdra_16_ies.jpg|Darstellung der Lochreihen der beiden Kalendersteine auf einer Schautafel der archäologischen Stätte. Mnajdra_East_Temple_1_(6799974274).jpg|Blick vom Eingang des Osttempels auf die beiden aufrecht stehenden Kalendersteine – links der westliche und rechts der östliche Kalenderstein. Mnajdra_Temple_-_Chris_Brown.jpg|Blick über die Kalendersteine – links der östliche und rechts der westliche Kalenderstein, den Eingang des Osttempels und die Südküste Maltas auf das Mittelmeer mit der vorgelagerten Insel Filfla. </gallery> Auf dem östlichen Kalenderstein gibt es mehrere Lochreihen, deren Lochzahlen alle mit lunaren und solaren Kalendern in Zusammenhang gebracht werden können. In der heute zusammengestellten Anordnung der Steine können nicht alle Löcher gebohrt worden sein, da diese teilweise von anderen Steinen verdeckt sind. Die Bohrungen sind heute in horizontaler Richtung ausgerichtet, wurden damals vermutlich unter Ausnutzung der Gravitation senkrecht nach unten auf dem noch liegenden Stein ausgeführt. In dieser Ausrichtung des Steins wäre es auch leicht möglich gewesen, für Markierungs- oder Zählzwecke zum Beispiel kugelförmige Gegenstände in die Löcher zu legen. Steckkalender aus Stein mit Bohrungen (bei den Griechen hießen sie '''Parapegmata''') waren im Altertum an vielen Orten in Verwendung. Am Kopf des Steins gibt es mehrere hundert, flächenhaft angeordnete Löcher, die eventuell für die einzelnen Monate oder Jahre einer langfristigen Beobachtung stehen. Darunter tauchen rechtsbündig sieben horizontale Lochreihen auf, die in der Skizze mit den Buchstaben A bis G gekennzeichnet sind, wobei die beiden Teilreihengruppen B1 und B2 sowie C1, C2 und C3 zusammengefasst betrachtet werden: [[Datei:Kalenderstein.Mnajdra.labelled.png|mini|links|hochkant=3|Skizze der Lochreihen auf dem Kalenderstein von Mnajdra nach Ventura und Hoskin.<ref name="Ventura">Frank Ventura, Michael Hoskin: [[doi:10.1007/978-1-4614-6141-8_133|Temples of Malta]], in: Clive Ruggles (Herausgeber), ''Handbook of Archaeoastronomy and Ethnoastronomy'', 7. Juli 2014, Seiten 1421-1430, Springer, New York, ISBN 978-1-4614-6140-1</ref>]] {| class="wikitable" |+ Lochreihen auf dem östlichen Kalenderstein vom Tempel Mnajdra auf Malta !title="Reihe"| Reihe !title="Anzahl der Löcher"| Anzahl der Löcher !title="Mögliche Verwendung"| Mögliche Verwendung |- | A || 19 || Für die jeweilige Goldene Zahl jedes Sonnenjahres innerhalb des 19-jährigen '''Meton-Zyklus''' (235&nbsp;synodische, 255&nbsp;drakonitische, 254&nbsp;siderische Monate beziehungsweise 6940&nbsp;Tage).<br/>Nach einem Sonnenjahr hat die Sonne wieder die gleiche ekliptikalen Länge. Nach Ablauf der gesamten Meton-Periode hat der Mond wieder die gleiche Mondphase '''und''' die gleiche ekliptikalen Breite '''und''' die gleiche ekliptikalen Länge (zum Beispiel im Goldenen Tor der Ekliptik oder im Frühlingspunkt). |- | rowspan=2 | B || B<sub>1</sub>: 13 (links) || rowspan=2 | In Summe 29, für die Anzahl der vollständigen Tage in einem '''synodischen Monat''' (29,5&nbsp;Tage). Nach dieser Zeit hat der Mond wieder die gleiche Mondphase erreicht.<br/>Vom Altlicht des Mondes bis zum Vollmond sind es 16&nbsp;Tage, und danach sind es 13&nbsp;Tage bis zum nächsten Altlicht.<br/>Nachdem die Doppelreihe vervollständigt wurde, gibt es dafür einen Übertrag in die Reihe&nbsp;E und wenn diese bereits voll ist, für das nächste beginnende Jahr mit der nächstfolgenden '''Goldenen Zahl''' einen Übertrag in die Reihe&nbsp;A. |- | B<sub>2</sub>: 16 (rechts darunter) |- | rowspan=3 | C || C<sub>1</sub>: 3 (rechts oben) || rowspan=2 | Für die sieben vollständigen Tage eines '''Mondviertels''' (≈7,4&nbsp;Tage) respektive einer '''Woche'''.<br/>Wenn diese Doppelreihe gefüllt ist, gibt es für die Vervollständigung einer neuen Woche einen Übertrag in die Reihe&nbsp;G für die Wochen in einem Jahr.<br/>Alternativ könnten hier jeweils die drei Monate in den vier Jahreszeiten markiert und gezählt worden sein.<br/>Ein weiterer Zusammenhang besteht eventuell mit der Tatsache, dass in 19 Jahren (siehe Reihe A) sieben synodische Schaltmonate erforderlich sind, um in einem lunisolaren Kalender den Lauf von Sonne und Mond bis auf wenige Stunden genau zu synchronisieren (siehe hierzu auch''' [[Astronomie_von_der_Frühgeschichte_bis_zur_Neuzeit/_Die_Plejaden#Schaltregeln|Plejaden-Schaltregeln]]'''). |- | C<sub>2</sub>: 4 (rechts unten) |- | C<sub>3</sub>: 3 (links) || Für die drei nach Neumond '''vollendeten Mondviertel''' innerhalb eines laufenden synodischen Monats.</br>Beim Erreichen eines Neumonds, eines abnehmenden Halbmonds, eines Vollmonds oder eines abnehmenden Halbmonds gibt es jeweils einen Übertrag in die Reihe&nbsp;D oder in die Reihe&nbsp;F (siehe unten). |- | D || 25 || Für die 25&nbsp;'''vollendeten Mondviertel''' in der ersten Hälfte eines Sonnenjahres, oder entweder für alle '''zunehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres zunehmend war) oder für alle '''abnehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres abnehmend war) eines Sonnenjahres (vergleiche Reihe&nbsp;F). |- | E || 11 || Nachdem die Doppelreihe B vollständig durchlaufen wurde, gibt es einen Übertrag in diese Reihe. Diese elf Mulden stehen dann für '''überzähligen Tage''' in einem Sonnenjahr (365,2&nbsp;Tage) im Vergleich zu zwölf synodischen Monaten (354,4&nbsp;Tage). Wenn diese Reihe bereits voll ist, gibt es für das nächste beginnende Jahr mit der nächstfolgenden '''Goldenen Zahl''' einen Übertrag in die Reihe&nbsp;A. |- | F || 24 + 1 = 25 || Für die 24 bis 25 '''vollendeten Mondviertel''' in der zweiten Hälfte eines Sonnenjahres, oder entweder für alle '''abnehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres zunehmend war) oder für alle '''zunehmenden Mondviertel''' (wenn der Mond zu Beginn des Jahres abnehmend war) eines Sonnenjahres (vergleiche Reihe&nbsp;D). Das 25.&nbsp;Loch ist etwas abgesetzt, da es für ein am Ende des Jahres eingeschaltetes 50.&nbsp;Mondviertel (Dauer = 7,38265&nbsp;Tage) steht, das nur in ungefähr jedem zweiten Sonnenjahr auftritt:<br/> :49 x 7,38265 Tage ≈ 361,75 Tage beziehungsweise 50 x 7,38265 Tage ≈ 369,13 Tage<br/> :365,242 Tage - 361,75 Tage ≈ 3,5 Tage beziehungsweise 365,242 Tage - 369,13 Tage ≈ -3,9 Tage |- | G || 53 || Für die begonnenen 53 '''Siebentagewochen''' in einem Sonnenjahr (Dauer = 365,242&nbsp;Tage) beziehungsweise von einem heliakischen Auf- oder akronychischen Untergang der Plejaden zum nächsten. |} [[Datei:Altlicht.16.9.2020.P1079087.jpg|mini|rechts|Über dem östlichen Horizont beim Morgenletzt gerade noch sichtbares Altlicht des abnehmenden Mondes 33 Stunden vor Neumond mit der vom Erdschein beleuchteten Nachtseite des Mondes. Die Aufnahme entstand kurz vor Herbstbeginn, als die Ekliptik morgens fast senkrecht auf dem Horizont stand.]] Zu der Doppelreihe&nbsp;B sei angemerkt, dass auch im altägyptischen Mondkalender, der im Neolithikum in Verwendung war, der Monat nicht mit dem unsichtbaren Neumond, sondern mit dem gerade noch sichtbaren Altlicht des Morgenletztes des Mondes begann, also gut einen Tag vor Neumond.<ref>Joachim Friedrich Quack: [https://core.ac.uk/download/pdf/35120251.pdf Zwischen Sonne und Mond - Zeitrechnung im Alten Ägypten], Seite 38, in: Harry Falk (Herausgeber), ''Vom Herrscher zur Dynastie. Zum Wesen kontinuierlicher Zeitrechnung in Antike und Gegenwart'', Bremen 2002</ref> Die beiden letzten Löcher sind etwas nach links abgesetzt, was mit folgendem Sachverhalt im Einklang steht: zwei Tage vor dem Ende einer synodischen Periode, also schon nach gut 27&nbsp;Tagen, ist ein siderischer Monat vorüber, nach welchem der Mond die gleiche ekliptikale Länge erreicht hat. Das heißt bereits nach gut 27&nbsp;Tagen steht der Mond zum Beispiel wieder im Goldenen Tor der Ekliptik, bevor er erst nach gut 29&nbsp;Tagen erneut sein Altlicht erreicht (gut einen Tag vor Neumond). Die Sonne ist innerhalb des synodischen Monats durch die Bewegung der Erde um die Sonne gegenüber dem Fixsternhimmel um knapp 30&nbsp;Bogengrad weiter nach links gezogen. Die 25&nbsp;Wochen des abnehmenden Mondes werden zum Beispiel auch im 79.&nbsp;Kapitel des ungefähr 2000&nbsp;Jahre alten {{w|Äthiopisches Henochbuch|äthiopischen Henochbuches}} erwähnt.<ref>Siehe auch {{s|Henochbuch_(oder_Erster_Henoch)#Der_dritte_Teil_72–82_Das_astronomische_Buch|Wikisource, Henochbuch, Teil 3, Kapitel 71 bis 82}}</ref> Alternativ könnten die 50&nbsp;Löcher in Reihen&nbsp;D und F eventuell auch für die 50 vollständigen Siebentagewochen (350&nbsp;Tage) innerhalb von zwölf synodischen Perioden stehen, die eine Dauer von 50,6&nbsp;Wochen beziehungsweise 354,4&nbsp;Tagen haben. Zur Zahl Elf (Reihe&nbsp;E) ist noch festzuhalten, dass die Erde innerhalb eines siderischen Jahres des Planeten Jupiter (zwölf Erdenjahre) elf Mal mit diesem in Opposition steht. Zu diesen Zeitpunkten ist der Abstand zwischen Erde und Jupiter am geringsten, der Jupiter hat steht in seinem größten Glanz und er kulminiert um Mitternacht auf dem südlichen Meridian. [[Datei:Mnajdra East Temple 2 (6946102161).jpg|rechts|mini|Detail des westlichen Kalendersteins aus dem Osttempel von Mnajdra.]] Auch auf einem weiteren, sogenannten westlichen und heute ebenfalls aufgerichteten Stein der Tempelanlage sind mehrere Lochreihen zu sehen, die aus 16, 12, 19, 7, 30, 31, 32, 35, 37, 12 und 13 Löchern bestehen.<ref>David Humiston Kelley, Eugene Frank Milone: ''Exploring Ancient Skies: A Survey of Ancient and Cultural Astronomy'', Part II ''Astronomy in Cultures'', 6 ''Paleolithic and Neolithic Cultures'', 6.2 ''Megalithic Cultures'', 6.2.18 ''Mediterranean and North African Megalithic Sites'', 6.2.18.1 ''Malta'', pages 201 and 202, Springer, 2011, ISBN 9781441976246</ref> Einige dieser Zahlen tauchen auch im Zusammenhang mit dem östlichen Stein auf oder sind ebenfalls leicht mit lunaren oder solaren Kalendertagen in Verbindung zu bringen: * 16: Anzahl der Tage vom Altlicht bis zum Vollmond. * 12: Anzahl der vollständigen Monate pro Jahr. * 19: Anzahl der tropischen Jahre pro Meton-Periode. * 7: Anzahl der vollständigen Tage pro Mondviertel respektive der Tage pro Woche. * 30: aufgerundete Anzahl der Tage pro synodischer Periode respektive der Tage pro Monat. → In Bezug auf die Bedeutung von bestimmten Zahlen in der Astronomie siehe auch '''[[Quadriviale Kuriositäten‎/ Zahlen|Exkurs „Zahlen“]]'''. <div style="clear:both"></div> ==Malereien in der Höhle von Magura== In der schon im Neolithikum genutzten Magura-Höhle im Nordwesten des heutigen Bulgariens gibt es nicht nur eine sehr alte bildliche Darstellung eines Schöpfungsmythos, sondern ebenfalls Hinweise darauf, dass verschiedene Mondzyklen bekannt waren. Unter den Darstellungen befindet sich insbesondere eine Reihe von Strichen, mit denen die 16&nbsp;Tage vom Altlicht des Mondes bis zu Vollmond gezählt worden sein können. → Weitere Erläuterungen finden sich im '''[[Die_Höhlenmalerei_in_der_Magura-Höhle|Wikibook „Die Höhlenmalerei in der Magura-Höhle“]]'''. [[Datei:Magura.Altlicht.Vollmond.png|links|mini|hochkant=4|Erste Hälfte des synodischen Monats in einer Darstellung der Höhlenmalerei von Magura. Rechts ist die schmale, liegende Mondsichel des Altlichts beim Morgenletzt zu sehen. Ein bis zwei Tage später ist Neumond, danach nimmt der Mond wieder zu, und nach insgesamt sechzehn Tagen wird der Vollmond erreicht (links).]] <div style="clear:both"></div> == Kontrastverhältnisse bei aschgrauem Mondlicht == [[Datei:Aschgraues.Mondlicht.P1162513.jpg|mini|hochkant=2|Die vom Erdschein beleuchtete Nachtseite des Mondes wird neben der schmalen Mondsichel (11&nbsp;Prozent, Mondalter = 3,3&nbsp;Tage) mit ''aschgrauem Mondlicht'' sichtbar. Aufnahme über dem westlichen Abendhimmel kurz nach dem Äquinoktium im Frühjahr bei besonders steiler Ekliptik von Berlin aus gesehen. Links der Stern Omikron Arietis (37 Ari, 6,2<sup>m</sup>) im Sternbild Widder.<br/><br/> Mit bloßen Augen ist das aschgraue Licht im Mondschatten nur unter sehr guten atmosphärischen Bedingungen und mit voller menschlicher Sehkraft gerade noch erkennbar. Der Mond hat nur einen Winkeldurchmesser von 0,5 Bogengrad, was bei ausgestrecktem Arm nur ungefähr einem Viertel der Breite eines Fingers entspricht. Die hier gezeigte Aufnahme ist sehr hell belichtet, so dass die Kontraste im Mondschatten einfacher wahrzunehmen sind als in der Natur: [[Datei:Aschgraues.Mondlicht.P1162513.jpg|90px|zentriert]] ]] Das '''aschgraue Mondlicht''' kann wenige Tage vor und nach Neumond im Schattenbereich des Mondes beobachtet werden, wenn die Sonne unter dem Horizont steht. Der Schattenbereich wird hierbei durch den '''Erdschein''' beleuchtet und hebt sich deutlich sichtbar vom Himmel ab, der den Mond umgibt. Der Erdschein hängt vom Albedo der vom direkten Sonnenlicht getroffenen Erde ab und kann insbesondere durch den Anteil an Wolken in der Atmosphäre sowie an Eis- und Schneeflächen auf der Erdoberfläche schwanken. === Historische Beobachtungen === Bereits die Babylonier haben im sechsten vorchristlichen Jahrhundert diesen visuellen Effekt in bildlichen Darstellungen auf Steinreliefs mit dem König Nabonid vor der Mondsichel mit aschgrauem Licht festgehalten:<ref>Friedhelm Pedde: ''[https://wfs.berlin/wp-content/uploads/2021/09/BROplanet-12-okt2021ff_www.pdf Götter und Planeten im Alten Orient - Sin und der Mond]'', Mitteilungen, Ausgabe 12, Seite 6 und 7, Oktober 2021, Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. / Zeiss-Planetarium am Insulaner</ref> <gallery caption="" mode="packed" widths="600" heights="400"> Urfa museum King Nabonid embossed inscription Iron age - 5026.jpg|Darstellung der letzten Königs des Neubabylonischen Reiches, Nabonid, vor der Mondsichel mit aschgrauem Licht am Kopf einer babylonischen Stele aus Harran im Archäologischen Museum Şanlıurfa in der Türkei aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert. Nabonidus.jpg|Darstellung der letzten Königs des Neubabylonischen Reiches, Nabonid, vor der Mondsichel mit aschgrauem Mondlichts am Kopf einer babylonischen Stele im Britischen Museum. Voynich.68r.Mondsichel.Erdschein.png|Darstellung der Mondsichel mit einem Gesicht im Schattenbereich des Mondes im astronomischen Abschnitt des Voynich-Manuskripts aus dem 15.&nbsp;Jahrhundert. Caspar David Friedrich - Zwei Männer in Betrachtung des Mondes.jpg|Zwei Männer am Abend bei der Betrachtung des Neulichts von Caspar David Friedrich (1819/1820), Öl auf Leinwand, Albertinum, Dresden. Eine in dieser Darstellung ähnliche Konstellation zwischen einer solchen Mondsichel und dem Planeten Jupiter fand am Abend des 28.&nbsp;Märzes 1811 im Sternbild Stier (Taurus) statt. Eine Woche nach der Tag-und-Nacht-Gleiche des Frühjahrs stand der Mond wie im Bild dargestellt mit stark geneigter Sichel etwas tiefer als der Jupiter über dem westlichen Horizont. Moon - Artemis II - April 6 2026 (55193552739).jpg|Die Aufnahme der Artemis-II-Besatzung während ihres Mondvorbeiflugs am 6.&nbsp;April 2026 zeigt eine Sonnenfinsternis. Am linken Rand der Mondscheibe ist das schwaches Leuchten des aschgrauen Mondlichts zu erkennen, das vom Erdschein der links vom Mond befindlichen Erde hervorgerufen wurde. </gallery> === Bestimmung der Kontraste === [[Datei:Altlicht.Mond.P1116624.jpg|mini|rechts|hochkant=2|Altlicht des Mondes am 3.&nbsp;November&nbsp;2021 mit aschgrauem Licht im Schattenbereich des Mondes von Berlin aus gesehen.]] Das nebenstehende Bild des Altlichts (Mondalter 27,7 von 29,5 Tagen) im Sternbild Jungfrau wurde am 3.&nbsp;November&nbsp;2021 um 7:05&nbsp;Uhr morgens mit einem hochwertigen Teleobjektiv mit guter Kontrastübertragung über dem ostsüdöstlichen Horizont (Azimut 122&nbsp;Bogengrad) in Berlin aufgenom­men. Die Sonne stand zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gut ein Bogengrad unter dem Hori­zont, der Mond hatte eine nördliche ekliptikale Breite von gut 3&nbsp;Bogengrad und eine Elongation von 22&nbsp;Bogengrad, so dass er bei wolkenlosem Himmel und bei einer Höhe von 17,5&nbsp;Bogengrad über dem Horizont gut zu beobachten war. Die Mondscheibe war mit bloßem Auge vollständig sichtbar und war zu 3,7&nbsp;Prozent vom direkten Sonnenlicht beleuchtet. Die aufgenommenen Rohdaten wurden für diese Auswertung mit einer Software mit mög­lichst neutralen Einstellungen zu einer Schwarz-Weiß-Aufnahme entwickelt (Kontrast = 1, Gamma = 1, Farbtemperatur = 4100&nbsp;Kelvin, Farbsättigung = 0). Anhand der Bilddaten können die Luminanzwerte (Helligkeiten) im Bild bestimmt werden, um aus beliebigen paarweisen Luminanzwerten den jeweiligen Kontrast zu berechnen. Der '''Michelson-Kontrast''' <math>M</math> (auch '''Modulation'''), der sich aus zwei benachbarten Luminanzwerten <math>L_2</math> und <math>L_1</math> ergibt (Bedingung: <math>L_2 \ge L_1 \ge 0</math>), liegt immer zwischen 0 (<math>L_2 = L_1</math>, also kein Kontrast) und 1 beziehungsweise 100&nbsp;Prozent (<math>L_1 = 0</math>, also maxi­maler Kontrast): :<math>M = \frac {L_2 - L_1} {L_2 + L_1}</math> → Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Modulation|Wikibook '''Digitale bildgebende Verfahren''', Kapitel '''Grundlagen''', Abschnitt '''Modulation''']]. Die Sichel ist in der ausgewerteten Aufnahme nicht überbelichtet, hat im Scheitel einen mittleren Luminanzwert von: :<math>L_{Sichel} = 236</math> Der den Mond umgebende Himmel hat durch das vorhandene Streulicht in der Troposphäre einen mittleren Luminanzwert von: :<math>L_{Himmel} = 15</math> Daraus resultiert ein entsprechend hoher Michelson-Kontrast <math>M</math>: :<math>M_{Sichel,Himmel} = \frac {L_{Sichel} - L_{Himmel}} {L_{Sichel} + L_{Himmel}} = \frac {236 - 15} {236 + 15} = \frac {221} {251} = 0,88</math> Im aschgrauen Licht in der Schattenseite des abnehmenden Mondes (dessen gesamte scheinbare Helligkeit beträgt bei der in der Abbildung sichtbaren Mondphase übrigens ungefähr -3<sup>m</sup>), die vom Erdschein beleuchtet wird, ergibt sich für die etwas variierende Reflektivität der Mondoberfläche ein mittlerer Luminanzwert von: :<math>L_{Schatten} = 24,5</math> Im Vergleich zur hellen Mondsichel ergibt sich daraus ein etwas geringerer Kontrast zwischen Mondsichel und Mondschatten als zwischen Mondsichel und Nachthimmel: :<math>M_{Sichel,Schatten} = \frac {L_{Sichel} - L_{Schatten}} {L_{Sichel} + L_{Schatten}} = \frac {236 - 24,5} {236 + 24,5} = \frac {211,5} {260,5} = 0,81</math> Die Standardabweichung beträgt in der Schattenseite des abnehmenden Mondes: :<math>L_{Abweichung} = 2,5</math>. Innerhalb der sichtbaren Schattenseite des Mondes resultiert aus den dort mit einer Standardabweichung um den Mittelwert herum auftretenden Luminanzwerten für das aschgraue Licht ein Kontrast von nur 10&nbsp;Prozent: :<math>M_{Schatten} = \frac {(L_{Schatten} + L_{Abweichung}) - (L_{Schatten} - L_{Abweichung})} {(L_{Schatten} + L_{Abweichung}) + (L_{Schatten} - L_{Abweichung})} = \frac {L_{Abweichung}} {L_{Schatten}}= \frac {2,5} {24,5} = 0,10</math> Dieser Kontrastwert ergibt sich im Übrigen im gleichen Maße auch auf der von der Sonne voll beleuchteten und dann jedoch insgesamt erheblich helleren Oberfläche des Vollmonds (die scheinbare Helligkeit beträgt dann ungefähr -13<sup>m</sup>). :'''Anmerkung''': ''Die Sinnhaftigkeit der Kontrastbestimmung mit der Standardabweichung begründet sich in der Tatsache, dass eine perfekte schwarz-weiße Kante mit einem maximalen Luminanzwert <math>L_{max}</math> im hellen Bereich und einem Luminanzwert von Null im dunklen Bereich eine Modulation <math>M</math> von eins hat, sofern die weiße und die schwarze Teilfläche gleich groß sind und jeweils <math>\frac {n} {2}</math> Messwerte beinhalten. Sowohl der Mittelwert aller <math>n</math> Luminanzwerte als auch die Standardabweichung aller <math>n</math> Luminanzwerte sind dann beide genau halb so groß wie der maximale Luminanzwert:'' ::<math>L_{Mittelwert} = \sum_{i=1}^n L_{i} = \sum_{i=1}^{\frac {n} {2}} 0 + \sum_{i=1}^{\frac {n} {2}} L_{max} = \frac {L_{max}} {2}</math> ::<math>L_{Standardabweichung} = \sqrt {\frac {\sum_{i=1}^n (L_{i} - L_{Mittelwert})^2} {n}} = \sqrt {\frac {\sum_{i=1}^n \left( \frac {L_{max}} {2} \right)^2} {n}} = \sqrt {\frac {n \cdot \left( \frac {L_{max}} {2} \right)^2} {n}} = \frac {L_{max}} {2}</math> :''Der Mittelwert zuzüglich der Standardabweichung entspricht dann dem maximalen Luminanzwert:'' ::<math>L_{Mittelwert} + L_{Standardabweichung} = \frac {L_{max}} {2} + \frac {L_{max}} {2} = L_{max}</math> :''Und der Mittelwert abzüglich der Standardabweichung hat dann den Wert Null:'' ::<math>L_{Mittelwert} - L_{Standardabweichung} = \frac {L_{max}} {2} - \frac {L_{max}} {2} = 0</math> :''Der auf diesem Weg bestimmte Kontrast stimmt mit dem oben genannten Kontrast an der Kante überein:'' ::<math>M = \frac {L_{max} - 0} {L_{max} + 0} = \frac {L_{max}} {L_{max}} = 1</math> Schließlich kann auch noch der Kontrast an der Außenkante der nur vom Erdschein beleuch­teten Mondscheibe bestimmt werden, also zwischen aschgrauem Mondlicht und Himmel: :<math>M_{Schatten,Himmel} = \frac {L_{Schatten} - L_{Himmel}} {L_{Schatten} + L_{Himmel}} = \frac {24,5 - 15} {24,5 + 15} = \frac {9,5} {39,5} = 0,24</math> Dieser Kontrast ist also deutlich höher als der innerhalb des Mondschattenbereichs. Die Helligkeit wechselt an der Kante der Mondscheibe zudem schlagartig und ist deswegen besser wahrnehmbar als die Helligkeitsunterschiede innerhalb des Schattenbereiches, wie im Folgenden ausgeführt wird. === Wahrnehmungsphysiologie === [[Datei:CSF.against.angular.frequency.in.cycles.per.degree.png|mini|rechts|hochkant=2|Kontrastempfindlichkeitsfunktion (englisch: Contrast Sensitivity Function, CSF) des menschlichen Auges über der Ortsfrequenz <math>f_a</math> in Linienpaaren pro Grad.]] Strukturen, bei denen sich die Helligkeit innerhalb eines achtel Bogengrades (7,5&nbsp;Bogen­minuten) ändert, werden von einem gesunden menschlichen Auge nahezu perfekt auf die Netzhaut übertragen und sind deshalb am besten wahrzunehmen. Weichere Strukturen mit sich langsamer und kontinuierlich ändernder Helligkeit oder kleinere Strukturen sind bei gleichem Objektkontrast schwieriger zu erkennen. Ob ein bestimmter Objektkontrast mit bloßem Auge wahrgenommen werden kann, kann mit Hilfe der Kontrastempfindlichkeits­funktion (Contrast Sensitivity Function (CSF)) des menschlichen Auges ermittelt werden, bei der die Kontrastübertragung von einem Objekt auf die Netzhaut des Auges über der Ortsfrequenz in Linienpaaren pro Bogengrad angegeben ist: → Siehe auch [[Digitale_bildgebende_Verfahren:_Grundlagen#Kontrastempfindlichkeitsfunktion|Wikibook '''Digitale bildgebende Verfahren''', Kapitel '''Grundlagen''', Abschnitt '''Kontrastempfindlichkeitsfunktion''']]. [[Datei:CSF.UHD.png|mini|rechts|hochkant=2|Zur Kontrastempfindlichkeitsfunktion des menschlichen Auges mit den Ortsfrequenzen von 2&nbsp;sinusmodulierten Linienpaaren pro Bildbreite (linke Bildhälfte) bis hin zu 1024&nbsp;Linienpaaren pro Bildbreite (rechts am Bildrand), Bildgröße 3860&nbsp;mal 2160&nbsp;Bildpunkte (16:9) mit maximalem Kontrast unten, ohne Kontrast oben.]] Das nebenstehende Diagramm und die darunter befindliche unfarbige Graphik mit den sinusförmigen Helligkeitsmodulationen visualisieren dies. Von links nach rechts wächst die Ortsfrequenz ausgehend von zwei Linienpaaren pro Bildbreite immer weiter, und der Kontrast ändert sich in vertikaler Richtung kontinuierlich zwischen den Extremwerten 0&nbsp;und&nbsp;1. Bei großen und sehr kleinen Ortsfrequenzen sind geringe Kontraste nicht so gut zu erkennen wie im mittleren Bereich. Die maximale Empfindlichkeit wird bei acht Linienpaaren pro Bogengrad erreicht und hängt bei einem gegebenen Objekt demzufolge vom Betrachtungsabstand ab. Das Auge kann nach dieser Kontrastempfindlichkeitsfunktion innerhalb eines Bogengrades maximal bis zu 80&nbsp;Linien mit maximalem Objektkontrast (also 40&nbsp;Linienpaare mit dem Kontrast&nbsp;1) wahrnehmen. In diesem Fall liegt der wahrgenommene Kontrast zwischen den benachbarten Linien bei ungefähr 5&nbsp;Prozent. Bei 120&nbsp;Linien mit maximalem Objektkontrast (also 60&nbsp;Linienpaare mit dem Kontrast&nbsp;1) sinkt der wahrgenommene Kontrast auf unter ein Prozent und ist somit praktisch nicht mehr wahrnehmbar. Wegen des scheinbaren Winkeldurchmessers der Mondscheibe von 0,5&nbsp;Bogengrad, kann das Auge innerhalb des Monddurchmessers also maximal 20&nbsp;Linienpaare beziehungsweise 40&nbsp;Linien unterscheiden. Insbesondere an der scharfen Kante der Mondscheibe ist eine ins Auge nahezu verlustfrei übertragene Ortfrequenz von acht Linienpaaren pro Bogengrad stark vertreten, so dass der in der obigen Aufnahme des Mondes vorhandene Objektkontrast von 24&nbsp;Prozent zwischen Mondschatten und Himmel (siehe oben) gut wahrgenommen werden kann. Etwas schwieriger gestaltet sich dies innerhalb des Schattenbereichs des Mondes. In der obigen Aufnah­me tauchen die stärksten Kontraste entlang einer Linie von oben nach unten auf, wo die helleren Mondebenen mit den Kratern Copernicus und Tycho durch die dunkleren Maria Imbrium und Nubium unterbrochen werden. Daraus resultiert eine Ortsfrequenz mit fünf Linienpaaren pro Bogengrad, wo die Kontrastempfindlichkeitsfunktion ebenfalls einen recht hohen Wert von 0,9&nbsp;beziehungsweise 90&nbsp;Prozent erreicht. Dies schwächt den auf der Mond­oberfläche vorhandenen Objektkontrast von 10&nbsp;Prozent im vom Auge auf die Netzhaut übertragenen Bildkontrast nur geringfügig ab. Aus diesen Überlegungen resultiert, dass die im aschgrauen Licht des Mondes wahrnehmba­ren Kontraste knapp 10 Prozent betragen. Diese sind zwar geringer als der Kontrast von 24&nbsp;Prozent zwischen dem aschgrauen Mondlicht und dem den Mond umgebenden Himmel, sie liegen allerdings noch in einem wahrnehmbaren Bereich. Somit ist erwiesen, dass ein gesundes Auge unter idealen Beobachtungsbedingungen auch völlig ohne optische Hilfsmittel die Helligkeitsunterschiede und Strukturen im nur durch den Erdschein erhellten Schattenbereich des Mondes erkennen kann. Es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, die den wahrnehmbaren Kontrast deutlich herabsetzen oder die Möglichkeit der Wahrnehmung verhindern können. Je älter ein Mensch wird, desto mehr Streulicht wird durch kleinste Verletzungen beziehungsweise Narben in der Hornhaut oder in der Linse des Auges erzeugt. Dieses Streulicht erzeugt einen mehr oder weniger gleichmäßigen Lichtschleier, der auch die dunklen Stellen auf der Netzhaut beleuchtet. Dies führt in jedem Fall zu einer Herabsetzung des wahrnehmbaren Kontrastes und verhindert somit das Erkennen von schwachen Kontrasten. === Begrenzende Einflüsse === Aber auch in der Natur gibt es viele begrenzende Faktoren. Hierzu gehört das natürliche Streulicht durch die Sonne in der Troposphäre, wenn diese zu dicht am Mond oder zu dicht unter dem Horizont oder gar über dem Horizont steht. In bewohnten Gegenden kommt als großer Störfaktor noch die Lichtverschmutzung hinzu. Ferner wird der Objektkontrast durch atmosphärische Störungen vermindert. Diese ergeben sich zum einen durch Dunst, Nebel oder Staub in der Atmosphäre, und zum anderen aus den langen Wegstrecken, die das Licht bei einer Beobachtung eines Himmelsobjekts durch die Troposphäre zurücklegen muss, wenn dieses sehr dicht über dem Horizont steht. Hierbei wird das den Beobachter erreichende Licht nicht nur abgeschwächt ('''Extinktion'''), sondern auch durch das Licht aller möglichen anderen Lichtquellen angereichert, das an den Luftmolekülen gestreut oder durch Mikroturbulenzen abgelenkt wurde, so dass sich die minimal vorhandene Helligkeit vergrößert und der Kontrast somit verringert. In bewohnten Regionen ist zudem mit erheblicher Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen zu rechnen. Auf der anderen Seite wird insbesondere in Horizontnähe der blaue Lichtanteil von astronomischen Objekten auf dem Lichtweg durch die Troposphäre durch die stark wellenlängenabhängige '''Rayleigh-Streuung''' seitlich abgelenkt, so dass es praktisch gar nicht mehr zum Beobachter gelangt. Dies führt zu den rötlichen Auf- und Untergängen von Sonne und Mond sowie zur Blaufärbung des Taghimmels. Unter Umständen muss das Licht mehrere hundert Kilometer durch die Atmosphäre zurücklegen, wie in der folgenden Abbildung zu erkennen ist: [[Datei:Troposphaerische.Laengen.png|mini|zentriert|hochkant=4|Weglängen für Lichtstrahlen in der 15&nbsp;Kilometer hohen Troposphäre in Abhängigkeit von der Zenitdistanz.]] === Beobachtung === Die Beobachtungsmöglichkeiten des aschgrauen Lichts werden grundsätzlich durch die folgenden, sich teilweise widerstrebenden Bedingungen verbessert: * Die '''Lichtverschmutzung''' in der Atmosphäre ist gering. * Das '''Mondalter''' beträgt wenige Tage vor oder nach Neumond. * Die '''Sonne''' steht möglichst weit unter dem Horizont. * Der '''Mond''' hat eine möglichst große Höhe über dem Horizont. * Die '''Mondsichel''' ist möglichst klein, um möglichst wenig Streulicht zu verursachen. Für die Beobachtung aus nördlichen geographischen Breiten gilt insbesondere: * Der Mond hat eine möglichst große '''nördliche ekliptikale Breite''' zwischen seinem aufsteigenden und seinem absteigenden Knoten. * Die '''Ekliptik''' steht möglichst steil auf dem Horizont. Dies ist bei den Tag-und-Nacht-Gleichen der Fall, besonders gut ** abends im Frühjahr beim '''Neulicht''' des Mondes nach Sonnenuntergang im Westen. ** morgens im Herbst beim '''Altlicht''' des Mondes vor Sonnenaufgang im Osten. === Farbigkeit === [[Datei:Neulicht.21.3.2026.HDR.1024.png|mini|hochkant=2|Die Abbildung zeigt eine Hochkontrastaufnahme des Erdscheins im Mondschatten zum Frühlingbeginn drei Tage nach Neumond mit Sternen bis zur zehnten Größenklasse (10<sup>m</sup>) in der Umgebung. Die Sichel zeigte einen Tag nach der Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühjahr 2026 und zwei Tage vor der großen Mondwende bei einer nördlichen ekliptikalen Breite des Mondes von vier Bogengrad eine besonders starke Neigung. Die Sonne war zuvor im Westen untergegangen und stand bereits elf Bogengrad unter dem Horizont. Die Symmetrieachse der Mondsichel (-7<sup>m</sup>) auf der zu 9,3&nbsp;Prozent beleuchteten Mondscheibe zeigt nach rechts unten in Richtung der Sonne (Farbtemperatur = 4100 Kelvin, Belichtungsreihe mit sieben Bildern in ganzen Blendenstufen).]] Bei genauer Betrachtung und Beobachtung ist das sogenannte aschgraue Licht gar nicht farbneutral, sondern spiegelt einen mittleren Farbton der von der Sonne beleuchteten Erdoberfläche wider, von der wiederum der Mondschatten beleuchtet wird. Je niedriger der Bewölkungsgrad, desto stärker ist zudem der Einfluss der farbigen Oberfläche der Erde. Die Farben der Erdoberfläche schwanken hierbei deutlich zwischen den Ozeanen, Wäldern oder Wüsten. In der nebenstehenden Hochkontrastaufnahme zeigt der Mondschatten im HSV-Farbraum einen mittleren Farbwert mit dem Winkel 198°, was als Farbton blaucyan übersetzt werden kann. Dies entspricht recht gut dem mittleren Farbton der der Sonne zugewandten Seite der Erde ("Blue Marble") während der Aufnahmen. ==Einzelnachweise== <references></references> <noinclude> [[Kategorie:Astronomische Kuriositäten]] </noinclude> c5phia8di6gpek2hdobppo3n1zc2y69 Gödel 0 117878 1083108 1083008 2026-04-11T01:44:00Z Santiago 19191 /* Widerlegung */ Zusatz 1083108 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei und logisch richtig, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um Fakten handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> 7cio4af34nkbaqjgn0q1rarjj8qxr30 1083109 1083108 2026-04-11T01:47:12Z Santiago 19191 /* Widerlegung */ ::mathematisch:: hinzugefügt 1083109 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei und logisch richtig, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um Fakten handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> ptnbhib953x5fvx790ux86q2kqqhwqw 1083110 1083109 2026-04-11T01:58:33Z Santiago 19191 /* Epilog für Skeptiker */ ::mathematische Evidenz:: statt ,Faktum‘ 1083110 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei und logisch richtig, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> kyxw7nd6r0w4qy5fq2n82v4mwihznaj 1083111 1083110 2026-04-11T02:02:34Z Santiago 19191 /* Widerlegung */ ::evident:: hinzugefügt 1083111 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei und logisch richtig, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr und evident, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> kh78mbgzmnt6dqxn2na4s2iv0bxb6ay 1083112 1083111 2026-04-11T02:19:40Z Santiago 19191 /* Epilog für Skeptiker */ Zusatz 1083112 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei und logisch richtig, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr und evident, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit mathematischer Evidenz, notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> s9x1novakw0klgnypu0et3e6ezosf6d 1083113 1083112 2026-04-11T02:27:30Z Santiago 19191 /* 3. Beweisgang */ ::mathematisch evident:: hinzugefügt 1083113 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr und evident, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit mathematischer Evidenz, notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> g4o45wwvwwzjsofbtngfayf0yhi08s0 1083114 1083113 2026-04-11T02:32:45Z Santiago 19191 /* Widerlegung */ ::logisch:: hinzugefügt 1083114 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist ,widerspruchfrei‘. