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Kurs:Lilypond für Wikis
106
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1078031
933246
2026-04-23T05:53:33Z
Mjchael
1011
/* Buchpatenschaft/Ansprechperson */+ Kinder wollen singen
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wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
= Lilypond für Wikis =
[[Datei:LilyPond-logo-with-music.png]]
== Lektionen ==
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Einleitung|Einleitung]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Schnelleinstieg|Schnelleinstieg]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Arbeiten im RAW-Modus|Arbeiten im RAW-Modus]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Ein einfaches Lied|Ein einfaches Lied]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Eine Gitarrentabulatur|Eine Gitarrentabulatur]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: ABC-Plugin|ABC-Plugin]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Templates|Templates]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Troubleshooting|Troubleshooting]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Software|Software]]
* [[Kurs:Lilypond für Wikis: Quellen|Quellen]]
== Zusammenfassung des Kurses ==
=== Themenbeschreibung ===
Dieser Kurs bzw. dieses Tutorial soll Autoren von Musikprojekten den Einstieg erleichten, Notenbeispiele mit dem Score-Plugin zu erstellen.
=== Zielgruppe ===
Jeder, der Musikbeispiele für ein Wikiprojekt mit dem Score-Plugin erstellen will. Elementare Kenntnise der Musiklehre werden vorausgesetzt.
Ggf. kann das Tutorial für Musikstudenten und Musiker interessant sein, die eine Möglichkeit suchen, einfache Notenbeispiele mit der Freeware Frescobaldi zu erstellen oder die alternative Tutorial zur umfangreichen Lilipond-Dokumentation suchen.
=== Lernziele ===
* Tutorial: Wie kann man mit dem Score-Plugin Notenbeispiele erstellen, und welche Besonderheiten gilt es zu beachten (insbesondere im Gegensatz zur PC-Version von Lilypond).
* Konventionen empfehlen, wie ein Lilypond-Code in einem Wiki-Projekt aussehen sollte.
* Einige Templates entwickeln, die als Kopiervorlage für weitere Notenbeispiele dienen können.
* Quellen für Hilfen, Software und Notenbeispiele aufzeigen.
=== Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikis ===
Dieses Projekt ist kein Kurs im eigentlichen Sinn, sondern ein Tutorial bzw. ein Mentoring. D.h. die Autoren verfügen lediglich über einen begrenzten Erfahrungsvorsprung und geben ihr bisher gesammeltes Wissen weiter. Es wird also kein Lehrbuch zu Lilypond oder zur ABC-Notation oder der dazugehörigen Software sein. Lediglich der Einstieg soll erleichtert werden. Es wird kein Lehrbuch zu Musiktheorie. Es wird nicht auf Details eingegangen, die man in den externen Hilfen nachschlagen kann. Die Beispiele richten sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Wiki-Projekte.
=== Buchpatenschaft/Ansprechperson ===
* {{b|Benutzer Diskussion:Mjchael|Mjchael}} arbeitet am Wikibooksprojekt {{b|Gitarre}} und darüber hinaus an den Projekten {{b|Liederbuch}}, {{b|Musiklehre}} und {{b|Kinder wollen singen}} u.a.m.
=== Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht? ===
Jeder Autor von Musikbeispielen kann sich an diesem Projekt beteiligen.
=== Richtlinien für Co-Autoren ===
* Teilnehmer duzen sich.
* Es gilt das generische Maskulin.
* {{todolink|Lilypond|Todo-Einträge}} zu diesem Kurs werden unter den Schlagwort "Lilypond" gesammelt.
* Fragen und Wünsche werden auf der jeweiligen Diskussionsseite hinterlassen. Ggf. sollte man den Autoren (derzeit nur {{b|Benutzer Diskussion:Mjchael|Mjchael}}) nochmal auf seiner Diskussionsseite des Hauptprojekt daran erinnern, dass eine Nachricht hinterlassen wurde.
==== Konventionen für Bearbeitungen ====
;{{w|Quelltextformatierung}}
* Der Quelltext wird nach Möglichkeit formatiert. (Die Freeware {{w|Frescobaldi (Software)|Frescobaldi}} hilft dabei).
* Die hier empfohlen Konventionen des Codes folgen den Empfehlungen gängiger Lehrbücher bekannter Programiersprachen.
;Syntaxhighlight
* Einzeilige Codeschnipsel werden in der Regel mit dem Code-Tag ('''<nowiki><code> ... </code></nowiki>''')versehen.
* Mehrzeilige Codebeispiele werden mit dem Syntaxhighlight-Tag ('''<nowiki><syntaxhighlight lang="latex"> ... </syntaxhighlight></nowiki>''') versehen.
; Wikifizieren
*Verweise auf die {{w|Hauptseite|Wikipedia}} oder den {{b|Hauptseite|Wikibooks}} werden mit der Vorlage '''<nowiki>{{w|meinTitel}}</nowiki>''' oder ggf. mit '''<nowiki>{{b|meinBuchKapitel|meinThema}}</nowiki>''' versehen.
sfb37gvn0yqyqd9zzi2pxbsl9uw19nd
Kurs:Lilypond für Wikis: Schnelleinstieg
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Mjchael
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/* Einfacher geht's mit 'relative' */
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text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
= Schnelleinstieg =
Dieser Einstieg orientiert sich an {{w|Hilfe:Notensatz}} aus der Wikipedia.
{{Todo|Weiter ausbauen, Inhalt ggf. auf andere Seiten verteilen.|Lilypond|Mjchael}}
{{clear}}
== Einfaches Notenbeispiel ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
Noten müssen zwischen geschweiften Klammern stehen.
Im allgemeinen werden niederländische Tonbezeichnungen verwendet. Sie gleicht weitestgehend den deutschen Tonbezeichnungen. Man nutzt die Endungen "is" und "es" für # und b.
Abweichend vom deutschen werden die Tonbezeichnungen "bes", "b" und "bis" für die Töne "b", "h", "his" verwendet.
Töne werden (im Gegensatz zur ABC-Notation) ausschließlich mit Kleinbuchstaben geschrieben.
;Tipp: Achte bei automaticher Großschreibung nach Zeilenumbrüchen und Satzzeichen, wie einem Punkt für eine punktierte Note darauf.
Leerzeichen und Zeilenumbrüche können willkürlich gesetzt werden.
Sie sollten zur Formatierung des Quellcodes genutzt werden, um anderen Autoren das Lesen zu erleichtern. Tipps und Empfehlungen folgen.
;Tipp: Schalte die automatische Syntaxhervorhebung bei der Quelltextbearbeitung aus. Beim Copy&Past werden sonst unnötige Zeilenumbrüche eingefügt.
;Tipp 2: Zeilenumbrüche können ggf. bei der Auffindung von Fehlern helfen. Setze bei einer Fehlermeldung an der vermuteten Stelle eine Leerzeile. Erhöht sich eine Zeilenangabe bei der Fehlermeldung nicht, muss der Fehler vor dem Zeilenumbruch liegen. Ggg. mehrfach wiederholen.
== Einfacher geht's mit 'relative' ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
Die erste geschriebene Note wird relativ zur Referenznote (hier <code> c' { ... </code> positioniert. D.h. die nächste Note folgt bis zu einer Quarte auf- oder abwärts. Komma oder Hochkomma (,') werden nur noch bei den Noten benötigt, bei denen der nächste Intervall größer als eine Quarte sein soll.
;Empfehlungen
* Auch wenn jede Note als Referenz für den Quartbereich genommen werden kann, beschränke dich auf die Note c (jeder Oktavebereich beginnt mit c und endet mit b nebst Vorzeichen).<br>Achte darauf, wenn du die Noten mittels Software wie die Freeware {{w|Frescobaldi (Software)|Frescobaldi}} transponieren lässt.
;Tipp
* Bei vielen Akkorden ist es oft schwierig den Überblick zu behalten, daher ist dort eine Bearbeitung ohne <code>\relative</code> meist leichter.
== Mehr Details ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
Tonart und Takt sollten selbsterklärend sein. Akkorde werden in eckigen Klammern geschrieben. Der Notenwert folgt nach den Klammern. Phrasierungsbögen werden mit runden Klammern angegeben. Beachte, dass die öffnende Klammer nach der ersten Note steht.
== Artikulationszeichen ==
Es gibt eine Reihe von Symbolen, die an Noten angefügt werden können, wie z. B. <code>\fermata</code>. Es gibt ferner die Symbole <code>-> -- -+ -. -^ -_ -!</code> zur Angabe der [[w:Artikulation (Musik)|Artikulation]]: <score>\relative c' {e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!}</score>.
* [https://lilypond.org/doc/v2.21/Documentation/notation/expressive-marks-attached-to-notes.de.html Lilypond.org - 1.3.1 Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt]
== Notenlänge und Pausen ==
Jede Note erhält standardmäßig dieselbe Länge wie die vorangehende, und die erste Note ist standardmäßig eine Viertelnote.<br />
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
<code>\tweak color #red</code> färbt einmalig den Notenkopf.
Um andere Längen zu verwenden schreibt man eine 1 für eine Ganze Note, 2 für eine Halbe, 4 für eine Viertel, 8 für eine Achtel usw. hinter den Tonnamen. Punktierungen werden mit einem Punkt <code>.</code> dargestellt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
Für Pausen schreibt man <code>r</code> (für ''rest'') statt des Tonnamens a bis g.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
;Tipp: In mehrstimmigen Stücken kann ein Pausenzeichen, welches unschön in die anderen Stimmen hineinragen würde, mit 's' statt 'r' incl. Notenlänge unterdrückt werden.
Triolen können mit dem Befehl <code>\times 2/3 { }</code> angegeben werden.<br />
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score>
== Taktangabe und Auftakt ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
;Empfehlung: Schreibe den Auftakt <code>\partial 4</code> und die Noten, auf die sich der Auftakt bezieht, in einer eigenen Zeile. Dieses erleichtert das Abzählen der Notenwerte (Taktlänge).
== Lyrik ==
Passend zu den Noten lässt sich Text über den Befehl <code>\addlyrics { }</code> eingeben. Die Silbentrennung wird dabei mit <code>--</code> angegeben. Soll einer Note kein Text unterlegt werden kann sie mit einem Unterstrich <code>_</code> ausgelassen werden.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
Ein Beispiel mit Text:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d'
b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren,
Good mor -- ning to all.
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you, Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren, Good mor -- ning to all.
}
</score>
Wie man sieht, werden bei längeren Notationen automatisch Zeilenumbrüche gesetzt und neue Zeilen mit der aktuellen Taktnummer annotiert (hier 5). Soll diese Taktnummerierung unterdrückt werden, kann am Anfang <code style="white-space: nowrap">\new Score \with { \remove "Bar_number_engraver" }</code> geschrieben werden.
;Hinweis: Die einfache Ausgabe besitzt eine vertikale Größenbeschränkung, d. h. bei längeren Melodien die über mehr als fünf Zeilen gehen oder mit Liedtext über mehr als vier Zeilen, wird ein Fehler geworfen. Dieser kann im Raw-Modus (siehe dort) umgangen werden.
;Tipp: Ziffern und Sonderzeichen werden nicht gedruckt. Möchtest du einen Takt durchzählen, oder Notennamen wie F#, C#, G# unter die Noten schreiben, verwende Anführungszeichen. Taktstriche werden im Quelltext ignoriert (also auch falsch gesetzte) und automatisch gesetzt, können aber zur eigenen Orientierung gesetzt werden. Besondere Taktstriche werden mit besonderen Befehlen gesetzt. (Ein Abschnitt dazu wird folgen.)
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
</score>
</syntaxhighlight>
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
}
</score>
{{Todo|Taktnummerierung ausprobieren, Codbeispiel erstellen.|Mjchael|Lilypond}}
{{clear}}
== Unterdrücken der Taktangabe ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
In Einzelfällen kann es wünschenswert sein, die Taktangabe zu unterdrücken. Hierfür könnte man die Taktangabe auf transparent stellen werden, wodurch an dieser Stelle aber die Lücke bestehen bleibt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff
\once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score> { \new Staff \once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t <d' fis' a'>2 } </score>
Um die Lücke zu vermeiden wäre es günstiger, den Code <code style="white-space: nowrap">\remove "Time_signature_engraver"</code> zu verwenden:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" }
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
; ergibt
<score>{ \new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" } <d' fis' a'>2 }</score>
Eine alternative Möglichkeit direkt vor den Noten ist
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
\new Staff {
\override Score.TimeSignature.stencil=##f
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
und liefert das gleiche Ergebnis
<score> \new Staff { \override Score.TimeSignature.stencil=##f <d' fis' a'>2 }</score>
== Mehrere Systeme und mehrere Stimmen zugleich ==
* '''Mehrere Notensysteme:''' Mit der Anweisung <code>\new Staff</code> wird ein neues Notensystem erzeugt. Wenn man zwei Notensysteme mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Notensysteme untereinander geschrieben.
* '''Mehrere Stimmen:''' Mit der Anweisung <code>\\</code> wird eine neue Stimme erzeugt. Wenn man zwei Stimmen mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Stimmen ebenfalls untereinander geschrieben.
So ergibt sich für folgenden Quelltext das nachfolgende Bild:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
{
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\tempo 4=120
\clef violin
\key f \major
\time 3/4
<<
{ g'2 }
\\
{ c'2 }
>>
}
\new Staff {
\clef bass
\key f \major
\time 3/4
<<
{ e2 }
\\
{ c2 }
>>
}
>>
}</score></syntaxhighlight>
<score>{
\new PianoStaff <<
\new Staff { \tempo 4=120 \clef violin
\key f \major \time 3/4 << { g'2 }
\\ { c'2 } >> }
\new Staff {
\clef bass \key f \major \time 3/4
<< { e2 } \\ { c2 } >> }
>> }</score>
; Empfehlung: Nutze für aufwändigere Notenbeispiele besser den raw-Modus und arbeite mit Variablen.
== Akkordsymbole ==
Akkordsymbole lassen sich mit der Anweisung <code>\new ChordNames { }</code> darstellen. Ohne weitere Anweisung würde Lilypond alle Noten zwischen den geschweiften Klammern als Akkordsymbole interpretieren. Man kann Akkordsymbole ohne Noten darstellen ({{w|Chordsheet}}<ref>Ein Chordsheet enthält nur die Akkordsymbole (z.B. '''C Am F G7''') und ggf. den Liedtext.</ref>. Beispiel:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
Die bessere Methode ist jedoch, gleich Akkordsymbole anzugeben. Wenn man in die geschweifte Klammer <code>\chordmode { } </code> schreibt, kann man in diese geschweifte Klammer direkt Akkordsymbole eingeben. Wenn man zur Akkordfolge noch eine Melodie mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden beide Systeme untereinander gedruckt. So erhält man ein {{w|Leadsheet}}<ref>Ein Leadsheet enthält nur die (in der Regel einstimmige) Melodie, die Akkordsymbole und ggf. den Liedtext.</ref>:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score></syntaxhighlight>
; ergibt:
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score>
;Beachte: Weise auch den Akkorden eine Dauer zu, damit sie rhythmisch zu den Noten passen. Im folgenden Beispiel werden die Akkorde nur eine Viertelnote gehalten, während die Melodie sich in Halben bewegt:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
;Gängige Akkordsymbolen in Lilypond:
<score> { <<
\new ChordNames { \chordmode {
s1 c c:m c:7 c:sus4 c:6 c:maj7 c:m7 c:m7.5- c:dim c:dim7 c:5+ c:6.9 } }
\lyrics { "Lilypondcode: " "c" "c:m" "c:7" "c:sus4" "c:6" "c:maj7 " "c:m7 " "c:m7.5- " "c:dim " "c:dim7 " "c:5+ " "c:6.9" }
>> }</score>
== Tempo ==
Der automatisch generierten Tondatei gibt man zur Zeit nur mit
::<code>\tempo v = mm</code> z.B. <code>\tempo 4 = 72</code>
eine Tempoangabe mit.
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 72 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 128 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
== Hörbeispiel ==
<div style="background-color: whitesmoke;">
:'''<score {{blau|1=sound="1"}}>'''
: ...
:'''</score>'''
</div>
;Tipp
Willst du ein Notenbeispiel in der Software Frescobaldi nutzen und den Code verändern, so kommentiere den Score-Tag <code><score></code> mit einem & aus. Kopierst du den Code wieder in eine Wiki, musst du nur die & löschen.
<div style="background-color: whitesmoke; color:grey;">
:&'''<score sound="1">'''
: ...
:&'''</score>'''
</div>
Mit dem Attribute <code>sound="1"</code> wird ein Player und in der Regel eine downloadbare Midi-Datei erzeugt. (Siehe vorhergehendes Beispiel).
== Beachte Urheberrechte ==
{{Kasten|'''Hinweis zum Urheberrecht'''
Von musikalischen Werken, die nicht [[w:Gemeinfreiheit|gemeinfrei]] sind, können in der Wikipedia aus urheberrechtlichen Gründen nur Notenbeispiele als [[w:Kleinzitat|Kleinzitat]] geduldet werden. Näheres siehe bei [[w:Wikipedia:Musikrechte]].
}}
== Markierungen und Erklärungen am Notenbild ==
Das Score-Plugin erzeugt eine Pixelgrafik mit geringer Auflösung für den Bildschirm (ca. 72 [[w:Punktdichte|dpi]]). Will man am Notenbild grafisch etwas ergänzen, das nicht mit Lilypond-eigenen Mitteln funktioniert, so ist es meistens besser, [[w:Vektorgrafik|Vektorgrafik]]en im [[w:SVG|SVG]]-Format auf die Commons [[c:Commons:Hochladen|hochzuladen]].
Dazu benötigt man jedoch eine [[w:Notensatzprogramm|Notensatzprogramm]], das Vektorgrafiken exportieren kann. Es empfiehlt sich das Freeware-Program [http://www.nilsliberg.se/ksp/easyabc/ EasyAbc] welches mit der ABC-Notation arbeitet oder [https://www.frescobaldi.org/download Frescobaldi] welches mit Lilypond arbeitet. Die SVG-Dateien können mit [https://inkscape.org/release/inkscape-1.2.2/ Inkacape] nachbearbeitet und anschließend auf die Commons hochgeladen werden. Die Programme helfen auch, Vektorgrafiken für einen späteren Druck (insbesondere bei den Wikibooks) aus den Quellcodes zu erstellen.
17fq21tzb9lk7gf3imyua1imotw4k65
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Mjchael
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/* Artikulationszeichen */Codebeispiel
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wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
= Schnelleinstieg =
Dieser Einstieg orientiert sich an {{w|Hilfe:Notensatz}} aus der Wikipedia.
{{Todo|Weiter ausbauen, Inhalt ggf. auf andere Seiten verteilen.|Lilypond|Mjchael}}
{{clear}}
== Einfaches Notenbeispiel ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
Noten müssen zwischen geschweiften Klammern stehen.
Im allgemeinen werden niederländische Tonbezeichnungen verwendet. Sie gleicht weitestgehend den deutschen Tonbezeichnungen. Man nutzt die Endungen "is" und "es" für # und b.
Abweichend vom deutschen werden die Tonbezeichnungen "bes", "b" und "bis" für die Töne "b", "h", "his" verwendet.
Töne werden (im Gegensatz zur ABC-Notation) ausschließlich mit Kleinbuchstaben geschrieben.
;Tipp: Achte bei automaticher Großschreibung nach Zeilenumbrüchen und Satzzeichen, wie einem Punkt für eine punktierte Note darauf.
Leerzeichen und Zeilenumbrüche können willkürlich gesetzt werden.
Sie sollten zur Formatierung des Quellcodes genutzt werden, um anderen Autoren das Lesen zu erleichtern. Tipps und Empfehlungen folgen.
;Tipp: Schalte die automatische Syntaxhervorhebung bei der Quelltextbearbeitung aus. Beim Copy&Past werden sonst unnötige Zeilenumbrüche eingefügt.
