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Schüttelreime
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2026-08-16T17:30:20Z
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{{ABC|Weblinks}}
==A==
* "Aal, den ich hier im Saale kau, // schmeckt mehr mir, als die kahle Sau."- ''Erwin Thieleke, Erwin macht ein Gedicht – dann brauch’ ich keine Rosen, Baden-Baden 2009 (Aale)''
* "'Ach Gottchen', sprach der Sohn betroffen, // 'die Mutter liegt vorm Thron. Besoffen …'"
* "Ach lieber Mann mich linder kos, // damit ich bleibe kinderlos."
* "Ach wie ich diese Pose hasse, // wenn ich nicht in die Hose passe."
* "Als Ruth von ihrem Russen schied, // da fuhr sie heim nach Schussenried. // Dort drang aus allen Rissen Schutt. // Das Leben ist beschissen, Ruth!"
* "Als wir noch in der Wiege lagen, // dacht' niemand an den Liegewagen. // Nun können wir im Wagen liegen // und uns in allen Lagen wiegen." - ''[[Joachim Ringelnatz]]''
* "Am Anfang war Herr Schnabel nur // das Ende einer Nabelschnur."
* "Am besten Du die Zeitung liest // am Ort, wo Du die Leitung ziehst."
* "Am Waldrand liegt ein totes Reh, // es trägt im Fell ein rotes T."
* "An manchem drallen Falter hängt // mehr als ein Büstenhalter fängt."
* "Anna will nichts mehr vom Baden wissen, seit sie zwei Krebse in die Waden bissen!"
* "Auf einem Haufen Steine // las Herr von Stauffen Heine."
* "Auf Pille nicht noch Salbe hoff', // wer täglich dreizehn Halbe soff." – ''[[Eugen Roth]]''
==B==
* "Bei wem sich [[Geist]] und [[Mund|Fresse]] paaren, // wird stets gut bei der [[Presse]] fahren."
* "Beim Mahle rief der Kaiser laut, // ich bitte, dass man leiser kaut."
* "Beim Zahnarzt in den Wartezimmern, // da hört man nicht nur Zarte wimmern."
* "Bitte wohnt hier der singende Drache? // Ich hätte für ihn a dringende Sache." – ''[[Franz Mittler]]''
* "Buddha, nach der netten Fabel, // starrt auf seinen [[Fettleibigkeit|fetten]] Nabel."
* "Bevor ich dich besudel, Puppe, // eß' ich noch 'ne Nudelsuppe."
==C==
* "Cäcilie tät mit Castor pennen, // doch lernt sie grad 'nen Pastor kennen."
==D==
* "Da klagte unser Sängerlein: // Mein Auftritt sollte länger sein!"
* "Da [[Pferd]]e oft aus dem Zügel flüchten, // Will ich doch lieber Geflügel züchten." – ''[[Erich Mühsam]], Fröhliche Kunst, 1 (2), Juli 1902, S. 180''
* "Da sprach der alte Hein: // Halte ein!"
* "Das Weinfass, das Frau Weber leerte, verheerte ihre Leberwerte."
* "Da wieder mal der Bundesrat // das [[Volk]] um etwas Rundes bat, // so hoff ich, dass die Hundesteuer // der Magistrat mir stunde heuer." – ''[[Erich Mühsam]]''
* "Das [[Mädchen]] mit dem schicken [[Duft]] // vermählt sich mit dem dicken Schuft." – ''[[Franz Mittler]]''
* “Das Eitelkleid, das Pfauen schleifen, ist das, worauf die Schlauen pfeifen.“ T. Förg
* "Den Arm um sie geschlungen, zag, // sprach er mit sanftem Zungenschlag: // »Was war das für ein Schlangenzug, // der mich in deine Zangen schlug?«
* "Den Menschen vieles gibt das [[Leben]] // Doch nicht ein jeder liebt das Geben." – ''[[Erich Mühsam]], Schüttelreime und Schüttelgedichte
* "Der Besitz von blanken Scheinen // führt zum Besitz von schlanken Beinen."
* "Der da mit der Schuppenflechte // der füllt bei uns die Fluppenschächte."