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr und evident, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit mathematischer Evidenz, notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> pfny85glrcyp4y5bt101u5k9enif7us 1083115 1083114 2026-04-11T02:55:20Z Santiago 19191 /* Einleitung */ Zusatz 1083115 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematischer Evidenz —, widerspruchfrei. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr und evident, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit mathematischer Evidenz, notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> emvt7ywlbkj19gr4cl7z46qtwgacone 1083116 1083115 2026-04-11T02:59:10Z Santiago 19191 /* Einleitung */ ::wahr:: hinzugefügt 1083116 wikitext text/x-wiki [[Kategorie: Buch]] {{Regal|ort=Philosophie}} {{Vorlage:StatusBuch|9}} ==<div class="center"><span style="color:#660066">'''Kurt GÖDEL und der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘'''</span></div>== <span style="font-family: Times;"><big><div class="center">לַמְנַצֵּ֗חַ לְדָ֫וִ֥ד אָ֘מַ֤ר נָבָ֣ל בְּ֭לִבּוֹ אֵ֣ין אֱלֹהִ֑ים הִֽשְׁחִ֗יתוּ הִֽתְעִ֥יבוּ עֲלִילָ֗ה אֵ֣ין עֹֽשֵׂה־טֽוֹב׃ (Psalm 14,1)</div></big></span> ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Vorwort</span></div>=== Zur Orientierung ''':''' Die Diskussion um GOTT läuft schon über zweitausend Jahren. Vor etwa tausend Jahren hat sich ein gewisser ANSELM gesagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Ich glaube an GOTT'' … <span style="color:#00B000">(sonst wäre er sicher nicht Erzbischof von Canterbury geworden)</span> … ''aber ich möchte auch wissen und verstehen, ob das stimmt und sinnvoll ist, was ich da glaube '''!''''' «</span> Dann hat er seine Überlegungen dazu aufgeschrieben, und das kann man in seinen Schriften auch heute noch lesen. Der sehr geschätzte deutsche Professor und Philosoph aus Königsberg, Immanuel KANT, hat das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, gelesen, <span style="color:#00B000">(vermittelt durch CARTESIUS)</span>, und das dann den <span style="color:#FF6000">„ontologischen Gottesbeweis“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(obwohl es in Wirklichkeit gar kein Gottesbeweis ist; genauer ''':''' es ist kein Beweis für die Existenz GOTTES)</span>, und dieser große KANT hat dann großartig bewiesen, das, was ANSELM da aufgeschrieben hat, sei falsch. Es sei <span style="color:#FF6000">„ja gar kein“</span> Gottesbeweis '''!''' <span style="color:#00B000">( Naja, was denn sonst '''?''' )</span> Wobei er den Fehler gemacht hat, dass er den, an sich, unvergleichbaren GOTT mit hundert Talern in seinem Vermögenszustande verglichen hat. <span style="color:#00B000">(Das ist aber eine andere Geschichte.)</span> Hundert Taler und GOTT haben ,an sich‘ nichts gemeinsam, außer, wenn KANT ,wirklich‘ hundert Taler hat, und GOTT auch ,wirklich‘ existiert, <span style="color:#00B000">(wie ANSELM und gläubige Menschen glauben)</span>, dann gibt es GOTT und die Taler eben ,wirklich‘. Aber damit ist man nicht schlauer geworden. Seit KANT läuft die ganze Diskussion um GOTT immer nur als Diskussion um den <span style="color:#00B000">(von KANT)</span> so genannten <span style="color:#FF6000">„ontologischen, <span style="color:#00B000">(kosmologischen, teleologischen etc.)</span> Gottesbeweis“</span> — obwohl es niemals einen Beweis für die Existenz GOTTES geben kann und niemals geben wird. <span style="color:#00B000">(Das haben Wissenschaftler jeder Richtung und Philosophen aller Weltanschauungen uns immer wieder nachdrücklich versucht zu sagen, weil keiner dieser sog. Beweise für die Existenz eines GOTTES stringent ist.)</span> Beweisen kann man die Existenz von Naturgesetzen. Die sind unveränderlich und fix, immer und überall. Jeder vernünftige Mensch muss sie akzeptieren. Man kann darüber nicht diskutieren und sie dann mit Mehrheitenbeschlüsse verändern. Wenn GOTT ebenso bewiesen werden könnte, dann wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, die Existenz GOTTES wie ein Naturgesetz anzunehmen. Gott ist aber kein Naturgesetz. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Person“</span>, — für Christgläubige ''':''' <span style="color:#FF6000">„ein GOTT in drei Personen“</span>. Und GOTT ist <span style="color:#FF6000">„Geist“</span>. Das besagt, dass GOTT nicht mit materiellen Dingen aus unserer Welt verglichen werden darf; <span style="color:#00B000">(was sowohl THOMAS von Aquin als auch Immanuel KANT doch getan haben)</span>. Und ganz wesentlich ''':''' der Zugang zu GOTT läuft nicht über den Beweis, sondern immer nur über den Glauben. Wer an GOTT glauben will, dem antwortet GOTT auf seine Weise — nämlich <span style="color:#FF6000">„geistig“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„geistlich“</span>. Wer nicht an GOTT glauben will, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Glaube ist immer eine freie Entscheidung des Menschen für GOTT. Niemand darf gezwungen werden. Wenn es einen Beweis für GOTT gäbe, wäre jeder vernünftige Mensch gezwungen, an GOTT zu glauben. Und das widerspricht ganz entschieden der Freiheit des Glaubens. Daher gibt es nie und nimmermehr einen Existenzbeweis für GOTT '''!!!''' Daher darf man das Kalkül des Logiker GÖDEL, <span style="color:#00B000">(und damit auch das Theorem ANSELMS)</span>, nicht als einen Existenzbeweis für GOTT lesen. Sowohl ANSELM als auch GÖDEL setzen die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das GÖDEL-System, und auch das Theorem ANSELMS, sind bloß die logische Bestätigung der Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines Menschen, der sich schon entschieden hat, an GOTT zu glauben; und nicht der Grund für seine Entscheidung. Alle sogenannten ,Gottesbeweise‘, sind in Wirklichkeit nichts anderes, als nachträgliche Evaluierungen eines GOTT-Glaubens, bzw. ,Wege‘, <span style="color:#00B000">(bei THOMAS von Aquin)</span>, die aufzeigen, dass der GOTT-Glaube widerspruchsfrei, sinnvoll, und <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar ist''«</span>, wie GÖDEL sagt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Einleitung</span></div>=== Eine Studie zum GÖDEL-Kalkül. Der Logiker Kurt GÖDEL <span style="color:#00B000">(1906-1978)</span> hat mit diesem Kalkül eine moderne Rekonstruktion des, <span style="color:#00B000">(von KANT)</span>, so genannten ‚ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM von Canterbury auf modal-logischer Basis vorgelegt. Damit hat er die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt, d.h. sie soll für jeden Menschen nachvollziehbar sein, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie er sagt. GÖDEL ,nimmt‘ als Logiker, angeregt durch den Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, rein theoretisch, fürs Erste, einmal ‚an‘, <span style="color:#00B000">(als Prämisse, d.i. der Term :01: im 3. Beweisgang zum Theorem ANSELMS im Anhang)</span>, dass es GOTT gibt ''':''' d.i. ein sog. ,methodologischer GOTT-Glaube‘, und untersucht die logischen Konsequenzen. Dabei zeigt sich, beim genaueren Hinsehen, dass der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, der ‚dezidierte‘ Atheismus, <span style="color:#00B000">(im Möglichkeitsbeweis des Kalküls)</span>, überraschender Weise, zu einem Widerspruch führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. Jedoch, GÖDEL kann und will mit seinem Kalkül keinen ,GOTT-Glauben‘ ,erzeugen‘, d.h. das GÖDEL-Kalkül ist kein <span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis"</span> für den GOTT der Bibel. GÖDEL beweist aber mit seinem System, dass der traditionelle abendländische ,GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. die Kalkül-Prämisse, und das, daraus ,regulär‘ (├ ) abgeleitete, Theorem ANSELMS)</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> <span style="color:#00B000">(d.h. logisch ,richtig‘)</span> ist, im Gegensatz zum ,Nicht-GOTT-Glauben‘, der davon ausgeht, dass es keinen GOTT gibt. GÖDEL beweist mit seinem System ''':''' der traditionelle GOTT-Glaube ist, — mit mathematischer Evidenz —, widerspruchfrei und wahr. <span style="color:#00B000">(Der Beweis aus dem Widerspruch des Gegenteils ist ein ,indirekter Beweis‘ und kein ,Zirkelbeweis‘ '''!''' )</span> GÖDEL blieb bis zu seinem Tod ohne ein dezidiertes religiöses Bekenntnis. <span style="color:#00B000">(Das Leben ist nicht immer ,logisch‘.)</span> Entsprechend der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> ist GOTT der Größte, <span style="color:#FF6000">»''über dem nichts Größeres mehr gedacht werden kann''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELM)</span>; bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(LEIBNIZ)</span>, und der für uns immer schon ,da‘ ist. Das ist die methodologische Prämisse des GÖDEL-Kalküls. Davon ausgehend, zeigen seine Axiome und Definitionen, dass es zu einem Widerspruch führt, falls man ,annimmt‘, es sei nicht möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> gibt. Aus dem Widerspruch des Gegenteils wird von GÖDEL, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, dann ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> ''':''' es ist doch möglich, dass es <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> wirklich gibt. Somit ist der Glaube an <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, — weil widerspruchsfrei —, mit den Worten GÖDELS ''':''' <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span>. Immanuel KANT <span style="color:#00B000">(1724-1804)</span> scheint diesen Fall vorausgesehen zu haben, dass versucht werden könnte, die ,Möglichkeit‘ GOTTES aus einem Widerspruch zu ,beweisen‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> <span style="color:#00B000">[ Angenommen, es gibt ]</span> ''doch einen und zwar nur diesen '''Einen''' Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘, so dass ]</span> ''das Nichtsein oder das Aufheben seines Gegenstandes'' <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''in ,sich selbst‘ widersprechend sei; und dieses ist der Begriff des allerrealsten Wesens. Es hat, sagt ihr, alle Realität'', <span style="color:#00B000">[ bzw. alle Vollkommenheit ]</span>, ''und ihr seid berechtigt, ein solches Wesen als ,möglich‘ anzunehmen'' ... <span style="color:#00B000">[ denn das GÖDEL-Kalkül ,beweist‘ ( ╞ ) in der ,Widerlegung‘ im Anhang, wie auch im 1. Beweisgang, aus einem Widerspruch, dass die Existenz GOTTES definitiv logisch ,möglich‘ ist. ]</span> … ''obgleich der sich nicht widersprechende'', <span style="color:#00B000">[ ,mögliche‘ ]</span>, ''Begriff'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''noch lange nicht die'' <span style="color:#00B000">[ reale ]</span> ''Möglichkeit des Gegenstandes'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''beweiset. … Das ist eine Warnung, von der Möglichkeit der Begriffe (logische)'', <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, ''nicht sofort auf die Möglichkeit der Dinge (reale)'', <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, ''zu schließen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 399; https://www.korpora.org/kant/aa03/399.html</ref>. <span style="color:#00B000">[ Trotz dieser Warnung, wird dieser Schluss dennoch im Theorem ANSELMS vollzogen, bzw. mit GÖDEL im 3. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> '''!''' ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span> Warum das <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist, und inwieweit KANT sich irrt, wird in dieser Studie gezeigt. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Der Schlüsselbegriff im Kalkül</span></div>=== Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ist <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Perfektion“, „Vollkommenheit“</span> <span style="color:#4C58FF">''':''' — ‚'''P'''‘ — </span>. Für diesen wichtigen Begriff gibt es aber im Kalkül selbst keine explizite Definition, sondern er wird nur durch seine Verwendung innerhalb des Kalküls indirekt ‚definiert‘. <span style="color:#00B000">(Das heißt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''P'''‘ — </span> bezeichnet ein System von ,Eigenschaften‘, die ,positiv‘, bzw. ,vollkommen‘ | ,perfekt‘ | genannt werden, von denen im Kalkül wohl beweisbar ist, dass sie sich gegenseitig ,nicht widersprechen‘, weil sie im System als solche ,gleichwertig‘, bzw. gleich ,wahr‘ sind, jedoch ohne sie erschöpfend aufzählen zu können, oder auch nur sagen zu können, was sie alle im einzelnen bedeuten, außer, dass sie kompatibel sind.)</span> Mit der Wahl dieses Schlüsselbegriffes hat GÖDEL eine wesentliche Vorentscheidung für die Ergebnisse des Kalküls getroffen '''!''' In seinen Notizen zum ‚ontologischen Beweis‘ vom 10. Februar 1970 gibt GÖDEL, — für die nachträgliche Interpretation dieses Begriffes <span style="color:#00B000">(und auch für das Kalkül selbst)</span> —, die richtungsweisende Erklärung ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Positiv bedeutet positiv im moralisch ästhetischen Sinne...''«</span> ::Und er fügt in Klammer hinzu ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''.«</span><ref>GÖDEL, Kurt, ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Ontological proof‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Collected Works‘</big></span>'', vol. III, ed. S.FEFERMAN et al., Oxford (U.P.), 1995; 403–404.</ref> GÖDEL-Axiom-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚('''PX <small><math>{ \color{Blue} \dot\lor}</math></small> P¬X''')‘ ↔<span style="color:#00B000"> ‚('''¬PX ↔ P¬X''')‘</span> — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Entweder die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">‚'''X'''‘</span> ''oder ihre Negation'' <span style="color:#4C58FF">‚'''¬X'''‘</span> ''ist positiv''«</span>. Hier ist der Hauptkritikpunkt, dass es Eigenschaften gibt, die ,an sich‘ weder positiv noch negativ sind. Beispiele wären ''':''' ‚rothaarig‘ oder ‚schwerwiegend‘; solche Eigenschaften können aber ,für mich‘ entweder positiv oder negativ sein, abhängig von meiner Betrachtungsweise und subjektiven Interpretation. Diese Eigenschaften, wie ‚rothaarig‘ an sich, oder meine positiv-negativen ‚Betrachtungsweisen‘, sind jedoch der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> entnommen und treffen nicht den <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Er orientierte sich an LEIBNIZ, welcher im Bezug zum ‚ontologischen Beweis‘ definiert ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''nenne ich jede einfache Eigenschaft, die sowohl positiv als auch absolut ist, oder dasjenige, was sie ausdrückt, ohne jede Begrenzung ausdrückt''.«</span><ref>Zitiert nach Thomas GAWLICK, in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Was sind und was sollen mathematische Gottesbeweise ?‘</big></span>'', Predigt vom 8.1.2012 in der Kreuzkirche zu Hannover. https://web.archive.org/web/20130524164359/http://www.idmp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/IDMP-Studium-Mathematik/downloads/Gawlick/Predigt_Gawlick_Gottesbeweise.pdf</ref> Die Seins-Eigentümlichkeiten <span style="color:#00B000">(Daseinsmodi, Perfektionen)</span> wie ‚wahr‘, ‚gut‘, ‚edel‘ usw. entsprechen dem <span style="color:#FF6000">»''moralisch ästhetischen Sinn''«</span> von <span style="color:#FF6000">»''positiv''«</span> bei GÖDEL. Das sind Beispiele für ‚absolut‘ positive Begriffe aus der Lehre der Seinsanalogie ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‚verissimum‘, ‚optimum‘, ‚nobilissimum‘</big></span>, usw., die, an sich, ohne jede Begrenzung gelten; zu finden in der <span style="font-family: Times;"><big>‚Via quarta‘</big></span>, bei THOMAS von Aquin, über die analoge Abstufung im ‚Sein‘ der Dinge. Diese analoge ‚Abstufung‘ ist dann die faktische Begrenztheit <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheit)</span> im <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> ‚Sein‘ der Dinge —. Die <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span> GÖDELS, wie Wahrheit, Einheit, Gutheit, <span style="color:#00B000">(von ,Güte‘)</span>, Schönheit, Adel, <span style="color:#00B000">(von ,edel‘)</span>, Gleichheit, Andersheit, Wirklichkeit, ,Sein‘ im Sinne von Etwas-sein, etc. werden <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span>, oder auch <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> genannt, <span style="color:#00B000">(von lateinisch ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>transcendere</big></span>, <span style="color:#FF6000">„übersteigen“</span>)</span>. In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien die Grundbegriffe, die allem Seienden als <span style="color:#FF6000">„Modus“</span>, <span style="color:#00B000">(d.h. ,Eigentümlichkeit‘, als allgemeine Seinsweisen)</span>, zukommen. Wegen ihrer Allgemeinheit ,übersteigen‘ sie die besonderen Seinsweisen, welche ARISTOTELES die ,Kategorien‘ nannte. Ontologisch betrachtet, werden die Transzendentalien als das allem Seienden Gemeinsame aufgefasst, da sie von allem ausgesagt werden können. Von der KI werden sie, nicht unpassend, als <span style="color:#FF6000">„ultimative Eigenschaften des Seins“</span> bezeichnet, die <span style="color:#FF6000">„jenseits der materiellen Welt existieren“</span>, <span style="color:#00B000">(da sie ,ultimativ‘ nur von GOTT, als den absolute Vollkommenen, ausgesagt werden können, die jedoch, auch von allen übrigen Seienden, abgestuft, wegen deren seinsmäßigen Unvollkommenheiten, d.h. ,analog‘, ausgesagt werden)</span>. Diese Transzendentalien sind ,inakzident‘, das heißt, sie entstehen nicht aus anderen Begriffen, sondern sind erste, unteilbare Bestimmungen des Denkens und des Seins, die allen Seienden, unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften, als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(d.h. Unvollkommenheiten)</span>, ,analogisch‘ zukommen, d.h. sie sind in allen Seienden, seinsmäßig abgestuft und abgegrenzt, ,relativ‘ zum Unendlichen ihrer selbst; und damit ,bezogen‘ auf GOTT, dem absolut Vollkommenen. In der Erkenntnisordnung wirken sie als die ersten Begriffe des menschlichen Verstehens, die eine Basis für alle weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse bilden. Die Transzendentalien sind in der Seinsordnung ontologisch eins, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(,mathematisch äquivalent‘)</span>, und daher konvertierbar, d.h. austauschbar, und damit auch von einander abhängig; was GÖDEL sowohl im Axiom-2, als auch in der Definition-2 für die Wesenseigenschaften, syntaktisch formalisiert hat mit dem Term-Element ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>, weil sie sich gegenseitig, — mit ,modaler‘ Notwendigkeit —, gleichwertig ,implizieren‘, d.h. einschließen, <span style="color:#00B000">(im Axiom-2 mit der Individuum-Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ — </span>)</span>. Man kann die Transzendentalia, <span style="color:#00B000">(wie GÖDEL)</span>, auch ,Wesenseigenschaften‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen, weil sie allem Seienden ,wesentlich analog‘ zukommen. Weil Transzendentalien miteinander austauschbar sind, sind sie auch widerspruchsfrei, was GÖDEL mit Axiom-1 syntaktisch darstellt. Die Gültigkeit und Wahrheit, d.h. die mathematische Evidenz von Axiom-1 und Axiom-2, beruht auf der ontologischen Allgemeinheit und Gültigkeit der Transzendentalia, die GÖDEL mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, in sein Kalkül explizit eingeführt und ,bestimmt‘ hat. <span style="color:#00B000">(Definitionen werden formal-syntaktisch durch das Äquivalenzzeichen <span style="color:#4C58FF">,'''↔'''‘</span> angezeigt, gelesen als <span style="color:#FF6000">„...ist genau dann ... wenn...“</span>)</span> Zum Überblick ''':''' <span style="color:#FF6000">„Transzendentalia“</span> sind universale, alles Seiende charakterisierende Begriffe, die über kategoriale Einteilungen hinausgehen, und sowohl in der klassischen Scholastik, als auch in der modernen Philosophie, <span style="color:#00B000">(KANT, Uwe MEIXNER<ref>vgl. die ,transzendentalen‘ Bedingungen möglicher Erkenntnisse bei KANT; und auch in der ,Axiomatischen Ontologie‘ bei Uwe MEIXNER</ref>)</span>, als Grundlage der Metaphysik und Erkenntnistheorie dienen. Sie sind die <span style="color:#FF6000">„ersten Begriffe des Seins“</span>, die jedem Ding als ,relative‘ Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(Perfektionen)</span>, inhärent sind, ,analogisch‘ abgestuft, auf einen ,ultimativen‘ Bezugspunkt ausgerichtet, und die sich im Denken, <span style="color:#00B000">(für uns als wahr)</span>, und in der moralischen Wertung, <span style="color:#00B000">(für uns als gütig und edel)</span>, manifestieren, vom ,ultimativen‘ Bezugspunkt aus betrachtet. Die faktischen, ,analogischen‘ Unvollkommenheiten und die Vergänglichkeit in der Natur der Dinge, sind einem ontologischen Defekt ,geschuldet‘, der stark zeitabhängig ist, d.h. der einen Anfang und ein Ende hat. Das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>, ist immer falsch, wenn es auf etwas aus der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> angewendet wird, wie z. B. auf einen <span style="color:#FF6000">„Tsunami“</span>, dessen ‚Existenz‘ für uns nicht ‚positiv‘ ist. KANT hat schon festgestellt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Das gilt für alles, was <span style="color:#FF6000">„existiert“</span>. Das Axiom-5 hat nur dann seine Gültigkeit, ist nur dann ,wahr‘, wenn <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> in eins zusammenfallen. Bei allen Dingen, die ‚da‘ sind, ist ihr ‚Da-Sein‘ ontologisch immer verschieden zu dem ‚was‘ sie sind ''':''' zu ihrem ,Was-Sein‘. In der philosophischen Tradition, seit ARISTOTELES, wird die ontologische Identität, d.i. die Koinzidenz, der innere Zusammenhang von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ allein nur dem <span style="color:#FF6000">„selbst ‚unbewegten‘ Erstbewegenden“</span> zugeschrieben, dem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span>, von dem ARISTOTELES etwas später sagt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''denn dies ist der Gott''«</span> und dann hinzufügt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''so sagen wir ja''«</span>; d.h. das ist eine Interpretation aus dem Glaubenskontext des ARISTOTELES. Er war ein Gott-gläubiger Grieche. Wer an GOTT glaubt, kann das nachvollziehen. GÖDEL musste dieses Axiom-5 postulieren, sonst wäre sein Kalkül nicht aufgegangen, ohne dass er deswegen schon an GOTT glauben müsste. Er hat für sein Kalkül das ontologische Theorem von der Identität von ‚Sein‘ und ‚Wesen‘ im ‚unbewegten Erstbeweger‘ benutzt. <span style="color:#00B000">(Gilt auch für Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit, das GOTT-Sein, das ‚Dasein‘ GOTTES, ist eine positive Wesenseigenschaft, eine Perfektion; d.h. ist das ‚Wesen‘ GOTTES ''':''' GOTT ist perfekt''«</span>)</span>. Die ontologische Identität von Sein und Wesen, Existenz und Essenz, wie auch die Koinzidenz von Möglichkeit und Wirklichkeit, von Ursache und Wirkung, sowie auch die ontologische Einheit von <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Subjekt und <span style="color:#00B000">(Erkenntnis-)</span>Objekt im <span style="color:#FF6000">»''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <span style="color:#00B000"><small>(<span style="font-family: Times;"><big>,''Metaphysik''‘</big></span> XII 9, 1074b34)</small></span>, gilt nur in der <span style="color:#FF6000">„unverursachten Letztursache"</span>, auf die ARISTOTELES bei seiner Prinzipienforschung gestoßen ist. Es gibt verschiedene Versuche, die GÖDEL-Axiome durch sog. ,Modelle‘, relativ zu einfacheren ,Welten‘, zu verifizieren, um damit ihre relative Konsistenz nachzuweisen. Für GÖDEL aber <span style="color:#FF6000">»''sind die Axiome nur dann'' <span style="color:#00B000">[ in unserer ,realen‘ Welt ]</span> ''wahr'' <span style="color:#00B000">[ und annehmbar ]</span>«</span>, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt'' <span style="color:#00B000">[ d.h. jeder auch nur ,möglichen‘ Welt ]</span> ''sind''«</span>. Diese Bedingung verweist jede Verifikation und jede Interpretation der Axiome auf das ,Nicht-Zufällige‘, das ,Notwendige‘, ,Absolute‘, in dem die Axiome und Definitionen des GÖDEL-Kalküls erst dadurch ihren Sinn und ihre Bedeutung bekommen, wenn sie vom ,Absoluten‘ und ,Unendlichen‘ her erklärt und verstanden werden. Damit insistiert GÖDEL auf eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span> Interpretation seines Kalküls, mit der <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> zum Begriff GOTT, dem absolut Unendlichen, als Verifikationskriterium. Das entspricht auch der ,methodologischen‘ Prämisse seines Kalküls. Die wichtigsten Axiome und Definitionen im GÖDEL-Kalkül sind jedoch bloße ,Annahmen‘, deren Evidenz, sowohl die ,mathematische‘ als auch die <span style="color:#4C58FF">,theologische‘</span>, erst evaluiert, d.h. ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> werden muss. Das bedeutet ''':''' die Verifikation der Axiome und Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten kann nur Kalkül-intern durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit erfolgen, d.i. <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span>. Evaluierte und verifizierte Axiome und Definitionen sind dann die ,modal‘ notwendigen, d.h. die ,transzendentalen‘ Voraussetzungen für die Ergebnisse eines Kalküls, damit seine Theoreme und Korollare in unserer ,realen‘ Welt als logisch ,wahr‘ und damit für uns auch als ,annehmbar‘ gelten können, während die Prämissen eines Kalküls, <span style="color:#00B000">(die Argument Einführung, <span style="color:#4C58FF">— '''AE:''' —</span> )</span>, nicht notwendige und somit ,modal‘ frei gewählte ,Annahmen‘ sind. Jedoch aus diesen ,modal‘ frei gewählten, ,möglichen‘ <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> )</span> Prämissen folgen mit Hilfe der bewiesenen Axiome und Definitionen die Ergebnisse mit ,modaler‘ Notwendigkeit <span style="color:#00B000">( <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span> )</span>. Die Logik des GÖDEL-Systems ist eine ,Prädikatenlogik‘ zweiter Stufe, in der die Quantoren nicht nur Individuum-Variable, sondern auch Eigenschafts-Variable <span style="color:#00B000">(als noch ,unbestimmte‘ Prädikate im Allgemeinen)</span> binden können. Die formale Struktur des GÖDEL-Kalküls besteht aus fünf Axiomen und drei Definitionen, mit deren Hilfe in drei Beweisgängen drei Theoreme und drei Korollare aus seiner ,methodologischen‘ Prämisse ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitet werden können, wobei die beiden ersten Beweisgänge, mit ihren Ergebnissen, den dritten vorbereiten, in dem es dann um das Theorem ANSELMS geht. Die Prämisse des GÖDEL-Kalküls ist der traditionelle ,GOTT-Glaube‘, in der Formulierung speziell nach LEIBNIZ. Ein Axiom, eine Definition, zwei Theoreme und alle drei Korollare im GÖDEL-Kalkül sind Aussagen über <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>. Alle fünf Axiome, eine Definition und ein Theorem sind auch Aussagen über die Eigenschaft <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“, „Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, die in der <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> als die Wesenseigenschaft GOTTES gilt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist vollkommen''«</span> bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das Vollkommenste der Wesen''«</span>, <span style="color:#00B000">(DESCARTES)</span>. Zwei Definitionen sind Aussagen über die allgemeinen Wesenseigenschaften aller Seienden, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die, als notwendige Existenz, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, auch GOTT zugeordnet werden, mit der Besonderheit bei GOTT, dass sowohl alle Eigenschaften, als auch alle anderen Zuordnungen, wie Sein und Wesen, wie Ursache und Wirkung, usw., im Unendlichen, GOTT, <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, d.h. in GOTT paarweise perspektivisch in ,eins‘ zusammenfallen, und die auch, wie alle Transzendentalia, konvertierbar, d.h. austauschbar, sind. Diese Sachverhalte machen deutlich, dass die ,Verifikation‘ und sachgerechte ,Evaluierung‘ der GÖDEL-Axiomatik nur genuin <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> erfolgen kann. Die Evaluierung der ,mathematischen Evidenz‘ des GÖDEL-Systems, im Allgemeinen, muss jedoch entsprechend der Maßstäbe einer modalen Prädikatenlogik zweiter Stufe durchgeführt werden. Das GÖDEL-Kalkül unterscheidet <span style="color:#00B000">(in Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span></span>) formal-syntaktisch zwischen der Eigenschaft ,Existenz‘, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''E'''‘ —</span>, die nur GOTT zugeordnet werden kann, und dem Existenz-Operator, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''∃'''‘ —</span>, der allem Übrigen, das nicht GOTT ist, zugeordnet wird. Es gibt hier auch den formal-syntaktischen Unterschied zwischen der, <span style="color:#00B000">(von mir notierten, jedoch von GÖDEL schon intendierten und angesprochenen)</span>, speziellen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>, die nur der Existenz GOTTES zugeordnet ist, und der modalen ,Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span>, die auf Verschiedenes bezogen werden kann. Diese Unterschiede sind Hinweise, dass GÖDEL in seiner Kalkül-Logik und -Syntax, die Außerordentlichkeit und Eigenständigkeit GOTTES berücksichtigt, der, als Schöpfer der Welt, prinzipiell und absolut <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt''«</span> ist, die erst durch GOTT auch das ist, was sie ist. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Genese des Kalküls</span></div>=== Wie kommt GÖDEL zu seinem Kalkül '''?''' Sein Gewährsmann war Gottfried Wilhelm LEIBNIZ, <span style="color:#00B000">(1646-1716)</span>, den er sehr schätzte. Die rekonstruierbare Genese seines Kalküls findet man in LEIBNIZ ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand‘, <span style="color:#00B000">(1704)</span>; ‚Viertes Buch, Kapitel X ''':''' ‚Von unserer Erkenntnis des Daseins Gottes‘</big></span>'', Seite 475f. Hier der <span style="color:#00B000">[ kommentierte ]</span> Textausschnitt zum sog. ontologischen ‚Gottesbeweis‘''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Folgendes etwa ist der Gang seines'' <span style="color:#00B000">[ d.h. ANSELMS, Erzbischof von Canterbury; 1033-1109, ]</span> ''Beweises ''':''' GOTT ist das Größte'', <span style="color:#00B000">[ ANSELM spricht über den biblischen GOTT des Glaubens, als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''den, über dem ,Größeres‘'' | <span style="font-family: Times;"><big>‚maius‘</big></span> | ''nicht mehr gedacht werden kann''.