;Tipp 2: Zeilenumbrüche können ggf. bei der Auffindung von Fehlern helfen. Setze bei einer Fehlermeldung an der vermuteten Stelle eine Leerzeile. Erhöht sich eine Zeilenangabe bei der Fehlermeldung nicht, muss der Fehler vor dem Zeilenumbruch liegen. Ggg. mehrfach wiederholen.
== Einfacher geht's mit 'relative' ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
Die erste geschriebene Note wird relativ zur Referenznote (hier <code> c' { ... </code> positioniert. D.h. die nächste Note folgt bis zu einer Quarte auf- oder abwärts. Komma oder Hochkomma (,') werden nur noch bei den Noten benötigt, bei denen der nächste Intervall größer als eine Quarte sein soll.
;Empfehlungen
* Auch wenn jede Note als Referenz für den Quartbereich genommen werden kann, beschränke dich auf die Note c (jeder Oktavebereich beginnt mit c und endet mit b nebst Vorzeichen).<br>Achte darauf, wenn du die Noten mittels Software wie die Freeware {{w|Frescobaldi (Software)|Frescobaldi}} transponieren lässt.
;Tipp
* Bei vielen Akkorden ist es oft schwierig den Überblick zu behalten, daher ist dort eine Bearbeitung ohne <code>\relative</code> meist leichter.
== Mehr Details ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
Tonart und Takt sollten selbsterklärend sein. Akkorde werden in eckigen Klammern geschrieben. Der Notenwert folgt nach den Klammern. Phrasierungsbögen werden mit runden Klammern angegeben. Beachte, dass die öffnende Klammer nach der ersten Note steht.
== Artikulationszeichen ==
Es gibt eine Reihe von Symbolen, die an Noten angefügt werden können, wie z. B. <code>\fermata</code>. Es gibt ferner die Symbole <code>-> -- -+ -. -^ -_ -!</code> zur Angabe der [[w:Artikulation (Musik)|Artikulation]]: <syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!
}
</score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score>
\relative c' {
e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!
}
</score>
* [https://lilypond.org/doc/v2.21/Documentation/notation/expressive-marks-attached-to-notes.de.html Lilypond.org - 1.3.1 Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt]
== Notenlänge und Pausen ==
Jede Note erhält standardmäßig dieselbe Länge wie die vorangehende, und die erste Note ist standardmäßig eine Viertelnote.<br />
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
<code>\tweak color #red</code> färbt einmalig den Notenkopf.
Um andere Längen zu verwenden schreibt man eine 1 für eine Ganze Note, 2 für eine Halbe, 4 für eine Viertel, 8 für eine Achtel usw. hinter den Tonnamen. Punktierungen werden mit einem Punkt <code>.</code> dargestellt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
Für Pausen schreibt man <code>r</code> (für ''rest'') statt des Tonnamens a bis g.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
;Tipp: In mehrstimmigen Stücken kann ein Pausenzeichen, welches unschön in die anderen Stimmen hineinragen würde, mit 's' statt 'r' incl. Notenlänge unterdrückt werden.
Triolen können mit dem Befehl <code>\times 2/3 { }</code> angegeben werden.<br />
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score>
== Taktangabe und Auftakt ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
;Empfehlung: Schreibe den Auftakt <code>\partial 4</code> und die Noten, auf die sich der Auftakt bezieht, in einer eigenen Zeile. Dieses erleichtert das Abzählen der Notenwerte (Taktlänge).
== Lyrik ==
Passend zu den Noten lässt sich Text über den Befehl <code>\addlyrics { }</code> eingeben. Die Silbentrennung wird dabei mit <code>--</code> angegeben. Soll einer Note kein Text unterlegt werden kann sie mit einem Unterstrich <code>_</code> ausgelassen werden.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
Ein Beispiel mit Text:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d'
b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren,
Good mor -- ning to all.
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you, Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren, Good mor -- ning to all.
}
</score>
Wie man sieht, werden bei längeren Notationen automatisch Zeilenumbrüche gesetzt und neue Zeilen mit der aktuellen Taktnummer annotiert (hier 5). Soll diese Taktnummerierung unterdrückt werden, kann am Anfang <code style="white-space: nowrap">\new Score \with { \remove "Bar_number_engraver" }</code> geschrieben werden.
;Hinweis: Die einfache Ausgabe besitzt eine vertikale Größenbeschränkung, d. h. bei längeren Melodien die über mehr als fünf Zeilen gehen oder mit Liedtext über mehr als vier Zeilen, wird ein Fehler geworfen. Dieser kann im Raw-Modus (siehe dort) umgangen werden.
;Tipp: Ziffern und Sonderzeichen werden nicht gedruckt. Möchtest du einen Takt durchzählen, oder Notennamen wie F#, C#, G# unter die Noten schreiben, verwende Anführungszeichen. Taktstriche werden im Quelltext ignoriert (also auch falsch gesetzte) und automatisch gesetzt, können aber zur eigenen Orientierung gesetzt werden. Besondere Taktstriche werden mit besonderen Befehlen gesetzt. (Ein Abschnitt dazu wird folgen.)
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
</score>
</syntaxhighlight>
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
}
</score>
{{Todo|Taktnummerierung ausprobieren, Codbeispiel erstellen.|Mjchael|Lilypond}}
{{clear}}
== Unterdrücken der Taktangabe ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
In Einzelfällen kann es wünschenswert sein, die Taktangabe zu unterdrücken. Hierfür könnte man die Taktangabe auf transparent stellen werden, wodurch an dieser Stelle aber die Lücke bestehen bleibt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff
\once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score> { \new Staff \once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t <d' fis' a'>2 } </score>
Um die Lücke zu vermeiden wäre es günstiger, den Code <code style="white-space: nowrap">\remove "Time_signature_engraver"</code> zu verwenden:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" }
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
; ergibt
<score>{ \new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" } <d' fis' a'>2 }</score>
Eine alternative Möglichkeit direkt vor den Noten ist
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
\new Staff {
\override Score.TimeSignature.stencil=##f
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
und liefert das gleiche Ergebnis
<score> \new Staff { \override Score.TimeSignature.stencil=##f <d' fis' a'>2 }</score>
== Mehrere Systeme und mehrere Stimmen zugleich ==
* '''Mehrere Notensysteme:''' Mit der Anweisung <code>\new Staff</code> wird ein neues Notensystem erzeugt. Wenn man zwei Notensysteme mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Notensysteme untereinander geschrieben.
* '''Mehrere Stimmen:''' Mit der Anweisung <code>\\</code> wird eine neue Stimme erzeugt. Wenn man zwei Stimmen mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Stimmen ebenfalls untereinander geschrieben.
So ergibt sich für folgenden Quelltext das nachfolgende Bild:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
{
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\tempo 4=120
\clef violin
\key f \major
\time 3/4
<<
{ g'2 }
\\
{ c'2 }
>>
}
\new Staff {
\clef bass
\key f \major
\time 3/4
<<
{ e2 }
\\
{ c2 }
>>
}
>>
}</score></syntaxhighlight>
<score>{
\new PianoStaff <<
\new Staff { \tempo 4=120 \clef violin
\key f \major \time 3/4 << { g'2 }
\\ { c'2 } >> }
\new Staff {
\clef bass \key f \major \time 3/4
<< { e2 } \\ { c2 } >> }
>> }</score>
; Empfehlung: Nutze für aufwändigere Notenbeispiele besser den raw-Modus und arbeite mit Variablen.
== Akkordsymbole ==
Akkordsymbole lassen sich mit der Anweisung <code>\new ChordNames { }</code> darstellen. Ohne weitere Anweisung würde Lilypond alle Noten zwischen den geschweiften Klammern als Akkordsymbole interpretieren. Man kann Akkordsymbole ohne Noten darstellen ({{w|Chordsheet}}<ref>Ein Chordsheet enthält nur die Akkordsymbole (z.B. '''C Am F G7''') und ggf. den Liedtext.</ref>. Beispiel:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
Die bessere Methode ist jedoch, gleich Akkordsymbole anzugeben. Wenn man in die geschweifte Klammer <code>\chordmode { } </code> schreibt, kann man in diese geschweifte Klammer direkt Akkordsymbole eingeben. Wenn man zur Akkordfolge noch eine Melodie mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden beide Systeme untereinander gedruckt. So erhält man ein {{w|Leadsheet}}<ref>Ein Leadsheet enthält nur die (in der Regel einstimmige) Melodie, die Akkordsymbole und ggf. den Liedtext.</ref>:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score></syntaxhighlight>
; ergibt:
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score>
;Beachte: Weise auch den Akkorden eine Dauer zu, damit sie rhythmisch zu den Noten passen. Im folgenden Beispiel werden die Akkorde nur eine Viertelnote gehalten, während die Melodie sich in Halben bewegt:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
;Gängige Akkordsymbolen in Lilypond:
<score> { <<
\new ChordNames { \chordmode {
s1 c c:m c:7 c:sus4 c:6 c:maj7 c:m7 c:m7.5- c:dim c:dim7 c:5+ c:6.9 } }
\lyrics { "Lilypondcode: " "c" "c:m" "c:7" "c:sus4" "c:6" "c:maj7 " "c:m7 " "c:m7.5- " "c:dim " "c:dim7 " "c:5+ " "c:6.9" }
>> }</score>
== Tempo ==
Der automatisch generierten Tondatei gibt man zur Zeit nur mit
::<code>\tempo v = mm</code> z.B. <code>\tempo 4 = 72</code>
eine Tempoangabe mit.
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 72 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 128 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
== Hörbeispiel ==
<div style="background-color: whitesmoke;">
:'''<score {{blau|1=sound="1"}}>'''
: ...
:'''</score>'''
</div>
;Tipp
Willst du ein Notenbeispiel in der Software Frescobaldi nutzen und den Code verändern, so kommentiere den Score-Tag <code><score></code> mit einem & aus. Kopierst du den Code wieder in eine Wiki, musst du nur die & löschen.
<div style="background-color: whitesmoke; color:grey;">
:&'''<score sound="1">'''
: ...
:&'''</score>'''
</div>
Mit dem Attribute <code>sound="1"</code> wird ein Player und in der Regel eine downloadbare Midi-Datei erzeugt. (Siehe vorhergehendes Beispiel).
== Beachte Urheberrechte ==
{{Kasten|'''Hinweis zum Urheberrecht'''
Von musikalischen Werken, die nicht [[w:Gemeinfreiheit|gemeinfrei]] sind, können in der Wikipedia aus urheberrechtlichen Gründen nur Notenbeispiele als [[w:Kleinzitat|Kleinzitat]] geduldet werden. Näheres siehe bei [[w:Wikipedia:Musikrechte]].
}}
== Markierungen und Erklärungen am Notenbild ==
Das Score-Plugin erzeugt eine Pixelgrafik mit geringer Auflösung für den Bildschirm (ca. 72 [[w:Punktdichte|dpi]]). Will man am Notenbild grafisch etwas ergänzen, das nicht mit Lilypond-eigenen Mitteln funktioniert, so ist es meistens besser, [[w:Vektorgrafik|Vektorgrafik]]en im [[w:SVG|SVG]]-Format auf die Commons [[c:Commons:Hochladen|hochzuladen]].
Dazu benötigt man jedoch eine [[w:Notensatzprogramm|Notensatzprogramm]], das Vektorgrafiken exportieren kann. Es empfiehlt sich das Freeware-Program [http://www.nilsliberg.se/ksp/easyabc/ EasyAbc] welches mit der ABC-Notation arbeitet oder [https://www.frescobaldi.org/download Frescobaldi] welches mit Lilypond arbeitet. Die SVG-Dateien können mit [https://inkscape.org/release/inkscape-1.2.2/ Inkacape] nachbearbeitet und anschließend auf die Commons hochgeladen werden. Die Programme helfen auch, Vektorgrafiken für einen späteren Druck (insbesondere bei den Wikibooks) aus den Quellcodes zu erstellen.
2i9c1crwgsyndvgaiddeatvlkx9qteh
1078035
1078034
2026-04-23T06:19:49Z
Mjchael
1011
/* Notenlänge und Pausen */Stil
1078035
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
= Schnelleinstieg =
Dieser Einstieg orientiert sich an {{w|Hilfe:Notensatz}} aus der Wikipedia.
{{Todo|Weiter ausbauen, Inhalt ggf. auf andere Seiten verteilen.|Lilypond|Mjchael}}
{{clear}}
== Einfaches Notenbeispiel ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
Noten müssen zwischen geschweiften Klammern stehen.
Im allgemeinen werden niederländische Tonbezeichnungen verwendet. Sie gleicht weitestgehend den deutschen Tonbezeichnungen. Man nutzt die Endungen "is" und "es" für # und b.
Abweichend vom deutschen werden die Tonbezeichnungen "bes", "b" und "bis" für die Töne "b", "h", "his" verwendet.
Töne werden (im Gegensatz zur ABC-Notation) ausschließlich mit Kleinbuchstaben geschrieben.
;Tipp: Achte bei automaticher Großschreibung nach Zeilenumbrüchen und Satzzeichen, wie einem Punkt für eine punktierte Note darauf.
Leerzeichen und Zeilenumbrüche können willkürlich gesetzt werden.
Sie sollten zur Formatierung des Quellcodes genutzt werden, um anderen Autoren das Lesen zu erleichtern. Tipps und Empfehlungen folgen.
;Tipp: Schalte die automatische Syntaxhervorhebung bei der Quelltextbearbeitung aus. Beim Copy&Past werden sonst unnötige Zeilenumbrüche eingefügt.
;Tipp 2: Zeilenumbrüche können ggf. bei der Auffindung von Fehlern helfen. Setze bei einer Fehlermeldung an der vermuteten Stelle eine Leerzeile. Erhöht sich eine Zeilenangabe bei der Fehlermeldung nicht, muss der Fehler vor dem Zeilenumbruch liegen. Ggg. mehrfach wiederholen.
== Einfacher geht's mit 'relative' ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
Die erste geschriebene Note wird relativ zur Referenznote (hier <code> c' { ... </code> positioniert. D.h. die nächste Note folgt bis zu einer Quarte auf- oder abwärts. Komma oder Hochkomma (,') werden nur noch bei den Noten benötigt, bei denen der nächste Intervall größer als eine Quarte sein soll.
;Empfehlungen
* Auch wenn jede Note als Referenz für den Quartbereich genommen werden kann, beschränke dich auf die Note c (jeder Oktavebereich beginnt mit c und endet mit b nebst Vorzeichen).<br>Achte darauf, wenn du die Noten mittels Software wie die Freeware {{w|Frescobaldi (Software)|Frescobaldi}} transponieren lässt.
;Tipp
* Bei vielen Akkorden ist es oft schwierig den Überblick zu behalten, daher ist dort eine Bearbeitung ohne <code>\relative</code> meist leichter.
== Mehr Details ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
Tonart und Takt sollten selbsterklärend sein. Akkorde werden in eckigen Klammern geschrieben. Der Notenwert folgt nach den Klammern. Phrasierungsbögen werden mit runden Klammern angegeben. Beachte, dass die öffnende Klammer nach der ersten Note steht.
== Artikulationszeichen ==
Es gibt eine Reihe von Symbolen, die an Noten angefügt werden können, wie z. B. <code>\fermata</code>. Es gibt ferner die Symbole <code>-> -- -+ -. -^ -_ -!</code> zur Angabe der [[w:Artikulation (Musik)|Artikulation]]: <syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!
}
</score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score>
\relative c' {
e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!
}
</score>
* [https://lilypond.org/doc/v2.21/Documentation/notation/expressive-marks-attached-to-notes.de.html Lilypond.org - 1.3.1 Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt]
== Notenlänge und Pausen ==
*Jede Note erhält standardmäßig dieselbe Länge wie die vorangehende.
*Die erste Note ist standardmäßig eine Viertelnote.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
<code>\tweak color #red</code> färbt einmalig den Notenkopf.
Um andere Längen zu verwenden schreibt man eine 1 für eine Ganze Note, 2 für eine Halbe, 4 für eine Viertel, 8 für eine Achtel usw. hinter den Tonnamen. Punktierungen werden mit einem Punkt <code>.</code> dargestellt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
Für Pausen schreibt man <code>r</code> (für ''rest'') statt des Tonnamens a bis g.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
;Tipp: In mehrstimmigen Stücken kann ein Pausenzeichen, welches unschön in die anderen Stimmen hineinragen würde, mit 's' statt 'r' incl. Notenlänge unterdrückt werden.
Triolen können mit dem Befehl <code>\times 2/3 { }</code> angegeben werden.<br />
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score>
== Taktangabe und Auftakt ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
;Empfehlung: Schreibe den Auftakt <code>\partial 4</code> und die Noten, auf die sich der Auftakt bezieht, in einer eigenen Zeile. Dieses erleichtert das Abzählen der Notenwerte (Taktlänge).
== Lyrik ==
Passend zu den Noten lässt sich Text über den Befehl <code>\addlyrics { }</code> eingeben. Die Silbentrennung wird dabei mit <code>--</code> angegeben. Soll einer Note kein Text unterlegt werden kann sie mit einem Unterstrich <code>_</code> ausgelassen werden.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
Ein Beispiel mit Text:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d'
b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren,
Good mor -- ning to all.
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you, Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren, Good mor -- ning to all.
}
</score>
Wie man sieht, werden bei längeren Notationen automatisch Zeilenumbrüche gesetzt und neue Zeilen mit der aktuellen Taktnummer annotiert (hier 5). Soll diese Taktnummerierung unterdrückt werden, kann am Anfang <code style="white-space: nowrap">\new Score \with { \remove "Bar_number_engraver" }</code> geschrieben werden.
;Hinweis: Die einfache Ausgabe besitzt eine vertikale Größenbeschränkung, d. h. bei längeren Melodien die über mehr als fünf Zeilen gehen oder mit Liedtext über mehr als vier Zeilen, wird ein Fehler geworfen. Dieser kann im Raw-Modus (siehe dort) umgangen werden.
;Tipp: Ziffern und Sonderzeichen werden nicht gedruckt. Möchtest du einen Takt durchzählen, oder Notennamen wie F#, C#, G# unter die Noten schreiben, verwende Anführungszeichen. Taktstriche werden im Quelltext ignoriert (also auch falsch gesetzte) und automatisch gesetzt, können aber zur eigenen Orientierung gesetzt werden. Besondere Taktstriche werden mit besonderen Befehlen gesetzt. (Ein Abschnitt dazu wird folgen.)
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
</score>
</syntaxhighlight>
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
}
</score>
{{Todo|Taktnummerierung ausprobieren, Codbeispiel erstellen.|Mjchael|Lilypond}}
{{clear}}
== Unterdrücken der Taktangabe ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
In Einzelfällen kann es wünschenswert sein, die Taktangabe zu unterdrücken. Hierfür könnte man die Taktangabe auf transparent stellen werden, wodurch an dieser Stelle aber die Lücke bestehen bleibt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff
\once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score> { \new Staff \once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t <d' fis' a'>2 } </score>
Um die Lücke zu vermeiden wäre es günstiger, den Code <code style="white-space: nowrap">\remove "Time_signature_engraver"</code> zu verwenden:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" }
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
; ergibt
<score>{ \new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" } <d' fis' a'>2 }</score>
Eine alternative Möglichkeit direkt vor den Noten ist
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
\new Staff {
\override Score.TimeSignature.stencil=##f
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
und liefert das gleiche Ergebnis
<score> \new Staff { \override Score.TimeSignature.stencil=##f <d' fis' a'>2 }</score>
== Mehrere Systeme und mehrere Stimmen zugleich ==
* '''Mehrere Notensysteme:''' Mit der Anweisung <code>\new Staff</code> wird ein neues Notensystem erzeugt. Wenn man zwei Notensysteme mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Notensysteme untereinander geschrieben.
* '''Mehrere Stimmen:''' Mit der Anweisung <code>\\</code> wird eine neue Stimme erzeugt. Wenn man zwei Stimmen mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Stimmen ebenfalls untereinander geschrieben.