* "Der große Dichter Grimmelshausen // erzählt von Höll- und Himmelsgrausen."
* "Der ist ein großer Schweinehund, // dem je der Sinn für Heine schwund." - ''[[Erich Mühsam]], Zur Psychologie der Erbtante''
* "Der Jäger träumt beim roten Tee // bestimmt von einem toten Reh."
* "Der Knabe stiehlt am [[Baum (Pflanze)|Baume]] fleißig, // Schon hat er eine Pflaume bei sich." – ''[[Erich Mühsam]], Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83''
* "Der Kurti ließ ein Stinkerl wehn, // drum muss er jetzt im Winkerl stehn!" – ''[[Franz Mittler]]''
* "Der Männerchor trinkt Bier vom Fass, // betrunken sind schon vier vom Bass."
* "Der Melker träumt von Spitzenzielen, // will an des Ochsen Zitzen spielen. // Doch lies die Infomappe, Knilch: // Ein Ochse gibt nur knappe Milch!" – ''Schüttelreime von Wolfgang Heidschuch, "Auf der Alm", [http://www.ichraffs.net/aufschnitt.html ichraffs.net]''
* "Der Mensch ist bei Gewitter leise,// doch´s Bier das trinkt er literweise." – ''[[Fredl Fesl]]''
* "Der Mond am Himmel golden hing, // da ich zu meiner Holden ging."
* "Der Reiche ganz in Leinen steckt, // die Finger sich nach Steinen leckt."
* "Der [[Sänger]] singt am Weiher leise, // doch singt er etwas leierweise." – ''[[Erich Mühsam]], Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83''
* "Der Schnee, den du in Flocken siehst, // dir unten in die Socken fließt."
* "Der Vinylist sucht für seinen Plattenschatz // im Sommer einen Schattenplatz."
* "Die Angler ihre Nasen rümpfen: // Im Mühlenteiche rasen Nymphen."
* "Die Bäurin schaut die Mauer an, der Bauer Nadja Auermann."
* "Die Boxer aus der Meisterklasse // boxten sich zu Kleistermasse // und aus dem ganzen Massenkleister // erhebt sich stolz der Klassenmeister."
* "Die Firma preist den Wecker dreist // obwohl er sich als Dreck erweist."
* "Die [[Liebe]] und das [[Leben]] [[Ehre|ehren]] – // Das möchten wir Euch eben [[lehren]]." – ''[[Erich Mühsam]], Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83''
* "Die Mädchen, die sich biegen zart, // trainiert ein alter Ziegenbart."
* "Die Mandy hasst // den Handymast" - ''[[Rainald Grebe]]''
* "Die Mutter bringt dem Sohne bei, // wie nahrhaft doch die Bohne sei."
* "Die Nacht ist lau, wir wollen tanzen, // doch auf dem Boden tollen Wanzen."
* "Die Nacht war schön im Liegewagen, // bald Kinder in der Wiege lagen."
* "Die Predigt, mit Gefühl gestaltet, macht Hände im Gestühl gefaltet."
* "Dir soll ich Algebra zeigen? Eher lernt ein Zebra geigen!"
* "Du sollst ein krankes Nierenbecken // nicht mit zu kalten Bieren necken!" – ''[[Eugen Roth]]''
* "Don Qujote war gutmütig // zu jeder Zeit mit Mut gütig."
* "Draußen blüh'n die Osterglocken, // und ich muss hier im Kloster hocken!"
* "Du bist // Buddhist."
* "Du schriebst zuweilen argen Mist, Franz! // Doch weil's von Lehar ist, so frisst man's!" – ''[[Franz Mittler]]''
* "Du sollst nach meiner Flöte tanzen, wenn ich dir sage: 'Töte Pflanzen!'"
*Die Dame mit dem roten Hut, die Nachts an meinem Hoden ruht. Ob sie es wohl zu schätzen weiß, dass i heit Nacht aufs wetzen scheiß.
Dominik
==E==
* "Ein Ferkel wollte strunzen gehn, // doch blieb's am Zaun mit Grunzen stehn."