«</span> ]</span> ''oder, wie DESCARTES es ausdrückt ''':''' das Vollkommenste der Wesen oder auch ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' ''':''' <span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' </span><span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘</span> <span style="color:#00B000">:= ‚Perfektion‘, ‚positive Eigenschaft‘ ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL-Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>. Definition-1 bildet die traditionelle Vorstellung von GOTT ab. ]</span> ''Dies also ist der Begriff GOTTES.'' <span style="color:#00B000">[ Der Term <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span> steht hier für den biblischen ‚Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> als ,Individuumname‘ '''!''' ]</span> ''Sehen wir nun, wie aus diesem Begriff das ‚Dasein’ folgt.''<span style="color:#00B000"> [ GÖDEL ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist notwendig aus sich ‚da‘''«</span> ''':''' Term :10: im 3. Beweisgang. ]</span> ''Es ist etwas <u>mehr</u>, ‚da‘ zu sein, als nicht ‚da‘ zu sein, oder auch das ‚Dasein‘ fügt der Größe oder der Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ GOTTES ]</span> ''einen Grad hinzu, und wie DESCARTES es ausspricht, das ‚Dasein‘ ist selbst eine Vollkommenheit.''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Diesen Ausspruch DESCARTES übernimmt GÖDEL im Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''</span> [ alias ‚Dasein GOTTES’ ] <span style="color:#FF6000">''ist eine positive Eigenschaft''</span> [ alias Vollkommenheit ]<span style="color:#FF6000">«</span>. Dem widerspricht KANT ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>. Das Axiom-5 ist daher nur dann ‚wahr‘, wenn ‚Wirklichsein‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια οὖσα</big></span>“</span> | ‚enérgeia úsa‘ | d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ | — genauer ''':''' ‚Wesenseigenschaften’ —, ontologisch ,eins‘ sind, d.h. wenn <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> immer schon die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> GOTTES ist. Was nach ARISTOTELES nur im <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbeweger“</span> der Fall ist; bzw. mit LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span> '''!''' Aus der ,methodologischen‘ ,Annahme‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das x steht für den GOTT der Christen''«</span>, und mit Hilfe von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, mit Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich, — von Natur aus —, positiv''«</span>, mit Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Zum Wesen gehören notwendig auch alle Konsequenzen aus einer Wesenseigenschaft''«</span>, und mit Axiom-1 und der Definition für GOTT, folgt nach einigen logischen Umformungen das GÖDEL-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Dasein'' | ''GOTT-Sein '' | '' absolute Präsenz ist das Wesen GOTTES''«</span>. Dasein und Wesen sind im Unendlichen, GOTT <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘. Mit diesem, im Kalkül <u>ohne</u> Axiom-5 ,regulär‘ (├ ) abgeleiteten Theorem, widerlegt er KANT für den individuellen Spezialfall <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘</span> := <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>. Nachprüfbar im Anhang ''':''' im ‚ontologischen‘ Beweis für das Basis-Theorem-2. Somit ist Axiom-5 ,wahr‘, und KANT hat sich hier, im Bezug auf GOTT, geirrt. <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> als Wissenschaft von GOTT, war für KANT nie eine ernstzunehmende Option.)</span> :: <span style="color:#FF6000">»</span>''Darum ist dieser Grad von Größe und Vollkommenheit oder auch diese Vollkommenheit, welche im ‚Dasein‘ besteht, in diesem höchsten, durchaus großen, ganz vollkommenen Wesen, denn sonst würde ihm ein Grad fehlen, was gegen seine Definition wäre. Und folglich ist dies höchste Wesen ‚da‘. Die Scholastiker, ohne selbst ihren'' <span style="font-family: Times;"><big>doctor angelicus</big></span> <span style="color:#00B000">[ := THOMAS von Aquin ]</span> ''auszunehmen, haben diesen Beweis verachtet'', <span style="color:#00B000">[ wie später auch Immanuel KANT ]</span>, ''und ihn als einen Paralogismus'' <span style="color:#00B000">[ := Fehlschluss ]</span> ''betrachtet, worin sie sehr unrecht gehabt haben; und DESCARTES, welcher die scholastische Philosophie im Kolleg der Jesuiten zu La Flèche lange genug studiert hatte, hat sehr recht gehabt, ihn wieder zu Ehren zu bringen. Es ist nicht ein Paralogismus, sondern ein unvollständiger Beweis'', <span style="color:#00B000">[ den GÖDEL vervollständigt hat ]</span>, ''der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' <span style="color:#00B000">[ := <span style="color:#4C58FF">'''◇'''</span> ''':''' ,möglich‘, ,konsistent‘, ,denkbar‘; GÖDEL beweist im 1. Beweisgang aus Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die allgemeinen Transzendentalien ]</span>, ''sind widerspruchsfrei''«</span>, mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, folgt Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist möglich''«</span> ]</span>. ''Und es ist schon etwas, dass man durch diese Bemerkung beweist ''':''' gesetzt, dass GOTT ‚möglich‘ ist, so ‚ist‘ er'' <span style="color:#00B000">[ ,notwendig‘ := <span style="color:#4C58FF">'''□'''</span>, d.h. in jeder möglichen Welt auch wirklich aus sich ‚da‘ ]</span>, ''was das Privilegium der Gottheit allein ist'' ''':''' <span style="color:#00B000">[ Im 3. Beweisgang, Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span> := ‚ANSELMS Prinzip‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Weil GOTT widerspruchsfrei ,möglich‘ ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, der besagt, dass GOTT aus sich ,notwendig‘ da ist''«</span>; mit Korollar-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''Es gibt notwendig nur einen einzigen GOTT''«</span>. Damit ist auch der Monotheïsmus bewiesen. ]</span> ''Man hat recht, die Möglichkeit eines jeden Wesens anzunehmen und vor allem die GOTTES, bis ein anderer das Gegenteil beweist''. <span style="color:#00B000">[ Das Gegenteil besagt, dass GOTT ,unmöglich‘ ist. Hier setzt GÖDEL an, und beweist, dass diese Aussage zu einem Widerspruch führt. ]</span> ''Somit gibt dieser metaphysische Beweis schon einen moralischen zwingenden Schluss ab, wonach wir dem gegenwärtigen Stande unserer Erkenntnisse zufolge urteilen müssen, dass GOTT ‚da‘ sei, und demgemäß handeln.'' <span style="color:#00B000">[ Aber nicht logisch zwingend '''!''' Denn die Interpretation <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> mit dem GOTT der Bibel, als ,methodologische‘ Kalkül-Prämisse, ist nicht zwingend, jedoch ,modal‘ möglich, <span style="color:#4C58FF">— '''◇''' —</span>, und im christlichen Glaubenskontext sinnvoll, was mit einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls gezeigt werden kann. Damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob das GÖDEL-System sich plausibel als eine Theorie von GOTT und seinen Eigenschaften interpretieren lässt, bzw. als eine <span style="color:#FF6000">»''axiomatische''«</span> <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>, wie sie André FUHRMANN apostrophiert. Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ist der ,Individuumname‘ für den GOTT der Bibel, — ,GOTT‘ groß geschrieben —, im monotheïstischen, christlichen Glaubenskontext, den auch LEIBNIZ teilt. Dann steht der ,Name‘ auch synonym für das ,existierende‘ Individuum, d.h. für dessen ,Existenz‘.]</span> ''Es wäre aber doch zu wünschen, dass gescheite Männer'' <span style="color:#00B000">[ sic ! ]</span> ''den Beweis mit der Strenge einer mathematischen Evidenz vollendeten'', <span style="color:#00B000">[ was GÖDEL veranlasst hat, seine Version eines ‚ontologischen Beweises’ zu kreieren, dessen <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> man heute mit Computerprogrammen<ref>siehe Fußnote 11</ref> schon nachgewiesen hat ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> Für GÖDEL war dieser Text eine intellektuelle Herausforderung, und er hat sie angenommen. Das war für GÖDEL sicher keine Glaubensangelegenheit. GOTT hat es ja auch nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. Wer <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> z. B. mit dem sog. ‚Urknall‘ gleich setzt, macht die <span style="color:#FF6000">»''zufällige Struktur der Welt''«</span> im ‚Urknall‘, <span style="color:#00B000">(pantheistisch)</span> zu einem ,Gott‘, was GÖDEL dezidiert für sein Kalkül ausgeschlossen haben wollte. Kurt GÖDEL schreibt 1961 in einem Brief, in Anlehnung an den obigen Text ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»...''ich glaube, schon heute dürfte es möglich sein, rein verstandesmäßig ''<span style="color:#00B000">[ sic '''!''' ]</span>, ''(ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen) einzusehen, dass die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass es GOTT gibt ]</span>, ''mit allen bekannten Tatsachen'', <span style="color:#00B000">[ d.h. mit den Maßstäben einer modernen Logik ]</span>, ''durchaus vereinbar ist. Das hat schon vor 250 Jahren der berühmte Philosoph und Mathematiker LEIBNIZ versucht''.«</span><ref>Zitiert nach SCHIMANOVICH-GALIDESCU, M.-E., ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Princeton–Wien 1946–1966. Briefe an die Mutter</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kurt Gödel – Leben und Werk</big></span>''‘, ed. B.BULDT et al., Wien (HÖLDER–PICHLER–TEMSKY), 2001, Bd. 1.</ref> ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Interpretation des Kalküls</span></div>=== Wenn man sich das GÖDEL-Kalkül ansieht, wie es heute formalisiert vorliegt, stellt sich die Frage ''':''' <span style="color:#FF6000">„Lässt sich dieses System plausibel als eine Theorie von GOTT <span style="color:#00B000">(als eine ‚Rede von GOTT’ := <span style="color:#4C58FF">,Theologie’</span>)</span> und seiner Eigenschaften verstehen '''?''' “ — „Ist hier eine genuin <span style="color:#4C58FF">,theologische’</span> Interpretation möglich '''?''' “</span> Seine Herkunft aus der intellektuellen Auseinandersetzung des Logikers GÖDEL mit dem GOTT-gläubigen Philosophen LEIBNIZ und dem christlichen Theologen und Erzbischof ANSELM rechtfertigt diese Frage. Die <span style="color:#FF6000">„mathematische Evidenz“</span> des GÖDEL-Formalismus, <span style="color:#00B000">(im Anhang nachgestellt)</span>, ist allgemein anerkannt, <span style="color:#00B000">(Vorbehalte dagegen gibt es nur bei der Interpretation seiner Syntax, d.h. ob die Axiome, wie GÖDEL sie konzipiert hat, auch in unserer realen Welt ,wahr’ und ,annehmbar’ sind)</span>. Die <span style="color:#FF6000">„theologische Evidenz“</span> des GÖDEL-Systems wird durch eine ,Verankerung’ der Axiome und Definitionen in den <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-philosophischen Diskurs über GOTT evaluiert, der schon seit zweieinhalbtausend Jahren läuft. In diesen zweieinhalbtausend Jahren hat sich, — gegen ARISTOTELES und die antike Philosophie —, die Erkenntnis durchgesetzt, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen''«</span> Raum-Zeit-Struktur unserer vergänglichen Welt ist. In meiner Darstellung des GÖDEL-Kalküls folge ich, <span style="color:#00B000">(im Unterschied zum Autographen GÖDELS, vom 10. Feb 1970)</span>, in der Axiom-Nummerierung, in der Syntax, und in der Beweis-Struktur, der Arbeit von André FUHRMANN ''':''' ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Existenz und Notwendigkeit. Kurt Gödels axiomatische Theologie‘</big></span>'' in ''<span style="font-family: Times;"><big>‚Logik in der Philosophie‘</big></span>'' Hg. SCHROEDER-HEISTER, SPOHN und OLSSON, 2005, Synchron, Heidelberg, Seite 349–374. <span style="color:#00B000">(Die tiefer gestellte Notation der spezifischen ,Eigenschaft‘ einer Eigenschaft ist meine Ergänzung zur formalen Syntax, z. B. ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, angeregt durch die indizierende Schreibweise GÖDELS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ,'''G''' Ess. '''x'''’ —</span>.)</span> Die Erkenntnisse zur Straffung und Präzisierung der GÖDEL-Syntax, <span style="color:#00B000">(besonders im Möglichkeitsbeweis)</span>, stammen aus der Arbeit von Günther J. WIRSCHING ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, im Web <ref>https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf</ref>. <span style="color:#00B000">(Auch der Hinweis auf AVICENNA kommt von WIRSCHING.)</span> Die Zitate von THOMAS von Aquin´s Stellungnahme zum Theorem ANSELMS, und von Georg Wilhelm Friedrich HEGEL zur Immanuel KANTS Ablehnung des Theorem ANSELMS, befinden sich in Franz SCHUPP, ,<span style="font-family: Times;"><big>''Geschichte der Philosophie im Überblick''</big></span>‘, Band 2 ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Christliche Antike, Mittelalter''</big></span>‘, Hamburg 2003, Seite 168 und Seite 170. Meines Erachtens ist der entscheidende Ansatzpunkt einer <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation das GÖDEL-Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. ‚Frei‘ nach KANT ‚formuliere‘ ich ‚kurz‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>. Hier die Positionen KANTS zum Thema ‚Existenz‘ und ‚Eigenschaften‘ ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''… unbeschadet der wirklichen Existenz äußerer Dinge'' <span style="color:#00B000">[ kann man ]</span> ''von einer Menge ihrer Prädikate'', <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ],</span> ''sagen'' … ''':''' ''sie gehöreten nicht zu diesen ‚Dingen an sich selbst‘, sondern nur zu ihren Erscheinungen, und hätten außer unserer Vorstellung'' <span style="color:#00B000">[ ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung ]</span> ''keine eigene Existenz, … weil ich finde, dass … '''alle Eigenschaften, die die Anschauung eines Körpers ausmachen''', bloß zu seiner Erscheinung gehören; denn die Existenz des Dinges, was erscheint, wird dadurch nicht … aufgehoben, sondern nur gezeigt, dass wir es'', <span style="color:#00B000">[ das Ding ]</span>, ''wie es ‚an sich selbst‘ sei'', <span style="color:#00B000">[ d.h. existiert ]</span>, ''durch Sinne gar nicht erkennen können''.<span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können</big></span>''‘, Seite 289; https://www.korpora.org/kant/aa04/289.html</ref> <span style="color:#00B000"><small>(Hervorhebung durch KANT.)</small> [ Seine Prädikate, d.h. Eigenschaften, jedoch können wir mit unseren Sinnen ,anschauen‘, aber nur in Kombination mit unserer Vorstellung ihrer, als ,wirklich‘ gedachten Erscheinung, vermittelt durch den sog. ,transzendentalen Schematismus‘ unserer Einbildungskraft ''':'''</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Eine verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">jedoch auch eines der ,dunkelsten‘ Kapitel in der K.d.r.V., bedingt durch KANTS Konzept von ,Wirklichkeit‘, bzw. ,Sein‘. ]</span> Mit anderen Worten, man kann die ‚Existenz‘, bzw. das ‚Sein‘ der Dinge, <span style="color:#00B000">(das ‚Ding an sich’ bei KANT)</span>, nicht unter dem Mikroskop finden. Die ‚Existenz‘ bzw. das ‚Sein‘ ist keine sinnlich registrierbare ‚Eigenschaft‘ z. B. des rekonstruierten ‚Stadt-Schlosses‘ in Berlin. <span style="color:#00B000">(‚Sein‘ ist kein reales ‚Prädikat‘.)</span> Dafür haben wir andere Fähigkeiten ''':''' Ich kann seine ‚Existenz‘ mit meinem Verstand einsehen, weil auch ich selbst ‚existiere‘. Seine ‚Ansicht‘, wie ‚gefällig‘ es ist, und auch weitere ‚Eigenschaften‘, die mir auffallen, kann ich mit einem Handy-Foto dokumentieren. Diese ‚Eigenschaften‘ sind nicht die Ursache, dass das ‚Berliner Schloss‘ existiert. Wohl aber die Rekonstruktion dieses Schlosses ist die ‚Ursache‘, dass es ,existiert‘, und jetzt so aussieht. Insofern ist ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘, sondern die ‚Existenz‘ des Dinges ist die Voraussetzung, der ‚Grund‘, dass ich die ‚Eigenschaften‘ des Dinges mit meinen Sinnen feststellen kann. In einer Auseinandersetzung mit CARTESIUS schreibt KANT, philosophisch ‚tiefgründig‘ und logisch ‚exakt‘, über dessen <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„Cogito, ergo sum“</big></span></span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>''Das ‚Ich denke‘ ist ein empirischer Satz, und hält den Satz ‚Ich existiere‘ in sich. Ich kann aber nicht sagen ''':''' ‚Alles, was denkt, existiert‘; denn da würde die Eigenschaft des Denkens'', <span style="color:#00B000">[ eine essentielle Eigenschaft ]</span>, ''alle Wesen, die sie besitzen, zu notwendigen'' <span style="color:#00B000">[ d.h. notwendig existierenden ]</span> ''Wesen machen''. <span style="color:#00B000">[ Was allein nur von GOTT ausgesagt werden kann; mit AVICENNA, als anerkannter ARISTOTELES-Kommentator ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist das einzige Sein, bei dem Essenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Wesenseigenschaften‘ ]</span> ''und Existenz'' <span style="color:#00B000">[ ‚Dasein‘ ]</span> ''nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich da ist''«, <span style="color:#00B000">— konform mit GÖDEL ''':'''</span> »''notwendige Existenz ist eine positive'' <span style="color:#00B000">[ essentielle ]</span> ''Eigenschaft''«</span> ].</span> ''Daher kann meine Existenz auch nicht aus dem Satz, ‚Ich denke‘, als'' <span style="color:#00B000">[ logisch ]</span> ''gefolgert angesehen werden, wie CARTESIUS dafür hielt (weil sonst der Obersatz : ‚Alles, was denkt, existiert‘, vorausgehen müsste), sondern ist mit ihm identisch.'' <span style="color:#00B000">[ Eine einfache Schlussfolgerung ''':''' meine ‚Existenz‘ ist auch nicht von meiner ‚Eigenschaft‘ Denken ‚verursacht‘. ,Existenz‘ ist nicht bloß ein ,Gedanke‘ in uns. ]</span><span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">(Aus der Anmerkung 41 zu den ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Paralogismen der reinen Vernunft</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 275,<ref>https://korpora.org/kant/aa03/275.html</ref> mit meinem Einschub des AVICENNA-Zitat aus Wikipedia.<ref>{{w|Avicenna#Metaphysik}}</ref>)</span> Mit anderen Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">„Die Eigenschaft, dass ich denken kann, ist nicht die Ursache meiner ‚Existenz‘“</span>, sondern, <span style="color:#FF6000">„Die Liebe meiner Eltern und ihre Entscheidung füreinander ist die Ursache meiner ‚Existenz‘. Daher ‚bin’ ich. Und weil ich ein Mensch ‚bin‘, kann ich denken.“</span> Auch mit diesen Anmerkungen ist leicht einsehbar, dass ‚Existenz‘ keine ‚Eigenschaft‘ ist — außer bei GOTT. In GOTT ist ‚Dasein‘ die ‚Wesenseigenschaft‘ GOTTES, d.h. ‚Dasein‘ und ‚Wesen‘ sind in GOTT untrennbar verbunden; sind <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ‚eins‘. Das ist die Einzigartigkeit im Wesen GOTTES, dass GOTT immer schon ‚da‘ ist. Die Frage nach dem ‚Wesen‘ GOTTES lautet ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span>/<span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Antwort, Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'' <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Weil GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, hat GOTT es nicht nötig, ‚bewiesen‘ zu werden. <span style="color:#00B000">(In der Mathematik ist ein ‚Satz‘ erst dann ‚wahr‘ und ‚existent‘, wenn er bewiesen ist. Bei GOTT ist es jedoch nicht so ''':''' GOTTES ‚Existenz‘ ist nicht erst dann ‚wahr‘, wenn seine ‚Existenz‘ von uns ‚bewiesen‘ ist. Sein ‚Dasein‘ ist jedem unserer ‚Beweisversuche‘ immer schon voraus. Der Zugang zu GOTT ist nicht der ,Beweis‘, sondern der ,Glaube‘. Wer an GOTT glauben ,will‘, dem antwortet GOTT. Wer nicht an GOTT glauben ,will‘, dessen Entscheidung respektiert GOTT, und drängt sich nicht auf. Die Glaubens-Entscheidung hat jedoch für jeden Menschen eine existenzielle Konsequenz ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt'', <span style="color:#00B000">[ und diese Entscheidung auch im Augenblick der ,Wahrheit‘, im Tod, in der sog. ,Endentscheidung‘, nicht widerruft ]</span>, ''wird verurteilt werden''«,</span> <small>({{Bibel | Markus Evangelium |16|16|EU}})</small>. Das Urteil lautet ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''zweiter Tod ''':''' der Feuersee''«</span>, <small>({{Bibel | Offenbarung |20|14f|EU}})</small>, ohne Berufungsmöglichkeit. <span style="color:#CC66FF">»''Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird''«.</span> <small>({{Bibel | Hebräer Brief|11|6|EU}})</small>)</span> Das GÖDEL-Axiom-5 ist m.E. der entscheidende Ansatzpunkt einer stimmigen <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation der GÖDEL-Axiomatik. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Das Kalkül ist kein Existenz-Beweis für GOTT</span></div>=== Die allgemeine <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des GÖDEL-Formalismus, d.h. seine ‚Schlusskraft‘, ist von kompetenten Leuten<ref>„GÖDELS Argumentationskette ist nachweisbar korrekt – so viel hat der Computer nach Ansicht der Wissenschaftler Christoph BENZMÜLLER und Bruno WOLTZENLOGEL-PALEO nun gezeigt;“ vgl. https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html</ref> schon festgestellt worden, <span style="color:#00B000">(im Anhang ‚nachrechenbar‘ mit den Regeln und Gesetzen einer modalen Prädikatenlogik 2. Stufe)</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist jedoch kein ‚moderner‘<span style="color:#FF6000">„Existenz-Beweis“</span> für GOTT, wofür es gehalten oder meistens bezweifelt wird, sondern setzt <span style="color:#00B000">(theoretisch methodisch)</span> den <span style="color:#FF6000">„Glauben an die Existenz GOTTES“</span> schon voraus, ohne ihn zu hinterfragen. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> bzw. die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> GOTTES wird mit der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, bzw. mit dem Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, im Kalkül ‚definitorisch‘ bzw. ‚axiomatisch‘ als Kalkül-,Annahme‘ eingeführt, unter der Voraussetzung, dass die ‚Eigenschaft‘ <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span><span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> und das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, ontologisch ‚identisch‘, genauer ''':''' <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> sind, was GÖDEL im Axiom-5 definitiv für sein System vorschreibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft''«</span>. Das <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ist faktisch äquivalent zur <span style="color:#FF6000">„notwendigen Existenz als GOTT“</span>; und <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> ist die <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft in GOTT“</span>. Beides ist nach Axiom-5 ‚identisch‘, d.h. dem ‚Sein nach‘ dasselbe, und daher konvertierbar. Beide, <span style="color:#00B000">(sowohl die Essenz, als auch die Existenz GOTTES)</span>, werden daher auch mit demselben Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> im Kalkül dargestellt. Der traditionelle, christliche ,GOTT-Glaube‘ wird zugleich mit diesem Term <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ := </span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“ <span style="color:#00B000">|</span> „göttlich“</span>, im 2. und 3. Beweisgang für das Theorem ANSELMS, jeweils als ,methodologische‘ Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> regulär <span style="color:#00B000">( ├ )</span> und explizit eingeführt ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> ''der Christen''«</span>. Das ist die ,modal‘-frei gewählte, <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Kalkül-,Annahme‘, <span style="color:#00B000">(als ,Argument-Einführung‘ := <span style="color:#4C58FF">‚'''AE:'''‘</span> )</span>, und wird dann mit Definition-1 näher ,bestimmt‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000"> »''Das'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''steht genau dann für ‚GOTT‘'' <span style="color:#00B000">|</span> ''‚göttlich‘'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''wenn'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''alle positiven Eigenschaften, bzw. Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ''hat''«</span>, entsprechend dem ‚Quelltext‘ bei LEIBNIZ. <span style="color:#00B000">(Das ,postulierte‘ Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, wird standardmäßig gelesen als <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit ist eine positive Eigenschaft''«</span>, hat aber auch die alternative Leseart ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt d.h. vollkommen''«</span>, was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> auch richtig ist; mit <span style="color:#4C58FF">‚'''P'''‘ </span> := <span style="color:#FF6000">„Perfektion“/„Vollkommenheit“</span> ist dann die Summe aller <span style="color:#FF6000">„positiven Eigenschaften“</span>.)</span> Mit Axiom-3, — in dieser <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Leseart —, ist der ‚Wenn-Satz‘ in Definition-1 ‚aufgelöst‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT hat alle positiven Eigenschaften, weil er ‚perfekt‘ ist''«</span>. In Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, wird die ,für uns‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —, </span> durch die ,aus sich‘ <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> instanziierten <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als zu den Transzendentalia gehörig)</span>, bestimmt. Das GÖDEL-Kalkül setzt sowohl in Definition-3 als auch im Axiom-5 das Theorem des ARISTOTELES von der ontologischen ‚Identität‘, d.i. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span>, <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> im prinzipiell <span style="color:#FF6000">„unbewegten Erstbewegenden“</span> voraus. Ohne diese Annahme bzw. ohne Axiom-5, würde das GÖDEL-Kalkül nicht ‚funktionieren‘. Das GÖDEL-Theorem-2.1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>, kann unter dieser Voraussetzung dann, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> richtig und eindeutig, so gelesen werden ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als Individuum steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span>, das Wesen, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub> —</span> <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span>, GOTTES <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>”</span><ref>vgl. z.B. THOMAS von Aquin ''':''' ,''<span style="font-family: Times;"><big>De Ente et Essentia</big></span>''’, Kapitel 5 ''':''' „Deus, cuius essentia est ipsummet suum esse“ ''':''' „GOTT, dessen Wesen sein eigenes Sein ist“.</ref>, statt der <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> unrichtigen Lesearten in der Wikipedia ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Göttlich ist eine essentielle Eigenschaft jedes göttlichen Wesens''«</span><ref>{{w|Gottesbeweis#Kurt_Gödel|Gottesbeweis 2.1.2, Theorem 2}}; Version vom 10.09.2025</ref>, oder bei Christoph BENZMÜLLER et alia, im sog. ,Theorembeweiser‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Gottähnlich zu sein ist eine Essenz von jeder gottähnlichen Entität''«</span><ref>[https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/index.html ‚Gödels „Gottesbeweis“ bestätigt’, Theorem 2]</ref>, mit der suggestiven Annahme, es gäbe mehrere ,gottähnliche Entitäten‘, was der monotheïstischen, abendländischen Tradition, bzw. dem <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Theorem von der ,Unvergleichlichkeit‘ und ,Einzigartigkeit‘ GOTTES widerspricht, das im GÖDEL-Kalkül mit Korollar-3 bestätigt wird. <span style="color:#00B000">(Die Interpretation <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym zum <span style="color:#FF6000">„Dasein <span style="color:#00B000">(Existenz)</span> GOTTES“</span>, und äquivalent zur ‚positiven Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span>, alias <span style="color:#FF6000">„göttlich zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT zu sein“</span> = <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span>; und mit dem GÖDEL-Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ :=</span> <span style="color:#FF6000">„das Wesen <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> GOTTES“</span>.)</span> <div class="center"><span style="color:#FF6000"><span style="color:#4C58FF">‚'''G'''‘ :=</span> „Göttlichkeit“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „GOTT“ <span style="color:#4C58FF">↔</span> „Dasein GOTTES“</span> </div> Die Rechtfertigung für diese <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Dreifach-Äquivalenz für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, im GÖDEL-Kalkül, gibt Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die positive <u>Eigenschaft</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ''Göttlichkeit'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''äquivalent zu GOTT als Individuum-Name'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''ist auch äquivalent zum Dasein GOTTES'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ''gleichbedeutend mit notwendiger <u>Existenz</u>'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>'', dem <u>Sein</u> GOTTES für uns''«</span>. Hier hat GÖDEL explizit <span style="color:#FF6000">„Eigenschaft“</span> mit <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> gleichgesetzt; <span style="color:#00B000">(was jedoch nach KANT für alles, was in unserer Welt ‚existiert‘, bzw. für alles, was zur <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der Welt''«</span> gehört, wie GÖDEL selbst sagt, in jedem Fall ‚unstatthaft‘ ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„Existenz ist keine Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Sein ist kein reales Prädikat“</span>)</span>. Jedoch wegen dieser ‚Gleichsetzung‘, die einzig und allein, der aristotelischen Tradition entsprechend, singulär nur in GOTT ‚statthaft‘ ist, kann jetzt die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#00B000">(Essenz)</span> <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> <span style="color:#00B000">(ontologisch korrekt)</span> gelesen werden als <span style="color:#FF6000">„das, was GOTT zu dem macht, ‚was‘ GOTT an sich selbst ist“</span>, nämlich zu seinem <span style="color:#FF6000">„GOTT-Sein“</span> <span style="color:#00B000">(Existenz)</span>, zu seinem <span style="color:#FF6000">„Dasein als GOTT“</span>; zur Tatsache, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT GOTT ist“</span>, d.h. dass <span style="color:#FF6000">„GOTT als GOTT ‚da‘ ist“</span>. Das ist, <span style="color:#00B000">(und da folgt ARISTOTELES seinem Lehrer PLATO)</span>, nach traditioneller Auslegung, die übliche Funktion des ‚Wesens‘<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span> | ‚usía‘ |</span> eines Seienden ''':''' es ‚macht‘ das Seiende zu dem, ‚was‘ es ist; es ist die ‚Ursache‘ dafür, dass das Seiende, das ‚ist‘, ‚was‘ es ist | ‚Was-Sein‘ — ‚Wesen‘. <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES lokalisiert jedoch das ,Wesen‘ im Seienden, im Gegensatz zu PLATO, der das ,Wesen‘, — ,getrennt‘ vom Seienden —, in den allgemeinen ,Ideen‘ lokalisiert.)