So ergibt sich für folgenden Quelltext das nachfolgende Bild:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
{
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\tempo 4=120
\clef violin
\key f \major
\time 3/4
<<
{ g'2 }
\\
{ c'2 }
>>
}
\new Staff {
\clef bass
\key f \major
\time 3/4
<<
{ e2 }
\\
{ c2 }
>>
}
>>
}</score></syntaxhighlight>
<score>{
\new PianoStaff <<
\new Staff { \tempo 4=120 \clef violin
\key f \major \time 3/4 << { g'2 }
\\ { c'2 } >> }
\new Staff {
\clef bass \key f \major \time 3/4
<< { e2 } \\ { c2 } >> }
>> }</score>
; Empfehlung: Nutze für aufwändigere Notenbeispiele besser den raw-Modus und arbeite mit Variablen.
== Akkordsymbole ==
Akkordsymbole lassen sich mit der Anweisung <code>\new ChordNames { }</code> darstellen. Ohne weitere Anweisung würde Lilypond alle Noten zwischen den geschweiften Klammern als Akkordsymbole interpretieren. Man kann Akkordsymbole ohne Noten darstellen ({{w|Chordsheet}}<ref>Ein Chordsheet enthält nur die Akkordsymbole (z.B. '''C Am F G7''') und ggf. den Liedtext.</ref>. Beispiel:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
Die bessere Methode ist jedoch, gleich Akkordsymbole anzugeben. Wenn man in die geschweifte Klammer <code>\chordmode { } </code> schreibt, kann man in diese geschweifte Klammer direkt Akkordsymbole eingeben. Wenn man zur Akkordfolge noch eine Melodie mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden beide Systeme untereinander gedruckt. So erhält man ein {{w|Leadsheet}}<ref>Ein Leadsheet enthält nur die (in der Regel einstimmige) Melodie, die Akkordsymbole und ggf. den Liedtext.</ref>:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score></syntaxhighlight>
; ergibt:
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score>
;Beachte: Weise auch den Akkorden eine Dauer zu, damit sie rhythmisch zu den Noten passen. Im folgenden Beispiel werden die Akkorde nur eine Viertelnote gehalten, während die Melodie sich in Halben bewegt:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
;Gängige Akkordsymbolen in Lilypond:
<score> { <<
\new ChordNames { \chordmode {
s1 c c:m c:7 c:sus4 c:6 c:maj7 c:m7 c:m7.5- c:dim c:dim7 c:5+ c:6.9 } }
\lyrics { "Lilypondcode: " "c" "c:m" "c:7" "c:sus4" "c:6" "c:maj7 " "c:m7 " "c:m7.5- " "c:dim " "c:dim7 " "c:5+ " "c:6.9" }
>> }</score>
== Tempo ==
Der automatisch generierten Tondatei gibt man zur Zeit nur mit
::<code>\tempo v = mm</code> z.B. <code>\tempo 4 = 72</code>
eine Tempoangabe mit.
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 72 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 128 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
== Hörbeispiel ==
<div style="background-color: whitesmoke;">
:'''<score {{blau|1=sound="1"}}>'''
: ...
:'''</score>'''
</div>
;Tipp
Willst du ein Notenbeispiel in der Software Frescobaldi nutzen und den Code verändern, so kommentiere den Score-Tag <code><score></code> mit einem & aus. Kopierst du den Code wieder in eine Wiki, musst du nur die & löschen.
<div style="background-color: whitesmoke; color:grey;">
:&'''<score sound="1">'''
: ...
:&'''</score>'''
</div>
Mit dem Attribute <code>sound="1"</code> wird ein Player und in der Regel eine downloadbare Midi-Datei erzeugt. (Siehe vorhergehendes Beispiel).
== Beachte Urheberrechte ==
{{Kasten|'''Hinweis zum Urheberrecht'''
Von musikalischen Werken, die nicht [[w:Gemeinfreiheit|gemeinfrei]] sind, können in der Wikipedia aus urheberrechtlichen Gründen nur Notenbeispiele als [[w:Kleinzitat|Kleinzitat]] geduldet werden. Näheres siehe bei [[w:Wikipedia:Musikrechte]].
}}
== Markierungen und Erklärungen am Notenbild ==
Das Score-Plugin erzeugt eine Pixelgrafik mit geringer Auflösung für den Bildschirm (ca. 72 [[w:Punktdichte|dpi]]). Will man am Notenbild grafisch etwas ergänzen, das nicht mit Lilypond-eigenen Mitteln funktioniert, so ist es meistens besser, [[w:Vektorgrafik|Vektorgrafik]]en im [[w:SVG|SVG]]-Format auf die Commons [[c:Commons:Hochladen|hochzuladen]].
Dazu benötigt man jedoch eine [[w:Notensatzprogramm|Notensatzprogramm]], das Vektorgrafiken exportieren kann. Es empfiehlt sich das Freeware-Program [http://www.nilsliberg.se/ksp/easyabc/ EasyAbc] welches mit der ABC-Notation arbeitet oder [https://www.frescobaldi.org/download Frescobaldi] welches mit Lilypond arbeitet. Die SVG-Dateien können mit [https://inkscape.org/release/inkscape-1.2.2/ Inkacape] nachbearbeitet und anschließend auf die Commons hochgeladen werden. Die Programme helfen auch, Vektorgrafiken für einen späteren Druck (insbesondere bei den Wikibooks) aus den Quellcodes zu erstellen.
sappgaodntesyrl9ewetip7xhxbxebi
1078037
1078035
2026-04-23T06:33:05Z
Mjchael
1011
/* Tempo */
1078037
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
= Schnelleinstieg =
Dieser Einstieg orientiert sich an {{w|Hilfe:Notensatz}} aus der Wikipedia.
{{Todo|Weiter ausbauen, Inhalt ggf. auf andere Seiten verteilen.|Lilypond|Mjchael}}
{{clear}}
== Einfaches Notenbeispiel ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
c' cis' d' dis' e' f' fis'
g' gis' a' ais' b'
c'' cis'' d'' dis'' e''
es'' d'' des'' c''
b' bes' a' as' g' ges' f'
e' es' d' des' c' b bes a c, b,,
}
</score>
Noten müssen zwischen geschweiften Klammern stehen.
Im allgemeinen werden niederländische Tonbezeichnungen verwendet. Sie gleicht weitestgehend den deutschen Tonbezeichnungen. Man nutzt die Endungen "is" und "es" für # und b.
Abweichend vom deutschen werden die Tonbezeichnungen "bes", "b" und "bis" für die Töne "b", "h", "his" verwendet.
Töne werden (im Gegensatz zur ABC-Notation) ausschließlich mit Kleinbuchstaben geschrieben.
;Tipp: Achte bei automaticher Großschreibung nach Zeilenumbrüchen und Satzzeichen, wie einem Punkt für eine punktierte Note darauf.
Leerzeichen und Zeilenumbrüche können willkürlich gesetzt werden.
Sie sollten zur Formatierung des Quellcodes genutzt werden, um anderen Autoren das Lesen zu erleichtern. Tipps und Empfehlungen folgen.
;Tipp: Schalte die automatische Syntaxhervorhebung bei der Quelltextbearbeitung aus. Beim Copy&Past werden sonst unnötige Zeilenumbrüche eingefügt.
;Tipp 2: Zeilenumbrüche können ggf. bei der Auffindung von Fehlern helfen. Setze bei einer Fehlermeldung an der vermuteten Stelle eine Leerzeile. Erhöht sich eine Zeilenangabe bei der Fehlermeldung nicht, muss der Fehler vor dem Zeilenumbruch liegen. Ggg. mehrfach wiederholen.
== Einfacher geht's mit 'relative' ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative c' {
c cis d dis e f fis g gis
a ais b c b bes a as g
ges f e es d des c1
}
</score>
Die erste geschriebene Note wird relativ zur Referenznote (hier <code> c' { ... </code> positioniert. D.h. die nächste Note folgt bis zu einer Quarte auf- oder abwärts. Komma oder Hochkomma (,') werden nur noch bei den Noten benötigt, bei denen der nächste Intervall größer als eine Quarte sein soll.
;Empfehlungen
* Auch wenn jede Note als Referenz für den Quartbereich genommen werden kann, beschränke dich auf die Note c (jeder Oktavebereich beginnt mit c und endet mit b nebst Vorzeichen).<br>Achte darauf, wenn du die Noten mittels Software wie die Freeware {{w|Frescobaldi (Software)|Frescobaldi}} transponieren lässt.
;Tipp
* Bei vielen Akkorden ist es oft schwierig den Überblick zu behalten, daher ist dort eine Bearbeitung ohne <code>\relative</code> meist leichter.
== Mehr Details ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\key c \minor
\time 3/4
\relative c' {
f d f a d f e d( cis) a cis e as g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|."
}
}
</score>
Tonart und Takt sollten selbsterklärend sein. Akkorde werden in eckigen Klammern geschrieben. Der Notenwert folgt nach den Klammern. Phrasierungsbögen werden mit runden Klammern angegeben. Beachte, dass die öffnende Klammer nach der ersten Note steht.
== Artikulationszeichen ==
Es gibt eine Reihe von Symbolen, die an Noten angefügt werden können, wie z. B. <code>\fermata</code>. Es gibt ferner die Symbole <code>-> -- -+ -. -^ -_ -!</code> zur Angabe der [[w:Artikulation (Musik)|Artikulation]]: <syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!
}
</score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score>
\relative c' {
e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-!
}
</score>
* [https://lilypond.org/doc/v2.21/Documentation/notation/expressive-marks-attached-to-notes.de.html Lilypond.org - 1.3.1 Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt]
== Notenlänge und Pausen ==
*Jede Note erhält standardmäßig dieselbe Länge wie die vorangehende.
*Die erste Note ist standardmäßig eine Viertelnote.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c' c' \tweak color #red c' c' }
</score>
<code>\tweak color #red</code> färbt einmalig den Notenkopf.
Um andere Längen zu verwenden schreibt man eine 1 für eine Ganze Note, 2 für eine Halbe, 4 für eine Viertel, 8 für eine Achtel usw. hinter den Tonnamen. Punktierungen werden mit einem Punkt <code>.</code> dargestellt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c'1 c'2 c'4 c'8 c'16. c'128 }
</score>
Für Pausen schreibt man <code>r</code> (für ''rest'') statt des Tonnamens a bis g.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ r1 r2 r4 r8 r16 r128 r128 }
</score>
;Tipp: In mehrstimmigen Stücken kann ein Pausenzeichen, welches unschön in die anderen Stimmen hineinragen würde, mit 's' statt 'r' incl. Notenlänge unterdrückt werden.
Triolen können mit dem Befehl <code>\times 2/3 { }</code> angegeben werden.<br />
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{
\times 2/3
{ c''8 d'' e'' }
\times 2/3
{ f'' g'' a'' }
\times 2/3 { g''4 e'' c'' }
}
</score>
== Taktangabe und Auftakt ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score> {
\time 3/4
\partial 4 g
c' d' e' f'2.
} </score>
;Empfehlung: Schreibe den Auftakt <code>\partial 4</code> und die Noten, auf die sich der Auftakt bezieht, in einer eigenen Zeile. Dieses erleichtert das Abzählen der Notenwerte (Taktlänge).
== Lyrik ==
Passend zu den Noten lässt sich Text über den Befehl <code>\addlyrics { }</code> eingeben. Die Silbentrennung wird dabei mit <code>--</code> angegeben. Soll einer Note kein Text unterlegt werden kann sie mit einem Unterstrich <code>_</code> ausgelassen werden.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
{ c''1 d'' e'' f'' }
\addlyrics { Sil -- ben -- trenn -- ung }
</score>
Ein Beispiel mit Text:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d'
b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren,
Good mor -- ning to all.
}
</score>
</syntaxhighlight>
;ergibt
<score>
\relative g' {
\key g \major
\time 3/4
\partial 4 d
e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata
\bar "|."
}
\addlyrics {
Good mor -- ning to you, Good mor -- ning to you,
Good mor -- ning dear chil -- dren, Good mor -- ning to all.
}
</score>
Wie man sieht, werden bei längeren Notationen automatisch Zeilenumbrüche gesetzt und neue Zeilen mit der aktuellen Taktnummer annotiert (hier 5). Soll diese Taktnummerierung unterdrückt werden, kann am Anfang <code style="white-space: nowrap">\new Score \with { \remove "Bar_number_engraver" }</code> geschrieben werden.
;Hinweis: Die einfache Ausgabe besitzt eine vertikale Größenbeschränkung, d. h. bei längeren Melodien die über mehr als fünf Zeilen gehen oder mit Liedtext über mehr als vier Zeilen, wird ein Fehler geworfen. Dieser kann im Raw-Modus (siehe dort) umgangen werden.
;Tipp: Ziffern und Sonderzeichen werden nicht gedruckt. Möchtest du einen Takt durchzählen, oder Notennamen wie F#, C#, G# unter die Noten schreiben, verwende Anführungszeichen. Taktstriche werden im Quelltext ignoriert (also auch falsch gesetzte) und automatisch gesetzt, können aber zur eigenen Orientierung gesetzt werden. Besondere Taktstriche werden mit besonderen Befehlen gesetzt. (Ein Abschnitt dazu wird folgen.)
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
</score>
</syntaxhighlight>
<score>
\relative c' {
\key g \major
\time 4/4
\partial 4 d
e d g2 | fis2 d4 e | d c b | c
\bar "|."
}
\addlyrics {
"4" "1" "2" "3 4" "F#" D E "..."
}
</score>
{{Todo|Taktnummerierung ausprobieren, Codbeispiel erstellen.|Mjchael|Lilypond}}
{{clear}}
== Unterdrücken der Taktangabe ==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
</syntaxhighlight>
; ergibt
<score> {
<d' fis' a'>2
} </score>
In Einzelfällen kann es wünschenswert sein, die Taktangabe zu unterdrücken. Hierfür könnte man die Taktangabe auf transparent stellen werden, wodurch an dieser Stelle aber die Lücke bestehen bleibt.
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff
\once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
;ergibt
<score> { \new Staff \once \override Staff.TimeSignature #'transparent = ##t <d' fis' a'>2 } </score>
Um die Lücke zu vermeiden wäre es günstiger, den Code <code style="white-space: nowrap">\remove "Time_signature_engraver"</code> zu verwenden:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score> {
\new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" }
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
; ergibt
<score>{ \new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" } <d' fis' a'>2 }</score>
Eine alternative Möglichkeit direkt vor den Noten ist
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
\new Staff {
\override Score.TimeSignature.stencil=##f
<d' fis' a'>2
} </score></syntaxhighlight>
und liefert das gleiche Ergebnis
<score> \new Staff { \override Score.TimeSignature.stencil=##f <d' fis' a'>2 }</score>
== Mehrere Systeme und mehrere Stimmen zugleich ==
* '''Mehrere Notensysteme:''' Mit der Anweisung <code>\new Staff</code> wird ein neues Notensystem erzeugt. Wenn man zwei Notensysteme mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Notensysteme untereinander geschrieben.
* '''Mehrere Stimmen:''' Mit der Anweisung <code>\\</code> wird eine neue Stimme erzeugt. Wenn man zwei Stimmen mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden die Stimmen ebenfalls untereinander geschrieben.
So ergibt sich für folgenden Quelltext das nachfolgende Bild:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>
{
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\tempo 4=120
\clef violin
\key f \major
\time 3/4
<<
{ g'2 }
\\
{ c'2 }
>>
}
\new Staff {
\clef bass
\key f \major
\time 3/4
<<
{ e2 }
\\
{ c2 }
>>
}
>>
}</score></syntaxhighlight>
<score>{
\new PianoStaff <<
\new Staff { \tempo 4=120 \clef violin
\key f \major \time 3/4 << { g'2 }
\\ { c'2 } >> }
\new Staff {
\clef bass \key f \major \time 3/4
<< { e2 } \\ { c2 } >> }
>> }</score>
; Empfehlung: Nutze für aufwändigere Notenbeispiele besser den raw-Modus und arbeite mit Variablen.
== Akkordsymbole ==
Akkordsymbole lassen sich mit der Anweisung <code>\new ChordNames { }</code> darstellen. Ohne weitere Anweisung würde Lilypond alle Noten zwischen den geschweiften Klammern als Akkordsymbole interpretieren. Man kann Akkordsymbole ohne Noten darstellen ({{w|Chordsheet}}<ref>Ein Chordsheet enthält nur die Akkordsymbole (z.B. '''C Am F G7''') und ggf. den Liedtext.</ref>. Beispiel:
<syntaxhighlight lang="latex">
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
\new ChordNames {
<c es g>
}
}</score>
Die bessere Methode ist jedoch, gleich Akkordsymbole anzugeben. Wenn man in die geschweifte Klammer <code>\chordmode { } </code> schreibt, kann man in diese geschweifte Klammer direkt Akkordsymbole eingeben. Wenn man zur Akkordfolge noch eine Melodie mit je zwei Kleiner- und Größerzeichen <code><< >> </code> einklammert, werden beide Systeme untereinander gedruckt. So erhält man ein {{w|Leadsheet}}<ref>Ein Leadsheet enthält nur die (in der Regel einstimmige) Melodie, die Akkordsymbole und ggf. den Liedtext.</ref>:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score></syntaxhighlight>
; ergibt:
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c d:m
}
}
\new Staff { c'2 d' }
>>
}</score>
;Beachte: Weise auch den Akkorden eine Dauer zu, damit sie rhythmisch zu den Noten passen. Im folgenden Beispiel werden die Akkorde nur eine Viertelnote gehalten, während die Melodie sich in Halben bewegt:
<syntaxhighlight lang="latex"><score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
</syntaxhighlight>
<score>{
<<
\new ChordNames {
\chordmode { f4 f:m c c:7 }
}
\new Staff { c'2 c' }
>>
}</score>
;Gängige Akkordsymbolen in Lilypond:
<score> { <<
\new ChordNames { \chordmode {
s1 c c:m c:7 c:sus4 c:6 c:maj7 c:m7 c:m7.5- c:dim c:dim7 c:5+ c:6.9 } }
\lyrics { "Lilypondcode: " "c" "c:m" "c:7" "c:sus4" "c:6" "c:maj7 " "c:m7 " "c:m7.5- " "c:dim " "c:dim7 " "c:5+ " "c:6.9" }
>> }</score>
== Tempo ==
; Schläge pro Minute (bpm<ref>bpm = bits per minutes = Schläge pro Minute</ref>)
:<code>\tempo w = ss</code>
Wobei hier <code>w</code> den Notenwert angibt und <code>ss</code> die Anzahl des vorgegeben Notenwert pro Minute.
:z.B. <code>\tempo 4 = 72</code>
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 72 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
<score sound="1">\relative g' { \tempo 4 = 128 \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." } </score>
== Hörbeispiel ==
<div style="background-color: whitesmoke;">
:'''<score {{blau|1=sound="1"}}>'''
: ...
:'''</score>'''
</div>
;Tipp
Willst du ein Notenbeispiel in der Software Frescobaldi nutzen und den Code verändern, so kommentiere den Score-Tag <code><score></code> mit einem & aus. Kopierst du den Code wieder in eine Wiki, musst du nur die & löschen.
<div style="background-color: whitesmoke; color:grey;">
:&'''<score sound="1">'''
: ...
:&'''</score>'''
</div>
Mit dem Attribute <code>sound="1"</code> wird ein Player und in der Regel eine downloadbare Midi-Datei erzeugt. (Siehe vorhergehendes Beispiel).
== Beachte Urheberrechte ==
{{Kasten|'''Hinweis zum Urheberrecht'''
Von musikalischen Werken, die nicht [[w:Gemeinfreiheit|gemeinfrei]] sind, können in der Wikipedia aus urheberrechtlichen Gründen nur Notenbeispiele als [[w:Kleinzitat|Kleinzitat]] geduldet werden. Näheres siehe bei [[w:Wikipedia:Musikrechte]].
}}
== Markierungen und Erklärungen am Notenbild ==
Das Score-Plugin erzeugt eine Pixelgrafik mit geringer Auflösung für den Bildschirm (ca. 72 [[w:Punktdichte|dpi]]). Will man am Notenbild grafisch etwas ergänzen, das nicht mit Lilypond-eigenen Mitteln funktioniert, so ist es meistens besser, [[w:Vektorgrafik|Vektorgrafik]]en im [[w:SVG|SVG]]-Format auf die Commons [[c:Commons:Hochladen|hochzuladen]].