* "Ein Mücklein wollte Reisen machen, da flog's in einen Meisenrachen!" – ''[[Franz Mittler]]''
* "Einstein hat wohl nie geputzt, // dafür häufig Pi genutzt."
* "Er fuhr mit einem Leiterwagen, // wo Steine und so weiter lagen."
* "Er half ihr in den Damensattel, // da sah er ihre Samendattel."
* "Er kaufte eine Lodenhose, // und wetzte sich die Hoden lose."
* "Er lernte sie als Perle kennen, // jetzt geht sie mit die Kerle pennen."
* "Erst schenkt er ihr 'ne Perlenkette, // dann geht sie in des Kerlen [[Bett]]e."
* "Erst schwamm er zu den Haien raus, jetzt steht es leer, sein Reihenhaus"
* "Erst spielten sie am Teich ein Weilchen, dann spielten sie mit weichen Teilchen."
* "Er würgte eine [[Schlange|Klapperschlang]], // bis ihre Klapper schlapper klang." - ''[[Heinz Erhardt]]''
* "Es essen manche Sippen Kuchen, // wenn Arbeitslose Kippen suchen."
* "Es dufteten des Recken Hosen, // wahrlich nicht nach Heckenrosen.''
* "Es gibt der laute Zeisig Ruh’, // stopft man sein Maul mit Reisig zu."
* "Es ist nicht leicht, von [[Immanuel Kant|Kant]] zu [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegeln]] // so mit der linken Hand zu kegeln."
* "Es liebte der Knabe die Grete, // doch auch bis zum Grabe die Knete." - ''[[Nora Wiedenmann]]''
* "Es regiert der Rattenscheich // unterwelts sein Schattenreich."
* "Es soll noch heute Lümmel geben // die nur von Korn und Kümmel leben."
* "Es sprach der Graf von Rubenstein: // Mein [[Hund]], du bist nicht stubenrein!"
* "Es sprach der Herr von Finkenstein: // Die Harzer Käse stinken fein!"
* "Es trommelten die Schellwale // mit Kraft auf einer Wellschale. // Zusammen mit der Walschelle // gab dies die schönste Schallwelle."
* "Es war einmal ein braver Hai, // der fraß statt Menschen Haferbrei."
* "Es war einmal ein Leibesriese, // der machte eine Liebesreise. // Des Abends sprach er: ‚Reib es, Liese!‘ // Und - stellt euch vor! - sie rieb es leise." – ''[[Johannes Rövenstrunck]]''
* "Es war einmal ein Trotzkist, // der fand die Welt kotztrist."
==F==
* "Fasst du auf See in Steckdosen, // kann dich der Schlag von Deck stoßen."
* "Find' ich in deiner Kammer Huld, // pfeif' ich auf Hammer-Sichel-Kult."
==G==
* "Gib mir den letzten Mutterkuss, Weil ich jetzt auf den Kutter muss"
* "Gibst du mir einen Schlummerkuss, dann ist mit meinem Kummer Schluss."
* "Glaub' nicht, dass alle Zungen lügen, // die warnen vor den Lungenzügen." – ''[[Eugen Roth]]''
==H==
* "Hein Mück ein totes Mäuschen hievt, // damit es nicht im Häuschen mieft."
* "Heut' essen wir den [[Hahn (Tier)|Suppenhahn]], // den gestern wir noch huppen sahn." – ''Spruch auf einem Kochtopf''
* "Heut' sah ich einen Hund graben, der wird wohl seinen Grund haben."
* "Hier darf man nur mit Haube tauchen, hörte ich die Taube hauchen."
* "Hinter den Gardinen sehen // wir erstaunt Sardinen gehen."
* "Humor kann auch in stillen Werken, // so manchen guten Willen stärken" - ''Erwin Thieleke, Erwin macht ein Gedicht – dann brauch’ ich keine Rosen, Baden-Baden 2009 (mit Humor)''
* "Hier dieses Mädchens Wadenform // gemahnt an einen Fadenworm." – ''[[Franz Mittler]]''
* "Warum Du drinnen ausharrest? // Hast Du wieder Hausarrest?"