</span> Da aber in ‚Gott‘, <span style="color:#00B000">(dem <span style="color:#FF6000">„unbewegten, ‚unverursachten‘ Erstbeweger“</span>)</span>, Prozesshaftes, ‚Ursächliches‘ auszuschließen ist, ist die übliche prozesshafte, ‚ursächliche‘ Funktion von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὐσία</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚usía‘ |</span> ,Wesen‘ im <span style="color:#FF6000">„Erstbewegenden“</span> nach ARISTOTELES, sozusagen, schon ‚zum Abschluss‘ gekommen, schon ‚verwirklicht‘, — <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐν-έργεια οὖσα</big></span>“</span><span style="color:#00B000"> | ‚en-érgeia úsa‘</span> —, schon ‚ins-Werk‘ gesetzt; <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>τὸ ἔργον</big></span>“</span> | ‚to érgon‘ | ‚das Werk‘; <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ἐνέργεια</big></span>“</span> | ‚enérgeia‘ | ,Wirksamkeit‘, ,Wirklichkeit‘, ,Aktualität‘, ,Energie‘; und <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>οὖσα</big></span>“</span> | ,úsa‘ | feminin Nominativ Singular von <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὤν</big></span>“</span> | ‚ón‘ | ‚seiend‘)</span>. Sein ,Wesen‘ ist im ,Dasein‘ vollendet, ist ,wirkliches, verwirklichendes Sein‘, ‚seiende Aktualität‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“</span> ''':''' sein Wesen ist ‚reine Tätigkeit‘, ,reine verwirklichende Gegenwärtigkeit‘, d.h. ,existent‘, ohne jede prozesshafte ‚Potenzialität‘. Aus der wichtigen und richtigen Erkenntnis, dass GOTT <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur unserer Welt''«</span> ist, folgt mit der ontologischen Identität von ,Dasein‘ und ,Wesen‘ in GOTT ''':''' Der zeitlos ewige GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''immer schon da''«</span>, m.a.W. ist <span style="color:#FF6000">„zeitlos-ursprungslos“</span>. Insofern ist <span style="color:#FF6000">„Göttlichkeit“</span> die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, die im <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> d.h. in <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, schon ihr ‚Ziel‘, ihre Vollendung, — <span style="color:#FF6000">„Perfektion“</span>, Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, erreicht hat. GOTT ist <span style="color:#FF6000">»''vollkommen''«</span> und darum auch <span style="color:#FF6000">»''notwendig für uns immer schon ‚da‘''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ — </span>. GOTT ist in seinem ‚zeitlosen Wesen‘ <span style="color:#FF6000">„unverursacht“</span>, da er <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich'' <span style="color:#00B000">(von Natur aus)</span> ''vollkommen''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(eine Instanz von Axiom-4)</span>. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ist die <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span>, bzw. das <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>. <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ,der‘ Vollkommenste''«</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Und zur absoluten <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“</span> gehört <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> auch das <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>. <span style="color:#FF6000">„Notwendige Existenz“</span> gehört zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT, was GÖDEL mit Definition-3 syntaktisch formalisiert hat. Entscheidend für diese Interpretation des GÖDEL-Systems ist ''':''' nur unter der ,modal‘ notwendigen Voraussetzung der ontologischen ‚Identität‘ von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — '''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, bzw. der ‚Gleichsetzung‘, <span style="color:#00B000">(Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„notwendiger Existenz“</span> mit den ‚positiven‘ Wesenseigenschaften, der <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> in GOTT, Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ — </span>, ‚funktioniert‘ die GÖDEL-Axiomatik '''!''' Diese ‚Identität‘, bzw. ,Koinzidenz‘ wird in ARISTOTELES, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Metaphysik</big></span>''‘, Buch XII 7, in einem Indizienbeweis erbracht, der mit der Methode der philosophischen Induktion zum Ergebnis kommt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» … ''es muss'' <span style="color:#00B000">[ notwendig ]</span> ''etwas geben, das, ohne selbst ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ </span>''worden''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''zu sein'', <span style="color:#00B000">[ ‚unentstanden‘ ]</span>, ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'' <span style="color:#00B000">[ ‚entstehen lässt‘ ]</span>«</span>, das darum ‚zugleich‘ <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>αἴδιον καί οὐσία καί ἐνέργεια οὖσα</big></span>“ <span style="color:#00B000">|</span> »<span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewig, sowohl <u>Wesen</u>'', <span style="color:#00B000">[ etwas Konkretes, Essentielles ]</span>, ''als auch seiende Wirksamkeit — '' <span style="color:#00B000">[ </span>„<span style="font-family: Times;"><big>actus purus</big></span>“, „reine Tätigkeit“<span style="color:#00B000"> ]</span> ''— verwirklichendes, wirkliches <u>Sein</u> ist'', <span style="color:#00B000">[ etwas Existierendes, das etwas Anderes ,zur Existenz‘ bringen kann ]</span> «</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὀρεκτόν καί νοητόν</big></span>“ <span style="color:#00B000"> | ,orektón kai noêtón‘ | </span> »''ersehnt und erkennbar ist''.«</span> <span style="color:#00B000">(''<span style="font-family: Times;"><big>vgl. ,Metaphysik</big></span>''‘ XII 7, 1072a,23 – 1072b,4)</span> Was <span style="color:#FF6000">»''alles Übrige''«</span> ,zur Existenz‘ bringen kann, bzw. ,verwirklichen‘ kann, muß auch selbst, als etwas Konkretes, Essentielles, ,existieren‘, bzw. ,wirklich sein‘. Die, daraus abgeleitete, ontologische ‚Identität‘, — ,Koinzidenz‘ —, von ‚Wesen‘ und ‚Sein‘, <span style="color:#00B000">(Ziel aller Sehnsucht und jedes Erkenntnisstrebens)</span>, <span style="color:#FF6000">»''ist das Privilegium der Gottheit allein''«</span> ''':''' mit Gottfried Wilhelm LEIBNIZ interpretiert, entsprechend einer adäquaten, aristotelischen Tradition. Dieses induktive, ‚ontologisch‘ a-posteriori Ergebnis aus der ‚Prinzipienforschung‘ des ARISTOTELES ist die metaphysische und logische Voraussetzung, dass GÖDEL seine Axiomatik im Kalkül des sog. ‚ontologischen Gottesbeweises‘ a-priori des ANSELM von Canterbury, und nach LEIBNIZ, deduktiv korrekt formulieren konnte; <span style="color:#00B000">(vgl. 3. Beweisgang)</span>. Angenommen, die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, der Christen, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, Term :01: im 2. Beweisgang)</span>, dann ist, — auf Grund von diesem Beweisgang —, in unserer Welt ,wahr‘ und evident ''':''' die ‚positive Eigenschaft‘ <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, und das faktische <span style="color:#FF6000">»''‚Da‘-Sein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, ‚benennen‘, ontologisch ident, denselben Sachverhalt ''':''' nämlich das, was wir das <span style="color:#FF6000">»''Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''GOTTES''«</span>, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, nennen. <span style="color:#FF6000">»''Göttlichkeit'', bzw. ''GOTT-‚Sein‘ ist das Wesen GOTTES''«</span>, und dann umgedreht und äquivalent ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Wesen GOTTES ist sein ‚Da‘-Sein als GOTT'', bzw. ''seine Göttlichkeit''«</span>, m.a.W. ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist wesentlich ‚grundlos‘'' <span style="color:#00B000">[ d.h. </span> ''notwendig aus sich''<span style="color:#00B000"> ]</span> ''‚da‘''«</span>. Das ist das Einzigartige im <span style="color:#FF6000">»''Wesen GOTTES''«</span> ''':''' GOTT ist, zeitlos-ewig, für uns immer schon ‚da‘, und das ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">»''Wesen''«</span>; vorausgesetzt, ,angenommen‘, man glaubt an GOTT ''':''' Term :01:. <span style="color:#00B000">(Der schon von GÖDEL indizierte Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''<sub>ess</sub>‘ — </span> ,expliziert‘ nur eine der drei Lesearten, die der Term <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''G'''‘ — „theologisch“</span> ,impliziert‘.)</span> Theorem-2 hat somit die syntaktische Form einer Definition ''':''' <div class="center"><span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span></div> Somit kann GOTT ‚explizit‘ <span style="color:#00B000">(aus einer bewiesenen Kalkül-Definition)</span> <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> genauer ‚bestimmt‘ werden ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist gerade deswegen GOTT, weil sein überzeitlich-ewiges und an sich ‚grundloses‘'' <span style="color:#00B000">[ aber für uns notwendiges ]</span> ''Dasein'' <span style="color:#00B000">[ Existenz ]</span> ''als GOTT, ontologisch, — dem Sein nach —, identisch ist mit seinem persönlichen und für uns liebevollen Wesen'' <span style="color:#00B000">[ Essenz ]</span> ''als GOTT; diese Identität von Dasein und Wesen gilt einzig und allein nur bei GOTT.''«</span> Die philosophische Frage nach dem <span style="color:#FF6000">„Wesen GOTTES“</span> lautet, <span style="color:#00B000">(auf die Person bezogen)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„Was bist du ? “</span> Sie ist äquivalent zur <span style="color:#4C58FF">,theologisch’</span>-biblischen Frage MOSES ''':''' <span style="color:#CC66FF">„Wer bist Du ? “</span> Die bekannte Antwort des GOTTES-JHWH aus ‚Exodus 3,14‘ thematisiert das persönliche, für uns liebevolle und für immer notwendige <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin-Da‘'', <span style="color:#00B000">[ für euch und für immer ]</span>«.</span> Mit diesem Zitat aus der Bibel ist die GÖDEL-Axiomatik, sozusagen, <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> ‚verifiziert‘. Sie hat einerseits im Theorem-2 ihren philosophischen ‚Abschluss’ erreicht, und andererseits damit formal-syntaktisch den ‚Anschluss‘ an eine allgemeine Basis-Glaubensaussage gefunden, die ‚an sich‘ für jeden CHRIST-gläubigen Menschen ‚selbstverständlich‘ ist. Was in der Metaphysik des ARISTOTELES das Ergebnis einer philosophischen ,Induktion‘ a-posteriori ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„,Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES“</span>, — <span style="color:#00B000">(das mit Theorem-2, auch ein Ergebnis der deduktiven GÖDEL-Axiomatik a-priori ist ''':''' die Beweisgrundlage für den Konsequenz-Teil im Theorem AMSELMS)</span>, — das ist in der Bibel die Grundüberzeugung jedes Menschen, der an GOTT glaubt ''':''' GOTT ist für uns immer schon <span style="color:#FF6000">„da“</span>, weil er uns liebt. Das ist das, <span style="color:#FF6000">„was“</span> GOTT für uns als GOTT ausmacht, — sein Wesen ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Wir haben die Liebe, die GOTT zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. GOTT ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in GOTT und GOTT bleibt in ihm.''«</span>, <small>({{Bibel | 1. Johannesbrief |4|16|EU}})</small> Das eigentliche Ergebnis der GÖDEL-Axiomatik ist somit die ‚triviale‘ Erkenntnis, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, — <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span> —, vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(‚angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT. <span style="color:#00B000">(Der Glaube an die Zeitlosigkeit GOTTES ist mit der ‚Annahme‘ von Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist perfekt''«</span>, und der ‚Annahme‘ der Definition-1 für <span style="color:#4C58FF"> ‚'''Gx'''‘ := </span> den <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, im Kalkül ‚implizit‘ schon eingeführt, da die Axiome und Definitionen, — nach GÖDEL —, nur dann <span style="color:#FF6000">»''wahr''«</span> sind, wenn sie <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''</span> [ Raum-Zeit-]<span style="color:#FF6000">''Struktur''«</span> unserer Welt sind. Das ,impliziert‘ auch, dass der GOTT von Axiom-3 und Definition-1 ebenfalls <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von Raum und Zeit, d.h. zeitlos-ewig ist '''!''' )</span> Wer an den GOTT der Bibel glaubt, kann sich von der ‚Vernünftigkeit‘ seines Glaubens mit Hilfe des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises nach ANSELM von Canterbury, mit Kurt GÖDEL <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, überzeugen. <span style="color:#00B000">(Das war auch die Absicht ANSEMS '''!''' )</span> Die Annahme, es sei ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(dezidierter Atheismus)</span>, führt im GÖDEL-Kalkül formal zu einem logischen Widerspruch; vgl. z. B. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Gödels Möglichkeitsbeweis</big></span>''‘, in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Der Gödelsche Gottesbeweis</big></span>''‘, Seite 17, von Günther J. WIRSCHING; (https://edoc.ku.de/id/eprint/10243/1/OntBw.pdf), d.h. es ist also nicht ‚unmöglich‘, dass es GOTT gibt. Der GOTT-Glaube ist mit den Maßstäben einer modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span> und darum ,vernünftig‘. Damit steht fest ''':''' das GÖDEL-Kalkül ist kein moderner ‚Existenz-Beweis‘ für den GOTT der Bibel, sondern es setzt, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig''«</span>, ,methodologisch‘, den Glauben an die Existenz eines ewigen GOTTES voraus, der, — <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen Struktur unserer '' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> —, für uns immer schon ‚da‘ ist. Wenn aber einmal als fix ‚angenommen‘ worden ist, <span style="color:#00B000">(als Prämisse)</span>, dass es wahr ist, dass GOTT ‚existiert‘, dann ist natürlich die ‚Annahme‘, dass GOTT ‚nicht existiert‘, falsch. Aber sie ist auch ,unvernünftig‘, weil die Annahme ''':''' ,''Es ist unmöglich, dass es einen GOTT gibt''‘, offensichtlich und eindeutig zu einem Widerspruch führt; was z. B. Günther J. WIRSCHING mit seiner Version des <span style="color:#00B000">(nicht umkehrbaren)</span> ‚Möglichkeitsbeweises‘ für ,GOTT‘, explizit vorexerziert hat. <span style="color:#00B000">(Siehe Anhang ''':''' GÖDELS ‚Möglichkeitsbeweis‘ als ,Widerlegung‘ eines Nicht-GOTT-Glaubens; in Entsprechung zu Psalm 14,1 und Psalm 53,2 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ ,unvernünftige‘ ]</span> ''Tor sagt in seinem Herzen ''':''' Es gibt keinen Gott''«</span>.)</span> Der Logiker GÖDEL hat in seinem System zum ,ontologischen Beweis‘ keine ‚formale Unentscheidbarkeit‘ <span style="color:#00B000">(Agnostizismus)</span> feststellen können, wie auf einem anderen Feld seiner Forschungsarbeiten. Das GÖDEL-Konsequenz-Teil von der ‚Notwendigkeit‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(die ‚Konsequenz’ aus dem ‚widerspruchsfreien‘ Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —,</span>)</span> im ‚Theorem ANSELMS‘, ist <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang, Term :10:)</span> dann auch eine weitere Explikation des Basis-Theorems-2 des Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span>, über die ‚ontologische Identität‘ vom <span style="color:#FF6000">„Dasein GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, mit seinem <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> —</span>. <span style="color:#00B000">(Das ist die für uns <span style="color:#FF6000">„notwendige Präsenz <span style="color:#00B000">[ das Sein ]</span> GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, die äquivalent, bzw. koinzident ist zur <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit <span style="color:#00B000">[ das Wesen ]</span> GOTTES “</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>. Diese Identität von Sein und Wesen in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub> —</span>, bedeutet <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> auch ''':''' die, für uns, notwendige Gegenwärtigkeit GOTTES, [ sein Dasein ], ist konkretisiert in der liebevollen [ Wesens-]Zuwendung GOTTES zu uns Menschen in seiner Kindwerdung in Bethlehem durch die Jungfrau MARIA ''':''' GOTTES Wesen ist ,Sein-mit-uns‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''sein Name ist IMMANUEL, das heiß übersetzt ''':''' GOTT-mit-uns''«, <small>({{Bibel | Matthäus Evangelium |1|23|EU}})</small></span>, der unsere Not-,wenden‘-wird, d.h. der uns und die Welt von der Korruption der Sünde und des Todes <span style="color:#4C58FF">,erlösen‘</span> will und wird.)</span> Die, von GÖDEL im 1. Beweisgang, als Prämissen schon vorausgesetzten und ,angenommenen‘ Perfektionen, bzw. Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(das sind die allgemeinen ,Transzendentalia‘ für alles Nicht-Göttliche in der Welt)</span>, werden im ersten Teil des 2. Beweisganges, mit Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dann auch als <span style="color:#FF6000">„positive Wesenseigenschaften“</span>, <span style="color:#00B000">(als die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, in GOTT ‚definitiv‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> bestätigt; <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang, Anmerkung-2)</span>. Im 3. Beweisgang ist das Basis-Theorem-2 die ,modal‘ notwendige, bzw. transzendentale, Voraussetzung, sowohl für das <span style="color:#FF6000">„an sich notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, im Term :10:, als auch für die <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in der Definition-3 und im Axiom-5; <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span> wird nur GOTT zugeordnet; vgl. auch Anhang, 3. Beweisgang, Anmerkung-4)</span>. Dieses Basis-Theorem-2 ist auch zugleich die Antwort auf die Frage nach dem ‚Ursprung‘ GOTTES ''':''' GOTT ist <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> ‚da‘, von <span style="color:#CC66FF">„Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>, denn es ‚ist‘ sein <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#00B000">(überzeitlich-ewig)</span> für uns immer schon ‚da‘ zu sein. Weitere ‚Einzelheiten‘ über Wesen und Eigenschaften GOTTES gehören in die Mystik, bzw. in die <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span>. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Die Bedeutung des Kalküls</span></div>=== <div class="center">Immanuel KANT und Kurt GÖDEL im ‚Dialog‘</div> KANT sagt ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>'''''Sein''' ist offenbar kein reales Prädikat''. ... ''Es ist bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position'' <span style="color:#00B000">[ latinisiert, deutsch für ''':''' ,Setzung‘ ]</span> ''eines Dinges ... Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten'' <span style="color:#00B000">[ d.h. Eigenschaften ]</span> ''(worunter auch die Allmacht gehört) zusammen, und sage ''':''' ‚'''Gott ist'''‘'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT existiert wirklich‘ ]</span>, ''oder ‚es ist ein Gott‘, so <u>setze</u> ich kein neues Prädikat'' <span style="color:#00B000">[ keine neue Eigenschaft ]</span> ''zum ‚Begriffe‘ von Gott ''':''''' <span style="color:#00B000">[ <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein’ ist kein ‚reales Prädikat’ in GOTT</span>; ‚Existenz‘ ist in GOTT keine ‚Eigenschaft‘ ],</span> ... ''es kann daher zu dem Begriffe'', <span style="color:#00B000">[ ,GOTT‘ ]</span>, ''der bloß die'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Möglichkeit ausdrückt, darum, dass ich dessen Gegenstand'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ]</span>, ''als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck ''':''' er ist'', <span style="color:#00B000">[ GOTT ist wirklich ]</span>'' ) <u>denke</u>, nichts weiter hinzukommen.'' <span style="color:#00B000">[ Beides ist ,bloß gedacht‘ '''!''' ]</span> ''Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert ‚wirkliche‘ Taler enthalten nicht das mindeste <u>mehr</u>, als hundert ‚mögliche‘. Denn, da diese den'' <span style="color:#00B000">[ gedachten ]</span>'' ‚Begriff‘, jene aber den Gegenstand und dessen'' <span style="color:#00B000">[ gedachte ]</span>'' Position an sich selbst bedeuten, so würde, im Fall dieser'', <span style="color:#00B000">[ die 100, als wirklich bloß ,gedachten‘ Taler ]</span>, ''<u>mehr</u> enthielte als jener,'' <span style="color:#00B000">[ als ihr ‚gedachter‘ Begriff im Verstand, wie ΑNSELM von Canterbury für GOTT, als ‚wirklich‘ Existierenden, argumentierte, …''so würde'' ]</span> ''mein ‚Begriff‘'' <span style="color:#00B000">[ die 100 im Verstand ‚gedachten‘ Taler ]</span> ''nicht den ganzen Gegenstand ausdrücken, und also auch <u>nicht der angemessene Begriff</u> von ihm sein. Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben'', <span style="color:#00B000">[ als bei 100 bloß ‚gedachten‘ Talern ]</span> ... <span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000"><ref>‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 401; https://www.korpora.org/kant/aa03/401.html</ref></span>. GÖDEL würde darauf <span style="color:#00B000">(korrespondierend zur aristotelisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition von der Identität von Sein und Wesen in GOTT)</span> antworten ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span>Die <span style="color:#FF6000">„100 Taler“</span> sind der <span style="color:#FF6000">»''zufälligen Struktur der'' <span style="color:#00B000">[ vergänglichen ]</span> ''Welt''«</span> entnommen, und sind daher nicht mit GOTT vergleichbar, der, <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer Welt, <span style="color:#FF6000">„über“</span> dieser Welt steht. Einzig und allein nur von GOTT gilt ''':''' Der mit Dingen aus unserer Welt ,nicht vergleichbare‘ GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#FF6000">„existiert notwendig für uns“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, und <span style="color:#FF6000">„notwendiges Existieren, <u>Sein</u>“</span> ,ist‘ eine <span style="color:#FF6000">„positive <u>Wesen</u>seigenschaft“</span> in GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, weil GOTT aus sich <span style="color:#FF6000">„vollkommen“ <span style="color:#00B000">|</span> „perfekt“</span> ist, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#0000FF; background-color:#FFFF00">‚Sein‘ ist in GOTT ein ‚reales Prädikat‘</span>; <span style="color:#00B000">(notwendige ‚Existenz’ ist eine positive ‚Wesenseigenschaft’ in GOTT)</span>, und nur bei GOTT '''!''' Zum zeitlos-ewigen GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(als methodologische Prämisse)</span>, kann man sagen ''':''' Weil es, wegen Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#FF6000">„widerspruchsfrei möglich"</span> ist, dass es ihn gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, darum ist dieser GOTT auch das ‚einzige‘ <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, das <span style="color:#FF6000">„notwendig aus sich“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„grundlos“ <span style="color:#00B000">|</span> „unverursacht“</span> für uns immer schon ‚da’ ist und immer ,da’ sein wird; und zusätzlich gilt ''':''' Es gibt für jede mögliche Welt ‚nur‘ diesen einen GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx ∧ □∀y(Gy→x=y)'''‘ — </span><span style="color:#00B000">(Monotheïsmus)</span>; vorausgesetzt, man geht von der ,Existenz’ dieses GOTTES aus, wobei diese Annahme <span style="color:#FF6000">»''mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar''«</span> ist.<span style="color:#FF6000">«</span> Eine Beobachtung ''':''' KANT sagt, gleichsam als ,krönender‘ Abschluss seiner Widerlegung des, — von ihm so genannten —, ,ontologischen Gottesbeweises‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Aber in meinem Vermögenszustande ist <u>mehr</u> bei hundert ‚wirklichen‘ Talern, als bei dem bloßen Begriffe derselben, (d.i. ihrer Möglichkeit).''<span style="color:#FF6000">«</span> Diese Feststellung KANTS entspricht jedoch genau der Argumentation ANSELMS ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span>, d.h. GOTT ,existiert auch in Wirklichkeit‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was <u>mehr</u> ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ein bloßer Begriff ,im Verstand zu sein‘. Der ,Mehr-Wert‘ ergibt sich in beiden Fällen, sowohl bei den Talern als auch bei GOTT, aus der ,Wirklichkeit‘ ihrer Existenz, im Gegensatz zur bloßen, <span style="color:#00B000">(im Begriff gedachten)</span>, ,Möglichkeit‘ ihrer Existenz, so dass, in jedem Fall, der ,Begriff‘ im Verstand ohne Abstriche <span style="color:#FF6000">»</span>''den ganzen Gegenstand ausdrückt''<span style="color:#FF6000">«</span>, und von diesem auch <span style="color:#FF6000">»</span>''der angemessene Begriff''<span style="color:#FF6000">«</span> ist. Alles andere wäre eine ,Lüge‘. Mit dieser ,Beobachtung‘ ist das implizit ,Widersprüchliche‘ in KANTS Argumentation aufgedeckt ''':''' Das Wirkliche in KANTS Vermögenszustande enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, konträr zu seiner vorigen Behauptung ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#FF6000">«</span> enthalte <span style="color:#FF6000">»'',nichts mehr‘</span> als das bloß Mögliche''<span style="color:#FF6000">«</span>. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch. Das ist somit ein indirekter Beweis und damit eine Bestätigung für die analoge Argumentation ANSELMS aus dem Wiederspruch des Gegenteils, am Beispiel KANTS <span style="color:#FF6000">»</span>''Vermögenzustandes bei hundert wirklichen Talern''<span style="color:#FF6000">«</span>, in dem in Wirklichkeit <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> ist, <span style="color:#FF6000">»</span>''als bei dem bloßen Begriffe derselben''<span style="color:#FF6000">«</span>. <span style="color:#00B000">(Diese ,Beobachtung‘ ist zugleich auch das entscheidende Indiz dafür, dass das systembedingte Konzept KANTS von der ,Existenz‘, bzw. vom ,Sein‘ eines jeden Gegenstandes, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,Setzung‘ bloß im- und durch den Verstand ,falsch‘ ist, — d.h. im Klartext ''':''' für KANT ist das ,Sein‘ eines Gegenstandes bloß ein ,Gedanke‘ in uns, denn er meint, dass uns ein Gegenstand erst dann wirklich ,gegeben‘ sei, wenn wir uns den</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Gegenstand als schlechthin gegeben (durch den Ausdruck : <u>er ist</u>) <u>denken</u>''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">was nur seiner System-Konzeption geschuldet sein kann. Auf Grund dieser Konzeption ist das</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''Ding, wie es an sich selbst ist''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">für KANT systembedingt weder ,anschaubar‘, noch ,erkennbar‘. Diese falsche Konzeption über die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines Dinges, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen bloße Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">ist für KANT letztendlich auch die Beweisgrundlage und Voraussetzung für seine Ablehnung des ontologischen Argumentes für GOTT. Wenn das ,wirkliche‘ Sein eines Dinges nichts anderes ist, als</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''dessen'' <span style="color:#00B000">[ bloß gedachte ]</span> ''Position''<span style="color:#FF6000">«</span>, <span style="color:#00B000">d.h. als seine ,mögliche‘ Setzung bloß im- und durch den Verstand, d.h. als sein, als ,wirklich‘ bloß nur gedachtes Ding, dann</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''enthält''<span style="color:#FF6000">«</span> <span style="color:#00B000">natürlich</span> <span style="color:#FF6000">»</span>''das Wirkliche''<span style="color:#00B000">, [ als die bloß gedachte Existenz ],</span> ''nichts mehr als das bloß Mögliche''<span style="color:#00B000">, [ als der gedachte Begriff ]<span style="color:#FF6000">«</span>, was offensichtlich unhaltbar ist. <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] </span> ''':''' Wenn die Konsequenz einer Wenn-Dann-Folgerung ,falsch‘ ist, dann ist auch ihre Voraussetzung, das System-Konzept KANTS, ,falsch‘ ''':''' d.i. seine ,Kopernikanische Wende‘ für die Metaphysik, soweit sie sein ,Sein’-Konzept betrifft. Korrekt und ,wahr‘ ist in jedem Fall ''':''' Das Wirkliche enthält <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span> als das bloß Mögliche, und die Dinge ,existieren‘ schon immer unabhängig von unserem Denken. ,Existenz‘, das ,Sein‘, ist <span style="color:#FF6000">,doch mehr‘</span>, als bloß ein ,Gedanke‘ von uns.)</span> Somit ist die Argumentation KANTS gegen den ontologischen Beweis ANSELMS für GOTT ,falsch‘ und unhaltbar, weil sie auf der ,falschen‘ Voraussetzung beruht ''':''' die ,Existenz‘, bzw. das ,Sein‘ eines jeden ,Gegenstandes‘, — wie z. B. auch die Existenz bei GOTT —, sei bloß dessen gedachte ,Position‘ an sich selbst, d.h. bloß seine ,Setzung‘ im- und durch den Verstand. Damit ,macht‘ er GOTT außerdem zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, und verkennt so, — wie vor ihm THOMAS von Aquin —, auch die Einzigartigkeit und Exklusivität GOTTES im Theorem ANSELMS. <div class="center">Die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> in der philosophischen Tradition</div> Wenn man die philosophische Tradition der <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> im Lichte der Ergebnisse der axiomatischen <span style="color:#4C58FF">„Theologie“</span> GÖDELS liest, dann stellt sie sich am Beispiel bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, und bei GÖDEL wie folgt dar ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Erstbewegende,'' (<span style="font-family: Times;"><big>,πρῶτον κινοῦν‘</big></span>), ''das, ohne selbst ‚bewegt‘ zu sein'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀκίνητον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''unverursacht, ,entstehungslos‘'' |</span> ), ''alles Übrige wie ein Geliebtes ‚bewegt‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,κινεῖ δὴ ὡς ἐρώμενον‘</big></span> <span style="color:#00B000"> | ''-verursacht, ,entstehen‘ lässt'' |</span> ), ''ist sowohl'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚Wesen‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον καί οὐσία‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚Substanz‘'' |</span> ), ''als auch'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''ewiges ‚wirksames, verwirklichendes Sein‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>‚ἀΐδιον καί ἐνέργεια οὖσα‘ = ‚actus purus‘</big></span><span style="color:#00B000"> | '',reine Tätigkeit‘'' |</span> ), … ''ersehnt'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ὀρεκτόν‘</big></span>), ''und erkennbar'', (<span style="font-family: Times;"><big>,νοητόν‘</big></span>), ... ''denn dies ist der ‚Gott‘'', (<span style="font-family: Times;"><big>,τοῦτο γὰρ ὁ θεός‘</big></span>), <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, ''der'' <span style="color:#00B000">[ zeitlich-]</span>''Ewige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἀΐδιον‘</big></span>), — ''der Unvergleichliche'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ἄριστον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ''‚der Beste‘'' |</span> ), — ''der Lebendige'', (<span style="font-family: Times;"><big>,ζῷον‘</big></span> <span style="color:#00B000">| ,''das Leben selbst‘'' |</span> ), — ... ''so sagen wir ja'', (<span style="font-family: Times;"><big>,φαμὲν δὴ‘</big></span>), — ...