Dazu benötigt man jedoch eine [[w:Notensatzprogramm|Notensatzprogramm]], das Vektorgrafiken exportieren kann. Es empfiehlt sich das Freeware-Program [http://www.nilsliberg.se/ksp/easyabc/ EasyAbc] welches mit der ABC-Notation arbeitet oder [https://www.frescobaldi.org/download Frescobaldi] welches mit Lilypond arbeitet. Die SVG-Dateien können mit [https://inkscape.org/release/inkscape-1.2.2/ Inkacape] nachbearbeitet und anschließend auf die Commons hochgeladen werden. Die Programme helfen auch, Vektorgrafiken für einen späteren Druck (insbesondere bei den Wikibooks) aus den Quellcodes zu erstellen.
anl5oeasvc7p71e8tiawkpatb8khdlw
Kurs:Lilypond für Wikis: Arbeiten im RAW-Modus
106
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2026-04-23T06:45:59Z
Mjchael
1011
/* Arbeiten mit Variablen */Stil
1078038
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
==Arbeiten mit Variablen==
Code-Schnipsel, die über eine Variable vordefiniert werden sollen, funktioniert nur im raw-Modus.
Variablennamen dürfen nur Buchstaben des Alphabets enthalten, keine Zahlen oder Striche.
Variable müssen vor dem eigentlichen musikalischen Ausdruck definiert werden. Sie können dann aber beliebig oft verwendet werden, nachdem sie einmal definiert worden sind.
<pre>
<score raw=1>
myMusic = \relative {
c''4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
myLyrics = \lyricmode {
Joy to the world, the Lord is come.
}
\score {
<<
\new Voice = "one" {
\time 2/4
\myMusic
}
\new Lyrics \lyricsto "one" {
\myLyrics
}
>>
}
</score></pre>
Die Fehlermeldungen verschwinden, wenn man <nowiki><score raw=1></nowiki> setzt. Dafür bekommt man unerwarteter Weise eine DinA4-Seite, die für kleine Notenbeispiele überdimensioniert ist. Dies lässt sich mit einem Paper-Block beheben.
<score raw=1>
musicOne = \relative {
c''4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
verseOne = \lyricmode {
Joy to the world, the Lord is come.
}
\score {
<<
\new Voice = "one" {
\time 2/4
\musicOne
}
\new Lyrics \lyricsto "one" {
\verseOne
}
>>
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f
}
</score>
;line-width=180\mm
Ein DinA4-Blatt ist 210mm breit.
Ziehe ich davon einen 15mm breiten Rand ab oder einen 20mm Lochrand auf einer und einen 10mm Rand auf der gegenüberliegenden Seite, so erhalte ich eine Breite des Satzspiegel (bedruckbare Fläche) von 180mm, was eine gängige Konvention in der Mediengestaltung ist.
<pre>
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f
}
</pre>
== Farbige Noten und stille Akkorde==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title = " Op. 31 Etude No.1 Andante "
% subtitle = " ... "
% piece = " ... "
composer = "Ferdinand Sor (*1778-†1839)"
% opus = "Op.31"
% source = "using different sources"
arranger = "ccbysa Wikibooks (Mjchael)"
copyright = "ccbysa de.wikibooks.org/wiki/Gitarre"
% footer = " ... "
}
myKey = {
\clef "treble_8"
\time 3/4
\key c \major
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
}
Akkorde = \chordmode {
% \germanChords
% \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
%% Akkorde nur beim Wechsel Notieren
% \set chordChanges = ##t
\repeat volta 4 {
s4 |
c2. | c | g:7 | g:7/f | c | c4 g c |
g2.:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
s4 |
g2.:7 | c | g:7/f | c | g:7/b | c |
g:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
}
}
Diskant = \relative c' {
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
%% Part 1
\override NoteHead #'color = #red
\partial 4
\repeat volta 2 { g4
e'2 c4 | g c e | g-4 f-1 d-4 | b2 g4 |
g2 c4 | c b c |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.-4~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g-3 fis-2 f-1 | d-4 b g | c2 e4 |
a,-2 d-4 b | c2 e4 | c r4
} \break
%% Part 2
\partial 4
\repeat volta 2 { g |
f' g, f' | e g, e' | d g, d' | c g c |
b g d' | c g e' |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g fis f | d-4 b g | c e c |
a d-4 b | c2.~ | c4 r4
}
}
Bass = \relative c' {
\override NoteHead #'color = #blue
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
c,2. | e | d | f-3 | e | e4 d c | b2.-2~ |
b | c2. | e | d | f-4 | e4 g c, | f2-3 g4 |
c, e g | <c, e> s4
}
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
d2. | c | f-3 | e | d2 f4 | e2 c4 | b2.~ | b |
c | e | d | f | e4 c e | f2 g4 | c, e g |
c, s4
}
}
Gitarre = << \Diskant \\ \Bass >>
\score {
<<
\new ChordNames { \Akkorde }
\new Voice {
\myKey
\Gitarre
}
\new TabStaff {
\Gitarre
}
>>
\layout { }
}
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\unfoldRepeats \Gitarre
}
>>
\midi { }
}
\paper {
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
</syntaxhighlight>
;Ergibt
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title = " Op. 31 Etude No.1 Andante "
% subtitle = " ... "
% piece = " ... "
composer = "Ferdinand Sor (*1778-†1839)"
% opus = "Op.31"
% source = "using different sources"
arranger = "ccbysa Wikibooks (Mjchael)"
copyright = "ccbysa de.wikibooks.org/wiki/Gitarre"
% footer = " ... "
}
myKey = {
\clef "treble_8"
\time 3/4
\key c \major
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
}
Akkorde = \chordmode {
% \germanChords
% \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
%% Akkorde nur beim Wechsel Notieren
% \set chordChanges = ##t
\repeat volta 4 {
s4 |
c2. | c | g:7 | g:7/f | c | c4 g c |
g2.:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
s4 |
g2.:7 | c | g:7/f | c | g:7/b | c |
g:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
}
}
Diskant = \relative c' {
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
%% Part 1
\override NoteHead #'color = #red
\partial 4
\repeat volta 2 { g4
e'2 c4 | g c e | g-4 f-1 d-4 | b2 g4 |
g2 c4 | c b c |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.-4~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g-3 fis-2 f-1 | d-4 b g | c2 e4 |
a,-2 d-4 b | c2 e4 | c r4
} \break
%% Part 2
\partial 4
\repeat volta 2 { g |
f' g, f' | e g, e' | d g, d' | c g c |
b g d' | c g e' |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g fis f | d-4 b g | c e c |
a d-4 b | c2.~ | c4 r4
}
}
Bass = \relative c' {
\override NoteHead #'color = #blue
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
c,2. | e | d | f-3 | e | e4 d c | b2.-2~ |
b | c2. | e | d | f-4 | e4 g c, | f2-3 g4 |
c, e g | <c, e> s4
}
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
d2. | c | f-3 | e | d2 f4 | e2 c4 | b2.~ | b |
c | e | d | f | e4 c e | f2 g4 | c, e g |
c, s4
}
}
Gitarre = << \Diskant \\ \Bass >>
\score {
<<
\new ChordNames { \Akkorde }
\new Voice {
\myKey
\Gitarre
}
\new TabStaff {
\Gitarre
}
>>
\layout { }
}
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\unfoldRepeats \Gitarre
}
>>
\midi { }
}
\paper {
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Erklärungen ==
;Akkorde = \chordmode {
Akkorde erklingen normalerweise beim Midi. Will man dieses verhindern, gibt es einen Befehl für den Midi-Block.
<syntaxhighlight lang="latex">
\midi {
% Notennamen sollen nicht erklingen
\context {
\ChordNames
\remove "Staff_performer"
}
}
</syntaxhighlight>
Alternativ erstellt man einen eigenen Score für das Layout und einen anderen für das Midi. Damit man nicht noch einmal alle Noten im Midi-Block wiederholen muss, arbeitet man besser mit Variablen. Variabeln funktionieren allerdings nur im Raw-Modus.
;\repeat volta 4 { ... )
zeigt an, dass ein Block wiederholt werden soll. In Noten wird nur das Wiederholungszeichen gesetzt. Im Midi erklingt aber nur ein Durchlauf, ...
; \unfoldRepeats \Gitarre
... es sei denn, man trägt den Befehl <code>\unfoldRepeats</code> ein. Dann werden alle Wiederholungen auch ausgeschrieben, und keine Wiederholungszeichen gesetzt. Dieses mag bei der Wiederholung von Akkordbegleitmustern durchaus sinnvoll sein, doch öfter kommt es vor, dass man die Noten kurz halten möchte, doch die Midis in voller Länge. Also taucht der Befehl für das Entfalten der Wiederholungen nur bei den Midis auf.
;\override NoteHead #'color = #red
Das Umfärben der Notenköpfe funktioniert nur im raw-Modus.
; \new TabStaff { \Gitarre }
Eine Tabulatur funktioniert in Lilypond mit Noten. Hier werden einfach die in \Gitarre gespeicherten Noten in das TabStaff kopiert.
db6cgygg5fmss0oagr7ucpb2sh1wdqx
1078039
1078038
2026-04-23T06:56:09Z
Mjchael
1011
/* Arbeiten mit Variablen */Satzspiegel A4 quer
1078039
wikitext
text/x-wiki
<noinclude>
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Navi|Kurs:Lilypond für Wikis|
{{:Kurs:Lilypond für Wikis/_Themen}}|
img=LilyPond-logo-with-music.png|bg=#FEFEB6|border=#83A324|color=#83A324}}
</noinclude>
==Arbeiten mit Variablen==
Code-Schnipsel, die über eine Variable vordefiniert werden sollen, funktioniert nur im raw-Modus.
Variablennamen dürfen nur Buchstaben des Alphabets enthalten, keine Zahlen oder Striche.
Variable müssen vor dem eigentlichen musikalischen Ausdruck definiert werden. Sie können dann aber beliebig oft verwendet werden, nachdem sie einmal definiert worden sind.
<pre>
<score raw=1>
myMusic = \relative {
c''4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
myLyrics = \lyricmode {
Joy to the world, the Lord is come.
}
\score {
<<
\new Voice = "one" {
\time 2/4
\myMusic
}
\new Lyrics \lyricsto "one" {
\myLyrics
}
>>
}
</score></pre>
Die Fehlermeldungen verschwinden, wenn man <nowiki><score raw=1></nowiki> setzt. Dafür bekommt man unerwarteter Weise eine DinA4-Seite, die für kleine Notenbeispiele überdimensioniert ist. Dies lässt sich mit einem Paper-Block beheben.
<score raw=1>
musicOne = \relative {
c''4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
verseOne = \lyricmode {
Joy to the world, the Lord is come.
}
\score {
<<
\new Voice = "one" {
\time 2/4
\musicOne
}
\new Lyrics \lyricsto "one" {
\verseOne
}
>>
}
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f
}
</score>
;line-width=180\mm
Ein DinA4-Blatt ist 210mm breit.
Ziehe davon einen 15mm breiten Rand ab oder einen 20mm Lochrand auf einer und einen 10mm Rand auf der gegenüberliegenden Seite, so erhalt man eine Breite des Satzspiegel (bedruckbare Fläche) von 180mm, was eine gängige Konvention in der Mediengestaltung ist. Für kleinere Notenbeispiele kannst du die Breite natürlich anpassen.
<pre>
\paper{
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
bookTitleMarkup = ##f
scoreTitleMarkup = ##f
}
</pre>
;ps:<code>line-width=267\mm</code>
Das ist die Breite des Satzspiegel für DinA4 im Querformat. 297mm abzüglich beitseitig 15mm Rand.
== Farbige Noten und stille Akkorde==
<syntaxhighlight lang="latex">
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title = " Op. 31 Etude No.1 Andante "
% subtitle = " ... "
% piece = " ... "
composer = "Ferdinand Sor (*1778-†1839)"
% opus = "Op.31"
% source = "using different sources"
arranger = "ccbysa Wikibooks (Mjchael)"
copyright = "ccbysa de.wikibooks.org/wiki/Gitarre"
% footer = " ... "
}
myKey = {
\clef "treble_8"
\time 3/4
\key c \major
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
}
Akkorde = \chordmode {
% \germanChords
% \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
%% Akkorde nur beim Wechsel Notieren
% \set chordChanges = ##t
\repeat volta 4 {
s4 |
c2. | c | g:7 | g:7/f | c | c4 g c |
g2.:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
s4 |
g2.:7 | c | g:7/f | c | g:7/b | c |
g:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
}
}
Diskant = \relative c' {
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
%% Part 1
\override NoteHead #'color = #red
\partial 4
\repeat volta 2 { g4
e'2 c4 | g c e | g-4 f-1 d-4 | b2 g4 |
g2 c4 | c b c |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.-4~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g-3 fis-2 f-1 | d-4 b g | c2 e4 |
a,-2 d-4 b | c2 e4 | c r4
} \break
%% Part 2
\partial 4
\repeat volta 2 { g |
f' g, f' | e g, e' | d g, d' | c g c |
b g d' | c g e' |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g fis f | d-4 b g | c e c |
a d-4 b | c2.~ | c4 r4
}
}
Bass = \relative c' {
\override NoteHead #'color = #blue
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
c,2. | e | d | f-3 | e | e4 d c | b2.-2~ |
b | c2. | e | d | f-4 | e4 g c, | f2-3 g4 |
c, e g | <c, e> s4
}
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
d2. | c | f-3 | e | d2 f4 | e2 c4 | b2.~ | b |
c | e | d | f | e4 c e | f2 g4 | c, e g |
c, s4
}
}
Gitarre = << \Diskant \\ \Bass >>
\score {
<<
\new ChordNames { \Akkorde }
\new Voice {
\myKey
\Gitarre
}
\new TabStaff {
\Gitarre
}
>>
\layout { }
}
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\unfoldRepeats \Gitarre
}
>>
\midi { }
}
\paper {
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
</syntaxhighlight>
;Ergibt
<score sound="1" raw="1">
\version "2.20.0"
\header {
title = " Op. 31 Etude No.1 Andante "
% subtitle = " ... "
% piece = " ... "
composer = "Ferdinand Sor (*1778-†1839)"
% opus = "Op.31"
% source = "using different sources"
arranger = "ccbysa Wikibooks (Mjchael)"
copyright = "ccbysa de.wikibooks.org/wiki/Gitarre"
% footer = " ... "
}
myKey = {
\clef "treble_8"
\time 3/4
\key c \major
\tempo 4 = 120
\set Score.tempoHideNote = ##t
}
Akkorde = \chordmode {
% \germanChords
% \set Staff.midiInstrument = #"acoustic guitar (nylon)"
%% Akkorde nur beim Wechsel Notieren
% \set chordChanges = ##t
\repeat volta 4 {
s4 |
c2. | c | g:7 | g:7/f | c | c4 g c |
g2.:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
s4 |
g2.:7 | c | g:7/f | c | g:7/b | c |
g:/b | g:/b |
c | c | g4 g:maj7 g:7 | g2.:7/f | c |
d2:m7 g4 | c2. c2
}
}
Diskant = \relative c' {
\set Staff.midiInstrument = "acoustic guitar (nylon)"
%% Part 1
\override NoteHead #'color = #red
\partial 4
\repeat volta 2 { g4
e'2 c4 | g c e | g-4 f-1 d-4 | b2 g4 |
g2 c4 | c b c |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.-4~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g-3 fis-2 f-1 | d-4 b g | c2 e4 |
a,-2 d-4 b | c2 e4 | c r4
} \break
%% Part 2
\partial 4
\repeat volta 2 { g |
f' g, f' | e g, e' | d g, d' | c g c |
b g d' | c g e' |
%% kurzfristig zweistimmig
<<
{
d2.~ | d
}
\new Bottom = "middle" {
\override NoteHead #'color = #green
\voiceThree
%% g4\rest = 1/4 Pause in Höhe g
g,4\rest g4 g | g4 g g
}
>> \break
%% wieder einstimmigen
\override NoteHead #'color = #red
e'2 c4 | g c e | g fis f | d-4 b g | c e c |
a d-4 b | c2.~ | c4 r4
}
}
Bass = \relative c' {
\override NoteHead #'color = #blue
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
c,2. | e | d | f-3 | e | e4 d c | b2.-2~ |
b | c2. | e | d | f-4 | e4 g c, | f2-3 g4 |
c, e g | <c, e> s4
}
\partial 4
\repeat volta 2 { s4 |
d2. | c | f-3 | e | d2 f4 | e2 c4 | b2.~ | b |
c | e | d | f | e4 c e | f2 g4 | c, e g |
c, s4
}
}
Gitarre = << \Diskant \\ \Bass >>
\score {
<<
\new ChordNames { \Akkorde }
\new Voice {
\myKey
\Gitarre
}
\new TabStaff {
\Gitarre
}
>>
\layout { }
}
\score {
<<
\new Voice {
\myKey
\unfoldRepeats \Gitarre
}
>>
\midi { }
}
\paper {
indent=0\mm
line-width=180\mm
oddFooterMarkup=##f
oddHeaderMarkup=##f
% bookTitleMarkup=##f
scoreTitleMarkup=##f
}
</score>
== Erklärungen ==
;Akkorde = \chordmode {
Akkorde erklingen normalerweise beim Midi. Will man dieses verhindern, gibt es einen Befehl für den Midi-Block.
<syntaxhighlight lang="latex">
\midi {
% Notennamen sollen nicht erklingen
\context {
\ChordNames
\remove "Staff_performer"
}
}
</syntaxhighlight>
Alternativ erstellt man einen eigenen Score für das Layout und einen anderen für das Midi. Damit man nicht noch einmal alle Noten im Midi-Block wiederholen muss, arbeitet man besser mit Variablen. Variabeln funktionieren allerdings nur im Raw-Modus.
;\repeat volta 4 { ... )
zeigt an, dass ein Block wiederholt werden soll. In Noten wird nur das Wiederholungszeichen gesetzt. Im Midi erklingt aber nur ein Durchlauf, ...
; \unfoldRepeats \Gitarre
... es sei denn, man trägt den Befehl <code>\unfoldRepeats</code> ein. Dann werden alle Wiederholungen auch ausgeschrieben, und keine Wiederholungszeichen gesetzt. Dieses mag bei der Wiederholung von Akkordbegleitmustern durchaus sinnvoll sein, doch öfter kommt es vor, dass man die Noten kurz halten möchte, doch die Midis in voller Länge. Also taucht der Befehl für das Entfalten der Wiederholungen nur bei den Midis auf.
;\override NoteHead #'color = #red
Das Umfärben der Notenköpfe funktioniert nur im raw-Modus.
; \new TabStaff { \Gitarre }
Eine Tabulatur funktioniert in Lilypond mit Noten. Hier werden einfach die in \Gitarre gespeicherten Noten in das TabStaff kopiert.