* "Heute ist‘s der Wahn, der zählt. // So nagt an uns der Zahn der Welt." - Th. Förg
==I==
* "Ich freue mich auf morgen sehr. // Da hab' ich keine Sorgen mehr."
* "Ich kauf noch schnell paar Laugenstangen, // falls wir in einen Stau gelangen."
*Ich traf einmal zwei indische Kinder, // das waren wirklich sehr kindische Inder."
* "Ich weiß, warum so viele [[Mädchen]] in die [[Kissen]] weinen: // Sie sehnen sich nach einem [[Freund]] und wissen keinen."
* "Ihr Kapital sind schlanke Beine, // sie münzt es um in blanke Scheine."
* "Im Juli gibt es heiße Nächte, // da fängt man in der Neiße Hechte. – ''[[Heinz Erhardt]]''
* "Im schweizer Kanton Graubünden // hört man heut' viel von Baugründen. Hohe Häuser sollen wachsen, // doch sind die, die das wollen, Sachsen, die, weil sie hier zu bauen planen, // sich extra den Weg von Plauen bahnen.
* "Immer mehr Lädchen // suchen Lehrmädchen."
* "Immer wenn er Spesen las, // machte ihm das Lesen Spaß."
* "In modernen Sittendramen // Kriegt die Frau von Dritten Samen."
* "In verqualmten Bierstuben // verkommen junge Stierbuben."
* "In [[Wattenscheid]] // fällt der Schatten weit."
* "Ins Kaufhaus viele Käufer laufen, // sie woll'n sich einen Läufer kaufen."
* "Ich vernasch Dich scheibchenweise // oje, da kommt mein Weibchen, Scheiße!"
* "Ich kenne einen Schweinemäster // der ist so dick wie meine Schwester"
* "Ich seh zwei tote Moppel dort // und denke gleich an Doppelmord.
* "Ich werd' mich an die Lotte ketten // die macht die besten Kotteletten."
* "Ich stand auf einer Landungsbrücke // und schaute in die Brandungslücke."
* "Im Dorngesträuch die Schlehe reift, // der Wilddieb tote Rehe schleift."
* "Im Kloster, das Sankt Gallen heißt, // spukt jede Nacht ein Hallengeist."
==K==
* "Kauf nie ein Auto Dir aus Postresten, // denn es wird bald Dir wie die Pest rosten. // Willst Du Dich nicht mit diesem Rost pesten // verzichte lieber auf den Restposten."
*"Kaum ging es der Mutter besser, // setzt sie sich ins Buttermesser."
* "Komm mit mir in den Birkenwald, // denn meine Pillen wirken bald." - Siehe auch [[Martin Kippenberger]]
* "Kommst du mal an ein Rasthaus, // geh rein und ohne Hast raus! // Wenn du dann den Bogen raus hast, // machst du bald an jedem Haus Rast."
==L==
* Laß doch nicht die Schürze fallen... (gemeint ist: Laß doch nicht die Fürze schallen) – ''[[Eugen Roth|Sita Steen]]''
* "Leicht ists, so schüttelnd hinzusabbern // Doch meist drohts mit dem Sinn zu hapern." – ''[[Eugen Roth]]''
* "Leute, die zu Gicht neigen, // sollten besser nicht geigen."
* "Lieber mit den [[Brust|Titten]] wippeln, // als zu Fuß nach Witten tippeln."
* "Lieber einen Schattenplatz // als einen platten Schatz."
* Lieber eine schwanzgierige als eine ganz schwierige.
* "Lieber zwei Damen im Arm // als zwei Arme im Darm."
==M==
* "Macht sich einmal der Bauer schön, // dann kommen gleich die Schauerböen."
* "Machst du mir keinen Topfenstrudel, // werd´ ich dich nicht mehr stopfen Trudel."