«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ARISTOTELES — Grieche)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, als ,Individuumname‘, ist synonym mit <span style="color:#FF6000">„göttliches ‚Da-Sein’“</span>, das sowohl <span style="color:#FF6000">„aus sich vollkommen“</span>, als auch <span style="color:#FF6000">„notwendig für uns“</span> ‚da‘ ist; <span style="color:#00B000">(das ist das, an sich, vollkommene ‚Was-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ — </span>, das zugleich, für uns, das notwendige ‚Da-Sein‘ GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> — ist)</span>; <span style="color:#CC66FF">„von Ewigkeit zu Ewigkeit“</span>. Das ist der <u>angemessene Begriff</u> von GOTT, und gilt ‚nur‘ von GOTT. Weil GOTT <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> ist, ist <span style="color:#FF6000">„Da-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „GOTT-Sein“ <span style="color:#00B000">|</span> „Göttlichkeit“</span> das <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span>. Im Unendlichen, GOTT, sind <span style="color:#FF6000">„Essenz“</span> und <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> koinzident ,eins‘, und daher untrennbar, und <span style="color:#FF6000">»''darum ist GOTT das einzige ‚Sein’, das notwendig an sich ‚da‘ ist''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ABU ALI SINA alias AVICENNA — Muslim)</span>. Der <span style="color:#00B000">(gedachte)</span> ‚Eigenschafts-Begriff‘ <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit (die Größe) GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(‚Perfektion‘, die Summe aller ‚positiven Eigenschaften‘)</span> schließt koinzident die ‚Eigenschaft’ <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz für uns“</span> mit ein ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. GOTT wäre nicht <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span>, wenn er nicht auch real für uns ‚da‘ wäre, wenn er nicht ,immer schon’ <span style="color:#FF6000">„existierte“</span>. ‚Sein’ ist <u>mehr</u> als ‚Nicht-Sein’. ,Sein’, bzw. ,Existenz’ gehört zu den ,Transzendentalia’ in GOTT. Das sind die <span style="color:#00B000">(ultimativen)</span> ,Wesenseigenschaften’ in GOTT. Der unendliche GOTT ist daher das <span style="color:#FF6000">»''vollkommenste Wesen, über das nichts ,Größeres‘ d.h. Vollkommeneres <u>mehr</u> ‚gedacht‘ werden kann''«</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(ANSELM von Canterbury — Christ)</span>. Der ‚Begriff’ <span style="color:#FF6000">„Perfektion GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schließt koinzident das <span style="color:#FF6000">„notwendige Dasein GOTTES“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘</span> —, mit ein, ohne einen zeitlichen Anfang und ohne ein zeitliches Ende. Das ist die ‚zeitlos-ewige‘, an sich absolute, und <span style="color:#FF6000">„für uns notwendige Existenz GOTTES“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Das ist ein mögliches Korollar aus Term :16: im 2. Beweisgang ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gy→Yy'''‘ —</span>, mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(Y:=E<sub>not</sub>) ]</span>, und der <span style="color:#4C58FF">[ FUB(y:=x) ]</span>; und auch ein mögliches Korollar im 3. Beweisgang ''':''' entsprechend der <span style="color:#FF6000">„logischen Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A → B ]</span> von Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> und Term :05: <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> aus diesem Beweisgang. In Worten ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span>''Angenommen, '' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> ''steht für den GOTT der Christen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>, ''dann existiert dieser GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span>, ''für uns notwendig'', <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> <span style="color:#FF6000">«</span>.)</span> Der Unendliche, GOTT, ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer ‚vergänglichen‘, ,endlichen‘ Welt, welche prinzipiell vom dreidimensionalen Raum und von der unwiederbringlich ‚vergehenden‘ Zeit geprägt ist. Der ,GOTT der Christen‘ ist <span style="color:#FF6000">»''unabhängig''«</span> von dieser <span style="color:#FF6600">„vergehenden Raum-Zeit“, — »''jenes rätselhafte und anscheinend in sich widersprüchliche Etwas''« <span style="color:#00B000">(GÖDEL)<ref>Kurt GÖDEL, ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Eine Bemerkung über die Beziehungen zwischen der Relativitätstheorie und der idealistischen Philosophie‘</big></span>'', in P.A.SCHILPP (Hg.): ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Albert Einstein, Philosoph und Naturforscher‘</big></span>'', Seite 406</ref></span> —</span>. Ohne ‚Zeit‘ gibt es keinen zeitlichen Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘, <span style="color:#00B000">(beides ist zeitlos ,eins‘)</span>, und so ist der zeitlos-ewige GOTT, der <span style="color:#FF6000">»''notwendig aus sich ,existiert‘'' «</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ — </span>, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „ursprungslos“</span> für uns immer schon ‚da‘ ''':''' <span style="color:#00B000">(GÖDEL — ohne religiöses Bekenntnis)</span> Mit dem GÖDEL-Kalkül ist die <span style="color:#FF6000">„Rede von GOTT“</span> auf eine ‚vernünftige Basis‘ gestellt worden, und ist somit für jeden Menschen nachvollziehbar, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>, wie obige Beispiele zeigen. '''Resümee :''' Das GÖDEL-Kalkül zeigt mit ‚mathematischer Evidenz‘, was notwendig folgt, wenn die Axiome ‚wahr‘ sind, <span style="color:#00B000">(die Axiome bilden formal-syntaktisch <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span> ab)</span>, unter der Voraussetzung, dass die Axiome <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>'' Struktur''«</span> unserer Welt sind. Die ,Verifikation‘ der Axiome und Definitionen von GOTT und seiner Vollkommenheiten gelingt GÖDEL, — entsprechend seiner Unabhängigkeits-Bedingung —, durch den Aufweis ihrer Widerspruchsfreiheit ''':''' sie sind somit ,wahr‘ und, — im Kontext einer <span style="color:#FF6000">»''theologischen Weltanschauung''«</span> —, auch ,annehmbar‘ in unserer ,realen‘ Welt ''':''' <span style="color:#00B000">(siehe Anhang, 2. Beweisgang und Anmerkung-2)</span>. Er vermeidet damit den Fehler, der immer wieder im Diskurs über Gottesbeweise gemacht wird ''':''' GOTT mit seinen Geschöpfen zu vergleichen. Diese logisch-philosophische Rede von GOTT <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">»''ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen''«</span>)</span> hat eine <u>mehr</u> als zweitausendjährige Tradition hinter sich. Der <span style="color:#FF6000">„100-Taler-Gott“</span> des Philosophen KANT, hat heute, nachdem der Logiker und Systemtheoretiker GÖDEL sein System vorgelegt hat, an ‚Strahlkraft‘ verloren. Kurt GÖDEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">» ''Die theologische Weltanschauung'', <span style="color:#00B000">[ dass GOTT für uns immer schon ‚da‘ ist ]</span>, ''ist rein verstandesmäßig mit allen bekannten Tatsachen durchaus vereinbar'';«</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. sie ist das ,Resultat‘ der, — vom Glauben geleiteten —, ‚theoretischen Vernunft‘, alias ‚reinen Vernunft‘, und nicht bloß das ‚Postulat‘ einer ‚praktischen Vernunft‘, wie KANT meint ]. <span style="color:#FF6000">»''Der'' <span style="color:#00B000">[ christliche ]</span> ''Glaube ist die ‚Pupille‘ im ‚Auge‘ unseres Verstandes.''«</span> (Heilige KATHARINA von Siena, Lehrerin der Kirche, Patronin Europas<ref>vgl. <span style="font-family: Times;"><big>''Gebet 7 ‚Für die neuen Kardinäle‘, Rom, 21. Dezember 1378,''</big></span> aus <span style="font-family: Times;"><big>''Caterina von Siena ,Die Gebete‘.''</big></span> Kleinhain 2019, online: https://caterina.at/werke/gebete/gebete-detailansicht/gebet-7.html</ref> )</span> Der sonst so rationale KANT, hier doch etwas emotionell, <span style="color:#00B000">(als wolle er die Ergebnisse im GÖDEL-Kalkül nicht wahr haben)</span> ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Es war etwas ganz Unnatürliches und eine bloße Neuerung des Schulwitzes, aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee das Dasein des ihr entsprechenden Gegenstandes selbst ausklauben zu wollen''<ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 403. https://www.korpora.org/kant/aa03/403.html</ref>.<span style="color:#FF6000">«</span> Für KANT, für die Scholastiker, <span style="color:#00B000">(und auch für uns)</span>, ist es natürlich ‚logisch‘, dass aus einem als ‚möglich’ gedachten Begriff, <span style="color:#FF6000">»</span>''aus einer ganz willkürlich entworfenen Idee''<span style="color:#FF6000">«</span>, keine Existenzaussage abgeleitet werden kann. <span style="color:#00B000">(Aus dem bloß gedachten Begriff ,goldene Berge‘ folgt natürlich nicht, dass es solche in Wirklichkeit auch gibt.)</span> In der philosophischen Tradition, die von ARISTOTELES herkommt, ist der Begriff <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> jedoch von allen anderen Begriffen so verschieden, so dass für GOTT diese Logik KANTS nicht mehr gilt. GOTT ist ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘. Dazu der Kommentar von HEGEL ''':''' ::<span style="color:#FF6000">»''Wenn KANT sagt, man könne aus dem Begriff'' <span style="color:#00B000">[ ‚GOTT‘ ]</span> ''die Realität nicht ,herausklauben‘, so ist da der Begriff als endlich gefasst''.« <span style="color:#00B000">[ In der Endlichkeit unserer Welt trifft die Logik KANTS zu, dass dem ‚Begriff‘ nicht ,notwendig‘ das ‚Sein‘ folgt, denn es gibt in ihr die ,Lüge‘, die das ,Wirklich-Sein‘ im Begriff bloß behauptet, ohne dass es ,in Wirklichkeit‘ zutrifft, was sie behauptet. Es gilt hier nach KANT ''':''' »''Sein ist kein reales Prädikat''«. Somit ist ]</span> »''...der Begriff ohne'' <span style="color:#00B000">[ reales ]</span> ''Sein ein Einseitiges und Unwahres, und ebenso das Sein, in dem kein Begriff ist'', <span style="color:#00B000">[ ist ]</span> ''das begrifflose Sein,'' <span style="color:#00B000">[ d.i. das relative ,Noch-Nicht-Begriffene‘ ]</span>.'' Dieser Gegensatz, der in die Endlichkeit fällt'' <span style="color:#00B000">[ im Endlichen zutrifft ]</span>, ''kann bei dem Unendlichen, GOTT, gar nicht statthaben''<ref>Georg Wilhelm Friedrich HEGEL, ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Ausführungen des ontologischen Beweises''</big></span>‘ in den ‚<span style="font-family: Times;"><big>''Vorlesungen über die Philosophie der Religion vom Jahr 1831''</big></span>‘ . Hamburg 1966, Seiten 175 bzw. 174</ref>; <span style="color:#00B000">[ denn ,Begriff‘ und ,Sein‘ sind in dem Unendlichen, GOTT, untrennbar und real immer dasselbe. Auf Grund dieser ontologischen Identität ,personifiziert‘ und ,repräsentiert‘ GOTT die ,Wahrheit‘ ''':''' GOTT ist die ,Wahrheit‘. In GOTT, dem <span style="color:#FF6000">„Schöpfer der Welt“</span>, folgt dem ,Begriff‘ immer ,notwendig‘ das ,Sein‘ ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''GOTT sprach ''':''' Es werde ,Licht‘. Und es wurde Licht''«.</span> ]</span>«</span> Das Entscheidende bei der <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Interpretation des GÖDEL-Kalküls ist, dass der <span style="color:#00B000">(Begriff)</span> GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, nicht auf die Ebene seiner ,endlichen‘ Geschöpfe gestellt wird, <span style="color:#00B000">(d.i. das ‚Universum‘ im ,Urknall‘, die ‚100-Taler‘, ein ‚Tsunami‘, ein ,einfaches Modell‘ unserer Welt, etc.)</span>, und damit verglichen wird, sondern, dass der GOTT der Christen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit als <span style="color:#FF6000">»''der Unendliche''«</span> belassen und als <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen'' <span style="color:#00B000">[ Raum-Zeit-]</span>''Struktur''«</span> unserer vergänglichen Welt, — als <span style="color:#FF6000">»''der Unvergleichliche''«</span> —, verstanden wird. <span style="color:#00B000">(Alle Kritiken des sog. ,ontologischen‘ Gottesbeweises übersehen die Einzigartigkeit und Besonderheit des <span style="color:#FF6000">»''Unendlichen''«</span>, und/oder wollen diese nicht ,wahr‘ haben.)</span> Auch THOMAS von Aquin ,verortet‘ den GOTT ANSELMS, — in seiner Kritik an dessen Theorem —, irrtümlich unter die ,Dinge‘ der uns umgebenden ,Natur‘ ''':''' GOTT <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse in rerum natura</big></span>“</span>, d.h. wörtlich, dass GOTT ,in der Natur der Dinge <span style="color:#00B000">(unserer Welt)</span> existiert‘, und verkennt somit, — wie nach ihm auch KANT —, die ,Unvergleichlichkeit‘ GOTTES, <span style="color:#00B000">(vgl. STh I q.2 a.1 ad 2<ref>„Deus … illud quo maius cogitari non potest; non tamen propter hoc sequitur quod intelligat id quod significatur per nomen, esse in rerum natura; sed in apprehensione intellectus tantum.“ ——— »''GOTT ist'' (nach ANSELM) ''der, über den Größeres nicht mehr gedacht werden kann. Aber nicht deswegen, weil er'', (der Narr von Psalm 14.1, den ANSELM zitiert), ''das versteht, was durch diesen Namen,'' (bzw. mit dem Begriff ,GOTT‘ im Theorem ANSELMS), ''bezeichnet wird, folgt daraus'', (wie ANSELM meint), ''dass er auch versteht, dass er'', (dieser GOTT), ''auch in der ,Natur‘ der Dinge'' (unserer Welt) ''existiert''; <span style="color:#00B000">[ was ANSELM so nie gesagt hat ]</span>. ''Daraus folgt nur, dass er'', (als ,GOTT‘), ''bloß in der Auffassung seines Verstandes'', (d.h. nur im Denken des Narren als ,Begriff‘), ''existiert.''« ——— Hier ,verortet‘ THOMAS einerseits den unendlichen GOTT, von dem das Theorem ANSELMS spricht, irrtümlich unter die endlichen Dinge der uns umgebenden ,Natur‘, was sachlich dem theologischen Theorem der Unvergleichlichkeit GOTTES widerspricht, der nicht unter die Dinge unserer Welt eingereiht werden darf. Anderseits verliert er dadurch auch den ,Blick‘ für die Außerordentlichkeit und Besonderheit GOTTES, dessen Natur völlig verschieden und unabhängig von der ,Natur‘ unserer raum-zeitlichen Welt ist. GÖDEL beweist jedoch, mit ANSELM, weil es notwendig, ohne Widerspruch, (»''bloß in der Auffassung unseres Verstandes''«), möglich ist, dass GOTT existiert, ist es korrekt, daraus auch mit Notwendigkeit zu folgern, dass der Glaube des Erzbischofs ANSELM, und der Glaube seiner Anvertrauten, von der Wirklichkeit GOTTES, logisch richtig und sinnvoll ist; denn Möglichkeit und Wirklichkeit sind in GOTT koinzident ,eins‘. Das ist das Privilegium GOTTES allein, der einzigartig und unvergleichlich ist. Damit zeigt er auf, dass THOMAS die Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit GOTTES in seinem Vorhalt nicht bedacht hat; und außerdem ANSELM missverstanden hat.</ref>)</span>; jedenfalls hier in der Auseinandersetzung mit ANSELM. Dagegen spricht ANSELM im ,''<span style="font-family: Times;"><big>Proslogion</big></span>''‘, Seite 85f, nur von einem <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse et in re</big></span>“</span> GOTTES, d.h. dass GOTT ,auch in Wirklichkeit existiert‘, <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>quod maius est</big></span>“</span>, was ,größer‘, bzw. ,mehr‘ ist, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>esse solo in intellectu</big></span>“</span>, als nur ,im Verstand zu sein‘; wobei die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(Natur)</span> GOTTES jedoch völlig verschieden und <span style="color:#FF6000">»''unabhängig von der zufälligen''«</span> Wirklichkeit <span style="color:#00B000">(die ,Natur‘)</span> unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt ist. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar. GOTT ist <span style="color:#FF6000">„vollkommen“</span> und alle <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(die ultimativen ,Transzendentalia‘)</span>, sind koinzident ,eins‘, — ,fallen <span style="color:#FF6000">„notwendig“</span> in eins zusammen‘, und sind daher konvertierbar. Darum ist auch die Wirklichkeit GOTTES ,einzigartig‘ und ,unvergleichlich‘. Mit Korollar-3 ist die Exklusivität und Außerordentlichkeit GOTTES definitiv im Kalkül ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Der abendländische Monotheïsmus ist somit eine ,logische‘ Konsequenz aus den GÖDEL-Axiomen. <span style="color:#00B000">(Das <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Theorem von der ,Einzigartigkeit‘ und Exklusivität GOTTES, d.h. die exklusive Einheit von Essenz und Existenz, von Begriff und Sein, von Ursache und Wirkung, von Subjekt und Objekt, von Möglichkeit und Wirklichkeit, und aller Transzendentalien, ist, — nach HEGEL —, die Voraussetzung und Bedingung jeder Philosophie ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Die Einheit muss am Anfang der Philosophie stehen''«</span>; und ist zugleich auch ihr gesuchtes und bewiesenes Endergebnis und Ziel ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Diese Einheit muss auch das Resultat der Philosophie sein''«</span><ref>https://hegel-system.de/de/gottesbeweis.htm#hegels-kritik-an-kant</ref>, was hier im GÖDEL-Kalkül ,logisch‘ mit Korollar-3 verifiziert wird ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□(∃xGx ∧ ∀y(Gy→x=y))'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist exklusiv einzigartig''«</span>.)</span> Die Einzigartigkeit GOTTES bedingt die Koinzidenz, den inneren Zusammenhang aller seiner Vollkommenheiten und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, d.h. ihr paarweise, perspektivisches ,Zusammenfallen in eins‘ im Unendlichen, GOTT. Aus der Notwendigkeit aller positiven Eigenschaften und Zuschreibungen, <span style="color:#00B000">(d.h. aus den ultimativen Transzendentalien, Axiom-4)</span>, die in GOTT paarweise, koinzident ,eins‘ sind, <span style="color:#00B000">(Axiom-2)</span>, ist die Einzigkeit GOTTES für uns erschließbar, <span style="color:#00B000">(Korollar-3)</span>. Axiom-4 ist die erste, ,modal‘ <span style="color:#FF6000">„notwendige“</span>, d.h. die transzendentale Voraussetzung für Korollar-3. ===<div class="center"><span style="color:#660066">Anhang : das GÖDEL-Kalkül</span></div>=== In der ,Legende zum GÖDEL-Kalkül‘ wird an einige Basics erinnert, und diese für die operative Praxis im anstehenden Kalkül adaptiert. {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">Legende zum GÖDEL-Kalkül</span></div> |- | <small> <math>\begin{align} \text{ ◇ :: konsistent ↔ widerspruchsfrei ↔ möglich ↔ denkbar, } & \text{ □ :: notwendig ↔ in jeder möglichen Welt verwirklicht ↔ exklusiv} \\ \text{ A ├ B ::} & \text{ aus A folgt im Kalkül ,regulär‘ (├ ) B.} \\ \text{ A, B sind Aussagen über Eigenschaften, (A ist keine } & \text{Eigenschaft); —— :10: ist der Term in der Kalkül-Zeile 10} \\ \text{ AE ::} & \text{ Argument Einführung, Prämisse, Postulat } \\ \text{ Xx ::} & \text{ „X ist eine Eigenschaft der Variable x.“ } \\ \text{ ¬PX ::} & \text{ „X ist keine positive Eigenschaft, ist keine Perfektion, ist nicht vollkommen.“ } \\ \text{ Instanz(X := Y) ::} & \text{ Substitution der Eigenschaft X durch die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y } \\ \text{ (Eine ,Instanz‘ ist ein Exemplar aus einer Menge gleichartiger Dinge;} & \text{ hier die ,bestimmte‘ Eigenschaft Y, als Ersatz für das unbestimmte X.) } \\ \text{ FUB(x := y) ::} & \text{ Freie-Um-Benennung der Variable x in y } \\ \text{ Gx ::} & \text{ „Die Variable x steht für den GOTT der Christen“. } \\ \text{ [G(y) ├ ⱯyG(y)] ::} & \text{ All-Operator-Einführung der Variable y für GOTT } \\ \text{ „Angenommen, die Variable y steht für GOTT, dann ist } & \text{,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass jedes y im Kalkül für GOTT steht.“}\\ \text{[ⱯXA(X) ├ A(X)] ::} & \text{ All-Operator-Beseitigung für die substituierte Eigenschaft X } \\ \text{ „Wenn X durch eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ,instanziiert‘ ist oder } & \text{wird, dann kann der All-Operator von X ,regulär‘ (├ ) beseitigt werden.“}\\ \text{ KOMM(↔) ::} & \;\text{[(A↔ B) ↔ (B ↔ A)] :: Kommutativgesetz für ( ↔ )}\\ \text{ DIST(□∧) ::} & \;\text{[(□A ∧ □B) ↔ □(A ∧ B)] :: Distributivgesetz für (□∧ )} \\ \text{ (hypothetischer Syllogismus, häufige logische Schlussregel) ::} & \;\text{[A → B, A ├ B] :: (Modus ponendo ponens), Abtrennregel.} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn A wahr ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch B wahr ist.“} \\ \text{ (negativer hypothetischer Syllogismus) ::} & \;\text{[A → B, ¬B ├ ¬A] :: (Modus tollendo tollens)} \\ \text{ „Wenn es wahr ist, dass aus A ein B folgt, und wenn B falsch ist, } & \text{dann ist im Kalkül ,regulär‘ (├ ) ableitbar, dass auch A falsch ist.“} \\ \text{''KONDITIONALER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ A ├ B ╞ A → B] :: (logische Implikation)} \\ \text{ „Angenommen, A ist ,regulär‘ Axiom oder Prämisse, und B ist im } & \text{Kalkül ,regulär‘ abgeleitet, dann ist ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A impliziert B, ist wahr.“} \\ \text{''INDIREKTER BEWEIS“ ::} & \;\text{[├ ¬A → F ╞ A] :: (Reductio ad absurdum)} \\ \text{ „Wenn im Kalkül aus ¬A ,regulär‘ eine Kontradiktion } & \text{F folgt, dann ist A ,bewiesen‘ ( ╞ ) : A ist ,wahr‘.“} \\ \end{align}</math> </small> |} A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Eine Prädikatenlogik zweiter Stufe ist eine Logik, in der die Quantoren auch Eigenschaftsausdrücke <span style="color:#00B000">(<span style="color:#FF6000">„Prädikate”</span>)</span> binden können''. <span style="color:#00B000">[ Die ,Prädikate‘ werden in einem Kalkül dieser Logik durch Definitionen ,bestimmt‘ ]</span>. ''Wir werden uns im folgenden recht frei einer dafür geeigneten formalen Sprache bedienen. Äußere Quantoren werden meist weggelassen und wir schreiben kurz'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Xx'''‘ — </span> ''bzw.'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ — </span> ''um auszudrücken, dass das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ''die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''hat, bzw. dass die Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ — </span> ''die höherstufige Eigenschaft'' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> ''<span style="color:#00B000">(für <span style="color:#FF6000">„positiv”</span>)</span> hat;'' <span style="color:#00B000"> [ wobei die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> als einzige im Kalkül ,unbestimmt‘ bleibt ]</span>. <span style="color:#FF6000">«</span><ref>A. FUHRMANN ‚''<span style="font-family: Times;"><big>‚G‘ wie Gödel. Kurt Gödels axiomatische Theologie</big></span>''‘, Seite 6, Anmerkung 3. Konform mit seinem Artikel in ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Logik in der Philosophie</big></span>''‘ hg. v. P. SCHROEDER-HEISTER, W. SPOHN und E. OLSSON. 2005, Synchron, Heidelberg.</ref> Der All-Quantor für Eigenschaften, hier im GÖDEL-Kalkül der Prädikatenlogik zweiter Stufe, bindet die ,unbestimmte‘ Eigenschafts-Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> ausschließlich nur in den Definitionen im 2. und 3. Beweisgang . <span style="color:#00B000"> (Im ersten Beweisgang gibt es keine Definition.)</span> Dieser All-Quantor wird dann jedes Mal in der Beweis-Durchführung durch die Substitution ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ Instanz(X:= ..) ]</span> mit ,bestimmte‘ Eigenschafts-Konstanten wie <span style="color:#4C58FF">— (X:= G) —</span>, bzw. <span style="color:#4C58FF">— (X:= ¬Y) —</span>, oder <span style="color:#4C58FF">— (X:= E<sub>not</sub>) —</span> ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> beseitigt ''':''' <span style="color:#4C58FF"> [ ⱯXA(X) ├ A(X) ]</span>; wobei die Eigenschafts-Konstante im Kalkül entweder als Zwischenergenis ,regulär‘ abgeleitet, oder mit einer Definition schon ,bestimmt‘ worden ist. Die spezifische ‚Eigenschaft‘ einer Eigenschaft wird hier, in der formalen Syntax der Prädikatenlogik zweiter Stufe, als eine tiefer gestellte Abkürzung <span style="color:#00B000">(als Index)</span> an ihre Trägereigenschaft angehängt, wie z. B. ‚wesentlich‘, bzw. ‚essentiell‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span>, oder ‚notwendig‘ durch <span style="color:#4C58FF"> — <sub>not</sub> —</span>. In der Definition-3 steht der Term ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, um auszudrücken, dass das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> notwendig <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span> die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>, für ,Existenz‘, hat, d.h. <span style="color:#FF6000">„das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> existiert notwendig”</span>. Der schon von GÖDEL indizierte Term ''':''' <span style="color:#4C58FF">—‚'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> kann gelesen werden als ''':''' <span style="color:#FF6000">„Das Individuum <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> hat die Wesenseigenschaft, <span style="color:#4C58FF"> — <sub>ess</sub> — </span> ''':''' GOTT zu sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span>”</span>, statt der ,an sich‘ konformen, aber <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> etwas ungenauen Formulierung ''':''' <span style="color:#FF6000">„ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> ist wesentlich göttlich”</span>; oder mit der Voraussetzung ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''→'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> deutlicher und <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ''':''' <span style="color:#FF6000">„Wenn <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für den GOTT der Christen, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, steht, dann ist GOTT-Sein, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Existenz‘)</span> das Wesen dieses GOTTES, <span style="color:#4C58FF">— <sub>ess</sub>‚'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(,Essenz‘)</span> ”</span>; wobei, — entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse des Kalküls <span style="color:#00B000">(<span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ — </span> ''':''' das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ — </span> steht für den ,GOTT der Christen‘)</span> —, bei der Interpretation der Terme dieses besonderen Kalküls, die <span style="color:#4C58FF">„christliche Theologie”</span> für den Begriff <span style="color:#FF6000">„GOTT”</span>, Korrektur und die leitende Instanz ist. Dabei muss die Dreifach-Äquivalenz von <span style="color:#4C58FF"><span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span></span>berücksichtigt werden. Welche der drei Äquivalenzen, bzw. Lesearten von <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ — </span> bei einem bestimmten Term im Kalkül zulässig ist, muss <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> überprüft und evaluiert werden. Bei manchen können sogar alle drei Lesearten <span style="color:#4C58FF">„theologisch”</span> zulässig sein. In der folgenden Neu-Kalkülisierung, wird jeder einzelne operative Logik-Schritt des Kalküls in der '''linken Spalte''' nummeriert und als Term-Ergebnis angezeigt, und in der '''rechten Spalte''' werden die dafür benötigten Term-Komponenten und die dabei angewendeten Logik-Regeln und -Gesetze dokumentiert. Am Anfang stehen die Ressourcen und das angestrebte Ziel des Beweisganges, <span style="color:#00B000">(das Theorem)</span>. Zwischenergebnisse und das Endergebnis werden kommentiert. Die Kalkül-Prämissen, <span style="color:#00B000">(AE: Argument Einführung)</span>, sind der modal-frei gewählte Einstieg in das Kalkül. Sie dokumentieren, zusammen mit dem angestrebten Beweis-Ziel, eine bestimmte Problemlage in einem externen Diskurs, der mit dem Logik-System hier, formal-syntaktisch überprüft, und gegebenenfalls, verifiziert oder falsifiziert werden soll. Korollare sind einfache, logische Folgerungen aus dem jeweiligen Beweisgang ''':''' ====<div class="center"><span style="color:#660066">1. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 1, (Möglichkeitsbeweis)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe__________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist die Eigenschaft X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad (P\ X \wedge \;\Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x)) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaften Y, die aus einer positiven Eigenschaft X modal} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{notwendig folgen, sind auch positive Eigenschaften“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Theorem 1)} &\quad P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ (◇ :: „möglich“ ↔ „konsistent“ ↔ „denkbar“; □ :: „notwendig“) } \\ \text{ } & \text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad P\ X \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, es gibt positive Eigenschaften, Perfektionen“} \\ \text{02} & \quad P\ X \;\Rightarrow\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, positive Eigenschaften sind nicht konsistent“} \\ \text{03} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ (ungleich)} \\ \text{04} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ (gleich)} \\ \text{05} & \quad \text{ ├ }\; \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:02:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] :AE:} \\ \text{06} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:05:[ ◇A ↔ ¬□¬A] :: (Modalregel)} \\ \text{07} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:06:[∃xA ↔ ¬Ɐx¬A] :: (Quantoren Regel)} \\ \text{08} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg X \ x \ & \ & \text{:07:NEG :: [¬¬A↔A] :: (Gesetz der Aussagenlogik)} \\ \text{09} & \quad \Box \; \forall x \neg X \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:02:08:[(:02:↔W) → (├:08:↔W)] :: (Kalkülregel)} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x \ X \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:09:[(¬A↔W)↔(A↔F)] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{11} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text{ } & \text{Xx:03:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text{ } & \text{:10:11:[(:10:↔F) → (:11:↔F)] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{13} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \ & \text{:01:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{14} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow \; (\neg x = x))) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=( ¬x= ..)) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{15} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:13:14:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{16} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{17} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:15:16:[Modus ponens]}\\ \text{18} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:04:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{19} & \quad \Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \text{ } & \text{:10:18:[(:10:↔F) → (:18:↔W)] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{20} & \quad \ P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:01:19:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B]} \\ \text{21} & \quad \ (P\ X \wedge \;\Box \; \forall x (\ X \ x \Rightarrow\; (x = x))) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{22} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:20:21:[Modus ponens]}\\ \text{23} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:17:22:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{24} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ X \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:05:23:[├A├B╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{25} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:24:23:[Modus tollendo tollens] :: [A→B,¬B ├ ¬A]}\\ \text{26} & \quad \text{ ├ }\; \Diamond \; \exists x \ X \ x & \ & \text{:25:NEG; bzw. :05:23:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS''}\\ \text{27} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ X \ x \ & \ & \text{:01:26:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Theorem 1)} & \;\text{„Positive Eigenschaften sind konsistent“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{28} & \quad \ P\ G \;\Longrightarrow\; \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:27:Instanz(X:=G) } \\ \text{29} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{(Korollar 1)} & \;\text{„Das Dasein GOTTES ist definitiv möglich“} & \ & \text{„Es ist denkbar, dass es GOTT gibt“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-1 ''':''' <span style="color:#00B000">(Der Term <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, im Axiom-2 ist an sich überflüssig, da dieser hier als Prämisse :01: ohnehin ,angenommen‘ wird. Der Beweisgang kommt mit Axiom-2 auch ohne diesen Term zum selben Ergebnis, und verkürzt sich dann sogar um zwei Schritte ''':''' Zeile 13 und Zeile 20 sind dann unnötig.)