9pj4okj6er07b6aombre4lpv8oou07o
Patientenvorstellungen
0
157267
1078040
1078023
2026-04-23T07:38:59Z
C.Koltzenburg
13981
/* Ralf Merklinger */
1078040
wikitext
text/x-wiki
* Siehe auch [[FSP-Material|TOC]] -- [[Anamnesegespräche]] -- [[Anamneseberichte/Grammatikcheck|Checklisten für die FSP]] -- [[Anamneseberichte/Schreibtraining|Schreibtraining in 5 Schritten]] -- [[Anamneseberichte/Verben_trainieren|Verben richtig trainieren: PS =/= FS]] -- [[Anamneseberichte]] -- [[Anamneseberichte/Beispielformulierungen|Beispielformulierungen für Berichte]] -- [[Diagnosenrätsel|Diagnosenrätsel]] -- [[Fachbegriffe FSP Freiburg Karlsruhe Stuttgart bis inkl. Januar 2025]]
== Patientenvorstellungen ==
'''[[Patientenvorstellungen/Beispielformulierungen_1._Satz|6 Modelle mit Beispielformulierungen für Ihren 1. Satz]]'''
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 10a|'''PatV 10a''' (nur der Anfang)]] / bzw. [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 10b|'''PatV 10b''' (vollständig)]] Alexander Weiss, 34 J. (VD Nierenruptur links, Milzruptur, Kompressionsfraktur der Halswirbel und Fraktur der Knochen der linken Hand) -- [[Anamneseberichte/Alexander_Weiss_34_J|Anamnesebericht dazu]]
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 9|'''PatV 9''': Sina Gowitz, 22 J.]] (VD Appendizitis) -- [[Anamnesegespr%C3%A4che#Fall_8|Anamnesegespräch dazu]]
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 8|'''PatV 8''': Ralf Merklinger, 48 J.]] (VD Panikattacke)
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 7|'''PatV 7''': Frank Boppes, 67 J.]] (VD Prostatakarzinom)
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 6|'''PatV 6''': Tatjana Märker, 32 J.]] (VD Intoxikation) -- [[Anamnesegespräche#Fall_11|Anamnesegespräch dazu]]
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 5|'''PatV 5 a.''' (+ b. to do): Gisela Reuters, 58 J.]] (VD Mesenterialinfarkt)
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 4|'''PatV 4''': Agnes Schulz, 48 J.]] (VD Appendizitis)
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 3|'''PatV 3''': Sebastian Mayer, 66 J.]] (VD exazerbierte COPD) -- [[Anamnesegespräche#Fall_13|Anamnesegespräch dazu]]
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 2|'''PatV 2''': Sabine Nelius, 63 J.]] (VD Pyelonephritis)
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung 1|'''PatV 1''': Magda Wienhäuser, 46 J.]] (VD Panikattacke)
= Patientenvorstellung 1 =
== Magda Wienhäuser, 46 J ==
(Dies ist eine Patientinnenvorstellung von einer muttersprachlichen Ärztin.)
"Guten Tag, ich würde Ihnen gern die Patientin Magda Wienhäuser vorstellen. Hätten Sie kurz Zeit?"
''"Ja, bitte legen Sie los."''
"Magda Wienhäuser ist 46 Jahre alt, sie ist am 01.06.1976 ("ersten sechsten sechsundsiebzig) geboren, [161 cm <-- im Bericht =/= mündlich -->] einen Meter einundsechzig groß und wiegt [68 kg <-- im Bericht =/= mündlich -->] achtundsechzig Kilo.
Die Patientin stellte sich heute Morgen um halb acht in der Notaufnahme vor, nachdem sie mit dem Auto zur Arbeit fahren wollte und, im Auto sitzend, verschiedene, sehr stark ausgeprägte Symptome bemerkte, nämlich: Tachykardie, Kaltschweißigkeit, Todesangst, Dyspnoe, das Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können. Außerdem berichtete sie von Kribbeln in den Händen und Ohrensausen. Ferner gab sie an, ihr sei übel gewesen. Erbrochen habe sie aber nicht. Nach Angaben der Patientin hat sie ungefähr 15 Minuten im Auto gesessen und ist dann mit großer Mühe in die Klinik gefahren, um sich bei uns vorzustellen.
Aus der Vorgeschichte ist bekannt: <br />
* eine rheumatoide Arthritis seit der zweiten Schwangerschaft, also seit 14 Jahren. Diese rheumatoide Arthritis wird mit Diclofenac zwei Mal täglich behandelt.
* Außerdem eine Migräne mit Aura seit der Jugend. Die Patientin nimmt bei Bedarf Sumatriptan und Ibuprofen.
* Ein Bandscheibenvorfall, also Diskusprolaps, mit 42 Jahren, der konservativ behandelt wurde.
An Operationen nannte die Patientin eine Myomentfernung in 2021 und eine Mammareduktion mit 20 Jahren.
Unsere Patientin ist Nichtraucherin, hat auch nie geraucht, sie trinke ab und zu Alkohol, insbesondere Aperol Spritz, ungefähr einmal im Monat, und sie gab an, in der Jugend einmal Amphetamine genommen zu haben.
Zur gynäkologischen Anamnese: Sie hat ungefähr alle zwei bis drei Monate ihre Mensis, zuletzt vor zwei Wochen.
Die Patientin nannte eine Allergie gegen Haselnüsse, was sich mit Dyspnö und Exanthem äußert, außerdem hat sie eine Glutenintoleranz, also es liegt vermutlich eine Zöliakie vor.
Zur Familenanamnese: Der Vater der Patientin verstarb mit 47 an einem Hodenkarzinom, die Mutter ist 72 Jahre alt, leidet an leichter Demenz und lebt in einem Pflegeheim. Bei der Schwester ist eine Alopecia areata bekannt und der jüngere Bruder der Patientin ist aufgrund eines angeborenen Herzfehlers bereits verstorben, mit Anfang 30.
Unsere Patientin ist Fleischerei-Fachverkäuferin bei Edeka, sie ist seit fünf Jahren geschieden. Sie ist alleinerziehend mit drei Kindern, 15, 14 und 9, wobei der jüngste Sohn im Alter von vier Jahren Leukämie hatte. Das sei eine schwierige Zeit gewesen und hier sei es auch zur Trennung vom Partner gekommen. Der Ex-Mann unserer Patientin ist Polizist und laut Frau Wienhäuser gibt es immer wieder Probleme zwischen den beiden, wo es dann um den Umgang der Kinder geht. Die Patientin hat seit zwei Jahren einen neuen Freund, der ebenfalls Mitarbeiter bei Edeka ist.
Die Patientin treibt Sport, sie geht zum Zumba.
Ich denke, das waren die wichtigsten Informationen.
Meine Verdachtsdiagnose lautet: Panikattacke. Natürlich muss ich, wenn ich diese Diagnose vermute, erstmal alle somatischen Erkrankungen ausschließen, unter anderem einen Myokardinfarkt, eine Refluxösophagitis, einen Magenulkus, eine Lungenembolie.
Zu den Untersuchungen: Die Patientin muss natürlich ausführlich körperlich untersucht werden, vor allem Herz und Lungen müssen auskultiert werden. Ich benötige eine Messung der Vitalparameter, selbstverständlich, dann ist eine Blutuntersuchung notwendig. Wir würden hier vor allem die Herzenzyme, die Entzündungsparameter und eine BGA bestimmen. Außerdem schreiben wir ein EKG und wir könnten gegebenenfalls auch ein Herz-Echo oder eine Sonografie des Abdomens durchführen, wobei in der Regel ja schon die ersten Befunde in etwa die Richtung anzeigen, in die es weitergeht.
Wenn wir tatsächlich in den Befunden nichts Pathologisches feststellen, dann würden wir erstmal von einer Panikattacke ausgehen. Die Panikattacke hört normalerweise von selbst wieder auf. Bei ausgeprägter Hyperventilation sollte man der Patientin eine Tüte geben, so dass sie in die Tüte atmet. Manchmal ist eine beruhigende Medikation erforderlich, zum Beispiel mit Benzodiazepin, wobei man da sehr gut aufpassen muss, weil das zu Abhängigkeit führen kann. Die Patientin sollte aufgeklärt werden über diese Erkrankung und auch darüber, dass es häufig zu rezidivierenden Panikattacken kommt, aber dass es sozusagen nichts Schlimmes ist. Falls es immer wieder zu Panikattacken kommt, kann die Patientin auch verhaltenstherapeutisch behandelt werden, wobei hier in den meisten Fällen eine ambulante Therapie ausreicht.
Das wäre alles meinerseits."
''"Welche Laborwerte würden Sie anordnen?"''
"Ah, welche genau? Also: die Herzenzyme, also Troponin T [teh] und CK-MB [zeh kah emm beh], LDH [ell deh hah] und natürlich ein Blutbild, in der Regel ein großes Blutbild, um einen guten Überblick zu erhalten, Entzündungswerte neben den Leukozyten, CRP [zeh err peh], BSG [beh ess geh]. In der BGA achte ich darauf, wie Sauerstoff und Co2 [zeh oh zwei] verteilt sind, ob es bereits eine Azidose gibt. Das wären die wichtigsten Werte, denke ich."
''"Würden Sie thyreoide Hormone anordnen?"''
"Ah, Schilddrüsenhormone, ja. Ich würde auf jeden Fall das TSH [teh ess hah] bestimmen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Schon bei der körperlichen Untersuchung würde ich auf den Halsbereich achten, also ob da vielleicht schon einen Vergrößerung der Schilddrüse zu sehen oder zu spüren ist."
''"Vielen Dank. Dann verfahren Sie mit Ihrer Patientin bitte so."''
= Patientenvorstellung 2 =
== Sabine Nelius, 63 J ==
(Dies ist eine Patientinnenvorstellung von einer muttersprachlichen Ärztin.)
"Guten Tag, ich würde gern eine Patientin vorstellen, die ich eben in der Notaufnahme gesehen habe. Hätten Sie kurz Zeit?"
''"Ja."''
"Es geht um Sabine Nelius, eine 63-jährige [dreiundsechzigjährige] Patientin, geboren am 02.01.1961 [am zweiten Januar einundsechzig], [171 cm <-- im Bericht =/= mündlich -->] einseinundsiebzig groß und [61 kg <-- im Bericht =/= mündlich -->] 61 Kilo schwer.
Die Patientin stellte sich bei uns vor wegen starker, linksseitiger Flankenschmerzen. Die Schmerzen habe sie seit drei Tagen und sie würden stärker, also sind progredient, von der Qualität her ziehend, teilweise klopfend, mit Ausstrahlung in die linke Leiste. Sie gab an, seit gestern auch Fieber zu haben, knapp über [38° C <-- im Bericht =/= mündlich -->] achtunddreißig Grad Celsius, Schüttelfrost, Schwindel, ihr sei übel, sie habe leichten Durchfall gehabt. Darüber hinaus müsse sie häufig Wasser lassen, dabei würde der Urin nicht einfach kommen und es würde sogar brennen, also dysurische Beschwerden. Der Urin sei rötlich. Die Patienen glaubt selbst, es sei Blut. Sie klagt über ein allgemeines Krankheitsgefühl und Herzrasen. Die Schmerzen würden vor allem durch Bewegung, durch Gehen, verstärkt und in Ruhe seien die Schmerzen etwas besser auszuhalten.
Die Patientin hat einige Vorerkrankungen, unter anderem hatte sie 2018 einen Myokardinfarkt, sie hat eine Psoriasis seit 6 Jahren und vor 7 Jahren wurde ihr aufgrund einer Perforation im Sigma ein Teil des Sigmas entfernt. An Operationen ist außerdem eine Tonsillektomie, 1972, bekannt.
Die Medikation besteht aus ASS 100 mg einmal morgens und Citalopram 75 mg einmal morgens.
In der Sozialanamnese gab die Patientin an, dass ihre Tochter im Alter von 30 [dreißig] Jahren bei einem Autounfall verunglückt sei. Die Patientin selbst lebe mit ihrem gehbehinderten Ehemann zusammen und ist seit einem halben Jahr in Rente. Vorher hat sie als Frisörin gearbeitet.
In der Familienanamnese ist beim Vater ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt, er ist 91 Jahre alt und lebt in einem Pflegeheim. Die Mutter sei gesund, mit 85 Jahren, und ein Onkel mütterlicherseits sei vor 15 Jahren im Alter von 79 Jahren an Prostatakrebs verstorben. Auch die Schwester der Patientin, aktuell 62 Jahre alt, hatte im Alter von 45 Jahren ein Zervixkarzinom, was aber kurativ behandelt werden konnte.
Zu den Noxen:
Die Patientin raucht ca. 10 Zigaretten täglich seit 50 Jahren, also 25 pack years [päck years, also Englisch gesprochen], sie trinke täglich eine Flasche Bier, Drogenkonsum wurde verneint.
Allergien wurden glaubhaft verneint. Sie gab allerdings an, dass eine Unverträglichkeit gegen Milch bekannt sei, ich vermute, (es handelt sich um) eine Laktoseintoleranz.
Aufgrund der Schmerzen in der linken Flanke und dieser Dysurie vermute ich einen Harnwegsinfekt, und zwar eine Pyelonephritis. An Differenzialdiagnosen kommen eine Zystitis oder eine Divertikulitis in Betracht.
Zur Abklärung würde ich die Patientin körperlich untersuchen, mit Fokus auf das Abdomen und die Flanken, also prüfen, ob die Nieren klopfschmerzhaft sind. Dann würde ich mit Urinstix (also Urinteststreifen) den Urin untersuchen, auf Protein, PH und so weiter. Auch schauen, ob eine Hämaturie besteht, dann eine Blutentnahme, ich würde ein großes Blutbild anordnen, mit Entzündungswerten, CRP [zeh err peh], BSG [beh ess geh], außerdem Creatinin, Harnstoff, Elektrolyte, Leberwerte bestimmen, wobei ich bei einer akuten Pyelonephritis vor allem eine Erhöhung der Entzündungsparameter erwarte. Ich benötige außerdem eine Urinkultur, um den Erreger zu bestimmen.
An bildgebenden Verfahren benötige ich eine Sonografie des Abdomens, damit kann ich in der Regel schon ganz gut abschätzen, ob ein Harnaufstau besteht oder ich könnte differenzialdiagnostisch eine Urolithiasis, also einen Stein feststellen. Den könnte man auch mit einem Röntgen Abdomen sehen. Meistens reicht die Sonografie Abdomen aus, um die Diagnose zu stellen, aber falls noch unklar sein sollte, was die Patientin hat, wäre auch ein CT [zeh teh] Abdomen in Betracht zu ziehen.
Therapeutisch empfehle ich Bettruhe, ausreichend Flüssigkeit, entweder oral oder intravenös, außerdem ein Analgetikum wie zum Beispiel Novalgin oder Paracetamol. Bevor der Befund der Urinkultur vorliegt, behandele ich bereits empirisch, beispielweise mit einem Cephalosporin oder Ciprofloxacin, da gibt es verschiedene Optionen. Das Antibiogramm lässt sich anpassen, sobald die Befunde der Urinkultur vorliegen. In der Regel wird die Pyelonephritis intravenös behandelt, später kann es auch oralisiert werden.
Das wäre (soweit erstmal) alles meinerseits."
''"Gut, danke. Ich habe keine Fragen. Bitte machen Sie mit der Patientin weiter."''
= Patientenvorstellung 3 =
== Sebastian Mayer ==
Kandidatin: Guten Tag.
Oberärztin: Guten Tag.
Kandidatin: Ich würde Ihnen gern einen neuen Patienten vorstellen, hätten Sie kurz Zeit?
Oberärztin: Ja bitte, legen Sie los.
Kandidatin: Dankeschön.
Es handelt sich um Herrn Sebastian Mayer, einen 66-jährigen Patienten, geboren am 15.6.1958, 177 cm, 80 kg, den ich heute gegen 11 Uhr gesehen habe.
Er stellte sich bei uns vor aufgrund seit 3 Tagen bestehenden Hustens, seit gestern mit gelblich-grünem Sputum, Dyspnoe, vor allem beim Ausatmen, und Fieber.
Seit der Kindheit besteht Asthma und vor 3 Jahren wurden pulmonale Emphyseme bei ihm diagnostiziert. Laut Patient wird sein Asthma mit Prolenium behandelt und er nutzt Salbutamol Spray bei Bedarf. Bisher sei das aber nur ein Mal der Fall gewesen.
Vor 3 Tagen seien ihm blaue Lippen aufgefallen und etwas Herzrasen, also Hypoxie-Zeichen, und laut Patient ist es schlimmer geworden.
Es gehe ihm insgesamt nicht gut und er sei oft nervös.
An Begleitsymptomen liegen vor: schnelle Ermüdung bei Bewegung, sowie Insomnie.
Verneint wurden die Fragen nach Schmerz sowie Miktions- und Defäkationsstörungen.
Bei ihm ist eine Pencillinallergie bekannt, die sich mit Dyspnoe und Rubor äußert.
Vor 4 Monaten habe er ein neues Knie bekommen (rechts).
In der Familienanamnese fand sich Asthma bei Vater und Bruder. Er lebt mit seiner Frau zusammen und hat zwei gesunde Töchter.
Meine Verdachtsdiagnose lautet: COPD, vielleicht exazerbierte COPD.
Differenzialdiagnostisch kommen Salbutamol-Abusus und Pneumonie in Betracht.
Für meine Verdachtsdiagnose sprechen: Husten mit Sputum, Fieber und - wie heißt nochmal der Fachbegriff für Atemnot?
Oberärztin: Dyspnoe
Kandidatin: Ach ja, vielen Dank, also … und Dyspnoe. Dazu kommt Asthma als Vorerkrankung und die Lungenemphysem-Diagnose vor 3 Jahren.
Zur Bestätigung dieser Verdachtsdiagnose brauche ich natürlich eine körperliche Untersuchung mit Auskultation und Palpation, ein EKG wegen der Hypoxiesymptome, um Herzprobleme ausschließen zu können, dazu Laborwerte, Entzündungszeichen und Leukozyten, ein Röntgen des Thorax - und, falls notwendig, ein CT.
Eine Antibiotikum-Therapie wäre zu empfehlen, denn Herr Mayer war wegen dieser Symptome noch nicht beim Hausarzt und ich denke, dass deswegen eine symptomatische Behandlung nicht ausreicht.
Oberärztin: Vielen Dank für Ihre Vorstellung. Was könnte der Auslöser gewesen sein?
Kandidatin: Ich denke, es könnte die Erkältung sein, mit Husten, den er seit 3 Tagen hat.
Oberärztin: Was genau spricht für ein Lungenemphysem?
Kandidatin: Die Anamnese, also die Vordiagnose. Und dass sein Brustkorb größer geworden ist.
Oberärztin: Wie nennt man dieses Zeichen?
'''Kandidatin''': Oh, das weiß ich nicht.
'''Oberärztin''': Fassthorax.
'''Kandidatin''': Dankeschön. Und dazu Dyspnoe, vor allem beim Ausatmen, mit dem Gefühl, dass Luft in der Lunge bleibt, er also nicht vollständig ausatmen kann.
'''Oberärztin''': Ja genau, gut. Welche Risikofaktoren hat der Patient?
'''Kandidatin''': Er ist starker Raucher, mit mehr als 30 pack years.
'''Oberärztin''': Was spricht für eine akute exazerbierte COPD?
'''Kandidatin''': Dafür spricht produktiver Husten, Fieber, Zyanose, Tachykardie.
'''Oberärztin''': Und es liegt ein expiratorischer Stridor vor.
'''Kandidatin''': Ah ja, er hat ein Pfeifen erwähnt. Das gibt es auch bei Asthma bronchiale.
'''Oberärztin''': Mit welchen lebensbedrohlichen Komplikationen müssen Sie hier rechnen?
'''Kandidatin''': Ich denke an eine Insuffizienz der rechten Herzkammer, denn die Lungenbeschwerden können zuerst zu einer Hypertrophie führen und danach zu einer Herzinsuffizienz.
'''Oberärztin''': Ja, aber das tritt überwiegend bei chronisch erkrankten Patienten auf.
'''Kandidatin''': Und in akuten Fällen kann es vielleicht zu akuter respiratorischer Insuffizienz führen, oder?
'''Oberärztin''': Warum?
'''Kandidatin''': Weil bei Exazerbation Auswurf besteht und dann können Patienten bei weiterer Verschlechterung kaum noch ausatmen, was auch zu einem Pneumothorax führen kann.
'''Oberärztin''': Was genau führt zu einem Pneumothorax?
'''Kandidatin''': Da bin ich mir nicht sicher, aber bei Vorliegen eines (exazerbierten?) Emphysems (das sich verschlechtert hat) ... , aber ich habe keine Erfahrung mit COPD-Patienten und kenne mich deswegen nicht so gut damit aus.
'''Oberärztin''': Ok. Bei so einer Komplikation: Welche Untersuchung machen Sie zuerst?
'''Kandidatin''': Ich mache zuerst eine Auskultation und höre dabei vermutlich keine respiratorischen Geräusche.