* "Man konnte schon in Jugendtagen // mich mit dem Worte »Tugend« jagen." ''[[Franz Mittler]]''
* "Man offeriert den Damen Sekt, // bevor man sie mit Samen deckt." ''[[Georg Kreisler]]: Im Maxim. In: Ich weiß nicht, was soll ich bedeuten. Artemis-Verlag 1973 [http://books.google.de/books?id=XT3bAAAAMAAJ&q=samen S. 42 books.google]
* "Man wollte sie zu zwanzig Dingen // in einem Haus bei Danzig zwingen."
* "Manche Wahrzeichen // müssen dem Zar weichen."
* "Manchmal können runde Hennen viel schneller noch als Hunde rennen."
* "Mit den Bekennern neuer Lehren // ließ [[Nero]] manchen [[Löwe|Leu]] ernähren." ''[[Franz Mittler]]''
* "Meine Frau hat mich verlassen, deshalb muss ich jetzt leer fassen." * von Fabian dem Weisen
* "Mein Schatz, der ist aus Degerloch; // in meinem Bett – Ach! – läg’ er doch!"
* "Mit Fleiß das Mädchen Rosen häkelt; // der Bursch sich in den Hosen räkelt."
* "Morgens der Berge schimmernde Weiße, // abends der [[Geige]]n wimmernde Scheiße."
* "Mit ein paar Stückchen Butterkuchen // kannst du doch keinen Kutter buchen!" ''Ulrich Roski''
* "Mädchen, die im Mai nachts wüten, die halten nichts von Weihnachtsmythen."
* "Mädchen, die im Haine kosen, tragen meistens keine Hosen."
* "Mädchen, die die Wimpern pinseln // tun meistens auch beim Pimpern winseln."
* “Morgens ward die Flunder wach, war immer noch - oh Wunder - flach.“
* "Malte macht am Morgen Sachen, // die mir langsam Sorgen machen" ''[[Rainald Grebe]]''
* "Mädchen werden böse meist, // wenn man sie in die Möse beißt."
* "Mandy hasst den Handymast." ''[[Rainald Grebe]]''
==N==
* "Nach seiner letzten Schicht lallt er // und trifft nur schwerlich den Lichtschalter."
* "Nana aß // Ananas."
* "Natürlich könnt ihr, meine Hessen, // euch stets mit Heinrich Heine messen."
* "Netflix // taugt ohne Flat nix."
* "Nicht alles auf die Waage legen, // der angespannten Lage wegen."
* "Nicht immer hat die feiste Mutter // für's Baby auch das meiste Futter."
* "Nicht nett, dass sie im Suppenpott // den Teddy und die Puppen sott!"
* "Nicht selten haben Lesbenweiber // wohlgeformte Wespenleiber."
* "Norddeutsche an der Eider leben, // doch ist die Landschaft leider eben."
* "Nur Wasser trinkt der Vierbeiner, // der Mensch findet's Bier feiner." – ''[[Heinz Erhardt]]''
* "Nur wegen dieser schiachen Katz // vergriff er sich am Kirchenschatz." – ''[[Franz Mittler]]''
==O==
* "Oder: In den Hafenstraßen // sitzen Leut, die strafen Hasen." - ''[[Georg Kreisler]]: Lied über gar nichts. In: Ich hab ka Lust. Seltsame, makabre und grimmige Gesänge. Henschel-Verlag 1980 [http://books.google.de/books?id=kA1cAAAAMAAJ&q=hafenstra%C3%9Fen S. 45 books.google]
* "Oft hängt bei einem forschen [[Mädchen]] // die [[Tugend]] nur am morschen Fädchen."
==P==
* "Polit-Kommissäre, die das Soll überwachen // tragen bei Kälte schwere Woll-Übersachen."
==R==
* "Radikale Klassengeister // sprühen in den Gassen Kleister, // wo PKWs der Geisterklassen // dann fahren durch die Kleistergassen."
* "Raste nie, // doch haste nie, // sonst haste die Neurasthenie." - Otto Erich Hartleben zugeschrieben
* "Reime, für andere Leute gemacht, // worüber dann diese Meute gelacht."
==S==
* "Schließe stets das Schiebedach, // so bietest Du dem Diebe Schach."
* "Selbst der Eunuch, der Hodenlose, // kauft gern bei Frey die Lodenhose."