</span> Der Beweisgang geht mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, prinzipiell von der Existenz eines GOTTES aus. Mit der Prämisse :01: <span style="color:#00B000">(hier im 1. Beweisgang)</span> postuliert GÖDEL vorerst allgemein, dass es <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, d.h. positive Eigenschaften''«</span> gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, ohne im Kalkül zu definieren, was darunter zu verstehen ist. Definiert wird dann <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''wesentliche Eigenschaft''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Sinne von ,Transzendentalia‘)</span>; und mit Hilfe dieser Eigenschaft definiert GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 3. Beweisgang)</span>, was eine <span style="color:#FF6000">»''notwendige Existenz''«</span> ist ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>‘ —</span>, die er <span style="color:#00B000">(im selben Beweisgang)</span> axiomatisch mit den <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> gleich setzt ''':''' Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> —‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Erst im 2. Beweisgang wird mit Term :13:, nach einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, definitiv bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>, dass die, von GÖDEL, hier postulierten, <span style="color:#00B000">(allgemeinen)</span>, positiven Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, tatsächlich auch in GOTT <span style="color:#FF6000">»''positive Eigenschaften''«</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, sind; <span style="color:#00B000">(das sind die ultimativen ,Transzendentalia‘ in GOTT)</span>. Jetzt aber muss vorerst der ,Wunsch‘, bzw. die LEIBNIZ-Frage beantwortet werden ''':''' Ob, mit ,mathematischer Evidenz‘, <span style="color:#FF6000">»''GOTT''«</span> ,möglich‘ ist, der nach traditioneller Auffassung, <span style="color:#FF6000">»''ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit'' <span style="color:#00B000">[ ist ]</span>, ''das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>, <span style="color:#00B000">(nach LEIBNIZ; was GÖDEL mit Definition-1 ,abbildet‘)</span>. Wenn man also beweisen will, dass die Existenz eines solchen ''<span style="color:#FF6000">»GOTTES«</span>'' ,möglich‘ sein soll, dann muss man beweisen, dass dieses postulierte System der <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften in GOTT''«</span> formal ,widerspruchsfrei‘ ist. Das Ergebnis des 1. Beweisganges, das ,Theorem-1‘, <span style="color:#00B000">(,Erster Satz‘)</span>, fasst A. FUHRMANN zusammen als ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>. Wenn sie nicht konsistent wären, käme es zu unlösbaren Widersprüchen, <span style="color:#00B000">(Term :24:)</span>. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2, <span style="color:#00B000">(das die Gleichwertigkeit aller positiven Eigenschaften nachdrücklich klarstellt)</span>, sichern hier die Konsistenz <span style="color:#FF6000">»''aller positiven Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ die ,Transzendentalien‘ ]</span>, ''in GOTT''«</span>. Die ,Gleichwertigkeit‘, <span style="color:#00B000">(,Äquivalenz‘)</span>, ist formal-syntaktisch daran erkennbar, dass die beiden Eigenschafts-Variablen <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''‘ —</span> und <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> im Axiom-2 für beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften gegenseitig austauschbar, <span style="color:#00B000">(,konvertierbar‘)</span>, sind. Das heißt, dass beliebige, unterschiedliche ,positive‘ Eigenschaften, für die diese Variablen stehen, sich paarweise, wechselseitig ,implizieren‘, einschließen, und damit notwendig voneinander abhängen, d.h. koinzident ,eins‘, konvertierbar, und somit gleichwertig sind; entsprechend dem Theorem von den Transzendentalia. Zu Term :29:, dem Korollar zu Theorem-1, notiert GÖDEL am 10. Feb. 1970, <span style="color:#00B000">(übersetzt von Joachim BROMAND)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''◇∃xG(x) besagt, dass das System aller positiver Eigenschaften kompatibel ist'',</span> <span style="color:#00B000">[ d.h. miteinander verträglich, weil ohne Widersprüche ].</span> <span style="color:#FF6000">''Dies ist ,wahr‘ auf Grund von Axiom-2,'' <span style="color:#00B000">[ weil alle positiven Eigenschaften, d.h. die Transzendentalien, koinzident gleichwertig und konvertierbar sind ]</span>.«</span> Darum ist es definitiv ,möglich‘, dass es diesen GOTT gibt, der <span style="color:#FF6000">»''alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt''«</span> und <span style="color:#FF6000">»''über dem ,Größeres‘ nicht mehr gedacht werden kann''«</span>, und, in weiterer Konsequenz, ist der GOTT-Glaube deshalb ,notwendig‘ widerspruchsfrei, nach Theorem-3 ''':''' <u>Wenn</u> es ''<span style="color:#FF6000">»möglich, bzw. denkbar«</span>'' ist, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT«</span>'' gibt, <u>dann</u> folgt daraus ''<span style="color:#FF6000">»notwendig«</span>'' ''':''' es ist ,widerspruchsfrei‘, wenn man als Voraussetzung ,annimmt‘, dass es ''<span style="color:#FF6000">»GOTT wirklich«</span>'' gibt ''':''' Term :11:. Der Wenn-Satz ist hier mit Korollar-1 bewiesen; der Dann-Satz wird im 3. Beweisgang bewiesen <span style="color:#00B000">( ╞ )</span>. Die ontologische ,Identität‘, d.h. die ,Gleichsetzung‘, bzw. die ,Koinzidenz‘ von Strukturen, die in der Endlichkeit für uns verschieden sind, jedoch in dem Unendlichen, GOTT, paarweise, perspektivisch in eins zusammenfallen, wie ,Sein‘ und ,Wesen‘, wie ,Ursache‘ und ,Wirkung‘ usw., und auch die Äquivalenz und Austauschbarkeit der Transzendentalien, haben im GÖDEL-Kalkül die logisch-syntaktische Form einer, aus sich, ,modal‘ notwendigen Implikation zwischen zwei verschiedenen, gegenseitig austauschbaren Eigenschafts-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∀x(Xx→Yx)'''‘ —</span>. Dieses Term-Element stellt formal-syntaktisch auch die Gleichwertigkeit, <span style="color:#00B000">(Äquivalenz)</span>, bzw. die paarweise Koinzidenz aller ultimativen Eigenschaften und Zuordnungen in GOTT dar; sowohl hier im Axiom-2, als auch in der Definition-2 im 2. Beweisgang, über die ,Wesenseigenschaften‘, mit jeweils verschiedenen, frei umbenennbaren Individuum-Variablen. Die wechselseitige Austauschbarkeit der noch ,unbestimmten‘ Eigenschafts-Variablen ist formal äquivalent zur freien Umbenennung der noch ,unbestimmten‘ Individuum-Variablen ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ FUB(x:=y) ]</span>. Der formale, gegenseitige, allgemeine Austausch der Eigenschafts-Variablen, bzw. die formale Gleichsetzung der positiven allgemeinen Eigenschaften, kann, auf Grund der Äquivalenz aller Vollkommenheiten, auch dann noch durchgeführt werden, wenn eine Eigenschafts-Variable durch eine Definition oder eine Schlussfolgerung ,bestimmt‘ worden ist, und dadurch zu einer Eigenschafts-Konstante, d.h. zu einer ,bestimmten‘ Eigenschaft geworden ist. Das ist z. B. bei einer instanziierenden Substitution der Fall ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=..) ]</span>. Das ist eine spezifische Eigenheit der GÖDEL-Axiomatik. Da die Variable <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(im Korollar-1)</span>, ist die Eigenschaft ''':''' ''<span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span>, d.h. das <span style="color:#FF6000">„Ungleichsein“</span>, das <span style="color:#FF6000">„Anderssein“</span> GOTTES, <span style="color:#00B000">(Prämisse :03:)</span>, die entscheidende Voraussetzung und Norm für jeden Diskurs über GOTT ''':''' um der <span style="color:#FF6000">„Unvergleichlichkeit“</span> GOTTES gerecht zu werden, darf GOTT niemals mit etwas aus der ''<span style="color:#FF6000">»zufälligen Struktur der Welt«</span>'' verglichen, d.h. gleich gesetzt werden. Der Term :18: <span style="color:#4C58FF">(x=x) ↔ W</span> erinnert dagegen an die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Zum Term :03: notiert A. FUHRMANN ''':''' <span style="color:#FF6000">»</span> ''Die Notation'' <span style="color:#4C58FF">(¬x=..)</span> ''für die Eigenschaft ''':''' <span style="color:#FF6000">„nicht mit x identisch zu sein“</span>'', <span style="color:#00B000">[ d.h. <span style="color:#FF6000">„Ungleichheit“, „Anderssein“</span>, bzw. die Notation <span style="color:#4C58FF">(x=..)</span> für den Existenzmodus-Perfektion ''':''' <span style="color:#FF6000">„Gleichheit“, „Idendität“</span> ]</span>, ''ist suggestiv und informell und ersetzt hier einen formal korrekten Abstraktionsausdruck wie'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span>, <span style="color:#00B000">[ bzw. <span style="color:#4C58FF">λy.(x=y)</span> ]</span>. ''Für die formal korrektere Notation bedarf es der zusätzlichen Vereinbarung, dass der Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y)</span> ''gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck'' <span style="color:#4C58FF">¬λy.(x=y)</span>. ''Diese Vereinbarung ist harmlos, da wir aufgrund der Regel der λ–Konversion'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.Xy.x ↔ Xx</span>, <span style="color:#00B000">[ mit der <span style="color:#4C58FF">Instanz(X:=(¬x=..))</span> ]</span>, ''so schließen dürfen'' ''':''' <span style="color:#4C58FF">λy.(¬x=y).x ↔ ¬x=x ↔ <span style="color:#00B000">¬(x=x)</span> ↔ ¬λy.(x=y).x</span> .<span style="color:#FF6000">«</span> <ref>A. FUHRMANN a.a.O. Seite 7, Anmerkung 4 (von mir korrigiert und ergänzt)</ref> In der Kalkül-Zeile-29 wird das Korollar-1 durch Axiom-3 von der Kalkül-Prämisse-Term :01: abgekoppelt, d.h. es ist nicht mehr vom Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span> logisch abhängig. Korollar-1 behält aber die bewiesene Widerspruchsfreiheit von Theorem-1, und ist dann nur mehr von Axiom-1 und Axiom-2 abhängig, was für das Theorem-ANSELMS am Schluss entscheidend ist. Erklärung zu Term :05: Das Ergebnis einer Logik-Operation zwischen Prämissen ist ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> den Prämissen zuzurechnen. ====<div class="center"><span style="color:#660066">2. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 2, (,Basisbeweis‘)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe____________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.2)} & \quad \neg P\ X \;\Longrightarrow\;\ P\neg X\ & \ & \text{„Wenn X nicht positiv ist, dann ist die Negation ¬X positiv“} \\ \text{(Axiom 3)} & \quad \ P\ G \ & \ & \text{„Göttlichkeit, GOTT-Sein, ist eine pos. Eigenschaft“ ↔ „GOTT ist perfekt“} \\ \text{(Axiom 4)} & \quad \ P\ X \;\Longrightarrow\; \Box \; \ P\ X \ & \ & \text{„Positive Eigenschaften sind notwendig aus sich positiv“} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 2)} & \quad \ X_{ess}\ x \;\Leftrightarrow X\ x \wedge \forall Y \left(\ Y\ x \Rightarrow \Box \; \forall y (\ X\ y \Rightarrow \ Y\ y)\right) & \ & \text{„X ist genau dann eine wesentliche Eigenschaft von x, wenn x sie hat, und} \\ \text{ } & \quad & \text { } & \;\;\text{alle anderen Eigenschaften Y von x notwendig aus dieser Eigenschaft X folgen“} \\ \text{[RM]} &\quad \ A \;\Longrightarrow\;\ B\; \text{ ├ }\;\Box \; A \Longrightarrow\;\Box\; \ B\ & \ & \text{( :: Modales Prinzip)} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(,G‘ :: „Göttlichkeit“ ↔ „GOTT“ ↔ „Dasein GOTTES“)} \\ \text{ } &\;\text{„Das Wesen GOTTES ist Dasein“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} &\quad \ G\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} &\quad \ Y\ x \ & \ & \text{ AE: „Angenommen, GOTT hat die Eigenschaften Y“} \\ \text{03} &\quad \neg P\ Y & \ & \text{ AE: „Angenommen, die Y in GOTT sind nicht positiv“} \\ \text{04} &\quad \neg P \ Y \Rightarrow \ P \neg Y\ & \ &\text{(A1.2):Instanz(X:=Y) :: (Substitution für Eigenschaften) } \\ \text{05} &\quad \ P \neg Y \ & \ & \text {:03:04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B] } \\ \text{06} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{07} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{08} &\quad \ P \neg Y \Rightarrow \neg Y \ x\ & \ &\text{:07:Instanz(X:=¬Y)} \\ \text{09} &\quad \neg Y \ x\ & \ &\text{:05:08:[Modus ponens]} \\ \text{10} &\quad \text{ ├ }\; (Y\ x \wedge \neg Y \ x) \;\Leftrightarrow\;\ F\ & \ & \text{:02:09:[Konjunktion] ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{11} &\quad \neg P\ Y \; \Rightarrow \; (Y\ x \wedge \neg Y \ x )\ & \ &\text{:03:10:[├A├B ╞ A → B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{12} &\quad \neg\neg P\ Y \ & \ &\text{:11:10:[Modus tollendo tollens] :: [A → B,¬B├ ¬A]} \\ \text{13} &\quad \text{ ├ }\; P\ Y \ & \ &\text{:12:NEG; bzw. :03:10:[├¬A→F ╞ A] :: ''INDIREKTER BEWEIS'' :AE:} \\ \text{14} &\quad \ P\ Y \;\Rightarrow\;\Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{(A4):Instanz(X:=Y)} \\ \text{15} &\quad \Box \; \ P\ Y \ & \ & \text{:13:14:[Modus ponens]} \\ \text{16} &\quad \ G \ y \Rightarrow \ Y \ y\ & \ &\text{:01:02:[├A├B ╞ A→B]:FUB(x:=y)} \\ \text{17} &\quad \text{ ├ }\; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:16:[G(y) ├ ⱯyG(y)]} \\ \text{18} &\quad \Box \; \ P\ Y \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:13:17:[├A├B ╞ A→B]:[RM]} \\ \text{19} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:15:18:[Modus ponens]} \\ \text{20} &\quad \ Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)\ & \ &\text{:02:19:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{21} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x & \ &\text{:20:01:[Konjunktion] :: [A, B├ A ∧ B]} \\ \text{22} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ X \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ X \ x\;\Leftrightarrow\; X_{ess}\ x \ & \ &\text{(D2):KOMM(↔):KOMM(∧):[ⱯYA(Y) ├ A(Y)] wegen :13:} \\ \text{23} &\quad \ (Y\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ Y \ y)) \wedge \ G \ x\;\Leftrightarrow\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:22:Instanz(X:=G)} \\ \text{24} & \quad \text{ ├ }\; G_{ess}\ x \ & \ &\text{:21:23:[Modus ponens]:AE: wegen :30:} \\ \text{25} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:01:24:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.1} \\ \text{26} &\quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ &\text{(D1):01:[Modus ponens] } \\ \text{27} &\quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ &\text{:26:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{28} &\quad \ P \ G \Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:27:Instanz(X:=G)} \\ \text{29} &\quad \text{ ├ }\; G \ x\ & \ &\text{(A3):28:[Modus ponens]} \\ \text{30} &\quad \ G_{ess}\ x \;\Rightarrow \ G \ x\ & \ &\text{:24:29:[├A├B ╞ A→B] :: Theorem 2.2 } \\ \text{31} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{:25:30:[Konjunktion]:BIKONDITIONAL :: [(A→B) ∧ (B→A) ↔ (A↔B)] } \\ \text{(Theorem 2)} &\; \text{„Dasein, GOTT-Sein, ist das Wesen GOTTES“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war ! } \\ \text{32} &\quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:19:Instanz(Y:=(x=..))} \\ \text{33} &\quad \ G\ x \;\Rightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Rightarrow \ (x = y))\ & \ & \text{:01:32:[├A├B ╞ A→B]} \\ \text{(Korollar 2)} & \;\text{„Es gibt notwendig höchstens einen GOTT“} & \ & \text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es für jede mögliche Welt nur einen GOTT“} \\ \end{align}</math> </small> |} <span style="color:#00B000"><small>(In den Kalkül-Zeilen 16, 18, 31 mussten zwei-, und in Zeile 22 drei Kalkül-Schritte, d.h. Logik-Operationen in eine Zeile zusammengezogen werden, weil der Parser dieser speziellen Mathematik-Funktion in Wikibooks jedes Mal wegen Puffer-Überlauf abstürzt, wenn zu den bestehenden Zeilen noch eine neue Zeile zusätzlich eingefügt wird. Das vermindert etwas die Transparenz des Kalküls.)</small></span> Anmerkung-2 ''':''' <span style="color:#00B000">(Dieser Beweisgang kommt auch ohne das ,unbestimmte‘ Konjunkt <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Xx'''‘ —</span> in der Definition-2 zum gleichen Ergebnis, und wird dadurch um eine Zeile verkürzt ''':''' Zeile 21 entfällt, und <span style="color:#4C58FF">[ KOMM(∧) ]</span> ist unnötig. Dieses Konjunkt wird hier ebenfalls schon in der Kalkül-Prämisse :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, als ,Annahme‘ gesetzt, vorentschieden und ,bestimmt‘ mit der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>. Es war also logisch korrekt, dass GÖDEL, in seiner Notiz vom 10. Feb. 1970 zum ontologischen Beweis, dieses Konjunkt weggelassen hat, was ihm von Kommentatoren als ein Flüchtigkeitsfehler angerechnet worden war. Der gesamte 2. Beweisgang bewegt sich im Geltungsbereich der Prämisse Term :01:, d.h. ist in jeder Zeile von der Annahme abhängig ''':''' die Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen. In der Kalkül-Zeile 33 wird mit Korollar-2 diese Abhängigkeit, für den Term :32:, explizit dargestellt.)</span> Der Beweisgang geht mit der Prämisse :01: prinzipiell, als Voraussetzung, von der Existenz eines GOTTES aus. Im 1. Beweisgang wurde bewiesen, dass die von GÖDEL ,postulierten‘ <span style="color:#FF6000">»''positiven Eigenschaften, Vollkommenheiten, Perfektionen'', <span style="color:#00B000">[ die sog. ,Transzendentalien‘ ]</span> ''in GOTT auch konsistent''«</span>, d.i. widerspruchsfrei sind. Hier, in diesem Beweisgang wird nun die Prämisse vom 1. Beweisgang hinterfragt, <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PX'''‘ —</span> ''':''' Gibt es in GOTT überhaupt so Etwas, wie <span style="color:#FF6000">»''Vollkommenheit, absolut Positives, Perfektes''«</span> '''?''' Die ,Annahme‘ jedoch, dass es <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span> <span style="color:#00B000">(keine Transzendentalien in GOTT)</span> gibt, <span style="color:#00B000">(Prämisse Term :03:)</span>,<span style="color:#4C58FF"> — ‚'''¬PY'''‘ —</span>, d.h. dass die wesentlichen Eigenschaften in GOTT keine <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> seien, führt aber zu einem unlösbaren Widerspruch, <span style="color:#00B000">(Term :10:)</span>. Mit Term :13:, als 1. Hauptergebnis, ist damit, — als ,neue‘ Prämisse, <span style="color:#00B000">(ersetzt Term :03:)</span> —, definitiv ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ , d.h. es ist ,wahr‘)</span>, dass alle Eigenschaften, die hier mit <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''‘ —</span> symbolisiert werden, <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaften“</span>, d.h. <span style="color:#FF6000">„Perfektionen“</span> sind, von denen das Kalkül ,annimmt‘, <span style="color:#00B000">(Prämissen Term :01:, Term :02: und speziell Term :16:)</span>, dass der GOTT der Christen sie besitzt. Alle ,Wesenseigenschaften‘ in GOTT ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Y'''<sub>ess</sub>‘ —</span>, die durch den Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —, </span> dargestellt werden, sind somit <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheiten“</span> ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span><span style="color:#00B000">, (,ultimative Transzendentalien‘, aller ,Grade‘)</span>. Damit ist definitiv ‚bestätigt‘, <span style="color:#00B000">( ╞ , es ist ,wahr‘)</span>, was mit Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, schon ‚angenommen‘ worden ist ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist perfekt; er hat alle positiven Eigenschaften“</span>; und auch Definition-1 ist damit ,verifiziert‘ ''':''' <span style="color:#FF6000">„GOTT ist genau deswegen GOTT, weil er, als GOTT, positive Eigenschaften aller Grade in sich schließt“</span>; entsprechend dem Quelltext bei LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. <span style="color:#00B000">(Der ,Schlüsselbegriff‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> ist der ,Schlüssel‘ zur Erkenntnis, dass GOTT ,notwendig‘, sowohl ,wesentlich‘ für uns, als auch an sich ,grundlos‘, immer schon ,da‘ ist.)</span> Hier, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, hat Axiom-1, <span style="color:#00B000">(im Term :04:)</span>, sicher gestellt, dass die Eigenschaften in GOTT, <span style="color:#00B000">(Definition-1; Term :06:)</span>, tatsächlich <span style="color:#FF6000">„ultimativ positiv, perfekt und vollkommen“</span> sind ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>. Das GÖDEL-Axiom-1 bezieht seine ,Potenz‘ aus dem Prinzip vom ,auszuschließenden‘ Widerspruch ''':''' eine Eigenschaft kann nicht zugleich ,positiv‘ und ,nicht positiv‘ sein '''!''' Formal lässt sich das 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' schon aus Term :23: in diesem Beweisgang mit der <span style="color:#4C58FF">[ Vereinfachung ] :: [ A∧B ├ B ]</span> ohne Weiteres ,regulär‘ ableiten, — analog zu den Vorgehensweisen bei A. FUHRMANN und G.J. WIRSCHING. <span style="color:#00B000">(Beide Aussagen dieser ,Konjunktion‘ sind ,gleichwertig‘, daher partizipiert das Theorem-2 auch am Ergebnis der Widerspruchsfreiheit von Term :13:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span>, dem 1. Hauptergebnis.)</span> Der hier gewählte, etwas längere Weg zum Ergebnis, soll die innere Struktur und Abhängigkeit der Ergebnisse von bestimmten Voraussetzungen offen legen, und ihren ,Zweck‘ verdeutlichen. Die beiden Hauptergebnisse im Basisbeweis gehen vom vorgefundenen und traditionell vorgegebenen Begriff von ,GOTT‘ aus, <span style="color:#00B000">(Term :06:, Term :16: und Term :26:)</span>. Das ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 1. Hauptergebnis, hier im 2. Beweisgang, Term :13: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PY'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''die Eigenschaften in GOTT sind vollkommen, d.h. sind die ultimativen Transzendentalia''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>, als auch die Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span>, für die Annahme ''':''' den ,GOTT der Christen‘, der als GOTT alle Grade der Vollkommenheit in sich schließt. Und das ebenfalls ,bewiesene‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> 2. Hauptergebnis, hier im selben Beweisgang, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''↔'''G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''das Wesen GOTTES ist sein eigenes Sein''«</span>, rechtfertigt, bzw. verifiziert sowohl Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, als auch die Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, für die Wesenseigenschaft ''':''' ,notwendige Existenz‘, und widerlegt den Einwand KANTS, für den Spezialfall ''':''' GOTT. Zwei Axiome und zwei Definitionen von GOTT und seinen Vollkommenheiten werden durch die Ergebnisse im Basisbeweis des GÖDEL-Kalküls in unserer realen Welt als ,wahr‘, <span style="color:#00B000">(genauer als ,widerspruchsfrei‘)</span>, und, — im Rahmen des christlichen Glaubens —, als ,annehmbar‘ bestätigt. <span style="color:#00B000">(Anmerkung zu Term :24: ''':''' eine Prämisse ist regulär-,modal‘ immer ,frei‘ wählbar.)</span> Zusammengefasst heißt das ''':''' die ,strittige‘ Begründung der ,methodologischen‘ Prämisse des GÖDEL-Kalküls ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Prämisse, Term :01:)</span>, weil <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#00B000">(Korollar-1)</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das <span style="color:#4C58FF">— ‚'''x'''‘ —</span> steht für den GOTT der Christen, für den es ohne Widerspruch denkbar ist, dass es ihn gibt''«</span>, <span style="color:#00B000">(ANSELMS Prinzip, trotz der ,Warnung‘ KANTS)</span>, ist ,wahr‘ und für uns ,annehmbar, denn es ist auch, auf Grund der Ergebnisse des 2. Beweisganges, in unserer realen Welt ,wahr‘ und ,annehmbar‘, weil schon als ,widerspruchsfrei‘ verifiziert ''':''' der GOTT der Christen <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span> ,existiert‘ für uns ,notwendig‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(d.i. das Extra-Korollar sowohl im 2. als auch im 3. Beweisgang)</span>, denn dieser GOTT ist aus sich ,vollkommen‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PG'''‘ —</span>, und zu seiner ,Vollkommenheit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span> gehört auch notwendig sein ,Existieren‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. <span style="color:#00B000">(Jeder dieser Terme ist im Geltungsbereich der Prämisse Term :01: als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ bewiesen.)</span> Das ist der ,Kern‘ des ontologischen Arguments, und somit ist auch diese ,strittige‘ Begründung der Prämisse des GÖDEL-Kalküls mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. sie ist logisch ,richtig‘ und, im Kontext des christlichen Glaubens, vernünftig. Die Annahme des Gegenteils zu dieser Prämisse ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist undenkbar, dass es diesen GOTT gibt''«</span>, führt jedoch, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, zu einem Widerspruch — und ist daher logisch ,falsch‘, <span style="color:#00B000">(siehe Anhang ''':''' Widerlegung)</span>. Die Behauptung einer ,formalen Unentscheidbarkeit‘, <span style="color:#00B000">(d.h. der ,methodologische‘ Agnostizismus)</span>, zu den Annahmen ist gegen jede ,Logik‘. Denn aus dem, im Kalkül abgeleiteten, Widerspruch aus der einen Annahme, und damit ihrer Unrichtigkeit, folgt notwendig die Richtigkeit der gegenteiligen Annahme. Damit ist eine klare Entscheidung getroffen. Mit dem 2. Hauptergebnis, Theorem-2 ''':''' <span style="color:#FF6000">»'',Dasein‘ ist das ,Wesen‘ GOTTES''«</span>, folgt die GÖDEL-Axiomatik der philosophisch-<span style="color:#4C58FF">,theologischen‘</span> Tradition der ,Rede von GOTT‘ seit ARISTOTELES, und schließt sich damit formal-syntaktisch zugleich auch der religiösen Überzeugung der Christen an, die glauben, dass GOTT, als unser Vater, aus Liebe, in seinem Sohn, JESUS CHRISTUS, für uns immer schon <span style="color:#FF6000">»''da''«</span> ist, <span style="color:#00B000">(der Sohn ist koinzident ,eins‘ mit GOTT, dem Vater und dem GEIST)</span>, wirksam in und durch seine <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span>, im HEILIGEN GEIST, bis ans Ende der Zeit. Das ist das, <span style="color:#FF6000">»''was''«</span> GOTT eigentlich für uns ausmacht, — die Selbstmitteilung seines unergründlichen Wesens in den Sakramenten der <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ''':''' <span style="font-family: Times;"><big>‘אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֑ה‚</big></span> <span style="color:#00B000">| ‚eh'jeh asher eh'jeh‘ |</span> <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin da für euch und für immer, als der ich ''<span style="color:#00B000">[ immer schon gewesen ]</span> ''bin''«</span>; <span style="color:#00B000">(d.i. das <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-exegetische ,Axiom‘ der Christen, und die <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span> korrekte Explikation der ,regulären‘ Kalkül-Prämisse Term :01: <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx'''‘ —</span>, jeweils im 2. und 3. Beweisgang)</span>. Das heißt aber nicht, dass der Autor des Kalküls sich mit diesem Glauben identifiziert hat, <span style="color:#00B000">(,hat‘ er auch nicht)</span>, oder dass der Leser des ontologischen Beweises von Kurt GÖDEL sich damit identifizieren muss, wenn er dessen ,mathematische Evidenz‘ anerkennt. Zur erweiterten <span style="color:#4C58FF">„theologischen“</span> Explikation der Kalkül-Prämisse ''':''' Die <span style="color:#4C58F0">„Kirche“</span> ist das ,Meisterwerk‘ GOTTES ''':''' In ihr ist es GOTT gelungen, etwas Göttliches und Unzerstörbares in unsere korrupten Welt einzupflanzen ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Etwas Göttliches existiert notwendig, d.h. ,unzerstörbar‘ in unserer Welt''«</span>. Sie ist, durch die Menschwerdung des GOTTES Sohnes, JESUS CHRISTUS, dessen <span style="color:#4C58F0">„Leib“</span> sie ist, untrennbar mit Menschen verbunden, die schon, von allem Anfang an, und jetzt immer noch, durch die Sünde korrumpiert sind. Mit ihr will und wird GOTT unsere Welt und die Menschheit, bis ans Ende der Zeit, von der Sünde und von deren Konsequenz, dem <span style="color:#00B000">(ewigen)</span> Tod <span style="color:#4C58FF">„erlösen“</span>, <span style="color:#00B000">(jedoch nicht ohne die Zustimmung des Menschen)</span>. Mit dieser Explikation wird die Tragweite des ontologischen Arguments ANSELMS, und damit auch die <span style="color:#4C58FF">„theologische“</span> Relevanz der GÖDEL-Axiomatik erkennbar. Immer vorausgesetzt, <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man glaubt an GOTT, <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. ====<div class="center"><span style="color:#660066">3. Beweisgang</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDELS ontologischer Beweis für Theorem 3, (ANSELMS Theorem)</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe___________________„Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 5)} & \quad P\ E_{not}\; \ & \text { } & \text{„Notwendige Existenz ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{ } & \text{( :: Das ist nur dann wahr, wenn ,Dasein‘ und ,Wesen‘ } & \ & \text{( :: dagegen KANT : ,Existenz‘ ist keine ,Eigenschaft‘,} \\ \text{ } & \;\;\text{in eins zusammenfallen ! ARISTOTELES : Theorem-2)}\ & \ & \;\;\text{,Sein‘ ist für alles, was existiert, kein ,reales Prädikat‘ ! )} \\ \text{(Definition 1)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \forall X(\ P \ X \Longrightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{„x ist genau dann GOTT, wenn x alle positiven Eigenschaften hat“} \\ \text{(Definition 3)} & \quad \ E_{not}\ x \;\Longleftrightarrow\;\ \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Longrightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{„Notwendige Existenz ist genau dann eine Eigenschaft von x, wenn} \\ \text{ } & \quad & \ & \;\;\text{alle wesentl. Eigenschaften von x notwendig instanziiert sind“} \\ \text{(Korollar 1)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{„Es ist definitiv möglich, dass es GOTT gibt“} \\ \text{(Theorem 2)} &\quad \ G\ x \;\Longleftrightarrow\; \ G_{ess}\ x \ & \ &\text{„Dasein, GOTT-Sein, Existenz ist das Wesen, die Essenz GOTTES“} \\ \text{(Korollar 2)} &\quad \ G\ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{„Wenn es GOTT gibt, dann gibt es notwendig nur einen GOTT“} \\ \text{(Theorem 3)} & \quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow\; \Box \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{( :: ANSELMS Prinzip)} \\ \text{ } & \text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \ G \ x\ & \ & \text{ AE: „Angenommen, x steht für den GOTT der Christen“} \\ \text{02} & \quad \forall X(\ P \ X \Rightarrow \ X \ x)\ & \ & \text{(D1):01:[Modus ponens] :: (logische Schlussregel)} \\ \text{03} & \quad \ P \ X \Rightarrow \ X \ x\ & \ & \text{:02:[ⱯXA(X) ├ A(X)] :: (Quantorenregel)} \\ \text{04} & \quad \ P \ E_{not}\;\Rightarrow \ E_{not}\ x\ & \ & \text{:03:Instanz(X:= Enot) :: (Substitution für Eigenschaften)} \\ \text{05} & \quad \ E_{not}\ x\ & \ & \text{(A5):04:[Modus ponens] :: [A, A → B├ B]} \\ \text{06} & \quad \forall X \left(\ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y \right) & \ & \text{(D3):05:[Modus ponens]} \\ \text{07} & \quad \ X_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ X\ y & \ & \text{:06:[ⱯXA(X) ├ A(X)]} \\ \text{08} & \quad \ G_{ess}\ x \Rightarrow \Box \; \exists y \ G\ y & \ & \text{:07:Instanz(X:= G)} \\ \text{09} & \quad \ G_{ess}\ x \ & \ & \text{(Th2):01:[Modus ponens]} \\ \text{10} & \quad \text{ ├ }\;\Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{:08:09:[Modus ponens]:FUB(y:=x) :: (Freie-Um-Benennung der Var.)