'''Oberärztin''': Wie heißt das in Fachsprache?
'''Kandidatin''': Totenstille.
'''Oberärztin''': Gut. Was brauchen Sie in so einer Situation?
'''Kandidatin''': Zur Bestätigung benötige ich ein Röntgen des Thorax.
'''Oberärztin''': Was können Sie damit bestätigen? Was sehen Sie auf dem Röntgenbild?
'''Kandidatin''': Ich denke: Einige Teile des Lungengewebes sind gar nicht zu sehen.
'''Oberärztin''': Aber welche genau? Rechts, links, oben, unten …?
'''Kandidatin''': Hm, das weiß ich nicht. Ich kann es jetzt nur vermuten. Erklären Sie es mir, bitte?
'''Oberärztin''': Gern. Hier geht die Luft nach oben und die Lunge geht in die Mitte oder nach unten. Bei einem Hydrothorax hingegen befindet sich die Flüssigkeit unten und die Lunge bewegt sich nach oben.
'''Kandidatin''': Ah, sehr interessant und logisch: Flüssigkeit ist schwerer und Luft leichter.
'''Oberärztin''': Welche Erste Hilfe empfehlen Sie bei einem ausgedehnteren Pneumothorax?
'''Kandidatin''': Vielleicht eine Thoraxdrainage?
'''Oberärztin''': Ja, mit einem Nadelstich in den zweiten Interkostalraum, damit die Luft rauskommt. Ein risikoreicher Eingriff in einer lebensbedrohlichen Lage, um ein Menschenleben zu retten.
'''Kandidatin''': So etwas wäre mir bestimmt zu riskant.
'''Oberärztin''': Naja, wenn es sein muss, muss es eben sein. Vielen Dank für Ihre Patientenvorstellung.
= Patientenvorstellung 4 =
== Agnes Schulz ==
Kandidatin: Guten Tag, ich würde Ihnen gern eine neue Patientin vorstellen, hätten Sie kurz Zeit?
Oberärztin: Ja.
Kandidatin: Unsere Patientin Agnes Schulz ist 48 Jahre alt, 160 Zentimeter groß und 63 Kilo schwer. Sie stellte sich heute bei uns vor aufgrund seit dem Vortag bestehender, akuter, stechender Bauchschmerzen, die vom Nabel nach unten rechts gewandert seien. Paracetamoleinnahme habe keine Linderung gebracht.
FS | Begleitend besteht Nausea sowie Obstipation mit dunkelgrauer Defäkation, ferner erhöhte Temperatur gestern Abend, 38,3° [Grad] Celsius, oral gemessen. <br />
PS | Zudem klagte sie über Übelkeit sowie Verstopfung mit dunkelgrauem Stuhl, ferner über Fiebergefühl, 38,3° [Grad] Celsius, im Mund gemessen.
Die Frage nach Emesis, Nachtschweiß und kaltem Schweiß wurde verneint.
Es sind keine Vorerkrankungen bekannt.
FS | Vor 14 Jahren wurde sie aufgrund einer Tubargravidität operiert. <br />
PS | Sie sei vor 14 Jahren wegen einer Eileiterschwangerschaft operiert worden.
Sie nehme regelmäßig Eisentabletten seit 3 Wochen, weil sie Veganerin ist.
Sie sei Nichtraucherin seit ihrer ersten Schwangerschaft, davor 12 PY. <br />
Sie trinke keinen Alkohol, Drogenkontakt wurde verneint. <br />
Sie sei verheiratet, habe zwei gesunde Kinder und sie wohnen als Familie zusammen. Sie sei Buchhalterin von Beruf.
Die gynäkologische Anamnese ist unauffällig.
| Aufgrund dieser anamnestischen Angaben gehe ich von einem Verdacht auf eine Appendizitis aus. <br />
| Meine Verdachtsdiagnose lautet auf Appendizitis.
Oberärztin: Was spricht dafür?
Kandidatin: Dafür sprechen Nausea und akute Schmerzen am McBurney-Punkt, Nausea und Fieber.
Oberärztin: Welche Differenzialdiagnosen kommen denn in Betracht?
Kandidatin: Als Differenzialdiagnosen kommen Morbus Crohn, Nephrolithiasis oder Urolithiasis sowie bei Frauen eine Tubargravidität in Betracht.
Oberärztin: Ja, gibt es noch andere gynäkologische Erkrankungen, die solche Bauchschmerzen verursachen könnten?
Kandidatin: Es könnte auch eine Ruptur der Ovarien sein.
Oberärztin: Sehr gut. Welche Untersuchungen werden Sie durchführen?
Kandidatin: Labordiagnostisch finden wir: Leukozytose sowie CRP höher als 10 Milligramm pro Liter und erhöhte BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit). Und ich würde ein Sonographie des Abdomens machen.
Oberärztin: Was sehen wir denn in der Sonographie typischerweise, wenn es sich um eine Appendizitis handelt?
Kandidatin: Ich erwarte einen vergrößerten Appendix vermiformis von mehr als 6 Millimetern Durchmesser und eine Wandstärke von mehr als 3 Millimetern.
Oberärztin: Ja, ...
Kandidatin: Auch die mesenterialen Lymphknoten sind vergrößert.
Oberärztin: Nehmen wir mal an, Sie finden jetzt sonographisch die Appendix nicht, aber Sie entdecken freie Flüssigkeit. Was ist hier los?
Kandidatin: Sie meinen: intestinale Flüssigkeit?
Oberärztin: Ja, was für eine Flüssigkeit könnte das sein? Ich denke jetzt an eine Komplikation der Appendizitis.
Kandidatin: Dann wäre es eine Peritonitis.
Oberärztin: Und vor allem eine Ruptur. Kommen wir zum nächsten Punkt: Welche Behandlung würden Sie denn empfehlen, wenn Sie jetzt die Appendizitis bestätigen?
Kandidatin: Dann wäre eine Appendektomie innerhalb von 24 Stunden anzuraten.
Oberärztin: Ok, und könnten Sie ein bisschen was über so eine Operation sagen: Welche Möglichkeiten gibt es da?
Kandidatin: Eine Laparoskopie hätte den Vorteil, dass man nur sehr kleine Schnitte benötigt, weswegen die Heilung schneller geht.
Oberärztin: Meine letzte Frage ist: Kann man eine akute Appendizitis auch konservativ behandeln?
Kandidatin: Wenn eine Patientin früh genug kommt, lässt sich eine Appendizitis mit Antibiotika und Analgetika behandeln.
Oberärztin: Gut, dankeschön.
Kandidatin: Ich danke Ihnen.
= Patientenvorstellung 5 =
== (Gisela Reuters) ==
=== a. ===
Guten Tag usw.,
["Guten Tag/ Hallo ... Wie war der Dienst?" -- "Es war viel los und ..."]
wir haben eine neue Patientin (und ich würde Ihnen gern über sie berichten), hätten Sie kurz Zeit?
[Ja, bitte berichten Sie mir.]
Vielen Dank.
Frau Gisela Reuters, eine 58-jährige Patientin, stellte sich heute bei uns vor aufgrund seit 1,5 Stunden (eineinhalb Stunden) bestehender, plötzlich aufgetretener, krampfartiger, stechender Abdominalschmerzen (NRS 8 von 10), ohne Ausstrahlung.
Laut Patientin hat der Schmerz um den Nabel herum begonnen (also umbilikal), ist immer stärker geworden und aktuell im ganzen Bauch.
Sie war zu Uhrzeit und Person voll orientiert.
Die Schmerzintensität wird von der Patientin bei ungefähr 8 von 10 NRS eingeordnet.
An Begleitsymptomatik fand sich Herzrasen und Ohrensausen seit circa 20 Minuten und Verstopfung sei dem Vortag. Die Patientin leide an Schlafstörungen und Schweißausbrüchen. An Vorerkrankungen und Voroperationen sind bei ihr bekannt: Arterielle Hypertonie seit 5 Jahren und Vorhofflimmern, behandelt mit Metoprolol und Marcumar. Sie nehme gelegentlich Aspirin. Sie sei 4 Mal operiert worden: Leistenbruch [FS??], Appendektomie, Ostheosynthese der linken oberen Extremität und Sectio Caesarea.
Es besteht eine Penicillin-Allergie, was sich mit Exanthem, Emesis und Diarrhoe äußert.
In der Noxenanamnese fand sich: Raucherin seit 35 Jahren, 35 pack years, sie trinke 1-2 Bier täglich, Drogenkonsum wurde verneint.
Sie habe alle empfohlenen Impfungen.
Die gynäkologische Anamnese ist unauffällig. Die Patientin befindet sich in den Wechseljahren [im Klimakterium].
Die Reiseanamnese ist leer.
Die Familienanamnese ergab arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus bei der Mutter, einen Herzinfarkt beim Vater, an dem er verstorben ist.
Sie treibt keinen Sport.
Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von einem Verdacht auf einen Mesenterialinfarkt aus. Differenzialdiagnostisch sollte ein Ileus ausgeschlossen werden, ebenso eine Darmperforation. Wir sollten auch vasogene Ursachen ausschließen, zum Beispiel eine Aortendissektion oder andere Mesenterialthrombosen.
=== OA-Fragen ===
Was spricht für einen Mesenterialinfarkt?
Könnten Sie bitte den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und Mesenterialinfarkt erklären? Was passiert zwischen dem Vorhof und dem Mesenterium?
Wo entsteht das Blutgerinnsel?
Welche Untersuchungen werden Sie durchführen?
Welche Blutwerte sind denn hilfreich für uns?
Was erwarten Sie denn in der Gerinnung - bei einer Marcumar-Patientin?
Wie verändert sich zum Beispiel der INR [International Normalised Ratio], wenn man Marcumar einnimmt?
Mal angenommen, unsere Patientin hat einen Mesenterialinfarkt. Wie kann man das behandeln?
= Patientenvorstellung 6 =
== Tatjana Märker ==
Arzt: Hallo. Ich möchte Ihnen die Patientin Frau Märker vorstellen - wenn Sie kurz Zeit hätten?
Oberarzt: Ja, habe ich.
Arzt: Frau Märker ist zweiunddreißig Jahre alt, einundsiebzig Kilogramm schwer, hat Dr. Werner als Hausärztin. Sie stellte sich bei uns wegen seit etwa 12 Stunden bestehender Tachykardie und Palpitation vor, mit innerer Unruhe und Angst einhergehend. Sie berichtete von einem Flackern vor den Augen, weswegen ich gleich ein EKG durchgeführt habe, um mögliche Rhythmusstörungen auszuschließen.
Oberarzt: An welche Rhythmusstörungen haben Sie gedacht?
Arzt: Wegen der Ecstasyeinnahme der Patientin.
Oberarzt: Ich will wissen, an welche Rhythmusstörungen Sie gedacht haben.
Arzt: An eine aurikulare Fibrillation, Vorhofflimmern.
Oberarzt: Ja. Was gibt es noch bei jüngeren Patienten?
Arzt: Bei jüngeren Patienten?
Oberarzt: Gibt es supraventrikulare Tachykardien?
Arzt: Supraventrikulare Tachykardien und auch einen ventrikularen Block.
Oberarzt: Gut. Bitte weiter.
Arzt: Bei genauer Befragung berichtete sie, dass sie vorher keine Drogen genommen hat, außer gestern zwei Mal Ecstasy nacheinander.
Oberarzt: Warum zwei nacheinander?
Arzt: Sie habe zuerst nichts gefühlt, wollte aber das High-Sein erleben, was dann auch eintrat, aber mit Palpitation und Tachykardie, trockenem Mund und innerer Angst und Unruhe.
Oberarzt: Wie sah die Ecstasy aus?
Arzt: Es seien rosa Tabletten gewesen.
Oberarzt: Ok. Welche Form?
Arzt: Das habe ich leider nicht nachgefragt.
Oberarzt: Nicht schlimm.
Arzt: Zur Sozialanamnese: Sie hat zwei Kinder, eine dreijährige Tochter und einen eineinhalbjährigen
Sohn.
Oberarzt: Was haben die Kinder gemacht, während sie Ecstasy genommen hat? Also: Wo waren die Kinder da?
Arzt: Die Mutter der Patientin hat sich um die Kinder gekümmert, während die Patientin mit ihrer Freundin feiern ging. Laut Patientin war es das erste Mal, dass sie Drogen ausprobiert hat. Sie lebt allein mit zwei Kindern, ist Bäckereifachverkäuferin von Beruf, aber seit viereinhalb Jahren erwerbslos. Ferner erwähnte sie einen stressigen Lebenskontext mit dem Vater der Kinder.
Oberarzt: Was ist mit dem Mann? Sie hat „on off“ gesagt. Was heißt das denn?
Arzt: „On off“ bedeutet: manchmal ok, manchmal Probleme. Ich habe es so verstanden, dass sie sich in einer toxischen Beziehung mit dem Mann befindet.
Oberarzt: Genau. „On off“ heißt: Manchmal sind sie ein Paar, manchmal sind sie getrennt, immer im
Wechsel.
Arzt: Ja, toxisch.
Oberarzt: Nun, das ist Ihre Beurteilung.
Arzt: An Vorerkrankungen ist eine Hypothyreose bekannt, seit sie siebzehn Jahre alt ist. Und dagegen nimmt sie L-Thyroxin 15 µg. Und sie wurde einmal operiert, eine Schönheits-OP ihrer Nase, mit neunzehn. In der Familienanamnese fand sich Diabetes mellitus bei der Mutter, sie spritzt Insulin. Und Grauer Star beim Vater.
Oberarzt: Was ist das?
Arzt: Der Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein, sorry.
Oberarzt: Nicht schlimm.
Arzt: Wie lautet der Fachbegriff?
Oberarzt: Katarakt.
Arzt: Ach ja, danke. Sie ist Einzelkind, hat also keine Geschwister. Sie ist allergisch gegen Nüsse. Sie ist vollständig geimpft, auch ein Mal gegen Covid-19. In der Noxenanamnese ergab sich ein Nikotinkonsum von zwei bis drei Zigaretten bei Gelegenheit sowie Alkoholkonsum, aber sie trinke nicht jedes Wochenende. Drogenkonsum wurde verneint – bis auf dieses Mal. Ich gehe von einer Metamphethamin-Intoxikation aus. Differentialdiagnostisch ist eine Rhythmusstörung auszuschließen. Basisdiagnostisch mache ich eine körperliche Untersuchung, eine Blutabnahme, eine Überprüfung von Elektrolyten und Blutgasen, um zu sehen, ob eine Azidose besteht oder nicht. Sie hat auch viel geschwitzt.
Oberarzt: Können wir denn auch diesen Ecstasykonsum verifizieren?
Arzt: Ja, mittels einer toxikologischen Blutabnahme vielleicht?
Oberarzt: Gibt es noch andere Möglichkeiten?
Arzt: Im Urin?
Oberarzt: Ja, Genau.
Arzt: Was noch? Eine Infusiontherapie, um den Mangel an Elektrolyten und Flüssigkeit auszugleichen. Man könnte auch eine Magenspülung machen. Aber in diesem Fall ist es noch nicht notwendig.
Oberarzt: Wie ist denn die Prognose?
Arzt: Ja, die Prognose ist gut, denke ich. Die Patientin hat ein bisschen übertrieben wegen der Angst und weil sie es zum ersten Mal ausprobiert hat.
Oberarzt: Wie kann man denn Patienten behandeln, die sehr agitiert sind, sehr unruhig, sehr ängstlich. Kennen Sie Medikamente, die stark, beruhigend und angstlösend wirken?
Arzt: Benzodiazepine?
Oberarzt: Ja. Sehr gut. Vielen Dank.
Arzt: Ganz meinerseits.
[[Anamnesegespräche#Fall_11|Anamnesegespräch dazu]]
== (Gisela Reuters) ==
=== b. ===
Hallo, schönen guten Tag, Frau Oberärztin, ich habe eine neue Patientin und würde ihren Fall gern mit Ihnen besprechen. Hätten Sie kurz Zeit?
''Oberärztin: Ja bitte, legen Sie los.''
Es geht um Gisela Reuters, eine 58-jährige Patientin. Sie stellte sich heute bei uns vor aufgrund vor 1,5 Stunden plötzlich aufgetretener, umbilikaler, progredienter, postprandialer Schmerzen, ohne Linderung nach Ibuprofeneinnahme.
Sie habe vor 10 Tagen schon einmal ähnliche Beschwerden gehabt.
Begleitend fand sich: Obstipation seit 3 Tagen, Meteorismus, Völlegefühl, Hyperhidrose, Tachykardie und Tinnitus.
Die vegetative Anamnese ist unauffällig, bis auf Inappetenz und stressbedingte Insomnie. Sie sei in den Wechseljahren.
Es sei eine Penicillin-Allergie bekannt, was sich mit Exanthem, Emesis und Diarrhoe äußern würde.
Sie hat Vorhofflimmern seit 5 Jahren und vor 20 Jahren hatte sie einen Ikterus nach einer Marokkoreise.
An Medikamenten nehme sie: Metoprolol und Marcumar regelmäßig sowie ACC bei Bedarf.
Bei der Patientin wurde mit 14 Jahren eine Appendektomie durchgeführt. Sie hatte auch eine Inguinalhernie und eine Fußknochenfraktur wegen eines Fahrradunfalls.
Sie rauche 20 Zigaretten pro Tag seit 20 Jahren und trinke 1-2 Flaschen Bier am Wochenende.
Die Familienanamnese ergab Folgendes: Die Mutter leide an arterieller Hypertonie und Diabetes mellitus, der Vater sei mit 58 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Eine ihrer Schwestern sei bei einem Sportunfall ums Leben gekommen, die andere habe eine Nierenerkrankung.
Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf einem Mesenterialinfarkt hin. An Differenzialdiagnosen kommen folgende in Betracht: eine Appendizitis, vielleicht eine Cholezystitis.
Zur weiteren Abklärung führe ich folgende Maßnahmen durch: eine körperliche Untersuchung, Blutabnahme, Blutbild (Koagulationswerte), Abdomen Angiographie mit Kontrastmittel.
Sollte sich die Verdachtsdiagnose bestätigen, schlage ich folgende Therapie vor: Koagulationskorrektur, Thrombektomie, ein kardiologisches Konsil - ja, was war alles.
''Oberärztin: Vielen Dank. Welche Risikofaktoren hat diese Patientin?''
Als Risikofaktoren kommen folgende in Betracht: Vorhofflimmern, arterielle Hypertonie in der Vorgeschichte der Patientin, dazu Adipositas. Es könnte auch eine Hyperlipidämie sein. Auch hormonelle Veränderungen aufgrund der Menopause könnten bei der Gerinnung eine Rolle spielen.
''Oberärztin: Welche Komplikationen können hier auftreten?''
Die Patientin hat schon seit 3 Tagen Obstipation, daher ist an einen Ileus zu denken, und bei der körperlichen Untersuchung können wir dumpfe Bauchgeräusche hören.
''Oberärztin: Was wäre im Verlauf die schlimmste Komplikation?''
Es könnte einen Apoplex auslösen.
''Oberärztin: Aha, Sie denken an das Neuro-System. Und im System Gastro?''
Eine Darmnekrose, die zu einer Peritonitis mit Sepsis führen könnte.
''Oberärztin: Was würden Sie der Patientin zur Prophylaxe geben?''
Antibiotika.
''Oberärztin: Welche weiteren Maßnahmen würden Sie durchführen?''
Ich würde eine regelmäßige INR-Bestimmung machen, um die Koagulationswerte im Auge zu behalten.
''Oberärztin: Und was wäre hier die wichtigste Therapieform?''
Eine Thrombektomie, also ein chirurgischer Eingriff.
''Oberärztin: Wie ist die Prognose, nicht nur für diese Patientin, sondern generell?''
Es hängt von rechtzeitiger Therapie ab. Bei sofortiger Behandlung ist die Prognose günstiger. Bei späterem Behandlungsbeginn treten häufig Komplikationen auf, was oft zu einer ungünstigen Prognose führt, weil die Letalität steigt.
''Oberärztin: Aber warum steigt dann die Letalität?''