* "Sechsmal am Tag im Rosenhaus // schlüpft Rosi aus den Hosen raus."
* "Sich ein in seinen Trauerfall hüllt er. // Die Welt mit seinem Klagehall füllt er. // Er schreibt es auf mit goldnem Füllhalter, // und wenn du helfen kannst, so hülf, Alter."
* "Sie achtet nicht der Notenregeln // und klimpert nur mit roten Nägeln." – ''[[Franz Mittler]]''
* "Sie brauchte nur das Becken heben, // schon spürte man die Hecken beben."
* "Sie fuhren mit dem Leiterwagen// nach Orten, die noch weiter lagen."
* "Siegfried trank mit Hagen Saft, // da rülpsten beide sagenhaft."
* "Siehst du dort den Bademeister? // In eine fette Made beißt er. // Was soll es auch dem Meister schaden? // Im schlimmsten Falle scheißt er Maden."
* "Siehst du dort den Pudel rennen, // er will bei seinem Rudel pennen."
* "Schön ist's, wenn sie ihm pudelnackt // von hinten an die Nudel packt!"
* "›Schön‹ sprach der Mann im Hünengrab, // ›dass ich ein Grab im Grünen hab.‹"
* "So kacken die Kosaken."
* "Sollte dir die Mutter fehlen, lass dir doch das Futter mailen!" – ''Christian Bauer''
* "So manchem gilt die [[Treue]] nix, // er sinnt auf immer neue [[Trick]]s!"
* "So riet ich ihm zu Natrium, // doch setzte er den Rat nie um."
* "Statt dass sich die Range wusch, // schmiert sie auf die Wange Rouge." – ''[[Franz Mittler]]''
==U==
* "Und alle Krieger hauchen rasch: // Oh Manitou, wir rauchen Hasch."
* "Und weil er [[Geld]] in Menge hatte, // lag stets er in der Hängematte."
* "Unter den kleinsten Steppdecken // kann der größte Depp stecken."
==V==
* "Vermiete dich nicht stundenweis', // sonst hast du einen wunden Steiß."
* "Vertrauet bei den schweren Dingen // auf Engel und auf deren Schwingen."
* "Verwelkt ist ihre müde Pracht, // das ist's, was sie so prüde macht." – ''[[Franz Mittler]]''
* "Vom Amtssitz flieht Frau Merkel fast // und widmet sich der Ferkelmast."
* "Vom Anstand bitte trennen, Papst, // wenn du des nachts zum Pennen trabst. // Ob du es mit den Nonnen wagst // und wild am Berg der Wonnen nagst?"
* "Von alters her sie hocken beim // Äppelwoi in Bockenheim."
* "Vor dir macht all mein Kummer halt // Mich läßt der feinste Hummer kalt // Ich pfeif' auf Sichel-Hammer-Kult // find' ich in deiner Kammer Huld!"
* "Vor gar nichts graust's den Bademeister, // in die dickste Made beißt er."
* "Vergeblich suchen wir in Graubünden // Nach noch bezahlbaren Baugründen." - Th. Förg
==W==
* "War das nicht der Schlingensief // der da stets beim Singen schlief?" - ''gemeint ist [[w:Christoph Schlingensief|Christoph Schlingensief]], deutscher Theaterregisseur''
* "Warum trinken Warzenschweine // immer nur vom schwarzen Weine? // Weil sie, wenn sie weißen hätten // würden anders heißen, wetten?"
* "War'n Sie schon in Mottls "Tristan"? // Was geht mich des Trottels Mist an? // Schafft euch lieber ein drittel [[Most]] an // und sauft euch mit diesem Mittel Trost an" - ''gemeint ist [[w:Felix Mottl|Felix Mottl]], österreichischer Dirigent''
* "Was macht ihr mit der Fackel dort? // Wir jagen nur den Dackel fort."
* "Was mir am Morgen Trost bot, war ein belegtes Toastbrot." Rainald Grebe
* "Weh diesen Devisen!"
* "Weil die beiden Moppel dort // gar so grässlich zwiegesungen, // hat durch einen Doppelmord // man zum Schweigen sie gezwungen."