} \\ \text{11} & \quad \Diamond \exists x \ G \ x \;\Longrightarrow \; \Box \; \exists x \ G\ x & \ & \text{(K1):10:[├A├B ╞ A→B] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''} \\ \text{(Theorem 3)} & \;\text{„Weil GOTT möglich ist, darum gibt es GOTT notwendig“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \text{12} & \quad \Box \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y))\ & \ &\text{(K2):01:[Modus ponens]} \\ \text{13} & \quad \Box \; (\exists x \ G\ x \wedge \; \forall y(\ G \ y \Longrightarrow \ (x = y)))\ & \ & \text{:10:12:[Konjunktion] :: [A, B ├ A∧B] :DIST(□∧)} \\ \text{(Korollar 3)} & \;\text{„Es gibt notwendig genau nur einen GOTT“} & \ & \text{„Es gibt für alle mögliche Welten nur den GOTT der Christen“} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-3 ''':''' <span style="color:#00B000">(Ein Theorem und zwei Korollare, aus den beiden vorhergehenden Beweisgängen, werden hier, im 3. Beweisgang, zu ,Axiomen‘, die das Theorem-ANSELMS und sein Korollar mit-verifizieren und bestätigen.)</span> Dieser Beweisgang ist das Ziel aller Bemühungen. Hier wird der sog. ,ontologische Gottesbeweis‘ nach ANSELM von Canterbury formal-syntaktisch dargestellt und als logisch nachvollziehbar von GÖDEL bestätigt. Damit hat er aber auch klar gestellt, dass der ontologische Beweis ANSELMS kein Beweis für die ,Existenz‘ des GOTTES der Bibel sein kann, bzw. sein ,will‘ ''':''' Denn mit der Prämisse, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, <span style="color:#00B000">(Term :01:, wie auch schon im ,Basisbeweis‘, und ausformuliert hier in Term :02:, mit der Definition für GOTT)</span>, wird mit dem traditionellen, abendländischen ,GOTT-Glauben‘, dass der Gott der Christen tatsächlich existiert, — methodologisch als ,Annahme‘ —, der Beweisgang schon regulär und explizit eröffnet, aus dem sich dann, logisch korrekt, mit Hilfe der GÖDEL-Axiome und Definitionen, das ,Theorem ANSELMS‘ ergibt; <span style="color:#00B000">(hier jedoch, mit Günther J. WIRSCHING, ohne den Umweg bei GÖDEL über das modale Axiom-BECKER ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇□A→□A'''‘ —</span>, das André FUHRMANN recherchiert hat)</span>. GÖDEL verwendet zur Darstellung des sog. ,ontologischen Gottesbeweises‘ nach ANSELM die Struktur eines modal-logischen Kalküls. Ein modal-logisches Kalkül ist ein genau geregeltes Schema, in dem bei bestimmten ,Annahmen‘ <span style="color:#00B000">(Axiome, Definitionen, Prämissen)</span> etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt. Entsprechend der ,Modalität‘ der sechs ,modal‘ notwendigen Voraussetzungen für den 3. Beweisgang, die in den <span style="color:#00B000">(und durch die)</span> beiden vorhergehenden Beweisgängen schon als ,modal‘ wahr, bzw. als annehmbar verifiziert und/oder ,bewiesen‘ wurden, sind auch die beiden ,Schlusssätze‘ <span style="color:#00B000">(Theorem-3 und Korollar-3)</span> ,modal‘ wahr, bzw. annehmbar '''!''' Die Wahl der Prämisse :01: dagegen ist nicht ,modal‘ notwendig, sondern beruht auf einer freien Entscheidung, und damit ist auch ihre Interpretation eine freie Entscheidung, mit der Voraussetzung, dass man das Kalkül mit Theoremen aus der <span style="color:#4C58FF">„christlichen Theologie“</span> evaluieren, und damit interpretieren will. Dazu berechtigt die Genese des Kalküls. Der Glaube an den GOTT der Christen ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, beruht immer auf einer freien Entscheidung. Das Kalkül, als solches, unabhängig von jeder Interpretation seiner Syntax, ist genau dann ,allgemein‘ <span style="color:#FF6000">»''mathematisch evident''«</span>, d.h. ,ist allgemein gültig‘, wenn es gültigen Logik-Regeln folgt. Die Bestimmung seiner Syntax jedoch, d.h. seine Interpretation, unterliegt hermeneutischen Kriterien, die nicht von Logik-Regeln abhängen, wie hier ''':''' <span style="color:#FF6000">»''(unabhängig von der zufälligen Struktur der Welt). Nur dann sind die Axiome wahr''«</span>, wie GÖDEL selbst hinzufügt. Mit der, — von GÖDEL eingeforderten —, ‚Unabhängigkeit‘ der Kalkül-Axiome von der zufälligen Struktur der Welt, wird implizit für das Kalkül auch festgelegt, dass <span style="color:#FF6000">„GOTT“</span> ‚unabhängig‘ von der zufälligen <span style="color:#00B000">(Raum-Zeit-)</span>Struktur unserer vergänglichen Welt, und daher ,zeitlos-ewig‘ ist, <span style="color:#00B000">(was <span style="color:#4C58FF">„theologisch“</span> korrekt ist)</span>, begründet durch Definition-1 und Axiom-3. Aus der zeitlosen Ewigkeit GOTTES folgt, dass GOTT, <span style="color:#FF6000">„unverursacht“ <span style="color:#00B000">|</span> „grundlos“</span>, für uns immer schon ‚da‘ ist, denn bei Zeitlosigkeit gibt es keinen ,zeitlichen‘ und damit auch keinen ,ontologischen‘ Unterschied zwischen ‚Ursache‘ und ‚Wirkung‘. Beides ist dann koinzident ,eins‘ ''':''' wie ,Wesen‘ und ,Dasein‘ in GOTT, bzw. ,Begriff‘ und ,Sein‘, oder ,Möglichkeit‘ und ,Wirklichkeit‘. <span style="color:#00B000">(Man vergleiche damit auch die ,postulierte‘ Einheit von ,Erkenntnisobjekt‘ und ,Erkenntnissubjekt‘ im ,Gott‘ des ARISTOTELES ''':''' im <span style="color:#FF6000">»<span style="color:#00B000">[ selbstbewussten ]</span> ''Erkennen seiner Erkenntnis''<span style="color:#00B000">[-Tätigkeit ]</span>«<span style="color:#00B000"> | </span>„<span style="font-family: Times;"><big>νοήσεως νόησις</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„noêseôs noêsis“</span> <small>(‚<span style="font-family: Times;"><big>''Metaphysik''</big></span>‘ XII 9, 1074b34)</small>, im Vollzug seiner Funktion als ,unbewegtes Bewegungsprinzip‘, als <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>πρῶτον κινοῦν ἀκίνητον</big></span>“<span style="color:#00B000"> | </span>„prôton kinoûn akinêton“</span> der Welt, das alles Übrige <span style="color:#FF6000">»''wie ein Geliebtes''«<span style="color:#00B000"> | <span style="color:#FF6000">„<span style="font-family: Times;"><big>ὡς ἐρώμενον</big></span>“</span> | <span style="color:#FF6000">„hôs erômenon“</span> bewegt; d.h. christlich ''':''' <span style="color:#FF6000">»''aus Liebe''«</span> ,entstehen‘ lässt.)</span> Anmerkung-4 ''':''' Das <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> schon bewiesene Theorem-2, d.h. die Koinzidenz von <span style="color:#FF6000">„Sein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, <span style="color:#00B000">(‚Existenz‘</span> und <span style="color:#00B000">‚Essenz‘)</span>, rechtfertigt sowohl Axiom-5 als auch die Definition-3, und widerlegt den Einwand KANTS. Somit ist deren Setzung <span style="color:#00B000">(hier, im 3. Beweisgang)</span> korrekt, und durch das Theorem-2 schon vorbestimmt und bestätigt, d.h. beide sind ,wahr‘ und annehmbar, da sie durch die Gültigkeit von Theorem-2 ,verifiziert‘ worden sind. Damit wird klar erkennbar, dass das Theorem-2 tatsächlich die Basis des GÖDEL-Kalküls ist. Und wenn damit Axiom-5 im GÖDEL-Kalkül ‚gerechtfertigt‘ ist, dann ist auch, <span style="color:#00B000">(als Voraussetzung dafür)</span>, das Axiom-4 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX → □PX'''‘ — ''':''' </span> <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften'', <span style="color:#00B000">[ ,Transzendentalia‘ ]</span>, ''sind notwendig aus sich'', <span style="color:#00B000">[ von Natur aus ]</span>, ''positiv''«</span>, im 2. Beweisgang erklärbar, in dem die ‚Positivität‘, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, einer Eigenschaft schon als ‚notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, charakterisiert worden ist, äquivalent zu Axiom-5 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>, in dem die ‚Notwendigkeit‘, <span style="color:#4C58FF">— <sub>not</sub> —</span>, <span style="color:#00B000">(der Existenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''‘ —</span>)</span>, dann als ‚positive‘ Eigenschaft, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>, ‚bestimmt‘ wird; <span style="color:#00B000">(unter der speziellen Voraussetzung, dass <span style="color:#FF6000">„Existieren“</span> definitiv als eine <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT ,instanziiert‘ ist; vgl. Definition-3. Eine ,bestimmte‘ Eigenschaft ist genau dann ,instanziiert‘, wenn sie an einem Träger real ,existiert‘. Definition-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''E'''<sub>not</sub>'''x ↔ ∀X(X'''<sub>ess</sub>'''x →□∃yXy)'''‘ —</span>, besagt, dass die, von GÖDEL postulierte, <span style="color:#FF6000">„notwendige Existenz“</span> zu den ,ultimativen‘ Transzendentalia in GOTT gehört. Genauer ''':''' Sie ist die ,Summe‘ aller Transzendentalia.)</span> Zum Axiom-4, <span style="color:#00B000">(bzw. zum Term :14:, im 2. Beweisgang)</span>, erklärt GÖDEL in seinen Notizen zum Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">»''da es'' <span style="color:#00B000">[ das Notwendigsein, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span> ]</span> ''aus der Natur der'' <span style="color:#00B000">[ positiven ]</span> ''Eigenschaft folgt'', <span style="color:#00B000">[ deren Positivität, im selben Beweisgang, mit Term :13: vorher schon ,bewiesen‘ (╞ ) worden ist ]</span>«</span>. Der Unendliche, GOTT, — im Glauben der Christen —, ist deswegen ,notwendig für uns da‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→E'''<sub>not</sub>'''x'''‘ —</span>, weil er als GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘ und absolut ,positiv‘, d.h. absolut ,gut allein‘ ist, ohne jede Negativität ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG'''‘ —</span>; <span style="color:#00B000">(was auch schon im 2. Beweisgang mit Term :13: verifiziert wurde)</span>. Und wenn GOTT ,vollkommen‘, ,perfekt‘, ,positiv‘, und absolut ,gut‘ ist, dann ist er das auch ,notwendig aus sich‘ ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PG → □PG'''‘ — ::</span> <span style="color:#00B000">(als Zusatz-Korollar mit Axiom-4 und der <span style="color:#4C58FF">[ Instanz(X:=G) ]</span>)</span>, d.h. ,aus seinem Wesen‘. Das ist gerade das, ,was‘ GOTT als GOTT ausmacht ''':''' sein ,Wesen‘, bzw. seine <span style="color:#FF6000">„Natur“</span>. Zusammen mit der Definition-1 für GOTT, <span style="color:#00B000">(und der Definition-2 ''':''' Alle Wesenseigenschaften hängen notwendig gleichwertig aus sich zusammen)</span>, ist dieses, aus der <span style="color:#FF6000">„Natur“</span> GOTTES sich ergebende, ‚Notwendigsein‘ aller ‚positiven‘ Eigenschaften im Axiom-4, und ihr logischer Zusammenhang, d.i. die Koinzidenz aller ,Vollkommenheiten‘ im Unendlichen, GOTT, ihr ,Zusammenfallen in eins‘, die entscheidende Voraussetzung, aus der sich dann für GÖDEL <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span> auch der logische Zusammenhang, bzw. die ontologische Identität, <span style="color:#00B000">(die Koinzidenz)</span>, von <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> und <span style="color:#FF6000">„Wesen“</span> in GOTT, im Basis-Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ —</span> mit Notwendigkeit ergibt. Das Theorem-2 ist dann, in Folge, die ,modal‘ notwendige, d.h. die transzendentale Voraussetzung auch für den Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, <span style="color:#00B000">(Term :09: hier im 3. Beweisgang)</span>. <span style="color:#FF6000">„Positive Eigenschaften“<span style="color:#00B000"> | </span>„Vollkommenheiten“</span> sind ,immer‘ auch <span style="color:#FF6000">„notwendige Eigenschaften“</span>, daher ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''PE'''<sub>not</sub>‘ —</span>. Das ,Dasein‘, die <span style="color:#FF6000">„Existenz“</span> ist ,immer‘ etwas <span style="color:#FF6000">„Positives“</span>, speziell in GOTT, dem Schöpfer jeder ,Existenz‘, bzw. allen ,Seins‘. Axiom-4 begründet im GÖDEL-Kalkül das Basis-Theorem-2, und ,verankert‘ dieses Theorem damit zugleich in der <span style="color:#4C58FF">,theologisch‘</span>-philosophischen Tradition der ,Rede von GOTT‘ bei ARISTOTELES, — AVICENNA, — ANSELM, — DESCARTES, — LEIBNIZ, — HEGEL, — und bei GÖDEL mit äußerster ,logischer‘ Klarheit. Anmerkung-5 ''':''' Der ‚Schlüsselbegriff‘ in diesem Kalkül ''':''' <span style="color:#FF6000">„positive Eigenschaft“</span>, bzw. <span style="color:#FF6000">„Vollkommenheit“<span style="color:#00B000"> | </span>„Perfektion“</span>, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span>, dominiert alle Axiome des GÖDEL-Kalküls, jedoch ohne inhaltlich genauer ‚bestimmt‘ worden zu sein. Für <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ — </span> gibt es keine explizite Definition '''!''' <span style="color:#00B000">(Das Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span>, besagt nur, dass die ,postulierten‘, positiven Eigenschaften formal miteinander verträglich, d.h. ‚widerspruchsfrei‘ sind, wegen Axiom-2. Axiom-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX ∧ □∀x(Xx→Yx)→PY'''‘ —</span>, besagt, dass positive Eigenschaften ,gleichwertig‘ sind, d.h. gleich ,wahr‘ sind, weil sie ,notwendig‘, <span style="color:#4C58FF">— '''□''' —</span>, aus sich, alle paarweise mit- und voneinander ,impliziert‘ sind, sich gegenseitig ,einschließen‘, und damit eine Einheit bilden, d.h. in GOTT ,eins‘ sind. Axiom-2 ist somit zugleich eine ,indirekte‘ Definition für ,positive‘ Eigenschaften ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''P'''‘ —</span>. Definition-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''X'''<sub>ess</sub>'''x ↔ Xx ∧ ∀Y(Yx→ □∀y(Xy→Yy))'''‘ —</span>, besagt ''':''' Weil die ,gleichwertigen‘, positiven Eigenschaften sich gegenseitig implizieren, und damit notwendig von einander abhängen, d.h. koinzident in GOTT ,eins‘ sind, sind sie somit auch die ,wesentlichen‘ Eigenschaften, <span style="color:#4C58FF">— ‚Transzendentalia‘ — </span>, in GOTT, der, wesentlich und exklusiv, notwendig ,Einer‘ ist. Fußnote zu Definition-2 in der GÖDEL-Notiz ''':''' <span style="color:#FF6000">»''any two essences of x are nec. equivalent''«</span>. Die paarweise, notwendige Äquivalenz von zwei beliebigen Wesenseigenschaften der Variable <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span>, wird hier, spezifisch für GOTT, d.h. wenn <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''x'''‘ —</span> für GOTT steht, zur <span style="color:#FF6000">„Koinzidenz“</span>, — zum paarweise ,Zusammenfallen in eins‘ —, dem inneren Zusammenhang aller seiner ,ultimativen‘ Vollkommenheiten, d.h. aller ,Transzendentalia‘, in dem Unendlichen, GOTT.)</span> In den entscheidenden ‚Schlusssätzen‘ des Kalküls ist der ‚Schlüsselbegriff‘ verschwunden. Hier ist nur mehr von GOTT, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''G'''‘ —</span>, die Rede ''':''' Korollar-1, <span style="color:#FF6000">„Es ist definitiv denkbar, dass es GOTT gibt“</span>, Theorem-2, <span style="color:#FF6000">„Dasein, GOTT-Sein, Göttlichkeit ist das Wesen GOTTES“</span>, Theorem-3, <span style="color:#FF6000">„Weil GOTT definitiv denkbar, d.h. widerspruchsfrei möglich ist, darum ist auch der Glaube widerspruchsfrei, logisch richtig und mathematisch evident, der annimmt, dass es GOTT, mit Notwendigkeit, wirklich gibt“</span>, <span style="color:#00B000">(nach ANSELM von Canterbury, und was spezifisch das <span style="color:#FF6000">»</span>''Privilegium der Gottheit allein''<span style="color:#FF6000">«</span> ist, nach LEIBNIZ)</span>, und Korollar-3, <span style="color:#FF6000">„Es gibt notwendig aus sich, d.i. unverursacht, nur einen GOTT“</span>. Das GÖDEL-Kalkül ist zu diesen Erkenntnissen gekommen, ohne die Eigenschaften, bzw. die ‚Vollkommenheiten‘ GOTTES, d.h. wer oder was GOTT ‚an sich‘ selbst ist, genauer bestimmen zu müssen, <span style="color:#00B000">(was ,für uns‘ ohnehin ,unmöglich‘ ist)</span>; außer im Theorem-2, in dem das <span style="color:#FF6000">„Dasein“</span> GOTTES als die ‚für uns‘ bestimmende und wichtigste <span style="color:#FF6000">„Wesenseigenschaft“</span> in GOTT erkannt worden ist, — immer vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span>, man ‚glaubt‘ an den zeitlos-ewigen GOTT ''':''' <span style="color:#00B000">(Term :01:)</span>. Der GOTT des GÖDEL-Kalküls ist nicht mehr der an Raum und Zeit gebundene ‚Gott‘ des ARISTOTELES, sondern der von Raum und Zeit <span style="color:#FF6000">»''unabhängige''«</span> GOTT der Bibel bei ANSELM und bei LEIBNIZ. Das GÖDEL-Kalkül, <span style="color:#00B000">(wie ja auch der sog. ‚ontologische Gottesbeweis‘ ANSELMS)</span>, kann jedoch, — bei aller ‚Coolness‘ —, keinen GOTT-Glauben ‚erzeugen‘, setzt jedoch die Existenz GOTTES als gegeben voraus. Das Kalkül des Logiker GÖDEL beweist zumindest, dass der traditionelle ‚GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die theologische Weltanschauung''«</span>, mit den Maßstäben der modernen Logik <span style="color:#FF6000">»''durchaus vereinbar''«</span>, d.h. logisch ,richtig‘ ist, weil der ‚Nicht-GOTT-Glaube‘, <span style="color:#FF6000">»''die atheistische Weltanschauung''«</span>, im Möglichkeitsbeweis notwendig zu unlösbaren Widersprüchen führt, und damit logisch ,falsch‘ ist. <span style="color:#00B000">(Die ,Logik‘ hat aber, — bekanntlich —, bei allen wichtigen, persönlichen Entscheidungen immer nur eine untergeordnete Rolle '''!''' )</span> Anmerkung-6 ''':''' Das erste, ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleitete, Hauptergebnis im 3. Beweisgang, Term :10: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> ''':''' die ,notwendige‘ Existenz GOTTES, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse, Term :1: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>. Dieses erste Hauptergebnis hat also den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher davon ,abhängig‘. Das zweite Hauptergebnis im 3. Beweisgang, das Theorem ANSELMS ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, dagegen, ist die Darstellung der Abhängigkeit des ersten Hauptergebnisses von dem, vorher schon bewiesenen, ,Axiom‘ von der ,möglichen‘ Existenz GOTTES ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang, und hat nicht mehr den überlieferten, traditionellen GOTT-Glauben zur Voraussetzung, und ist daher auch nicht mehr davon abhängig. Dazu die Feststellung LEIBNIZ‘ ''':''' ::Das Theorem ANSELMS ist <span style="color:#FF6000">»''ein unvollständiger Beweis, der etwas voraussetzt, was man noch hätte beweisen sollen, um ihm mathematische Evidenz zu verleihen — nämlich, dass man dabei stillschweigend voraussetzt, diese Vorstellung des durchaus großen oder durchaus vollkommenen Wesens sei möglich und enthalte keinen Widerspruch'' «</span>. Diesen unvollständigen Beweis hat GÖDEL im 1. Beweisgang mit dem ,regulär‘ <span style="color:#00B000">(├ )</span> abgeleiteten, und als widerspruchfrei bewiesenen, Korollar-1 vervollständigt. Dieses Korollar ist nur vom logischen Axiom-1 und von der mathematischen Äquivalenz der Perfektionen, <span style="color:#00B000">(der Transzendentalia)</span>, im Axiom-2 ,abhängig‘, und nicht mehr von der methodologischen Kalkül-Prämisse, dem traditionellen GOTT-Glauben. Damit hat das Theorem ANSELMS die gesuchte ,mathematische Evidenz‘ erreicht. Zusammenfassung ''':''' Theorem-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX→◇∃xXx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Positive Eigenschaften sind konsistent''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 1. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''PX'''‘ —</span>, den, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ positiven Eigenschaften in GOTT. Theorem-2 ''':''' <span style="color:#4C58FF"> — ‚'''Gx↔G'''<sub>ess</sub>'''x'''‘ — </span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT-Sein ist das Wesen GOTTES''«</span>, ist die logische Konsequenz aus der Prämisse im 2. Beweisgang, Term :01: <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span>, dem, — <u>modal-frei</u> — gewählten, ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Christen. Im Unterschied dazu ist im 3. Beweisgang, im Theorem-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, der Glaube, dass es einen GOTT notwendig gibt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, die logische Konsequenz aus dem, — <u>modal-notwendig</u> — als widerspruchsfrei ,bewiesenen‘, Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, im 1. Beweisgang, <span style="color:#00B000">(auch im Beweisgang ,Widerlegung‘ im Anhang)</span>. Somit ist das Theorem ANSELMS, mit Korollar-1, nur vom logischen Axiom-1 der Widerspruchsfreiheit, und der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften, <span style="color:#00B000">(aller Transzendentalia)</span>, im Axiom-2, abhängig. Damit ist die Bedingung für die geforderte, spezielle ,mathematische Evidenz‘, und auch für die Widerspruchsfreiheit im Theorem ANSELMS erfüllt; unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. ====<div class="center"><span style="color:#660066">Widerlegung</span></div>==== {|class="wikitable" |- ! <div class="center"><span style="color:#660066">GÖDEL-Kalkül : der Möglichkeitsbeweis als Widerlegung des Nicht-GOTT-Glaubens</span></div> |- ! <span style="color:#00B000">''Terme der erweiterten Prädikatenlogik zweiter Stufe_____________ „Benennungen“ und durchgeführte Logik-Operationen''</span> |- | <small> <math>\begin{align} \text{(Axiom 1.1)} & \quad P \neg X \;\Longrightarrow\;\ \neg P\ X\ & \ & \text{„Wenn die Negation von X positiv ist, dann ist X nicht positiv“} \\ \text{(Axiom 2)} & \quad \Box \;\forall x (\ X\ x \Longrightarrow \ Y\ x) \Longrightarrow \ P\ Y & \ & \text{„Die Eigenschaft Y in allen x, die aus der Eigenschaft X in allen x} \\ \text{ } & \quad & \ & \; \; \text{mit modaler Notwendigkeit folgt, ist eine positive Eigenschaft“} \\ \text{(Korollar-1)} &\quad \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ } \\ \text{ } & \text{„Es ist möglich, dass es den GOTT der Christen gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen ist !} \\ \text{01} & \quad \; \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \ & \ & \text{ AE: „Es ist unmöglich, dass es diesen GOTT gibt“ (dezidierter Atheismus)} \\ \text{02} & \quad (\neg x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, nicht mit x identisch zu sein“ :: (ungleich)} \\ \text{03} & \quad (\ x = .. )\ & \ & \text{ AE: „Es gibt die Eigenschaft, mit x identisch zu sein“ :: (gleich)} \\ \text{04} & \quad \neg\neg \Box \neg \exists x \ G \ x \ & \ & \text{:01:[ ◇A ↔ ¬□¬A ] :: (Modalregel) } \\ \text{05} & \quad \neg\neg \Box \neg\neg \forall x \neg \ G \ x \ & \ & \text{:04:[ ∃xA ↔ ¬Ɐx¬A ] :: (Quantorenregel) } \\ \text{06} & \quad \text{ ├ }\; \Box \; \forall x \neg G \ x \ & \ & \text{:05:NEG :: [ ¬¬A↔A ] :: (Gesetz der Aussagenlogik) } \\ \text{07} & \quad \Box \; \forall x \neg G \ x \Leftrightarrow\ W & \ & \text{:01:06:[ (:01:↔W) → (├:06:↔W) ] :: (Kalkülregel) } \\ \text{08} & \quad \Box \; \forall x \ G \ x \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:07:[ (¬A↔W)↔(A↔F) ] :: (Regel für Wahrheitswerte)} \\ \text{ } & \text{„Jeder GOTT-Glaube ist ganz sicher falsch ! “} & \ & \Longleftarrow\; \text{die logische Konsequenz aus der Prämisse :01: !} \\ \text{09} & \quad \ (\neg x = x ) \Leftrightarrow \ F \; \ & \text { } & \text{Xx:02:Instanz(X:=(¬x=..)) ⇒ Kontradiktion !} \\ \text{10} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (\neg x = x)) & \text { } & \text{:08:09:[ (:08:↔F) → (:09:↔F) ] :: „ex falso sequitur quotlibet“} \\ \text{11} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow \; (\neg x = x)) \Rightarrow \; P (\neg x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=(¬x= ..)) } \\ \text{12} & \quad \ P (\neg x = .. ) & \ & \text{:10:11:[ Modus ponens ] :: [ A→B, A ├ B ]} \\ \text{13} & \quad \ P (\neg x = .. )\;\Rightarrow\ \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{(A1.1):Instanz(X:=(x=..))}\\ \text{14} & \quad \neg P (\ x = .. )\ & \ & \text{:12:13:[ Modus ponens ] :: (log. Schlussregel)}\\ \text{15} & \quad \ (x = x ) \Leftrightarrow \ W \; \ & \ & \text{Xx:03:Instanz(X:=(x=..)) ⇒ Tautologie !} \\ \text{16} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) & \ & \text{:08:15:[ (:08:↔F) → (:15:↔W) ] :: „ex falso sequitur etiam verum“} \\ \text{17} & \quad \Box \; \forall x (\ G \ x \Rightarrow\; (x = x)) \Rightarrow \ P (x = .. ) & \ & \text{(A2):Instanz(X:=G):Instanz(Y:=( x= ..))} \\ \text{18} & \quad \ P (\ x = .. )\ & \ & \text{:16:17:[ Modus ponens ]}\\ \text{19} & \quad \text{ ├ }\; (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) \Leftrightarrow\ F & \ & \text{:14:18:[ Konjunktion ] ⇒ Kontradiktion !}\\ \text{20} & \quad \neg \Diamond \; \exists x \ G \ x \Rightarrow (\neg P (\ x = .. )\ \wedge \ P (\ x = .. )) & \ & \text{:01:19:[ ├A├B╞ A→B ] :: ''KONDITIONALER BEWEIS''}\\ \text{ } & {\color{RedOrange}\text{Der Atheismus führt zu einem logischen Widerspruch ! }} & \ & \Longleftarrow\; \text{was mit Term :20: bewiesen ist !} \\ \text{21} & \quad \neg\neg \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:20:19:[ Modus tollendo tollens ] :: [ A→B,¬B ├ ¬A ]}\\ \text{22} & \quad \; \Diamond \; \exists x \ G \ x & \ & \text{:21:NEG }\\ \text{(Korollar-1)} & \;\text{„Es ist definitiv möglich, dass es diesen GOTT gibt“} & \ & \Longleftarrow\; \text{was zu beweisen war !} \\ \end{align}</math> </small> |} Anmerkung-7 ''':''' Dieser Beweisgang geht prinzipiell von der Existenz GOTTES — <span style="color:#4C58FF">'''G'''</span> — aus, wobei aber die Möglichkeit seiner Existenz, und damit die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT, durch die Prämisse :01: in Frage gestellt wird, und daher im Kalkül überprüft werden soll. Denn mit der Behauptung der Existenz allein ist es nicht getan. Es muss auch seine Möglichkeit, d.h. die Sinnhaftigkeit des Glaubens an GOTT aufgewiesen werden. LEIBNIZ hat als erster dieses Problem gesehen, und GÖDEL hat dafür eine Lösung gefunden. Dieser Beweisgang, <span style="color:#00B000">(analog zum Möglichkeitsbeweis von Günther J. WIRSCHING konzipiert)</span>, setzt in den Axiomen, genau wie im 1. Beweisgang, die Existenz von etwas <span style="color:#FF6000">„Positiven“, „Perfekten“, „Vollkommenen“</span>, <span style="color:#4C58FF">— '''P''' —</span>, allgemein für die Welt voraus, <span style="color:#00B000">(das im Axiom-3 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— '''PG''' —</span>, GOTT ultimativ zugeordnet wird ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist absolut positiv, perfekt und vollkommen''«</span>)</span>; was im 2. Beweisgang mit Term :13: als widerspruchsfrei, <span style="color:#00B000">(als ,wahr‘ und ,annehmbar‘ im Kontext des christlichen Glaubens)</span>, schon ,bewiesen‘ <span style="color:#00B000">( ╞ )</span> worden ist. Die Existenz der ,Transzendentalien‘ in der Welt ist ein allgemeines Faktum; ihre Existenz auch in GOTT ist mit dem Term :13: des 2. Beweisganges bewiesen, die jedoch im Unendlichen, GOTT, als Transzendentalia, auch in ,ultimativer‘ Form vorliegen. Axiom-1 ,besagt‘, dass Eigenschaften nicht zugleich, vollkommen und nicht vollkommen, sein können. Axiom-2 ,besagt‘, dass, allgemein, alle Vollkommenheiten, <span style="color:#00B000">(alle Transzendentalien)</span>, gleichwertig, <span style="color:#00B000">(mathematisch äquivalent)</span>, sind. <span style="color:#00B000">(Axiom-2 wird hier um das GÖDEL-Konjunkt <span style="color:#4C58FF">— '''PX''' —</span> verkürzt dargestellt. Damit ist auch Axiom-3 für diesen Beweisgang unnötig geworden, ohne dass sich wegen dieser Kürzung am Ergebnis etwas ändert.)</span> Die Eigenschaft <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span> ,besagt‘, dass GOTT ,unvergleichlich‘ ist, wenn <span style="color:#4C58FF">— '''x''' —</span> für GOTT steht. <span style="color:#00B000">(Der informelle Term, <span style="color:#4C58FF">— (¬x=..) —</span>, ersetzt hier, wie bei A. FUHRMANN, den formal korrekten Abstraktionsausdruck ''':''' <span style="color:#4C58FF">— λy.(¬x=y) —</span>, aus dem Lambda-Kalkül.)</span> Der Term :16: <span style="color:#4C58FF">— (x=x) ↔ W —</span> steht für die Selbstbezeichnung des GOTTES-JHWH in Exodus 3,14 ''':''' <span style="color:#CC66FF">»''Ich bin der ‚Ich-Bin‘''«</span>. Der GOTT der abendländischen, christlichen Tradition wird mit <span style="color:#4C58FF">— '''G''' —</span> bezeichnet ''':''' d.i. der <span style="color:#FF6000">„GOTT der Christen“</span>, entsprechend der ,methodologischen‘ Prämisse und der ,Genese‘ des Kalküls, syntaktisch formalisiert in der Definition-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx↔∀X(PX→Xx)'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Das Individuum'' <span style="color:#4C58FF">— ,'''x'''‘ —</span> ''ist genau dann GOTT'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''G'''‘ —</span>, ''wenn es alle Vollkommenheiten'', <span style="color:#4C58FF">— ,'''P'''‘ —</span>, ''in sich schließt''«</span>, nach der Vorgabe von LEIBNIZ ''':''' <span style="color:#FF6000">»''GOTT ist ein Wesen von äußerster Größe und Vollkommenheit, das alle Grade derselben in sich schließt''«</span>. Mit Korollar-1 hat dieser Beweisgang dasselbe Endergebnis, wie der 1. Beweisgang. Der Beweis, dass der dezidierte Atheismus zu einem logischen Widerspruch führt, und damit falsch ist, ist ein Zwischenergebnis in diesem Beweisgang, und begründet mit <span style="color:#FF6000">»''mathematischer Evidenz''«</span>, und unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung, den, von LEIBNIZ gesuchten, Möglichkeitsbeweis für die Existenz GOTTES im Argument des Erzbischofs, und bestätigt damit die Sinnhaftigkeit des GOTT-Glaubens. Einmal Axiom-1 und zweimal Axiom-2 sichern hier das Ergebnis des Kalküls ''':''' das Korollar-1 ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es ist definitiv möglich, dass es den GOTT der Christen gibt''«</span>. Diese zwei Axiome sind die einzigen, und modal-notwendigen, d.h. die transzendentalen Voraussetzungen und Bedingungen für das Endergebnis ''':''' der Widerspruchsfreiheit und Sinnhaftigkeit des Glaubens der Christen an GOTT; <span style="color:#00B000">(dasselbe gilt natürlich auch für die theologische Weltanschauung jeder monotheïstischen Religion '''!''' Dem Erzbischof ANSELM ging es damals nur um seinen Glauben an GOTT.)