Weil solche Komplikationen einen Apoplex im Gehirn verursachen können.
''Oberärztin: Warum im Gehirn?''
Bei unserer Patientin besteht das Problem in den Arterien, denn sie hat seit 5 Jahren Vorhofflimmern. Es könnte deshalb sein, dass eine periphere Ischämie auftritt und ein Thrombus ins Gehirn gelangt.
''Oberärztin: Warum besteht bei dieser Erkrankung ein so hohes Risiko?''
Falls es sich um nicht eingestelltes Vorhofflimmern handelt, treten häufig Komplikationen auf, zum Beispiel eine Embolie.
''Oberärztin: Ich sehe noch ein anderes Problem: Hier könnte ein verstecktes Bauchproblem bestehen, sie nannten schon die Angiographie. Aber in der Klinik ist die Zeit knapp, weshalb wir nicht erst alle Probleme im Bauch ausschließen können. Also bekommen Patienten zuerst eine explorative Laparoskopie, um möglichst schnell den Auslöser zu identifizieren.''
Im aktuellen Fall denke ich, dass eher ein CT mit Kontrastmittel geeignet ist.
''Oberärztin: Nach einer Laparoskopie. Und die häufigste Therapie ist dann die Entfernung des betroffenen Teils des Darms, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Kommen wir nochmal zurück zur körperlichen Untersuchung: Was erwarten Sie bei der Auskultation?''
Ich erwarte fehlende oder weniger starke Bauchgeräusche, wegen des Ileus.
''Oberärztin: Und bei der Perkussion?''
Da rechne ich mit Abwehrspannung und mit Loslassschmerz. Und bei einer Perforation als Komplikation sehen wir Luft im Bauchfell.
''Oberärztin: Vielen Dank für Ihre Ausführungen.''
Vielen Dank.
= Patientenvorstellung 7 =
== Frank Boppes ==
(ohne OA-Fragen)
Arzt: Guten Tag, Frau Oberärztin.
Oberärztin: Hallo.
Arzt: Ich würde Ihnen gern einen neuen Patienten vorstellen, die ich eben in der Notaufnahme gesehen habe. Hätten Sie kurz Zeit?
Oberärztin: Ja, natürlich, bitteschön.
Arzt: Es handelt sich um Herrn Frank Boppes, einen 67-jährigen Patienten, geboren am 23.11.1958, einen Meter fünfundachtzig groß [1,85 m], 90 Kilo schwer. Er stellte sich bei uns vor aufgrund seit 6 Wochen bestehender, allmählich aufgetretener, progredienter Dysurie. Darüber hinaus klagte er über Unterbauchschmerzen ohne Ausstrahlung. Die Schmerzintensität wurde mit 7 von 10 bewertet. Begleitend liegt Hämaturie vor. Die vegetative Anamnese ist unauffällig bis auf Nachtschweiß sowie Gewichtsabnahme (8 kg innerhalb von 6 Monaten). An Vorerkrankungen fand sich ein Reizdarmsyndrom seit 15 Jahren, COPD seit 20 Jahren und Prostatahyperplasie seit 4 Jahren. Gegen COPD nimmt er ggf. ein Kortikosteroidspray. Beim Patienten wurde vor zwei Jahren wegen eines Tumors im Rückenbereich eine Operation durchgeführt, die laut Patient komplikationslos war. Familienanamnestisch relevant ist ein Kolonkarzinom beim Vater, mit 65 Jahren daran verstorben. Allergien sind keine bekannt und es besteht eine Milchprodukteunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), Nikotinabusus (100 PY). Er trinke ein Glas Rotwein täglich, Drogenkonsum wurde verneint. Er sei verheiratet und wohne mit seiner Frau zusammen.
Meine Verdachtsdiagnose lautet: Prostatakarzinom. <br />
Differenzialdiagnostisch kommen eine benigne Prostatahyperplasie, Harnwegsentzündung, z.B. eine Pyelonephritis, Zystitis. <br />
Basisdiagnostisch würde ich eine körperliche Untersuchung durchführen, Vitalparameter messen und den Patienten inspizieren, palpieren und auskultieren. Die Palpation ist in diesem Fall entscheidend. Zur weiteren Abklärung würde ich Blut abnehmen, um Entzündungswerte zu bestimmen. Im nächsten Schritt würde ich die apparative Diagnostik einsetzen, eine Abdomenspiegelung machen und ein CT. Ah, und für die körperliche Untersuchung ist auch eine digital-rektale Untersuchung notwendig.
= Patientenvorstellung 8 =
== Ralf Merklinger ==
mit Dank an I.K.
Ärztin: Guten Tag.
Oberärztin: Guten Tag.
Ärztin: Ich möchte Ihnen einen neuen Patienten vorstellen, hätten Sie kurz Zeit?
Oberärztin: Ja natürlich, bitteschön.
Ärztin: Es handelt sich um Herrn Ralf Merklinger, 48 Jahre alt. Er stellte sich heute bei uns vor aufgrund seit einer Woche bestehender, anfallsartig auftretender Tachykardie und Palpitation. Zudem berichtete der Patient, dass diese Anfälle einmal pro Tag auftreten und ungefähr 15 Minuten dauern. Sie würden sich spontan zurückbilden. Nach Angaben des Patienten hilft Ablenkung.
Begleitend bestehen inspiratorische Dyspnoe, Vertigo, Angstgefühl, Diaphorese und Kontrollverlust. Er berichtete von Angst vor den nächsten Anfällen. Zudem klagte er über Konzentrationsstörungen. Bei ihm liegt auch ein Schuldgefühl und eine depressive Verstimmung vor. Die Frage nach Thoraxschmerzen, nach ähnlichen vorherigen Beschwerden, Suizidgedanken, Derealisation und Depersonalisation wurden verneint.
In der vegetativen Anamnese zeigten sich nächtliche Hyperhidrose und beschwerdebedingte Insomnie in Form von Einschlafstörungen.
In der Vorgeschichte fand sich Hypothyreose, mit L-Thyroxin 100 mcg behandelt. Es besteht ferner Bruxismus seit 20 Jahren, weswegen er nachts eine Schiene trägt. Zudem habe er sich mit 22 Jahren eine Tibiafraktur links zugezogen, die operativ behandelt wurde.
Erwähnenswert ist, dass er vor einer Woche einen Autounfall erlitten hat, dabei wurde seine Frau verletzt. Sie ist aktuell in einer Klinik und er macht sich Gedanken, ob er sie heute auch wieder besuchen kann, denn er macht sich Vorwürfe und hat Schuldgefühle.
Oberärztin: Aha, daher kommen die Schuldgefühle! Was haben Sie dem Patienten empfohlen, bezüglich der Schuldgefühle?
Ärztin: Ich habe psychologische Hilfe angeboten und habe versucht, ihm zu erklären, dass ihn keine Schuld trifft und dass es manchmal nicht von einem selbst abhängt, was passiert ist. Ich habe ihm auch empfohlen, offen mit seiner Frau zu sprechen.
Oberärztin: Warum haben Sie es ihm angeboten?
Ärztin: Er hatte mich danach gefragt, ob er es seiner Frau sagen soll, dass er selbst jetzt auch ärztliche Hilfe benötigt und er sie deshalb wahrscheinlich heute nicht besuchen kann. Denn meiner Meinung nach ist es immer besser, ehrlich zu sein und nichts zu verheimlichen.
Oberärztin: Würden Sie den Patienten stationär aufnehmen?
Ärztin: Ja, denn es sollte zuerst alles abgeklärt werden. Auch organische Ursachen müssen ausgeschlossen werden, etwa eine koronare Herzkrankheit. Deshalb habe ich gezielt nach Thoraxschmerzen gefragt und danach, ob sie in Ruhe oder bei Belastung auftreten und ob er so etwas schon einmal hatte.
Oberärztin: Ja, ok. Welche Laborwerte würden Sie anordnen?
Ärztin: Bei diesem Fall beginne ich mit hochsensitivem Troponin-T und I, um einen Myokardinfarkt auszuschließen. Zudem überprüfe ich weitere Parameter, wie D-Dimere, um eine Lungenembolie auszuschließen und weitere Parameter wie Nierenwerte, Entzündungsparameter, für die Einschätzung des Allgemeinzustands.
Oberärztin: Welche Rolle spielen die Informationen aus der Medikamentenanamnese?
Ärztin: Ah ja, es ist wichtig, auch TSH und freie T4 und freie T3 zu bestimmen, da eine Überdosierung von L-Thyroxin die Ursache sein könnte. Also sollten auch die Schilddrüsenhormone bestimmt werden.
Oberärztin: Gut. Welche Therapie würden Sie vorschlagen?
Ärztin: Sollte sich die Verdachtsdiagnose bestätigen, würde ich zuerst ein psychologisches bzw. ein psychiatrisches Konsil anraten. Hier kommt eine kognitive Verhaltenstherapie in Frage, um Denkmuster zu erkennen, sie zu bearbeiten und zu verändern. Falls nötig, kann auch eine Antidepressiva-Therapie eingesetzt werden. Zuerst müssen wir dem Patienten einen Fragebogen anbieten und dann sehen wir, ob es auch um eine Depression geht.
Oberärztin: Wie kommen Sie auf Depression?
Ärztin: Depressionen können auftreten, wenn ein Patient ein traumatisches Erlebnis hatte. Und er hat Schuldgefühle. Und seiner Frau sei eine depressive Stimmung an ihm aufgefallen. Deshalb müssen wir das ernst nehmen.
Oberärztin: Vielen Dank, dann verfahren Sie bitte so.
[[Anamneseberichte/Ralf_Merklinger_48_J|Anamnesebericht dazu]]
= Patientenvorstellung 9 =
[[Anamnesegespr%C3%A4che#Fall_8|Anamnesegespräch dazu]]
== Sina Gowitz ==
(Dies ist eine Patientinnenvorstellung von einer muttersprachlichen Ärztin.)
Ä: Ich würde gern eine Patientin vorstellen, die ich eben aufgenommen habe. Es geht um eine zweiundzwanzigjährige Patientin, sie heißt Sina Gowitz, geboren am vierzehnten Vierten zweitausendzwei [14.4.2002], relativ groß, eins fünfundachtzig, und achtzig Kilo schwer. Die Patientin stellte sich eigenständig bei uns vor mit starken Bauchschmerzen, vor allem im rechten Unterbauch lokalisiert. Anfangs seien die Schmerzen aber eher so in der Mitte gewesen, also im Epigastrium. Außerdem habe sie Fieber und Durchfall, wobei sie angab, dass sie beides auch schon vor zwei Wochen mal gehabt habe und zwischenzeitlich symptomfrei gewesen sei. Außerdem habe sie vor zwei Wochen einen eitrigen vaginalen Ausfluss gehabt, der auch behandelt worden sei. Der Zyklus sei generell unregelmäßig bei ihr. Sie gab an, dass es nicht möglich sei, dass sie schwanger wäre, denn sie habe keinen Geschlechtsverkehr. Die Schmerzintensität bewertete die Patientin mit initial acht von zehn. Nach Medikation mit Novalgin intravenös war das dann noch bei sechs von zehn. An Vorerkrankungen sind so unspezifische Abdominalsymptome bekannt. Es sei laut Hausärztin fraglich, ob das vielleicht ein Reizdarmsyndrom sei. Es wurde aber wohl keine Koloskopie bislang durchgeführt. Außerdem hat die Patientin Asthma und hatte mal eine Urolithiasis mit achtzehn. Sie hat sich auch mal eine Tibiafraktur zugezogen, die operativ versorgt wurde, das Osteosynthesematerial sei noch einliegend. Und bei ihr wurde eine Tonsillektomie durchgeführt. Wann, weiß ich leider nicht genau, denn dazu machte die Patientin keine Angaben. Medikation nimmt die Patientin nur bei Bedarf. Zum einen Atrovent Spray gegen das Asthma und Duspatal Tabletten gegen die Verstopfung. Unsere Patientin ist Studentin, studiert Physik, lebt in einer Sechser-WG, in der ansonsten niemand ähnliche Beschwerden habe. Sie spielt Basketball und war vor Kurzem in Belgien. Das ist aber, denke ich, nicht besonders relevant. Der Impfstatus sei vollständig. Sie hat vor allem FSME im März aufgefrischt. Zur Familienanamnese ist bei der Mutter eine Herzinsuffizienz bekannt. Auch der Bruder hat wohl eine Herzerkrankung, die sie nicht näher benennen konnte. Beim Vater ist Morbus Bechterew bekannt und auch beim Großvater väterlicherseits. Zu den Noxen: Die Patientin ist Nichtraucherin, sie trinkt gelegentlich Alkohol, im Sommer häufiger mal, und sie hat einmalig Cannabis ausprobiert. An Allergien ist eine Amoxicillinallergie bekannt, die sich mit Dyspnoe äußert, und sie vertrage einige Früchte nicht, zum Beispiel Äpfel, Kiwi und Ananas. Es fragt sich, ob es sich hier um eine Allergie handelt.
Aufgrund der anamnestischen Angaben und auch der wirklich starken Abdominalschmerzen gehe ich aktuell von einer Appendizitis aus. Differentialdiagnostisch müssen wir auch an eine gynäkologische Erkrankung denken, zum Beispiel an eine Adnexitis, eine obturierte Ovarialzyste oder eine, ja, vielleicht sexuell übertragbare Erkrankung. Es könnte auch eine akute Gastroenteritis sein. Als Diagnostik empfehle ich natürlich eine ausführliche körperliche Untersuchung, wobei wir auf die Appendizitiszeichen achten, dann eine Sonografie des Abdomens. Hier suchen wir nach einem sogenannten Kokardenphänomen im rechten Unterbauch. Zu den Laborwerten: Bei einer Appendizitis erwarte ich eine Leukozytose, ein erhöhtes CAP, eine erhöhte BSG und eventuell auch erhöhtes Procalcitonin. Falls der sonographische Befund unklar ist, könnte man auch ein CT Abdomen erwägen. Und wenn ja, wenn wir Hinweise auf eine akute Appendizitis haben, würden wir in jedem Fall, denk ich, eine operative Behandlung empfehlen, also eine laparoskopische Appendektomie. Hätten Sie dazu noch Fragen?
OÄ: Könnten Sie bitte diese spezifischen ultrasonographischen Befunde erklären? Was ist ein Kokardenphänomen genau?
Ä: Das Kokardenphänomen? Ja, also dieser Wurmfortsatz am Zirkum stellt sich bei einer akuten Appendizitis verdickt dar. Wir sehen deutlich die Wand der Appendix und häufig auch ein Begleitödem. Und wenn wir das sonographisch feststellen können, dann ist das ein deutlicher Hinweis auf eine Appendizitis. Manchmal sehen wir auch begleitend eine Lymphadenopathie, also eine abdominelle Lymphadenopathie, das ist auch ganz typisch, glaube ich.
OÄ: Ist ein Appendix generell im Ultraschall zu sehen?
Ä: Nein, eigentlich nicht, das heißt, wenn wir die Appendix sehen, dann ist das schon ein Hinweis auf eine Appendizitis.
OÄ: Ja. Soweit mal, vielen Dank.
= Patientenvorstellung 10a =
(nur der Anfang)
Herr Weiß, 34 Jahre alt, 186 cm groß, 78 kg schwer, wurde heute aufgrund eines Inlineskatingunfalls von seiner Freundin eingeliefert.
Der Unfall fand vor 4 Stunden in einem Wohngebiet statt, als er mit seinen Inlineskatern in hohem Tempo mit einem entgegenkommenden Fahrrad(fahrer) zusammenstieß, woraufhin er nach links auf einen Fahrradständer stürzte, wonach er sich mit der linken Hand am Boden abzustützen versuchte.
Laut Patient bestehen seit 2 Stunden Kopfschmerzen (Cephalgie/ Cervikalgie (?)), hypochondrische und lumbale Abdominalschmerzen links sowie Schmerzen im linken Handgelenk.
Die Abdominalschmerzen wurden (auf einer Schmerzskala) im Bauch mit 6 von 10 beziffert und mit 8 von 10 im Arm und Nacken.
Darüber hinaus klagt er über starke Müdigkeit, Schwindel und Nausea.
Die Frage nach Bewusstlosigkeit und Sehstörungen wurde verneint.
Er ist Bahnelektrotechniker von Beruf, lebt mit seiner Freundin zusammen und hat keine Kinder.
Die Familienanamnese ergab aHT bei der Mutter, ein Larynxkarzinom mit 65 beim Vater (operiert), in Remission, und Asthma beim Zwillingsbruder.
Die Frage nach Vorerkrankungen ergab [+ Akk.]: Mononukleose mit 12, eine mit 24 diagnostizierte Migräne und einen idiopathischer Hörsturz mit 29.
Die Noxenanamnese war unauffällig ebenso wie die Reiseanamnese.
Bei Herrn Weiß ist eine Allergie gegen Amoxicillin bekannt.
Er ist vollständig geimpft.
...
Ä: Ich habe zu danken.
* [[Anamneseberichte/Alexander_Weiss_34_J|Anamnesebericht dazu]]
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung_10b|vollständige PatV dazu]]
= Patientenvorstellung 10b =
Es handelt sich um Alexander Weiß, einen 34-jährigen Patienten, 186 cm groß, 78 kg.
Der Patient war nach einem Unfall von seiner Freundin in der Notaufnahme eingeliefert worden. Der AZ ist reduziert wegen der starken Schmerzen. Er ist bei vollem Bewusstsein.
Laut Patient hat er vor 4 Stunden bei einem Supermarkt einen Unfall gehabt. Er sei mit Inlineskatern unterwegs gewesen und plötzlich mit einem entgegenkommenden Fahrradfahrer zusammengestoßen. Infolge des Zusammenstoßes sei er nach links auf einen Fahrradständer gefallen und habe sich am Boden mit der linken Hand abgestützt. Bewusstlosigkeit wurde verneint.
Vor 2 Stunden seien zunehmende Bauchschmerzen, Nackenschmerzen und Schmerzen in der linken Hand aufgetreten.
Die Schmerzintensität liegt laut Patientin im Bauch bei 6, im Nacken bei 8, in der Hand bei 8 von 10. Die Schmerzen verstärken sich beim Einatmen. Außerdem klagt er über blaue Flecken (Zyanose) auf dem Bauch (Bauchdecke) und Schwellung, Zyanose und mangelnde Bewegungsfähigkeit (Dysfunktion) der linken Hand. Ihm sei (es) übel und schwindelig. Darüber hinaus wies er darauf hin, (beim Wasserlassen) rötlichen Urin zu haben.
Nach Angaben des Patienten nimmt er keine Medikamente regelmäßig ein, aber Paracetamol bei Migräne b.B.
Es liegen keine Operationen vor.
Mit 12 habe er "Pfeiffersches Drüsenfieber" (Mononukleose) und mit 29 einen Hörsturz gehabt. Vor 7 Tagen hatte er eine Konjunktivitis rechts (Kortisonsalbe).
Er sei gegen Amoxicillin allergisch (Luftnot) und vertrage keinen Milchzucker (Blähungen, Durchfall), weswegen er sich vegan ernähre (ergänzend Eisentabletten).
Der Patient sei verheiratet und lebe mit seiner Frau zusammen. Er habe keine Kinder. Er arbeitet als Elektrotechniker bei der DB.
Die Familienanamnese ergab Asthma beim Bruder und Kehlkopfkrebs beim Vater (in Remission) sowie aHT bei der Mutter.
Der Impfstatus ist vollständig.
Rauchen, Alkoholkonsum und Kontakt mit Drogen wurde(n) verneint.
Die Reiseanamnese ist leer.
Aufgrund der anamnestischen Angaben gehe ich von einem Verdacht auf Nierenruptur links, Milzruptur, Kompressionsfraktur der Halswirbel und Fraktur der Knochen der linken Hand (Handgelenkfraktur links ?) aus.