:andere Version: "Siehst Du die beiden Moppel dort? // Sie sind ein Grund zum Doppelmord." - ''Otto Waalkes, Soundtrack zu "Otto der Liebesfilm" Titel 7''
* "Weil verkehrt die Weichen lagen, // wurd' der Zug zum Leichenwagen."
* "Wenn Du für Deine [[Leier]] fichst, // So tu' es ernst und feierlichst." – ''[[Julius Stinde]], Die Kunst des Schüttelreimens''
* "Wenn Du so auf der Havel tobst, // bekommst Du auch kein Tafelobst." – ''Ulrich Roski''
* "Wenn ich ein Haus mit Stuck schmück, // dann wird es stets ein Schmuckstück."
* "Wenn ich im Laden mause Sachen, // dann kann ich eine Sause machen."
* "Wenn ich mit dir im Teich weile, // massier' ich deine Weichteile."
* "Wenn jemand wo ein Kindel find, // so nennt man das ein Findelkind"
* "Wenn Mangel an Mut wär, // dann hülfe ein Wermut, // doch in diesem Wutmeer // schafft der nur noch mehr Wut."
* "Wenn Männer sich auf Weiber legen, // tun sie es meist der Leiber wegen."
* "Wenn nach der Schicht der Steiger geht, // am Zechentor ein Geiger steht."
* "Wenn nachts der Regen niederfließt, // die Nachtigall im Flieder niest."
* "Wenn Ritter faul im Sande liegen, // Wer soll im heil'gen Lande siegen? // Daß sie auch beim Gesinde lagen - // Pfui! kann man nur gelinde sagen ..."
* "Wenn Sonne Strand mit Helle füllt, // sich niemand mehr in Felle hüllt. // Wenn dann die letzte Hülle fällt, // gibts nichts mehr, was die Fülle hält."
* "Wenn Vater fleißig Steine klopft, // sein Weib daheim die Kleine stopft."
* "Wer ander'n eine Zange leiht, vermisst sie oft für lange Zeit.
* "Wer ander'n in die Möse beißt, // ist böse meist."
* "Wer Böller in der Faust zündet, diese dann zerzaust findet." Rainald Grebe
* "Wer dichten will, der täte gut, // er macht' es so, wie [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] tut!" – ''[[Erich Mühsam]]''
* "Wer ist denn dieser leise Reiter? // Ach, es ist der Reiseleiter."
* "Wer morgens in dem Lädchen maust, // am Abend froh sein Mädchen laust."
* "Wer zu lang in Pisa liegt // riskiert, dass ihn die Lisa piekt."
* "Wie bereits Max Weber lehrte // pfeif' auf Deine Leberwerte."
* "Willst du deine Wunden heilen, darfst du nicht bei Hunden weilen." - ''Wolfgang Erbroth''
* "Wir haben einen Hausmeister // Maus heißt er // Im Keller meist haust er // Und wie's heißt, maust er."
* "Wir machten bei St. Annen Halt und tranken erstmal Hannen Alt."
* "Wo mit Humor die Stärke waltet, // wird weise erst ein Werk gestaltet!" – ''Erwin Thieleke, Erwin macht ein Gedicht – dann brauch’ ich keine Rosen, Baden-Baden 2009 (mit Humor)''
==Z==
* "Zerstochen Köpfe, Rümpfe, Seiten, // wenn Reiter durch die Sümpfe reiten!" – ''Erwin Thieleke, Erwin macht ein Gedicht – dann brauch’ ich keine Rosen, Baden-Baden 2009 (umschwärmte Stuten)''
* "Zu Spitzenpreisen // in Pritzen speisen."
:andere Version: "Ich will nicht Milch zum Spitzenpreis, // doch Eis ich gern in Pritzen speis."
* "Zwecks Heirat lief die Nichte Ski, // doch klappte die Geschichte nie!"
== Weblinks ==
{{SieheAuch|[[Zungenbrecher]], [[Reim]]}}
{{Wikipedia|Schüttelreim|Schüttelreime}}
[[Kategorie:Thema|Schuttelreime]]
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