</span>. Die Logik-Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, <span style="color:#00B000">(‚Aus Falschem folgt irgendetwas, auch Wahres‘)</span>, ist der scholastische Ausdruck für die ‚Implikation‘ <span style="color:#00B000">(Folgerung)</span> von Aussagen, die nur dann falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist, wenn das Antezedens wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, und die Konsequenz falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist. Andernfalls ist sie immer wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, auch wenn die Voraussetzung falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span> ist ''':''' ‚Modern‘ darstellbar durch die ‚Wahrheitswertetafel‘ für die ‚materiale Implikation‘, <span style="color:#4C58FF">— ,(A → B)‘ —</span> <span style="color:#FF6000">„wenn A, dann B“</span>. Damit ist auch der <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ] </span> verstehbar; <span style="color:#00B000">(vgl. die vierte Zeile der ‚materialen Implikation‘)</span>. Der positive hypothetische Syllogismus ''':''' <span style="color:#4C58FF">[ Modus ponendo ponens ] :: [ A → B, A ├ B ] </span> ist aus der ersten Zeile ablesbar. Die folgende Tabelle gibt für jeden ,Wahrheitswert‘ der Aussagen <math>A</math> und <math>B</math> das Resultat einiger zweiwertiger Verknüpfungen an ''':''' {|class="wikitable hintergrundfarbe2" style="text-align:center;" |- !colspan="2"|''Belegung''!!Konjunktion!!Disjunktion!!materiale<br /> Implikation!!Äquivalenz<br /> Bikonditional!!kopulative<br /> Konjunktion |- !<math>A</math> !<math>B</math> !<math>A</math> und <math>B</math> !<math>A</math> oder <math>B</math> !wenn <math>A</math> dann <math>B</math> !sowohl <math>A</math> als auch <math>B</math> !entweder <math>A</math> oder <math>B</math> |- !W!!W |W||W||W||W||F |- !W!!F |F||W||F||F||W |- !F!!W |F||W||W||F||W |- !F!!F |F||F||W||W||F |} <span style="color:#00B000">(Eine ‚Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn beide Aussagen einer ‚Konjunktion‘ wahr sind. Eine ‚kopulative Konjunktion‘ ist nur dann ,wahr‘, wenn entweder die eine, oder die andere Aussage der ‚kopulativen Konjunktion‘ wahr ist. Es besteht also eine Wenn-Dann-Verbindung zwischen beiden Aussagen — eine ,Kopplung‘. Das ist die logische Grundlage von Axiom-1 im GÖDEL-Formalismus)</span> Um das Widersprüchliche der ,Annahme‘ nachzuweisen, dass positive Eigenschaften ,nicht konsistent‘ seien, <span style="color:#00B000">(im 1. Beweisgang)</span>, bzw. um das Falsche und Sinnwidrige der ,Annahme‘ klarzustellen, es sei ,unmöglich‘, dass es einen GOTT gibt, <span style="color:#00B000">(hier, in der Widerlegung)</span>, verwendet das GÖDEL-Kalkül den Gegensatz ''':''' wahr, <span style="color:#4C58FF">— W —</span>, falsch, <span style="color:#4C58FF">— F —</span>, zwischen der dritten und vierten Zeile der Wahrheitswertetafel für die ,materiale Implikation‘, entsprechend der Regel <span style="color:#FF6000"><span style="font-family: Times;"><big>„ex falso sequitur quotlibet, etiam verum“</big></span></span>, jeweils mit der Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2; hier unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Im Gegensatz dazu, wird, <span style="color:#00B000">(im 2. Beweisgang)</span>, aus dem Glauben an GOTT, mit einer <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, speziell mit Axiom-1, das Widersprüchliche in der ,Annahme‘ nachgewiesen, es gäbe in GOTT <span style="color:#FF6000">»''keine Vollkommenheit, nichts Positives, nichts Perfektes''«</span>, d.h. keine ,Transzendentalia‘. In dieser <span style="font-family: Times;"><big>,Reductio ad absurdum‘</big></span>, im 2. Beweisgang, wird vorausgesetzt <span style="color:#00B000">(,angenommen‘)</span> ''':''' es gibt den GOTT der Christen, <span style="color:#00B000">(als Prämisse :01:)</span>, der ,unvergleichlich‘ und ,einzigartig‘ ist, und in dem auch alle ,Transzendentalia‘ <span style="color:#FF6000">„koinzident“</span> ,eins‘ sind, entsprechend Axiom-2. Für KANT kann ein Widerspruch nur in den Prädikaten eines Satzes entstehen. ::<span style="color:#FF6000">»</span> ''Wenn ich das Prädicat in einem identischen Urtheile aufhebe'', <span style="color:#00B000">[ durch eine Negation ]</span>, ''und behalte das Subject, so entspringt ein Widerspruch''. <span style="color:#00B000">[ Wenn ich sage ''':''' ,''GOTT ist nicht allmächtig''‘, entsteht ein Widerspruch zur richtigen Aussage ''':''' ,''GOTT ist allmächtig''‘. ]</span> … ''Wenn ihr aber sagt ''':''' ,GOTT ist nicht‘, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädicate gegeben; denn sie sind alle zusammt dem Subjecte aufgehoben'', <span style="color:#00B000">[ negiert ]</span>, ''und es zeigt sich in diesem Gedanken nicht der mindeste Widerspruch.'' <span style="color:#FF6000">«</span><ref>vgl. ‚''<span style="font-family: Times;"><big>Kritik der reinen Vernunft</big></span>''‘, Seite 398f; https://www.korpora.org/kant/aa03/398.html</ref> Es ist richtig, wie KANT sagt, der Widerspruch entsteht nicht in dem Gedanken ''':''' ,''GOTT ist nicht''‘. GÖDEL zeigt daher, dass der Widerspruch erst dann entsteht, wenn von der Annahme ausgegangen wird ''':''' '',Es ist unmöglich, dass GOTT ist''‘. Daraus folgt dann ,regulär‘, mit Hilfe von Axiom-1 und Axiom-2, <span style="color:#00B000">(d.h. mit den Theoremen von den Transzendentalien)</span>, die logische ,Möglichkeit‘ GOTTES, unabhängig von jeder Glaubensüberzeugung. Wie LEIBNIZ klar erkannt hat, muss zuerst, aus dem Widerspruch des Gegenteils, die logische ,Möglichkeit‘, <span style="color:#00B000">(die Konsistenz)</span>, der Existenz GOTTES bewiesen werden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, bevor daraus die reale ,Notwendigkeit‘ eines GOTTES abgeleitet werden kann ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>. Dieser Sachverhalt ist jedoch das ausschließliche Spezifikum GOTTES, <span style="color:#00B000">(das <span style="color:#FF6000">»''Privilegium der Gottheit allein''«</span>)</span>, und gilt nur bei GOTT, als dem Unvergleichlichen und Einzigartigen. Dieses ,Spezifikum‘ wird im Theorem ANSELMS abgebildet ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx→□∃xGx'''‘ —</span>, auf Grund von Axiom-2, das den inneren Zusammenhang, die Koinzidenz auch von ,Möglichkeit‘ und ,Notwendigkeit‘ im Unendlichen, GOTT, erkennen lässt. Bis Zeile 10, im 3. Beweisgang, reicht der Geltungsbereich der ,modal‘-frei gewählten Kalkül-Prämisse :01:, der ,methodologische‘ GOTT-Glaube. In Zeile 11 liegt der ,Schwerpunkt‘ des ontologischen Beweises dann am, — modal als notwendig — ,bewiesenen‘ Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, <span style="color:#00B000"> (formal-syntaktisch dargestellt als widerspruchfreies Antezedens, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span>, dem Korollar-1 aus dem 1. Beweisgang)</span>, und nicht mehr am ,angenommenen‘ GOTT-Glauben der Kalkül-Voraussetzung, <span style="color:#00B000">(nun dargestellt als Konsequenz <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span> im Theorem ANSELMS)</span>. Damit hat er, — angeregt durch LEIBNIZ, und mit ihm —, die fast einhellig akzeptierte Fehldeutung des ontologischen Arguments ANSELMS für GOTT durch gewichtige philosophische, <span style="color:#00B000">(KANT<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. KANT macht GOTT jedoch zu einem ,Ding‘ unter den vielen ,Dingen‘ dieser Welt, indem er die Existenz, bzw. das ,Sein‘ GOTTES mit dem ,Sein der Dinge‘ gleich setzt. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Er verkennt damit die Einzigartigkeit und Besonderheit GOTTES. Das ,Sein‘ der Dinge ist — nach KANT — ,kein reales Prädikat’, d.h. Existenz ist keine Eigenschaft. In GOTT ist ,Sein‘ hingegen ein ,reales Prädikat‘, d.h. Existieren ist die Wesenseigenschaft GOTTES, denn GOTT ist der, der für uns — aus Liebe — immer schon ,da‘ ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist das, was GOTT für uns ausmacht — sein Wesen.</ref>)</span>, und theologische, <span style="color:#00B000">(THOMAS<ref>GOTT ist absolut einzigartig und unvergleichlich. THOMAS unterscheidet die ,Natur GOTTES‘ nicht von der ,Natur der Dinge‘, indem er die ,Natur‘ des GOTTES ANSELMS irrtümlich mit der ,Natur‘ der Dinge gleich setzt. Damit reiht er GOTT unter die vielen Dinge unserer Welt ein: GOTT ,esse in rerum natura‘, d.h. wörtlich, dass der GOTT ANSELMS in der ,Natur‘ der Dinge existiert. Eine solche Gleichsetzung ist bei GOTT unangebracht und daher unzulässig! Die ,zeitlose-überzeitliche‘ Wirklichkeit, (Natur), GOTTES ist völlig verschieden und unabhängig von der zufälligen Wirklichkeit, (die ,Natur‘), unserer ,raum-zeitlichen‘ Welt. Daher ist sie mit dieser auch nicht vergleichbar.</ref>)</span>, Autoritäten zurechtgerückt, welche die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Unendlichen, GOTT, bei ihrer Beurteilung des Theorem ANSELMS nicht berücksichtigt haben, sondern den Unendlichen, <span style="color:#00B000">(irrtümlich)</span>, unter die endlichen Dinge unserer Welt eingereiht haben. GÖDEL hat mit dem bewiesenen Widerspruch des Gegenteils zum GOTT-Glauben, den Beweis für die <span style="color:#FF6000">»''mathematische Evidenz''«</span> des Theorem ANSELMS geliefert, was, nach LEIBNIZ, für die Akzeptanz dieses Theorems noch gefehlt hat. Das Theorem ANSELMS besagt ''':''' Die <span style="color:#FF6000">»''theologische Weltanschauung''«</span> der Juden, Christen und Muslime, die ,annehmen‘, dass es mit ,Notwendigkeit‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□'''‘ —</span> <span style="color:#00B000">(nur)</span> einen GOTT gibt, ist logisch richtig, weil es <u>ohne Widerspruch</u> auch ,denkbar‘ <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇'''‘ —</span> ist, dass es GOTT gibt ''':''' Nicht mehr und nicht weniger, <span style="color:#FF6000">»''rein verstandesmäßig, (ohne sich auf den Glauben an irgendeine Religion zu stützen)''«</span>. Es geht hier bei Gödel nicht um Theoriefindung oder ähnliches. Gödel ist kein Theoretiker. Gödel ist Logiker und Mathematiker. Was er sagt, ist mathematisch wahr und logisch richtig. Wenn er sagt, dass die Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ — »''wahr''«</span> ist ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist möglich, dass es Gott gibt, wegen Axiom-2 (und Axiom-1)''«</span>, dann spricht er hier von der mathematischen Wahrheit. Logischerweise ist dann die konträre Aussage ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ — »''falsch''«</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es ist nicht möglich, dass es einen Gott gibt''«</span>, und zwar mathematisch falsch, weil sich aus dieser ein Widerspruch ergibt. Jeder, der die mathematische Logik GÖDELS lesen kann, kann das sehen und verstehen ''':''' Das Zwischenergebnis, <span style="color:#00B000">(Term :20:)</span>, in dieser Kalkül-Ableitung, die logische Konsequenz aus der Annahme des dezidierten Atheismus, es sei unmöglich, dass es GOTT gibt, ist der faktische und nachprüfbare, sichtbare Beweis dafür, dass diese Annahme in einen Widerspruch mündet und damit falsch und unsinnig ist. Das bedeutet, es ist eine Tatsache, bzw. es ist Faktum, dass der Atheismus wirklich falsch und unsinnig ist '''!''' Das ist nicht bloß als eine Theoriefindung, oder als eine Interpretation eines Autors zu verstehen. Das ist vielmehr genau so mathematisch wahr und evident, wie, dass zwei mal zwei vier ergibt, und wirklich genau so logisch richtig, wie, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Das ist gerade das Überraschende und Unerwartete am Gödel-Kalkül. Es geht hier nicht mehr um Theoriefindung oder Interpretationen, denen man zustimmen kann oder nicht. Es geht hier rein verstandesmäßig um mathematische Fakten. Damit steht GÖDEL neben KOPERNIKUS. ---- Kurt GÖDEL ist schon deswegen ein Ausnahmelogiker. ---- ===<div class="center"><span style="color:#660066">Epilog für Skeptiker</span></div>=== Wenn man das GÖDEL Argument genau liest, dann ist nur die Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000"> „es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span> bewiesen, weil aus der Annahme ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span> ein logischer Widerspruch ableitbar ist. Die Aussage ''':''' <span style="color:#FF6000">„es gibt GOTT“</span> ist dagegen schon eine Glaubensaussage, und damit ist das auch die ,Grundannahme‘ eines gläubigen Menschen, der dann aus der ,bewiesenen Möglichkeit‘, dass es Gott gibt, ableiten kann ''':''' <span style="color:#FF6000">»''es gibt GOTT wirklich''«</span>, wenn er will ''':''' <span style="color:#FF6000">»''Es stimmt also, was ich glaube '''!''''' «</span> Das ist das Argument ANSELMS, der ein christlicher Amtsträger war, und der daher von dieser Grundannahme auch ausgeht. Solange in den Voraussetzungen des Möglichkeitsbeweises im Gödel-Kalkül kein Widerspruch nachweisbar ist, und in der logischen Durchführung keine schweren Mängel festgestellt werden können, ist das Ergebnis des Möglichkeitsbeweises, wie GÖDEL ihn durchgeführt hat, korrekt, und die Folgerungen daraus, logisch richtig, dass es sich um mathematische Evidenz handelt <span style="color:#00B000">(z. B. wie 2 x 2 = 4)</span>. Aber niemand ist gezwungen, aus der Möglichkeit, dass es GOTT gibt, daraus zu schließen, dass es GOTT auch mit Notwendigkeit gibt, wie das im Argument ANSELMS geschieht, außer, er akzeptiert auch die Grundannahme, dass es den Unendlichen und Unvergleichlichen tatsächlich gibt. Dann kann er mit LEIBNIZ, der selbst an GOTT geglaubt hat, mit Bestimmtheit sagen ''':''' <span style="color:#FF6000">»''gesetzt, dass GOTT möglich ist, so ist er, was das Privilegium der Gottheit allein ist''«</span>, weil GÖDEL mit seinem Kalkül den noch ausstehenden Beweis der Widerspruchsfreiheit dafür geliefert hat. Wenn Du den 3. Beweisgang des GÖDEL-Kalküls genauer anschaust, dann siehst Du, dass der Konsequenz-Teil im Argument ANSELMS, der identisch ist mit dem Term in der Zeile 10, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''□∃xGx'''‘ —</span>, zwar immer noch formallogisch abhängig ist von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„das x steht für den Gott der Christen“</span>, was bis zur Zeile 10 offensichtlich korrekt ist. <span style="color:#00B000">(Man könnte nach dieser Zeile, ohne Weiteres, ,regulär‘ die <span style="color:#FF6000">„logische Implikation”</span> :: <span style="color:#4C58FF">[├ A ├ B ╞ A→B ]</span> mit Term :01: und Term :10: als ein mögliches Korollar bilden ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''Gx→□∃xGx'''‘ — </span>)</span>. Das bedeutet, der Konsequenz-Teil im Theorem ANSELMS, der in diesem Korollar an zweiter Stelle steht, ist damit in seiner Formal-Struktur offensichtlich ,regulär‘ von der Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, d.h. er ist der Ausdruck einer Glaubensüberzeugung. Im Theorem ANSELMS steht er jetzt in der Zeile 11 als Konsequenz-Teil auch an zweiter Stelle, hat aber nicht mehr seine Glaubens-Prämisse als notwendige Bedingung an erster Stelle vor sich, wie im möglichen Korollar. Jetzt steht eine neue und andere Voraussetzung als Begründung vor ihm. Der Schwerpunkt des Argument ANSELMS liegt damit am Begründungs-Teil des ANSELM-Theorems, der jetzt die erste Stelle im Theorem einnimmt ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist möglich, dass es GOTT gibt“</span>, der erst dadurch entstanden ist, und davon abhängig ist, weil sein Gegenteil ''':''' <span style="color:#4C58FF">— ‚'''¬◇∃xGx'''‘ —</span> ''':''' <span style="color:#FF6000">„es ist unmöglich, dass es GOTT gibt“</span>, zu einem Widerspruch geführt hat. Dieser Begründungs-Teil, das Antezedens, im Argument ANSELMS, ist daher nicht mehr von der methodologischen Glaubens-Prämisse, Term :01:, abhängig, sondern nur vom Axiom-1, der Widerspruchsfreiheit, und von der paarweisen, mathematischen Äquivalenz beliebiger positiver Eigenschaften im Axiom-2, die im 1. Beweisgang, bzw. im Beweisgang ,Widerlegung‘, mit dem <span style="color:#4C58FF">[ Modus tollendo tollens ] :: [ A → B, ¬B ├ ¬A ]</span>, die Widerspruchsfreiheit des GOTT-Glaubens mit Notwendigkeit herbeigeführt haben. Damit ist dieser Begründungs-Teil unabhängig und frei von jeder Glaubensüberzeugung. Weil widerspruchsfrei und mathematisch evident, kann er als logische Begründung für den Konsequenz-Teil gelesen werden, und somit bestätigt er die Widerspruchsfreiheit der Glaubensüberzeugung eines gläubigen Menschen, <span style="color:#00B000">(den Konsequenz-Teil, was auch das Ziel ANSELMS war)</span>. Das heißt also ''':''' der Glaube dieses Menschen ist widerspruchsfrei und sinnvoll, und enthält keinen Zirkelschluss, weil sein Gegenteil, der Nicht-GOTT-Glaube, zu einem Widerspruch führt; <span style="color:#00B000">(das hat GÖDEL mit seinem Kalkül-System bewiesen, dessen Argumentationskette mit einem Computer-Programm, dem sog. ,Theorembeweiser‘, überprüft worden ist, und als <span style="color:#FF6000">»''nachweisbar korrekt''«</span> befunden wurde)</span>. Das Theorem ANSELMS beweist, nach GÖDEL, dass der Glaube an GOTT, mit mathematischer Evidenz, notwendig widerspruchsfrei und sinnvoll ist, weil der Nicht-GOTT-Glaube notwendig zu einem Widerspruch führt. Das Theorem beweist jedoch nicht, dass die Existenz GOTTES notwendig sei, <span style="color:#00B000">(wie es fast immer fälschlich gelesen wurde und wird)</span>, sondern, das Theorem geht einfach davon aus, als nicht hinterfragtes Faktum, dass GOTT notwendig schon existiert. Zusammengefasst heißt das konkret ''':''' Wenn Du an GOTT glauben willst, dann kannst Du das unbedenklich tun, denn Dein Glaube ist auch logisch in der <u>bewiesenen Möglichkeit</u>, dass es GOTT geben kann, begründet, und damit widerspruchsfrei, sinnvoll und kein Zirkelschluss. Dein Glaube an GOTT beruht jedoch, nach wie vor und in erster Linie, auf Deiner freien Entscheidung für GOTT, und nicht auf dem Zwang einer ,logischen‘ Argumentation. Wenn Du nicht an GOTT glauben willst, dann <u>musst Du, und sollst Du, auch nicht deswegen</u>, weil der Atheismus zu einem Widerspruch führt, und damit falsch ist, an GOTT glauben. Denn der Glaube an GOTT muss immer eine freie und Deine ganz persönliche Entscheidung für GOTT sein und bleiben. Niemand darf zum Glauben an GOTT gezwungen werden, auch nicht mit ,logischen‘ Argumenten. Warum '''?''' Weil GOTT die Liebe ist '''!''' Und die Liebe duldet keinen Zwang '''!''' ---- ---- ;Fußnoten <references /> a5mg0weg1y9r7yb81l6yclvxqosupmv Amateurfunklehrgang – Der Weg zur HB9-Lizenz/ Grundschaltungen 0 118419 1083064 1082844 2026-04-10T13:27:21Z Norbertsuter 90683 1083064 wikitext text/x-wiki == Stromversorgung == Die Stromversorgung einer Amateurfunkstation ist entscheidend für die Leistung der Geräte. Günstige Netzteile halten oft nicht, was sie versprechen. Es ist besser, in eine qualitativ hochwertige Spannungsversorgung zu investieren, als am Netzteil zu sparen. Für den Betrieb einer Amateurfunkstation zu Hause steht das 230-Wechselstromnetz zur Verfügung. Die typischen Amateurfunkstation benötigt 20 bis 30 A bei einer Spannung von 13,8 V, Toleranz: +/- 15 %). Die Versorgungsspannung muss frei von störenden Signalen und stabil sein. Die Versorgung muss abgesichert und kurzschlussfest sein. Die maximale Leistung soll über der maximalen Leistungsaufnahme der Station liegen. Bei der Aufstellung oder dem Einbau von Netzteilen oder Stabilisierungseinrichtungen muss darauf geachtet werden, dass die entstehende wärme zuverlässig abgeführt werden kann. Der mobile Betrieb einer Funkstation stellt hohe Anforderungen an die Stromversorgung. Besonders wichtig ist dies bei leistungsstarken Transceivern. Eine ausreichende Bordbatterie ist entscheidend, um kontinuierlich senden zu können und sicherzustellen, dass das Fahrzeug jederzeit startbereit ist. Der Zigarettenanzünder ist für solche Ströme ungeeignet. Die Stromversorgung muss mit möglichst kurzen Leitungen an die Batterie angeschlossen werden. Eine separate Batterie für das Funkgerät kann sinnvoll sein, erfordert jedoch eine geeignete Lichtmaschine und einen Laderegler. Ein Spannungskonstanter kann die Betriebsspannung stabil halten, selbst wenn das Bordnetz keine ausreichende Spannung liefert. === Batterien === === Akkus & Ladeschaltungen === ==== Vergleich Akkutechnologien ==== {| class="wikitable" |+ ! !Autobatterie !Blei-Gel !Li-Ion !LiFePO |- |Ladungsdichte Wh/kg |30-40 |30-50 |150-250 |180-210 |- |Entladekurve |Steil |Steil |Flach |Flach |- |Temperaturempfindlichkeit |Moderat |Moderat |Moderat bis hoch |Gering |- |Mech. Empfindlichkeit |Moderat |Gering |Moderat |Hoch |- |Temp. Empfindlichkeit |Moderat |Moderat |Moderat bis hoch |Gering |- |Beschaffungskosten |Tief |Tief-moderat |Hoch |Moderat |- |Haltbarkeit/Zyklenfestigkeit |5 a/1000 |bis 12 a/1500 |5-10 a/~2000 |7-12 a/tausende |} Es sei angemerkt dass es innerhalb der Technologien noch starke Unterschiede durch anwendungsspezifische optimierungen herrschen. Wenn bereits Bleiakkus vorhanden sind (Auto, Wohnmobil) lohnt es sich oft, diese Anlage auf den Funkbetrieb zu ertüchtigen. Wird eine fahrzeugunabhängige Mobilstation aufgebaut sollte eine Evaluation zwischen Li-Ion und LiFePO durchgeführt werden. === Linearregler ("Trafonetzteile") === Herkömmliche Netzteile mit einem Transformator sind ideal für Funkanwendungen, da sie keine zusätzlichen Störsignale erzeugen. Allerdings sind sie für den portablen Einsatz aufgrund ihrer Grösse und ihres Gewichts für einen 100 W Transceiver ungeeignet. Wenn Störsignale vermieden werden müssen und höhere Kosten akzeptabel sind, ist ein Trafonetzteil für den stationären Betrieb empfehlenswert. === Schaltnetzteile === Digitale Schaltnetzteile sind kompakter und leichter als herkömmliche Trafonetzteile. Sie können Ausgangsströme bis zu 100 A liefern, was bei Trafonetzteilen aus Kosten- und Gewichtsgründen nicht praktikabel ist. Sie sind effizienter und besser geeignet für den portablen Einsatz bei Veranstaltungen wie einem Fieldday oder im Urlaub geeignet. === Stromverteilung === Obwohl viele Netzteile und Stromverteilschienen damit ausgerüstet sind, der herkömmliche Bananenstecker ist nicht geeignet für den Anschluss eines Transceivers. Sie haben einen zu schwachen Kontakt, ein ungewolltes Abziehen ist leicht möglich. Zudem lässt sich der benötigte Kabelquerschnitt nicht mehr an diesen Steckern anschliessen. Büschelstecker sind eine bessere Alternative für temporären Einsatz bei höheren Strömen, aber auch keine dauerhafte Lösung. Eine sichere Verbindung für den Transceiver-Anschluss bei Feststationen erfolgt besser über Verbindungen wie Ringösen oder Quetschkabelschuhe an den lösbaren Polklemmen des Netzteils. Eine empfehlenswerte Alternative, sowohl stationär als auch mobil, sind die Steckverbindungen des Anderson PowerPole Systems. Diese genormten Stecker, Buchsen und Verbinder sind stabil und in verschiedenen Farben erhältlich. Die Kontakte werden mit einer Crimpzange am Kabelende befestigt und die Steckerhülse arretiert sich automatisch. Für diejenigen, die dem Crimpen nicht vertrauen, gibt es auch Kontaktstücke zum Löten. Einige Netzteile und Funkgeräte sind bereits werkseitig mit PowerPole-Anschlüssen ausgestattet. Für dieses System sind auch Einbaubuchsen erhältlich. Kleinverbraucher, welche ausserhalb des Shack an wetter und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, können über Superseal (Hersteller: AMP) der Schutzklasse IP67 oder die Wk (Hersteller: WonkedQ) oder Sp Stecker (beide Schutzart IP68) angeschlossen werden. ==== Kabel und Spannungsabfall ==== Für die Spannungsversorgung eines Transcievers sind in der Regel 13.8 V und rund 20 A erforderlich. Um die maximale Kabellänge zu berechnen, welche die Spannung am Geräteeingang im erlaubten Toleranzbereich hält, gehen wir folgenden Rechenweg: Für ein 4 mm² Kabel: A=4mm ρ=1.68×10 Ω*m l=2m (Leitung hin und Zurück, also das Gerät steht ein Meter vom Netzteil entfernt) Für den Widerstand verwenden wir <math>R=\frac{\rho*l}{A}</math> und für den Spannungsabfall <math>U=R*I</math> an und dann erhalten wir einen Spannungsabfall von 0.168 V was etwa 1.3 % entspricht. Bei ca. 11.5 m Kabellänge (zweiadrig) erreichen wir die 15 % Spannungsabfall. Wàhlen wir ein Kabel mit 6mm² ist die Toleranz bei 17.5 m ausgereizt. == Schwingkreise == ==== Serienschwingkreis ==== ==== Parallelschwingkreis ==== == Filter == Um bestimmte Frequenzen zu dämpfen (Sperrbereich) oder passieren (Durchlassbereich) zu lassen werden sogenannte Filterschaltungen benötigt. Als Kenngrössen von einem Filternetzwerken dienen die Kennfrequenz (f<sub>c</sub>) und bei Bandfilter die Filtergüte Q. Ein Filternetzwerk ist durch die Übertragungsfunktion, auch als Filterkurve bekannt, charakterisiert. Wir beschränken uns auf den Hochpass, Tiefpass Bandpass und Bandsperre und betrachten den Aufbau von passiv wie auch aktiv aufgebauten Filternetzwerken. ==== Hochpass ==== ==== Tiefpass ==== ==== Bandfilter ==== ==== Aktive Filter ==== == Mischer == == Modulatoren == == Demodulatoren == == Oszillatoren == Oszillatoren dienen zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen. Bei den diskret aufgebauten Oszillatoren wird das Signal durch Rückkopplung in einer Verstärkerschaltung erzeugt. Die Frequenz wird durch einen Schwingkreis bestimmt, dieser kann mit einem Quarz auf eine bestimmte Frequenz stabilisiert werden. === Klassische Oszillatorschaltungen === Die klassischen Oszillatorschaltungen haben Vor- und Nachteile, diese sind in folgender Tabellle gegenübergestellt: {| class="wikitable" ! Oszillatoren !! Stabilität !! Phasenrauschen !! Harmonische Verzerrungen !! Starten/Einschwingverhalten |- | Phasenschieber-Oszillator || Mittel || Mittel || Mittel || Gut |- | Wien-Brücke-Oszillator || Hoch || Niedrig || Niedrig || Gut |- | Hartley-Oszillator || Mittel || Mittel || Mittel || Sehr gut |- | Colpitts-Oszillator || Mittel || Mittel bis Niedrig || Mittel || Sehr gut |- | Clapp-Oszillator || Hoch || Niedrig || Niedrig || Gut |- | Quarzstabilisierter Oszillator || Sehr hoch || Sehr niedrig || Sehr niedrig || Langsam bis mittel |} Qualitätskriterien für Oszillatoren sind primär die Stabilität betreffend Frequenz, Amplitude und Phase, eine schnelles Ansprechen und die Genauigkeit der Kurvenform. Das Oszillatorsignal soll frei sein von Oberwellen, Nebenwellen und Rauschen. Als Folgende Einflussfaktoren sollen Frequenz, Amplitude und Phase nicht wesentlich beeinflussen: - Betriebsspannungsschwankungen (Hauptsächlich negativen Einfluss auf Amplitude und Frequenz) - Temperaturschwankungen (insbesondere die Erwärmung während des Betriebes, beeinflusst meist die Frequenz, verhindern durch geringe Leistung) - Die Belastung auf dem Signalausgang - Mechanische Erschütterungen (relevant bei Röhrenschaltungen) Schaltungsdesign und Bauteilqualität. Hartley-, Clapp- und Colpitts-Oszillatoren sind alle LC-Oszillatoren, die Induktivitäten (L) und Kondensatoren (C) verwenden, um die Oszillation zu erzeugen. Für Anwendungen, die eine höhere Frequenzstabilität erfordern, ist der Clapp-Oszillator am besten geeignet, für einfache Anwendungen, bei denen die Komponentenanzahl minimiert werden soll, wird der Hartley- oder Colpitts-Oszillator bevorzugt verwendet. === Der Hartley-Oszillator === Der Hartley-Oszillator bietet eine mittlere bis gute Frequenzstabilität, diese hängt aber stark von der Qualität der verwendeten Komponenten ab. In der Regel zeigt er ein akzeptables Phasenrauschen, dieses kann durch Verwendung hochwertiger Komponenten verbessert werden. Das Design ist relativ einfach und benötigt weniger Komponenten im Vergleich zu einigen anderen Oszillatoren. === Der Colpitts-Oszillator === Der Colpitts-Oszillator bietet eine ähnliche Frequenzstabilität wie der Hartley-Oszillator. Das Pahsenrauschen ist in der Regel akzeptabel und kann durch Verwendung von Qualitätskomponenten verbessert werden. Das Design ist relativ einfach, Berechnen der Frequenz: Die Frequenz wird durch die Induktivität der Spule und die Kapazität der Kondensatoren C<sub>1</sub> + C<sub>2</sub> bestimmt. Thomsonsche Formel: : <math> f_\mathrm{res} = {1 \over 2 \pi \sqrt {L_1 \cdot \left ({ C_1 \cdot C_2 \over C_1 + C_2 }\right ) }} </math> === Der Clapp-Oszillator === Der Clapp-Oszillator ist die verbesserte Version des Colpitts-Oszillator und ist auch für höhere Frequenzen geeignet. Ein Hauptvorteil des Clapp-Oszillators gegenüber dem Hartley- und Colpitts-Oszillator ist seine verbesserte Frequenzstabilität, insbesondere über einen breiten Frequenzbereich. Das Design ist etwas aufwändiger als das des Hartley-Oszillators. Der zusätzliche Kondensator dient zur zusätzlichen Frequenzstabilisierung. === Der PLL-Oszillator === PLL (Phase-Locked Loop) ist eine Regelungstechnik. Ein PLL-basierter Oszillator, oft als Synthesizer bezeichnet, verwendet einen externen Referenzoszillator in Kombination mit einem VCO (Voltage-Controlled Oscillator) und einem Phasenkomparator, um die Ausgangsfrequenz des VCO zu stabilisieren und zu steuern. Der PLL-Oszillator hat gegenüber den vorher beschriebenen Oszillatoren einige Vorteile. Die Frequenzstabilität eines PLL-Oszillators ist oft sehr hoch, da er sich an eine stabile externe Referenz "anschliesst". Wenn diese Referenzquelle (z. B. ein Quarzoszillator) sehr stabil ist, wird auch die PLL-Stabilität hoch sein. Das Phasenrauschen kann in gut entworfenen PLL-Systemen niedrig sein, aber es gibt einen Bereich, in dem das Phasenrauschen des VCO dominant sein kann, bevor es durch das PLL "gezogen" wird. Die gewünschte Frequenz eines PLL-Oszillators kann durch die Einstellung der Frequenzteiler-Verhältnisse im Feedback-Loop oder dem Ändern der Referenzfrequenz eingestellt werden. Der Phasenkomparator erzeugt ein Fehlersignal basierend auf der Phasendifferenz zwischen den Frequenzen. Dieses Fehlersignal wird durch einen Filter und dann an den VCO gesendet, um dessen Frequenz anzupassen. == Verstärker == ==== Transistorverstärker ==== ==== Röhrenverstärker ==== == Operationsverstärker == === Invertierender Verstärker === Verstärkt das Signal mit Vorzeichenumkehr. <math>V = - \frac{R_f}{R_{in}}</math> === Nichtinvertierender Verstärker === Verstärkt das Signal ohne Phasendrehung. <math>V = 1 + \frac{R_f}{R_g}</math> === Spannungsfolger (Impedanzwandler) === Gibt die Eingangsspannung unverändert aus. <math>V = 1</math> === Summierverstärker (Addierer) === Addiert mehrere Eingangsspannungen gewichtet. <math>V_{out} = - R_f \left( \frac{V_1}{R_1} + \frac{V_2}{R_2} + \dots \right)</math> === Differenzverstärker (Subtrahierer) === Verstärkt die Differenz zweier Eingangssignale. <math>V_{out} = \frac{R_f}{R_1} (V_2 - V_1)</math> === Integrator === Bildet das zeitliche Integral des Eingangssignals. <math>V_{out} = - \frac{1}{RC} \int V_{in} \, dt </math> === Differentiator === Bildet die zeitliche Ableitung des Eingangssignals. <math>V_{out} = - RC \frac{dV_{in}}{dt}</math> === Komparator === Vergleicht zwei Spannungen und liefert ein binäres Ausgangssignal. <math>V_{out} = \begin{cases} V_{max}, & V_+ > V_- \\ V_{min}, & V_+ < V_- \end{cases}</math> === Schmitt-Trigger === Komparator mit Hysterese für stabile Schaltschwellen. <math>V_{TH} = \pm \frac{R_1}{R_2} V_{sat}</math> === Hochpass (aktiver Filter) === Lässt hohe Frequenzen passieren und dämpft tiefe. <math>f_c = \frac{1}{2 \pi RC}</math> === Bandpass (aktiver Filter) === Lässt nur einen bestimmten Frequenzbereich durch. Das Beispiel mit unendlicher Verstärkung und mehrfacher Rückkopplung: <math>f_0 = \frac{1}{2 \pi \sqrt{R_1 R_2 C_1 C_2}}</math> == Digitaltechnik == b3yszvy4ng729xmumub1q971wnvp129 Benutzer:Mick Roeger 2 122400 1083096 2026-04-10T16:54:23Z Mick Roeger 115971 Die Form ( Die Veränderung) 1083096 wikitext text/x-wiki Welches wissen könnte den denker zu einer denke bewegen, einen Gedankengang einzuschlagen, der alle anderen zu einer grundlegenden anderen denke bewegen könnte? 9s9pvbh6lrid1wno3pak0hhfir42zqb 1083099 1083096 2026-04-10T19:30:02Z Mick Roeger 115971 1083099 wikitext text/x-wiki Welches wissen könnte den denker zu einer denke bewegen, einen Gedankengang einzuschlagen, der alle anderen zu einer grundlegenden anderen denke bewegen könnte? Ich würde mich über eine scharfsinnige Rückmeldung freuen. 1a1lgu5qtph0m4gsbd83uscv6uafkzp 1083106 1083099 2026-04-10T22:42:46Z Mick Roeger 115971 habe den Zeilenabsatz angepasst 1083106 wikitext text/x-wiki Welches wissen könnte den denker zu einer denke bewegen, einen Gedankengang einzuschlagen, der alle anderen zu einer grundlegenden anderen denke bewegen könnte? Ich würde mich über eine scharfsinnige Rückmeldung freuen. ogrm43cpi9zm6coj4fkuwbjzwasbbs9