Sollte sich die Verdachtsdiagnose bestätigen, wäre Folgendes anzuraten:
1. Labor (BB cito) <br />
2. Blutdruckkontrolle <br />
3. Kontrolle des Aderschlags (Puls?) <br />
4. US des Bauch (cito) <br />
5. Röntgen Hand links <br />
6. CT der Halswirbelsäule und des Kopfes <br />
7. CT i.v. Urogrophie bei Verdacht auf Nierenruptur nach der US. <br />
Als Therapie empfehle ich: <br />
1. Kochsalzlösung 500 ml i.v. <br />
2. Bluttransfusion b.B. <br />
3. Analgesie – Novalgin 500 mg i.v. <br />
4. OP bei Indikation. <br />
* [[Anamneseberichte/Alexander_Weiss_34_J|Anamnesebericht dazu]]
* [[Patientenvorstellungen#Patientenvorstellung_10a|unvollständige PatV dazu]]
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Anamneseberichte/Thomas Bredenmeyer 70 J
0
170044
1078030
1077095
2026-04-22T17:50:02Z
C.Koltzenburg
13981
/* Bericht */
1078030
wikitext
text/x-wiki
== Bericht 1 ==
Mit Dank an E.A.
(Stichworte auf Blatt 1, Beispiel hier: FSP in Stuttgart)
'''Name (Vorname Nachname)''': Thomas Bredenmeyer
'''Geburtsdatum:''' 09.11.1955
'''Alter:''' 70 J '''Größe:''' 193 cm '''Gewicht:''' 90 kg
'''Allergien/ Unverträglichkeiten'''
Pollen (Rhinitis) <br />
Unv: wurden verneint
'''Genussmittel/ Drogen'''
Nikotin: wurde verneint <br />
C2: trinke eine Flasche Bier täglich (Pils) <br />
Drogenkonsum: Ø
'''Sozialanamnese'''
Rentner (vorher Bauingenieur, noch freiberuflich tätig), Witwer, lebe allein
'''Familienanamnese'''
Vater: HI, woran er mit 71 verstorben ist <br />
Mutter: Angina Pectoris, aHT <br />
Bruder: Lebererkrankung (?) <br />
'''Aktuelle Anamnese'''
Herr Bredenmeyer stellte sich heute bei uns vor aufgrund seit gestern bestehender Fußschmerzen rechts (7/10 NRS) infolge eines Unfalls beim Jogging. Er habe neue Schuhe gehabt und sich den Fuß umgeknickt. Die Schmerzen strahlen in die Wade aus und verbessern sich mit Novalgin und Kaltkompressen. Begleitend bestehen Rubor, Calor, Ödem, Hypästhesie und Bewegungseinschränkung beim betroffenen Fuß. Weitere Verletzungen wurden verneint.
An Vorerkrankungen leide er an Faktor V-Leiden Mutation (erhält Blutplasmaspenden alle 6 Wochen seit er 13 ist). Er hatte einen Meniskusriss vor 30 Jahren infolge eines Fußballspiels, wurde mit Gips behandelt. Ferner gab er an, chronisch Durchfall zu haben (3 Mal pro Monat). Es besteht Heuschnupfen, der mit Loratadin (Tropfen?) b.B behandelt wird. Die Frage nach OPs wurde verneint.
Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine Sprunggelenkfraktur hin.
Als Differenzialdiagnosen kommen Bänderruptur, Distorsion, Sehnen-Luxation in Betracht.
Zur weiteren Abklärung wäre Folgendes anzuraten: <br />
- körperliche Untersuchung <br />
- Laborwerte (BB, CRP, BSG) <br />
- Röntgen des Sprunggelenks <br />
Sollte sich die VD bestätigen, schlage ich Folgendes vor: <br />
- Sprunggelenksfraktur nach Weber-Klassifikation beurteilen <br />
- konservative Therapie mit Unterschenkelgips <br />
- ggf. OP
== OA-Fragen ==
Was spricht für eine Sprunggelenksfraktur?
Sind diese Zeichen auch für andere Diagnosen typisch?
Welche apparative Diagnostik schlagen Sie vor?
Wofür eignet sich ein CT besser als ein MRT?
Gibt es Ausnahmen von dieser Grundregel?
Was würden Sie von einer Thromboseprophylaxe halten?
Für welchen Zeitraum wäre diese Prophylaxe sinnvoll?
Welche Rolle spielt die Vorerkrankung Faktor V-Leiden möglicherweise?
Wie sieht es mit den Impfungen aus?
Hatte er seinen Impfpass dabei?
Wie ist der Patient zu uns gekommen?
Welche therapeutischen Maßnahmen schlagen Sie vor?
Welche Komplikationen können auftreten?
Was schlagen Sie zur Vermeidung von Komplikationen vor?
Nehmen wir an, es liegt ein Bänderriss vor. Kennen Sie da verschiedene Schweregrade?
Was bedeutet es, wenn die Schmerzen schnell schlimmer werden?
Würden Sie die Patientin/ den Patienten sofort stationär aufnehmen?
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Algebraische Differentialformen/Äußere Ableitung/Einführung/Textabschnitt
0
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2026-04-23T06:28:55Z
Bocardodarapti
2041
1078036
wikitext
text/x-wiki
{{
Mathematischer Textabschnitt{{{opt|}}}
|Inhalt=
{{math|term= C |SZ=}} glatte projektive Kurve vom Geschlecht {{math|term= g |SZ=.}} Dann führt der Komplex
{{
Math/display|term=
0 \longrightarrow {{op:Strukturgarbe|C|}} \stackrel{d}{\longrightarrow} \omega_C \longrightarrow 0
|SZ=
}}
global auf
{{
Math/display|term=
0 \longrightarrow K \stackrel{0}{\longrightarrow} \Gamma(C, \omega_C) \cong K^g \longrightarrow 0
|SZ=,
}}
und dies liefert einen Beitrag {{math|term= K^g |SZ=.}} Die erste Kohomologie ist
{{
Math/display|term=
0 \longrightarrow H^1(C, {{op:Strukturgarbe|C|}} ) \cong K^g \stackrel{}{\longrightarrow} H^1(C, \omega_C) \cong K \longrightarrow 0
|SZ=,
}}
Nullabbildung?
Ein Garbenkomplex
{{
Math/display|term=
0 \longrightarrow {{GarbeA|}}_1 \longrightarrow {{GarbeA|}}_2 \longrightarrow {{GarbeA|}}_3 \longrightarrow \ldots
|SZ=
}}
führt zu den Homologiegarben
{{
Relationskette/display
| {{GarbeH|}}_i
| {{defeq}} | {{op:Kern|d_{i+1}|}}/ {{op:Bild|d_{i}|}}
||
||
||
|SZ=
}}
und zu kurzen exakten Sequenzen
{{Kurze exakte Sequenz/display| {{op:Kern|d_{i+1}|}} | {{GarbeA|}}_i | {{GarbeA|}}_{i}/ {{op:Kern|d_{i+1}|}} }}
und
{{Kurze exakte Sequenz/display| {{op:Bild|d_{i}|}} | {{op:Kern|d_{i+1}|}} | {{GarbeH|}}_i |SZ=. }}
{{
inputbeispiel
|Affine Ebene/Punktiert/Algebraische de Rham Kohomologie/Beispiel||
}}
{{
inputbeispiel
|Affiner Raum/Ohne Gerade/Algebraische de Rham Kohomologie/Beispiel||
}}
Entsprechend wird bei
{{
Relationskette/display
| U
|| D(f,g)
||
||
||
|SZ=
}}
die erste Kohomologieklasse {{mathl|term= f^{-1}g^{-1}df \wedge dg |SZ=}} auf
{{
Relationskette/display
| d {{makl| f^{-1}g^{-1} |}} df \wedge dg
|| {{makl|- f^{-2}g^{-1} df - f^{-1}g^{-2} dg |}} \wedge df \wedge dg
|| 0
||
||
|SZ=
}}
abgebildet. Es wird {{mathl|term= f^{-1}g^{-1} df |SZ=}} auf {{mathl|term= f^{-1}g^{-2} df \wedge dg |SZ=}} abgebildet.
Wird ganz hinten {{mathl|term= f^{-1}g^{-1}dx \wedge dy \wedge dz |SZ=}} getroffen? Es wird {{mathl|term= f^{-1}g^{-1} h df \wedge dg |SZ=}} auf {{mathl|term=f^{-1}g^{-1} df \wedge dg \wedge dh |SZ=}} abgebildet. Das ist also im Wesentlichen die Frage, ob man {{mathl|term= dx \wedge dy \wedge dz |SZ=}} als {{mathl|term= df \wedge dg \wedge dh |SZ=}} mit einem {{math|term= h |SZ=}} schreiben kann.
Wenn beispielsweise
{{
Relationskette
| f
|| X^2+Y^2+Z^2
||
||
||
|SZ=
}}
und
{{
Relationskette
| g
|| X^3+Y^3+Z^3
||
||
||
|SZ=
}}
ist, so ist
{{
Relationskette/align
| df \wedge dg
|| {{makl| 2XdX+2YdY+2ZdZ |}} \wedge {{makl| 3X^2dX+3Y^2dY+3Z^2 dZ |}}
|| {{makl| 6XY^2-6X^2Y |}} dX \wedge dY + {{makl| 6XZ^2-6X^2Z |}} dX \wedge dZ + {{makl| 6YZ^2-6Y^2Z |}} dY \wedge dZ
||
||
|SZ=.
}}
Wenn man das Dachprodukt mit
{{
Relationskette/display
| dh
|| \partial_1(h) dx + \partial_2(h) dy + \partial_3(h) dz
||
||
||
|SZ=
}}
bestimmt, so ergibt sich
{{
Math/display|term=
\partial_3(h) {{makl| 6XY^2-6X^2Y |}} +\partial_2(h) {{makl| 6XZ^2-6X^2Z |}} + \partial_1(h) {{makl| 6YZ^2-6Y^2Z |}}
|SZ=.
}}
Da geht es im Wesentlichen um die Matrixergänzung
{{
Math/display|term=
{{op:Matrix33|\partial_1(f)|\partial_2(f)|\partial_3(f)|\partial_1(g)|\partial_2(g)|\partial_3(g)|\partial_1(h)|\partial_2(h)|\partial_3(h)|}}
|SZ=.
}}
Das geht im Beispiel nicht, da
{{
Relationskette
| X
|| Y
|| 0
||
||
|SZ=
}}
eine Nullstelle ist (der homogene Fall kann nicht gehen, da da schon eine einzelne Zeile zu einer Nullzeile wird).
Die Klasse {{mathl|term= {{op:Bruch|dx \wedge dy |fg}} |SZ=}} wird auf
{{
Math/display|term=
{{op:Bruch|f \partial_3(g) + \partial_3(f) g |f^2g^2}} \cdot dx \wedge dy \wedge dz
|SZ=
}}
abgebildet. Die Klasse in {{math|term= H^1(U, \bigwedge^3 \Omega) |SZ=}} kann auch von einer solchen Kombination herkommen.
|Textart=Textabschnitt
|Kategorie=Theorie der äußeren Ableitung von algebraischen Differentialformen
|Kategorie2=
|Kategorie3=
|Objektkategorie=
|Stichwort=
|Autor=
|Bearbeitungsstand=wd
|pdf=
}}
75z1a5xkuspivr8ata6w21s2oxll470
Diskussion:Geordnete Mengen/Produktordnung/Definition
1
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2026-04-23T06:07:40Z
Bocardodarapti
2041
1078032
wikitext
text/x-wiki
== Formulierung und Erklärung ==
Ich denke es wäre gut wenn man den Begriff Familie zu einer Erklärung oder Definition linken würde, insofern er eine besondere Bedeutung hat.
Außerdem finde ich den zweiten Satz bei der vorhanden Formulierung schwer verständlich. Es wäre gut, wenn man die Definition etwas verständlicher formulieren könnte. [[Benutzer:Cookietogo97|Cookietogo97]] ([[Benutzer Diskussion:Cookietogo97|Diskussion]]) 18:24, 21. Apr. 2026 (CEST)
:verlinkt und leicht verändert. [[Benutzer:Bocardodarapti|Bocardodarapti]] ([[Benutzer Diskussion:Bocardodarapti|Diskussion]]) 08:07, 23. Apr. 2026 (CEST)
e2ieu1q5qgwu3dx03i7jiygua7mr4vi
FSP-Material
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2026-04-23T09:41:05Z
C.Koltzenburg
13981
1078041
wikitext
text/x-wiki
Hier finden Sie einen Überblick zu Material für die FSP-Vorbereitung, aus Kursen von Dr. Claudia Koltzenburg, überwiegend für das Modell der FSPs in Karlsruhe, München, Reutlingen und Stuttgart
'''Teil 1: Ärztin-Patientin-Gespräch''' (20 Minuten Zeit)
* [[Anamnesegespr%C3%A4che|Beispiel-Anamnesegespräche]]
* [[Diagnosenrätsel|Diagnosenrätsel]]
'''Teil 2: Anamnesebericht (kleiner "Arztbrief")''' (20 Minuten Zeit)
* [[Anamneseberichte|Beispiel-Anamneseberichte]]
* [[Anamneseberichte/Grammatikcheck|Grammatik-Checklisten für die FSP]]
* [[Anamneseberichte/Verben_trainieren|Verben richtig trainieren]] Patientensprache =/= Fachsprache, Infos zur richtigen Verwendung von Konjunktiv I (Verben)
* [[Anamneseberichte/Schreibtraining|Schreibtraining in 5 Schritten]]
* [[Anamneseberichte/Beispielformulierungen|Beispielformulierungen für Berichte]]
'''Teil 3: Ärztin-Ärztin-Gespräch''' (15-20 Minuten)
* [[Patientenvorstellungen|Beispiel-Patient*innenvorstellungen]]
* [[Patientenvorstellungen/Beispielformulierungen_1._Satz|6 Modelle für den 1. Satz einer Patient*innenvorstellung]]
'''[[Fachbegriffe_FSP_Freiburg_Karlsruhe_Stuttgart_bis_inkl._Januar_2025|Fachbegriffe]], inklusive ANKI BaWü (fett markiert)''' (5 Minuten)
* in Karlsruhe, Reutlingen und Stuttgart: 12 Fachbegriffe in 5 Minuten schriftlich, 10 davon richtig
* in München werden Fachbegriffe in Teil 3 fallbezogen mündlich abgefragt
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Anamnesegespräche/Diabetesfragen
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2026-04-22T12:53:19Z
C.Koltzenburg
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/* Anamnesefragen bei Diabetes-Patienten */
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wikitext
text/x-wiki
== Anamnesefragen bei Diabetes-Patienten ==
(selbst dann, wenn es um keine Endo-Diagnose geht)
(ggf. Erstdiagnose) <br />
Haben Sie in letzter Zeit mehr Durst als sonst? <br />
Müssen Sie sehr viel trinken?<br />
Müssen Sie häufig zur Toilette gehen?<br />
Gehen Sie auch nachts öfter als früher zur Toilette? <br />
Haben Sie Gewicht verloren, ohne es zu wollen? <br />
Haben Sie Wunden, die schlecht heilen? <br />
Sehen Sie manchmal verschwommen? <br />
Haben Sie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Füßen oder in den Händen?
(bei bekannter Vorerkrankung)
Seit wann haben Sie Diabetes? <br />
Ist Ihr Blutzucker gut eingestellt? <br />
Gehen Sie regelmäßig zur Diabetologin oder zum Diabetologen? <br />
Wann haben Sie ihren Blutzucker zum letzten Mal kontrollieren lassen? <br />
Ist Ihr Blutzucker manchmal sehr hoch und dann wieder sehr niedrig?
Welche Medikamente nehmen Sie (ein)? <br />
Nehmen Sie Metformin oder Insulin? <br />
Nehmen Sie Tabletten oder bekommen Sie Insulin?
Bis wann haben Sie Metformin genommen? <br />
Wann sind Sie insulinpflichtig geworden? <br />
[insulinpflichtig werden] <br />
Seit wann brauchen Sie Insulin? <br />
Welche Dosierung von Insulin spritzen Sie? <br />
Welche Dosis von Insulin spritzen Sie und wie oft? <br />
Wann wurde bei Ihnen von Spritze auf Pumpe umgestellt? <br />
Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig? <br />
Verwenden Sie Insulin regelmäßig? <br />
Achten Sie auf Ihre Diät? <br />
Halten Sie Ihre Diät ein? <br />
Wie oft messen Sie Ihren Blutzucker? <br />
Wo messen Sie Ihren Blutzucker? <br />
Wo spritzen Sie Ihr Insulin? <br />
Wie messen Sie Ihren Blutzucker? Mit einem Gërat? <br />
[ggf. zum Ausschluss eines dekompensierten Diabetes] <br />
Wo spritzen Sie? <br />
Hatten Sie schon einmal zu hohe Blutzuckerwerte? <br />
Was machen Sie, wenn Ihre Blutzuckerwerte zu hoch sind? <br />
(Was machen Sie, wenn Sie Hyperglykämie bekommen?) <br />
Hatten Sie schon einmal zu niedrige Blutzuckerwerte? <br />
Was machen Sie, wenn Ihre Blutzuckerwerte zu niedrig sind? <br />
(Was machen Sie, wenn Sie Hypoglykämie bekommen?) <br />
Hatten Sie schonmal ein Koma wegen Zucker?
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C.Koltzenburg
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/* Anamnesefragen bei Diabetes-Patienten */
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wikitext
text/x-wiki
== Anamnesefragen bei Diabetes-Patienten ==
(selbst dann, wenn es um keine Endo-Diagnose geht)
(ggf. Erstdiagnose) <br />
Haben Sie in letzter Zeit mehr Durst als sonst? <br />
Müssen Sie sehr viel trinken?<br />
Müssen Sie häufig zur Toilette gehen?<br />
Gehen Sie auch nachts öfter als früher zur Toilette? <br />
Haben Sie Gewicht verloren, ohne es zu wollen? <br />
Haben Sie Wunden, die schlecht heilen? <br />
Sehen Sie manchmal verschwommen? <br />
Haben Sie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Füßen oder in den Händen?
(bei bekannter Vorerkrankung) <br />
Seit wann haben Sie Diabetes? <br />
Ist Ihr Blutzucker gut eingestellt? <br />
Gehen Sie regelmäßig zur Diabetologin oder zum Diabetologen? <br />
Wann haben Sie ihren Blutzucker zum letzten Mal kontrollieren lassen? <br />
Ist Ihr Blutzucker manchmal sehr hoch und dann wieder sehr niedrig?
Welche Medikamente nehmen Sie (ein)? <br />
Nehmen Sie Metformin oder Insulin? <br />
Nehmen Sie Tabletten oder bekommen Sie Insulin?
Bis wann haben Sie Metformin genommen? <br />
Wann sind Sie insulinpflichtig geworden? <br />
[insulinpflichtig werden] <br />
Seit wann brauchen Sie Insulin? <br />
Welche Dosierung von Insulin spritzen Sie? <br />
Welche Dosis von Insulin spritzen Sie und wie oft? <br />
Wann wurde bei Ihnen von Spritze auf Pumpe umgestellt? <br />
Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig? <br />
Verwenden Sie Insulin regelmäßig? <br />
Achten Sie auf Ihre Diät? <br />
Halten Sie Ihre Diät ein? <br />
Wie oft messen Sie Ihren Blutzucker? <br />
Wo messen Sie Ihren Blutzucker? <br />
Wo spritzen Sie Ihr Insulin? <br />
Wie messen Sie Ihren Blutzucker? Mit einem Gërat? <br />
[ggf. zum Ausschluss eines dekompensierten Diabetes] <br />
Wo spritzen Sie? <br />
Hatten Sie schon einmal zu hohe Blutzuckerwerte? <br />
Was machen Sie, wenn Ihre Blutzuckerwerte zu hoch sind? <br />
(Was machen Sie, wenn Sie Hyperglykämie bekommen?) <br />
Hatten Sie schon einmal zu niedrige Blutzuckerwerte? <br />
Was machen Sie, wenn Ihre Blutzuckerwerte zu niedrig sind? <br />
(Was machen Sie, wenn Sie Hypoglykämie bekommen?) <br />
Hatten Sie schonmal ein Koma wegen Zucker?
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